Ein Geizhals ist jemand, dem Mitgefühl und Menschlichkeit fehlen. Solch eine Person ist egoistisch, gefühllos und nur auf sich selbst bedacht. Oft verbirgt ein Geizhals Wut und Hinterlist und zeigt keine echte Liebe gegenüber anderen.
Die Bibel nennt uns Beispiele für Menschen mit solchen Eigenschaften:
Nabal in 1. Samuel 25: Trotz der Freundlichkeit, die David und seine Männer ihm erwiesen, weigerte sich Nabal, auch nur grundlegende Gastfreundschaft wie Essen und Trinken zu gewähren. Sein Egoismus und seine Härte führten zu schweren Konsequenzen.
Der reiche Mann in Lukas 16: Der Mann lebte ein luxuriöses und selbstbezogenes Leben, starb aber in seiner Sünde und endete in Qual und Verderben.
Der Begriff „Geizhals“ und die dazugehörigen Charakterzüge treten auch deutlich in Jesaja 32,5‑8 hervor. In der Einheitsübersetzung lautet es:
„Der Dummkopf wird nicht mehr edel genannt, / und der Schurke wird nicht mehr für vornehm gehalten. / … Denn der Dummkopf redet Dummes, / und sein Herz tut Unheil, / um Ruchloses zu tun / und Lästerliches über den HERRN zu reden: Er lässt die Kehle des Hungrigen leer ausgehen / und dem Durstigen versagt er den Trank. … Aber der Edle plant edle Gedanken und steht zu ihnen mit edlen Taten.“ (Jesaja 32,5‑8, Einheitsübersetzung)
Dieser Abschnitt steht im Kontext einer Prophezeiung über eine kommende Zeit, in der Gerechtigkeit herrschen wird. Jesaja 32,1 beschreibt es so:
„Siehe: Ein König wird nach Gerechtigkeit regieren, / und Fürsten handeln nach Recht.“ (Jesaja 32,1, Einheitsübersetzung)
Diese Worte richten den Blick auf das zukünftige Reich Jesu Christi – eine Zeit wahrer Gerechtigkeit, in der das Verhalten der Menschen und ihrer Führer von Gerechtigkeit und Nobleität geprägt sein wird. Im Gegensatz dazu werden Sorglose, Egoistische und Boshafte keinen Respekt und keine Ehre mehr erhalten.
In diesem kommenden Königreich werden Geizige und Narren nicht mehr als vornehm oder ehrenhaft bezeichnet. Stattdessen werden Gerechtigkeit und edle Taten gefeiert. Die Egoisten und Bösen stehen dem gerechten Urteil Christi gegenüber (vgl. Offenbarung 2,27).
Es ist wichtig zu verstehen, dass Gott keine Favoriten hat – ob jemand im Himmel oder in der Hölle endet, hängt vom Zustand seines Herzens und seiner Antwort auf Gottes Gnade hier und jetzt ab. Nach dem Tod gibt es keine zweite Chance (vgl. Hebräer 9,27). Heute ist der Tag des Heils; morgen ist nicht garantiert.
Die letzten Tage sind durch einen beunruhigenden Trend gekennzeichnet: Sünde und Egoismus werden oft gelobt, statt verurteilt. Doch Gott ruft uns zur Umkehr und zum Glauben an Jesus Christus, der Vergebung und neues Leben schenkt.
Schalom.
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