Apostelgeschichte 11,25 – „Barnabas aber zog aus nach Tarsus, um Saulus aufzusuchen.“
Gnade und Friede im Namen unseres Herrn und Erlösers Jesus Christus.
Heute möchte ich unsere Aufmerksamkeit auf einen zentralen, aber oft unterschätzten Bereich des christlichen Dienstes lenken die Nacharbeit. Unsere Aufgabe als Gläubige endet nicht damit, jemanden zu Christus zu führen. Wahrer evangelistischer Dienst ist erst dann erfüllt, wenn der neue Gläubige begleitet, gefestigt und im Glauben verankert wird.
Viele Menschen öffnen ihr Herz für Christus, nachdem sie das Evangelium gehört haben. Sie bekehren sich, beginnen ein neues Leben aber was geschieht danach? Manche wachsen selbstständig weiter, doch die meisten brauchen geistliche Unterstützung. Ohne Nacharbeit geraten viele Neubekehrte ins Straucheln oder fallen in alte Muster zurück.
Jesus selbst gibt uns in Matthäus 28,19–20 (LUT 2017) einen klaren Auftrag:
„Darum geht hin und macht zu Jüngern alle Völker … und lehrt sie halten alles, was ich euch befohlen habe.“
Er sagt nicht: „Macht Bekehrte“, sondern „macht zu Jüngern“. Jüngerschaft bedeutet Lehren, Begleiten und Unterstützung genau das ist Nacharbeit.
In Apostelgeschichte 11,25 begegnen wir Barnabas, dessen Name „Sohn des Trostes“ bedeutet. Nach der Bekehrung des Saulus (Paulus) begegnete ihm die Gemeinde in Jerusalem mit Ablehnung – verständlich angesichts seiner Vorgeschichte als Christenverfolger. Aus Furcht vor Angriffen zog Paulus sich nach Tarsus zurück. Viele vergaßen ihn dort aber Barnabas nicht.
Barnabas erkannte das Werk Gottes in Paulus’ Leben. Er machte sich auf den Weg nach Tarsus, suchte ihn auf und brachte ihn zurück nach Antiochia zu einer Gemeinde, in der Paulus wachsen und dienen konnte.
Apostelgeschichte 11,26 (LUT 2017):
„Und als er ihn fand, brachte er ihn nach Antiochia. Und es begab sich, dass sie ein ganzes Jahr in der Gemeinde zusammenkamen und eine große Menge lehrten.“
Dieser Schritt der Nacharbeit veränderte alles. Nun begann Paulus’ außergewöhnlicher Dienst, durch den Gott das Evangelium im ganzen Römischen Reich verbreitete und einen großen Teil des Neuen Testaments entstehen ließ.
Oft unterschätzen wir Menschen, die erst kürzlich zum Glauben gekommen sind besonders wenn sie noch unsicher wirken. Doch wir müssen uns daran erinnern: Auch Paulus hatte einen schwierigen Start. Ohne Barnabas’ Ermutigung und Unterstützung wäre seine Entwicklung anders verlaufen.
Vielleicht begleitetst du gerade jemanden, dessen Beginn unscheinbar wirkt. Doch durch liebevolle Nacharbeit kann dieser Mensch zu einem kraftvollen Werkzeug Gottes werden.
Paulus schreibt in Galater 4,19 (LUT 2017):
„Meine lieben Kinder, um die ich abermals in Wehen liege, bis Christus in euch Gestalt gewinnt.“
Er wusste, dass geistliches Wachstum intensive Fürsorge braucht.
Regelmäßig für Neubekehrte beten.
Kontakt halten: Besuche, Anrufe oder Nachrichten.Sie in die Gemeinde integrieren: Vorstellung an reife Gläubige.
Gemeinsames Bibelstudium und Antworten auf ihre Fragen.
Hilfe beim Verlassen belastender Umfelder, so wie Barnabas Paulus aus Tarsus holte.
Nacharbeit steht selten im Mittelpunkt, aber sie ist entscheidend. Durch diesen Dienst entstehen echte Jünger, die im Glauben standhaft bleiben.
Paulus erinnert uns in 1. Korinther 15,58 (LUT 2017):
„Darum, meine lieben Brüder und Schwestern, seid fest, unerschütterlich und nehmt immer zu in dem Werk des Herrn, weil ihr wisst, dass eure Arbeit nicht vergeblich ist in dem Herrn.“
Predige nicht nur und geh weiter. Bleib verbunden. Begleite Neubekehrte auf ihrem Weg. Stärke, leite und ermutige sie. Du weißt nicht vielleicht ist die Person, die du heute betreust, der nächste Paulus.
Der Herr segne und stärke dich, während du treu in seinem Erntefeld dienst.
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