WIE DIENST DU DEM HERRN?

WIE DIENST DU DEM HERRN?

Eine besondere Botschaft für Frauen

Sei herzlich gegrüßt, liebe Schwester in Christus. Nimm dir einen Moment Zeit und denke über eine wichtige Frage nach:

Hat der Herr in deinem Leben schon einmal Großes getan?
Vielleicht hat er dich geheilt, dich aus einer schweren Situation befreit, dir eine neue Tür geöffnet oder dir seinen Frieden und die Gewissheit der Rettung geschenkt. Du hast dich gefreut und Gott gedankt – doch was geschah danach? Bist du einfach wieder in deinen Alltag zurückgekehrt? Oder hast du begonnen, ihm ganz bewusst zu dienen?

Viele Gläubige bleiben bei der Dankbarkeit stehen. Doch echter, biblischer Glaube bleibt nicht ohne Folgen. In Jakobusbrief 2,17 (Lutherbibel 2017) heißt es:

„So ist auch der Glaube, wenn er nicht Werke hat, tot in sich selber.“

Glaube zeigt sich im Handeln. Und genau das sehen wir im Leben einiger Frauen im Neuen Testament.


Frauen, die Jesus dienten

In den Evangelien lesen wir von mehreren Frauen, die keine Apostelinnen, keine Predigerinnen und keine öffentlichen Persönlichkeiten waren – und doch spielten sie eine wichtige Rolle im Dienst Jesu.

In Evangelium nach Matthäus 27,55–56 (Lutherbibel 2017) steht:

„Und es waren dort viele Frauen, die von ferne zusahen; die waren Jesus aus Galiläa nachgefolgt und hatten ihm gedient; unter ihnen war Maria von Magdala und Maria, die Mutter des Jakobus und Josef, und die Mutter der Söhne des Zebedäus.“

Diese Frauen waren keine bloßen Zuschauerinnen. Sie waren Jesus aus Galiläa nachgefolgt – und sie „dienten ihm“. Das bedeutet: Sie unterstützten ihn ganz praktisch. Sie halfen, sie begleiteten, sie standen treu an seiner Seite. Ihr Dienst war vielleicht nicht öffentlich sichtbar, aber er war unverzichtbar.


Sie gaben, was sie hatten

Das Evangelium nach Lukas berichtet noch genauer, wie dieser Dienst aussah. In Lukas 8,1–3 (Lutherbibel 2017) lesen wir:

„Und es begab sich danach, dass er durch Städte und Dörfer zog und predigte und verkündigte das Evangelium vom Reich Gottes; und die Zwölf waren mit ihm,
dazu einige Frauen, die er gesund gemacht hatte von bösen Geistern und Krankheiten, nämlich Maria, genannt Magdalena, von der sieben Dämonen ausgefahren waren,
und Johanna, die Frau des Chuzas, eines Verwalters des Herodes, und Susanna und viele andere; die dienten ihnen mit ihrer Habe.“

Diese Frauen hatten Heilung und Befreiung erfahren. Und aus Dankbarkeit heraus unterstützten sie Jesus und seine Jünger mit ihrem Besitz. Sie predigten nicht öffentlich – aber sie trugen den Dienst mit. Sie setzten ihre Mittel, ihre Zeit und ihre Möglichkeiten für das Reich Gottes ein.

Auch das ist Dienst. In 9,7 (Lutherbibel 2017) heißt es:

„Einen fröhlichen Geber hat Gott lieb.“

Gott beruft nicht nur auf die Kanzel. Er beruft zur Treue – dort, wo wir stehen.


Warum dienten sie?

Diese Frauen hatten Jesus persönlich erlebt. Sie wussten, was es bedeutet, befreit und geheilt zu werden. Ihre Dankbarkeit blieb nicht bei schönen Worten stehen – sie wurde zu Hingabe.

In Römerbrief 12,1 (Lutherbibel 2017) lesen wir:

„Ich ermahne euch nun, Brüder und Schwestern, durch die Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber hingebt als ein Opfer, das lebendig, heilig und Gott wohlgefällig ist. Das sei euer vernünftiger Gottesdienst.“

Wahre Dankbarkeit führt zu einem hingegebenen Leben.


Auch die stillen Dienste zählen

Denken wir an die Schwiegermutter des Petrus.

In Evangelium nach Matthäus 8,14–15 (Lutherbibel 2017) steht:

„Und Jesus kam in das Haus des Petrus und sah, dass dessen Schwiegermutter lag und hatte Fieber.
Da berührte er ihre Hand, und das Fieber verließ sie; und sie stand auf und diente ihm.“

Kaum war sie geheilt, stand sie auf und diente. Sie wartete nicht auf eine besondere Berufung oder einen Titel. Ihr Dienst war schlicht und praktisch – aber er kam aus einem dankbaren Herzen.

So sieht treuer Dienst oft aus: unscheinbar, aber von Gott gesehen.


Und du?

Wie dienst du dem Herrn?

Dienst du ihm nur mit deinen Worten – oder auch mit deinem Leben?
Du brauchst keine Bühne, kein Mikrofon und keinen Titel, um Gott zu dienen.

Frag dich ehrlich:

  • Setze ich meine Möglichkeiten für Gottes Reich ein?

  • Unterstütze ich Geschwister oder Dienste, die Hilfe brauchen?

  • Nutze ich mein Zuhause, meine Zeit oder meinen Einfluss für Christus?

Vielleicht bist du keine Apostelin wie Paulus oder Predigerin wie Petrus. Aber du kannst eine treue Dienerin sein wie Maria von Magdala oder Johanna. Und Gott vergisst das nicht.

In Hebräerbrief 6,10 (Lutherbibel 2017) heißt es:

„Denn Gott ist nicht ungerecht, dass er vergäße eures Werks und der Liebe, die ihr seinem Namen erwiesen habt, indem ihr den Heiligen dientet und noch dient.“

Alles, was du für den Herrn tust – ob groß oder klein – ist vor ihm nicht verborgen.

Lass deinen Glauben durch deinen Dienst sichtbar werden.
Gib, was du geben kannst.
Bete für andere.
Öffne dein Haus.
Unterstütze das Werk des Evangeliums.

Möge dein ganzes Leben ein Dank an Jesus sein.

Der Herr segne dich, wenn du ihm treu dienst.

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Über den Autor

Ester yusufu editor

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