Title 2024

Was bedeutet das Kreuz?

Das Kreuz ist eine Holzkonstruktion, die entsteht, wenn ein Balken quer über einen anderen gelegt wird. Es wurde als Werkzeug der Hinrichtung benutzt  ein Mittel, das den Tod langsam und qualvoll herbeiführte.

Im Gegensatz zu heute, wo viele Länder Methoden wie Erhängen, Erschießen oder den elektrischen Stuhl für die Todesstrafe verwenden, wurden in den alten Reichen Menschen, die schwere Verbrechen wie Mord oder Verrat begangen hatten, zum Tod am Kreuz verurteilt. Sie wurden an das Kreuz gehängt oder genagelt, bis sie starben. Es war eine grausame Form der Folter das Opfer konnte viele Stunden, manchmal sogar bis zu zwei Tage, leiden, bevor es schließlich starb (Johannes 19,31–33).

Einfach gesagt: Das Kreuz war ein Werkzeug des Todes und der Schande. Die Bibel sagt:

„Christus hat uns erlöst von dem Fluch des Gesetzes, da er zum Fluch wurde für uns – denn es steht geschrieben: ›Verflucht ist jeder, der am Holz hängt.‹“

(Galater 3,13)

Doch für uns, die an Christus glauben, ist das Kreuz kein Symbol der Schande mehr, sondern das größte Symbol der Liebe, des Opfers und der Erlösung. Durch das Kreuz hat Jesus Christus den Preis für unsere Sünden bezahlt und uns Erlösung und ewiges Leben geschenkt.

Wie in Römer 5,8 geschrieben steht:

„Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.“

Das Kreuz erinnert uns an die Tiefe von Gottes Liebe. Johannes 3,16 verkündet:

„Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.“

Durch seinen Tod am Kreuz hat Jesus uns den Sieg über Sünde und Tod gegeben.

  1. Petrus 2,24 sagt:

„Er hat unsere Sünden selbst hinaufgetragen an seinem Leib auf das Holz, damit wir, den Sünden abgestorben, der Gerechtigkeit leben; durch seine Wunden seid ihr heil geworden.“

Darum steht das Kreuz als das höchste Symbol unserer Erlösung und als Grundlage unseres Glaubens.

  1. Korinther 1,18 erinnert uns:

„Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren gehen; uns aber, die wir gerettet werden, ist es Gottes Kraft.“

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Der Herr segne dich! 🙏

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Was ist ein Fluch nach der Bibel?

Das Wort „Fluch“ hat in der Bibel zwei Hauptbedeutungen:

1. Verlust der Gunst Gottes oder göttliche Verwerfung

Die erste und grundlegendste Bedeutung eines Fluches ist der Verlust der göttlichen Gnade oder Anerkennung.

Dieser geistliche Fluch kam über die Menschheit durch die Ursünde den Ungehorsam Adams im Garten Eden (1. Mose 3). Als Adam Gottes Gebot übertrat, kam die Sünde und der Tod in die Welt (Römer 5,12) und mit ihnen die Trennung von Gott – der eigentliche Fluch.

Diese gefallene Natur bleibt in allen Menschen bestehen (Römer 3,23). Jeder Mensch wird geistlich tot und von Gott getrennt geboren unter seinem Gericht und Fluch. Theologen nennen dies die Erbsünde  den vererbten Zustand der geistlichen Entfremdung von Gott.

Veranschaulichung: So wie wir von Natur aus eine Kakerlake ablehnen, weil ihr Wesen uns abstößt, so besitzt der Mensch von Geburt an eine sündige Natur, die sich gegen Gott auflehnt.

2. Ein ausgesprochener Ausspruch von Schaden oder Gericht

Die zweite Bedeutung betrifft ein ausgesprochenes Wort, das Schaden, Gericht oder den Entzug von Segen herbeiführen soll entweder von Gott selbst oder von Menschen ausgesprochen.

Dies umfasst:

  • Göttliche Flüche: Urteile, die Gott über Ungehorsam ausspricht.
  • Menschliche Flüche: Worte, die von Gerechten oder Gottlosen ausgesprochen werden und geistliche Folgen haben.

Der erste Fluch: Geistlicher Tod und Trennung von Gott

Dieser Fluch ist grundlegend und betrifft die ganze Menschheit. Er bewirkt, dass Menschen von Gott getrennt sind und unter Sünde, Tod und Verdammnis stehen (Jesaja 59,2; Römer 6,23).

Gottes Gerechtigkeit verlangt, dass Sünde bestraft wird (5. Mose 27,26). Deshalb gibt es nur eine Hoffnung auf Erlösung  durch Jesus Christus.

Erlösung vom Fluch

Gottes Weg zur Wiederherstellung ist die Wiedergeburt das „von Neuem geboren werden“ (Johannes 3,3–7).

Wer Jesus Christus als Herrn und Retter annimmt, empfängt Vergebung und wird in Gottes Familie aufgenommen vom Fluch befreit und zum Erben des Segens gemacht.

Das Erlösungswerk Christi am Kreuz steht im Mittelpunkt:

Jesus nahm den Fluch auf sich, den wir verdient hatten, und starb an unserer Stelle.

Galater 3,13–14

„Christus hat uns erlöst von dem Fluch des Gesetzes, da er zum Fluch wurde für uns denn es steht geschrieben: ›Verflucht ist jeder, der am Holz hängt‹  damit der Segen Abrahams zu den Heiden komme in Christus Jesus und wir den verheißenen Geist empfingen durch den Glauben.“

Der „Fluch des Gesetzes“ meint die Verdammnis, die durch das Versagen im Halten des Gesetzes kommt.

Durch Jesu Tod wurde Gottes Gerechtigkeit erfüllt, und die Macht des Fluches über die Gläubigen ist gebrochen.

Der zweite Fluch: Göttliche oder menschliche Aussprüche

a) Flüche, die von Gott ausgesprochen werden

Gott kann Flüche über Einzelne, Familien oder Nationen verhängen  als Folge von Sünde und Auflehnung.

Solche Flüche können sich in Not, Niederlage oder Verlust zeigen, betreffen aber nicht die ewige Rettung wahrer Gläubiger.

Beispiele:

  • Die Bundesflüche Israels wegen Ungehorsams (5. Mose 28).
  • Der Fluch über die Erde und die Schlange nach dem Sündenfall (1. Mose 3,14–19).
  • Kains Strafe, ein ruheloser Flüchtling zu sein (1. Mose 4,12).

Göttliche Flüche dienen als Zucht oder Gericht, die das Leben, den Wohlstand oder die Stellung beeinflussen können.

Hebräer 6,4–8 

Dieses Wort warnt vor dem Abfall nach Erkenntnis der Wahrheit. Es beschreibt bildhaft ein Land, das statt guter Frucht nur Dornen trägt und dadurch dem Fluch nahe ist.

b) Flüche, die von Menschen ausgesprochen werden

Auch Menschen besitzen geistliche Autorität, zu segnen oder zu verfluchen (Jakobus 3,9–10). Diese Autorität hat Gott besonders seinem Volk verliehen.

i) Flüche der Gerechten

Gottes Volk kann im Auftrag Gottes Flüche als geistliches Gericht aussprechen (1. Mose 9,25; 1. Timotheus 2,14).

Jesus sagte:

„Was ihr auf Erden binden werdet, soll im Himmel gebunden sein“ (Matthäus 18,18) –

dies zeigt die geistliche Vollmacht der Gläubigen.

Doch Christen sind berufen, zu segnen statt zu fluchen (1. Petrus 3,9).

Unbedachte Flüche sind gefährlich, denn Worte haben Macht (Sprüche 18,21).

ii) Flüche der Gottlosen

Auch böse Menschen  wie Zauberer oder Wahrsager sprechen Flüche aus. Ihre Macht ist jedoch begrenzt und letztlich durch Gottes Schutz über den Gläubigen wirkungslos.

Beispiel:

Bileam wurde beauftragt, Israel zu verfluchen, aber Gott zwang ihn, es zu segnen (4. Mose 23,8–24).

Wer unter dem Schutz Christi lebt, braucht keine Angst vor Flüchen zu haben.

Zusammenfassung

  • Der erste Fluch ist der geistliche Tod durch die Sünde  aufgehoben allein durch das Opfer Christi und die Wiedergeburt.
  • Der zweite Fluch betrifft ausgesprochene Gerichte (von Gott oder Menschen) und kann das irdische Leben beeinflussen, berührt aber nicht das Heil.
  • Gehorsam zieht Segen nach sich; Ungehorsam bringt Fluch.
  • Gläubige sind berufen, Menschen des Segens zu sein und ihre geistliche Autorität weise zu gebrauchen.

Segenswunsch

Möge der Herr dich segnen und behüten, dich vor jedem Fluch beschirmen und dich mit seinem überfließenden Segen in Jesus Christus erfüllen! 

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Theologische Vertiefung: Geben als göttlicher Prozess

 


Theologische Vertiefung: Geben als göttlicher Prozess

Partizipation an der göttlichen Natur

In 2. Petrus 1,3–4 heißt es:

„Da seine göttliche Kraft uns alles geschenkt hat, was zum Leben und [zum Wandel in] Gottesfurcht dient … durch welche er uns die überaus großen und kostbaren Verheißungen gegeben hat, damit ihr durch dieselben göttlicher Natur teilhaftig werdet.“ (YouVersion | The Bible App | Bible.com)

Wichtig: Diese Veränderung ist nicht durch menschliche Kraft allein möglich, sondern geschieht durch die göttliche Kraft, die uns geschenkt ist (vgl. V. 3). (Universität Innsbruck)

Theologisch betrachtet bedeutet das: Beim Geben (und im geistlichen Leben insgesamt) sind wir nicht nur Empfänger von Gnadengaben, sondern wir wachsen in die göttliche Natur hinein. Das heißt nicht, dass wir göttlich im Sinne Gottes Wesens genauso werden, sondern dass wir Anteil bekommen an den Tugenden und der Heiligkeit Gottes – eine moralische / geistliche Transformation. Kommentatoren wie Jean Jeannin betonen diese „sittliche Teilhabe“: Wir werden so geprägt, dass wir immer mehr dem Charakter Gottes ähnlich werden. (bibelkommentare.de)

Gottesfurcht als Basis des christlichen Lebens

Im Brief des Petrus wird betont, dass uns durch Gottes Kraft alles geschenkt ist, was zum Leben in Gottesfurcht („Furcht vor Gott“) nötig ist. (Bibleserver)

„Gottesfurcht“ ist hier nicht Angst im irdischen Sinne, sondern eine ehrfurchtsvolle Beziehung zu Gott, die unser Verhalten prägt – insbesondere unser Geben. Theologisch gesehen ist Gottesfurcht eine Tugend, die zeigt, dass wir den Wert Gottes und seine Heiligkeit ernst nehmen und unser Leben nach seinen Maßstäben ausrichten. (Wikipedia)

Diese Furcht ist eng verbunden mit dem Wachstum in der göttlichen Natur: Wir erkennen, wer Gott ist, und lassen diese Erkenntnis unser Geben, unsere Motivation und unsere Lebensführung leiten.

Verheißungen und ihre Rolle in der Gnade Die „kostbaren und überaus großen Verheißungen“, die Petrus erwähnt (2 Petr 1,4), sind nicht nur zukünftige Hoffnungen, sondern geben uns schon heute geistliche Wirklichkeit: Wir entfliehen dem „Verderben“, das durch weltliche Begierden entsteht, und empfangen stattdessen eine neue Identität. (Universität Innsbruck)

Theologisch ist das relevant, weil unser Geben nicht primär finanziell ist, sondern Teil eines größeren biblischen Gesamtbildes: Gott wirkt in uns, um uns in die Tiefe seiner Verheißungen zu führen, und unser Geben ist ein sichtbarer Ausdruck dieser Teilhabe.

Geben als Mitwirkung an Gottes Werk Beim Geben nehmen wir aktiv an Gottes Heilsplan teil: Wir dienen anderen (materiell und geistlich), aber wir dienen auch Gottes Absicht, seine Herrlichkeit zu verbreiten. Durch Geben werden wir Instrumente der göttlichen Großzügigkeit.

Dadurch ist Geben nicht nur eine Pflicht oder eine finanziell-moralische Frage, sondern ein geistlicher Dienst, eine Mitwirkung am Reich Gottes. Es ist ein Mittel, durch das sich Gottes Charakter in der Welt manifestiert und Menschen Gott erleben können (z. B. durch Dank, Lob, Versorgung).

Ewige Investition

In theologischer Perspektive ist dein Hinweis auf „ewige Investition“ sehr wichtig: Geben hat nicht nur eine gegenwärtige Auswirkung (Versorgung, Unterstützung von Diensten), sondern auch eine ewige Dimension (geistliche Belohnung, Anteil an Gottes Reich).

Diese Sicht steht im Einklang mit biblischen Prinzipien: Der apostolische Dienst, das Teilen mit Bedürftigen, die Opfergabe – all das ist nicht nur „Geld weggeben“, sondern eine Investition, die im ewigen Bereich zählt.


Dank als das höchste ErgebnisWie du schon beschrieben hast, führt großzügiges Geben zu Dank und Lobpreis gegenüber Gott. Aus theologischer Sicht ist das sehr bedeutsam: Dank ist nicht nur Reaktion, sondern Teil der Anbetung.

Wenn in 2. Korinther 9 Paulus sagt, dass eure Großzügigkeit „zu Dankopfern an Gott“ führt (2 Kor 9,12), dann verbindet er das Geben direkt mit der Anbetung.

Somit ist unser Geben nicht nur Hilfeleistung – es ist ein Akt der Doxologie, in dem wir Gott ehren und seine Schönheit vor den Menschen sichtbar machen.

Gottes Natur als Quelle des Gebens

Im Kern der Theologie des Gebens steht die Erkenntnis, dass Gott selbst ein Geber ist: Er hat uns das größte Geschenk gemacht (Jesus Christus). Dieses göttliche Geben ist die Grundlage und das Modell unseres eigenen Gebens.

Wenn wir geben, reflektieren wir Gottes Wesen: Seine Güte, seine Großzügigkeit, seine Selbstlosigkeit. Das ist nicht nur ein moralisches Ideal, sondern eine theologische Realität: Wir sind geschaffen, um in Gemeinschaft mit Gott zu stehen, und unser Geben ist Teil dieser Gemeinschaft.


Empfehlung zur Bibelübersetzung

Es ist sinnvoll, eine zuverlässige deutsche Bibelübersetzung zu benutzen, etwa die Lutherbibel (2017), die Elberfelder Bibel oder die Neue Genfer Übersetzung.

Wenn du diese theologische Lehre unterrichtest oder predigst, kannst du die Verheißungen (z. B. 2 Petr 1,4) in einer dieser Übersetzungen zitieren, damit dein Publikum die Tiefe dieser Zusagen versteht.

 

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DER GEIST ERFORSCHT ALLES SOGAR DIE TIEFEN GOTTES

1. Korinther 2,10–11 (LUT 2017)
„Uns aber hat es Gott offenbart durch den Geist; denn der Geist erforscht alle Dinge, auch die Tiefen Gottes. Denn welcher Mensch weiß, was im Menschen ist, als allein der Geist des Menschen, der in ihm ist? So weiß auch niemand, was in Gott ist, als allein der Geist Gottes.“

Einleitung
Eine der bemerkenswertesten Eigenschaften des Heiligen Geistes ist seine Fähigkeit, verborgene Wahrheiten zu erforschen und zu offenbaren – selbst die tiefsten Geheimnisse Gottes. Das bedeutet, dass das, was verborgen oder geheimnisvoll ist, durch die Offenbarung des Geistes für uns zugänglich wird. Heute wollen wir die verschiedenen Arten göttlicher Geheimnisse (in biblischer Sprache oft auch „Geheimnisse“ oder „göttliche Wahrheiten“ genannt) betrachten, die der Heilige Geist uns erschließt.


Drei Hauptkategorien göttlicher Geheimnisse:

  1. Geheimnisse des Menschen
  2. Geheimnisse Satans
  3. Geheimnisse Gottes

1. Geheimnisse des Menschen

Der Heilige Geist gibt uns Weisheit und geistliches Unterscheidungsvermögen, um das menschliche Herz und seine Absichten zu erkennen. So wie Jesus die List der Pharisäer durchschaute, hilft uns der Geist, Gedanken und Motive zu beurteilen.

Beispiel: Jesus und die Fangfrage der Steuer
Matthäus 22,15–22

Beispiel: Salomos Weisheit
1. Könige 3,16–28
König Salomo, erfüllt mit göttlicher Weisheit, entschied in einem Streit zwischen zwei Frauen um ein Kind. Sein Urteil offenbarte die wahre Mutter – ein eindrucksvolles Beispiel, wie Gott Einsicht in das menschliche Herz schenken kann.

Der Heilige Geist offenbart auch durch Träume und Visionen verborgene Dinge. Josef deutete die Träume des Pharaos (1. Mose 41), und Daniel erklärte den Traum Nebukadnezars (Daniel 2) – beides zeigt: Der Geist bringt Klarheit, wo menschliches Verstehen nicht ausreicht.


2. Geheimnisse Satans

Satan wirkt selten offen – er „verkleidet sich als Engel des Lichts“ (2. Korinther 11,14). Ohne den Heiligen Geist sind Gläubige anfällig für falsche Lehren, falsche Wunder oder trügerische Visionen.

Beispiel: Falsche Propheten in Thyatira
Offenbarung 2,24
„Euch aber, den Übrigen in Thyatira, die diese Lehre nicht haben und die Tiefen des Satans, wie sie sagen, nicht erkannt haben   euch lege ich keine weitere Last auf.“

Es gibt zwei Arten falscher Propheten:

  • Irregeleitete Diener Gottes: Wie Petrus, der sich   ohne es zu wissen   gegen Jesu Weg zum Kreuz stellte (Matthäus 16,22–23), oder die 400 Propheten Ahabs, die durch einen Lügengeist getäuscht wurden (1. Könige 22).
  • Diener Satans: Menschen, die bewusst unter dämonischem Einfluss stehen, sich aber als Gottesdiener ausgeben. Jesus warnte vor solchen „Wölfen im Schafspelz“ (Matthäus 7,15–20). Ihre Botschaft ist oft geprägt von Materialismus, Manipulation und Gefühlen – nicht von der Wahrheit der Schrift.

Der Geist Gottes gibt uns die Fähigkeit, Geister zu prüfen und Wahrheit von Irrtum zu unterscheiden (1. Johannes 4,1).


3. Geheimnisse Gottes

Auch Gott selbst hat göttliche Geheimnisse, die nur durch den Geist offenbart werden. Dazu gehören das Wesen Christi, das Reich Gottes und die Wege, auf denen Gott wirkt.

Beispiel: Christus unter uns
Jesus begegnet uns heute in den Demütigen, den Armen und seinen Dienern. Wer vom Geist erfüllt ist, erkennt ihn in anderen   wie er selbst lehrte:

Matthäus 25,35–40
„Ich war hungrig, und ihr habt mir zu essen gegeben… Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.“

Geheimnisse des Himmelreichs

Matthäus 13,11
„Euch ist es gegeben, die Geheimnisse des Himmelreichs zu verstehen; jenen aber ist es nicht gegeben.“

Diese Wahrheiten sind nicht durch Verstand allein erfassbar  sie werden geistlich erkannt.

Beispiele für göttliche Geheimnisse:

  • Gott ist Liebe (1. Johannes 4,8)
  • Geben öffnet den Weg zum Empfang (Lukas 6,38)
  • Demut geht der Erhöhung voraus (Jakobus 4,10)
  • Leiden führt zur Herrlichkeit (Römer 8,17)

Viele Menschen verstehen diese göttlichen Wahrheiten nicht, weil ihnen der Geist fehlt. Sie fragen: „Warum spricht Gott nicht zu mir?“   doch Gott spricht ständig durch sein Wort, sein Volk und seinen Geist. Das Problem ist nicht Gottes Schweigen, sondern unsere geistliche Taubheit.


Letzte Ermutigung

Um wirklich alle Geheimnisse zu erkennen   ob von Menschen, Satan oder Gott  müssen wir mit dem Heiligen Geist erfüllt sein. Das geschieht durch regelmäßiges Bibelstudium, konsequentes Gebet (eine Stunde täglich ist ein guter Anfang) und ein hingegebenes Leben.

Lukas 21,14–15
„Nehmt euch aber zu Herzen, nicht vorher darüber nachzudenken, wie ihr euch verteidigen sollt; denn ich will euch Mund und Weisheit geben, der alle eure Widersacher nicht widerstehen noch widersprechen können.“


Schlusswort

Wir leben in einer geistlich komplexen Welt  ohne den Heiligen Geist sind wir anfällig für Täuschung. Doch mit ihm können wir alles unterscheiden.

„Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in alle Wahrheit leiten.“Johannes 16,13

Gott segne dich!


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ER VERNICHTETE DIE, DIE NICHT GLAUBTEN

Willkommen, während wir die Bibel studieren – das Wort unseres Gottes, das Licht auf unserem Weg und die Leuchte für unseren Fuß (Psalm 119,105).

Dieses Wort, diese Leuchte, sagt:

Judas 1,5 (LUT 2017):
„Ich will euch aber daran erinnern – obwohl ihr dies alles wisst –, dass der Herr, nachdem er das Volk aus Ägypten errettet hatte, hernach die vernichtete, die nicht glaubten.“

Diese Schrift lehrt uns, dass Errettung nicht das Ende des Weges ist. Es ist wahr, dass das ganze Volk Israel aus Ägypten herausgeführt wurde, jedoch gelangten nicht alle in das verheißene Land. Nur zwei – Josua und Kaleb – sowie die Kinder, die in der Wüste geboren wurden. Alle anderen wurden in der Wüste vernichtet, obwohl Gott sie aus Ägypten herausgeführt hatte.

Heute sind viele gerettet, viele bekennen Jesus – und doch werden viele vom Herrn gerichtet, weil sie nicht im Glauben und Gehorsam mit Gott wandeln.

Die meisten Israeliten waren voller Stolz (zum Beispiel Datan und Korach – siehe 4. Mose 16,1–50). Andere waren erfüllt von Murren, Götzendienst und ständigem Herausfordern Gottes. Obwohl sie aus der Sklaverei des Pharao befreit worden waren, sahen sie tragischerweise das verheißene Land nie.

Sie waren gerettet – und wurden später doch vernichtet.
Sie waren befreit – und wurden später doch vernichtet.
Sie waren geheilt – und wurden später doch vernichtet.

Und was noch erschütternder ist: Sie wurden vernichtet, obwohl sie noch Manna aßen (himmlische Gaben), obwohl sie noch unter der Wolke und der Feuersäule standen (Salbung und göttliche Führung) und nachdem sie durch das Rote Meer „in Mose hineingetauft“ worden waren.

Dies alles bleibt uns eine Lehre und Warnung, wie die Schrift sagt:

1. Korinther 10,1–12 (LUT 2017):

„1 Ich will euch aber, liebe Brüder und Schwestern, nicht in Unkenntnis lassen, dass unsere Väter alle unter der Wolke gewesen und alle durchs Meer gegangen sind.
2 Und sie sind alle auf Mose getauft worden durch die Wolke und durch das Meer
3 und haben alle dieselbe geistliche Speise gegessen
4 und haben alle denselben geistlichen Trank getrunken; denn sie tranken von dem geistlichen Felsen, der ihnen folgte. Der Fels aber war Christus.
5 Aber an den meisten von ihnen hatte Gott kein Wohlgefallen; denn sie wurden in der Wüste erschlagen.
6 Das aber ist geschehen uns zum Vorbild, damit wir nicht am Bösen Gefallen haben wie jene.
7 Werdet auch nicht Götzendiener wie einige von ihnen, wie geschrieben steht: „Das Volk setzte sich nieder, zu essen und zu trinken, und stand auf, um zu tanzen.“
8 Auch lasst uns nicht Unzucht treiben, wie einige von ihnen Unzucht trieben; da fielen an einem Tag dreiundzwanzigtausend.
9 Lasst uns auch Christus nicht versuchen, wie einige von ihnen ihn versuchten und wurden von den Schlangen umgebracht.
10 Murrt auch nicht, wie einige von ihnen murrten und wurden umgebracht durch den Verderber.
11 Dies widerfuhr ihnen als ein Vorbild; es ist aber geschrieben uns zur Warnung, auf die das Ende der Zeiten gekommen ist.
12 Darum: Wer meint, er stehe, der sehe zu, dass er nicht falle!“

Rühmst du dich deiner Taufe?
Rühmst du dich deiner Denomination?
Rühmst du dich deiner geistlichen Gaben?
Rühmst du dich deiner Salbung?

Die Israeliten hatten all dies – und doch wurden viele von ihnen vernichtet.

Reinige deinen christlichen Wandel. Halte dich fern von Sünde. Stelle Gott nicht auf die Probe. Kehre nach deiner Errettung nicht zum Götzendienst zurück. Trenne dich von weltlichen Dingen. Wandle mit Gott wie Josua und Kaleb. Und möge der Herr uns allen dabei helfen.

Amen.

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Wer hat den Hebräerbrief geschrieben?

Der Verfasser des Hebräerbriefes ist unbekannt, da der Brief selbst keinen Autor nennt (Hebräer 1,1). Dennoch sehen viele Bibelausleger im Apostel Paulus einen möglichen Verfasser. Dafür spricht unter anderem, dass der Autor Timotheus erwähnt, einen engen Mitarbeiter des Paulus (Hebräer 13,23):

„Ihr sollt wissen, dass der Bruder Timotheus freigelassen ist; mit ihm will ich euch sehen, wenn er bald kommt.“

Auch der abschließende Segensgruß „Die Gnade sei mit euch allen“ (Hebräer 13,25) ist charakteristisch für die paulinischen Briefe und unterstützt diese Annahme.

Andere Ausleger halten aufgrund des sprachlichen Stils auch Personen wie Apollos, Barnabas oder Silas für mögliche Autoren. Letztlich jedoch steht nicht die Identität des Schreibers im Mittelpunkt, sondern die geistliche Botschaft des Briefes.


Worum geht es im Hebräerbrief?

Der Hebräerbrief ist ein seelsorgerlicher Lehrbrief, der sich vor allem an jüdische Christen richtet, die mit den jüdischen Ordnungen, Opfergesetzen und den Schriften des Alten Testaments vertraut waren. Er mahnt sie eindringlich, am Glauben festzuhalten (Hebräer 2,1):

„Darum sollen wir desto mehr achten auf das Wort, das wir hören, damit wir nicht am Ziel vorbeigleiten.“

Das zentrale Thema des Hebräerbriefes ist die Überlegenheit und Vollkommenheit Jesu Christi. Er wird als die endgültige Offenbarung Gottes und als Mittler eines neuen Bundes vorgestellt (Hebräer 1,3):

„Er ist der Abglanz seiner Herrlichkeit und das Ebenbild seines Wesens und trägt alle Dinge mit seinem kräftigen Wort … und hat sich gesetzt zur Rechten der Majestät in der Höhe.“

Zentrale Aussagen des Hebräerbriefes:

  • Christus ist größer als die Propheten: Gott hat früher durch die Propheten gesprochen, jetzt aber endgültig durch seinen Sohn (Hebräer 1,1–2).

  • Christus ist größer als die Engel: Jesus besitzt einen ewigen Thron und göttliche Autorität, die weit über der der Engel steht (Hebräer 1,13–14).

  • Christus ist größer als Mose und das levitische Priestertum: Er ist der vollkommene Hohepriester nach der Ordnung Melchisedeks und übertrifft den Dienst des alten Bundes (Hebräer 3,1–6; 7,1–28).

  • Das einmalige Opfer Christi: Während die Opfer des alten Bundes ständig wiederholt werden mussten, hat Jesus ein Opfer gebracht, das für immer gültig ist (Hebräer 10,11–14):

„Dieser aber hat ein Opfer für die Sünden dargebracht für immer und sich gesetzt zur Rechten Gottes.“
(Hebräer 10,12)

Diese Lehre zeigt Jesus als den Mittler eines neuen und besseren Bundes (Hebräer 8,6), der die Schatten und Vorbilder des alten Bundes erfüllt und übertrifft (Hebräer 10,1).


Warnung und Ermutigung zum Ausharren

Der Hebräerbrief ist zugleich eine kraftvolle Ermahnung, im Glauben standhaft zu bleiben – besonders in Zeiten von Leid, Prüfungen und Verfolgung (Hebräer 12,1–3):

„Lasst uns ablegen alles, was uns beschwert, und die Sünde, die uns ständig umstrickt, und lasst uns laufen mit Geduld in dem Kampf, der uns bestimmt ist, und aufsehen zu Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens.“

Diese Aufforderung betont die Bedeutung des Ausharrens im Glauben. Gläubige werden ermutigt, durchzuhalten, indem sie ihren Blick auf Christus richten – auf sein Leiden, seine Treue und seinen Sieg.

Der Herr segne euch reichlich.

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Die Liebe zum Geld kann deine Ehe zerstören

 


Die Liebe zum Geld kann deine Ehe zerstören
Ein theologisches Lehrwort für verheiratete Frauen

Die Erzählung von Samson und Delila (Richter 16) ist nicht nur eine spannende Geschichte, sondern enthält tiefe theologische Wahrheiten über Versuchung, Bund und Heiligung. Dabei lohnt es sich, einige zentrale Aspekte genauer zu beleuchten.


1. Theologischer Hintergrund: Samson als Nasiräer

Nasiräer-Gelübde: Samson war von Geburt an Nasiräer gewidmet, wie das Buch der Richter berichtet. Das bedeutet, er hatte ein Gelübde abgelegt, das ihn in gewisser Weise zu „etwas Besonderem“ machte. Nasiräer durften unter anderem ihr Haar nicht schneiden und keinen Wein oder Alkohol trinken.

Symbolik des Haares: In Samsons Fall ist sein ungeschnittenes Haar nicht nur ein äußerliches Zeichen, sondern auch ein Symbol seiner Weihe an Gott. Durch seinen Gehorsam war er wie abgesondert, geweiht für Gottes Plan.

Gefährdung seiner Berufung: Dennoch zeigt Samson, dass ein Gelübde (oder eine äußere Weihe) keine Garantie für beständigen Gehorsam ist. Delilas Verführung führt dazu, dass er das Geheimnis seiner Kraft offenlegt und letztlich sein Gelübde preisgibt (bzw. durch sein Handeln bricht). Theologisch lehrt uns das: Berufung und Weihe sind wertvoll, aber sie können durch sündhafte Entscheidungen untergraben werden.


2. Die Liebe zum Geld als geistliche Gefahr

Sünde der Habgier:

Paulus warnt in 1. Timotheus 6,10

davor, dass „die Liebe zum Geld eine Wurzel alles Bösen“ ist. In deutschen Bibeln (z. B. Lutherbibel) lautet der Vers ähnlich: „Denn die Geldgier ist eine Wurzel alles Bösen; danach hat … mancher verirrt sich vom Glauben …“

(1 Tim 6,10 LUT).

Götzendienst: In Epheser 5 setzt Paulus Habgier mit Götzendienst gleich. Er schreibt: „Wer habgierig ist, der ist ein Götzendiener.“  Spirituell gesehen bedeutet das: Wenn Geld unseren Herzen regiert, nimmt es die Rolle ein, die nur Gott haben sollte.

Priorität des Herzens: Theologisch erkannt heißt das: Es geht nicht nur um Besitz, sondern darum, welches „Gottbild“ in unserem Herzen spielt. Wenn Geld an erster Stelle steht, ist das eine Form von Anbetung eines „falschen Gottes“.

3. Ehesakrament, Bund und Ebenbild Christi

Ehe als Bund: Die Ehe ist nicht bloß ein sozialer Vertrag, sondern ein geistlicher Bund, gestaltet nach Gottes Absicht.

In Epheser 5,31–32 spricht

Paulus davon, dass „ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlässt … und die zwei werden ein Fleisch sein“

(vgl. 1. Mose 2,24) — und er deutet diesen Vers als ein „großes Geheimnis“, das auf Christus und die Gemeinde hinweist. 

Christus und die Gemeinde: Paulus fordert Männer auf, ihre Frauen „so zu lieben, wie Christus die Gemeinde geliebt hat“ (Eph 5,25) – also aufopfernd, dienend, reinigend. 

Heiligung durch das Wort: Christus „reinigt die Gemeinde durch das Wasserbad im Wort“ (Eph 5,26). Das heißt: In einer christlichen Ehe spielt nicht nur physische Nähe eine Rolle, sondern auch geistliche Reinigung und Wachstum – ein Prozess der Heiligung.

4. Verbindung zur Samsonsituation

Wenn man Samsons Geschichte mit der theologischen Lehre über Ehe verbindet, ergeben sich folgende Lehren:

Treue über äußere Weihe hinaus: Delilas Verrat zeigt, dass selbst ein geheiligter Mann (Nasiräer) seine Berufung und seinen Bund verlieren kann, wenn er seinem Herz nicht treu bleibt.

Herzprüfung: Delilas Motivation war finanzieller Gewinn. Ihre Geschichte warnt, dass materielle Interessen das Herz korrumpieren können – auch in Beziehungen, die heilig sein sollen.

Wahre Stärke kommt von Gott: Samsons Stärke war nicht seine eigene, sondern ein Geschenk Gottes, das an sein Gelübde gekoppelt war. Theologisch spricht das dafür, dass wahre Kraft in der Ehe nicht aus menschlicher Leistung kommt, sondern aus der Gemeinschaft mit Gott.

Ehe als geistlicher Dienst: Eine Ehe ist nicht nur lebenspraktisch, sondern geistlich: Eheleute sind Berufene, einander zu dienen, zu lieben und gemeinsam heilig zu werden.


5. Praktische Implikationen für verheiratete Frauen heute

Herzensbewusstsein: Sei dir bewusst, dass nicht nur dein Mann, sondern auch dein eigenes Herz einer Prüfung unterliegt. Geld kann eure Ehe belasten, wenn es dein Hauptinteresse wird.

Wertschätzung deines Mannes: Erkenne den Wert deines Mannes nicht in dem, was er materiell bringt, sondern in seinen geistlichen Qualitäten – in seiner Integrität, seinem Charakter, seinem Dienst.

Gebet & geistliche Bindung: Bete gemeinsam mit deinem Mann. Eine Ehe, die auf Gebet, Wort und gegenseitiger geistlicher Führung aufbaut, ist stärker gegen Gier und Versuchung.

Ehe als Berufung: Sieh deine Ehe nicht nur als Beziehung, sondern als Berufung im Dienst an Gott. Eure Ehe kann ein geistliches Zeugnis sein – nicht nur für euch selbst, sondern vor anderen.


 

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TRAGE KLEIDUNG – ABER KLEIDE DICH NICHT, UM AUFZUFALLEN.

 


TRAGE KLEIDUNG – ABER KLEIDE DICH NICHT, UM AUFZUFALLEN

Hast du dir schon einmal bewusst die Frage gestellt: Warum trage ich eigentlich das, was ich trage?
Welche Botschaft sende ich damit – und an wen?

Als Gläubige sind selbst unsere Kleidungsentscheidungen nicht belanglos. Sie sollten unsere Identität in Christus widerspiegeln – nicht bloß unsere Persönlichkeit, aktuelle Trends oder gesellschaftlichen Druck.


Ein biblisches Verständnis von Bescheidenheit

In 1. Petrus 3,3–4 lesen wir:

„Euer Schmuck soll nicht der äußere sein – Haarflechten, Goldschmuck oder prächtige Kleidung –, sondern der verborgene Mensch des Herzens mit dem unvergänglichen Schmuck eines sanften und stillen Geistes, der vor Gott sehr kostbar ist.“

Diese Verse verbieten weder gepflegte Kleidung noch ein ansprechendes Äußeres. Sie erinnern uns vielmehr daran, dass unser Wert und unsere Identität nicht aus dem stammen, was andere an uns sehen. Für Gott zählt das Herz mehr als das äußere Erscheinungsbild.


Kleidung tragen – oder sich kleiden, um gesehen zu werden

Kleidung an sich ist etwas Gutes und Gottgegebenes. Bereits in 1. Mose 3,21 heißt es:

„Und Gott, der HERR, machte Adam und seiner Frau Kleider aus Fell und bekleidete sie.“

Gott selbst schenkte dem Menschen Kleidung als Ausdruck von Würde nach dem Sündenfall. Problematisch wird es erst dann, wenn Kleidung gezielt dazu dient, Aufmerksamkeit zu erregen, zu verführen oder weltliche Werte zu transportieren.

Nicht das Kleidungsstück an sich ist entscheidend, sondern die Herzenshaltung dahinter. Kleidung kann neutral sein – unsere Absicht ist es nicht. Wer sich bewusst so kleidet, dass Bewunderung, Lust oder Selbstdarstellung im Mittelpunkt stehen, bewegt sich weg von Bescheidenheit und hin zu Stolz und Eitelkeit, vor denen die Bibel deutlich warnt (vgl. 1. Johannes 2,16).

Verantwortung füreinander tragen

Jesus sagt in Matthäus 5,28:

„Ich aber sage euch: Wer eine Frau ansieht, um sie zu begehren, der hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen.“

Lust entsteht im Herzen – das ist wahr. Doch als Nachfolger Christi tragen wir auch Verantwortung dafür, wie unser Verhalten andere beeinflusst. Paulus schreibt in Römer 14,13:

„Lasst uns einander nicht mehr richten, sondern vielmehr darauf bedacht sein, dem Bruder oder der Schwester keinen Anstoß oder kein Hindernis in den Weg zu legen.“

Wenn unsere Kleidung andere in Versuchung bringt oder innerlich zu Fall bringt, handeln wir nicht aus Liebe. Christliche Freiheit ist niemals Selbstzweck, sondern wird immer durch Liebe zu anderen begrenzt (Galater 5,13).

Kleidung bewusst wählen – wie Nahrung

Du isst nicht wahllos alles, was dir begegnet. Du wählst aus, was dir guttut und dich gesund erhält. Genauso sollten wir mit unserer Kleidung umgehen.

Trage nicht etwas nur, weil es gerade modern oder gesellschaftlich akzeptiert ist. Stell dir stattdessen ehrlich diese Fragen:

  • Spiegelt dieses Outfit Christus wider – oder den Zeitgeist?

  • Trage ich es, um Gott zu ehren – oder um Aufmerksamkeit zu bekommen?

  • Würde ich mich wohlfühlen, so in der Gegenwart Jesu zu stehen?

In Philipper 2,15 heißt es:

„… damit ihr untadelig und lauter seid, Kinder Gottes ohne Makel inmitten eines verdrehten und verkehrten Geschlechts, unter dem ihr leuchtet wie Sterne in der Welt.“

Wir sind berufen, einen Unterschied zu machen – nicht darin aufzugehen, was die Welt normalisiert.

Bescheidenheit ist eine Frage der Identität

Bescheidenheit ist letztlich keine Liste von Regeln, sondern Ausdruck unserer Identität. Wenn du zu Christus gehörst, gehört auch dein Körper nicht mehr dir selbst. In 1. Korinther 6,19–20 steht:

„Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch ist, den ihr von Gott habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört? Denn ihr seid teuer erkauft. Darum verherrlicht Gott mit eurem Leib.“

Das schließt ein, wie wir unseren Körper anderen gegenüber darstellen.

Achte dich selbst – ehre Gott

Ob ein junger Mann, der durch enge Kleidung auffallen möchte, oder eine Frau, die sich sehr freizügig kleidet – die entscheidende Frage bleibt dieselbe:
Will ich Gott verherrlichen oder Menschen gefallen?

Lass deine Kleidung Würde, Respekt und Heiligkeit widerspiegeln – nicht bloß Mode, Trends oder sozialen Druck.

Bedecke dich mit Ehre – und zieh Christus an.
(Römer 13,14):

„Zieht vielmehr den Herrn Jesus Christus an und sorgt nicht für das Fleisch, sodass Begierden geweckt werden.“

Möge der Herr dich mit Weisheit, innerer Freiheit und Gnade segnen, während du deine Identität in Ihm lebst.

Wenn du möchtest, kann ich den Text auch:

  • kürzer und social-media-tauglich machen

  • noch theologischer oder seelsorgerlicher formulieren

  • auf du oder Sie anpassen

  • für Jugendliche oder Erwachsene zuschneiden

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Wer ist der „Überwinder“? Eine besondere Einzelperson oder viele?

Frage:

In den Sendschreiben an die sieben Gemeinden endet jede Botschaft mit den Worten „wer überwindet“. Bezieht sich dieser Ausdruck auf eine ganz bestimmte Einzelperson oder auf viele Gläubige?

Antwort:
Als Jesus in den Kapiteln 2 und 3 der Offenbarung zu den sieben Gemeinden spricht, warnt Er sie, ermutigt sie und gibt ihnen schließlich Verheißungen. Diese Verheißungen gelten „dem, der überwindet“ (griechisch: ho nikōn), was wörtlich „der Sieger“ oder „der Überwinder“ bedeutet. So heißt es zum Beispiel in der Botschaft an Thyatira:

Offenbarung 2,26 (Lutherbibel 2017):

„Und wer überwindet und meine Werke bewahrt bis ans Ende, dem will ich Macht geben über die Heiden.“

Das „Überwinden“ meint hier ein treues Ausharren im christlichen Leben – trotz Leiden, Versuchungen und Verfolgung (vgl. Römer 5,3–5; Jakobus 1,12). Es geht dabei nicht um Sündlosigkeit, sondern um beständige Treue und Gehorsam bis zum Ende.

Doch stellt sich die Frage: Ist mit dem „Überwinder“ eine einzelne, außergewöhnliche Person gemeint – oder viele?

Man könnte zunächst an eine Art geistlichen Einzelhelden denken. Doch der biblische Zusammenhang und der Sprachgebrauch zeigen eindeutig, dass alle Gläubigen gemeint sind, die im Glauben standhaft bleiben. Ein einfaches Beispiel verdeutlicht dies: Wenn ein Lehrer sagt: „Wer die Prüfung besteht, erhält eine Belohnung“, ist damit nicht nur eine Person gemeint, sondern jeder, der die Prüfung erfolgreich ablegt – egal wie viele es sind.

Genauso verhält es sich hier. Die Einzahlform beschreibt jeden einzelnen Gläubigen persönlich, schließt aber zugleich alle ein, die überwinden. Jeder, der im Glauben treu bleibt, hat Anteil an der Verheißung.

Der Apostel Paulus verwendet ein ähnliches Bild aus dem sportlichen Wettkampf:

1. Korinther 9,24 (Lutherbibel 2017):

„Wisst ihr nicht: Die im Stadion laufen, die laufen alle, aber nur einer empfängt den Siegespreis? Lauft so, dass ihr ihn erlangt.“

Paulus betont hier den Ernst und die Hingabe, die zum christlichen Leben gehören. Der „eine Siegespreis“ steht sinnbildlich für das ewige Leben und das Mitregieren mit Christus. Das bedeutet jedoch nicht, dass nur ein einziger Gläubiger gerettet wird, sondern unterstreicht den Ruf zu konsequenter und ausdauernder Nachfolge.

Auch Jesus selbst macht deutlich, dass viele Menschen Anteil an den Segnungen des Reiches Gottes haben werden:

Matthäus 8,11 (Lutherbibel 2017):

„Aber ich sage euch: Viele werden kommen von Osten und von Westen und mit Abraham und Isaak und Jakob im Himmelreich zu Tisch sitzen.“

Diese Aussage bestätigt, dass die Verheißungen nicht einer einzelnen Person gelten, sondern einer großen Schar. Zugleich warnt Jesus jedoch davor, die Nachfolge auf die leichte Schulter zu nehmen:

Lukas 13,24 (Lutherbibel 2017):

„Ringet darum, dass ihr durch die enge Pforte hineingeht; denn viele, sage ich euch, werden hineingehen wollen und es nicht können.“

Das steht im Einklang mit der biblischen Lehre vom Ausharren (vgl. Hebräer 3,14): Errettung ist kein einmaliges Ereignis ohne Konsequenzen, sondern ein Leben in fortdauerndem Glauben und Treue zu Christus.

Zusammenfassend lässt sich sagen:
Der Ausdruck „wer überwindet“ bezieht sich auf alle Gläubigen, die im Glauben und im Gehorsam bis zum Ende standhaft bleiben. Es geht nicht um einen einzelnen „geistlichen Elitechristen“, sondern um den allgemeinen Ruf zur Treue an jeden Nachfolger Jesu. Die verheißenen Belohnungen – etwa die Macht über die Nationen – stehen sinnbildlich für die Teilhabe an der Herrschaft Christi (vgl. 2. Timotheus 2,12; Offenbarung 3,21).

Das christliche Leben ist daher ein Weg der beständigen Hingabe: Abkehr von der Sünde, treues Festhalten an Christus und konsequente Nachfolge. Mögen wir alle danach streben, zu den Überwindern zu gehören – im Vertrauen auf Gottes Gnade und seine Verheißungen.

Der Herr segne euch.

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STELLE DEN STEIN AUF.

 


STELLE DEN STEIN AUF

Gepriesen sei der Name der Quelle allen Lebens — JESUS CHRISTUS, der ewige Fels, der von Anfang an in Gottes Heilsplan verankert ist.

Als Jakob auf seiner Reise nach Haran übernachtete, legte er einen Stein unter seinen Kopf. Am nächsten Morgen stellte er diesen Stein auf und errichtete ihn als Gedenkstein, um Gottes Offenbarung zu würdigen (1. Mose 28,10–22).

Dieser Stein ist mehr als ein bloßes Objekt — er ist ein biblisches Urbild für das, was im Neuen Testament vollkommen sichtbar wird: JESUS CHRISTUS als der lebendige Eckstein.


Jesus Christus — Der lebendige und auserwählte Stein

Der Apostel Petrus greift dieses alttestamentliche Bild auf und offenbart seine eigentliche Bedeutung:
Jesus selbst ist der “lebendige Stein”, von Menschen verworfen, aber von Gott erwählt und kostbar.

(1. Petrus 2,4 — Luther 2017)

„Kommt zu ihm, dem lebendigen Stein, der von den Menschen verworfen, aber bei Gott auserwählt und kostbar ist.“

Theologisch zeigt sich hier die Kontinuität des Alten und Neuen Bundes:

Der Stein Jakobs ist Bild und Schatten. Christus ist die Erfüllung und Realität.

Jesus ist nicht nur Fundament, sondern auch der Eckstein (Psalm 118,22; Epheser 2,20), auf dem die gesamte Gemeinde aufgebaut ist.

Jakobs Erfahrung — Vom Kissen zur Säule

Jakob war auf der Flucht, und doch begegnete Gott ihm gerade dort.
Seine Erfahrung zeigt:

Gottes Offenbarung ist souverän, nicht von menschlichen Umständen abhängig.

Gott offenbart sich, wo Er will, nicht wo wir es erwarten.

Nachdem Jakob Gottes Stimme im Traum gehört hatte, erwachte er erschrocken und ehrfürchtig:

(1. Mose 28,16–17 — Luther 2017)„Fürwahr, der HERR ist an dieser Stätte, und ich wusste es nicht! … Wie heilig ist diese Stätte!“

Jakob stellte den Stein als Masseba (hebr. Säule) auf — ein Akt der Verehrung und ein Zeichen des Bundes.
Er errichtete nicht ein Denkmal seiner Flucht, sondern ein Zeugnis von Gottes Gegenwart und Verheißung.

Theologischer Hintergrund: Der Stein als Gottes Symbol

In der Bibel steht der Stein häufig für:

1. Gottes Offenbarung

Gleich wie Jakob Gottes Stimme über dem Stein hörte, empfing Israel das Gesetz auf steinernen Tafeln (2. Mose 31,18).
Beide deuten auf Christus hin — die lebendige Offenbarung Gottes (Johannes 1,14).

2. Gottes Bund

Stelen und Steine waren im alten Israel Zeichen eines Bundes (Josua 24,26–27).
Auch Jesus ist der Mittler eines neuen und besseren Bundes (Hebräer 8,6).

3. Gottes Treue und Beständigkeit

„Der HERR, der Fels“ — ein wiederkehrendes Motiv in David’s Psalmen (Psalm 18,2).
Stabilität, Schutz und Unveränderlichkeit finden ihre vollste Erfüllung in Christus (Hebräer 13,8).


Ist Jesus dein Pfeiler — oder nur dein Kissen?

Jakobs Stein diente zuerst als Kissen — ein Ort der Bequemlichkeit.
Doch erst, als Gott sprach, wurde daraus ein Pfeiler der Begegnung.

Gleiches geschieht heute:

Viele kennen Jesus als kulturelle Tradition,

doch wenige erheben ihn bewusst zum Herrn und Fundament ihres Lebens.

Die Jünger gerieten in einen Sturm, während Jesus im Boot schlief.
Erst als sie ihn weckten, offenbarte er seine göttliche Macht:

Markus 4,39 — Schlachter 2000)„Und er sprach zu dem Meer: Schweig! Verstumme! Und der Wind legte sich, und es entstand eine große Stille.“

Theologisch zeigt dieses Wunder zweierlei:

  1. Jesus ist Herr über die Schöpfung (Psalm 93,3–4).

  2. Ein „schlafender Jesus“ im Herzen bedeutet oft fehlende geistliche Wachsamkeit.


Falsche und wahre Fundamente

Jesus warnt eindringlich:

Matthäus 7,24 — Luther 2017)

„Wer meine Worte hört und sie tut, gleicht einem klugen Mann, der sein Haus auf Fels baute.“

Ein Glaube ohne Gehorsam ist wie Sand.
Ein Glaube ohne Christus als Mittelpunkt ist wie ein flach liegender Stein — nutzlos im Sturm.

Die Reformatoren betonten daher:
Sola Christus — Christus allein ist Fundament und Eckstein.


Stelle den Stein auf — Richte Christus in deinem Leben auf

Jesus ist nicht ein Stein unter vielen. Er ist: der Eckstein (Epheser 2,20), der Stein des Heils (Jesaja 28,16), der Fels der Ewigkeit (Jesaja 26,4), der Stein, der die Mächte der Finsternis zerschmettert (Daniel 2,34–35).

Er ist derselbe:

Hebräer 13,8 — Luther 2017

„Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit.“

Wenn du Jesus als aufgerichteten Stein in deinem Leben ehrst — als Herr, Fundament und Mittelpunkt — wird dein Leben jedem Sturm standhalten.


 

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