Zur Zeit Noahs war die Menschheit von großer Bosheit geprägt und hatte dadurch Gottes gerechtes Gericht auf sich gezogen. Die Sintflut diente als Mittel, die Erde von der allgegenwärtigen Sünde zu reinigen. Verschont blieben allein Noah und seine Familie, die vor Gott als gerecht galten. Nach der Flut schloss Gott einen Bund mit Noah, seinen Nachkommen und allen lebendigen Geschöpfen. Er versprach, die Erde niemals wieder durch eine Flut zu vernichten. Als sichtbares Zeichen dieses ewigen Bundes setzte Gott den Regenbogen in die Wolken:
(1. Mose 9,13–15) „Meinen Bogen habe ich in die Wolken gesetzt; der soll ein Zeichen des Bundes sein zwischen mir und der Erde … Wenn ich Wolken über die Erde bringe und der Bogen in den Wolken erscheint, dann will ich an meinen Bund denken …“
(1. Mose 9,13–15)
„Meinen Bogen habe ich in die Wolken gesetzt; der soll ein Zeichen des Bundes sein zwischen mir und der Erde … Wenn ich Wolken über die Erde bringe und der Bogen in den Wolken erscheint, dann will ich an meinen Bund denken …“
Dieser Bund offenbart Gottes Treue und Barmherzigkeit. Trotz der Sünde des Menschen hält Gott sein Gericht zurück und bewahrt seine Schöpfung. Der Regenbogen mit seinen sieben Farben steht sinnbildlich für die Vollkommenheit und Ganzheit von Gottes Verheißungen.
In Psalm 12,7 heißt es:
„Die Worte des HERRN sind lautere Worte, Silber, geläutert im Schmelzofen der Erde, siebenfach gereinigt.“
Dieser Vers unterstreicht die Reinheit und absolute Verlässlichkeit von Gottes Wort und seinen Bündnissen. Die sieben Farben des Regenbogens spiegeln auf eindrucksvolle Weise diese Vollkommenheit wider und veranschaulichen die Tiefe und Beständigkeit von Gottes Zusage. Der Regenbogen ist somit weit mehr als ein Naturphänomen – er ist ein sichtbares Erinnerungszeichen an Gottes unverbrüchliche Treue.
Der alttestamentliche Bund findet seine endgültige Erfüllung im Neuen Bund, der durch das Blut Jesu Christi besiegelt wurde (Lukas 22,20; Hebräer 9,15). Das Zeichen des Regenbogens weist letztlich auf den ewigen und unerschütterlichen Gnadenbund hin, der durch den stellvertretenden Tod und die Auferstehung Christi begründet ist.
Als Christen treten wir durch den Glauben an Jesus Christus, durch Buße, die Taufe auf seinen Namen und das Erfülltwerden mit dem Heiligen Geist geistlich in diesen Bund ein (Apostelgeschichte 2,38). Dieser Bund schenkt uns Sicherheit in allen Lebenslagen – im Überfluss wie im Mangel, in Gesundheit wie in Krankheit, in Zeiten der Prüfung ebenso wie in Momenten des Sieges. Römer 8,33–39 versichert uns:
„Wer will die Auserwählten Gottes beschuldigen? Gott ist es, der gerecht macht … Wer will uns scheiden von der Liebe Christi? … Nein, in all dem überwinden wir weit durch den, der uns geliebt hat.“
Diese Worte machen deutlich, dass keine Macht – weder sichtbar noch unsichtbar – uns von der bundestreuen Liebe Gottes trennen kann, wenn wir in Christus sind.
Das christliche Leben gleicht einer Reise durch unterschiedliche Landschaften: Höhen und Tiefen, Zeiten des Lichts und des Sturms (Prediger 3,1–8). Schwierigkeiten sind kein Zeichen dafür, dass Gott uns verlassen hätte. Im Gegenteil: Gott geht mit uns und trägt uns durch jede Lebensphase hindurch. Sein Bund ist die feste Zusicherung seiner beständigen Liebe und Treue – auch mitten in Anfechtung und Leid.
Ein Großteil von Gottes Bewahrung bleibt für uns unsichtbar. Oft nehmen wir nicht wahr, wie Gott uns vor geistlichen Angriffen oder konkreten Gefahren schützt. Die Schrift lehrt, dass wir in einem geistlichen Kampf stehen (Epheser 6,12), doch Gottes Bund gewährt göttlichen Schutz – häufig ohne unser bewusstes Erkennen. Diese verborgene Realität spiegelt sich symbolisch im Regenbogen wider, der selbst dann gegenwärtig ist, wenn wir ihn nicht sofort sehen.
Außerhalb des durch das Blut Christi gestifteten Bundes gibt es keine wahre Sicherheit und kein ewiges Leben (Johannes 14,6). Echte Erlösung geht über ein bloßes Lippenbekenntnis hinaus. Sie schließt Buße, die Taufe auf den Namen Jesu und ein geheiligtes Leben in der Kraft des Heiligen Geistes ein (Apostelgeschichte 2,38; Römer 6,3–4). Erst dadurch erhält der Mensch wirklichen Anteil an den Segnungen und am Schutz dieses Bundes.
Wenn du in diesen Bund eingetreten bist, darfst du gewiss sein: Gottes Verheißung trägt dich durch jede Prüfung – ob groß oder klein. Der Regenbogen als Bundeszeichen erinnert uns immer wieder an Gottes unveränderliche Treue zu seinem Volk.
Wenn du diesen Bund noch nicht durch Jesus Christus angenommen hast, dann wisse: Gott ruft dich zur Umkehr und zum Glauben. Seine Barmherzigkeit und Gnade stehen allen offen, die ihm vertrauen, und laden dich ein in die ewige Geborgenheit seines Bundes.
Der Herr segne und bewahre dich in seiner treuen Bundesliebe.
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