Title Juli 2021

LEGE DEIN GEWAND NICHT AB UND GEHE NICHT NACKT

(Eine theologische Betrachtung zu Offenbarung 16,15)

„Siehe, ich komme wie ein Dieb. Selig ist, der da wacht und seine Kleider bewahrt, damit er nicht nackt gehe und man seine Blöße sehe.“
Offenbarung 16,15 | Lutherbibel 2017

Geistliche Wachsamkeit und Heiligkeit: Eine lebenslange Berufung

In diesem Vers spricht Jesus sowohl eine Warnung als auch eine Verheißung aus: Er wird unerwartet kommen – wie ein Dieb in der Nacht – und selig ist, wer geistlich wach bleibt und seine Kleider bewahrt.

Im biblischen Sprachgebrauch stehen Kleider oft symbolisch für Gerechtigkeit, Charakter oder geistlichen Zustand. In der Schrift „bekleidet zu sein“ bedeutet, mit der Heiligkeit Gottes bedeckt zu sein – entweder durch die angerechnete Gerechtigkeit in Christus (Rechtfertigung) oder durch ein gehorsames Leben (Heiligung).

Das Gewand der Gerechtigkeit

Das „Gewand“, von dem in Offenbarung 16,15 die Rede ist, steht in engem Zusammenhang mit dem Lebenswandel und dem geistlichen Stand des Gläubigen. Eine klare Definition dazu finden wir in:

„Und es wurde ihr gegeben, sich in feine Leinwand zu kleiden, glänzend und rein; die feine Leinwand aber ist die Gerechtigkeit der Heiligen.“
Offenbarung 19,8 | Lutherbibel 2017

Dieses feine Leinen steht für die gerechten Taten der Heiligen – nicht für eine Gerechtigkeit aus Werken allein, sondern für eine Gerechtigkeit, die aus dem Glauben an Christus hervorgeht (vgl. Jakobus 2,17). Das stimmt mit Paulus’ Lehre überein, dass wir aus Gnade durch den Glauben gerettet sind – und dass dieser Glaube sich in einem veränderten Leben zeigt (Epheser 2,8–10).

Ein biblisches Beispiel: Der junge Mann, der nackt floh

Ein anschauliches Beispiel für das „Verlieren des Gewandes“ finden wir bei der Verhaftung Jesu:

„Und ein junger Mann folgte ihm nach, der war mit einem leinenen Tuch bekleidet auf bloßem Leib; und sie ergriffen ihn. Er aber ließ das Tuch fahren und floh nackt davon.“
Markus 14,51–52 | Lutherbibel 2017

Dieser junge Mann (möglicherweise Johannes Markus selbst) war Jesus mutig gefolgt. Doch als Gefahr drohte, ließ er sein Gewand zurück und floh. Dieses Bild zeigt, wie Angst und Druck uns dazu bringen können, unsere geistliche Bedeckung aufzugeben und Sicherheit über Treue zu Christus zu stellen.

Was es bedeutet, geistlich nackt zu wandeln

„Nackt zu wandeln“ ist ein biblisches Bild für geistliche Scham, Bloßstellung und Gericht. Adam und Eva erkannten nach dem Sündenfall, dass sie nackt waren (1. Mose 3,7–10). In der Offenbarung steht geistliche Nacktheit für ein Leben ohne Gottes Gerechtigkeit:

„Du sprichst: Ich bin reich und habe gar satt und brauche nichts! – und weißt nicht, dass du elend und jämmerlich bist, arm, blind und bloß.
Ich rate dir, dass du Gold von mir kaufst, das im Feuer geläutert ist, damit du reich werdest, und weiße Kleider, damit du dich anziehst und die Schande deiner Blöße nicht offenbar werde…“

Offenbarung 3,17–18 | Lutherbibel 2017

Jesus warnt die Gemeinde in Laodizea: Selbstzufriedenheit ohne Heiligkeit ist gefährlich. Ein Leben ohne das Gewand der Gerechtigkeit Christi wird uns bei seiner Wiederkunft bloßstellen.

Prüfungen und die Versuchung, Gerechtigkeit abzulegen

Viele stehen heute in der Versuchung, ihr geistliches Gewand abzulegen – ihre Überzeugungen unter dem Druck von Prüfungen zu kompromittieren. Ob durch Ablehnung, Verfolgung, Druck am Arbeitsplatz oder Konflikte in Beziehungen – manche kehren ihrem Glaubensweg den Rücken und wenden sich der Welt zu.

Doch die Schrift ruft uns gerade in schweren Zeiten zur Treue auf:

„Denn wer sein Leben erhalten will, der wird’s verlieren; und wer sein Leben verliert um meinetwillen und um des Evangeliums willen, der wird’s erhalten.“
Markus 8,35 | Lutherbibel 2017

Dies unterstreicht den Preis der Nachfolge. Uns wird kein bequemes Leben versprochen – wohl aber das ewige Leben und Christi Gegenwart inmitten des Leidens.

Eine letzte Erinnerung: Er kommt wie ein Dieb

Jesus verwendet das Bild vom Dieb in der Nacht mehrfach, um seine plötzliche Wiederkunft zu beschreiben (vgl. Matthäus 24,42–44; 1. Thessalonicher 5,2). Dabei geht es nicht um Angst, sondern um Wachsamkeit. Nur wer geistlich wach bleibt und mit dem Gewand der Gerechtigkeit bekleidet ist, wird bei seinem Kommen nicht beschämt dastehen.


Fragen zur Anwendung:

  • Hast du dein geistliches Gewand – dein Streben nach Heiligkeit – aus Angst oder Entmutigung abgelegt?

  • Gehst du „nackt“ vor Gott, weil du Gerechtigkeit gegen Kompromisse eingetauscht hast?

  • Bist du geistlich wachsam, oder ist deine Beziehung zu Christus kalt und gleichgültig geworden?

Maranatha – der Herr kommt

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Geduld und die Strategien Absaloms – Die Lehre dahinter


Unter den Kindern, die David sehr liebte und die ihm zugleich viel Kummer bereiteten, war Absalom. Absalom war ein schöner junger Mann, aber zugleich jemand, der außergewöhnliche Strategien benutzte, um seine Ziele zu erreichen.

Absalom brachte zwei große Erschütterungen über Israel. Die erste war die Ermordung seines Bruders Amnon, des Sohnes des Königs, und die zweite sein Versuch, das Königreich seines eigenen Vaters David zu stürzen.

Wenn du die Bibel liest, besonders 2. Samuel Kapitel 13 bis 19, findest du diese Geschichte. Du erinnerst dich vielleicht, dass Absalom eine leibliche Schwester namens Tamar hatte. Eines Tages aber begehrte ihr Halbbruder Amnon sie und verging sich gewaltsam an ihr. Dieses schändliche Geschehen brachte große Schmach über Tamar und über ihre Familie. Als Absalom davon hörte, wurde er tief erzürnt und hasste Amnon von da an.

Doch eine auffällige Eigenschaft Absaloms war, dass er keine übereilten Entscheidungen traf. In der Bibel heißt es:

2. Samuel 13,22: „Absalom aber redete mit Amnon weder Gutes noch Böses; denn Absalom hasste Amnon, weil er seine Schwester Tamar geschändet hatte.“

Absalom schwieg – nicht, weil er vergeben hatte, sondern weil er plante. Zwei Jahre lang trug er den Groll in seinem Herzen und bereitete alles sorgfältig vor. Schließlich lud er seine Brüder und den König zu einem Fest ein, das er aus Anlass der Schafschur gab. Dort ließ er Amnon töten, als dieser betrunken war – sein Plan war erfüllt.

Warum handelte Absalom nicht sofort? – Weil er ein Mensch der Strategie war. Und genau das ist eine der Lehren, die Gott uns durch ihn zeigen will: Manchmal liegt in Geduld und Planung große Kraft.

Nachdem David von dem Mord erfuhr, wollte er Absalom töten lassen. Doch dieser floh in ein anderes Land und blieb dort drei Jahre. Schließlich kehrte er nach Jerusalem zurück – aber in seinem Herzen trug er den festen Vorsatz, selbst König Israels zu werden. Wieder griff er nicht sofort an, sondern begann mit Geduld und Klugheit seinen Plan zu formen.

Die Bibel berichtet:

2. Samuel 15,1–6:
1 Danach schaffte sich Absalom Wagen und Pferde an und fünfzig Mann, die vor ihm herliefen.
2 Und Absalom machte sich frühmorgens auf, stellte sich an den Weg zum Tor; und jeden, der eine Rechtssache hatte, um zum König vor Gericht zu gehen, rief Absalom zu sich …
3 Und Absalom sprach zu ihm: „Siehe, deine Sache ist gut und recht, aber beim König ist niemand, der dich hört.“
4 Und er sprach weiter: „Ach, wer mich zum Richter im Lande setzte! Zu mir sollte kommen jedermann, der einen Streit oder eine Rechtssache hat, damit ich ihm zum Recht helfe.“
5 Und wenn jemand kam, um sich vor ihm zu verneigen, so streckte er seine Hand aus, ergriff ihn und küsste ihn.
6 So tat Absalom mit ganz Israel, das zum König kam, um Recht zu finden; und so stahl Absalom das Herz der Männer Israels.

Vier Jahre lang tat er dies – jeden Morgen stand er früh auf, um sich den Menschen zuzuwenden, ihre Sorgen anzuhören, freundlich zu reden und sich beliebt zu machen. Schließlich gewann er das Herz des ganzen Volkes. Als die Zeit reif war, rief er die Menschen auf, ihm zu folgen – und ein großer Aufstand begann. König David musste fliehen, um sein Leben zu retten. Wäre der Herr nicht auf seiner Seite gewesen, hätte Absalom das Reich übernommen.

Doch durch all das lernte David eine tiefe Lektion.


Was lernen wir daraus?

Die Geschichten der Bibel – ob von Guten oder Bösen – tragen immer eine Lehre für uns. Heute sind viele Christen ungeduldig: Wir wollen, dass alles sofort geschieht, noch in derselben Nacht. Doch Gottes Wege folgen anderen Prinzipien. Um etwas Großes zu erreichen, braucht es Geduld und Ausdauer.

Vielleicht wirst du jahrelang das Evangelium verkünden, ohne sichtbare Frucht – doch bleibe treu, und zur rechten Zeit wirst du ernten.
Vielleicht singst du, komponierst Lieder und übst jahrelang, ohne dass jemand sie hört – aber eines Tages wird der Herr deine Werke gebrauchen, um viele zu segnen.
Vielleicht betest du für Kranke und siehst zunächst keine Heilung – doch bleibe geduldig und glaubensvoll, und Gott wird dich mit Gaben erfüllen.

Absalom war kein Mensch, der übereilt handelte. Sein Geduld und seine Strategien verliehen ihm Macht und Einfluss – auch wenn er sie letztlich falsch einsetzte. Aber seine Haltung lehrt uns, dass Geduld und Zielstrebigkeit unabdingbar sind, wenn wir Gottes Bestimmung erreichen wollen.

Darum: Gib nicht auf, wenn du heute noch keine Frucht siehst. Verliere nicht den Mut, sondern bleibe treu und fleißig.
Zur rechten Zeit wirst du die Ernte deiner Mühen sehen.

Der Herr segne dich.


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DER BESTE KÖDER


Gepriesen sei der Name unseres Herrn Jesus Christus!
Willkommen zu einer gemeinsamen Bibelbetrachtung.

Beim Fischen gibt es verschiedene Methoden – man kann mit einer Angel oder mit Netzen fischen.

Das Angeln mit der Angelrute bedeutet, dass man einen Fisch nach dem anderen fängt. Es dauert länger und bringt meist nur wenig Ertrag.
Bei dieser Methode sind im Grunde nur zwei Dinge entscheidend: die Angel selbst und der Köder.

Der Köder ist meist ein kleines Stück Fleisch oder Fisch, das den Fisch anlocken soll.
Wenn ein Fisch gefangen ist, muss der Fischer einen neuen Köder anbringen, um den nächsten zu fangen.
Das ist zwar eine gute, aber auch langsame und ertragsschwache Methode.

Doch es gibt eine andere Art des Fischens – ohne Fleischköder, aber mit großem Ertrag: das Fischen mit Netzen und Licht!

Dieses Fischen geschieht oft in der Nacht. Die Fischer fahren hinaus aufs offene Meer und zünden ihre Lampen an, die hell leuchten.
Das Licht zieht die Fische an – sie schwimmen näher heran, und schließlich werden sie von den Netzen erfasst.
Das Ergebnis: eine große Menge Fische in kurzer Zeit.

Was lernen wir daraus?
Ein Köder aus Licht ist besser als ein Köder aus Fleisch.

Auch wir, die wir den Herrn Jesus verkündigen, sind mit Fischern zu vergleichen, und die Welt gleicht dem Meer.
Wie die Fischer in der Nacht hinausfahren, so gehen auch wir hinaus, um Menschen zu „fischen“ – in einer Welt voller Dunkelheit,
unter Menschen, die im Finstern leben, deren Augen der Satan verblendet hat, damit sie das Licht nicht sehen.

Unser Köder ist nicht das Fleisch – das hat keine Wirkung inmitten der tiefen Dunkelheit dieser Welt.
Unser Köder muss helles Licht sein!

Matthäus 5,14–16 (LUT 2017)
14 Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein.
15 Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf den Leuchter; so leuchtet es allen, die im Hause sind.
16 So soll euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.

Wie die Lampen der Fischer in der Nacht viele Fische anziehen, so sind unsere guten Werke das Licht, das Menschen zu Christus zieht –
mehr als alle Wunder, Sprachen oder Gaben, die wir haben könnten.

Vergiss nie: Der beste Köder ist unser leuchtendes Licht – das heißt: unsere Taten.
Je heller unser Licht scheint, desto weiter ist es sichtbar – und desto mehr Menschen werden davon angezogen.
Doch wenn unser Licht schwach ist, wird kein einziger Fisch in unsere Netze kommen.

Philipper 2,15 (LUT 2017)
… damit ihr untadelig und lauter seid, Gottes Kinder ohne Tadel mitten unter einem verkehrten und verdrehten Geschlecht, unter dem ihr scheint wie Lichter in der Welt.

Leuchtet dein Licht mitten in dieser finsteren Welt?

Der Herr helfe uns und segne uns.


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Verfluche nicht die Tauben und stelle kein Hindernis vor die Blinden

Levitikus 19,14 (LUT2017)
„Du sollst den Tauben nicht fluchen und dem Blinden kein Hindernis vor die Füße legen, sondern deinen Gott fürchten. Ich bin der HERR.“

Dieses kraftvolle Gebot aus dem 3. Buch Mose gehört zum Heiligkeitsgesetz Gottes, in dem Er Sein Volk auffordert, gerecht, barmherzig und ehrfürchtig zu leben. In diesem Vers verbietet Gott ausdrücklich, die Schwachen auszunutzen – hier sind es die Tauben und Blinden –, was als tiefgehende Metapher dafür gilt, wie wir alle Schutzbedürftigen behandeln sollen.

Die „Tauben“ und „Blinden“ sind hier wörtlich zu verstehen, aber auch symbolisch. Sie stehen für Menschen, die aufgrund von Einschränkungen oder Unwissenheit Gefahr laufen, ausgenutzt zu werden. Ein „Hindernis“ ist alles, was sie zum Stolpern bringt oder schadet – sei es körperlich, emotional oder geistlich.

Warum legt Gott darauf besonderen Wert?
Weil Gott ein Gott der Gerechtigkeit und Barmherzigkeit ist (Micha 6,8) und Sein Volk auffordert, Sein Wesen widerzuspiegeln. Die Schwächen anderer auszunutzen ist nicht nur ungerecht, sondern missachtet Gottes Heiligkeit und Liebe. Dieser Vers erinnert uns daran, dass Gottesfurcht bedeutet, die Schwachen zu schützen und zu achten, statt ihnen Schaden zuzufügen.

Micha 6,8 (LUT2017)
„Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der HERR von dir fordert: nichts als Recht tun, Güte lieben und demütig sein vor deinem Gott.“

Praktische Beispiele für Ausbeutung von Schwäche

Man denke an einen Blinden, der eine belebte Straße überqueren möchte. Natürlich hilft man ihm behutsam, zeigt Mitgefühl und Fürsorge. Ihn absichtlich in Gefahr zu bringen, ist grausam und unmenschlich.

Leider gibt es solches Verhalten auch im Alltag. Zum Beispiel möchte jemand ein Handy kaufen, kennt sich aber nicht aus. Statt ehrlich zu beraten, betrügt ein Verkäufer ihn und verkauft ein gefälschtes Gerät zum Preis eines echten. Der Käufer erleidet einen Verlust – genau das verurteilt Levitikus als „Hindernis vor die Blinden legen“.

Diese Form von Betrug ist eine Beleidigung Gottes Gerechtigkeit. Die Schrift verurteilt Täuschung und fordert Redlichkeit.

Sprüche 11,1 (LUT2017)
„Falsche Waage ist dem HERRN ein Gräuel; aber volles Gewicht gefällt ihm.“

Sprüche 20,23 (LUT2017)
„Zwei Arten von Waagen sind dem HERRN ein Gräuel, unrichtige Gewichte sind seine Lust nicht.“

Solches Verhalten ist weit verbreitet und zeigt ein sündiges Herz, das nicht durch Gottes Gnade verwandelt wurde.

Die Geschichte von Eva im Garten Eden (1. Mose 3) erinnert uns daran, wie der Satan ihre „Blindheit“ gegenüber Gut und Böse ausnutzte, um sie zu täuschen. Statt sie zur Gehorsamkeit zu führen, führte seine List zur Sünde in die Welt. Ebenso missbrauchen Menschen heute die Unwissenheit oder Schwäche anderer für egoistischen Gewinn und setzen so die Sündengeschichte fort.

Weitere Beispiele

Manche gehen Abkürzungen, um Profit auf Kosten anderer zu erhöhen. Ein Koch kann etwa Füllstoffe oder schädliche Substanzen ins Essen mischen, in dem Wissen, dass Kunden es nicht bemerken. Das ist nicht nur unehrlich, sondern gefährdet die Gesundheit anderer und missfällt Gott zutiefst.

Sprüche 12,22 (LUT2017)
„Lügenhafte Lippen sind dem HERRN ein Gräuel; die aber treulich handeln, gefallen ihm.“

Noch trauriger ist es, wenn religiöse Führer oder Diener die geistlichen oder emotionalen Schwächen der Menschen ausnutzen, sie bedrohen oder täuschen, um Geld oder Macht zu erlangen. Jesus selbst verurteilte solche Heuchelei und Ausbeutung.

Matthäus 23,14 (LUT2017)
„Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler! Denn ihr versiegelt das Himmelreich vor den Menschen; denn ihr geht nicht hinein, und die hinein wollen, lasst ihr nicht hinein.“

Unser Auftrag als Gottes Nachfolger

Gott ruft uns dazu auf, wie Hiob zu sein, der sagte:

Hiob 29,15 (LUT2017)
„Ich war den Blinden Augen und den Lahmen zu Füßen.“

Wir sind berufen, Bedürftige zu dienen und zu unterstützen, sie richtig zu leiten und vor Schaden zu bewahren. „Den Herrn fürchten“ heißt, ihn zu ehren, indem wir gerecht handeln, Barmherzigkeit lieben und demütig wandeln.

Micha 6,8 (LUT2017)
„Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der HERR von dir fordert: nichts als Recht tun, Güte lieben und demütig sein vor deinem Gott.“

Wenn wir die Schwachen schützen und in Integrität leben, spiegeln wir Gottes Wesen wider und erfahren seine Segnungen – „viele gute Tage“ in seiner Welt.

Psalm 91,16 (LUT2017)
„Mit langen Tagen sättige ich ihn und lasse ihn mein Heil schauen.“

Schalom.


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Repariere deine Netze, reinige deine Netze

Shalom! Ich grüße dich im Namen unseres Herrn und Erlösers Jesus Christus. Heute wollen wir ein kraftvolles geistliches Prinzip betrachten, das im Alltag der Fischer verborgen liegt – ein Prinzip, das sowohl für Berufene im Dienst als auch für alle Gläubigen, die sich der Seelengewinnung widmen, direkte Anwendung findet.

Die praktische Lektion: Fischer fischen nicht nur

Wenn wir an Fischer denken, stellen wir uns oft vor, wie sie ihre Netze ins Meer werfen, Fische fangen, nach Hause zurückkehren – und das Ganze am nächsten Tag wiederholen. Aber wer je mit echten Fischern zu tun hatte, weiß: Fischen bedeutet nicht nur, das Netz auszuwerfen und einzuholen. Es bedeutet auch, die Ausrüstung vorzubereiten, zu pflegen und bei Bedarf zu reparieren.

Nach jedem Fischfang – egal, ob sie etwas gefangen haben oder nicht – reinigen die Fischer ihre Netze und reparieren sie, wenn nötig. Warum?

Weil Netze nicht nur Fische fangen. Sie sammeln auch Seegras, Schlamm, Müll und Unrat. Wenn man das vernachlässigt, beginnt es zu verrotten, lockt Ungeziefer an und schwächt das Material. Tote Fische, die im Netz hängen bleiben, verfallen und beschädigen die Fasern zusätzlich. Wenn man nicht handelt, entstehen Löcher – und das Netz wird nutzlos.

Ein sauberes Netz ist ein wirksames Netz.

Schmutzige Netze sind im Wasser sichtbar, und Fische meiden sie instinktiv. Die besten Netze sind fast unsichtbar – genauso wie ein wirksamer Dienst oft aus stillen, verborgenen geistlichen Disziplinen hervorgeht.


Biblische Grundlage: Jesus und die Fischer

Sehen wir uns an, was die Evangelien berichten:

Lukas 5,1–5 (LUT 2017)
„Es begab sich aber, als sich das Volk zu ihm drängte, um das Wort Gottes zu hören, da stand er am See Genezareth
und sah zwei Boote am Ufer liegen; die Fischer aber waren aus ihnen ausgestiegen und wuschen ihre Netze.
Er stieg in eines der Boote, das Simon gehörte, und bat ihn, ein wenig vom Land hinauszufahren. Und er setzte sich und lehrte das Volk vom Boot aus.
Und als er aufgehört hatte zu reden, sprach er zu Simon: Fahr hinaus, wo es tief ist, und werft eure Netze zum Fang aus!
Und Simon antwortete und sprach: Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen; aber auf dein Wort will ich die Netze auswerfen.“

Achte auf dieses Detail: Die Fischer wuschen ihre Netze – obwohl sie nichts gefangen hatten. Warum? Weil Disziplin und Vorbereitung nicht vom Ergebnis abhängen, sondern von Gehorsam und geistlichen Prinzipien.

Auch im Markus-Evangelium lesen wir:

Markus 1,19–20 (LUT 2017)
„Und als er ein wenig weiterging, sah er Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und Johannes, seinen Bruder, wie sie im Boot ihre Netze zurichteten.
Und sogleich rief er sie, und sie ließen ihren Vater Zebedäus im Boot mit den Tagelöhnern und folgten ihm nach.“

Das war keine zufällige Instandhaltung – es war bewusste Vorbereitung. Als Jesus sie rief, waren sie aktiv damit beschäftigt, ihre Werkzeuge zu pflegen. Daraus lernen wir: Treue Diener kümmern sich um das, was Gott ihnen anvertraut hat.


Die geistliche Lektion: Die Netze stehen für unseren Dienst und unser Leben

Im Neuen Testament verwendet Jesus das Bild des Fischfangs, um Evangelisation und Berufung zum Dienst zu beschreiben:

Matthäus 4,19 (LUT 2017)
„Und er sprach zu ihnen: Folgt mir nach; ich will euch zu Menschenfischern machen!“

Als Nachfolger Christi – besonders, wenn wir berufen sind zu lehren, zu predigen oder Zeugnis zu geben – sind wir geistliche Fischer. Doch allzu oft konzentrieren wir uns nur auf das „Netz Auswerfen“ (Predigen, Evangelisieren, Lobpreis leiten) und vernachlässigen das notwendige, fortlaufende Werk von Reinigung und Zurüstung.


Wie reparieren wir unsere Netze?

Wir reparieren unsere geistlichen Netze durch das Wort Gottes.

2. Timotheus 3,16–17 (LUT 2017)
„Denn alle Schrift ist von Gott eingegeben und nütze zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit,
dass der Mensch Gottes vollkommen sei, zu allem guten Werk geschickt.“

Netze reparieren heißt:
– Unsere Lehre anhand der Schrift überprüfen (Titus 2,1)
– Unsere Botschaft im Geist und zur rechten Zeit bringen (Prediger 3,1)
– Sicherstellen, dass unsere Verkündigung mit dem Evangelium Christi übereinstimmt (Galater 1,6–9)

Wenn wir das nicht tun, lehren wir womöglich aus Tradition oder Emotion – und nicht aus göttlicher Wahrheit. Die Folge? Geistliche Löcher in unseren Netzen. Menschen gehen uns nicht verloren, weil sie Christus ablehnen, sondern weil sie nie mit einem heilen Netz wirklich erreicht wurden.


Wie reinigen wir unsere Netze?

Wir reinigen unsere Netze, indem wir unser persönliches Leben reinigen.

1. Petrus 1,15–16 (LUT 2017)
„Sondern wie der, der euch berufen hat, heilig ist, sollt auch ihr heilig sein in eurem ganzen Wandel.
Denn es steht geschrieben: Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig.“

Unser Leben muss die Botschaft widerspiegeln, die wir predigen. Die Kraft des Evangeliums wird geschwächt, wenn der Bote kompromittiert lebt. Ein schmutziges Netz vertreibt die Fische – ebenso wie ein kompromittiertes Zeugnis Suchende vom Glauben abschreckt.

2. Korinther 7,1 (LUT 2017)
„Weil wir nun solche Verheißungen haben, meine Lieben, so lasst uns uns reinigen von aller Befleckung des Fleisches und des Geistes und die Heiligung vollenden in der Furcht Gottes.“

Es geht nicht um Gesetzlichkeit – sondern um ein Leben, das unsere Berufung nicht widerspricht. Ein Leben in Integrität, Demut und Heiligung macht das Evangelium glaubwürdig und anziehend.


Letzte Ermutigung: Gehorsam geht der Ernte voraus

Erinnere dich an Simons Worte in Lukas 5,5:

„Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen; aber auf dein Wort will ich die Netze auswerfen.“

Dieser Gehorsam – selbst in Entmutigung – führte zu einem übernatürlichen Fang. Aber das geschah nur, nachdem:
– Die Netze gewaschen waren
– Sie Jesu Anweisung gehorchten
– Sie dem Wort mehr vertrauten als ihrer Erfahrung


Fazit: Halte deine Netze in Ordnung

Lass uns als Diener und Gläubige niemals die täglichen geistlichen Disziplinen vernachlässigen:
– Die Lehre prüfen und im Wort leben
– Das persönliche Leben reinigen und heiligen

Diese Dinge sind nicht optional. Sie sind entscheidend für einen fruchtbaren, geistgeleiteten Dienst. So wie Fischer täglich ihre Netze pflegen, sollen auch wir treu mit dem umgehen, was Gott uns anvertraut hat.

Johannes 15,8 (LUT 2017)
„Darin wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht bringt und werdet meine Jünger.“

Der Herr segne dich!


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Ein einfacher Weg, Christus dem Volk zu verkünden

 


Ein einfacher Weg, Christus dem Volk zu verkünden

Grüße im Namen unseres Herrn und Erlösers Jesus Christus!

Wir danken Gott für Seine Gnade, uns einen neuen Tag zu schenken. Zu Beginn lade ich Sie ein, mit mir über eine kraftvolle Wahrheit aus der Bibel nachzudenken: die Bedeutung geistlicher Einheit in der Kirche als Zeugnis für die Welt.

Warum fällt es heute so schwer, Menschen mit dem Evangelium zu erreichen?
Wenn wir von „denen draußen“ sprechen, meinen wir Menschen, die entweder weltlich eingestellt sind oder anderen Religionen folgen. Evangelisation wird zunehmend schwieriger – aber woran liegt das?

Es stimmt zwar, dass „der Herr die Seinen kennt“ (2. Timotheus 2,19), doch diese Wahrheit darf nicht als Ausrede dienen, den Missionsauftrag zu vernachlässigen (Matthäus 28,19–20). Das eigentliche Problem liegt oft in der Kirche selbst: Wir haben es versäumt, in geistlicher Einheit zu leben.

Das Zeugnis der Einheit – der Schlüssel zur Evangelisation
Kurz vor Seiner Kreuzigung betete Jesus ein tiefes Gebet:

Johannes 17,21–23
„Damit sie alle eins seien, wie Du, Vater, in mir und ich in Dir, damit auch sie in uns eins seien, damit die Welt glaube, dass Du mich gesandt hast. Die Herrlichkeit, die Du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben, damit sie eins seien, wie wir eins sind: ich in ihnen und Du in mir; damit sie vollkommen seien in Eins, und die Welt erkenne, dass Du mich gesandt hast und sie geliebt hast, wie Du mich geliebt hast.“

Jesus zeigt hier: Die Glaubwürdigkeit des Evangeliums hängt unmittelbar von der Einheit der Gläubigen ab. Wenn Christen in geistlicher Einheit leben, bestätigt dies, dass Jesus wirklich der von Gott gesandte Sohn ist.

Nicht jede Einheit kommt von Gott
Jesus sprach nicht von oberflächlicher oder organisatorischer Einheit – etwa durch Denominationen oder interreligiöse Bündnisse. Er betete für geistliche Einheit – eine Einheit, die der Heilige Geist bewirkt.

Epheser 4,3–6
„Befleißigt euch, die Einheit des Geistes zu bewahren in dem Band des Friedens. Es gibt einen Leib und einen Geist, wie ihr auch berufen seid zu einer Hoffnung eurer Berufung; ein Herr, ein Glaube, eine Taufe; ein Gott und Vater aller, der über allen und durch alle und in euch allen ist.“

Diese „Einheit des Geistes“ ist tief in der Lehre verwurzelt und vom Geist befähigt. Sie ist nicht nur emotional oder organisatorisch – sie ist Einheit in Wahrheit und Liebe, gegründet auf der Person und dem Werk Christi.

Die zentralen Elemente wahrer geistlicher Einheit

Ein Herr – Jesus Christus
Nicht ein Prophet, Heiliger oder Religionsstifter, sondern der auferstandene Herr (Apg 4,12). Er ist der Eckstein unserer Gemeinschaft (Eph 2,20).

Ein Glaube – der Glaube an Christus
Dieser Glaube basiert auf der Heiligen Schrift, nicht auf menschlicher Tradition (Judas 1,3; 2. Timotheus 3,16–17).

Eine Taufe – im Namen Jesu Christi
Die frühe Kirche taufte durch Untertauchen im Namen Jesu (Apg 2,38; 8,16; 10,48; 19,5). Dies leugnet nicht die Dreieinigkeit Gottes (Matthäus 28,19), sondern bestätigt, dass Jesus der Offenbarte Name ist, durch den Heil kommt (Apg 4,12).

Ein Geist – der Heilige Geist
Der Heilige Geist wohnt in jedem Gläubigen, verbindet uns zu einem Leib (1. Kor 12,13) und befähigt uns, Frucht zu tragen (Gal 5,22–23).

Wenn die Kirche vereint ist, wird Christus sichtbar
Wenn die Kirche diese Wahrheiten lebt, wird unser Zeugnis für die Welt stark und überzeugend – nicht nur durch Worte, sondern durch unser Leben und unsere Liebe.

Johannes 13,35

Jesus sagte: „Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt“ 

Uneinigkeit hingegen sendet ein widersprüchliches Signal. Wenn Gläubige durch Konfessionen, unterschiedliche Lehren oder persönliche Interessen gespalten sind, wird das Evangelium in den Augen der Welt verwässert.

Ein Aufruf zur Selbstprüfung
Wir müssen uns fragen:
Ist die Einheit, für die Jesus gebetet hat, in uns heute sichtbar?
Wenn nicht, müssen wir anerkennen, dass etwas gebrochen ist. Und wenn es gebrochen ist, muss es wiederhergestellt werden – nicht nur zu unserem Vorteil, sondern um des Evangeliums willen.

Dies ist nicht nur ein persönliches Ziel, sondern ein göttlicher Auftrag:

Johannes 17,23

„Ich in ihnen und Du in mir, damit sie vollkommen seien in Eins, und damit die Welt erkenne, dass Du mich gesandt hast …“ 

Christus durch unsere Einheit predigen
Lasst uns durch die Hilfe des Heiligen Geistes zu biblischer Einheit zurückkehren – in Lehre, Geist und Liebe. Wenn wir das tun, müssen wir nicht mehr kämpfen, um Menschen von Christus zu überzeugen. Unsere Einheit selbst wird Christus den Nationen verkünden.

Schalom.
Komm, Herr Jesus!

 

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Wer Geld liebt, wird niemals satt

1. Das Gleichnis der Mücke – ein warnendes Bild

Eine Mücke gibt uns ein sehr eindrückliches Beispiel. Wenn sie auf einem Menschen landet und ungestört Blut saugt, hört sie nicht von selbst auf. Sie saugt weiter, bis ihr Körper buchstäblich platzt – und sie daran stirbt.
Diese biologische Tatsache spiegelt eine tiefe geistliche Wahrheit wider:
Wer von der Liebe zum Geld beherrscht wird, verliert das Maß und weiß nicht mehr, wann genug genug ist.
Die Begierde verblendet das Herz und führt schließlich ins Verderben.


2. Biblische Weisheit über Geld und Zufriedenheit

Prediger 5,9–10 sagt:

„Wer Geld liebt, wird vom Geld nicht satt, und wer Reichtum liebt, hat keinen Nutzen davon. Auch das ist Eitelkeit. Wo viel Gut ist, da sind viele, die es verzehren; und was hat sein Besitzer davon als nur, es mit seinen Augen anzusehen?“

Dieser Abschnitt macht ein zentrales Thema der Weisheitsliteratur deutlich:
Irdische Dinge sind leer, wenn sie von Gott getrennt sind.
Materieller Reichtum schenkt keine wahre Erfüllung. Je mehr wir besitzen, desto größer werden oft Druck, Verantwortung und Unzufriedenheit.
Wahre Zufriedenheit kommt nicht aus äußeren Gütern, sondern aus einem Leben, das in Gott verwurzelt ist.


3. Gottes Weisheit versus weltliche Weisheit

Die Welt sagt: „Jage dem Geld nach. Mach es zum Ziel deines Lebens.“
Doch Gottes Weisheit warnt uns davor, unser Leben auf Reichtum zu bauen.

Hebräer 13,5 sagt:

„Euer Leben sei frei von Geldliebe; begnügt euch mit dem, was vorhanden ist. Denn er selbst hat gesagt: ‚Ich will dich nicht verlassen und dich nicht versäumen.‘“

Diese Aufforderung richtet sich nicht gegen Geld an sich, sondern gegen Habsucht – ein unheiliges Verlangen, das das Vertrauen auf Gott durch Vertrauen auf Besitz ersetzt.
Die Sicherheit des Gläubigen liegt in Gottes Gegenwart und Fürsorge, nicht in materiellen Dingen.


4. Die Liebe zum Geld ist geistliches Gift

1. Timotheus 6,10 erklärt:

„Denn die Geldliebe ist eine Wurzel alles Bösen; einige, die ihr nachgingen, sind vom Glauben abgeirrt und haben sich selbst viele Schmerzen verursacht.“

Das hier verwendete griechische Wort philargyria beschreibt eine krankhafte, übermäßige Zuneigung zum Geld.
Paulus macht deutlich: Diese Haltung ist nicht neutral. Sie zieht Menschen vom Glauben weg und führt zu geistlicher Selbstzerstörung.
Es ist eine konkurrierende Liebe, die Gott vom Mittelpunkt des Lebens verdrängt.


5. Der tragische Fall des Judas Iskariot

Judas begann mit einer verborgenen Liebe zum Geld und stahl aus der gemeinsamen Kasse (Johannes 12,6).
Diese Begierde wuchs und führte schließlich dazu, dass er Jesus für dreißig Silberstücke verriet.

Apostelgeschichte 1,18–19 berichtet über sein Ende:

„Dieser erwarb einen Acker mit dem Lohn der Ungerechtigkeit; und er stürzte kopfüber hinab, barst mitten entzwei, und alle seine Eingeweide quollen hervor. Und es wurde allen Bewohnern Jerusalems bekannt …“

Das Leben des Judas zeigt die Fortschreitung der Sünde:
von verborgenem Geiz zu offenem Verrat und schließlich zu einem gewaltsamen Tod.
Es ist ein ernster Beweis dafür, wie ungezügelte Geldliebe dem Satan Raum gibt (Lukas 22,3) und einen Menschen geistlich und körperlich zerstören kann.


6. Berufung zur Zufriedenheit und zu den Prioritäten des Reiches Gottes

Das christliche Leben ist kein Leben der materiellen Fixierung, sondern ein Leben mit Reich-Gottes-Fokus. Jesus lehrte:

Matthäus 6,33

„Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch dies alles hinzugefügt werden.“

Die Reihenfolge ist entscheidend.
Das Reich Gottes steht an erster Stelle, materielle Versorgung folgt als Verheißung – nicht als Ziel unserer Jagd.


7. Abschließende Ermahnung

Gott ist nicht gegen Reichtum. Er ist gegen Götzendienst – wenn Geld seinen Platz einnimmt.
Wir sind berufen:

  • fleißig zu arbeiten (Kolosser 3,23),
  • verantwortungsvoll mit Geld umzugehen (Sprüche 21,20),
  • freigebig zu sein (2. Korinther 9,7),
  • und in Zufriedenheit zu leben (Philipper 4,11–13).

Die Liebe zum Geld ist eine Falle.
Wie die Mücke, die so lange saugt, bis sie stirbt, wird auch der Mensch, der Reichtum um seiner selbst willen begehrt, am Ende dem Verderben begegnen.
Doch wer Gott an die erste Stelle setzt und sein Herz frei von Habsucht hält, wird in Frieden und mit göttlicher Bestimmung leben.


Gebet

Herr, lehre uns, dich mehr zu lieben als Reichtum.
Hilf uns, deiner Versorgung zu vertrauen und mit dem zufrieden zu sein, was wir haben.
Bewahre unsere Herzen vor Habsucht und schenke uns Weisheit, nach dem zu trachten, was wirklich zählt: deinem Reich und deiner Gerechtigkeit.
Komm, Herr Jesus! 

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Hat Gott die Sünde erschaffen, weil Er alles erschaffen hat?

Das ist eine tiefgehende und sehr wichtige Frage. Um sie richtig zu beantworten, müssen wir zwei grundlegende Wahrheiten festhalten:

  • Gott ist der Schöpfer aller Dinge.
  • Gott ist heilig und kann weder sündigen noch Sünde erschaffen.

Diese beiden Aussagen widersprechen sich nicht, sondern ergänzen einander. Schauen wir uns das genauer an.


1. Gott schuf alles – aber nicht jedes Ergebnis

Ja, Gott hat alles erschaffen. Die Bibel sagt eindeutig:

„Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist.“
(Johannes 1,3 – Lutherbibel 2017)

Das umfasst Himmel, Erde und alles Lebendige. Doch das bedeutet nicht, dass Gott jede einzelne Handlung, Entscheidung oder jedes menschliche Produkt direkt hervorgebracht hat – besonders nicht das, was Seinem Wesen widerspricht.

Ein paar einfache Beispiele machen das deutlich:

  • Gott schuf die Bäume, aber nicht Möbel oder Papier – das sind menschliche Erfindungen.
  • Gott schuf Eisen und Mineralien, aber keine Autos oder Waffen – auch das ist menschliches Werk.
  • Gott gab Mehl, Wasser und Öl, aber kein Chapati oder Pilau – diese entstehen durch menschliches Zusammenfügen der Zutaten.

Genauso hat Gott dem Menschen den freien Willen gegeben. Doch dieser freie Wille kann entweder zum Gehorsam oder zur Rebellion genutzt werden. Sünde entsteht dort, wo sich der Mensch bewusst gegen Gott entscheidet. Sie ist kein von Gott geschaffenes „Ding“, sondern die Verdrehung und der Missbrauch von etwas Gutem, das Gott geschaffen hat.


2. Sünde ist eine menschliche (und engelhafte) Verderbung des Guten

Gott schuf sowohl Engel als auch Menschen mit Entscheidungsfreiheit. Ohne freien Willen wären Liebe, Gehorsam und echte Beziehung zu Gott nicht möglich. Doch Freiheit bringt auch Verantwortung – und die Möglichkeit des Ungehorsams.

Satan war ursprünglich ein heiliger Engel, entschied sich jedoch für Stolz und Rebellion:

„Du warst ohne Tadel in deinem Wandel von dem Tag an, als du geschaffen wurdest, bis sich Bosheit an dir fand.“
(Hesekiel 28,15)

Auch Adam und Eva lebten in einer vollkommenen Schöpfung, entschieden sich aber, Gottes Gebot zu übertreten:

„An dem Tage, da du von ihm isst, musst du des Todes sterben.“
(1. Mose 2,17)

Die Sünde kam also durch menschliche Entscheidung in die Welt – nicht durch Gottes Absicht.

„Darum, wie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und der Tod durch die Sünde, so ist der Tod zu allen Menschen durchgedrungen, weil sie alle gesündigt haben.“
(Römer 5,12)


3. Gott kann keine Sünde erschaffen – weil Er heilig ist

Die Vorstellung, Gott habe die Sünde erschaffen, widerspricht Seinem Wesen. Die Schrift ist hierin eindeutig:

„Gott ist Licht, und in ihm ist keine Finsternis.“
(1. Johannes 1,5)

„Du bist zu rein von Augen, als dass du Böses ansehen könntest; dem Unrecht kannst du nicht zusehen.“
(Habakuk 1,13)

„Denn du bist nicht ein Gott, dem gottloses Wesen gefällt; wer böse ist, bleibt nicht vor dir.“
(Psalm 5,5)

Wäre Gott der Urheber der Sünde, wäre Er nicht mehr gerecht und rein. Doch die Bibel bezeugt klar: Gott ist vollkommen heilig und hasst die Sünde.


4. Sünde wird weiterhin hervorgebracht

Auch heute entstehen ständig neue Formen des Bösen. Jesus selbst hat dies vorausgesagt:

„Und weil die Ungerechtigkeit überhandnehmen wird, wird die Liebe in vielen erkalten.“
(Matthäus 24,12)

Paulus bestätigt das:

„…sie erfinden Böses…“
(Römer 1,30)

Das erklärt den moralischen Verfall unserer Welt – und warum Gottes Gericht unausweichlich ist, wenn der Mensch nicht umkehrt.


5. Der einzige Ausweg aus der Sünde ist Jesus Christus

Kein Mensch kann sich selbst aus der Macht der Sünde befreien. Doch Gott hat in Seiner Gnade einen Rettungsweg geschaffen:

„Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.“
(Römer 5,8)

Das Heil schließt ein:

  • Umkehr und Abwendung von der Sünde (Buße) – (Apostelgeschichte 3,19)
  • Taufe auf den Namen Jesu Christi – (Apostelgeschichte 2,38)
  • Empfang des Heiligen Geistes, der zu einem heiligen Leben befähigt – (Römer 8,13–14)

In Christus werden wir nicht nur vergeben, sondern erneuert und verwandelt.

„Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.“
(2. Korinther 5,17)


6. Gottes Ruf zur Heiligkeit

Gottes Wille für Seine Kinder ist eindeutig:

„Darum sollt ihr vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist.“
(Matthäus 5,48)

Das bedeutet nicht absolute Fehlerlosigkeit, sondern geistliche Reife, Aufrichtigkeit und ein Leben, das Gott geweiht ist. Wir sind berufen, Seine Heiligkeit in einer sündigen Welt widerzuspiegeln.


Schlussgedanke

Gott hat die Sünde nicht erschaffen.
Die Sünde entstand, als Engel und Menschen ihre von Gott gegebene Freiheit missbrauchten. Doch durch Jesus Christus gibt es Befreiung – von der Macht und von der Strafe der Sünde.

Lasst uns die Heiligkeit wählen, im Geist wandeln und uns auf die Wiederkunft unseres Herrn vorbereiten.

Der Herr kommt!

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DIE GEFAHREN, NUR AUF SICH SELBST ZU ACHTENDie Versuchung der Isolation

 


DIE GEFAHREN, NUR AUF SICH SELBST ZU ACHTEN
Die Versuchung der Isolation

In unserer heutigen Welt werden Unabhängigkeit und Selbstständigkeit oft als Zeichen von Stärke gesehen. „Kümmere dich um deine eigenen Angelegenheiten“ hört man häufig – und bis zu einem gewissen Grad stimmt das. Sich auf seine Ziele zu konzentrieren und unnötiges Drama zu vermeiden, kann durchaus Frieden und Klarheit bringen.

Doch geistlich betrachtet birgt extreme Isolation große Gefahren. Einsamkeit für Gebet und Reflexion ist biblisch und sogar wichtig (Markus 1,35), aber Gott hat uns niemals dafür geschaffen, völlig von anderen getrennt zu leben. Wir sind für Gemeinschaft, Zusammenhalt und gegenseitige Verantwortung geschaffen (Hebräer 10,24–25).


1. Der Fall von Laish – Eine biblische Warnung vor Isolation
Richter 18,7–29

In Richter 18 treffen wir auf die Stadt Laish – ein friedliches, wohlhabendes und selbstgenügsames Volk. Sie lebten weit entfernt von anderen Städten und hatten kaum Kontakt zu anderen Menschen.

Richter 18,7

„Da zogen die fünf Männer fort und kamen nach Laish. Sie sahen das Volk dort, wie es ruhig und sicher wohnte, nach der Art der Sidonier, still und geborgen. Es gab keine Herrscher, die sie in irgendeiner Weise beschämen könnten. Sie waren weit entfernt von den Sidoniern und hatten keine Verbindung zu irgendjemandem.“

Zunächst klingt das wie das perfekte Leben. Doch ihre Unabhängigkeit wurde ihnen zum Verhängnis:

Richter 18,28

„Es gab jedoch keinen Retter, weil es weit von Sidon entfernt war und sie keine Verbindung zu irgendjemandem hatten.“ 

Unabhängigkeit ohne Verbundenheit macht verletzlich
Die Menschen in Laish lebten in Frieden, aber sie hatten keinen Schutz. Sie genossen Wohlstand, aber keine Gemeinschaft. Beziehungen bieten biblisch gesehen Schutz – ein Leitmotiv, das sich durch die gesamte Schrift zieht. Wer sich extrem isoliert, ist angreifbar und hat niemanden, der ihm beisteht.

2. Die Weisheit der Einheit

Prediger 4,12

„Wenn einer allein überwältigt wird, können zwei widerstehen; eine dreifache Schnur reißt nicht so schnell.“

Dieser Vers unterstreicht das Prinzip der Bundgemeinschaft. So wie die Dreieinigkeit – Vater, Sohn und Heiliger Geist – in vollkommener Einheit existiert (1. Mose 1,26), sind auch wir dazu aufgerufen, in gegenseitiger Verbindung zu leben.

Biblische Einheit bedeutet nicht, dass alle gleich sein müssen. Es geht um geistliche Solidarität, die Kraft, Beständigkeit und Gottes Segen schenkt (Psalm 133,1–3).


 

3. Die Strategie des Feindes – Trennen und Zerstören

Satan hat seine Taktiken nicht verändert: Er wirkt am effektivsten in Isolation. Deshalb versucht er, Gläubige von Gemeinschaft zu entfernen, den Kirchgang zu entmutigen und Streit oder Stolz zu säen, sodass Menschen denken: „Ich brauche niemanden.“

In der Kirche schwächt Uneinigkeit den Leib Christi, und geistliche Isolation macht Gläubige angreifbar. Paulus beschreibt die Kirche als einen Leib mit vielen Gliedern (1. Korinther 12,12–27). Kein Teil kann richtig funktionieren – geschweige denn überleben –, wenn er vom Ganzen getrennt ist.

4. Jesu Hohepriesterliches Gebet – Einheit ist Gottes Wille

Johannes 17,21–23

„Damit sie alle eins seien, wie Du, Vater, in mir und ich in Dir; dass auch sie in uns eins seien, damit die Welt glaube, dass Du mich gesandt hast.“ (V. 21)
„Und die Herrlichkeit, die Du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben, damit sie eins seien, wie wir eins sind.“ (V. 22)
„Ich in ihnen und Du in mir, damit sie vollkommen in Einheit seien …“ (V. 23)

Jesus sehnte sich zutiefst nach Einheit unter seinen Nachfolgern. Diese Einheit spiegelt Gottes göttliche Natur wider und ist ein Zeugnis für die Welt. Wenn wir in Einheit leben, zeigen wir die Liebe und das Wesen Gottes selbst.

Freiheit ohne Gemeinschaft führt ins Scheitern

Laish lehrt uns eine ernüchternde Wahrheit: Ein friedliches Leben ohne Verbindung ist zerbrechlich. Wahre Sicherheit entsteht nicht nur durch die Vermeidung von Konflikten, sondern durch Gemeinschaft. Gott hat sein Volk dazu geschaffen, gemeinsam im Glauben, Gebet und in Liebe zu leben.

Lass nicht zu, dass Unabhängigkeit dich des göttlichen Schutzes beraubt. Bleib verbunden. Sei rechenschaftspflichtig. Gehe in Einheit, und du wirst in Kraft wandeln.

Galater 6,2

„Einer trage des anderen Last, und so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen.“ – 

Möge der Herr dich segnen und dich in tiefere Gemeinschaft führen – mit Ihm und mit Seinem Volk.

 

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DIE KRAFT DER LIEBE CHRISTI.

 


DIE KRAFT DER LIEBE CHRISTI

Gepriesen sei der Name unseres Herrn Jesus Christus! Heute wollen wir über eine tiefgreifende Wahrheit der Heiligen Schrift nachdenken: über die unvergleichliche Kraft der Liebe Christi.

1. Eine Liebe so stark wie der Tod

Warum vergleicht die Bibel die Liebe mit dem Tod?

Im Hohenlied 8,6 lesen wir:

„Lege mich wie ein Siegel auf dein Herz, wie ein Siegel auf deinen Arm;
denn Liebe ist stark wie der Tod, Leidenschaft unbezwingbar wie das Totenreich.
Ihre Glut ist Feuerglut, eine mächtige Flamme des HERRN.“

Diese Worte sind poetisch – und zugleich von tiefer geistlicher Bedeutung. So wie der Tod eine unumkehrbare Macht über das irdische Leben hat, besitzt wahre Liebe – besonders die göttliche Liebe – eine alles durchdringende und verzehrende Kraft. Gottes Liebe ist nicht oberflächlich und nicht zeitlich begrenzt. Sie ergreift uns, versiegelt uns und verwandelt unser ganzes Wesen.

Die hier erwähnte „Eifersucht“ ist keine sündige Neidreaktion, sondern eine heilige, gerechte Eifersucht: Gottes leidenschaftlicher Wunsch, sein Volk ganz für sich zu haben – rein, hingegeben und ungeteilt. So heißt es in 2. Mose 34,14:

„Denn du sollst keinen anderen Gott anbeten; denn der HERR heißt ein eifernder Gott.“

2. Christi Liebe zur Gemeinde

Der Apostel Paulus zieht in Epheser 5,25–27 einen eindrucksvollen Vergleich:

„Ihr Männer, liebt eure Frauen, wie auch Christus die Gemeinde geliebt und sich selbst für sie hingegeben hat, um sie zu heiligen … damit er die Gemeinde sich selbst darstelle in Herrlichkeit, ohne Flecken oder Runzel.“

Wie ein treuer Ehemann seine Braut liebt, schützt und sich für sie opfert, so hat Christus sein Leben für die Gemeinde hingegeben. Seine Liebe ist nicht nur voller Zuneigung – sie ist heiligend. Sie reinigt, erneuert und bereitet uns auf die ewige Herrlichkeit vor.

3. Die verwandelnde Kraft der Liebe Christi

Wenn die Schrift sagt: „Liebe ist so stark wie der Tod“, dann zeigt sie uns, wie radikal und lebensverändernd Gottes Liebe ist. Der Tod trennt den Menschen endgültig von dieser Welt. In ähnlicher Weise bewirkt die Liebe Christi, dass wir der Sünde sterben und ein neues Leben für Gott beginnen.

In Römer 6,6–7 lesen wir:

„Wir wissen ja, dass unser alter Mensch mitgekreuzigt worden ist, damit der Leib der Sünde außer Kraft gesetzt werde … Denn wer gestorben ist, ist von der Sünde freigesprochen.“

Von Christus geliebt zu sein bedeutet, aus der Bindung an diese Welt herausgelöst und mit ihm in ein Leben der Heiligkeit geführt zu werden. Je tiefer wir in seiner Liebe bleiben, desto mehr verliert die Sünde ihre Macht über uns.

4. Nichts kann uns von seiner Liebe trennen

Deshalb kann Paulus voller Gewissheit in Römer 8,33–35 ausrufen:

„Wer will Anklage erheben gegen die Auserwählten Gottes? Gott ist es, der rechtfertigt.
Wer will verurteilen? Christus Jesus ist es, der gestorben ist …
Wer will uns scheiden von der Liebe Christi? Trübsal oder Angst oder Verfolgung … oder Gefahr oder Schwert?“

Die Liebe Christi ist unerschütterlich. Sie ist untrennbar, unaufhaltsam und unveränderlich. Keine Not, keine Versuchung und kein Leid kann uns aus seiner Hand reißen, wenn wir wirklich in ihm sind.

5. Warum manche dennoch kämpfen

Vielleicht fragst du dich, warum du trotz deines Glaubens noch mit bestimmten Sünden kämpfst – mit Abhängigkeiten, Unmoral, Zorn oder Unaufrichtigkeit. Oft liegt der Grund nicht im Mangel an Wissen über Christus, sondern darin, dass seine Liebe noch nicht vollständig dein Herz eingenommen hat.

Jesus sagt in Johannes 15,9–10:

„Wie mich der Vater geliebt hat, so habe auch ich euch geliebt. Bleibt in meiner Liebe!
Wenn ihr meine Gebote haltet, bleibt ihr in meiner Liebe.“

In der Liebe Christi zu bleiben bedeutet, den eigenen Willen loszulassen, seinem Wort zu gehorchen und dem Wirken des Heiligen Geistes Raum zu geben. Seine Liebe schenkt nicht nur Vergebung – sie verleiht auch Kraft, die Sünde zu überwinden.

6. Die gute Nachricht: Christus macht frei

Die frohe Botschaft lautet: Christus lebt – und er rettet auch heute noch!
Wenn du aufrichtig Buße tust, dich bewusst von der Sünde abwendest und Christus dein Leben übergibst, wird seine Liebe dich erfüllen und die Werke des Teufels in dir zerstören.

In 1. Johannes 3,8 heißt es:

„Dazu ist der Sohn Gottes erschienen, dass er die Werke des Teufels zerstöre.“

Wo die Liebe Christi herrscht, verliert die Sünde ihre Macht. Ein Leben in Gerechtigkeit wird nicht nur möglich, sondern zu einer Quelle tiefer Freude.

7. Wie du in die Liebe Christi eintrittst

Wenn du diese lebensverändernde Liebe noch nicht erfahren hast, dann ist heute der richtige Moment. Beginne mit echter Buße – kehre dich von der Sünde ab, von Herzen und ohne Vorbehalt. Danach folge dem biblischen Schritt der Taufe durch Untertauchen im Namen Jesu Christi, wie wir es in Apostelgeschichte 2,38 lesen:

„Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden; dann werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen.“

Christus, reich an Barmherzigkeit und Liebe, wird dich aufnehmen und dich hineinführen in seine Liebe – eine Liebe, die rettet, heilt, erneuert und ewiges Leben schenkt.


Schlusswort

„Liebe ist so stark wie der Tod.“
Wenn du erleben willst, wie jede sündige Gewohnheit und jede Bindung in deinem Leben stirbt, dann tauche ein in die Liebe Christi. Seine Liebe lässt dich nicht in der Gefangenschaft dieser Welt zurück. Sie sprengt jede Kette und macht dich zu einer neuen Schöpfung.

Maranatha – der Herr kommt!

 

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