DEUTSCHE ÜBERSETZUNG

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SIE FIELEN IHM WIE SCHUPPEN VON DEN AUGEN.

Manchmal benutzt Gott ganz sichtbare, offensichtliche Dinge, um das zu offenbaren, was im Inneren eines Menschen vor sich geht. Ein Beispiel dafür sehen wir, als Jesus dem Besessenen begegnete und den Dämonen gebot, ihn zu verlassen. Das nächste, was geschah, war, dass die Dämonen die Schweine direkt in den See trieben, wo sie umkamen. Das zeigt uns klar, dass Dämonen keine anderen Ziele haben als zu töten und zu zerstören. Es gibt keinen „guten Dämon“ oder „gutes Jinn“, wie andere Religionen manchmal annehmen. Sobald ein Dämon in einem Menschen wohnt, ist sein einziges Ziel: ihn zu vernichten.

Darum sehen wir auch bei dem Geist, den die Jünger Jesu nicht austreiben konnten, dass der Vater des Jungen sagte: „Oft hat er ihn sogar ins Feuer oder ins Wasser geworfen“ (Markus 9,22). Denke darüber nach: Was war das Ziel dieses Geistes, wenn nicht, den Jungen umzubringen? Genauso ist es auch heute. Wenn jemand von einem Geist der Unzucht beherrscht wird, dann ist ihr Ziel, dass er schließlich Krankheit, Unheil oder sogar den vorzeitigen Tod findet – alles nur, damit er in seinem sündigen Zustand in der Hölle endet.

Kehren wir nun zu dem ersten Gedanken zurück: Gott lässt manchmal bestimmte Dinge sichtbar werden, um die geistliche Realität eines Menschen offen zu legen.

Ein weiteres Beispiel sehen wir bei Paulus. Als er sich auf dem Weg nach Damaskus befand, um die Gemeinde Gottes zu verfolgen, begegnete ihm der Herr Jesus. Die helle Herrlichkeit Jesu umstrahlte ihn von allen Seiten, und weil dieses Licht so stark war, wurde Paulus für eine Zeit blind. Erst nachdem er drei Tage später von einem Mann namens Hananias für ihn betete, konnte er wieder sehen.

Doch die Bibel sagt uns, dass etwas wie Schuppen von seinen Augen fiel. Lesen wir:

Apostelgeschichte 9,17–19:
„Da ging Hananias hin und trat in das Haus; und er legte ihm die Hände auf und sprach: Bruder Saul, der Herr hat mich gesandt – Jesus, der dir erschienen ist auf dem Weg, den du gekommen bist –, damit du wieder sehend wirst und mit dem Heiligen Geist erfüllt wirst.
18 Und sogleich fiel es ihm wie Schuppen von den Augen, und er wurde wieder sehend; da stand er auf und ließ sich taufen.
19 Und nachdem er Speise zu sich genommen hatte, kam er zu Kräften. Und er blieb einige Tage bei den Jüngern in Damaskus.“

Diese „Schuppen“ waren die ganze Zeit in Paulus’ geistlichen Augen, doch er hatte es nie bemerkt – erst, als sie fielen, erkannte er ihre Existenz.

Das offenbarte seinen wahren geistlichen Zustand. Satan hatte seine inneren Augen vollständig verblendet, indem er ihm diese geistlichen „Schuppen“ auferlegte, ohne dass Paulus es wusste.

Wie aber sehen diese Schuppen des Feindes aus?

Sie dienen nicht dazu, alle Bereiche des Lebens eines Menschen zu verdecken. Nein – sie verdecken gezielt den Blick auf Gott.
Du kannst gebildet sein, du kannst viel Geld haben, du kannst vieles verstehen – und doch die Wahrheit des Heils nicht erkennen.

Vielleicht bist du in allen anderen Bereichen des Lebens schnell und klug, aber wenn es um das Evangelium geht, scheint alles schwer und bedeutungslos. Wenn dir vom Kreuz gepredigt wird, klingt es wie etwas Rückständiges. Die Warnungen vor der Hölle erschüttern dich nicht mehr, egal wie viele Zeugnisse du hörst. Darum bleibst du vielleicht bis heute in Alkohol, Unzucht oder anderen Sünden verstrickt. Wenn das deine Situation ist, dann wisse: Diese Schuppen sind bereits auf deine Augen gefallen – ohne dass du es gemerkt hast. Vielleicht bleibt dir nur noch, deine Religion zu loben, ohne Gott wirklich zu kennen.

Diese geistliche Blindheit kann so weit gehen, dass man sogar gegen das Heil kämpft – so wie Paulus es tat. Aber frage dich: War Paulus dazu bestimmt, ein solcher Mensch zu sein? Nein! Als die Schuppen fielen, liebte er das Evangelium mehr als jeder andere und wurde der größte Verkündiger des Heils.

Genau das ist das Werk Satans bis heute: Er verblendet die geistlichen Augen der Menschen, damit sie Gott nicht erkennen und den Wert des Heils nicht sehen – obwohl sie noch auf dieser Erde sind.

2. Korinther 4,3–4:
„Wenn aber unser Evangelium verhüllt ist, so ist es bei denen verhüllt, die verloren gehen;
4 bei den Ungläubigen, denen der Gott dieser Weltzeit den Sinn verblendet hat, damit ihnen nicht der Lichtglanz des Evangeliums der Herrlichkeit Christi aufleuchte, der Gottes Ebenbild ist.“

Wenn du diesen Schuppen in deinem Leben Raum gibst, wirst du die Folgen nach deinem Tod erkennen – denn sobald du stirbst, wirst du dich in der Hölle wiederfinden. Dort gibt es nur unendliche Reue, so wie beim reichen Mann in der Geschichte von Lazarus (Lukas 16,19–31), der flehte, dass seine Brüder niemals an diesen Ort gelangen mögen.

Mein Bruder, meine Schwester: Jeden Tag steigen unzählige Menschen in die Hölle hinab. Könnten wir ihre Stimmen hören, würden wir ihre Qual, ihre Reue, ihr Weinen darüber hören, wie sehr sie verblendet waren und wie leichtfertig sie das Evangelium verachtet haben.
Sie würden sagen: „Hätten wir doch den Weg des Heils ernst genommen!“

Darum: Bekenne deine Sünden. Kehre dich Jesus Christus zu. Er wird dich retten. Bewahre dich vor den Schuppen des Teufels.

Denn wir leben in den letzten Tagen, und Christus steht schon an der Tür.

Der Herr segne dich.


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Über den Autor

Janet Mushi editor

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