Wie empfängt man Jesus?
Es gibt viele Wege, wie Menschen Jesus in ihr Leben einladen, doch nicht alle führen zum ewigen Leben. Es ist entscheidend, den wahren Zweck seines Kommens zu verstehen. Ohne dieses Verständnis könnte man glauben, mit Gott zu gehen, obwohl Er tatsächlich nicht bei einem ist. Jesus wirklich zu empfangen bedeutet, den Kern seiner Mission zu erkennen: Es geht nicht nur um Heilung, materiellen Segen oder weltlichen Erfolg, sondern darum, die Menschheit von Sünde und ewiger Trennung von Gott zu retten.
Der Zweck von Jesu Kommen
In Johannes 3,16-17 lesen wir:
„Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, um sie zu verurteilen, sondern um sie durch ihn zu retten.“
Dieses Bibelwort macht deutlich: Der höchste Zweck von Jesu Kommen ist das Heil – das ewige Leben mit Gott, nicht kurzfristige Segnungen. Wer dies nicht versteht, läuft Gefahr, Jesus für persönlichen Nutzen zu verwenden, statt für eine echte geistliche Veränderung.
Das Beispiel von Petrus
Eines Nachts fischte Petrus erfolglos. Am Ufer des Sees Genezareth sah er einen Mann, den er nicht kannte, der Menschen lehrte. Nachdem dieser Mann das Lehren beendet hatte, forderte er Petrus auf, die Netze in tiefere Gewässer auszuwerfen. Petrus folgte, und die Netze fingen so viele Fische, dass sie drohten zu reißen. Hilfe von anderen Fischern musste gerufen werden, und die Boote wurden so voll, dass sie fast sanken.
Lukas 5,4-11 beschreibt das so:
„Als er aufgehört hatte zu reden, sagte er zu Simon: ‘Fahr hinaus auf die tiefen Gewässer und werft die Netze aus.’Simon antwortete: ‘Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen. Aber weil du es sagst, werde ich die Netze auswerfen.’Sie fingen so viele Fische, dass die Netze drohten zu reißen. Sie riefen ihre Partner im anderen Boot um Hilfe, und beide Boote wurden so voll, dass sie fast sanken.Als Simon Petrus dies sah, fiel er zu Jesu Füßen und sagte: ‘Herr, geh weg von mir, ich bin ein sündiger Mensch!’Jesus sagte zu ihm: ‘Fürchte dich nicht; von nun an wirst du Menschen fangen.’Sie zogen die Boote ans Ufer, ließen alles zurück und folgten ihm.“
Was wir daraus lernen:
Petrus’ Reaktion zeigt Demut und Buße. Er erkannte seine eigene Sündhaftigkeit, als er Gottes Macht erlebte. Wie viele andere biblische Figuren erkannte er: Wir stehen als Sünder vor einem heiligen Gott. Buße und Demut sind wesentliche Schritte, um Jesus wirklich zu empfangen.
Die Menge und die Wunder: Jesus aus den falschen Gründen suchen
In Johannes 6 wollen die Menschen Jesus nicht wegen des ewigen Lebens, sondern wegen körperlicher Versorgung. Jesus speist über 5.000 Menschen mit fünf Broten und zwei Fischen. Begeistert wollen sie ihn zum König machen, doch sie suchen ihn nicht, um geistlich zu wachsen oder gerettet zu werden. Johannes 6,24-27 erklärt:
„Als die Menschen merkten, dass Jesus und seine Jünger nicht da waren, gingen sie in Boote und suchten ihn in Kapernaum.Jesus sagte zu ihnen: ‘Ihr sucht mich nicht, weil ihr die Zeichen gesehen habt, sondern weil ihr gegessen habt und satt wurdet. Arbeitet nicht für vergängliche Nahrung, sondern für Nahrung, die ewiges Leben schenkt.’“
Die Lektion:
Jesus möchte, dass wir auf das ewige Leben schauen. Wunder zeigen seine Macht, aber ihr Zweck ist geistlicher Natur – sie sollen uns zu Buße und Glauben führen.
Der Blinde von Geburt an: Ein Weg zum wahren Sehen
In Johannes 9 heilt Jesus einen Mann, der blind geboren wurde. Anfangs erkennt der Mann nicht, wer Jesus ist. Erst nach einer inneren Reise und nachdem er wegen seines Glaubens aus der Synagoge verstoßen wurde, kommt er zu der Erkenntnis: Jesus ist der Messias. Johannes 9,35-38 berichtet:
„Jesus fragte ihn: ‘Glaubst du an den Menschensohn?’Der Mann antwortete: ‘Wer ist er, Herr? Zeig es mir, damit ich glauben kann.’Jesus sagte: ‘Du hast ihn gesehen; er spricht mit dir.’Da sagte der Mann: ‘Herr, ich glaube!’ und betete ihn an.“
Dieses Beispiel zeigt, dass körperliche Heilung nicht automatisch geistliches Sehen bedeutet. Wahre Erkenntnis ist die Fähigkeit, Jesus als Sohn Gottes und Retter der Welt zu erkennen.
Buße und die wahre Bedeutung von Wundern
Viele Menschen suchen Jesus nur wegen gesundheitlicher, finanzieller oder materieller Vorteile. Doch Wunder sollen nicht nur Probleme lösen, sondern uns auf Jesus hinweisen und zur Buße führen. Römer 2,4 sagt:
„Oder verachtest du den Reichtum seiner Güte, Geduld und Langmut, ohne zu erkennen, dass seine Güte dich zur Buße führen soll?“
Die größten Wunder sind nicht körperlich oder materiell, sondern, wenn wir erkennen, wer Jesus ist – der Retter, der uns von Sünde und Tod erlöst.
Fazit: Die wahre Bedeutung von Jesu Einladung
Wie empfängst du Jesus? Siehst du ihn nur als Mittel für deinen Erfolg oder erkennst du ihn als den Retter, der gekommen ist, um dir das ewige Leben zu schenken?
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