Entferne nicht die Grenzsteine, die unsere geistlichen Väter gesetzt haben
Als die Israeliten aus Ägypten in das verheißene Land zogen, bildeten sie eine große Nation aus zwölf Stämmen. Um Frieden und Ordnung zu sichern, befahl Gott, das Land unter den Stämmen mit klaren Grenzen aufzuteilen. Diese Grenzsteine waren nicht nur physische Markierungen, sondern göttliche Anordnungen, die den Respekt vor Gottes Versorgung und Seinem Bund gewährleisteten. Wer versuchte, diese Grenzen zu verschieben oder zu entfernen, beging eine schwere Übertretung und zog Gottes Fluch auf sich.
Mose sagt:— 5. Mose 19,14
„Verschiebe den Grenzstein deines Nächsten, den deine Vorfahren in dem Erbteil gesetzt haben, das dir der HERR, dein Gott, gibt, nicht.“
Und erneut:5. Mose 27,17
„Verflucht sei, wer den Grenzstein seines Nächsten verschiebt.“Darauf antworteten die Menschen: „Amen.“
Das zeigt, wie ernst Gott die Achtung von Grenzen nimmt – nicht nur im Hinblick auf Eigentum, sondern als Symbol göttlicher Ordnung und Treue.
Geistliche Grenzen in der Kirche heute
So wie physische Grenzen für die Stämme gesetzt wurden, gibt es auch geistliche Grenzen für die Kirche, das geistliche Israel (Galater 6,16). Diese Grenzen wurden von Aposteln und Propheten unter direkter Leitung des Heiligen Geistes festgelegt. Gottes Wort dient als unverrückbare Richtlinie und definiert, was wahre Lehre und Praxis ist.
Paulus erklärt:Epheser 2,20
„Auf dem Fundament der Apostel und Propheten aufgebaut, wobei Christus Jesus selbst der Eckstein ist.“
Diese grundlegenden Lehren bilden die unverrückbaren Grenzen unseres Glaubens. Wer sie überschreitet oder verändert, widersetzt sich Gottes Offenbarung.
Die Gefahr, geistliche Grenzen zu überschreiten
Paulus warnt:Galater 1,8
„Wenn wir oder ein Engel vom Himmel euch ein Evangelium verkünden würden, das anders ist als das, was wir euch verkündet haben, so sei er verflucht!“
Das ist eine göttliche Warnung: Das Verändern des apostolischen Evangeliums ist eine schwere Sünde. Die Grenzen sind klar und müssen respektiert werden.
Beispiele für Grenzüberschreitungen und geistliche Überlegungen
Taufe allein im Namen Jesu ChristiDie Bibel lehrt eindeutig, dass die Taufe nur im Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden und zum Empfang des Heiligen Geistes geschieht (Apostelgeschichte 2,38; 8,16; 10,48; 19,5). Die Taufe ist ein Sakrament, das die Einheit mit Christus besiegelt (Römer 6,3-4). Von dieser apostolischen Praxis abzuweichen, überschreitet die Grenze und macht die Taufe ungültig.
Götzendienst und das zweite GebotGott sagt:2. Mose 20,4-5
„Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen… Du sollst dich nicht vor ihnen niederwerfen und ihnen nicht dienen…“
Götzendienst verletzt den allein Gott zustehenden, ausschließlichen Gottesdienst. Die Verehrung von Statuen oder Bildern, selbst von Heiligen, kann schnell zu Götzendienst werden – etwas, das die Schrift als abscheulich bezeichnet.
Ordnung und Rollen in der KircheDie Apostel legten unter Gottes Führung klare Rollen innerhalb der Kirche fest. Frauen sollen ruhig lernen und keine Lehrautorität über Männer in der Gemeinde ausüben (1. Timotheus 2,11-12; 1. Korinther 14,34-35). Das entspricht Gottes Ordnung und schützt die Reinheit und Struktur der Kirche. Wer diese Vorgaben ignoriert, überschreitet geistliche Grenzen und stört die göttliche Ordnung.
Ehe und MonogamieJesus bestätigte Gottes ursprüngliche Absicht für die Ehe: ein Mann und eine Frau, die ein Fleisch werden (Matthäus 19,4-6). Polygamie widerspricht diesem göttlichen Plan und überschreitet Seine Grenze. Die Einheit der Ehe spiegelt die Beziehung Christi zur Kirche wider (Epheser 5,31-32), weshalb Treue und Exklusivität unverzichtbar sind.
Warnungen und Folgen in unserer Zeit
Heute „verschieben“ viele Grenzsteine, indem sie falsche Lehren verbreiten: Sie leugnen die Hölle, fördern moralischen Relativismus, akzeptieren Polygamie, unterstützen Götzendienst oder tolerieren unmoralisches Verhalten. Die Schrift verurteilt diese Lehren und warnt vor Gottes Gericht:
Hosea 5,10
„Die Führer Judas sind wie diejenigen, die Grenzsteine verschieben; ich werde meinen Zorn über sie ausschütten wie Wasser.“
Schlusswort
Bleibt fest verwurzelt im Wort Gottes allein – der Quelle von Wahrheit und geistlichen Grenzen. Lasst euch nicht von Lehren verführen, die zur Bibel etwas hinzufügen oder von ihr wegnehmen (Offenbarung 22,18-19). Gehorsam gegenüber Gottes offenbartem Willen führt uns auf den Weg des Lebens und des Segens.
Möge Gott euch segnen und bewahren, während ihr treu innerhalb Seiner gesetzten Grenzen wandelt.
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