DENEN, DIE DRAUSSEN SIND, GESCHIEHT ALLES IN GLEICHNISSEN(Markus 4,11–12)

DENEN, DIE DRAUSSEN SIND, GESCHIEHT ALLES IN GLEICHNISSEN(Markus 4,11–12)

 

Grüße im Namen unseres Herrn und Erlösers Jesus Christus, des einzig wahren Gottes, der Mensch wurde, um uns zu erlösen (Johannes 1,14; 1. Timotheus 3,16).

Es gibt bestimmte Dinge, die Jesus während seines irdischen Dienstes tat und die für uns zunächst überraschend erscheinen mögen. Zwar kam er, um das Verlorene zu suchen und zu retten (Lukas 19,10), doch machte er das Heil weder oberflächlich noch automatisch. Er bot es an, machte aber zugleich deutlich, dass der Weg schmal ist und mit aufrichtigem Herzen gesucht werden muss (Matthäus 7,13–14).

Jesus offenbarte die Wahrheit nicht allen gleichermaßen

Entgegen vieler heutiger Annahmen war Jesus nicht von Menschenmengen beeindruckt. Viele folgten ihm, wohin er auch ging – manche wegen Heilungen, andere aus Neugier, wieder andere wegen der Wunder. Doch für Jesus war Beliebtheit kein Maßstab für echte Jüngerschaft. Die tiefen Wahrheiten vom Reich Gottes offenbarte er nicht einfach jedem aus der Menge.

Stattdessen lehrte er oft in Gleichnissen – einfachen Geschichten mit einer tiefen geistlichen Bedeutung. Sie waren nicht zur Unterhaltung gedacht, sondern zur Unterscheidung. Um sie zu verstehen, brauchte es geistlichen Hunger und Demut. Ohne diese Voraussetzungen konnte man die Geschichte hören, vielleicht interessant finden – und doch unverändert wieder gehen.

„Und als er allein war, fragten ihn die um ihn waren samt den Zwölfen nach den Gleichnissen. Und er sprach zu ihnen: Euch ist das Geheimnis des Reiches Gottes gegeben; denen aber draußen widerfährt alles in Gleichnissen, damit sie sehen und doch nicht erkennen und hören und doch nicht verstehen, auf dass sie sich nicht bekehren und ihnen vergeben werde.“
Markus 4,10–12

Jesus zitierte hier aus Jesaja 6,9–10 und machte deutlich, dass die Herzen vieler Menschen verhärtet waren: Sie hörten seine Worte, blieben aber blind für ihre wahre Bedeutung, weil ihnen echte Buße fehlte.

Erlösung erfordert ein aufrichtiges Herz

Jesus rettet nicht einfach Menschen, die nur zuhören, sondern jene, die ihn ernsthaft suchen, ihn wirklich erkennen wollen und bereit sind, ihm zu gehorchen.

„Ihr werdet mich suchen und finden; denn wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet.“
Jeremia 29,13

Deshalb sprach Jesus oft indirekt. Sein Ziel war nicht bloße Information, sondern Verwandlung. Nur diejenigen, die ihn wirklich kennenlernen wollten, nahmen sich die Zeit, nachzufragen und tiefer zu suchen. Darum erklärte er die Gleichnisse später seinen Jüngern im privaten Kreis (Matthäus 13,10–11).

Viele folgten Jesus aus den falschen Motiven

Zur Zeit Jesu waren viele seiner Nachfolger bloße Beobachter. Manche suchten Wunder (Johannes 6,26), andere kamen aus Neugier oder Skepsis, wieder andere waren sogar Spione (Lukas 20,20). Nur wenige folgten ihm, um ihn wirklich zu erkennen und die Wahrheit zu empfangen, die zum ewigen Leben führt (Johannes 17,3).

Dasselbe Problem besteht auch heute. Kirchen sind voll, und viele behaupten, Gott zu suchen. Doch solange ein Mensch sich nicht persönlich entscheidet, Jesus nachzufolgen – von ihm zu lernen, seinem Wort zu gehorchen und ihm sein Leben ganz hinzugeben –, bleibt Erlösung ein Gedanke, aber keine Realität.

„Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr!, in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel.“
Matthäus 7,21

Warum Erlösung für manche kraftlos bleibt

Manche Menschen behaupten, gerettet zu sein, leben aber weiterhin in der Knechtschaft der Sünde – in sexueller Unmoral, Trunkenheit, Stolz oder Unwissen über Gottes Willen. Sie besuchen vielleicht seit Jahren die Kirche und kennen doch Gottes Heilsplan nicht – etwa die Entrückung oder die Tatsache, dass wir in der letzten Gemeindezeit leben, der Gemeinde von Laodizea (Offenbarung 3,14–22).

Sie sagen: „Ich kenne Jesus“, doch die Frucht fehlt in ihrem Leben. Schon zu Jesu Zeiten sahen Menschen ihn, hörten ihn und aßen mit ihm – und doch verstanden nur wenige seine wahre Identität und Sendung. Nur denen, die ihn persönlich suchten, wurden die Geheimnisse des Reiches Gottes offenbart (Johannes 6,66–69).

Jesus ruft zu echter Jüngerschaft

Jesus sucht auch heute noch wahre Jünger – keine oberflächlichen Zuhörer oder geistlichen Konsumenten. Er ruft jeden von uns dazu auf, sich selbst zu verleugnen, sein Kreuz auf sich zu nehmen und ihm mit ganzem Herzen nachzufolgen:

„Da sprach Jesus zu seinen Jüngern: Will mir jemand nachfolgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir. Denn wer sein Leben erhalten will, der wird’s verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird’s finden. Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme doch Schaden an seiner Seele?“
Matthäus 16,24–26

Wenn wir es mit der Nachfolge Christi nicht ernst meinen, werden wir – wie die Volksmenge – seine Worte nur als Gleichnisse hören: interessant, aber unverständlich und ohne persönliche Wirkung.

Möge dies eine Zeit des Erwachens sein. Lasst uns nicht lau bleiben (Offenbarung 3,15–16). Lasst uns Jesus persönlich, ernsthaft und von ganzem Herzen suchen. So empfangen wir das wahre Heil, das er uns anbietet.

Maranatha – der Herr kommt.

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Über den Autor

Janet Mushi editor

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