(Unsere Identität und unser Erbe in Christus verstehen)
1. Johannes 3,1 „Seht, welch eine Liebe hat uns der Vater erwiesen, dass wir Gottes Kinder heißen sollen – und wir sind es! Darum kennt uns die Welt nicht; denn sie kennt ihn nicht.“
Gott hat das menschliche Leben so eingerichtet, dass wir als Kinder beginnen, heranwachsen und oft selbst Eltern werden. Durch dieses ganz natürliche Erleben möchte Er uns eine geistliche Wahrheit nahebringen: Er ist unser Vater – und wir sind wirklich seine Kinder.
Diese Sprache ist nicht bloß ein Bild. Sie beschreibt unsere neue Identität in Christus. Gott ist für uns nicht nur Schöpfer oder Richter, sondern unser „Abba, Vater“ (Römer 8,15).
„Kindschaft“ in der Bibel bedeutet sowohl rechtlichen Status (Adoption) als auch tiefe Beziehung (Nähe). Wenn wir wiedergeboren werden, vergibt Gott uns nicht nur – Er nimmt uns als vollwertige Familienmitglieder mit allen Rechten und Zugängen an (vgl. Epheser 1,5).
Hebräer 1,5 „Denn zu welchem der Engel hat er je gesagt: Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt? … Ich will sein Vater sein, und er soll mein Sohn sein?“
Hebräer 1,14 „Sind sie nicht allesamt dienstbare Geister, ausgesandt zum Dienst um derer willen, die das Heil erben sollen?“
Engel werden von Gott niemals „Söhne“ genannt. Sie sind dienstbare Wesen, aber wir sind durch Christus Söhne und Töchter Gottes. Das zeigt, wie hoch Gott unsere Identität stellt – sogar über die Engel.
Durch unsere Einheit mit Jesus, dem eingeborenen Sohn, gehören wir zum Erbe Gottes und sind Miterben Christi (Römer 8,17). Das ist reine Gnade.
So wie Kinder ihren Eltern vertrauen, sollen wir völlig auf unseren himmlischen Vater vertrauen. Echter Glaube bedeutet nicht Anstrengung, sondern Vertrauen in Gottes Liebe und Fürsorge.
Matthäus 6,25–26 „Sorgt euch nicht um euer Leben … Seht die Vögel unter dem Himmel … euer himmlischer Vater ernährt sie. Seid ihr nicht viel mehr wert als sie?“
Jesus zeigt uns: Kindliches Vertrauen ist ein Merkmal des Reiches Gottes. Als Kinder Gottes leben wir aus dem Wissen, dass unser Vater uns sieht, liebt und versorgt.
Sich auf Gott zu verlassen, bedeutet nicht Verantwortungslosigkeit, sondern Glauben, der in Ruhe und Gehorsam Ausdruck findet (Hebräer 4,9–11). Wir vertrauen, weil Er absolut treu ist.
Römer 8,15–16 „Ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft… sondern den Geist der Kindschaft, den wir rufen: Abba, lieber Vater! Der Geist selbst gibt Zeugnis unserem Geist, dass wir Gottes Kinder sind.“
Der Heilige Geist legt uns diese Wahrheit nicht nur in den Verstand, sondern tief ins Herz. Dieses innige „Abba!“ ist der Ruf eines Kindes, das seinen Vater kennt.
Galater 4,6 „Weil ihr aber Kinder seid, hat Gott den Geist seines Sohnes gesandt in unsere Herzen, der ruft: Abba, lieber Vater!“
Der Geist der Kindschaft ist sowohl eine rechtliche Bestätigung als auch eine gelebte Erfahrung. Wir sind nicht länger Sklaven – weder der Sünde noch der Angst –, sondern Söhne und Töchter mit Zugang, Autorität und Nähe (Galater 4,7).
Römer 8,14 „Denn welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder.“
Kindschaft zeigt sich im Lebensstil, nicht nur im Bekenntnis. Ein Kind Gottes hört auf die Stimme des Vaters – so wie Jesus es tat (Johannes 5,19).
Sohnschaft bedeutet Führung, Liebe und auch Erziehung (Hebräer 12,6). Ein Sohn lebt unter Gottes Hand und folgt Seinem Willen.
Johannes 1,12 „Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden: denen, die an seinen Namen glauben.“
Niemand kommt automatisch als Kind Gottes zur Welt (Johannes 1,13). Wir werden Kinder Gottes, indem wir Christus im Glauben annehmen. Das geschieht durch eine neue Geburt.
1. Petrus 1,23 „Denn ihr seid wiedergeboren … durch das lebendige und bleibende Wort Gottes.“
Ohne Neugeburt bleibt der Mensch geistlich gesehen außerhalb des Reiches Gottes (Johannes 3,3). Kindschaft ist ein Geschenk der Gnade.
Matthäus 18,3 „Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen.“
Jesus meint damit nicht kindliche Unreife, sondern ein Herz voller Demut, Vertrauen und Gehorsam.
Im Reich Gottes misst sich Größe nicht an Macht, Erfolg oder Wissen, sondern an kindlicher Herzenshaltung. Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen schenkt er Gnade (Jakobus 4,6).
Matthäus 16,16–18 „Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes.“ Jesus antwortete … „Auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen.“
Die Gemeinde ist nicht auf einer Person gegründet, sondern auf der Offenbarung, dass Jesus der Sohn Gottes ist – und dass wir in Ihm ebenfalls zu Kindern Gottes gemacht worden sind (Epheser 1,5; Römer 8,29).
Wenn wir erkennen, wer Jesus ist, erkennen wir auch, wer wir in Ihm sind. Durch den Sohn haben wir Zugang zum Vater, und die Gemeinde wird zu einem Haus voller Söhne und Töchter (Epheser 2,19).
Wenn du Jesus Christus aufgenommen hast, dann gilt:
Darum hör auf, wie ein Sklave, ein Fremder oder ein ängstlicher Arbeiter zu leben. Du bist ein geliebtes Kind. Dein Vater ist gut, treu und immer da. Ruhe in Ihm, höre auf Seine Stimme und gehe mit Ihm weiter.
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