Title August 2024

SCHLÄGT DEINE WURZELN TIEF, DAMIT DU FRUCHT TRAGEN KANNST.


Ich grüße dich im Namen unseres Herrn Jesus Christus. Willkommen – lass uns gemeinsam die gute Botschaft für das Leben unserer Seelen entdecken.

Gottes Wort sagt:

📖 2. Könige 19,30

„Und was vom Haus Juda entkommen und übrig geblieben ist, wird wieder Wurzeln nach unten schlagen und Früchte nach oben tragen.“

Verstehst du, was dieser Vers bedeutet? Er spricht vom Aufblühen des Hauses Juda – das sind wir, die Gemeinde Christi.

Doch dieses Aufblühen geschieht nicht einfach so. Damit Früchte nach oben wachsen können, müssen die Wurzeln tief nach unten reichen. Das ist ein göttliches Prinzip.

Ein Baum ohne Wurzeln kann keine Frucht bringen. Frag dich selbst: Hast du tiefe geistliche Wurzeln, die dich dazu befähigen, Frucht zu bringen, die dem Herrn gefällt?

Deine Wertschätzung für das Heil spiegelt wider, wie tief deine Wurzeln reichen. Und nur tiefe Wurzeln ermöglichen es dir, geistliche Früchte hervorzubringen.

Ein Blatt braucht keine tiefen Wurzeln – es bringt ja auch keine Frucht hervor.

Wenn du nicht bereit bist, im Heil zu wachsen, wenn dir dein geistliches Leben gleichgültig ist, dann wirst du auch keine Frucht für deinen Gott bringen können.

In dem Gleichnis vom Sämann erklärt Jesus, warum nur der vierte Samen Frucht bringen konnte. Er sagt, dass er Frucht brachte durch Ausdauer.

📖 Lukas 8,15

„Das aber auf dem guten Land sind die, die das Wort, das sie gehört haben, in einem feinen und guten Herzen behalten und Frucht bringen in Geduld.“

Was bedeutet „in Geduld“?

Das bedeutet, dass sie die ersten drei Hürden überwunden haben:
– Sie ließen nicht zu, dass der Feind das gesäte Wort stiehlt.
– Sie hielten durch in Prüfungen und Bedrängnissen.
– Sie ließen sich nicht von den Sorgen dieser Welt oder dem Reichtum und Vergnügungen ablenken.
Das sind die Dinge, in denen sie geduldig waren.

Das ist ein Mensch, der das Heil ernst nimmt.

Jetzt die Frage an uns: Tragen wir solche Frucht?

Erinnere dich: Frucht kommt nicht durch bloßes Wünschen oder Abwarten. Sie kommt durch tiefe Wurzeln, die in der Lage sind, die Quellen des Lebens zu erreichen.

Deshalb sagt die Bibel:

📖 Psalm 1,1–3

„Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen, noch tritt auf den Weg der Sünder, noch sitzt, wo die Spötter sitzen,
sondern hat Lust am Gesetz des HERRN und sinnt über seinem Gesetz Tag und Nacht.
Der ist wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit,
und seine Blätter verwelken nicht. Und was er macht, das gerät wohl.“

Fang heute an, dich um deine Wurzeln zu kümmern – bis sie wirklich die Wasserströme Gottes erreichen.

Werde nicht lau im Gebet, im Fasten, im Gottesdienst, in der Evangelisation oder im Bibelstudium.

📖 2. Könige 19,30

„Und was vom Haus Juda entkommen und übrig geblieben ist, wird wieder Wurzeln nach unten schlagen und Früchte nach oben tragen.“

Der Herr segne dich reichlich.


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Weil ein außergewöhnlicher Geist in ihm war

Sei gegrüßt im Namen unseres Retters Jesus Christus. Ich lade dich heute ein, mit mir gemeinsam über die Worte des Lebens nachzudenken.

In diesen gefährlichen Zeiten, die von Täuschung und falscher Lehre geprägt sind, ist es entscheidend, dass wir uns selbst genau prüfen. Frage dich: Welchem Geist hast du in deinem Leben Raum gegeben? Dein Lebensstil und Verhalten spiegeln den Geist wider, der in dir wirkt. Wenn dein Leben von weltlichen Begierden getrieben ist, dann wirkt der Geist der Welt in dir.

1. Korinther 2,12 (Luther 2017):
„Wir aber haben nicht empfangen den Geist der Welt, sondern den Geist aus Gott, damit wir wissen, was uns von Gott geschenkt ist.“

Wenn deine Handlungen sündhaft sind  wenn du zum Beispiel mit Diebstahl oder Unehrlichkeit kämpfst  dann sind das Anzeichen dafür, dass ein anderer Geist in dir am Werk ist. Es ist wichtig, die Natur des Geistes zu prüfen, der dein Leben beeinflusst.

Die Bibel spricht von Daniel als einem Mann, in dem ein außergewöhnlicher Geist war.

Daniel 6,4 (Luther 2017):
„Es war aber Daniel ein solcher Vorzug vor den anderen Fürsten und Satrapen, denn ein außergewöhnlicher Geist war in ihm, sodass der König gedachte, ihn über das ganze Königreich zu setzen.“

Was bedeutet es, einen „außergewöhnlichen Geist“ zu haben? Dieser Geist ist nicht gewöhnlich  der Geist, der in Daniel war, war außergewöhnlich und herausragend. Das Wort „außergewöhnlich“ deutet auf Überlegenheit hin  es gibt Geister, die nicht hervorragend sind, und viele davon sind täuschend. Der Teufel ist listig und lässt Menschen glauben, sie hätten den Heiligen Geist empfangen, obwohl es sich in Wirklichkeit um einen falschen, nachgeahmten Geist handelt.

Daniel 5,12 (Luther 2017):
„Denn es ist ein überragender Geist in ihm, dazu Verstand und Einsicht, Träume zu deuten, dunkle Sprüche zu erklären und Rätsel zu lösen. So rufe man nun Daniel, der wird dir die Deutung sagen.“

Daniel hatte Weisheit, Erkenntnis und Einsicht, die über das Natürliche hinausgingen. Auch der Heilige Geist, den wir als Gläubige empfangen, wirkt auf ähnliche Weise in uns   er befähigt uns, im Willen Gottes zu leben. Das wahre Zeichen des Heiligen Geistes ist nicht allein das Reden in Zungen oder das Weissagen, sondern ein verwandeltes Leben, geprägt von Heiligkeit, Weisheit und der Fähigkeit, Gottes Wahrheit zu erkennen und danach zu handeln.

Daniel 6,5 (Luther 2017):
„Da suchten die Fürsten und Satrapen, einen Grund zur Klage gegen Daniel zu finden in der Verwaltung des Königreichs. Aber sie konnten keinen Grund zur Klage noch ein Vergehen finden; denn er war treu, sodass keine Schuld noch Vergehen bei ihm gefunden werden konnte.“

Daniels Leben war ein kraftvolles Beispiel für Integrität. Trotz ständiger Beobachtung und dem Versuch, ihm Fehler nachzuweisen, konnte niemand etwas gegen ihn vorbringen. Seine Treue zu Gott und seinen Geboten machte ihn untadelig in den Augen der Menschen. Das ist es, was ein außergewöhnlicher Geist bewirkt – ein Leben in Reinheit, Ehrlichkeit und kompromissloser Hingabe an Gottes Wege.

Wenn du von dir sagst, dass du gerettet bist, dann sollte dieser außergewöhnliche Geist auch in dir wohnen. Das erste Zeichen für die Gegenwart des Heiligen Geistes im Leben eines Gläubigen ist Heiligkeit  das Streben danach, ein Leben zu führen, das Gottes Wesen widerspiegelt.

Aber warum ist es so, dass viele Gläubige in Zungen reden, weissagen und religiöse Aktivitäten ausüben, aber keine Spur von der Exzellenz des Heiligen Geistes in ihrem Alltag sichtbar ist? Es ist erschreckend zu hören, wie manche behaupten, ein heiliges Leben sei unmöglich  obwohl das Wort Gottes deutlich macht, dass Heiligkeit durch die Kraft des Heiligen Geistes erreichbar ist. Dennoch leben viele weiterhin weltlich  sie machen Kompromisse in Kleidung, Sprache und Verhalten, während sie sich Christen nennen.

Ist das wirklich der Heilige Geist, der in ihnen wirkt? Oder ist der Geist in ihnen verdorben?

Die gute Nachricht ist: Der außergewöhnliche Geist  der Heilige Geist   kann jederzeit neu in deinem Leben wirken. Umkehr und Glaube sind der Schlüssel zur Veränderung. Du musst glauben, dass ein heiliges Leben möglich ist und dich dem Wirken des Heiligen Geistes ganz hingeben.

Römer 8,13 (Luther 2017):
„Denn wenn ihr nach dem Fleisch lebt, so werdet ihr sterben müssen; wenn ihr aber durch den Geist die Taten des Fleisches tötet, so werdet ihr leben.“

Du musst bereit sein, dich von der Welt abzuwenden und dich ganz einem Leben zu widmen, das Gott gefällt. Das erfordert den Glauben, dass Heiligkeit nicht nur möglich, sondern von jedem Gläubigen erwartet wird. Durch den Heiligen Geist kannst du ein siegreiches Leben über die Sünde führen und Christus in allem, was du tust, widerspiegeln.

Wenn du dich Gott ganz hingibst, wird Er dein Leben führen und verwandeln, sodass du in Gerechtigkeit leben kannst. Doch das verlangt völliges Vertrauen, Glauben und die bewusste Ablehnung weltlicher Wege.

Der Herr segne dich.

Bitte teile diese Botschaft der Hoffnung und Veränderung mit anderen.


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Acht biblische Prinzipien der Evangelisation: Wie man Seelen für Christus gewinnt

Jesus Christus hat seinen Nachfolgern den großen Auftrag anvertraut – ein göttlicher Befehl, das Evangelium in der ganzen Welt zu verkünden und Menschen zu Jüngern zu machen:

„Darum geht hin und macht zu Jüngern alle Völker: Tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“
Matthäus 28,19

Indem wir diesem Auftrag folgen, werden wir Teil von Gottes Erlösungsplan. Doch viele Gläubige fühlen sich angesichts dieser Aufgabe überfordert. Die gute Nachricht ist: Jesus sendet uns nicht einfach nur – er befähigt und führt uns durch den Heiligen Geist.

Er erinnert uns:

„Die Ernte ist groß, aber wenige sind der Arbeiter.“
Matthäus 9,37

Das zeigt: Es gibt viele Herzen, die bereit sind, das Evangelium zu empfangen – aber nur wenige, die bereit sind, zu gehen. Zum Glück zeigt uns die Bibel Prinzipien und Wege, die der Heilige Geist nutzt, um Menschen zu Christus zu führen. Wenn wir diese acht Prinzipien verstehen und anwenden, werden wir zu wirkungsvollen Werkzeugen in Gottes Hand.


1. Verkündigung (Zeugnis des Evangeliums)

Die Verkündigung ist das Fundament jeder Evangelisation. Das Evangelium ist die Kraft Gottes zur Rettung – und jeder Gläubige ist berufen, es mutig zu bezeugen.

„Geht hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur.“
Markus 16,15

Ob durch Predigten, persönliche Zeugnisse, Straßenevangelisation oder digitale Medien – das Evangelium muss verkündet werden. Die erste Gemeinde tat dies täglich, und der Herr fügte täglich Menschen hinzu (vgl. Apostelgeschichte 2,47).

Der Apostel Paulus betonte, dass der Glaube durch das Hören kommt:

„So kommt der Glaube aus der Predigt, das Predigen aber durch das Wort Christi.“
Römer 10,17


2. Evangelisation durch Lebensstil (Licht in der Dunkelheit)

Unser Leben muss die Botschaft widerspiegeln, die wir verkünden. Wenn Worte versagen, sprechen unsere Taten.

„So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.“
Matthäus 5,16

Ein heiliges, verwandeltes Leben kann selbst verhärtete Herzen erreichen. Petrus lehrte, dass ungläubige Ehepartner durch das Verhalten ihrer gläubigen Partner gewonnen werden können:

„…damit auch die, die nicht gehorsam sind dem Wort, durch den Wandel ihrer Frauen ohne Worte gewonnen werden.“
1. Petrus 3,1

Die Frucht des Geistes (vgl. Galater 5,22–23) sollte in uns sichtbar sein und bezeugen, dass das Evangelium Kraft hat.


3. Beziehungsevangelisation (Allen alles werden)

Wirksame Evangelisation baut auf Beziehung. Paulus lebte dies vor:

„Ich bin allen alles geworden, damit ich auf alle Weise einige rette.“
1. Korinther 9,22

Paulus verwässerte nicht die Wahrheit, sondern passte seinen Ansatz den Menschen an. Er begegnete ihnen in ihrer Kultur und ihren Nöten, um Türen für das Evangelium zu öffnen – so wie Jesus mit der Frau am Jakobsbrunnen (vgl. Johannes 4).


4. Geistgeleitete Evangelisation (Dem Heiligen Geist folgen)

Evangelisation ist am fruchtbarsten, wenn sie vom Heiligen Geist geleitet wird. Nicht jeder Ort oder jede Methode bringt Frucht – wir müssen auf seine Führung hören.

Jesus sagte den Jüngern, sie sollten ihre Netze auf der rechten Seite des Bootes auswerfen – und sie fingen viele Fische (vgl. Johannes 21,6). Ebenso leitete der Heilige Geist Paulus weg von Asien und Bithynien hin nach Mazedonien (vgl. Apostelgeschichte 16,6–10).

„Denn welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder.“
Römer 8,14

Bitte den Herrn, dir dein persönliches Missionsfeld zu zeigen.


5. Zeichen und Wunder

Gott bestätigt sein Wort immer noch durch Wunder. Sie sind keine Selbstzwecke, sondern weisen auf Jesus Christus hin.

„Sie aber gingen hinaus und predigten an allen Orten. Und der Herr wirkte mit ihnen und bekräftigte das Wort durch die mitfolgenden Zeichen.“
Markus 16,20

Die erste Gemeinde betete nicht nur für Kühnheit, sondern auch dafür, dass Gott seine heilende Kraft zeigt:

„…damit Zeichen und Wunder geschehen durch den Namen deines heiligen Knechtes Jesus.“
Apostelgeschichte 4,30

Bitte mutig um Heilung, Befreiung und übernatürliche Begegnungen. Gott nutzt sie oft, um selbst harte Herzen zu erreichen.


6. Evangelistische Weisheit

Jesus sagte, wir sollen mit Weisheit handeln:

„Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe; so seid klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben.“
Matthäus 10,16

Weisheit bedeutet zu wissen, wann, wie und was man sagen soll. Paulus riet:

„Eure Rede sei allezeit freundlich und mit Salz gewürzt, damit ihr wisst, wie ihr jedem antworten sollt.“
Kolosser 4,6

Wir sind berufen, die Wahrheit in Liebe zu sagen (vgl. Epheser 4,15) – nicht um Diskussionen zu gewinnen, sondern Seelen.


7. Opferbereite Evangelisation (Leid und Risiko)

Manche Menschen sind gefangen in Religion, Ideologien oder Unterdrückung. Sie zu erreichen, kann mit persönlichem Leid oder sogar Lebensgefahr verbunden sein.

So lebten es die Apostel:

„Und sie riefen die Apostel wieder herein, ließen sie geißeln und verboten ihnen, in dem Namen Jesu zu reden. […] Sie aber gingen […] fröhlich von dem Hohen Rat hinweg, weil sie würdig gewesen waren, um seines Namens willen Schmach zu leiden.“
Apostelgeschichte 5,40–41

Verfolgung und Martyrium gehören zur Evangelisation. Tertullian sagte: „Das Blut der Märtyrer ist der Same der Kirche.“

„Will mir jemand nachfolgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir.“
Markus 8,34


8. Fürbittgebet

Manche Herzen erreicht man nicht mit Worten – sie müssen ins Reich Gottes „hineingebetet“ werden.

Paulus war darin ein Vorbild:

„Brüder und Schwestern, meines Herzens Wunsch ist, dass Israel gerettet werde; darum bete ich zu Gott.“
Römer 10,1

Gebet durchbricht Widerstand und bereitet Herzen für das Wort Gottes vor. Jesus lehrte:

„Bittet den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in seine Ernte sende.“
Matthäus 9,38

Unterschätze niemals die Kraft des Gebets – für Familienmitglieder, Freunde, Kollegen oder auch Fremde. Fürbitte ist eine mächtige Waffe im geistlichen Kampf (vgl. Epheser 6,18).


Wenn wir nur auf eine Methode setzen, schränken wir das Wirken des Geistes ein. Aber wenn wir all diese Werkzeuge gemeinsam anwenden, gebraucht Gott das Richtige zur richtigen Zeit, um ein Herz zu erreichen.

„Wer Seelen gewinnt, ist weise.“
Sprüche 11,30

Der Herr segne dichi


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HAST DU DIE FÜLLE VON GOTTES GÖTTLICHER KRAFT IN DIR EMPFANGEN?

2. Petrus 1,3 (LUT 2017):

„Alles, was zum Leben und zur Frömmigkeit dient, hat uns seine göttliche Kraft geschenkt durch die Erkenntnis dessen, der uns berufen hat durch seine Herrlichkeit und Kraft.“

Einleitung: Die göttliche Versorgung in Christus

Dieser Vers ist ein grundlegender Pfeiler der christlichen Theologie. Er zeigt uns, dass Gottes Kraft nicht fern oder abstrakt ist. Sie ist lebendig, wirksam und für jeden Gläubigen in Jesus Christus zugänglich. Wenn wir Ihn durch den Glauben persönlich kennenlernen, empfangen wir alles, was wir zum Leben (geistliche Lebenskraft und ewige Rettung) und zur Frömmigkeit (ein Leben, das Gottes Wesen widerspiegelt) brauchen.

Das griechische Wort für „göttliche Kraft“ ist dynamis – davon leitet sich unser Wort „Dynamit“ ab. Es beschreibt nicht nur ein Potenzial, sondern eine explosive, wirkungsvolle Kraft, die echte Veränderung bewirkt. Diese göttliche Kraft stammt allein von Christus und wird uns durch den Heiligen Geist geschenkt.


1. Gottes Kraft hat uns Leben gegeben

Jesus Christus kam nicht, um schlechte Menschen ein wenig besser zu machen – Er kam, um Tote lebendig zu machen.

Epheser 2,1 (LUT 2017):
„Auch ihr wart tot durch eure Übertretungen und Sünden.“

Durch Adam kam die Sünde in die Welt und brachte den geistlichen Tod über alle Menschen (vgl. Römer 5,12). Doch durch Christus werden die, die an Ihn glauben, lebendig gemacht. Das ist keine bloße Symbolik, sondern ein echter Übergang vom Tod zum ewigen Leben.

Johannes 3,36 (LUT 2017):
„Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben. Wer aber dem Sohn nicht gehorcht, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt über ihm.“

Ewiges Leben ist nicht nur ein zukünftiges Versprechen – es ist eine gegenwärtige Realität. Sobald du dein Vertrauen auf Jesus setzt, wirst du neu geboren (vgl. Titus 3,5), vom Heiligen Geist erfüllt und bekommst Anteil an der göttlichen Natur (vgl. 2. Petrus 1,4).

Die Rettung ist keine Belohnung für moralisches Verhalten oder religiöse Leistungen. Paulus schreibt:

Epheser 2,8–9 (LUT 2017):
„Denn aus Gnade seid ihr gerettet durch den Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es, nicht aus Werken, damit sich nicht jemand rühme.“


2. Gottes Kraft führt uns zur Frömmigkeit (Heiligkeit)

Gott rettet uns nicht, um uns in unserem alten Zustand zu belassen. Seine Kraft wirkt in uns, um uns zu verändern – uns dem Bild Christi ähnlich zu machen (vgl. Römer 8,29). Das ist Frömmigkeit: ein Leben, das abgesondert ist, Gott geweiht, und Frucht bringt, die aus dem Geist hervorgeht.

Hebräer 12,14 (LUT 2017):
„Jagt dem Frieden nach mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird.“

Heiligkeit (hagiasmos im Griechischen) ist keine Option – sie ist das Kennzeichen einer echten Bekehrung. Sie entsteht nicht durch äußere Verhaltensänderung, sondern durch das innere Wirken des Heiligen Geistes.

Galater 5,22–23 (LUT 2017):
„Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Keuschheit.“

Vor der Rettung mag ein Mensch versuchen, moralisch zu leben – doch ohne den Geist führt das entweder zum Scheitern oder zum religiösen Stolz (wie bei den Pharisäern, auf die Jesus hinwies). Wahre Heiligkeit kommt nur, wenn wir uns Christus unterwerfen und uns vom Heiligen Geist leiten und heiligen lassen (vgl. Römer 8,13–14).


3. Die Kraft empfangen: Glaube, Hingabe und Gehorsam

Gottes göttliche Kraft wirkt in unserem Leben durch die Erkenntnis Christi – nicht durch bloßes Wissen, sondern durch eine persönliche, erfahrbare Beziehung (epignosis im Griechischen), die durch den Glauben an Jesus wächst.

Johannes 1,12 (LUT 2017):
„Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden: denen, die an seinen Namen glauben.“

Jesus als Herrn aufzunehmen bedeutet mehr als ein Lippenbekenntnis – es ist ein Lebensstil. In biblischer Sprache bedeutet „Herr“ (Kyrios), dass man seinen eigenen Willen unter den Willen Christi stellt. Ein wahrer Gläubiger wird ein doulos – ein williger Knecht Christi.

Lukas 6,46 (LUT 2017):
„Was nennt ihr mich aber ›Herr, Herr‹, und tut nicht, was ich euch sage?“

Viele Christen heute wünschen sich die Segnungen Christi, aber nicht die Nachfolge, die damit verbunden ist. Doch Jesus stellte unmissverständlich klar:

Lukas 9,23 (LUT 2017):
„Wer mir folgen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich täglich und folge mir nach.“


Shalom.



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UNTERSCHREIBE NICHT DEN VERTRAG MIT DIESEM TÖDLICHEN HERRN



Stell dir Folgendes vor: Dir wird ein Job angeboten. Die Beschreibung ist vage, die Anforderungen sind brutal – und das Endergebnis ist Leiden. Doch der eigentliche Schock ist: Dein Gehalt ist der Tod.

Würdest du diesen Vertrag unterschreiben?

Kein vernünftiger Mensch würde das tun. Und doch haben genau das Millionen – vielleicht sogar Milliarden – getan, bewusst oder unbewusst. Sie haben sich einem grausamen, unbarmherzigen Herrn verschrieben: der Sünde.

Das ist keine poetische Übertreibung. Es ist eine theologische Realität. Die Bibel beschönigt die Wahrheit nicht:

Johannes 8,34
Jesus antwortete ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer Sünde tut, ist der Sünde Knecht.

Sünde ist nicht nur eine Handlung – sie ist eine Macht. Eine geistliche Kraft, die versklavt. Im Griechischen steht für „Knecht“ das Wort doulos, das völligen Besitz meint. Wer in der Sünde lebt, ist nicht frei – er ist gebunden.

Und was zahlt die Sünde?

Römer 6,23
Denn der Sünde Sold ist der Tod; die Gabe Gottes aber ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserm Herrn.

In biblischer Sprache meint „Tod“ (thanatos) mehr als nur das physische Sterben. Es bezeichnet die geistliche Trennung von Gott, wie sie zum ersten Mal in 1. Mose 3 sichtbar wurde, als Adam und Eva durch ihre Sünde die Gemeinschaft mit dem Schöpfer verloren.

Die Sünde ist ein Herr, der Buch führt. Er zahlt pünktlich. Sein Lohn ist immer Tod – in diesem Leben und schließlich die ewige Trennung von Gott (siehe Offenbarung 20,14–15).

Die Bibel sagt klar: Die Sünde zerstört alles, was sie berührt:

– Sie zerstört die Liebe:

Matthäus 24,12
Und weil die Gesetzlosigkeit überhandnimmt, wird die Liebe in vielen erkalten.

– Sie trennt uns von Gott:

Jesaja 59,2
Sondern eure Missetaten scheiden euch von eurem Gott, und eure Sünden verbergen sein Angesicht vor euch, dass er nicht hört.

– Sie raubt den Frieden:

Römer 3,17
Und den Weg des Friedens kennen sie nicht.

– Sie zerstört Ehen, Familien und ganze Nationen:

Sprüche 14,34
Gerechtigkeit erhöht ein Volk; aber die Sünde ist der Leute Verderben.

– Sie tötet Leib und Seele:

Jakobus 1,15
Danach, wenn die Begierde empfangen hat, gebiert sie die Sünde; die Sünde aber, wenn sie vollendet ist, gebiert den Tod.

Das ist die Realität, wenn man unter der Sünde arbeitet. Und wie jeder Arbeiter bekommt man seinen Lohn: den Tod.


ABER ES GIBT EINEN BESSEREN HERRN

Jesus Christus bietet eine radikale Alternative. Er lädt dich nicht in die Knechtschaft ein – sondern in die Kindschaft.

Johannes 8,35–36
Der Knecht bleibt nicht ewig im Haus; der Sohn bleibt ewig. Wenn euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei.

Jesus vergibt nicht nur Sünden – er bricht auch die Macht der Sünde über dein Leben:

Römer 6,6–7
Wir wissen ja, dass unser alter Mensch mitgekreuzigt ist, damit der Leib der Sünde vernichtet werde, sodass wir hinfort der Sünde nicht dienen. Denn wer gestorben ist, der ist frei geworden von der Sünde.

Durch seinen Tod und seine Auferstehung hat er uns den Weg eröffnet, nicht mehr als Sklaven zu leben, sondern als Söhne und Töchter Gottes.

Galater 4,7
So bist du nun nicht mehr Knecht, sondern Kind; wenn aber Kind, dann auch Erbe durch Gott.

Er schenkt Leben – im vollsten Sinn:

Geistliches Leben

Johannes 5,24
Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist vom Tod zum Leben hindurchgedrungen.

Überfließendes Leben

Johannes 10,10
Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und volle Genüge.

Ewiges Leben

Johannes 17,3
Das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, der du allein wahrer Gott bist, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen.

Und dieses Leben kann man sich nicht verdienen – es ist ein Geschenk:

Römer 6,23b
…die Gabe Gottes aber ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserm Herrn.

Es wird empfangen durch Umkehr und Glauben an Jesus Christus.


WARUM DIE SÜNDE WÄHLEN, WENN DAS LEBEN ANGEBOTEN WIRD?

Mal ehrlich: Am Anfang fühlt sich Sünde wie Freiheit an. Aber das ist trügerisch. Was mit Genuss beginnt, endet in Schmerz. Was wie Freiheit wirkt, endet in Ketten.

Jesus bietet etwas Besseres: eine leichte Last, wahren Frieden und Ruhe für deine Seele.

Matthäus 11,28–30
Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.
Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen.
Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.

Er verändert nicht nur dein Ziel – er verändert deine Identität und Bestimmung.

Wenn du unter der Last der Sünde gelebt hast, dann ist heute der Moment, um umzukehren. Die Gnade Gottes steht dir jetzt offen.

2. Korinther 6,2
Siehe, jetzt ist die willkommene Zeit, siehe, jetzt ist der Tag des Heils!


BIST DU BEREIT, FREI ZU WERDEN?

Bist du bereit, den grausamen Herrn der Sünde zu verlassen und dem liebenden Retter Jesus Christus zu folgen?

Dann beginnt es mit Buße – einem Abwenden von der Sünde – und vollem Vertrauen auf das, was Jesus am Kreuz getan hat.

Bete. Übergib ihm dein Leben. Rufe ihn heute an.

Römer 10,13
Denn »wer den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden.«

Gott segne dich.

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BETET, SUCHT UND KLOPFT AN

Ehre sei dem Retter der Welt, unserem Herrn und Erlöser Jesus Christus!

In Matthäus 7,7–8 lehrt uns Jesus ein grundlegendes Prinzip über Gottes Bereitschaft, auf seine Kinder zu reagieren:

„Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.
Denn wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan.“
– Matthäus 7,7–8 LUT

Dieser Abschnitt ist Teil der Bergpredigt (Matthäus 5–7), in der Jesus die Prinzipien des Lebens im Reich Gottes beschreibt. Wenn Jesus uns auffordert zu bitten, zu suchen und anzuklopfen, spricht Er nicht von gelegentlichen Versuchen, sondern von beharrlichem, glaubensvollem Suchen nach Gott. Es sind keine passiven Vorschläge, sondern aktive, andauernde Handlungen.


Warum beten?

Weil „wer da bittet, der empfängt.“

Gebet ist unsere direkte Verbindung zu Gott. Es drückt sowohl Abhängigkeit als auch Vertrauen aus. In Philipper 4,6 steht:

„Sorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen lasst eure Bitten in Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kundwerden!“
– Philipper 4,6 LUT

Gott ist nicht fern – Er sehnt sich nach Beziehung. Wenn wir im Glauben und in Übereinstimmung mit Seinem Willen beten, dürfen wir gewiss sein, dass Er antwortet (vgl. 1. Johannes 5,14–15).


Warum suchen?

Weil „wer da sucht, der findet.“

Suchen geht tiefer als Bitten. Es zeigt ein Verlangen, Gott selbst zu erkennen, nicht nur etwas von Ihm zu erhalten. Gott verspricht, dass diejenigen, die Ihn aufrichtig suchen, Ihn auch finden werden:

„Ihr werdet mich suchen und finden; denn wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet,
so will ich mich von euch finden lassen, spricht der HERR.“
– Jeremia 29,13–14a LUT

Suchen bedeutet, aktiv zu werden – durch Bibelstudium, Lobpreis, Jüngerschaft und Zeit in Seiner Gegenwart. Es geht darum, unseren Willen an den Seinen auszurichten und in der Gemeinschaft mit Ihm zu wachsen.


Warum anklopfen?

Weil „wer da anklopft, dem wird aufgetan.“

Anklopfen steht für Ausdauer und mutiges Zutreten zu dem, was zunächst verschlossen scheint. Jesus spricht in Lukas 11,5–10 in einem Gleichnis über einen Mann, der mitten in der Nacht an die Tür seines Freundes klopft – ein Bild für beharrliches Gebet.

Anklopfen bedeutet auch, Glauben in die Tat umzusetzen – wie ein Kind, das sicher ist, dass sein Vater antwortet. In Offenbarung 3,20 sagt Jesus:

„Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hört und die Tür auftut,
zu dem werde ich hineingehen und das Abendmahl mit ihm halten und er mit mir.“
– Offenbarung 3,20 LUT

Anklopfen ist gelebter Glaube – durch Gehorsam, Großzügigkeit, Evangelisation und mutige Schritte im Vertrauen auf Gott. Es bedeutet nicht nur zu warten, sondern Gott bewusst in alle Lebensbereiche einzuladen.


Nicht nur eines – sondern alle drei

Viele Menschen bleiben beim Beten stehen. Sie bitten, aber sie suchen nicht Gottes Gegenwart und klopfen nicht mit Glauben und Gehorsam an. Doch Jesus nennt alle drei – denn jedes hat seinen Sinn und ist notwendig für eine tiefe, verändernde Beziehung zu Gott.

Man kann kurzfristig durch Gebet allein Antworten erhalten. Aber wer Gott sehen, Seine Stimme erkennen und offene Türen im geistlichen Leben erleben möchte, muss tiefer gehen:

Bete im Glauben.
Suche mit Hingabe.
Klopfe mit Ausdauer.

Gott versteckt sich nicht – Er lädt dich ein zur Gemeinschaft mit Ihm.


Eine Warnung und eine Ermutigung

Manche Christen verlassen sich geistlich auf den Glauben anderer – ihrer Pastoren, Leiter oder Fürbitter. Es ist gut, um Gebet und geistliche Begleitung zu bitten, aber Gott sucht persönliche Beziehung mit jedem Einzelnen.

„Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir.“
– Johannes 10,27 LUT

Wenn du nur bittest, kannst du empfangen. Doch wenn du auch suchst und anklopfst, wirst du Seine Stimme erkennen, in Seinem Willen leben und Türen sich öffnen sehen, die niemand schließen kann (vgl. Offenbarung 3,8).


Bittest du? Suchst du? Klopfst du an?

Wenn nicht – fang heute damit an. Nimm dir regelmäßig Zeit für Gebet. Tauche ein in Sein Wort. Bete an. Diene. Teile das Evangelium. Sei großzügig. Gehorche Seinem Ruf. All das sind Formen des Anklopfens.

Jesus ist nahe – und Er hat versprochen, dass alle, die Ihn von Herzen suchen, Ihn finden werden:

„Der HERR ist gütig gegen die, die auf ihn hoffen,
und gegen die Seele, die ihn sucht.“
– Klagelieder 3,25 LUT

Maranatha – der Herr kommt.


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Was ist Aramäisch, und hat Jesus es gesprochen?

Beim Studium der Bibel stellt man fest, dass drei Hauptsprachen in ihrer Entstehung eine Rolle gespielt haben: Hebräisch, Griechisch und Aramäisch.

Der Großteil des Alten Testaments wurde in Hebräisch verfasst, der heiligen Sprache des Volkes Israel.
Einige kleinere Abschnitte – insbesondere in den Büchern Esra und Daniel – stehen in Aramäisch (z. B. Esra 4,8–6,18; Daniel 2,4–7,28).
Das Neue Testament wurde ursprünglich in Griechisch geschrieben, der damaligen internationalen Verkehrssprache, enthält aber einige aramäische Wörter und Ausdrücke, die im Text ausdrücklich stehen (z. B. „Talitha kum“, „Ephphatha“ oder „Eloi, Eloi …“). (Bibelstudium)

Das zeigt: Aramäisch ist in der Bibel enthalten, spielt aber keine dominierende Rolle gegenüber den Hauptsprachen Hebräisch und Griechisch.


Ursprung und Verbreitung des Aramäischen

Aramäisch entstand bei den Aramäern, einem alten semitischen Volk. Ihre Sprache verbreitete sich weiträumig und wurde schließlich in vielen Teilen des Alten Orients zur Lingua franca, also zur gemeinsamen Verkehrssprache – in Regionen, die heute zu Libanon, Syrien, Jordanien, Irak und der Türkei gehören.

Während der Zeit der assyrischen und persischen Reiche gewann Aramäisch besondere Bedeutung – es wurde sowohl in Verwaltung als auch im Alltag weit verbreitet. (Bibelbund)

Im 1. Jahrhundert n. Chr. war Aramäisch die gesprochene Alltagssprache der meisten Juden in Galiläa und Judäa, darunter auch in der Heimatstadt Jesu, Nazareth. Hebräisch blieb weiterhin die Sprache der Schrift und des Synagogengottesdienstes, aber Aramäisch war die Sprache des Volkes im täglichen Leben.


Hat Jesus Aramäisch gesprochen?

Ja. Jesus sprach Aramäisch als seine Hauptsprache. Zusätzlich verstand er sicher Hebräisch für religiöse Texte (z. B. beim Lesen der Tora – Lukas 4,16–20), und es ist wahrscheinlich, dass er auch etwas Griechisch verstand, was hilfreich im Umgang mit römischen Behörden oder Nichtjuden gewesen wäre.

Dass Jesus Aramäisch sprach, sieht man daran, dass im Neuen Testament einige seiner Worte im Original überliefert sind. Die Evangelien geben diese Ausdrücke nicht nur in griechischer Übersetzung wieder, sondern stehen im Text genau so, wie sie Jesus gesagt hat – nämlich als aramäische Worte mit deutscher Bedeutung: (Bibelstudium)

  • Markus 5,41: „Und er nahm sie bei der Hand und sagte zu ihr: Talitha kum! Das heißt übersetzt: ›Mädchen, ich sage dir: Steh auf!‹“ (schon so in vielen deutschen Bibeln wiedergegeben). (Jesus.ch)
  • Markus 7,34: „Und er blickte zum Himmel, seufzte und sprach zu ihm: Ephphatha! – das heißt: ›Werde geöffnet!‹“ (aramäischer Ausdruck). (Bibelstudium)
  • Markus 15,34: „Und um die neunte Stunde rief Jesus laut: Eloi, Eloi, lama sabachthani? – das heißt: ›Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?‹“ (Psalm‑Wort, das Jesus in seiner Sprache ausrief). (Bibel TV)

Weitere aramäische oder aramäisch‑hebräische Wörter, die im Neuen Testament vorkommen, sind zum Beispiel:

  • „Hosanna“ (z. B. Matthäus 21,9) – ein Ruf, der „rette jetzt“ oder „rette, wir bitten“ bedeutet. (Bibelstudium)
  • „Abba“ (Markus 14,36) – ein inniges Wort für „Vater“, das Jesu persönliche Beziehung zu Gott zeigt. (Bibelbund)

Warum hat Jesus Aramäisch benutzt?

Wichtig ist zu verstehen: Die Kraft lag nicht in der Sprache, sondern in Jesu Leben und Wirken im Heiligen Geist.

Jesus nutzte Aramäisch in besonderen Momenten – nicht, weil es geistlich „stärker“ wäre als Hebräisch oder Griechisch, sondern weil er in gehorsamer Abhängigkeit vom Heiligen Geist lebte.

Johannes 5,19 sagt:

„Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Sohn kann nichts von sich aus tun, sondern nur das, was er den Vater tun sieht…“

Das heißt: Wenn Jesus heilte, lehrte oder betete, folgte er nicht einer festen Formel, sondern der Führung des Geistes Gottes. Manchmal sprach er Aramäisch, manchmal berührte er Menschen, manchmal nutzte er andere Zeichen – doch sein Handeln war immer vom Geist geleitet.

Römer 8,14 erklärt:

„Denn alle, die vom Geist Gottes geleitet werden, sind Söhne Gottes.“

So sind auch wir heute als Gläubige nicht berufen, bestimmte Methoden nachzuahmen, sondern dem Geist zu folgen, der Jesus geleitet hat – sei es im Gebet mit Verstehen, im Gesang, in Tränen oder im Reden in Zungen. Entscheidend ist, dass wir vom Geist Gottes geführt sind.

Sacharja 4,6 sagt:

„…sondern durch meinen Geist, spricht der HERR Zebaoth.“

Jesus war völlig abhängig vom Heiligen Geist – und das gilt auch für uns. Wenn wir zulassen, dass der Geist uns erfüllt und leitet, wird Gott durch uns auf vielfältige Weise wirken, jeweils gemäß seinem vollkommenen Willen.

1. Korinther 12,11:

„Dies alles aber wirkt ein und derselbe Geist und teilt einem jeden zu, wie er will.“


Fazit

Ja – Jesus hat Aramäisch gesprochen, und einige seiner stärksten Worte sind in dieser Sprache überliefert. Aber die wahre Macht lag nicht in den Worten selbst – sie lag in seiner vollendeten Gemeinschaft mit dem Heiligen Geist.

Als Nachfolger Christi sind wir berufen, genauso zu leben: geführt, erfüllt und befähigt vom Heiligen Geist, nicht gebunden an Rituale oder Formeln, sondern in lebendiger Beziehung zu unserem Gott.

Galater 5,25:

„Wenn wir im Geist leben, so lasst uns dem Geist auch folgen.“

Möge der Herr dich segnen, während du suchst, im Geist zu wandeln – genauso wie Jesus es tat.

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Jesu Worte verstehen: „Wer hat, dem wird gegeben; wer aber nicht hat, dem wird auch genommen, was er hat“

 


Jesu Worte verstehen: „Wer hat, dem wird gegeben; wer aber nicht hat, dem wird auch genommen, was er hat“

Auf den ersten Blick klingt dieser Vers vielleicht unfair. Warum sollte Jesus sagen, dass jemand, der nichts besitzt, selbst das Wenige verlieren könnte, das er hat, während derjenige, der schon viel hat, noch mehr bekommt? Ist das nicht ungerecht?

Schauen wir uns den Text noch einmal genauer an:

Lukas 19,24–26 (LUT)
„Da sagte er zu denen, die dabei standen: ‚Nehmt ihm die Mine weg und gebt sie dem, der zehn Minen hat.‘
Sie aber sagten zu ihm: ‚Herr, er hat doch zehn Minen.‘
Er aber sprach zu ihnen: ‚Ich sage euch: Jedem, der etwas hat, wird gegeben; und wer nicht hat, dem wird auch das genommen, was er hat.‘“

Diese Worte stammen aus dem Gleichnis von den Minen, das Jesus erzählt, um zu erklären, wie das Reich Gottes funktioniert – besonders in Bezug auf Verantwortung, geistliche Fruchtbarkeit und den treuen Umgang mit Gottes Gaben. Es geht dabei um göttliche Gerechtigkeit und verantwortliche Jüngerschaft.


1. Es geht nicht um Geld, sondern um geistliche Verantwortung

Jesus spricht hier nicht über materiellen Besitz. Er nutzt ein Bild, um zu zeigen, wie Gott Menschen hinsichtlich ihres geistlichen Wachstums, ihrer Berufung und ihres Gehorsams behandelt.

Im Gleichnis werden Diener mit Minen betraut – Geld, das für Gaben, Chancen und Aufgaben im Reich Gottes steht. Wer treu mit dem umgeht, was ihm anvertraut wurde, wird belohnt – egal, ob es wenig oder viel ist. Wer jedoch untätig oder nachlässig ist, verliert sogar das Wenige, das er hatte.


2. Fruchtbarkeit wird im Reich Gottes erwartet

Jesus erklärt dies auch an einem anderen Bild:

Johannes 15,1–2 (LUT)
„Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater ist der Weingärtner. Jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, nimmt er weg; jede aber, die Frucht bringt, reinigt er, damit sie noch mehr Frucht bringt.“

Hier geht es um geistliche Produktivität. So wie ein Winzer unfruchtbare Zweige entfernt, damit die fruchtbaren besser gedeihen, entfernt Gott alles, was geistlich nicht trägt, damit diejenigen, die wachsen, noch mehr gedeihen können.

Es geht also nicht um Bevorzugung, sondern darum, das Wachstum für Sein Reich zu fördern.


3. Untreue führt zum Verlust von Chancen

Dieses Prinzip zeigt sich auch im Gleichnis von den Talenten (Matthäus 25,14–30). Der Diener, der sein Talent vergrub und nicht einsetzte, verlor es:

Matthäus 25,28–29 (LUT)
„Darum nehmt ihm das Talent und gebt es dem, der zehn Talente hat. Denn wer hat, dem wird gegeben, und er wird Überfluss haben; wer aber nicht hat, dem wird auch das genommen, was er hat.“

„Haben“ bedeutet hier nicht nur besitzen, sondern aktiv nutzen. Wer seine Gaben, seine Zeit und Möglichkeiten für Gott einsetzt, dem wird noch mehr anvertraut. Wer sie verschwendet, verliert die Chance, aktiv im Reich Gottes zu wirken.


4. Gnade hat Grenzen

Jesus macht deutlich, dass Untätigkeit nicht unbegrenzt toleriert wird:

Lukas 13,6–9 (LUT)
„Ein Mann hatte einen Feigenbaum in seinem Weinberg gepflanzt, und er kam, um Frucht an ihm zu suchen, und fand keine… ‚Schneidet ihn ab! Warum soll er den Boden noch unnütz beanspruchen?‘“

Gott ist geduldig, aber nicht passiv. Gnade lädt uns ein zu reagieren – nicht, Jahr für Jahr unverändert zu bleiben. Je länger wir die Gelegenheit zur geistlichen Entwicklung vernachlässigen, desto näher kommen wir daran, sie ganz zu verlieren.


5. Zusammenfassung: Verantwortung und Rechenschaft

Dieses Gleichnis zeigt wichtige Wahrheiten:

  • Gott ist gerecht und weise (Römer 11,33).

  • Jeder Gläubige ist berufen, Frucht zu bringen (Johannes 15,8).

  • Gnade wird uns geschenkt, erwartet aber eine Antwort (Titus 2,11–12).

  • Glaube ohne Werke ist tot (Jakobus 2,17).

Gottes Gnade gibt uns allen Chancen. Doch wie wir diese Chancen nutzen, entscheidet. Deshalb sagte Jesus:

Matthäus 3,10 (LUT)
„Schon jetzt liegt die Axt an der Wurzel der Bäume. Darum wird jeder Baum, der keine gute Frucht bringt, abgehauen und ins Feuer geworfen.“


Abschließende Ermutigung

Wenn du das Evangelium gehört und Gottes Gaben empfangen hast – bleibe nicht untätig. Gnade bedeutet nicht Passivität. Nutze, was Gott dir gegeben hat. Diene. Wachse. Antworte im Glauben. Gott freut sich, die Treuen zu segnen.

Hebräer 6,10 (LUT)
„Denn Gott ist nicht ungerecht, dass er euer Werk und die Liebe, die ihr zu seinem Namen gezeigt habt, vergisst…“

Möge der Herr dich segnen und uns allen helfen, im Reich Gottes fruchtbar zu sein.

 

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IN MEINEM VATERHAUS GIBT ES VIELE WOHNUNGEN

Herr Jesus sprach diese Worte kurz bevor er von uns ging:

Johannes 14,1–3:

1 „Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich!
2 In meines Vaters Haus sind viele Wohnungen; wenn’s nicht so wäre, hätte ich dann zu euch gesagt: Ich gehe hin, euch die Stätte zu bereiten?
3 Und wenn ich hingehe und euch die Stätte bereite, will ich wiederkommen und euch zu mir nehmen, damit auch ihr seid, wo ich bin.“

Zum ersten Mal offenbarte er seinen Jüngern die Dinge, die im Haus seines Vaters für uns vorbereitet sind. Er sagt: „viele Wohnungen“ – nicht nur eine, sondern viele. Wir wissen nicht genau, wie viele – vielleicht Hunderte, Tausende, Millionen oder Milliarden. Jesus sagt „viele“ – glaube, dass es wirklich viele sind.

Darum erfordert das Erreichen all der guten Dinge, die Gott für uns vorbereitet hat, die Ewigkeit.

In der Bibel werden uns bisher drei Arten von Wohnungen offenbart:

1. Die erste Wohnung: Jesus selbst nimmt uns auf in sich hinein.

Diese wurde schon kurz nach seinem Weggang erfüllt. Zehn Tage später, am Pfingsttag, kam der Heilige Geist auf uns herab. Zum ersten Mal erlebten wir persönliche, direkte Gemeinschaft mit Gott und traten in sein Haus ein.

Apostelgeschichte 2,1–4:
1 „Und als der Pfingsttag erfüllt war, waren sie alle an einem Ort beieinander.
2 Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Wind, und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen.
3 Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich zerteilten; und es setzte sich auf jeden von ihnen.
4 Und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist und fingen an, in anderen Sprachen zu reden, wie der Geist es ihnen gab, auszusprechen.“

Wer den Heiligen Geist hat, lebt anders als jemand ohne Geist. Seine Welt ist eine völlig andere. Seine Wohnung ist größer als jede weltliche. Die Freude und Ruhe, die er erfährt, kann die Welt nicht geben. Die Weisheit und Erhabenheit, die du durch den Geist hast, haben andere nicht. Wahrlich, diese Wohnung ist wunderbar. Wenn du vom Geist erfüllt bist, erkennst du die Schönheit dieser Wohnung in deinem Leben.

2. Die zweite Wohnung: Unsere geistlichen Körper.

Unsere Geister wohnen zwar in diesen sterblichen Körpern, doch Jesus erkannte ihre Schwäche. Darum wird er uns glorreiche Körper aus der Ewigkeit geben, die wir am Tag der Entrückung empfangen werden – Körper, die nicht aus irdischem Material gemacht sind, sondern himmlisch. Unvergänglich, unverweslich, ohne Hunger und Tod. Halleluja! Eine herrliche Wohnung, die niemand von uns missen sollte.

2. Korinther 5,1–4:

1 „Denn wir wissen ja: Wenn unser irdisches Zelt, diese Behausung, abgebrochen wird, so haben wir einen Bau von Gott, ein Haus, nicht mit Händen gemacht, ewig im Himmel.
2 Denn wir seufzen in diesem Zelt und sehnen uns sehr danach, mit unserer Wohnung von Gott bekleidet zu werden;
3 damit wir, wenn wir bekleidet werden, nicht nackt befunden werden.
4 Denn wir, die wir in diesem Zelt sind, seufzen, bedrängt; nicht dass wir ausgezogen werden, sondern dass wir bekleidet werden, damit das Sterbliche vom Leben verschlungen werde.“

3. Die dritte Wohnung: Die neue Welt für die Heiligen – der neue Himmel und die neue Erde.

Und die himmlische Stadt, das neue Jerusalem, steigt von Gott herab. Ihre Schönheit ist unvergleichlich. Eine Stadt, die glänzt und die Herrlichkeit Gottes widerspiegelt.

Offenbarung 21,15–27:

15 „Und der mit mir redete, hatte ein goldenes Maß, um die Stadt und ihre Tore und ihre Mauer zu messen.
16 Und die Stadt liegt quadratisch, ihre Länge wie ihre Breite; und er maß die Stadt mit dem Maßstab: 12.000 Stadien; Länge, Breite und Höhe sind gleich.
17 Und er maß ihre Mauer: 144 Ellen, nach menschlichem Maß, das ist nach dem Maß eines Engels.
18 Und das Baumaterial der Mauer war Jaspis; und die Stadt war aus reinem Gold, gleich durchsichtigem Glas.
19 Und die Grundmauern der Stadt waren geschmückt mit allerlei Edelsteinen: der erste Jaspis, der zweite Saphir, der dritte Chalzedon, der vierte Smaragd,
20 der fünfte Sardonyx, der sechste Karneol, der siebte Chrysolith, der achte Beryll, der neunte Topas, der zehnte Chrysopras, der elfte Hyacinth, der zwölfte Amethyst.
21 Und die zwölf Tore waren zwölf Perlen; jedes Tor war aus einer einzigen Perle. Und die Straßen der Stadt waren aus reinem Gold wie durchsichtiges Glas.
22 Und ich sah keinen Tempel in der Stadt; denn der Herr, Gott, der Allmächtige, und das Lamm sind ihr Tempel.
23 Und die Stadt bedarf weder Sonne noch Mond, dass sie scheinen; denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie, und ihre Leuchte ist das Lamm.
24 Und die Nationen werden in ihrem Licht wandeln, und die Könige der Erde werden ihre Herrlichkeit hineingeben.
25 Und ihre Tore werden niemals verschlossen bei Tag; denn Nacht wird dort nicht sein.
26 Und sie werden die Herrlichkeit und Ehre der Nationen in sie bringen.
27 Und es wird nicht eingehen, was Unreines tut, noch wer Gräuel und Lüge tut; sondern nur, wer geschrieben ist im Buch des Lebens des Lammes.“

Dies sind die drei Wohnungen, die uns bisher offenbart wurden. Was ist mit den anderen, die noch verborgen sind? Wenn du sie kennst, wirst du das Heil nicht leichtfertig betrachten, sondern streben, in Christus einzutreten. Folge Jesus, und er wird dir ewiges Leben geben.

Wenn du bereit bist, heute gerettet zu werden, kontaktiere uns kostenlos über die untenstehenden Angaben.

Der Herr segne dich!

Teile diese frohe Botschaft mit anderen.

Wenn du Hilfe brauchst, Jesus in deinem Leben anzunehmen, kontaktiere uns unter:
+255789001312 oder +255693036618

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GOTT HAT SEINE VERHEISSUNG ÜBER SEINEN NAMEN ERHÖHT

Gepriesen sei der Name unseres Herrn und Erlösers, Jesus Christus.

Willkommen zu dieser Zeit der Betrachtung von Gottes Wort. Heute entdecken wir eine tiefgreifende biblische Wahrheit: Gott schätzt seine Verheißung des ewigen Lebens so hoch, dass er sie über seinen eigenen Namen erhoben hat.


1. Gottes Wort verkündet: Seine Verheißung ist über seinen Namen erhoben

Psalm 138,2 (Luther 2017)
„Ich will anbeten zu deinem heiligen Tempel und deinen Namen preisen für deine Güte und Treue; denn du hast dein Wort groß gemacht über alles, was deinem Namen gebührt.“

 

Das hebräische Wort für „Wort“ (dābār) bedeutet auch „Verheißung“ oder „gesprochene Zusage“. Viele Ausleger verstehen diesen Vers so, dass Gottes Treue zu seiner Verheißung so absolut zuverlässig ist, dass er sie über die Bedeutung und Autorität seines eigenen Namens gestellt hat—obwohl dieser Name in der Schrift heilig und voller Kraft ist (vgl. 2. Mose 20,7; Philipper 2,9–11).


2. Die zentrale Verheißung: Ewiges Leben in Christus

Von allen Verheißungen Gottes ist keine größer als diese: ewiges Leben. Sie ist das Herz des Evangeliums.

1. Johannes 2,25 (Luther 2017)
„Und das ist die Verheißung, die er uns verheißen hat: das ewige Leben.“

Ewiges Leben bedeutet nicht nur endlose Existenz, sondern Gemeinschaft mit Gott—für immer. Jesus definiert es selbst:

Johannes 17,3 (Luther 2017)
„Das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, der du allein wahrer Gott bist, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen.“

 In der Bibel ist „ewiges Leben“ (zōē aiōnios) sowohl Besitz der Gegenwart als auch Hoffnung für die Zukunft. Gläubige haben es bereits jetzt durch die Einheit mit Christus (Johannes 5,24), und es wird in der neuen Schöpfung vollendet (Offenbarung 21,1–4).


3. Die Verheißung gilt dem neuen Himmel und der neuen Erde

2. Petrus 3,13 (Luther 2017)
„Wir warten aber auf einen neuen Himmel und eine neue Erde nach seiner Verheißung, in denen Gerechtigkeit wohnt.“

Das ist die endgültige Erfüllung des ewigen Lebens: eine erlöste Schöpfung, frei von Sünde, Tod und Vergänglichkeit (vgl. Römer 8,21–23). Das zukünftige Zuhause der Gerechten, denen, die Christus gehören.


4. Ja, Gott hat viele Verheißungen—doch eine ist die höchste

Gott macht viele Zusagen—Heilung, Versorgung, Führung, Frieden—doch keine ist größer als die Verheißung von Erlösung und ewigem Leben in Jesus.

2. Korinther 1,20 (Luther 2017)
„Denn alle Gottesverheißungen sind in ihm Ja und in ihm Amen, Gott zum Lobe durch uns.“

 Jesus ist die Erfüllung und Garantie aller Verheißungen Gottes. Durch seinen Tod und seine Auferstehung sind alle Segnungen des Bundes verfügbar geworden (Hebräer 8,6; Römer 8,32).

Und doch zeigt die Bibel: Eine Verheißung steht über allen—das ewige Leben.

Psalm 138,2b (Luther 2017)
„… denn du hast dein Wort groß gemacht über alles, was deinem Namen gebührt.“


5. Es ist möglich, seinen Namen zu gebrauchen, ohne ewiges Leben zu besitzen

Dies ist vielleicht die ernsteste Wahrheit: Ein Mensch kann dienen, predigen, den Namen Jesu aussprechen, sogar Wunder tun—und dennoch verloren sein, wenn er Jesus nicht wirklich kennt.

Matthäus 7,21–23 (Luther 2017)
„Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr!, in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel.
Viele werden an jenem Tage zu mir sagen: Herr, Herr! Haben wir nicht in deinem Namen geweissagt? Haben wir nicht in deinem Namen Dämonen ausgetrieben? Haben wir nicht in deinem Namen viele Wunder getan?
Dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch noch nie gekannt; weicht von mir, ihr Übeltäter!“

 Dieser Abschnitt zeigt: Erlösung basiert nicht auf geistlicher Leistung, sondern darauf, den Willen des Vaters zu tun—nämlich an den Sohn zu glauben und ihm gehorsam zu folgen (Johannes 6,40). Er warnt vor religiöser Aktivität ohne neues Leben.


6. Wie empfangen wir die Verheißung des ewigen Lebens?

Gottes Verheißung des ewigen Lebens wird durch Glauben an Jesus Christus und echte Umkehr empfangen.

Apostelgeschichte 3,19 (Luther 2017)
„So tut nun Buße und bekehrt euch, dass eure Sünden getilgt werden, damit Zeiten der Erquickung kommen vom Angesicht des Herrn.“

Wenn wir Buße tun und glauben, gibt Gott uns den Heiligen Geist, der uns für die Ewigkeit versiegelt.

Epheser 1,13–14 (Luther 2017)
„In ihm seid auch ihr, die ihr das Wort der Wahrheit gehört habt, nämlich das Evangelium von eurer Seligkeit—in ihm seid auch ihr, als ihr gläubig wurdet, versiegelt worden mit dem Heiligen Geist, der verheißen ist,
welcher ist das Unterpfand unseres Erbes, zu unserer Erlösung, damit wir sein Eigentum würden zum Lob seiner Herrlichkeit.“


7. Verpasse die Verheißung nicht

Hebräer 4,1 (Luther 2017)
„So lasst uns nun mit Furcht darauf achten, dass keiner von euch etwa zurückbleibe, während die Verheißung noch besteht, in seine Ruhe einzugehen.“

Wir dürfen das nicht leicht nehmen. Die Verheißung des ewigen Lebens steht weiterhin offen. Doch die Schrift warnt: Man kann sie verpassen—wenn man nicht im Glauben und Gehorsam darauf antwortet.


Lebst du in der Verheißung—oder trägst du nur den Namen?

Gott hat seine Verheißung über seinen Namen erhoben.
Diese Verheißung ist: ewiges Leben—allein durch Jesus Christus.

Lebst du darin?
Oder trägst du nur den Namen Jesu, ohne ihn wirklich zu kennen?

Der Herr kommt.
Lass uns in ihm befunden werden.


 

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