Title 2020

Wenn Gott dich zum Sieg führen will, muss er dem Feind erlauben, sich zu erheben

Preist den Herrn! Herzlich willkommen zu unserem Bibelstudium. Heute wollen wir einen kurzen Blick darauf werfen, wie Gott unseren Weg zum Erfolg manchmal beschleunigt.


Die Überwindung von Angst

Eine der häufigsten Hürden auf unserem Weg ist die Angst. Ganz gleich, was wir im Leben anstreben – wenn wir die Angst vollständig überwinden könnten, wäre der Weg zum Erfolg viel leichter und schneller. Viele erfolgreiche Unternehmer sind Menschen, die Risiken eingegangen sind und ihre Ängste überwunden haben. Risiko führt oft zu großem Lohn – das sehen wir auch immer wieder in der Heiligen Schrift.

„Denn wie der Körper ohne Geist tot ist, so ist auch der Glaube ohne Werke tot.“
(Jakobus 2,26 – Lutherbibel 2017)

Glaube bedeutet oft, einen Schritt ins Unbekannte zu wagen – und das erfordert, die Angst zu überwinden.

Auch im geistlichen Leben gilt dasselbe: Angst kann ein großes Hindernis für unser geistliches Wachstum sein. Wenn der Herr dich zu etwas ruft, das ungewöhnlich, riskant oder herausfordernd erscheint, wird Angst oft zum Grund zu zögern. Doch hier heißt es: Glaube statt Angst.


Die Israeliten am Roten Meer – Eine kraftvolle Lektion

Ein tieferer Blick auf den Auszug Israels aus Ägypten offenbart eine der bedeutendsten Lektionen über Gottes Treue. Das Rote Meer war ein reales und symbolisches Hindernis. In seiner Allmacht befahl Gott Mose, seine Hand über das Meer auszustrecken, damit es sich teilt und das Volk trockenen Fußes hindurchziehen kann.

„Da streckte Mose seine Hand über das Meer, und der HERR trieb das Meer die ganze Nacht durch einen starken Ostwind zurück und machte das Meer trocken, und das Wasser teilte sich.“
(2. Mose 14,21–22 – Lutherbibel 2017)

Ein offensichtliches Wunder. Und dennoch – wie oft sehen wir auch hier: Angst und Unglauben machen sich breit.


Ein Schritt im Glauben

Stell dir vor, du wärst an ihrer Stelle: das Meer vor dir, eine Armee hinter dir, und kein Ausweg in Sicht. Ein echter Glaubenstest. Doch Mose sprach zum Volk:

„Fürchtet euch nicht! Bleibt stehen und schaut zu, wie der HERR euch heute rettet! Denn diese Ägypter, die ihr heute seht, werdet ihr niemals wiedersehen. Der HERR wird für euch kämpfen, und ihr sollt stille sein.“
(2. Mose 14,13–14 – Lutherbibel 2017)

Das war ein Aufruf zum Glauben über Angst. Gott war nicht nur imstande, das Meer zu teilen – Er war auch treu, sein Volk in die verheißene Zukunft zu führen.


Der Glaube wird geprüft

So wie die Israeliten, werden auch wir in Situationen geführt, die überwältigend wirken. Doch gerade in diesen Momenten zeigt sich Gottes Macht am stärksten.

„Meine Brüder und Schwestern, haltet es für lauter Freude, wenn ihr in mancherlei Anfechtungen fallt, und wisst, dass euer Glaube, wenn er bewährt ist, Geduld wirkt. Die Geduld aber soll zu einem vollkommenen Werk führen, damit ihr vollkommen und unversehrt seid und es euch an nichts fehlt.“
(Jakobus 1,2–4 – Lutherbibel 2017)

Anfechtungen dienen nicht der Qual, sondern der Reifung unseres Glaubens.


Der Feind hinter dir – Gottes Absicht

Gott lässt Prüfungen und sogar Feinde zu, damit sein Plan erfüllt wird. Die Ägypter trieben die Israeliten an den Punkt, an dem sie aus dem Glauben heraus handeln mussten – sonst wären sie nie durch das Meer gegangen.

„Ich aber will das Herz der Ägypter verstocken, dass sie euch nachjagen, damit ich meine Herrlichkeit erweise an dem Pharao und an seinem ganzen Heer, an seinen Wagen und Reitern. Und die Ägypter sollen erkennen, dass ich der HERR bin.“
(2. Mose 14,17–18 – Lutherbibel 2017)

Gott nutzte den Feind, um seine Herrlichkeit zu offenbaren. Dasselbe gilt auch heute: Was wie ein Angriff aussieht, kann Gottes Bühne sein, um seine Macht zu zeigen.


Gottes Versorgung und Befreiung

Wenn wir vor unserem eigenen „Roten Meer“ stehen, scheint der Weg oft versperrt. Doch Gottes Versorgung ist immer ausreichend.

„Bisher hat euch nur menschliche Versuchung getroffen. Aber Gott ist treu: Er wird nicht zulassen, dass ihr über eure Kraft versucht werdet, sondern wird zugleich mit der Versuchung auch den Ausgang schaffen, sodass ihr sie ertragen könnt.“
(1. Korinther 10,13 – Lutherbibel 2017)

Gott schafft einen Weg, wo keiner sichtbar ist.


Vertrauen inmitten des Sturms

Gott lässt uns manchmal in scheinbar ausweglose Situationen kommen, um unser Vertrauen zu festigen. Die Durchquerung des Roten Meeres war nicht nur physische Rettung – es war eine geistliche Lektion.

„Gott ist unsre Zuflucht und Stärke, ein bewährter Helfer in Zeiten der Not.“
(Psalm 46,2 – Lutherbibel 2017)

Auch wenn der Feind nahe ist und das Meer unüberwindbar scheint – Gott geht mit durch Feuer und Wasser.


Angst oder Glaube – Eine Entscheidung

Angesichts von Gefahr haben wir die Wahl: Schauen wir auf das Ungewisse – oder auf den, der den Sieg bereits versprochen hat?

„Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“
(2. Timotheus 1,7 – Lutherbibel 2017)

Gott hat uns nicht berufen, in Angst zu leben – sondern in Kraft und Kühnheit durch den Heiligen Geist. Derselbe Gott, der das Meer teilte, lebt in uns.


Fazit: Gottes Plan für deinen Sieg

Wenn der Feind sich nähert und das Meer der Herausforderungen vor dir liegt – verzweifle nicht. Steh fest und vertraue, dass Gott am Werk ist. Er wird einen Weg bahnen.

„Aber in dem allen überwinden wir weit durch den, der uns geliebt hat.“
(Römer 8,37 – Lutherbibel 2017)

Vertraue seinen Verheißungen, halte fest – und du wirst seine Rettung sehen.

Maranatha!


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DIE ZEIT, DASS CHRISTUS AUFSTEHT, IST NAHE.

Wir müssen verstehen, in welcher Zeit wir uns gerade befinden – und was bevorsteht. Kurz gesagt: Christus sitzt jetzt zur Rechten im Himmel auf dem Thron der Gnade. Das bedeutet, die Tür der Gnade steht jedem offen, der jederzeit eintreten möchte. Doch diese Zeit ist nicht unendlich – eines Tages wird sie enden.


Theologischer Hintergrund
Gnade ist zentral im christlichen Glauben. Sie bezeichnet Gottes unverdiestes Wohlwollen an uns Menschen. Die Bibel lehrt, dass das Heil ein Geschenk Gottes ist – nicht durch menschliche Leistung, sondern allein durch den Glauben an Jesus Christus. Durch sein Opfer am Kreuz wurde uns diese Gnade geschenkt (vgl. Eph 2,8–9 EA).


Offenbarung 3,20 (EA)

„Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet, werde ich zu ihm hineingehen und das Mahl mit ihm halten, er aber mit mir.“

Dieses Wort spricht von der heutigen Gnadenzeit: Christus ruft die Menschen zur Rettung. Aber wir müssen achtsam bleiben, denn dieses Fenster hat ein Ablaufdatum.


Doch das Alarmierende ist: Die Heilige Schrift prophezeit, dass der Tag kommt, an dem Christus vom Thron aufstehen wird – und mit seinem Aufstehen endet diese Gnadenzeit.


Sacharja 2,13 (EA)

„Schweigt, alle Menschen, ehe er aufsteht und sich rühmt, ehe er in Bewegung gerät wegen der Heiligkeit seiner Herrlichkeit.“

Dieser Vers kündigt eine Zeit des entschlossenen göttlichen Handelns im Gericht an – die Gnade wird enden, das Tor wird geschlossen.


Theologischer Hintergrund
Das Ende der Gnade markiert das Ende der „Kirchenzeit“ und den Beginn des Gerichtes. Es geht um das „schon“ (erste Kommen Christi) und das „noch nicht“ (sein zweites Kommen). Die Gnadentür steht jetzt offen – doch bald wird sie sich verschließen.


2 Thessalonicher 2,7 (EA)

„Denn das Geheimnis der Gesetzlosigkeit wirkt bereits; nur dass, wer es jetzt aufhält, es aufhält, bis er hinausgetan wird.“

Dieser Text beschreibt, dass der Heilige Geist durch die Kirche Sünde und Gesetzlosigkeit bremst. Wenn der Geist „weggenommen“ wird (vgl. Entrückung), steigt das Böse, und die Gnade endet.


Lukas 13,24–27 (EA)

„Drängt euch ein durch die enge Tür! Denn viele, sage ich euch, werden versuchen hineinzukommen und werden’s nicht schaffen. Wenn aber der Hausbesitzer aufgestanden ist und die Tür zugeschlossen hat – und ihr steht draußen und klopft an – sagt ihr: ›Herr, mach für uns auf!‹ Er wird aber antworten und sagen: ›Ich weiß nicht, woher ihr seid.‹ Da werdet ihr sagen: ›Wir haben doch bei dir gegessen und getrunken, und du hast in unseren Straßen gelehrt.‹ Er wird aber sagen: ›Ich sage euch: Ich weiß nicht, woher ihr seid. Weicht von mir, alle ihr Übeltäter!‹“

Jesus mahnt zur Dringlichkeit: Wer nicht durch die enge Tür geht, ist außen vor – wenn das Tor dann verschlossen ist, gibt es kein Hereinkommen mehr.


Theologischer Hintergrund
Dieses Gleichnis verdeutlicht das Gericht am Ende der Zeit: Es reicht nicht, nur äußerlich christlich zu wirken – echte Umkehr und lebendiger Glaube sind nötig.


Matthäus 7,13–14 (EA)

„Geht hinein durch das enge Tor! Denn das Tor ist weit und der Weg breit, der ins Verderben führt, und viele sind’s, die darauf hineingehen. Wie aber eng ist das Tor und wie schmal der Weg, der zum Leben führt! Und wie wenige sind’s, die ihn finden.“

Hier ist der Kontrast klar: breite Welt versus schmaler Weg des Lebens – nur wer Christus folgt, findet Rettung.


DIE ZEIT IST NAHE. Wenn du noch außerhalb des Heils stehst, denke nicht: „Es ist noch so früh.“ Jeder Tag bringt uns näher zum großen Endgericht. Was gestern weit schien, ist heute nah.


Römer 13,11–12 (EA)

„Und so macht auch ihr: weil ihr erkennt, wie spät es ist, dass die Stunde schon da ist, aufzuwachen aus dem Schlaf. Denn unser Heil ist jetzt näher, als als wir gläubig wurden. Die Nacht ist vorgerückt, der Tag aber ist nahe. Lasst uns nun ablegen die Werke der Finsternis.“

Dieses Wort weckt zur Eile auf: Christus kommt bald – und dann ist’s zu spät für die, die verschlafen.


Epheser 2,8–9 (EA)

„Denn aus Gnade seid ihr errettet durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist’s – nicht aus Werken, damit niemand sich rühme.“

Das Heil ist frei – aber es muss durch persönlichen Glauben angenommen werden, solange die Tür der Gnade noch offen ist.


WIE SOLLST DU REAGIEREN?
Wenn du noch nicht gerettet bist: Entscheide dich jetzt für Jesus. Gib dein Herz in seine Hände, kehr von deiner Sünde um.


1 Johannes 1,9 (EA)

„Wenn wir unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.“

Wahrer Glaube verlangt echte Umkehr – ein klarer Schnitt mit dem alten Leben. Dann wird Christus bei dir einziehen.


Knie dich nieder. Bekenne Jesus als Herrn – reuevoll und ehrlich. Mit dieser Entscheidung wird Friede in dein Herz kommen – ein Zeichen dafür, dass dein neues Leben begonnen hat.


Römer 10,9 (EA)

„Denn wenn du mit deinem Mund Jesus für deinen Herrn erklärst und in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn von den Toten auferweckt hat, wirst du gerettet.“


Der nächste Schritt: Taufe – öffentliches Bekenntnis deines Glaubens durch vollständiges Untertauchen, gemäß Apostelgeschichte 2,38 (EA):

„Petrus antwortete: ›Tut Buße und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden! Und ihr werdet die Gabe des Heiligen Geistes empfangen.‹“


Taufe ist sichtbares Zeichen deiner neuen Identität in Christus. Danach folgt Gemeinschaft: geh regelmäßig in eine Bibeltreue Gemeinde, um im Glauben zu wachsen – und bleib wachsam auf den Tag, an dem Christus uns heimholt:


1 Thessalonicher 4,16–17 (EA)

„Denn der Herr selbst wird befohlen mit Stimme, mit der Stimme des Erzengels und mit der Posaune Gottes herabkommen vom Himmel; und die Toten in Christus werden zuerst auferstehen. Danach werden wir, die wir leben und übrig bleiben, zugleich mit ihnen entrückt werden in Wolken dem Herrn entgegen in die Luft – so werden wir bei dem Herrn sein allezeit.“


Theologischer Hintergrund zu Gnade & Gericht
Die gegenwärtige Gnadenzeit wird bald enden – dann kommt das Gericht. Die Entrückung markiert den Beginn dieser Zeitenwende. Solange die Gnade noch wirkt, nutze sie weise – denn das Tor wird sich schließen.


Offenbarung 3,20 (EA)

„Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet, werde ich zu ihm hineingehen…“


Gott segne dich.

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Wer waren die Philister?

Die Philister waren ein Volk, das im alten Land Kanaan lebte und zu den hartnäckigsten Feinden Israels im Alten Testament gehörte. Sie waren nicht die ursprünglichen Bewohner des Landes, sondern hatten sich dort niedergelassen, bevor die Israeliten aus Ägypten ankamen.

In Richter 2,1-3 befahl Gott den Israeliten, alle Bewohner Kanaans zu vertreiben und ihre Götzenbilder zu zerstören. Dies war Teil des Bundes, den Gott mit Israel schloss: Er versprach ihnen das Land Kanaan, wenn sie ihm treu bleiben würden. Die Israeliten gehorchten diesem Befehl jedoch nicht vollständig, sondern schlossen Bündnisse und ließen einige der einheimischen Völker, wie die Philister, im Land zurück.

Richter 1,27-33 zeigt Israels Ungehorsam, als sie das Land nicht vollständig eroberten und diese Völker bleiben ließen, was zu fortwährenden Konflikten führte.

Die Philister waren besonders problematisch. In 1. Samuel 4,2-11 wird die erste große Schlacht zwischen Israel und den Philistern beschrieben, bei der die Israeliten geschlagen wurden und die Bundeslade verloren ging. Gott erhob später Führer wie Simson und Samuel, um Israel von der philistäischen Unterdrückung zu befreien. Dennoch prägten die Philister Israels Geschichte lange Zeit durch ihren Widerstand gegen Gottes Volk.

Heute hat sich der Begriff „Philister“ im Namen „Palästinenser“ weiterentwickelt, ein Begriff, den die Griechen nach der Eroberung der Region prägten. Er wird heute für eine Volksgruppe im Nahen Osten verwendet, die sich mit dem historischen Konflikt in dieser Gegend identifiziert.


Aus welchem Land kamen die Philister?

Obwohl die Philister kein einheitliches Königreich im heutigen Sinne bildeten, besetzten sie fünf wichtige Städte im südwestlichen Kanaan, nahe der Mittelmeerküste. Diese Städte Gaza, Aschdod, Gat, Aschkelon und Ekron bildeten die sogenannte Pentapolis (Fünfstädtebund). Sie lagen strategisch günstig, um die Handelswege an der Küste zu kontrollieren.

Jede dieser Städte wurde von einem Fürsten oder König regiert, wie in Richter 3,3 erwähnt, wo von den „fünf Fürsten der Philister“ die Rede ist. Die Philister waren bekannt für ihre fortschrittlichen Waffen, insbesondere den Gebrauch von Eisenwerkzeugen und -waffen, was sie zu mächtigen Gegnern der Israeliten machte, die damals noch Bronze benutzten (siehe 1. Samuel 13,19-22).


Was können wir von den Philistern lernen?

Die Geschichte der Philister lehrt uns mehrere wichtige geistliche Lektionen:

Die Folgen des Ungehorsams:
Der Konflikt mit den Philistern entstand direkt aus Israels Ungehorsam gegenüber Gottes Gebot. In 5. Mose 7,1-5 warnt Gott Israel, keine kanaanitischen Völker im Land zu lassen, weil sie eine Falle sein würden. Die teilweise Missachtung dieses Gebots führte zu langanhaltenden Problemen. Die Spannungen zwischen Israel und den Philistern zeigen, dass teilweiser Gehorsam gegenüber Gottes Willen langfristige Konsequenzen haben kann.

Gottes Treue zu seinen Verheißungen:
Auch wenn Israel untreu war, blieb Gott treu. In 1. Samuel 7,9-11 wendet sich Israel nach der Umkehr an Gott, und dieser gibt durch Samuel den Philistern eine Niederlage. Das zeigt, dass Gott immer bereit ist, sein Volk zu retten, wenn es zu ihm zurückkehrt.

Die Kraft von Gottes Befreiung:
Das Leben Simsons (Richter 13-16) zeigt, dass Gott selbst unvollkommene Menschen gebrauchen kann, um seine Zwecke zu erfüllen. Trotz Simsons Schwächen und Fehltritten nutzte Gott ihn, um Israel von den Philistern zu befreien. Sein Leben erinnert uns daran, dass Gottes Willen durch menschliche Schwächen nicht verhindert werden kann.

Die Bedeutung des Gehorsams:
Die Geschichte der Philister erinnert uns daran, wie wichtig es ist, Gottes Gebote zu befolgen. Jesus selbst sprach in Matthäus 7,24-27 davon, wie weise es ist, das Leben auf das feste Fundament seiner Lehre zu bauen, genauso wie Israel auf Gottes Gebote bauen sollte. Wer Gottes Anweisungen ignoriert, riskiert den Untergang – im eigenen Leben und in der Gesellschaft.


Die Rettung – das wichtigste Gebot

Das wichtigste Gebot, das Gott heute an uns richtet, ist der Ruf zur Rettung. Jesus sagt in Johannes 14,6:
„Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.“

Das ist der zentrale Befehl, den wir befolgen müssen. So wie Israel Gottes Gebote befolgen musste, um von seinen Feinden befreit zu werden, müssen auch wir durch Jesus Christus Gottes Rettung annehmen.

Wenn du dir über deine Rettung noch unsicher bist, bedenke:
2. Korinther 6,2:
„Siehe, jetzt ist die Zeit der Gnade, siehe, jetzt ist der Tag des Heils!“

Das ist der Moment, Frieden mit Gott zu schließen – bevor Christus zurückkehrt, wie es in 1. Thessalonicher 4,16-17 versprochen ist. Die Zeichen der Zeit sind deutlich, wir leben in den letzten Tagen, wie Jesus in Matthäus 24 sagte.

Christus kann jederzeit wiederkommen, und wir müssen bereit sein. Rettung ist nicht nur eine persönliche Angelegenheit, sondern der Ruf, Teil von Gottes ewigem Königreich zu werden.


Fazit

Wenn wir auf die Geschichte der Philister zurückblicken, sehen wir: Gottes Gebote sind ernst zu nehmen. Ungehorsam hat weitreichende Folgen, aber Gott ist barmherzig und treu, bereit, jeden zu retten, der zu ihm zurückkehrt.

Wenn du Christus noch nicht angenommen hast, zögere nicht mehr!
Apostelgeschichte 4,12:
„Und in keinem andern ist das Heil; denn auch kein anderer Name ist unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch den wir sollen selig werden.“

Suche heute Gottes Rettung, denn wir leben in den letzten Tagen – und die Tür zum Königreich Gottes steht jetzt offen.

Gott segne dich reichlich!


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„Jakob habe ich geliebt, aber Esau habe ich gehasst“ – Was bedeutet das wirklich? (Römer 9,13)

Frage: Wenn Gott wirklich alle Menschen liebt – warum steht dann in der Bibel, dass er Esau „gehasst“ hat?

Das ist eine bedeutsame und oft falsch verstandene Stelle. Auf den ersten Blick klingt das hart: Wie kann ein liebender und gerechter Gott jemanden hassen? Um das richtig zu verstehen, müssen wir die Bibel im Gesamtzusammenhang betrachten – mit theologischer Klarheit, nicht mit menschlicher Gefühlsbetrachtung.


Was steckt hinter Römer 9,13?

„Wie geschrieben steht: Jakob habe ich geliebt, aber Esau habe ich gehasst.“
– Römer 9,13 (Lutherbibel 2017)

Paulus zitiert damit eine Stelle aus dem Alten Testament:

„Ich habe Jakob geliebt, aber Esau habe ich gehasst.“
– Maleachi 1,2–3 (Lutherbibel 2017)

Wichtig: In den biblischen Sprachen (Hebräisch im AT, Griechisch im NT) bedeuten „lieben“ und „hassen“ nicht immer das, was wir heute unter diesen Begriffen verstehen. Oft geht es um „auswählen“ oder „bevorzugen“ gegenüber „ablehnen“ oder „nicht auswählen“. Solche idiomatischen Wendungen waren in der antiken Sprache üblich.

Theologisch sprechen wir hier von der Lehre der göttlichen Erwählung: Gott entscheidet in seinem souveränen Willen, bestimmte Menschen oder Nationen in seinen Heilsplan einzubeziehen.

Paulus beschreibt das so:

„…damit Gottes Vorsatz in der Erwählung bestände, nicht aus Werken, sondern aus dem, der beruft.“
– Römer 9,11–12 (Lutherbibel 2017)

Wenn also gesagt wird, Gott habe Esau „gehasst“, heißt das nicht, dass er ihn verabscheute oder ihm Böses wünschte. Es heißt: Er wählte ihn nicht aus, um der Träger des Bundversprechens zu sein (vgl. dazu 1. Mose 25,23). Jakob war auserwählt – nicht wegen seiner Verdienste, sondern wegen Gottes souveränen Plans.


Gottes Liebe ist für alle da, sein Wohlwollen aber kann selektiv sein

„Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab…“
– Johannes 3,16 (Lutherbibel 2017)

Ja – Gott liebt die Welt, also alle Menschen. Aber nicht alle empfangen automatisch alle seine Bundessegensegnungen, weil nicht jeder in Glauben und Gehorsam auf ihn reagiert. Gott ist nicht nur liebend, sondern auch heilig. Er liebt die Menschen, aber er hasst die Sünde.

Esau zeigte in seinem Leben eine Geringschätzung für geistliche Dinge:

„Da verachtete Esau sein Erstgeburtsrecht.“
– 1. Mose 25,34 (Lutherbibel 2017)

Und im Neuen Testament warnt Hebräer 12,16:

„Seht zu, dass niemand ein gottloser wie Esau sei, der für eine einzige Speise sein Erstgeburtsrecht verkaufte.“
– Hebräer 12,16 (Lutherbibel 2017)

Esau steht symbolisch für Menschen, die Gottes Verheißungen gering schätzen. Jakob dagegen – so fehlerhaft er auch war – schätzte den Bund, und Gott beschloss, seinen Heilsplan durch Jakob wirken zu lassen.

Dies deckt sich mit anderen biblischen Wahrheiten:

„Der HERR verachtet alle Stolzen des Herzens; sicher bleiben sie nicht ungestraft.“
– Sprüche 16,5 (Lutherbibel 2017)
„Die Augen des HERRN sehen auf die Gerechten, und seine Ohren hören ihr Schreien.“
– Psalm 34,15 (Lutherbibel 2017)


Jesu Lehre hilft uns, „Hass“ biblisch zu verstehen

Jesus selbst benutzte in seiner Lehre starke Bildsprache:

„Wenn jemand zu mir kommt und hasst nicht seinen Vater und seine Mutter, seine Frau und seine Kinder … so kann er nicht mein Jünger sein.“
– Lukas 14,26 (Lutherbibel 2017)

Man darf das nicht wörtlich nehmen: Er spricht nicht von emotionaler Feindschaft, sondern betont die absolute Priorität der Nachfolge. Genauso ist es bei Römer 9,13: Gott „hasst“ Esau nicht aus Bosheit, sondern er wählte Jakob, weil ihm dieser in seinem Heilsplan eine besondere Rolle zuweist.


Gott ist souverän und gerecht

In Römer 9 spricht Paulus nicht nur von Jakob und Esau als Einzelpersonen, sondern auch als stellvertretende Persönlichkeiten für Nationen – Israel und Edom. Gottes Wahl Jakobs zeigt, dass er nicht verpflichtet ist, nach menschlichen Leistungen auszuwählen, sondern aus Gnade.

Paulus sagt:

„Denn dem, dem ich gnädig bin, dem bin ich gnädig; und wen ich erbarme, den erbarme ich.“
– Römer 9,15 (Lutherbibel 2017)

Das ist keine Ungerechtigkeit, sondern göttliche Souveränität. Gott kennt alle Dinge in ihrer Tiefe und entscheidet nach seinem weisen und gerechten Willen.


Was heißt das für uns heute?

Dieser Vers erinnert uns an eine zentrale Wahrheit: Gottes Gnade ist groß – und zugleich ernst zu nehmen.

  • Esau verlor nicht seine Stellung wegen eines äußeren Schicksals, sondern wegen seiner eigenen Entscheidung.
  • Er verachtete die himmlischen Verheißungen und tauschte sie für eine einmalige, irdische Befriedigung ein.

Wir sind davor gewarnt, denselben Fehler zu machen:

„Arbeitet an eurer Rettung mit Furcht und Zittern.“
– Philipper 2,12 (Lutherbibel 2017)

„Wenn ihr meint zu stehen, passt auf, dass ihr nicht fallet!“
– 1. Korinther 10,12 (Lutherbibel 2017)


Abschließende Gedanken: Gottes Wunsch ist, dass alle gerettet werden

Obwohl Gott nach seinem souveränen Willen auswählt, ist er nicht ungerecht oder unbarmherzig. Er gibt allen Menschen die Möglichkeit zur Umkehr:

„Der Herr verzögert nicht die Verheißung … sondern er ist langmütig zu euch, nicht dass jemand verloren gehe, sondern dass alle zur Buße gelangen.“
– 2. Petrus 3,9 (Lutherbibel 2017)

Lasst uns darum sein wie Jakob – nicht perfekt, aber bereit, Gottes Verheißungen hochzuschätzen. Leben wir so, dass wir Gott ehren, in Furcht und in Gehorsam, und seine Zusagen ernst nehmen.


Fazit:

  • Gottes „Hass“ auf Esau bedeutet hier Ablehnung im Rahmen der Erwählung, nicht emotionale Feindschaft.
  • Gott liebt die Menschheit, aber sein Wohlwollen in Bezug auf den Bund ist verbunden mit seiner souveränen Wahl.
  • Esau erinnert uns daran, wie gefährlich es ist, geistliche Dinge leicht zu nehmen.
  • Unsere Reaktion auf Gottes Gnade sollte Glaube, Ehrfurcht und Gehorsam sein.

Komm, Herr Jesus!

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WEIL GOTT UNS SEINE ANWEISUNGEN ANVERTRAUT HAT

(Römer 3,2 – „…ihnen sind die Orakel Gottes anvertraut worden.“)

Manchmal gibt uns Gott Gebote, die klein oder unwichtig erscheinen. Es ist leicht, sie zu übersehen und zu denken: „Ich kann Gott auch treu dienen, wenn ich das ignoriere.“ Aber aus Gottes Sicht ist Gehorsam wichtiger als Opfer (1. Samuel 15,22), und selbst unbeabsichtigtes Missachten Seiner Anweisungen macht unseren Dienst leer.


1. Gottes Anweisungen mögen unbedeutend wirken – für Ihn sind sie es nicht

Paulus lehrt, dass die körperliche Beschneidung allein niemanden rettet. Wer Gottes Gesetz bricht, für den verliert auch die Beschneidung ihre Bedeutung:

„Denn die Beschneidung nützt, wenn du das Gesetz hältst; bist du aber ein Übeltäter des Gesetzes, so ist deine Beschneidung zur Unbeschnittenheit geworden.“
(Römer 2,25)

Doch Paulus erkannte auch den Wert der Beschneidung an – weil sie Teil des Bundes Gottes mit Israel war:

„In vieler Hinsicht! Vor allem aber, weil ihnen die Orakel Gottes anvertraut sind.“
(Römer 3,2)

Die Grundregel: Selbst wenn ein Brauch nicht mehr direkt rettet, hat er Bedeutung, wenn er aus Gottes Gebot stammt.


2. Christen haben ebenfalls göttliche Anweisungen – von Jesus selbst

Unter dem Neuen Bund gibt Jesus klare Anweisungen für alle Gläubigen:

„Wer glaubt und getauft wird, der wird selig werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden.“
(Markus 16,16)

Hier werden Glaube und Taufe als notwendige Schritte zum Heil genannt. Manche Christen sagen, die Taufe sei nur symbolisch: „Nur der Glaube rettet, die Taufe ist optional.“

Es stimmt, dass allein Jesu Blut Sünden reinigt (1. Johannes 1,7). Aber die Taufe ist ein Gebot Christi, und wer es ablehnt, missachtet einen Teil des wahren Glaubens.


3. Gehorsam ist die Grundlage eines sicheren christlichen Lebens

Jesus fragt eindringlich:

„Aber warum nennt ihr mich ›Herr, Herr‹ und tut nicht, was ich sage?“
(Lukas 6,46)

Er vergleicht zwei Menschen:

  • Wer Seine Worte hört und befolgt, ist wie ein Mann, der auf Felsen baut.
  • Wer Seine Worte hört, aber ignoriert, ist wie ein Mann, der ohne Fundament baut.

„…und der Einsturz jenes Hauses war groß.“
(Lukas 6,49)

Wer sagt, Jesus sei Herr, aber Seinen Anweisungen – wie der Taufe – nicht folgt, täuscht sich selbst (Jakobus 1,22).


4. Was bedeutet biblische Taufe wirklich?

Das griechische Wort baptizō bedeutet „eintauchen“ oder „untertauchen“. Deshalb taufte Johannes dort, „wo viel Wasser war“:

„Auch Johannes taufte in Aenon bei Salim, weil dort viel Wasser war.“
(Johannes 3,23)

Die Taufe war volle Untertauung, nicht Besprengung. Sie symbolisiert Begräbnis und Auferstehung:

„Wir sind also durch die Taufe mit ihm begraben worden in den Tod, damit, wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt worden ist, auch wir in einem neuen Leben wandeln.“
(Römer 6,4)

Taufe durch Untertauchen ist nicht nur symbolisch – sie zeigt Tod der Sünde und neues Leben in Christus.


5. Der Name ist entscheidend – Taufe muss im Namen Jesu geschehen

In der Apostelgeschichte wurden alle Gläubigen im Namen Jesu Christi getauft. Es war kein Ritual, sondern eine Erklärung der Treue zum Einen, der retten kann:

  • Apostelgeschichte 2,38 – „Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden…“
  • Apostelgeschichte 8,16 – „…sie waren nur auf den Namen des Herrn Jesus getauft worden.“
  • Apostelgeschichte 10,48 – „Und er gebot, dass sie im Namen des Herrn getauft würden.“
  • Apostelgeschichte 19,5 – „Sie ließen sich im Namen des Herrn Jesus taufen.“

Warum im Namen Jesu?

„Und in keinem andern ist das Heil; denn es ist kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch den wir selig werden müssen.“
(Apostelgeschichte 4,12)


6. Wer noch nicht getauft ist – jetzt ist die Zeit

Wenn du noch nie getauft wurdest oder deine Taufe nicht biblisch (Untertauchen, Name Jesu) war, gibt Gott dir heute die Gelegenheit, es richtig zu machen.

Die Taufe ersetzt nicht das Kreuz, aber sie verbindet dich mit dem Werk des Kreuzes in Gehorsam und Glauben. Wenn du sie nach Gottes Art empfängst, ist dein Heil fest, sicher und wohlgefällig vor Gott.

„Und warum zögerst du? Steh auf, lass dich taufen und deine Sünden abwaschen und rufe seinen Namen an.“
(Apostelgeschichte 22,16)


Fazit

Gott gibt keine Anweisungen ohne Grund. Ob Beschneidung im Alten Bund oder Taufe im Neuen Bund – Seine Gebote sind heilig, bedeutungsvoll und wert unseres Gehorsams. Lass nicht Stolz, Tradition oder Missverständnisse dich dazu bringen, genau das zu ignorieren, was Gott für dein Heil vorgesehen hat.

Der Herr Jesus Christus hat gesprochen – lasst uns hören und gehorchen:

„Wer Ohren hat zu hören, der höre!“
(Lukas 8,8)

Möge der Herr dich segnen und dich in vollen Gehorsam und Wahrheit führen.

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Auf welchem Kontinent liegt Israel?

Manche Menschen glauben fälschlicherweise, dass Israel zu Europa gehört. Tatsächlich liegt Israel auf dem Kontinent Asien, genauer gesagt in der Region Westasien, die auch als Naher Osten bekannt ist.

Asien ist der größte Kontinent der Welt und wird in sechs Hauptregionen unterteilt:

  • Nordasien – z. B. Sibirien
  • Südasien – z. B. Indien, Pakistan, Sri Lanka
  • Ostasien – z. B. China, Japan, Nordkorea, Taiwan
  • Westasien (Naher Osten) – z. B. Israel, Libanon, Jordanien, Syrien, Palästina, Saudi-Arabien
  • Zentralasien – z. B. Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan
  • Südostasien – z. B. Vietnam, Thailand, Indonesien

Geografisch und politisch gehört Israel also zu Westasien, zusammen mit anderen Ländern des Nahen Ostens wie Jordanien, Syrien, Libanon, Palästina und Saudi-Arabien.


Warum ist Israel geistlich so wichtig?

Obwohl Israel geografisch ein kleines Land ist, spielt es eine zentrale Rolle in Gottes Plan für die Menschheit. Es ist das Land, in dem Jesus Christus, der Retter der Welt, geboren wurde (Lukas 2,4–11), lebte, seinen Dienst tat, starb und auferstand, um die Menschheit zu retten.

„Denn euch ist heute der Retter geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids.“
— Lukas 2,11

Durch Jesus empfangen wir das Geschenk des ewigen Lebens aus Glauben, nicht durch Werke (Epheser 2,8–9). In Israel hat Gott viele seiner Verheißungen erfüllt – durch die Geburt, den Tod und die Auferstehung Jesu.

„Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern ewiges Leben haben.“
— Johannes 3,16


Jesus wird nach Israel zurückkehren

Die Bibel prophezeit, dass Jesus wieder auf die Erde kommen wird, und der erste Ort, den er physisch betreten wird, ist der Ölberg bei Jerusalem:

„An jenem Tag aber werden seine Füße auf dem Ölberg stehen, der vor Jerusalem im Osten liegt.“
— Sacharja 14,4

Er wird nicht als leidender Knecht erscheinen, sondern als König der Könige und Herr der Herren (Offenbarung 19,16). Er wird sein Reich aufrichten und von Jerusalem, der Hauptstadt seines wiederhergestellten irdischen Reiches, herrschen.

„Und der HERR wird König sein über die ganze Erde; an jenem Tag wird der HERR einer sein, und sein Name einer.“
— Sacharja 14,9


Das Tausendjährige Reich und die Ewigkeit

Wenn Jesus zurückkehrt, wird er ein Tausendjähriges Reich errichten – eine Periode von 1.000 Jahren, in der er die Erde in Gerechtigkeit und Frieden regieren wird. In dieser Zeit werden die Gläubigen, die Heiligen, mit ihm herrschen:

„Und sie lebten und herrschten mit Christus tausend Jahre.“
— Offenbarung 20,4

Nach diesen 1.000 Jahren wird Satan endgültig besiegt, und es werden ein neuer Himmel und eine neue Erde offenbar (Offenbarung 21,1–4). Die Geretteten werden in die Ewigkeit mit Gott eintreten – ohne Schmerz, Tod oder Trauer.

„Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Traurigkeit, noch Geschrei, noch Schmerz wird mehr sein.“
— Offenbarung 21,4


Warum das wichtig ist

Die Lage Israels zu kennen, ist nicht nur eine geografische Frage – sie hängt direkt mit Gottes Erlösungsplan und Endzeit-Prophetien zusammen. Jesus kam durch Israel in die Welt und wird dort wiederkehren. Sein zweites Kommen markiert den Beginn einer neuen Ära, in der er für immer herrschen wird.

Wenn wir über Israel sprechen, sprechen wir auch über den Mittelpunkt von Gottes Bund, Prophetien und das zukünftige Reich Christi. Diese Wahrheit ruft uns dazu auf, bereit, wachsam und treu zu sein:

„Darum seid auch ihr bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, da ihr es nicht meint.“
— Matthäus 24,44

Schalom – Frieden sei mit euch in Christus.

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Maleachi – Der letzte Prophet des Alten Testaments

Maleachi war ein Prophet Gottes, wie auch Jesaja, Jeremia, Samuel oder Daniel. Anders als bei diesen Propheten gibt die Bibel über sein Leben nur sehr wenige persönliche Informationen. Sein Name erscheint ausschließlich im Buch, das seinen Namen trägt, und sonst nirgends in der Schrift.

Er gilt als der letzte Prophet des Alten Testaments. Das Buch Maleachi, geschrieben etwa zwischen 441 und 400 v. Chr., schließt das Alte Testament ab. Trotz seiner nur vier Kapitel enthält es tiefgründige und kraftvolle Botschaften Gottes an sein Volk.


War Maleachi wirklich der letzte Prophet?

Dass Maleachi als „letzter Prophet“ bezeichnet wird, bedeutet nicht, dass nach ihm niemand behauptete, Gottes Wort zu verkünden. In den 400 Jahren zwischen Maleachi und dem Neuen Testament – der sogenannten Zwischentestamentlichen Zeit – gab es durchaus Menschen, die sich Prophet nannten. Doch ihre Worte wurden nicht vom Heiligen Geist als Teil der inspirierten Schrift anerkannt (vgl. 2. Petrus 1,20–21).

2. Petrus 1,21 (LUT 2017)
„Denn es ist noch nie eine Weissagung aus menschlichem Willen hervorgebracht worden, sondern getrieben vom Heiligen Geist haben Menschen im Namen Gottes geredet.“

Alles, was nicht in den Kanon des Alten Testaments aufgenommen wurde, ist nicht göttlich inspiriert. Wer diesen Texten dieselbe Autorität wie der Schrift gibt, öffnet Tür und Tor für Täuschung und Verwirrung (vgl. Offenbarung 22,18–19).

Das Buch Maleachi markiert also den Abschluss des Alten Testaments. Alles danach ist nicht kanonisch.


Maleachis Weissagung über Elia

Eine der einzigartigsten Offenbarungen Maleachis ist die Prophezeiung über die Rückkehr Elias vor dem großen Tag des Herrn:

Maleachi 3,23–24 (LUT 2017)
„Siehe, ich will euch senden den Propheten Elia, ehe der große und furchtbare Tag des HERRN kommt.
Der soll das Herz der Väter bekehren zu den Kindern und das Herz der Kinder zu ihren Vätern, damit ich nicht komme und das Erdreich mit dem Bann schlage.“

Diese Prophezeiung erfüllte sich in Johannes dem Täufer, der im Geist und in der Kraft Elias kam, um den Weg für Jesus Christus vorzubereiten:

Matthäus 17,11–13 (LUT 2017)
„Jesus antwortete und sprach: Elia soll ja zuerst kommen und alles zurechtbringen.
Ich sage euch aber: Elia ist schon gekommen, und sie haben ihn nicht erkannt, sondern haben mit ihm getan, was sie wollten.
So wird auch der Menschensohn durch sie leiden müssen.
Da verstanden die Jünger, dass er von Johannes dem Täufer zu ihnen geredet hatte.“

Dies zeigt, wie Gott prophetische Symbole und Vorläufer in der Heilsgeschichte einsetzt – zunächst für das erste Kommen Christi und später zur Vorbereitung auf seine Wiederkunft.


Maleachis Botschaft über Zehnten und Opfergaben

Maleachi erhielt eine der klarsten Offenbarungen über Zehnten und Opfergaben. Gott klagt sein Volk an, ihn zu berauben:

Maleachi 3,8–10 (LUT 2017)
„Darf ein Mensch Gott berauben? Doch ihr beraubt mich!
Aber ihr sprecht: Worin berauben wir dich?
Im Zehnten und in den Hebopfern!
Darum seid ihr auch verflucht; denn ihr beraubt mich allesamt.
Bringt aber den ganzen Zehnten ins Vorratshaus, damit in meinem Hause Nahrung sei;
und prüft mich hiermit, spricht der HERR Zebaoth,
ob ich euch nicht die Fenster des Himmels auftun werde
und Segen herabschütten die Fülle.“

Gott lädt sein Volk ein, seine Treue zu prüfen, und verspricht Segen für Gehorsam (vgl. 2. Korinther 9,6–8).


Gottes Gefühle und Werte offenbart

Maleachi zeigt, wie Gott emotional auf das Verhalten seines Volkes reagiert. Er deckt auf, was sein Herz verletzt oder betrübt – oft ohne dass das Volk es merkt.

1. Gott hasst Scheidung

Maleachi 2,16 (LUT 2017)
„Denn ich hasse Scheidung, spricht der HERR, der Gott Israels, und dass jemand sein Kleid mit Frevel bedeckt, spricht der HERR Zebaoth.“

Die Ehe ist ein heiliger Bund, der nicht leichtfertig gebrochen werden darf (vgl. Matthäus 19,6).


2. Gott ist müde von leeren Worten

Maleachi 2,17 (LUT 2017)
„Ihr macht den HERRN unwillig durch euer Reden.
Ihr aber sprecht: Womit machen wir ihn unwillig?
Damit dass ihr sprecht: Jeder, der Böses tut, ist gut in den Augen des HERRN,
und an solchen hat er Gefallen – oder: Wo ist der Gott, der da richtet?“

Gott ist betrübt, wenn Menschen Gutes und Böses verdrehen oder seinen Charakter infrage stellen (vgl. Jesaja 5,20).


3. Gott hört unsere Klagen

Maleachi 3,13–14 (LUT 2017)
„Ihr habt hart gegen mich geredet, spricht der HERR.
Ihr aber sprecht: Was reden wir gegen dich?
Ihr sprecht: Es ist umsonst, dass man Gott dient;
und was nützt es, dass wir seine Gebote halten
und in Trauer einhergehen vor dem HERRN Zebaoth?“

Manche waren entmutigt und dachten, Gottes Dienst lohne sich nicht. Gott warnt uns, in schwierigen Zeiten nicht ungläubig zu sprechen.


Gott erinnert sich an die Treuen

Gott ehrt die, die ihn fürchten und richtig über ihn sprechen. Ihre Namen werden in seinem Gedenkbuch verzeichnet:

Maleachi 3,16–17 (LUT 2017)
„Aber die Gottesfürchtigen redeten untereinander;
der HERR merkte auf und hörte es,
und es ward vor ihm ein Gedenkbuch geschrieben für die,
die den HERRN fürchten und an seinen Namen denken.
Sie sollen, spricht der HERR Zebaoth,
mein Eigentum sein an dem Tage, den ich machen will.“

Das erinnert uns: Gott vergisst nie, was wir für ihn tun (vgl. Hebräer 6,10). Jede Tat des Glaubens und jedes ehrfürchtige Wort ist ihm wertvoll.


Gottes Wort ist eine Lampe für unsere Füße und ein Licht auf unserem Weg (Psalm 119,105). Obwohl das Buch Maleachi kurz ist, enthält es kraftvolle Lektionen über Treue, Ehrfurcht, Verantwortung, Ehe und Gottes Gericht.

Wenn wir es betend lesen und den Heiligen Geist einladen, uns zu lehren, wird es uns sowohl persönlich als auch als Gemeinde Christi stärken.

Möge Gott uns helfen, sein Wort nicht nur zu lesen, sondern es auch zu leben.

Maleachi 1
(„Unser Herr kommt“ – 1. Korinther 16,22

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Biblische Sprichwörter und Lebensweisheiten: Gottes Wegweisung für den Alltag

Im Swahili bedeuten die Wörter „Sprichwort“ und „Weisheit“ dasselbe: kurze, treffende Aussagen, die wichtige Lebenslektionen vermitteln. Sprichwörter fassen oft tiefgehende Wahrheiten in einfachen Worten zusammen. Manche versteht man sofort, andere entfalten ihre Bedeutung erst, wenn man darüber nachdenkt.

Ein bekanntes Beispiel ist das Sprichwort:
„A friend in need is a friend indeed“
Es zeigt: Ein wahrer Freund ist jemand, der in schweren Zeiten zu dir steht – nicht nur, wenn alles gut läuft. Dieser Gedanke spiegelt sich in der Bibel:

Sprüche 17,17
„Ein Freund liebt allezeit, und ein Bruder wird für die Not geboren.“

Oder das bekannte Swahili-Sprichwort:
„Wer holen will, was unter dem Bett liegt, muss sich bücken.“
Es bedeutet sinnbildlich: Wer etwas Wertvolles erreichen möchte, muss bereit sein, sich zu demütigen, sich anzustrengen oder einen Preis zu zahlen. Auch das findet sich in der Bibel:

Lukas 14,28
„Denn wer ist unter euch, der einen Turm bauen will und setzt sich nicht zuvor hin und überschlägt die Kosten …?“


Biblische Sprüche: Göttliche Weisheit statt bloßer Menschenverstand

Die Bibel ist nicht einfach nur ein Buch voller Geschichten oder Gebote – sie ist Gottes inspiriertes Wort (2. Timotheus 3,16). Sie enthält Trost, Ermahnung, Korrektur und unzählige Sprüche, die weit über menschliche Lebensweisheiten hinausgehen.

Viele dieser Sprüche stammen von König Salomo, dem Sohn Davids. Als Gott ihm erschien, bat Salomo nicht um Reichtum, sondern um Weisheit, um Gottes Volk gut zu führen. Gott war mit seiner Bitte zufrieden und schenkte ihm einzigartige Weisheit – so wurde Salomo einer der weisesten Menschen überhaupt (1. Könige 3,9–12).

1. Könige 4,29–34
„Und Gott gab Salomo sehr große Weisheit und Verstand … Er redete dreitausend Sprüche, und seiner Lieder waren tausend und fünf … Und aus allen Völkern kamen Leute, um die Weisheit Salomos zu hören.“

Die Sprüche Salomos – besonders im Buch der Sprüche – sind bis heute wertvolle Wegweiser für Beziehungen, Arbeit, Finanzen, Sprache und geistliches Wachstum.


Biblische Sprüche für den Alltag

Hier sind einige göttliche Lebensweisheiten und ihre Bedeutung:


1. Wie wir mit unseren Feinden umgehen sollen

Es ist menschlich, Schadenfreude zu empfinden, wenn jemand, der uns verletzt hat, scheitert. Doch Gott zeigt uns einen anderen Weg:

Sprüche 24,17–18
„Freue dich nicht, wenn dein Feind fällt, und dein Herz sei nicht froh, wenn er strauchelt; der HERR könnte es sehen und missfallen, und er wendete seinen Zorn von ihm ab.“

Jesus lehrt denselben Grundsatz:

Matthäus 5,44
„Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde; segnet, die euch fluchen; tut Gutes denen, die euch hassen …“

Ein Herz, das vergeben kann, zeigt, dass Gottes Gnade dort wirklich wirkt.

Sprüche 25,21–22
„Hungert deinen Feind, so speise ihn mit Brot; dürstet ihn, so tränke ihn mit Wasser. Denn du wirst feurige Kohlen auf sein Haupt sammeln, und der HERR wird dir’s vergelten.“

Dies ist ein geistliches Prinzip: Auf Böses mit Gutem zu antworten, bringt den Täter zur Einsicht – und Gott verheißt eine Belohnung.


2. Den richtigen Weg im Leben wählen

Sprüche 14,12
„Es scheint manchem ein Weg richtig; aber zuletzt sind es Wege des Todes.“

Nicht alles, was sich richtig anfühlt, führt auch zum Leben. Unser Denken ist durch die Sünde getrübt (Jeremia 17,9). Deshalb brauchen wir Gottes Wort und den Heiligen Geist, um klar zu erkennen, was wahr ist:

Psalm 119,105
„Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege.“

Gefühle und Trends können täuschen – Gottes Wort führt immer sicher.


3. Die Bibel: Unsere Quelle göttlicher Weisheit

Die Weisheitsliteratur der Bibel – Sprüche, Prediger, Psalmen und Hiob – ist voller göttlicher Wahrheit. Sie lehrt über Gottesfurcht, Demut, verantwortungsvolle Worte, Fleiß und geistliche Reife. Schon wenige dieser Sprüche zeigen, wie zeitlos und relevant die Bibel ist.

2. Timotheus 3,16–17
„Denn alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit …“

Wer regelmäßig die Bibel liest, findet Orientierung, Heilung und Erneuerung.


Beginne jetzt – suche Gottes Weisheit

Wenn du es noch nicht tust, mache es dir zur Gewohnheit, regelmäßig die Sprüche und andere biblische Bücher zu lesen. Dort findest du Kraft, Korrektur, seelischen Trost und klare Wegweisung. Manche Sprüche sind direkt, andere bildhaft – aber der Heilige Geist hilft uns, sie zu verstehen (Johannes 14,26).

Jakobus 1,5
„Wenn es aber jemandem unter euch an Weisheit mangelt, so bitte er Gott, der jedermann gern und ohne Vorwurf gibt …“

Gottes Weisheit ist nicht verborgen – sie steht jedem offen, der sie von Herzen sucht.

Die Bibel ist nicht nur ein religiöses Buch, sondern ein Lebenshandbuch. Sie schenkt Weisheit, Ermutigung, Korrektur und Wahrheit für jeden Tag. Die Sprüche darin sind aktueller denn je.

Fang heute an.
Lass Gottes Wort deine Gedanken formen, deine Schritte leiten und dein Herz mit Wahrheit füllen.

Der Herr segne dich, während du in seiner Weisheit wandelst.

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FRAGE: Was stellte der Leuchter im Tempel Salomos dar?

ANTWORT

Im Tempel Salomos gehörte der goldene Leuchter zu den bedeutsamsten heiligen Gegenständen – neben der Bundeslade und dem goldenen Räucheraltar. Diese Dinge waren keineswegs bloße Dekoration. Jeder einzelne hatte eine tiefe geistliche Bedeutung. Schauen wir uns deshalb den Leuchter genauer an: Was symbolisierte er?


1. Der Leuchter war ein Zeichen für Gottes Gegenwart und sein Licht

Ganz einfach gesagt: Ohne Licht bleibt jedes Haus dunkel. Ebenso sollte auch das Haus Gottes nicht im Dunkeln liegen. Als Gott Mose die Anweisungen für die Stiftshütte gab, ordnete er an, einen siebenarmigen Leuchter (die Menora) hineinzustellen, der ununterbrochen leuchten sollte.

2. Mose 25,37 (LUT 2017):
„Du sollst sieben Lampen machen und sie oben anbringen, damit sie nach vorn leuchten.“

3. Mose 24,2 (LUT 2017):
„Gebiete den Israeliten, dass sie dir reines Öl aus zerstoßenen Oliven bringen zum Licht, damit Lampen beständig brennen.“

Dieses Licht war also nicht nur praktisch notwendig. Es stand für Gottes ständige Gegenwart und dafür, dass sein Volk geistliche Erleuchtung braucht.


2. Vom Zelt zur Herrlichkeit des Tempels – und mehr Licht

Als Salomo später den Tempel baute – viel größer und herrlicher als die Stiftshütte – wurden mehrere Leuchter benötigt. Die Bibel berichtet von zehn goldenen Leuchtern, je mit sieben Lampen, also insgesamt siebzig Lampen:

2. Chronik 4,7 (LUT 2017):
„Und er machte zehn goldene Leuchter nach der Vorschrift und setzte sie in den Tempel, fünf auf die rechte Seite und fünf auf die linke.“

Die Vielzahl der Lampen verdeutlichte nicht nur Gottes Gegenwart, sondern auch die zunehmende Herrlichkeit Gottes unter seinem Volk, das in seiner Erkenntnis und Anbetung gewachsen war.


3. Der Leuchter im NT – ein Bild für die Gemeinde, das Licht der Welt

Im Neuen Testament enthüllt Jesus die tiefere Bedeutung des Leuchters. Er sagt über seine Jünger:

Matthäus 5,14–16 (LUT 2017):
„Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein … So soll euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.“

Christen sollen Gottes Licht widerspiegeln – durch ein heiliges Leben und gute Werke. So wie der Leuchter den Tempel erhellte, sollen Gläubige die Welt mit dem Licht Christi erhellen.

In Offenbarung 1 zeigt Jesus sogar ausdrücklich, dass Leuchter ein Bild für Gemeinden sind:

Offenbarung 1,20 (LUT 2017):
„… die sieben Leuchter sind sieben Gemeinden.“

Damit wird klar: Der Leuchter im Tempel war ein prophetischer Hinweis (vgl. Hebräer 8,5) auf die neutestamentliche Gemeinde. Die Gemeinde ist Gottes geistliches Haus, und die Gläubigen sind seine „Lichter“, die in einer dunklen Welt strahlen sollen (Philipper 2,15).


4. Das Licht durfte niemals ausgehen – ein Aufruf zu einem treuen Leben

Im Alten Testament befahl Gott, dass die Lampen ununterbrochen brennen sollten:

3. Mose 24,3 (LUT 2017):
„… dass die Lampen auf dem reinen goldenen Leuchter beständig brennen vor dem HERRN.“

Das lehrt uns bis heute: Unser geistliches Licht darf nicht verlöschen. Wir müssen treu bleiben – in der Wahrheit leben, Frucht bringen und nicht in Kompromisse abrutschen. Jesus warnte eindringlich davor, dass Lampen durch Gleichgültigkeit ausgehen können (Matthäus 25,1–13).

Wenn Christen in Sünde leben – in Lüge, Hass, sexueller Unmoral oder Heuchelei – und dennoch behaupten, Christus zu repräsentieren, dann gleicht ihr Zeugnis einem flackernden, verunreinigten Licht. Es bringt Verwirrung statt Klarheit.

1. Johannes 1,6 (LUT 2017):
„Wenn wir sagen, dass wir Gemeinschaft mit ihm haben und wandeln in der Finsternis, so lügen wir und tun nicht die Wahrheit.“

Gott ruft sein Volk dazu auf, klar und unvermischt zu leuchten.


Schlussfolgerung

Der Leuchter im Tempel Salomos war weit mehr als ein schönes Kunststück aus Gold. Er war ein kraftvolles Zeichen für Gottes Gegenwart, Reinheit und Wahrheit unter seinem Volk. Im Neuen Testament wird deutlich: Er weist prophetisch auf die Gemeinde hin – auf die Gemeinschaft der wahren Gläubigen, die heute das Licht der Welt sein soll (Matthäus 5,14).

So wie die Lampen im Tempel Tag und Nacht brennen mussten, sollen auch wir ununterbrochen das Licht Christi widerspiegeln. Unser Glaube, unsere Liebe und unsere Heiligkeit sind das „Öl“, das unsere Lampen am Brennen hält.

Philipper 2,15 (LUT 2017):
„… damit ihr leuchtet wie Himmelslichter in der Welt, indem ihr festhaltet am Wort des Lebens.“

Möge Gott uns die Gnade schenken, in dieser dunklen Welt hell zu leuchten – so wie die Lampen in seinem Tempel niemals erloschen.

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REIFE FRAU, ERKENNE DEINEN DIENST

Ein biblischer Ruf zur geistlichen Mutterschaft in der Gemeinde

Titus 2,3–5 (SLT):

Ebenso sollen sich die alten Frauen verhalten, wie es sich für Heilige ziemt: nicht verleumderisch, nicht dem Wein ergeben, Lehrerinnen des Guten; damit sie die jungen Frauen dazu anleiten, ihre Männer zu lieben, ihre Kinder zu lieben, besonnen zu sein, keusch, häuslich, gütig, ihren Männern untergeordnet, damit das Wort Gottes nicht verlästert werde.

🌿 Dein Dienst ist nicht klein—er ist strategisch

Viele Probleme in der Gemeinde entstehen durch ein Missverständnis geistlicher Rollen. Wir glauben oft, dass nur Pastoren, Evangelisten oder Bibellehrer berufen sind, andere zu Jüngern zu machen. Doch laut der Schrift hat jedes Glied des Leibes Christi eine von Gott bestimmte Aufgabe (1. Korinther 12,18–21). Wenn ein Glied nicht funktioniert, leidet der ganze Leib.

Die Vernachlässigung reifer Frauen in ihrer biblischen Aufgabe, jüngere Frauen zu begleiten, hat sichtbare Lücken geschaffen. Kinder wachsen in christlichen Häusern auf und doch fehlt ihnen Ehrfurcht, Disziplin oder sogar ein grundlegendes Verständnis der Schrift (5. Mose 6,6–7). Junge Ehefrauen haben möglicherweise keine Vorbilder biblischer Weiblichkeit und greifen daher auf weltliche Maßstäbe zurück. Wenn die Gemeinde ihre eigenen nicht zu Jüngern macht, übernimmt die Welt dies nur allzu gern.

🕊️ Geistliche Mütter: Die Rolle reifer Frauen

Der Apostel Paulus gab Titus, einem jungen Gemeindeleiter, pastorale Anweisungen, die bis heute relevant sind. Er betonte die wichtige Rolle älterer Frauen – jene, die durch das Leben geformt wurden, besonders in Ehe, Mutterschaft und Treue.

Ihre Berufung ist es nicht, untätig oder kritisch zu sein, auch nicht in Klatsch verstrickt (1. Timotheus 5,13), sondern geistliche Mütter zu sein:

  • Lehrerinnen des Guten
  • Vorbilder in gottesfürchtigem Verhalten
  • Mentorinnen in Ehe, Erziehung, Bescheidenheit und Heiligkeit

Das ist Jüngerschaft – das Herz des Missionsbefehls (Matthäus 28,19–20). Sie beginnt nicht nur von der Kanzel, sondern von einer Generation zur nächsten – Frau zu Frau, Mutter zu Tochter, Gläubige zu Gläubigerin.

🏠 Die nächste Generation mentorieren

Biblische Weiblichkeit ist gegenkulturell. Heute werden viele junge Frauen ermutigt, persönliche Freiheit, Schönheit und Unabhängigkeit über Gottesfurcht, Dienst und Demut zu stellen. Die Bibel ruft christliche Frauen jedoch dazu auf:

  • Ihre Männer zu lieben (Epheser 5,22–24)
  • Ihre Kinder zu lieben (Sprüche 22,6)
  • Besonnen und keusch zu sein (1. Petrus 3,1–4)
  • Den Haushalt zu führen (Sprüche 31,10–31)
  • Gut und gehorsam zu sein, damit das Wort Gottes nicht verlästert werde (Titus 2,5)

Wenn Frauen diese Rollen ablehnen, bringen sie nicht nur Verwirrung in ihre Häuser und Gemeinden – sie schaden dem Zeugnis des Evangeliums. Das christliche Zuhause soll ein sichtbares Zeugnis des praktischen Evangeliums sein.

✝️ Die Folgen der Vernachlässigung dieses Rufes

Wenn reife Frauen ihren Dienst nicht ausfüllen:

  • fehlt Kindern eine biblische Grundlage
  • werden Ehen durch Unwissenheit und Stolz geschwächt
  • verliert die Gemeinde ihre generationenübergreifende Stärke

Und am schwerwiegendsten: „Das Wort Gottes wird verlästert“ (Titus 2,5).

Dieser Ausdruck bedeutet, dass Gottes Wort in Verruf gebracht oder verspottet wird – weil unser Leben nicht mit dem übereinstimmt, was wir predigen. Wie Paulus in Römer 2,24 sagte: „Denn ‚der Name Gottes wird um euretwillen unter den Heiden gelästert‘.“

👑 Dein Lohn ist ewig

Denke nie, dass deine Rolle unbedeutend ist. Gott misst Dienst nicht an der Größe der Plattform, sondern an der Treue zu Seinem Wort. Die Frau, die liebevoll jüngere Frauen begleitet, Kinder in der Furcht Gottes erzieht, ihren Mann ehrt und ihr Zuhause baut, ist genauso wertvoll für das Reich Gottes wie diejenige, die vor Tausenden predigt.

Erinnere dich an Jesu Worte:

„Wohl, du guter und treuer Knecht; du bist über wenigen treu gewesen, ich will dich über viele setzen. Geh ein zur Freude deines Herrn!“
(Matthäus 25,23)

Dein Lohn liegt nicht in Anerkennung, sondern in Gehorsam und Treue gegenüber dem, was Gott dir anvertraut hat.

📖 Ein abschließender Auftrag

Wenn du eine reife Frau bist – ob durch Alter oder Erfahrung – dann wisse: Du hast eine göttliche Berufung. Dir ist ein heiliger Dienst anvertraut, die nächste Generation von Frauen in der Gemeinde zu nähren, zu lehren und zu Jüngern zu machen. Dein Beispiel, deine Worte, deine Liebe und dein Rat sind Werkzeuge, die Gott benutzt, um Sein Reich zu bauen.

Nimm diesen Ruf an. Erfülle ihn mit Freude. Und vertraue darauf, dass deine Arbeit im Herrn niemals vergeblich ist (1. Korinther 15,58).

Der Herr segne dich reichlich, während du in deiner göttlichen Berufung wandelst.

Schalom.


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