Verpasse das Begräbnis nicht (Prediger 6,3)

Verpasse das Begräbnis nicht (Prediger 6,3)

Prediger 6,3 im Licht der ewigen Wahrheit verstehen

Haupttext: Prediger 6,3 (NIV/Übersetzung sinngemäß)
„Wenn jemand hundert Kinder hat und viele Jahre lebt, sodass seine Lebenszeit lang wird, er aber sein Glück nicht genießen kann und ihm noch dazu ein ordentliches Begräbnis fehlt, dann sage ich: Ein Fehlgeburt ist besser dran als er.“


Den Vers verstehen: Ein tragisches Leben ohne Erfüllung

Der Schreiber des Predigers, traditionell König Salomo, beschreibt die Sinnlosigkeit eines Lebens voller äußerem Erfolg, aber ohne innere Zufriedenheit und ohne ewigen Zweck. Er stellt einen hypothetischen Mann vor, der:

  • eine große Familie hat (in der hebräischen Kultur ein Zeichen von Segen und Ehre),
  • ein langes Leben lebt (ein weiteres Zeichen göttlicher Gunst),
  • aber weder seine Güter genießen kann noch ein ehrenvolles Begräbnis erhält (in Israel eine große Schande).

Ein ordentliches Begräbnis war ein Symbol für Würde, Ehre und den Respekt der Gemeinschaft. Ohne solches zu sterben, bedeutete ein Leben ohne wirkliche Bedeutung oder Anerkennung.

Salomos schockierende Schlussfolgerung ist: Eine Fehlgeburt – ein Kind, das nie das Licht der Welt erblickt – steht besser da. Warum?

Weil ein solches Kind:

  • nie die Enttäuschungen und die Sinnlosigkeit des Lebens ertragen muss,
  • schnell vergessen wird und den harten Realitäten einer gefallenen Welt entgeht (Prediger 1,2–3; Römer 8,20).

Das bedeutet keine Geringschätzung des Lebens, sondern soll die Tragik aufzeigen, ein langes, wohlhabendes Leben ohne ewigen Ertrag oder Gottesfurcht zu führen.


Biblische Beispiele: Ahab und Isebel

König Ahab (1. Könige 16–22) hatte Reichtum, Macht, Kinder (70 Söhne, siehe 2. Könige 10,1) und einen Thron. Doch er starb in Schande. Hunde leckten sein Blut, wie Gott es vorausgesagt hatte (1. Könige 21,19; 22,38).

Seine Frau Isebel ereilte ein noch schlimmeres Ende—sie wurde aus dem Fenster geworfen, von Pferden zertreten und von Hunden gefressen (2. Könige 9,33–36). Keiner von beiden erhielt ein ordentliches Begräbnis. Trotz ihres weltlichen Status war ihr Ende erbärmlich.

Diese Beispiele bestätigen Salomos Aussage: Ohne Gottesfurcht endet selbst das beeindruckendste Leben in Nutzlosigkeit.


Die tiefere theologische Wahrheit: Das wahre Begräbnis vor Gott

Das wahre Begräbnis ist nicht das körperliche, sondern das geistliche—der Tod für die Sünde und die Auferstehung in Christus.

Römer 6,3–4 (NIV/Übersetzung sinngemäß):
„Wir wurden mit Christus begraben durch die Taufe in den Tod, damit wir, wie Christus auferweckt wurde, auch ein neues Leben führen.“

Nur wer seinem alten Leben stirbt und mit Christus aufersteht, findet wirkliche Bedeutung.

Jesus sagte in Lukas 12,15:
„Das Leben besteht nicht aus dem Überfluss der Güter.“
Man kann die ganze Welt gewinnen und doch seine Seele verlieren (Matthäus 16,26).


Fehlgeburt vs. Unerlöster Mensch: Der ewige Gegensatz

Ein stillgeborenes Kind wird nicht gerichtet. Die Bibel spricht ungeborenen Kindern keine bewusste Schuld zu (5. Mose 1,39).
Aber der Mensch, der ohne Gott lebt und ohne Christus stirbt, steht vor ewigem Gericht.

Hebräer 9,27:
„Es ist dem Menschen gesetzt, einmal zu sterben, danach aber das Gericht.“

Wenn du also Reichtum, Familie und Anerkennung anhäufst, aber ohne Christus stirbst, haben deine Erfolge in der Ewigkeit keinen Wert.


Die Dringlichkeit der Errettung

2. Korinther 6,2:
„Jetzt ist die Zeit der Gnade, jetzt ist der Tag des Heils.“

Christus bietet nicht nur Vergebung, sondern ein sinnvolles Leben und eine herrliche Ewigkeit. Ohne ihn endet selbst ein erfolgreiches Leben im geistlichen Tod.

Psalm 116,15:
„Kostbar ist in den Augen des Herrn der Tod seiner Getreuen.“
Der Tod eines Gläubigen hat ewigen Wert und wird von Gott geehrt.


Letzter Appell: Wähle heute Christus

Wenn du heute sterben würdest: Wo würdest du die Ewigkeit verbringen?
Wessen Gegenwart würdest du betreten?

Die Fehlgeburt mag auf Erden vergessen werden, aber der Mensch, der ohne Christus stirbt, ist im Himmel vergessen.

Heute ist deine Chance. Glaube an Jesus. Lass ihn deine Sünden vergeben und dir ewiges Leben schenken.

Johannes 3,16:
„Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.“


Gebet und Segen

Öffne dein Herz und nimm Jesus Christus als Herrn an. Lass ihn deinem Leben—and deinem Tod—Bedeutung geben.

Der Herr segne dich, und möge dein Ende in seinen Augen ehrenvoll sein.
Wenn dich diese Botschaft berührt hat, teile sie mit anderen, die diese Wahrheit hören müssen.


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Über den Autor

MarryEdwardd editor

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