„Dennoch wird sie durch das Kindergebären gerettet werden“Eine theologische Betrachtung von 1. Timotheus 2,14–15
1. Timotheus 2,14–15 (ESV)
„Und Adam wurde nicht verführt, die Frau aber wurde verführt und geriet in Übertretung.Doch sie wird gerettet werden durch das Kindergebären – wenn sie im Glauben, in der Liebe und in der Heiligung bleiben, mit Besonnenheit.“
Wenn die Bibel sagt, dass eine Frau „durch das Kindergebären gerettet wird“, was genau ist damit gemeint? Bedeutet das, dass Mutterschaft selbst Rettung bringt?
Er besagt nicht, dass Frauen durch die physische Geburt eines Kindes erlöst werden. Erlösung durch Werke – sei es Kindergebären, gute Taten oder religiöse Pflichten – lehnt die Schrift überall klar ab.
Epheser 2,8–9 (ESV)
„Denn aus Gnade seid ihr durch Glauben gerettet worden, und das nicht aus euch – Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme.“
Wenn Erlösung allein durch Kinderkriegen käme, wäre jede Frau, die ein Kind zur Welt bringt – unabhängig von ihrem Glauben oder Gehorsam – gerettet. Das widerspräche dem Evangelium und der klaren Botschaft des Neuen Testaments: Rettung kommt allein durch Christus.
Paulus schreibt an Timotheus über Ordnung in der Gemeinde, über Rollen, Verantwortung und geistliche Reife (1. Timotheus 2,8–15). Wenn er Evas Verführung erwähnt, wertet er Frauen nicht ab, sondern zeigt – basierend auf 1. Mose 3 – die Folgen des Sündenfalls und Gottes erlösende Antwort.
Besonders wichtig: Vers 15 beginnt mit „doch“ (griechisch: de). Das signalisiert Hoffnung trotz Versagen. Obwohl Eva gesündigt hat, wurde Gottes Plan der Erlösung nicht aufgehoben.
Dieser Vers enthält drei sich ergänzende Ebenen:
Viele Theologen sehen in „Kindergebären“ einen Hinweis über die normale Mutterschaft hinaus – hin zur Geburt Christi.
1. Mose 3,15 (ESV)
„Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Samen und ihrem Samen; er wird dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen.“
Die Erlösung kam letztlich durch eine Frau – Maria –, die den Retter geboren hat.
Galater 4,4–5 (ESV)
„Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau … um die unter dem Gesetz zu erlösen.“
Paulus macht damit deutlich: Zwar war eine Frau am Sündenfall beteiligt, aber ebenso spielte eine Frau eine zentrale Rolle in Gottes Erlösungsplan.
Paulus fügt eine wichtige Bedingung hinzu:
1. Timotheus 2,15b (ESV)
„… wenn sie im Glauben, in der Liebe und in der Heiligung bleiben, mit Besonnenheit.“
Hier wird klar: Glaube, nicht Kindergebären, ist die Grundlage der Rettung. Mutterschaft ist der Rahmen, in dem echter Glaube gelebt und sichtbar wird.
Kinder in Gottesfurcht zu erziehen, sichert die Erlösung nicht – sie ist vielmehr die Frucht des rettenden Glaubens.
Jakobus 2,17 (ESV)
„So ist auch der Glaube, wenn er keine Werke hat, tot in sich selbst.“
Eine Mutter, die ihre Kinder treu im Glauben unterweist, beteiligt sich aktiv an Gottes Erlösungswerk, indem sie die nächste Generation für Christus prägt.
Die Bibel legt die Verantwortung für geistliche Erziehung klar auf Eltern, besonders im häuslichen Bereich.
5. Mose 6,6–7 (ESV)
„Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollen in deinem Herzen sein. Du sollst sie deinen Kindern einschärfen…“
Sprüche 22,6 (ESV)
„Erziehe ein Kind seinem Weg entsprechend; auch wenn es alt wird, wird es nicht davon abweichen.“
Wenn Mütter ihre Kinder in Glauben, Liebe, Heiligkeit und Selbstbeherrschung erziehen, tragen sie aktiv zum Reich Gottes bei.
Würden christliche Eltern ihre Kinder wirklich geistlich formen, würden viele Kinder Christus schon kennen, bevor sie jemals eine Predigt hören. Die Schwierigkeiten der Evangelisation heute haben oft ihre Wurzeln im Versagen geistlicher Prägung zu Hause.
Die Bibel lehrt, dass die Teilnahme an Gottes rettendem Werk ewige Bedeutung hat.
Jakobus 5,20 (ESV)
„Wer einen Sünder von seinem Irrweg zurückführt, wird seine Seele vom Tod erretten und viele Sünden bedecken.“
Ebenso wirkt eine Mutter, die ihre Kinder in Gottesfurcht erzieht, maßgeblich daran mit, Seelen zur Rettung zu führen – ein Werk, das Gott ehrt.
Wenn Gott dir Kinder anvertraut hat, beachte dies:
Dein erstes Missionsfeld ist dein Zuhause.
Lehre deine Kinder die Schrift. Lebe gottesfürchtigen Charakter vor. Erziehe sie mit Liebe und Disziplin – nicht hart, sondern zielgerichtet –, damit sie im Respekt vor dem Herrn wachsen.
Titus 2,4–5 (ESV)
„… damit sie die jungen Frauen anleiten, ihre Männer und Kinder zu lieben, besonnen zu sein, rein, häuslich, gütig und ihren eigenen Männern untertan, damit das Wort Gottes nicht …“
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