Die Herausforderungen im Dienst.

Die Herausforderungen im Dienst.

 

Die Herausforderungen im Dienst

Wer wirklich gerettet ist, wird früher oder später vom Herrn zu einem Dienst berufen. Das kann als Pastor, Evangelist, Lehrer, Sänger, Diakon oder auch als Schriftsteller, Gärtner, Programmkoordinator oder Gemeindesekretär geschehen – solange der Dienst der Kirche Gottes dient.

Obwohl der Dienst Freude bereitet und ewige Belohnung verspricht, ist er oft schwieriger, als es zunächst scheint. Die Schwierigkeiten, denen die Apostel begegneten, werden auch dir begegnen – und selbst denen, die nach dir dienen.

Hier sind einige Herausforderungen, die dir begegnen könnten:

Verlassen werden
2. Timotheus 4,10 –

„Denn Demas hat mich verlassen, weil er die gegenwärtige Welt liebte, und ist nach Thessalonich gegangen; Kreszens nach Galatien, Titus nach Dalmatien.“

Stell dir Paulus auf dem Höhepunkt seines Dienstes vor, nur um plötzlich einen lieben Mitarbeiter zu verlieren. Das tut weh. Es ist leichter zu akzeptieren, wenn jemand aus Berufung an einen anderen Ort geht, doch zu gehen, weil weltliche Wünsche locken, ist schmerzhaft. Wir selbst haben zwischen 2016 und 2018 eine solche Erfahrung gemacht: Ein enger Freund, mit dem wir jahrelang gemeinsame Dienstziele verfolgt hatten, brach plötzlich jeglichen Kontakt ab.

Geistlicher Einblick: Verlassenwerden ist eine Prüfung im Dienst, doch Gott nutzt solche Erfahrungen, um unsere Ausdauer zu stärken (Jakobus 1,2-4). Lass dich nicht von anderen entmutigen.

Einsamkeit im Dienst
2. Timotheus 4,9-12 –

„Tu dein Bestes, um bald zu mir zu kommen… Nur Lukas ist bei mir.“

Selbst Paulus erlebte Einsamkeit, obwohl er von einem großen Dienstteam umgeben war. Manchmal bleiben nur wenige treue Gefährten. Doch diese Zeiten der Einsamkeit sind eine Gelegenheit, unsere Abhängigkeit von Gott zu vertiefen.

Geistlicher Einblick: Phasen der Einsamkeit sind kostbare Momente, um Christus näher kennenzulernen (Psalm 27,10; Jesaja 41,10).

Konflikte und Trennungen
Apostelgeschichte 15,36-39 zeigt, dass selbst erfolgreiche Dienste Konflikte erleben: Paulus und Barnabas trennten sich nach einem Streit über Johannes Markus.

Konflikte entstehen oft durch unterschiedliche Vorstellungen oder Erwartungen. Sie prüfen Geduld, Demut und Vertrauen in Gottes Plan.

Geistlicher Einblick: Gott nutzt Konflikte, um Charakter und Reife bei Leitern im Dienst zu fördern (Römer 5,3-5).

Unrecht und Widerstand
2. Timotheus 4,13-15 – Paulus weist auf Alexander, den Kupferschmied, hin, der ihm Schaden zugefügt hat.

Widerstand gehört zum Dienst dazu. Er bedeutet nicht, dass Gott dich verlassen hat, sondern dass treuer Dienst oft Gegenwind mit sich bringt.

Geistlicher Einblick: Widerstand und Verfolgung schärfen unseren Glauben und fördern Ausdauer (1. Petrus 4,12-14).

Missverstanden werden
Matthäus 11,6 –

„Selig ist, wer an mir keinen Anstoß nimmt.“

Jesus selbst wurde missverstanden, und Paulus wurde oft unterschätzt (2. Korinther 10,10). Menschen werden vielleicht deine Methoden oder deinen Charakter falsch beurteilen, doch das sollte deine Berufung nicht beeinflussen.

Geistlicher Einblick: Gottes Anerkennung zählt mehr als menschliche Zustimmung (Galater 1,10).

Zeiten des Mangels
Philipper 4,11-13 – Paulus betont, dass er in allen Lebenslagen zufrieden ist.

Auch treue Diener erleben Knappheit. Gott erlaubt sie, um uns Abhängigkeit und Zufriedenheit in Ihm zu lehren.

Leiden und Krankheit
Dienst schützt nicht vor körperlichem Leiden. Timotheus und Epaphras wurden krank durch die Anforderungen ihres Dienstes (Philipper 2,25-27). Auch Elisa starb nach langer Krankheit.

Geistlicher Einblick: Leiden im Dienst bedeutet Teilhabe am Leiden Christi (2. Korinther 1,5; Philipper 1,29). Es ist vorübergehend, und Gott schenkt Wiederherstellung.

Fazit
Wenn du diese Realitäten verinnerlichst, wird dein Dienst von Ausdauer geprägt sein, nicht von Entmutigung. Dienst ist herausfordernd, doch die ewige Belohnung übertrifft alle Prüfungen:

Offenbarung 3,11 –

„Ich komme bald. Halte fest, was du hast, damit niemand deine Krone an sich reißen kann.“

Bleibe standhaft. Gott segne dich. Schalom.

 

Print this post

Über den Autor

Dorcas Kulwa editor

Schreibe eine Antwort