Title 2024

Ist hier Gott gemeint oder Engel?

Frage:

Widersprechen sich die Aussagen in Psalm 8,4–5 und Hebräerbrief 2,6–7? Psalm 8 sagt, der Mensch sei „ein wenig geringer gemacht als Gott“, während Hebräer 2 davon spricht, dass er „ein wenig geringer gemacht worden als die Engel“ sei. Was stimmt?

Antwort:
Auf den ersten Blick mag das verwirrend wirken — doch die Bibel widerspricht sich hier nicht.

Betrachten wir zunächst die Texte:

Psalm 8,4–6 (Lutherbibel 2017):

„Wenn ich sehe die Himmel, deiner Finger Werk, den Mond und die Sterne, die du bereitet hast;
was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst, und des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst?
Du hast ihn wenig niedriger gemacht als Gott, mit Ehre und Herrlichkeit hast du ihn gekrönt.“ (Bibel TV)

Hebräer 2,6–7 (Lutherbibel 2017):

„Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst, oder des Menschen Sohn, dass du dich seiner annimmst?
Du hast ihn ein wenig geringer gemacht als die Engel; mit Ehre und Herrlichkeit hast du ihn gekrönt.“ (Bibel TV)

Der Schlüssel zum Verständnis liegt im hebräischen Originalwort „Elohim“, das im Alten Testament verwendet wird. Dieses Wort wird in Psalm 8 oft als „Gott“ übersetzt — aber es kann je nach Kontext auch „göttliche Wesen, himmlische Mächte“ bedeuten, also Engel oder himmlische Wesen. (csv-bibel.de)

Als der Autor des Hebräerbriefes auf Psalm 8 Bezug nahm — in griechischer Sprache — wählte er die Übersetzung „Engel“. Damit drückt er eine theologische Nuance aus: Der Mensch steht zwar nahe bei den himmlischen Wesen, ist jedoch nicht gleich ihnen. Damit betont er die Stellung des Menschen innerhalb der geistlichen Ordnung. (Wikipedia)

Daher widerspricht Hebräer 2 Psalm 8 nicht — er erweitert oder erklärt, was mit „Gott“ im Alten Bund im hebräischen Verständnis gemeint sein kann: nämlich nicht nur der eine wahre Gott, sondern das biblisch breite Konzept göttlicher/himmlischer Wesen (Engel, himmlische Mächte). Damit bleibt die Würde des Menschen als Ebenbild und mit hoher Berufung bestehen — zugleich wird klar: Er ist nicht göttlich im Sinne von Gott selbst, sondern teil der göttlichen Schöpfungsordnung.

Möge Gottes Wort dich leiten und segnen.

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DIE DREI OFFENBARUNGEN GOTTES – GOTTES HEILSPLAN FÜR DIE MENSCHHEIT

 

DIE DREI OFFENBARUNGEN GOTTES – GOTTES HEILSPLAN FÜR DIE MENSCHHEIT

Einleitung

Gott ist Einer (5. Mose 6,4; Jakobus 2,19). Doch Er hat sich dem Menschen dreifach offenbart:

1️⃣ Als Vater – Gott über uns
2️⃣ Als Sohn – Gott mit uns
3️⃣ Als Heiliger Geist – Gott in uns

Diese drei Offenbarungen dienen nicht dazu, dass wir Gott kennenlernen sollen,
sondern damit Er uns wiederherstellt, denn wir waren durch Sünde von Ihm getrennt.

Jesaja 59,2)

„Eure Verschuldungen scheiden euch von eurem Gott.“

Im Garten Eden war Gott dem Menschen nahe — sichtbar, hörbar, spürbar (1. Mose 3,8).
Doch die Sünde zerstörte diese Beziehung.

Gott begann daraufhin einen Wiederherstellungsplan, dessen Ziel in der Zukunft liegt:

(Offenbarung 21,3)

„Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen …“

Nun gehen wir gemeinsam durch jede dieser drei göttlichen Etappen.

 GOTT ÜBER UNS – Die Offenbarung des Vaters

Nach dem Sündenfall sprach Gott durch Propheten, Träume und Visionen:

  • Seine Stimme war hörbar

  • Seine Gegenwart war ehrfurchtgebietend

  • Er blieb unsichtbar

Johannes 1,1)

„Im Anfang war das Wort … und Gott war das Wort.“

Diese Phase legte das Fundament für den Glauben (Hebräer 1,1).

 GOTT MIT UNS – Die Offenbarung des Sohnes

Damit der Mensch Gott sehen, verstehen und berühren konnte,
wurde das Wort Fleisch:

(Johannes 1,14)

„Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns …“

Zweifache Absicht:

a) Gott sichtbar und verständlich machen

Er erklärte Gottes Wesen mit menschlicher Stimme (Johannes 14,9–10).

b) Ein vollkommenes Vorbild geben

Jesus lebte als Mensch unter Menschen:

  • Er gehorchte

  • Er betete

  • Er fastete

  • Er diente

  • Er litt

Johannes 14,6)

„Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben …“

Doch die Macht der Sünde stand weiterhin zwischen Mensch und Gott.
Deshalb:

c) Er starb als Opfer für unsere Sünden

(Philipper 2,6–7)

„… der in seiner Menschwerdung Knechtsgestalt annahm …“

Ohne das Kreuz keine Vergebung, ohne die Auferstehung kein Leben.

 GOTT IN UNS – Die Offenbarung des Heiligen Geistes

Nach der Erlösung durch das Kreuz tat Gott den letzten Schritt der Nähe:

(2. Korinther 3,17)

„Der Herr aber ist der Geist …“

Der Heilige Geist:

  • wohnt in uns (Johannes 14,17)

  • erinnert uns an Gottes Wort (Johannes 14,26)

  • führt uns in alle Wahrheit (Johannes 16,13)

  • gibt Kraft zum Überwinden (Apostelgeschichte 1,8)

  • heiligt uns (Römer 8,13–16)

Nähe wie nie zuvor — sogar größer als in Eden!

Dies ist das höchste Geschenk Gottes an Seine Kinder.

Warum Jesus in den Himmel auffuhr

Nicht um fern zu sein — sondern um vorzubereiten:

(Johannes 14,2)

Ich gehe hin, euch die Stätte zu bereiten.“

Er bereitet das Neue Jerusalem, unsere ewige Wohnung:

Offenbarung 21,5)

„… Alles wird neu!“

Dann wird Gott für immer bei uns wohnen:

  • kein Tod

  • kein Schmerz

  • keine Tränen

  • keine Sünde

Ewige Gemeinschaft — das verlorene Paradies vollkommener zurückgegeben.

Unsere Antwort auf Gottes Plan

Sünde trennt uns immer noch.
Darum ruft Gott den Menschen zur Buße:

Sprüche 28,13)

„Wer seine Sünden bekennt und lässt, der wird Barmherzigkeit erlangen.“

Wenn wir Jesus annehmen:

  • vergibt Er uns

  • gibt Er uns Seinen Geist

  • macht Er uns bereit für Sein Kommen

Dann werden wir die Krone des Lebens empfangen (Jakobus 1,12)
und ewig mit Ihm leben (1. Thessalonicher 4,16–17).

Schlusswort

Gottes Plan ist vollkommen und vollständig:

Vergangenheit Gegenwart Zukunft
Gott über uns Gott in uns Gott mit uns — für immer

Alles wird auf Jesus Christus hin vollendet.
Darum rufen wir:

Maranatha — Der Herr kommt! 

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WOHLTÄTIGKEIT ZERSTÖRT DIE MACHT DÄMONISCHER ALTÄRE

 


WOHLTÄTIGKEIT ZERSTÖRT DIE MACHT DÄMONISCHER ALTÄRE

(Vertiefte Lehre über Opfer, Geben und geistliche Autorität)


Einleitung

Willkommen! Lasst uns gemeinsam die Bibel studieren, das Wort Gottes, das Licht auf unserem Weg und die Lampe für unsere Schritte ist (Psalm 119,105 LUT). Die Bibel zeigt uns, dass geistliches Leben und praktische Frömmigkeit untrennbar miteinander verbunden sind. Wohltätigkeit ist dabei nicht nur eine soziale Handlung, sondern ein geistlicher Schlüssel, um Fesseln zu brechen und Gottes Segen zu empfangen.

1. Die Kraft der Wohltätigkeit im Neuen Bund

Im Neuen Bund lehrt uns Jesus, dass Gebefreude und Großzügigkeit spirituell befreiend wirken. Wohltätigkeit ist ein Mittel, die Festungen des Feindes zu durchbrechen, weil sie unser Vertrauen in Gottes Versorgung sichtbar macht.

Paulus schreibt:

“ (2. Korinther 9,7 LUT).

„Gott aber liebt einen fröhlichen Geber“ 

Theologische Einsichten:

  • Geben zeigt, dass Gott der wahre Eigentümer unseres Lebens ist (Psalm 24,1 ELB).

  • Jede Gabe, die Gott zur Ehre dargebracht wird, ist eine geistliche Waffe gegen dämonische Macht.

Satan versucht, Gläubige am Geben zu hindern, oft durch Täuschung oder Manipulation. Wer sich diesem Einfluss beugt, verschließt sich selbst den Segen Gottes (1. Timotheus 6,17-19 LUT).

2. Wohltätigkeit als Waffe gegen dämonische Altäre

Dämonische Altäre sind nicht nur kulturelle Symbole, sondern geistliche Plattformen, auf denen der Feind Macht über Menschen, Familien und Nationen ausübt. Manche Altäre lassen sich nicht allein durch Gebet zerstören – Opfergaben, Gehorsam und Geben sind notwendig.

Die Geschichte Gideons zeigt uns dies eindrucksvoll:

Richter 6,25-26 LUT:

„Nimm den Ochsen deines Vaters und den zweiten von sieben Jahren, reiße den Altar Baals nieder und schlage die Aschera daneben um! Dann bau mir einen Altar auf dem Höchsten der Feste, mit Steinen geordnet. Nimm dann den zweiten Ochsen und opfere ihn als Brandopfer mit dem Holz der Aschera.“

3. Die vier Schritte Gideons und ihre geistliche Bedeutung

Schritt 1: Den Ochsen des Vaters nehmen

  • Symbolisiert Opferbereitschaft und die Konfrontation mit generationsbedingter Sünde.

  • Wir müssen alte familiäre Muster und Abgötterei konfrontieren, um eine neue geistliche Ordnung zu schaffen (Exodus 34,7 LUT; Galater 3,13 ELB).

Schritt 2: Den Baal-Altar niederreißen

  • Zeigt, dass geistliche Macht aktiv gebrochen werden muss.

  • Passives Gebet reicht nicht. Paulus betont:

(2. Korinther 10,4 LUT).

„Denn die Waffen unseres Kampfes sind nicht fleischlich, sondern mächtig durch Gott zur Zerstörung von Festungen“ 

  • Geben, Gebet und Gehorsam wirken zusammen als geistliche Waffen.

Schritt 3: Einen Altar für den HERRN bauen

  • Symbolisiert die Etablierung göttlicher Autorität.

  • Ohne den Altar für Gott ist der Sieg unvollständig. Jesus lehrt:

(Matthäus 6,10 LUT).

„Dein Reich komme, dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden“ 

Schritt 4: Das Opfer darbringen

  • Der zweite Ochse als Brandopfer zeigt, dass Geben und Gehorsam das letzte Element des geistlichen Kampfes ist.

  • Symbolisiert das ultimative Opfer Jesu Christi (Hebräer 9,14 ELB).

  • Paulus fordert:

Römer 12,1 LUT).

„Ich ermahne euch nun, Brüder, durch die Barmherzigkeit Gottes, eure Leiber als ein lebendiges, heiliges und Gott wohlgefälliges Opfer darzubringen“ 

  • Unser Geben, unsere Zeit, Talente und Ressourcen werden so zu Instrumenten im geistlichen Kampf.

4. Wohltätigkeit und das Brechen geistlicher Festungen

  • Geben bricht den Einfluss des Feindes: So wie Gideons Opfer die Macht des Baal-Altars zerstörte (2. Korinther 9,6-7 LUT).

  • Geben etabliert Gottes Herrschaft: Es ersetzt den Einfluss des Feindes durch Gottes Autorität.

  • Geben lädt Segen ein: Es öffnet Türen für geistliche und materielle Segnungen (Maleachi 3,10 ELB).

5. Schlussfolgerung

Ob es um generationenübergreifende Festungen, geistliche Unterdrückung oder den Aufbau eines neuen Altars für den Herrn geht – WOHLTÄTIGKEIT HAT MACHT.

Dein Opfer ist nicht nur eine finanzielle Gabe, sondern eine geistliche Waffe, die zusammen mit Gebet und Glauben:

  • Dämonische Altäre zerstören kann,

  • Gottes Segen und Gunst in dein Leben bringt,

  • und die geistliche Autorität Gottes sichtbar macht.

NICHT NUR BETEN – GEBEN!
GEBEN, GEBEN, GEBEN!!!

Möge der Herr dich reichlich segnen.

 

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Der, der kommt, wird sicher kommen – und nicht zögern.

 


Der, der kommt, wird sicher kommen – und nicht zögern

Hebräer 10,37 (ELB 2017) – „Denn noch ein wenig, und der Kommende wird kommen und nicht auf sich warten lassen.“

Die Bibel macht es glasklar: Jesus Christus wird zurückkehren – buchstäblich und sichtbar. Seine Rückkehr ist die zentrale Hoffnung des christlichen Glaubens und der Höhepunkt von Gottes Erlösungsplan. Schon im Alten Testament wird die Wiederkunft des Messias prophezeit (Jesaja 9,6–7; Daniel 7,13–14).

Bevor Er erscheint, werden der Welt Zeichen gegeben – und gerade jetzt entfalten sie sich mit wachsender Dringlichkeit. Wir leben in Zeiten schnellen Wandels, moralischen Verfalls, geistlicher Gleichgültigkeit und wachsender Feindseligkeit gegenüber Gottes Wahrheit. Solche Zustände kennzeichnen die „letzten Tage“ (2. Timotheus 3,1–5 ELB) – prophetische Hinweise, dass die Rückkehr Jesu näher rückt.

Was bedeuten die Zeichen?

  • Wie aufgewirbelter Staub vor einem herannahenden Wagen kündigen die Zeichen das Kommen Christi an.

  • Wir hören von Seiner Rückkehr, bevor wir Ihn sehen (Matthäus 24,42–44 ELB).

  • Wer aufmerksam ist, wird die Botschaft ernst nehmen und sich vorbereiten.

Wer ist „Der kommt“?

1. Er kommt aus dem Himmel, nicht von der Erde

Johannes 3,31 (ELB) – „Wer von oben kommt, steht über allen; wer von der Erde ist, gehört zur Erde und spricht irdisch. Wer vom Himmel kommt, steht über allen.“

  • Jesus ist kein bloßer Prophet oder Lehrer, sondern Gott in Menschengestalt, vom Himmel herabgekommen.

  • Seine Autorität übersteigt alles Irdische.

  • Theologische Bedeutung: Hinweis auf die Präexistenz Christi (Johannes 1,1–14).

2. Er ist mächtiger als alle Propheten

Matthäus 3,11 (ELB) – „Ich taufe euch mit Wasser zur Buße; der aber nach mir kommt, ist stärker als ich, und ich bin nicht wert, ihm die Schuhe zu tragen; er wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen.“

  • Johannes der Täufer erkannte, dass Jesus der Erfüllungs-Messias ist.

  • Theologisch: Jesus ist die Erfüllung aller alttestamentlichen Prophezeiungen (Matthäus 5,17).

  • Seine Taufe mit Geist und Feuer weist auf Gericht und Heiligung hin (Joel 3,1–5).

3. Er ist der Gesegnete, voller Herrlichkeit

Matthäus 21,9 (ELB) – „Hosanna dem Sohn Davids! Gesegnet sei, der da kommt im Namen des Herrn! Hosanna in der Höhe!“

  • Jesus ist der gesalbte König, die Erfüllung von Psalm 118,26.

  • Er ist der rechtmäßige Thronfolger Davids.

  • Theologisch: Seine Herrschaft ist gegenwärtig im Reich Gottes und zukünftig als Gerichtsherr (Daniel 7,13–14; Offenbarung 19,11–16).

4. Er wird schnell und ohne Verzögerung kommen

Hebräer 10,37 (ELB) – „Denn noch ein wenig, und der Kommende wird kommen und nicht auf sich warten lassen.“

  • Gottes Timing ist perfekt.

  • Er verzögert aus Barmherzigkeit, damit möglichst viele Buße tun (2. Petrus 3,9).

  • Theologisch: Spannung zwischen Gottes Geduld und dem kommenden Gericht.

Ernste Fragen zur Selbstprüfung

  • Was, wenn Sie morgen erfahren, dass Jesus Sein Volk genommen hat und Sie zurückbleiben?

  • Was, wenn die Entrückung geschieht, während Sie mit Alltag beschäftigt sind?

  • Was, wenn Sie gestern das Evangelium gehört haben, aber heute die Tür verschlossen ist?

Nach der Entrückung wird die Welt die Große Trübsal erleben (Matthäus 24,21 ELB) – eine Zeit beispiellosen Leidens und göttlichen Gerichts.

Das kommende Gericht

Jesaja 26,21 (ELB) – „Denn siehe, der Herr kommt aus seinem Ort, um die Bewohner der Erde für ihre Schuld zu strafen…“
Psalm 96,13 (ELB) – „…denn er kommt, die Erde zu richten. Er wird die Welt in Gerechtigkeit richten und die Völker nach Treue.“

  • Jesus wird nicht als leidender Knecht, sondern als gerechter Richter zurückkehren (Offenbarung 19,11–16 ELB).

  • Jede Tat, jedes Geheimnis und jeder Aufstand wird gerichtet (Römer 2,16).

  • Es gibt kein Verstecken, keine Ausreden, keine zweite Chance.

Die enge Tür der Gnade

Lukas 13,24–28 (ELB)
„Bemüht euch, durch die enge Tür einzugehen… wenn der Hausherr aufgestanden und die Tür verschlossen hat… werdet ihr draußen stehen und anklopfen…“

  • Wer zu spät nach Heil sucht, wird abgewiesen.

  • Wissen über Jesus oder Nähe zur Wahrheit reicht nicht – nur echtes Leben in Christus sichert das ewige Heil.

Heute ist der Tag des Heils

2. Korinther 6,2 (ELB) – „Siehe, jetzt ist die günstige Zeit; siehe, jetzt ist der Tag des Heils.“

  • Warten Sie nicht.

  • Übergeben Sie Ihr Leben heute Jesus Christus – aus Liebe und wegen der ewigen Hoffnung, die Er schenkt.

  • Er hat Ihre Sünden getragen, Ihren Tod gestorben und bietet Ihnen Seine Gerechtigkeit an.

Die Posaune könnte jederzeit ertönen

1. Thessalonicher 4,16–17 (ELB)
„Denn der Herr selbst wird vom Himmel herabkommen mit einem Befehl, mit der Stimme eines Erzengels und mit der Posaune Gottes. Und die Toten in Christus werden zuerst auferstehen. Dann werden wir, die wir leben, zusammen mit ihnen in den Wolken entrückt, dem Herrn in der Luft begegnen…“

  • Die gesegnete Hoffnung des Gläubigen (Titus 2,13).

  • Für die Unbußfertigen: Beginn unermesslicher Trauer.

Wirst du Ihn heute annehmen?

Offenbarung 22,20 (ELB) – „Der dies bezeugt, spricht: ‚Ja, ich komme bald.‘ Amen. Komm, Herr Jesus!“

Gebet der Buße:

Herr Jesus, ich erkenne, dass ich ein Sünder bin und Deine Gnade brauche. Ich glaube, dass Du für meine Sünden gestorben bist und auferstanden bist zu meinem Heil. Ich wende mich von meinen Sünden ab und übergebe Dir mein Leben. Sei mein Herr und Retter. Fülle mich mit Deinem Geist und hilf mir, alle Tage meines Lebens mit Dir zu gehen. Amen.

Maranatha – Komm, Herr Jesus!

 

 

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MIT WELCHEM JESUS GEHST DU?

 


MIT WELCHEM JESUS GEHST DU?

Der unscheinbare Jesus oder der verherrlichte Sohn Gottes?

Jesus offenbart sich den Menschen in dem Maße, wie sie mit Ihm wandeln. Manche erleben Ihn in der Pracht Seiner Majestät, während andere Ihn nur auf eine ferne oder alltägliche Weise kennen. Vielleicht fragst du dich: Wie kann das sein, wenn Er doch derselbe ist – gestern, heute und in Ewigkeit?
(Hebräer 13,8 LUT)

Die Antwort liegt nicht darin, wer Jesus ist, sondern darin, wie wir Ihm begegnen und in welcher Tiefe wir in Ihm leben.

1. Jesus – die verborgene Herrlichkeit

Während Seines größten Teils des irdischen Wirkens fiel Jesus äußerlich nicht auf. Jesaja beschreibt den Messias:

Jesaja 53,2b LUT)

„Er hatte keine Gestalt und keine Majestät, dass wir ihn anschauten, und sein Aussehen gefiel uns nicht.“

Theologische Erklärung:

  • Dies zeigt die Kenosis Christi: Die Selbstentäußerung des Sohnes Gottes, der in die Welt kam, ohne weltliche Macht oder menschliche Pracht zu zeigen (vgl. Philipper 2,6–8 LUT).

  • Jesus nahm die volle Menschlichkeit an, blieb aber gleichzeitig voll göttlich, obwohl dies von den meisten Menschen nicht erkannt wurde.

  • Judas musste Jesus sogar mit einem Kuss erkennen, ein Hinweis darauf, dass Jesus unter Seinen Jüngern äußerlich nicht auffiel (Matthäus 26,48–49 LUT).

Selbst die Menschen um Ihn herum erkannten oft nicht, wer Er wirklich war (Johannes 1,10–11 LUT).


2. Der Berg der Verklärung – Ein Blick auf die Herrlichkeit

Auf einem Berg geschah etwas Außergewöhnliches:

Markus 9,2–8 LUT:

Sechs Tage später nahm Jesus Petrus, Jakobus und Johannes mit und führte sie allein auf einen hohen Berg. Vor ihren Augen wurde er verklärt, und seine Kleider wurden glänzend, strahlend weiß, wie niemand auf Erden sie bleichen könnte.
Und es erschienen ihnen Elija mit Mose, und sie redeten mit Jesus.
Petrus sprach zu Jesus: „Rabbi, wie gut, dass wir hier sind! Lass uns drei Hütten bauen: eine für dich, eine für Mose und eine für Elija.“
Denn er wusste nicht, was er sagen sollte; sie hatten große Angst.
Dann überschattete sie eine Wolke, und eine Stimme kam aus der Wolke: „Dies ist mein geliebter Sohn; auf ihn sollt ihr hören!“
Als sie sich umsahen, sahen sie niemanden mehr bei sich außer Jesus allein.

Theologische Bedeutung:

  • Die Verklärung offenbart Jesu göttliche Natur, die durch die Menschlichkeit verborgen war.

  • Moses und Elija symbolisieren Gesetz und Propheten, die in Christus ihre Erfüllung finden (Lukas 24,27 LUT).

  • Die Stimme Gottes bestätigt Jesu göttliche Autorität und Sohnschaft, ein Hinweis auf die Trinität.

  • Die strahlend weißen Kleider symbolisieren Gerechtigkeit, Heiligkeit und Herrlichkeit (vgl. Offenbarung 7,9 LUT).

3. Das Geheimnis war das Gebet

Lukas 9,28–29 LUT zeigt:

Etwa acht Tage nach diesen Worten nahm er Petrus, Johannes und Jakobus mit auf einen Berg, um zu beten. Während er betete, veränderte sich sein Gesicht, und seine Kleider wurden strahlend weiß.

Theologische Erklärung:

  • Gebet öffnet den Blick für die göttliche Wirklichkeit.

  • Wer tief betet, erlebt Christus in neuer Tiefe (Johannes 17,3 LUT).

  • Die Verklärung zeigt: intime Begegnung mit Gott vertieft das geistliche Leben.

4. Kennst du den verherrlichten Christus – oder nur den vertrauten?

Viele Christen begnügen sich mit einer oberflächlichen Beziehung zu Jesus, kennen Ihn nur als moralisches Vorbild oder historischen Lehrer. Doch Jesus möchte sich in Seiner vollen Herrlichkeit offenbaren.

Jakobus 4,8a LUT)

„Naht euch zu Gott, so naht er sich zu euch.“

Warnung:

  • Ohne Gebet und geistliche Wachheit bleibt unser Bild von Jesus begrenzt.

  • Wir kennen Seinen Namen, aber nicht Seine Kraft (2. Timotheus 3,5 LUT).

  • Wir erfahren nicht die volle Freude des Heils, die Macht der Befreiung oder die Tiefe Seiner Gegenwart.

5. Lass Jesus in deinem Leben wie die Sonne scheinen

Lass Christus nicht nur eine schemenhafte Figur sein. Er möchte alle Bereiche deines Lebens erleuchten (Johannes 8,12 LUT).

2. Korinther 4,6 LUT)

„Denn Gott, der sprach: ‚Es werde Licht aus der Finsternis‘, hat in unseren Herzen geleuchtet, um uns das Licht der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes im Angesicht Jesu Christi zu geben.“

Theologische Bedeutung:

  • Christus ist nicht nur Retter, sondern auch Licht der Welt, das Dunkelheit vertreibt und neue Schöpfung ermöglicht.

6. Mach Gebet zu deinem Aufstieg auf den Berg

Wie Petrus, Jakobus und Johannes auf den Berg gingen, müssen auch wir geistliche Höhepunkte suchen.

  • Priorisiere Gebet.

  • Suche Jesus täglich.

  • Nimm an Gebetstreffen teil.

  • Wache nachts auf, um Fürbitte zu leisten.

. Thessalonicher 5,17 LUT)

„Betet ohne Unterlass.“

 

Jeremia 33,3 LUT)

„Ruf mich an, so will ich dir antworten und dir große und verborgene Dinge zeigen, die du nicht kennst.“

7. Wenn Jesus nicht das Zentrum deines Lebens ist – wird es jemand anderes sein

Es gibt keinen neutralen Platz im geistlichen Bereich. Wenn Christus nicht Herr über deine Entscheidungen, Emotionen und Zukunft ist, wird der Feind die Lücke nutzen.

1. Petrus 5,8 LUT

„Seid nüchtern und wacht! Euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann.“

Lass Jesus Herr über dein Leben sein – nicht nur im Wort, sondern in täglichen Entscheidungen, Beziehungen und Zukunftsplänen.

Shalom.


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WAS BEDEUTET ES WIRKLICH, AUF DEM FELS GEBAUT ZU SEIN

 


WAS BEDEUTET ES WIRKLICH, AUF DEM FELS GEBAUT ZU SEIN?

Bist du wirklich auf dem Fels gegründet?

Fragt man Christen, wer oder was „der Fels“ in der Bibel ist, antworten viele sofort:
„Jesus Christus.“

Und die Schrift bestätigt dies eindeutig:

Matthäus 21,42 (LUT)

„Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der ist zum Eckstein geworden.“

1. Korinther 10,4 (LUT)

„…sie tranken von dem geistlichen Felsen, der ihnen folgte; der Fels aber war Christus.“
— 

Jesus ist der unerschütterliche Fels — das Fundament unseres Glaubens, unserer Rettung und unserer Hoffnung.
Das gehört zum Kern der Christologie: Jesus ist der verworfene Stein, der zum Grundstein des Volkes Gottes wurde.

Doch Jesus zeigt uns selbst, was es bedeutet, wirklich auf Ihm gebaut zu sein —
und es reicht nicht aus, nur zu wissen, wer Er ist.

Jesu eigene Definition – Matthäus 7,24–27

Matthäus 7,24–27 (LUT)

„Darum, wer diese meine Worte hört und sie tut, der gleicht einem klugen Mann, der sein Haus auf Fels baute …
wer aber sie hört und nicht tut, der gleicht einem törichten Mann, der sein Haus auf Sand baute.“

Diese Worte schließen die Bergpredigt ab (Matthäus 5–7) — die Verfassung des Reiches Gottes.
Jesus sagt:
Der Unterschied zwischen Fels und Sand ist Gehorsam.

 Kernwahrheit:

Der Fels ist nicht nur Jesus erkennen — sondern Jesus gehorchen.

Dies ist direkt verbunden mit der biblischen Lehre der Heiligung:
Der Heilige Geist formt uns in das Bild Christi, indem wir Seinem Wort folgen.

Jakobus bestätigt:

Jakobus 1,22 (LUT

„Seid aber Täter des Worts und nicht Hörer allein; sonst betrügt ihr euch selbst.“

 Was der Fels NICHT ist:

  • Nicht Bibelwissen allein

  • Nicht regelmäßiger Gottesdienstbesuch

  • Nicht Predigen oder Lehren

  • Nicht religiöse Gefühle oder Tradition

  • Nicht „Herr, Herr“ zu Jesus sagen (vgl. Matthäus 7,21)

All das kann ohne Hingabe und Gehorsam existieren!

✔ Was der Fels IST:

  • Jesu Worte hören

  • Jesu Worte tun

Johannes 15,14 (LUT)

„Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch gebiete.“

Das ist Jüngerschaft:
Nicht nur Bekenntnis — sondern gelebter Glaube.


🌧 Wenn Stürme kommen …

Alle erleben Stürme:
• Versuchung
• Leiden
• Zweifeln
• Wirtschaftliche oder emotionale Krisen
• Verfolgung

Der Sturm zeigt, ob das Fundament echt war.
Echte Sicherheit kommt nur aus gelebtem Glauben.


 Die Tragödie des modernen Christentums

Viele Christen heute sind informiert, aber nicht transformiert.
Wir sammeln Predigten wie Inspirationen —
aber setzen sie nicht um.

Paulus warnt:

1. Korinther 8,1 (LUT

„Die Erkenntnis bläht auf; die Liebe aber baut auf.“

Wissen ohne Gehorsam führt zu Selbsttäuschung.


🔥 Die einfache, kraftvolle Wahrheit

Ein einziger gelebter Satz Jesu macht dich stärker
als tausend auswendig gelernte Verse ohne Gehorsam.

Heiligung ist sichtbar:

  • Du liebst Gerechtigkeit

  • Du meidest die Sünde

  • Du vergibst

  • Du suchst Frieden

  • Du tust Gutes

So baut man auf dem Fels Christus.

 Eschatologische Bedeutung

Im Endgericht wird sich zeigen, worauf Menschen gebaut haben.

1. Korinther 3,11–13 (LUT)

„Denn einen andern Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus … das Werk eines jeden wird offenbar werden.“

Nur das, was aus Gehorsam geboren wurde, besteht.

Segenswunsch

Möge der Herr dir Gnade schenken,
Seinem Wort zu gehorchen,
auf dem Fels zu stehen,
und in jedem Sturm festzubleiben.

Christus ist unser Fundament —
Gehorsam ist unser Bauen darauf.

Shalom.


 

 

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Stolz auf den Herrn

 

Stolz auf den Herrn

1. Worauf bist du stolz?

Worauf richtest du deinen Stolz? Auf Reichtum, Titel oder deine eigenen Fähigkeiten? Wenn der Herr dir solche Gaben geschenkt hat, sei dankbar – aber missbrauche sie nicht, um dich selbst zu erhöhen. Alles Irdische ist vergänglich und hat letzten Endes keinen bleibenden Wert:

Prediger 1,2, Lutherbibel 2017)„Eitelkeit der Eitelkeiten! — spricht der Prediger, alles ist Eitelkeit.“ 

Wahrer Stolz sollte nicht auf das Vergängliche gerichtet sein, sondern auf das, was ewig bleibt: auf deine Beziehung zu Jesus Christus.

2. Jesus Christus kennen – der größte Schatz

Jesus zu kennen ist der wertvollste Schatz:

  • Weisheit von Gott: Christus verkörpert Gottes Weisheit. Wenn Er in dir lebt, teilst du an göttlicher Erkenntnis, nicht an menschlichem Wissen (1. Korinther 1,24; Kolosser 1,27).

  • Gerechtigkeit: Durch den Glauben an Christus werden wir vor Gott gerecht gesprochen – nicht aufgrund unserer Werke, sondern aus Gnade (Römer 5,1; 2. Korinther 5,21).

  • Heiligung: Der Heilige Geist befähigt uns, ein Leben zu führen, das Gott gefällt (1. Thessalonicher 4,3; Römer 8,15).

  • Erlösung: Christus erlöst uns von Sünde, Fluch und ewiger Strafe (Galater 3,13; Offenbarung 20,14-15).

Wer Jesus in sich trägt, besitzt etwas Unbezahlbares, Ewigkeitswertvolles.

3. Warum du dich in Christus rühmen darfst

Wenn du dich rühmen willst, dann rühme dich damit, Jesus zu kennen:

Korinther 1,31, Lutherbibel 2017

„Wohlan! Denn wer sich rühmt, der rühme sich des Herrn.“ 

Paulus beschreibt dies weiter in Galater 6,14:

„Gott sei Dank, dass ich mich nicht rühme an irgendetwas anderem als am Kreuz unseres Herrn Jesus Christus, durch das mir die Welt gekreuzigt ist und ich der Welt.“

Christus ist unsere Ehre, unsere Identität und unser Mittelpunkt. Stolz in Ihm ist kein Hochmut, sondern Ausdruck von Dankbarkeit und Hingabe.

4. Kein Grund zur Scham

Wenn Christus in dir lebt, gibt es keinen Grund, sich zu schämen. Jesus sagt:

Markus 8,38, Elberfelder)

„Denn wer sich meiner und meiner Worte schämt in dieser ehebrecherischen und sündigen Generation, von dem wird sich auch der Sohn des Menschen schämen …“ 

Trage Sein Wort mutig, sprich über Ihn und folge Seinen Geboten. Er hat dich vom ewigen Gericht gerettet (Johannes 3,16; Römer 8,1).

5. Zusammenfassung: Dein Stolz auf das Ewig Wichtige

  • Gerechtigkeit: Du bist vor Gott gerecht durch den Glauben in Christus.

  • Heiligung: Der Heilige Geist erneuert dich und befähigt dich zum Leben nach Gottes Willen.

  • Einheit mit Christus: Deine Identität, dein Leben und deine Zukunft liegen in Ihm.

  • Ewiges Erbe & Hoffnung: Deine Hoffnung ruht auf Gottes Verheißungen, nicht auf vergänglichen Dingen.

Rühme dich nur in Christus – das ist wahrer Stolz, der ewig Bestand hat.


 

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ERINNERT EUCH AN THOMAS – Vom Zweifel zum bekennenden Glauben

 


ERINNERT EUCH AN THOMAS – Vom Zweifel zum bekennenden Glauben

Einleitung

Gnade und Frieden im Namen unseres Herrn und Erlösers Jesus Christus.
Heute betrachten wir die Frohe Botschaft anhand des Lebens eines Apostels, der vielen von uns ähnelt: Thomas. Sein Weg zeigt, wie Gott Zweifel in tiefen Glauben verwandelt.

1. Der mutige, oft missverstandene Thomas

1.1 Thomas – mehr als nur „der Zweifler“

Thomas, auch Didymus („Zwilling“) genannt, gehörte zu den zwölf Aposteln. Häufig wird er nur mit seinem Zweifel verbunden, doch die Bibel zeigt auch seine Hingabe.

Als Jesus trotz der Gefahr nach Judäa zurückkehren wollte, sagte Thomas mutig:

(Johannes 15,13 — LUT17)

Lasst uns mit ihm gehen, dass wir mit ihm sterben!“

Das zeigt seine tiefe Loyalität und Liebe zu Jesus.

Jesus selbst sagte:

(Johannes 15,13 — LUT17)„Niemand hat größere Liebe, als dass er sein Leben lässt für seine Freunde.“

1.2 Ein Mann mit innerem Ringen

Trotz seines Mutes hatte Thomas eine Schwäche:
Er wollte verstehen, bevor er glaubte.
Sein Denken war logisch, vorsichtig, realitätsbezogen — eine Haltung, die viele Gläubige kennen.

2. Die geistliche Gefahr der Isolation

2.1 Thomas fehlte, als Jesus erschien

Nach der Auferstehung erschien Jesus den Jüngern hinter verschlossenen Türen.
Doch Thomas war nicht dabei (Johannes 20,24).

Durch seine Abwesenheit verpasste er eine göttliche Begegnung.

Als die Jünger später begeistert bezeugten:
„Wir haben den Herrn gesehen!“,
antwortete Thomas:

Johannes 20,25 — SCH2000)„Wenn ich nicht die Nägelmale sehe … werde ich nicht glauben.“

2.2 Biblische Warnung vor geistlicher Absonderung

Die Schrift zeigt: Gott offenbart sich oft in der Gemeinschaft.

Matthäus 18,20 — LUT17)

Wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen.“

Darum ermahnt uns Hebräer:

Hebräer 10,25 — SCH2000)

Lasst uns unsere Zusammenkünfte nicht versäumen …“

Isolation vertieft Zweifel. Gemeinschaft stärkt Glauben.


3. Die gnädige Begegnung mit dem Auferstandenen

3.1 Jesus erscheint — und Thomas ist diesmal dabei

Acht Tage später erschien Jesus erneut.
Diesmal war Thomas anwesend. Jesus wandte sich direkt an ihn:

Johannes 20,27 — SCH2000)„Reiche deinen Finger her und sieh meine Hände … sei nicht ungläubig, sondern gläubig!“

Gott weist ehrlichen Zweifel nicht zurück. Er begegnet ihm.

3.2 Das tiefste Bekenntnis im NT

Überwältigt bekannte Thomas:

Johannes 20,28 — SCH2000

Mein Herr und mein Gott!“

Das ist eine klare Bestätigung der Gottheit Jesu
(vgl. Johannes 1,1; Kolosser 2,9).

Jesus erwiderte:

Johannes 20,29 — SCH2000

Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!“

Damit spricht Jesus prophetisch über zukünftige Generationen — über uns.


4. Weiteres theologisches Profil des Thomas

4.1 Missionar bis an die Enden der Erde

Kirchliche Überlieferung bezeugt, dass Thomas später nach Indien reiste, das Evangelium verkündigte und dort als Märtyrer starb.

Sein Leben bestätigt:

Philipper 1,6 — SCH2000)

Der, welcher in euch ein gutes Werk angefangen hat, der wird es auch vollenden.“

4.2 Zweifel als Werkzeug Gottes

Thomas zeigt:
Gott verurteilt nicht den ringenden Glauben — er formt ihn.

(2. Korinther 12,9 — SCH2000)„Meine Kraft kommt in Schwachheit zur Vollendung.“


5. Was wir von Thomas lernen können

5.1 Bleibe in der Gemeinschaft

Zweifel ist menschlich.
Doch entscheidend ist, wo wir bleiben, wenn Zweifel kommen:

  • Bleiben wir in der Gemeinschaft?

  • Bleiben wir im Gebet?

  • Bleiben wir offen für Jesus?

Christus offenbart sich gern unter seinem Volk.

5.2 Präsenz schafft Begegnung

Manche Segnungen schenkt Gott nur in der Versammlung der Gläubigen.

Thomas’ Geschichte ruft uns zu:
Bleibe dort, wo Jesus dir begegnen kann.

Schlussgebet

Möge der Herr uns treu und standhaft machen — besonders in Zeiten des Zweifelns.
Möge Er unseren Glauben stärken wie den Glauben des Thomas.
Und möge der Heilige Geist uns immer wieder in die Gemeinschaft führen, in der Christus uns begegnen will.

Shalom.

 

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Flieht die Befleckungen der Welt

2. Petrus 2,20 sagt:

„Denn wenn sie den Befleckungen der Welt durch die Erkenntnis unseres Herrn und Retters Jesus Christus entronnen sind, aber wieder in diese verstrickt und von ihnen überwältigt werden, ist ihr letzter Zustand schlimmer geworden als der erste.“
(Lutherbibel 2017)

Dieser Vers macht eine grundlegende Wahrheit über das christliche Leben deutlich: Jesus Christus zu kennen bedeutet mehr als nur ein verstandesmäßiges Wissen. Wahre Erkenntnis führt zu einem veränderten Leben, das sich bewusst von der Sünde der Welt abwendet. Erlösung ist nicht nur ein einmaliges Ereignis, sondern schließt die Heiligung ein – ein Leben, das von der weltlichen Verderbtheit abgesondert ist.

Wenn ein Gläubiger wieder in alte Sünden zurückfällt und sich erneut von ihnen beherrschen lässt, verschlechtert sich sein geistlicher Zustand mehr als zuvor, noch vor der Erlösung. Die Bibel bezeichnet dies als Abfall vom Glauben (Apostasie) und warnt eindringlich davor, nach der Erfahrung von Gottes Gnade wieder zur Sünde zurückzukehren (Hebräer 6,4–6).

Was sind die Befleckungen der Welt?

Dazu gehören sündige Praktiken wie Trunkenheit, sexuelle Unmoral, Diebstahl, Zauberei, Habgier, Abtreibung, Homosexualität sowie andere Verhaltensweisen, die dem heiligen Maßstab Gottes widersprechen (Galater 5,19–21).

Die Gefahr des Rückfalls

Gerät ein Gläubiger erneut in diese Sünden und löst sich nicht davon, ist der Schaden größer als zuvor. Es gleicht einer Krankheit, die sich verschlimmert, wenn sie unbehandelt bleibt. Ein Mensch, der eine Sucht überwunden hatte, kann nach einem Rückfall feststellen, dass sie stärker zurückkehrt als zuvor (Römer 6,12–14). Das zeigt, wie die Macht der Sünde wächst, wenn man ihr wiederholt Raum gibt.

Philipper 2,12–13 erinnert uns:

„Schaffet, dass ihr selig werdet, mit Furcht und Zittern; denn Gott ist’s, der in euch wirkt beides, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen.“
(Lutherbibel 2017)

Erlösung ist also nicht nur etwas Vergangenes, sondern ein fortwährender Weg des Gehorsams, der völligen Abhängigkeit von Gott und der täglichen Hingabe.

Jesu warnendes Beispiel

Jesus erzählte von einem Menschen, aus dem ein böser Geist ausgefahren war. Weil dieser Mensch sein Leben jedoch nicht mit Gottes Gegenwart füllte, kehrte der Geist mit sieben anderen, noch schlimmeren Geistern zurück – und der Zustand dieses Menschen wurde schlimmer als zuvor (Matthäus 12,43–45).
Eine „leere“ Seele, die Gott nach der Befreiung keinen Raum gibt, wird besonders anfällig für das Böse.

Was tun, wenn man zurückfällt?

Kehre sofort um! Das Zeitfenster der Gnade ist noch offen, doch es schließt sich, wenn man in der Sünde verharrt. Die Bibel fordert uns auf:

„So seid nun Gott untertan. Widerstehet dem Teufel, so flieht er von euch. Nahet euch zu Gott, so naht er sich zu euch.“
(Jakobus 4,7–8)

Wenn du zu Sünden wie Trunkenheit, sexueller Unmoral, Habgier oder Unreinheit zurückgekehrt bist, dann fliehe diese Versuchungen ohne Zögern.

Jesus ruft uns zu einem heiligen Leben auf:

„Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig.“
(1. Petrus 1,16)

Das bedeutet, in Gehorsam, Demut und ständiger Buße zu leben.

Die Erlösung ist eine kostbare Gabe, die ein für alle Mal gegeben ist (Hebräer 9,27–28). Darum sollen wir sie ernst nehmen und in Ehrfurcht und Gottesfurcht leben. Wenn wir unsere Sünden bekennen und uns entschlossen Christus zuwenden, ist Gott treu und gerecht, uns zu vergeben und uns zu reinigen (1. Johannes 1,9).

Möge der Herr dich segnen, während du vor den Befleckungen dieser Welt fliehst und dein Leben ganz für Ihn lebst.

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Was sind Ruder? (Jona 1,13)

Frage: Was bedeutet es, „zu rudern“?

Ein Ruder ist ein Werkzeug, mit dem ein Boot durch das Wasser bewegt wird. Die Mehrzahl lautet Ruder. Es handelt sich um lange, paddelähnliche Stangen, mit denen Seeleute oder Ruderer sich gegen das Wasser stemmen, um ein Schiff vorwärtszubewegen. Ruder sind besonders dann notwendig, wenn kein Wind zum Segeln vorhanden ist oder wenn man sich durch stürmische und gefährliche Gewässer bewegen muss.

In Jona 1,13 lesen wir:

„Doch die Männer ruderten mit aller Kraft, um wieder ans Land zu kommen; aber sie konnten es nicht, denn das Meer tobte immer heftiger gegen sie.“
(Lutherbibel 2017)

Die Seeleute versuchten verzweifelt, sich selbst und Jona zu retten, indem sie mit aller Kraft zurück ans Ufer ruderten. Doch so sehr sie sich auch bemühten – ihre menschliche Anstrengung reichte nicht aus. Im Gegenteil: Der Sturm wurde immer stärker. Das hebräische Wort, das hier mit „rudern“ übersetzt wird, bedeutet wörtlich „graben“. Es beschreibt eindrücklich, wie erschöpfend, verzweifelt und aussichtslos ihr Kampf war.


Menschliche Anstrengung und der Wille Gottes

Diese Szene aus dem Buch Jona offenbart eine tiefe geistliche Wahrheit: Menschliche Anstrengung stößt an ihre Grenzen, wenn sie dem Willen Gottes entgegensteht. Die Seeleute wollten alles tun, um Jona nicht über Bord werfen zu müssen. Doch Gott hatte bereits entschieden, welcher Weg notwendig war.

Ihr Ringen zeigt uns, dass weder unsere Kraft noch unsere Weisheit oder guten Absichten Gottes Plan außer Kraft setzen können. Die Bibel bestätigt das an vielen Stellen:

Sprüche 19,21:
„Viele Gedanken sind im Herzen eines Menschen; aber der Ratschluss des HERRN hat Bestand.“

Psalm 127,1:
„Wenn der HERR nicht das Haus baut, so arbeiten umsonst, die daran bauen. Wenn der HERR nicht die Stadt behütet, so wacht der Wächter umsonst.“

Die Seeleute waren keine gottlosen Menschen – sie wollten das Richtige tun. Doch selbst gut gemeinte, aufrichtige Anstrengung muss sich letztlich dem souveränen Willen Gottes unterordnen.


Weitere Bibelstellen über Rudern

Auch an anderen Stellen der Schrift wird das Rudern als Bild für menschlichen Kampf und Begrenztheit verwendet:

Markus 6,48:
„Und er sah, dass sie sich abmühten beim Rudern; denn der Wind stand ihnen entgegen …“

Selbst die Jünger Jesu kämpften, als sie gegen Kräfte ruderten, die sie nicht beherrschen konnten – bis Jesus kam und Frieden brachte.

Johannes 6,19:
„Als sie nun etwa fünfundzwanzig oder dreißig Stadien gerudert hatten, sahen sie Jesus auf dem Meer gehen und nahe an das Boot kommen …“

Auch hier wird deutlich: Menschliche Kraft bringt uns nur bis zu einem gewissen Punkt – bis Jesus uns mitten im Sturm begegnet.

Auch Jesaja 33,21 und Hesekiel 27,6 greifen das Bild von Schiffen und Rudern in poetischer und prophetischer Sprache auf.


Schlussgedanke: Hingabe ist stärker als Kampf

Die Geschichte Jonas erinnert uns daran, dass es Zeiten gibt, in denen Loslassen und Hingabe an Gottes Willen kraftvoller sind als noch mehr Anstrengung. Ob es um Entscheidungen, Prüfungen oder Lebensstürme geht – wir sollten uns ehrlich fragen:

Rudere ich gegen Gottes Willen an, oder vertraue ich seiner Führung?

Nimm dir Zeit, Jona Kapitel 1 zu lesen und über deine eigenen Stürme nachzudenken. Vertraust du auf deine eigene Stärke – oder suchst du über allem den Willen Gottes?

Schalom.

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