Title 2022

GOTT WÄHLT, WAS NICHT IST

Text: 1. Korinther 1,26–29 (LUT 2017)

Ich grüße euch im mächtigen Namen unseres Herrn und Erlösers Jesus Christus, dessen Herrlichkeit und Macht ewig bestehen. Amen.

Der Apostel Paulus gibt uns eine kraftvolle Erinnerung in 1. Korinther 1,26:

„Seht doch auf eure Berufung, Brüder und Schwestern: Nicht viele Weise nach dem Fleisch, nicht viele Mächtige, nicht viele Vornehme sind berufen.“

Paulus fordert uns auf, über unsere Berufung nachzudenken. Warum? Weil Gottes Art, Menschen auszuwählen, oft im Widerspruch zu menschlicher Logik steht. Wir neigen dazu zu glauben, dass Gott nur die Starken, Klugen und Einflussreichen beruft. Aber Gottes Reich funktioniert nach einem anderen Prinzip: In der Schwachheit wird seine Kraft vollkommen, und die Letzten werden die Ersten sein.

1. GOTT BERUFT NICHT DIE QUALIFIZIERTEN – ER QUALIFIZIERT DIE BERUFENEN

„Sondern was töricht ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, damit er die Weisen zuschanden mache; und was schwach ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, damit er zuschanden mache, was stark ist.“
1. Korinther 1,27 (LUT)

Gott schaut nicht auf menschliche Qualifikationen.

  • Mose hatte eine schwere Sprache (2. Mose 4,10), doch Gott sandte ihn zum Pharao.

  • Gideon war der Geringste in seiner Familie (Richter 6,15), doch Gott gebrauchte ihn zur Rettung Israels.

  • Maria, ein einfaches junges Mädchen, wurde zur Mutter des Erlösers (Lukas 1,48).

Gott erwählt bewusst diejenigen, die die Welt übersieht – damit niemand sich seiner eigenen Kraft rühmen kann. Seine Herrlichkeit wird deutlich sichtbar, wenn sie durch unsere Schwachheit scheint.

2. GOTT WÄHLT, WAS NICHT IST

Paulus schreibt weiter:

„Und das Geringe vor der Welt und das Verachtete hat Gott erwählt, das, was nichts ist, damit er zunichtemache, was etwas ist.“
1. Korinther 1,28 (LUT)

Was meint Paulus mit „was nichts ist“? Damit beschreibt er Menschen und Dinge, die die Welt als bedeutungslos, irrelevant oder sogar unsichtbar ansieht – ohne Stimme, ohne Einfluss, ohne Namen.

Ein Beispiel: Jeder kennt Länder wie die USA oder Frankreich. Aber bei Namen wie Tuvalu oder Kiribati zögern viele. Es sind echte Staaten – nur kaum bekannt oder beachtet.

Genauso war David draußen bei den Schafen, als Samuel kam, um den nächsten König zu salben (1. Samuel 16,11). Nicht einmal seine Familie zog ihn in Betracht – aber Gott hatte ihn gesehen.

3. DU FÜHLST DICH ÜBERSEHEN? DU BIST IN GUTER GESELLSCHAFT

Vielleicht zweifelst du an dir selbst. Du hast keine Ausbildung, kein besonderes Talent, keine große Plattform. Vielleicht lebst du mit Einschränkungen – körperlich, seelisch oder gesellschaftlich.

Doch die Schrift erinnert uns: Gott ist den Schwachen nahe. Er sieht dich. Und vielleicht bereitet Er dich auf etwas Größeres vor, als du dir vorstellen kannst – wenn du dich Ihm näherst.

4. GOTTES KRAFT WIRD IN DER SCHWACHHEIT VOLLKOMMEN

Paulus bekennt offen in 2. Korinther 12,9–10 (LUT):

„Und er hat zu mir gesagt: Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.
Darum will ich mich am liebsten rühmen meiner Schwachheit, damit die Kraft Christi bei mir wohne.
Darum bin ich guten Mutes in Schwachheit, in Misshandlungen, in Nöten, in Verfolgungen und Ängsten um Christi willen; denn wenn ich schwach bin, so bin ich stark.“

Gott braucht nicht unsere Kraft – sondern unsere Hingabe. Je schwächer wir sind, desto deutlicher wird seine Kraft in uns sichtbar.


SCHLUSSFOLGERUNG: GOTT NUTZT DAS UNWAHRSCHEINLICHE FÜR DAS UNVORSTELLBARE

Gott ist darauf spezialisiert, die Unsichtbaren, Übersehenen und Unterschätzten zu gebrauchen – damit seine Herrlichkeit sichtbar wird und nicht unsere.

Disqualifiziere dich nicht selbst. Dein Lebenslauf zählt nicht. Deine Vergangenheit zählt nicht. Deine Schwächen halten Gott nicht auf.

Was zählt, ist dein Ja.
Deine Bereitschaft.
Deine Hingabe.

Gott wählt, was nicht ist, um der Welt zu zeigen, wer Er ist.

Der Herr segne dich und stärke deine Berufung. Amen.

 

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Was bedeutet „die Synagoge löste sich auf“? (Apostelgeschichte 13,43)

Antwort: Lesen wir den Text:

Apostelgeschichte 13,42–45:
„Als sie hinausgingen, baten sie darum, dass ihnen diese Worte auch am nächsten Sabbat wieder verkündigt würden.
43 Als sich die Versammlung (die Synagoge) auflöste, schlossen sich viele Juden und gottesfürchtige Proselyten Paulus und Barnabas an. Diese redeten ihnen zu und ermahnten sie, in der Gnade Gottes zu bleiben.
44 Am folgenden Sabbat versammelte sich fast die ganze Stadt, um das Wort Gottes zu hören.
45 Als aber die Juden die Volksmenge sahen, wurden sie von Eifersucht erfüllt und widersprachen dem, was Paulus sagte, und lästerten.“

Die Bedeutung des Ausdrucks „die Synagoge löste sich auf“ ist:
Die Versammlung zerstreute sich. Gemeint ist also der Moment, nachdem der Gottesdienst beendet war und die Menschen auseinander­gingen. Dieses Auseinandergehen der Menschen wird hier mit „auflösen“ bzw. „zerstreuen“ beschrieben.

Um den Sinn des Verses klarer zu machen, kann man ihn auch so wiedergeben:

Apostelgeschichte 13,42–43:
„Als sie hinausgingen, baten sie darum, dass ihnen diese Worte auch am nächsten Sabbat verkündigt würden.
43 Nachdem sich die Menschen zerstreut hatten, schlossen sich viele Juden und gottesfürchtige Proselyten Paulus und Barnabas an; diese sprachen mit ihnen und ermutigten sie, in der Gnade Gottes zu bleiben.“

Was lernen wir daraus?
Wir erkennen hier den großen Eifer und die Bereitschaft der Apostel der ersten Gemeinde, das Evangelium zu verkünden. Sie gingen überall hin und führten durch die Kraft des Heiligen Geistes viele Menschen zu Christus. Nach ihren Predigten schlossen sich ihnen an vielen Orten zahlreiche Menschen an.

Auch wir sollten denselben Eifer für das Werk Gottes haben wie die Apostel, damit der Herr uns weiterhin mit seiner Gnade beschenkt.

Maranatha!

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Eine sanfte Zunge zerbricht Knochen

Hier ist die natürliche und flüssige Übersetzung ins Deutsche, so wie sie ein deutscher Muttersprachler schreiben würde, mit korrekt zitierten Bibelstellen (Lutherbibel 2017):

(Sprüche 25,15)

FRAGE:
Was meint die Bibel mit den Worten:
„Eine sanfte Zunge zerbricht Knochen“? (Sprüche 25,15)

Sprüche 25,15:
„Durch Geduld lässt sich ein Fürst überreden, und eine sanfte Zunge zerbricht Knochen.“

ANTWORT:
Die Zunge ist eines der weichsten Glieder des menschlichen Körpers. Doch die Bibel offenbart uns, dass sie die Kraft besitzt, sogar Knochen zu zerbrechen. Wie ist das zu verstehen?

Natürlich handelt es sich hier um eine bildhafte, sprichwörtliche Redeweise, die deutlich machen soll, dass Worte eine viel größere Wirkung und tiefere Folgen haben können, als man es zunächst erwartet.

1. Wenn die Zunge richtig gebraucht wird, kann sie selbst unlösbare Probleme entschärfen

2. Wird sie jedoch falsch gebraucht, kann sie äußerst schwere Schäden anrichten

Schauen wir in der Bibel ein Beispiel, wo die Zunge missbräuchlich verwendet wurde:

Der Sohn Salomos (Rehabeam) verursachte die Spaltung der Nation Israel – allein durch unweise Worte. Als sich einige Israeliten darüber beklagten, dass Salomo ihnen schwere Lasten auferlegt hatte, baten sie um Erleichterung. Doch Rehabeam hörte nicht auf den Rat der Ältesten, sondern auf den der jungen Männer seines Alters. Statt das Volk mit freundlichen Worten zu besänftigen, antwortete er hart und stolz und erklärte, seine Herrschaft werde noch schwerer sein als die seines Vaters.

Diese Worte erzürnten viele Israeliten so sehr, dass sie sich vom Haus Davids lossagten. So entstanden zwei Reiche in einem Land – Israel und Juda – eine Spaltung, die viele Jahre bestehen blieb.

1. Könige 12,13–16:
„Da antwortete der König dem Volk hart und verließ den Rat, den ihm die Ältesten gegeben hatten,
und redete mit ihnen nach dem Rat der jungen Männer und sprach: Mein Vater hat euer Joch schwer gemacht; ich aber will euer Joch noch schwerer machen. Mein Vater hat euch mit Peitschen gezüchtigt; ich aber will euch mit Skorpionen züchtigen.
So hörte der König nicht auf das Volk; denn es geschah so von dem HERRN, damit er sein Wort erfüllte, das der HERR durch Ahija von Silo zu Jerobeam, dem Sohn Nebats, geredet hatte.
Als aber ganz Israel sah, dass der König nicht auf sie hörte, antwortete das Volk dem König und sprach: Was haben wir für einen Anteil an David? Wir haben kein Erbe am Sohn Isais! Auf, Israel, zu deinen Zelten! Sieh nun selbst zu deinem Hause, David! So ging Israel in seine Zelte.“

Dies ist ein klares Beispiel dafür, wie eine Zunge schädlich eingesetzt wurde.


Ein anderes Beispiel zeigt, wie eine sanfte Zunge böse Pläne zunichtemachte:

David hatte einem Mann namens Nabal große Güte erwiesen. Als David jedoch später um Nahrung bat, antwortete Nabal ihm mit beleidigenden und kränkenden Worten. David schwor daraufhin, Nabals ganzes Haus zu vernichten. Doch als Nabals Frau Abigail davon erfuhr, eilte sie David entgegen, demütigte sich und sprach beruhigende, weise Worte zu ihm. Dadurch hielt sie David davon ab, unschuldiges Blut zu vergießen.

1. Samuel 25,21–35 (Auszug):
„David hatte nämlich gesagt: Fürwahr, umsonst habe ich alles behütet, was dieser Mann in der Wüste hatte, sodass nichts von allem, was ihm gehörte, verloren ging; und er hat mir Böses vergolten für Gutes.

Als Abigail David sah, stieg sie eilends vom Esel, fiel vor David auf ihr Angesicht und neigte sich zur Erde.

Gelobt sei der HERR, der Gott Israels, der dich heute mir entgegen gesandt hat! Und gesegnet sei dein Verstand, und gesegnet seist du, dass du mich heute davon abgehalten hast, Blutschuld auf mich zu laden und mir mit eigener Hand zu helfen.“


Darum fasst die Bibel zusammen:

Jakobus 3,5–9:
„So ist auch die Zunge ein kleines Glied und rühmt sich großer Dinge. Siehe, ein kleines Feuer, welch großen Wald zündet es an!
Auch die Zunge ist ein Feuer, eine Welt voll Ungerechtigkeit. Die Zunge ist unter unseren Gliedern so eingesetzt, dass sie den ganzen Leib befleckt und den Lauf des Lebens entzündet und selbst von der Hölle entzündet wird.
Denn jede Art von Tieren und Vögeln, von Gewürm und Meerestieren wird gezähmt und ist gezähmt worden von der menschlichen Art;
die Zunge aber kann kein Mensch zähmen; sie ist ein unstetes Übel, voll tödlichen Giftes.
Mit ihr loben wir den Herrn und Vater, und mit ihr verfluchen wir die Menschen, die nach dem Bild Gottes gemacht sind.“


Darum lasst uns lernen, unsere Zunge richtig zu gebrauchen.
Denn durch unsere Worte können wir uns selbst segnen – oder uns selbst zugrunde richten.

Vergiss nicht:
Eine sanfte Zunge zerbricht Knochen.

Der Herr segne dich.

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Dann geht er hin und bringt sieben andere Geister mit“

 


„Dann geht er hin und bringt sieben andere Geister mit“

Geistliche Leere und wahre Umkehr

(Lukas 11,24–26)

In Lukas 11,24–26 spricht Jesus eine ernste Warnung über das geistliche Leben und wahre Befreiung aus:

„Wenn der unreine Geist von einem Menschen ausgefahren ist, durchstreift er wasserlose Gegenden, sucht Ruhe und findet sie nicht. Dann sagt er: Ich will in mein Haus zurückkehren, das ich verlassen habe.
Und wenn er kommt, findet er es gereinigt und ordentlich vor.
Dann geht er hin und nimmt sieben andere Geister mit sich, die noch böser sind als er selbst; sie ziehen ein und wohnen dort. Und der letzte Zustand dieses Menschen wird schlimmer als der erste.“

Diese Worte offenbaren grundlegende Wahrheiten über geistlichen Kampf, die Gefahr geistlicher Selbstzufriedenheit und die absolute Notwendigkeit, mit dem Heiligen Geist erfüllt zu sein.

1. Die „trockenen Orte“ – ein Bild für geistliche Leere

Wenn Jesus von „wasserlosen“ oder „dürrem Land“ spricht, gebraucht Er eine geistliche Bildsprache. In der Bibel steht Wasser häufig für den Heiligen Geist und für Leben aus Gott.

Johannes 4,14

„Wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, den wird in Ewigkeit nicht dürsten; sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, wird in ihm zu einer Quelle werden, die ins ewige Leben fließt.“

Ein „leeres“ oder „trockenes“ Herz ist theologisch gesehen eines, in dem der Heilige Geist nicht wohnt. Ein Mensch kann äußerlich verändert und moralisch diszipliniert sein, ohne innerlich neu geboren zu sein (vgl. Titus 3,5). Befreiung ohne Erneuerung hinterlässt einen geistlichen Leerraum. Das Böse verschwindet nicht dauerhaft, wenn dieser Raum nicht neu gefüllt wird.

2. Das Böse kehrt verstärkt zurück

In dem Gleichnis kehrt der unreine Geist zurück und findet sein früheres „Haus“ sauber und aufgeräumt, aber leer. Das zeigt deutlich: Moralische Besserung ohne geistliche Wiedergeburt reicht nicht aus.

Der Geist kommt nicht allein zurück, sondern bringt sieben weitere, noch bösere Geister mit. Diese Zahl steht sinnbildlich für die Vollendung des Bösen (vgl. Matthäus 12,45). Sie macht deutlich, wie sich Finsternis dort ausbreitet, wo Christus nicht wohnt.

Theologisch gesehen ist dies eine bekannte Strategie des Reiches der Finsternis: geistliche Festungen werden verstärkt (Epheser 6,12), wenn ein Mensch geistlich ungeschützt bleibt.

Darum muss echte Befreiung immer mit Jüngerschaft einhergehen. Emotionale Erlebnisse allein genügen nicht. Ein geretteter Mensch muss mit dem Heiligen Geist erfüllt sein (Epheser 5,18), im Wort Gottes verwurzelt leben (Kolosser 3,16) und im Gehorsam wachsen.

3. Die Gefahr geistlicher Lauheit

Offenbarung 3,16

„Weil du aber lau bist und weder kalt noch heiß, werde ich dich aus meinem Mund ausspeien.“

Ein lauer Christ – innerlich unentschlossen und zwischen Welt und Glauben hin- und hergerissen – ist besonders anfällig für geistliche Angriffe. Das Leben von Maria Magdalena macht das deutlich.

Markus 16,9

„Jesus erschien zuerst Maria Magdalena, aus der er sieben Dämonen ausgetrieben hatte.“

Maria war zuvor schwer gebunden, vermutlich durch ein geistlich offenes und ungeordnetes Leben. Doch nach ihrer Begegnung mit Jesus folgte sie Ihm treu (vgl. Lukas 8,2). Ihr Leben zeigt: Dauerhafte Freiheit kommt nur durch echte Nachfolge.

4. Religiöse Aktivität ohne Umkehr ist gefährlich

Kirchbesuche, Spenden oder religiöse Rituale ersetzen keine echte Umkehr. Wer geistliche Aktivitäten ausübt und gleichzeitig bewusst in Sünde lebt – etwa in Unzucht, Trunkenheit oder okkulten Praktiken –, lebt in einem gefährlichen Widerspruch.

2. Timotheus 3,5

„Sie haben den Schein der Frömmigkeit, deren Kraft aber verleugnen sie.“

Solche äußere Frömmigkeit täuscht weder Gott noch den Feind. Wenn geistliche Wahrheit gehört, aber nicht gelebt wird, reagieren böse Mächte oft mit verstärkter Gegenwehr. Deshalb erleben viele Menschen nach dem Hören des Wortes eine Verschlimmerung ihrer Situation – nicht wegen des Wortes selbst, sondern wegen fehlenden Gehorsams.

5. Der einzige Weg: Echte Umkehr und ein vom Geist erfülltes Leben

Matthäus 11,12

„Von den Tagen Johannes des Täufers an bis jetzt leidet das Reich der Himmel Gewalt, und die Gewalttätigen reißen es an sich.“

Der Ruf zur Errettung ist ernst. Satan wirkt mit aller Macht, weil er weiß, dass seine Zeit begrenzt ist (Offenbarung 12,12). Doch in Jesus Christus hat Gott uns alles gegeben, was wir zum Sieg brauchen.

Wenn du bereit bist, neu anzufangen, kann dieses Gebet dir helfen:

Gebet der Umkehr
Himmlischer Vater, ich komme zu Dir und erkenne, dass ich gesündigt habe. Ich habe unabhängig von Dir gelebt und Dinge getan, die Dich betrüben. Heute bitte ich Dich um Deine Barmherzigkeit.
Ich glaube, dass Jesus Christus der Sohn Gottes ist, dass Er für meine Sünden gestorben und zu meiner Rechtfertigung auferstanden ist.
Ich kehre um von meinem alten Leben und nehme Jesus Christus als meinen Herrn und Retter an.
Reinige mich durch Sein Blut, erfülle mich mit Deinem Heiligen Geist und mache mich zu einer neuen Schöpfung.
Danke für Deine Rettung. Im Namen Jesu, Amen.

6. Die nächsten Schritte nach der Umkehr

  • Kehre dich entschieden von der Sünde ab (Apostelgeschichte 3,19). Umkehr bedeutet eine neue Richtung im Leben.

  • Lass dich taufen – durch Untertauchen, im Namen Jesu Christi, zur Vergebung der Sünden (Apostelgeschichte 2,38).

  • Schließe dich einer bibeltreuen, geisterfüllten Gemeinde an, in der du geistlich wachsen kannst.

  • Lies regelmäßig die Bibel und pflege eine lebendige Beziehung zu Jesus durch Gebet und Gehorsam.

Befreiung ohne Jüngerschaft ist gefährlich. Der Heilige Geist darf dein Leben nicht nur berühren – Er muss darin wohnen. Wenn Christus dein Herz regiert, bleibt kein Raum mehr für die Finsternis.

 

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Wird Judas von Gott wegen seiner Sünde des Verrats gerichtet?

Wird Judas von Gott wegen seiner Sünde des Verrats verurteilt, obwohl es Gottes Plan war, dass der Herr Jesus für die Erlösung stirbt?

Antwort: Ja, Judas wird als Schuldiger gerichtet. Denn der Herr Jesus selbst hat es deutlich gesagt:

Markus 14,21 (Luther 2017):
„Denn der Menschensohn geht zwar dahin, wie von ihm geschrieben steht; doch weh dem Menschen, durch den der Menschensohn verraten wird! Es wäre für diesen Menschen besser, wenn er nie geboren wäre.

Wenn der Herr sagt: „Es wäre besser für ihn, wenn er nie geboren wäre“, dann zeigt das, wie schwer die Schuld dessen ist, der ihn verrät. Es spielt dabei keine Rolle, ob die Schrift dies vorhergesagt hat oder nicht.

Nun stellt sich die grundlegende Frage: Warum ist es eine Schuld, wenn es doch vorhergesagt war und die Schrift erfüllt werden musste?

Um das besser zu verstehen, lesen wir eine weitere Prophezeiung, die der Herr ausgesprochen hat und die sich noch nicht erfüllt hat, aber sich in den letzten Tagen erfüllen wird:

Matthäus 7,21–23 (Luther 2017):
21 „Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr!, wird in das Himmelreich kommen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut.
22 Es werden viele zu mir sagen an jenem Tage: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt, in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Wunder getan?
23 Dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch nie gekannt; weicht von mir, ihr Übeltäter!

Das ist eine Prophezeiung des Herrn, die sich noch nicht erfüllt hat. Sie richtet sich jedoch an bestimmte Menschen, die an jenem Tag vor ihm stehen und genau diese Worte sagen werden – und der Herr wird sie verwerfen, so wie er es vorausgesagt hat.

Nun fragen wir uns: Sind diese Menschen, die diese Prophezeiung erfüllen werden, dann schuldlos, nur weil es vorhergesagt war?
Wenn die Antwort Nein lautet, dann trägt auch Judas die Schuld für den Verrat am Herrn – selbst wenn dieser Verrat vorhergesagt wurde.

Vergiss nicht: Der Herr nannte nicht den Namen dessen, der ihn verraten würde. Er sagte nur: „Einer von euch wird mich verraten“ – und dabei blieb es. Deshalb waren alle Jünger beunruhigt und dachten, die Prophezeiung könnte sich auf jeden Einzelnen von ihnen beziehen.

Markus 14,18–20 (Luther 2017):
18 „Und als sie bei Tisch saßen und aßen, sprach Jesus: Wahrlich, ich sage euch: Einer unter euch, der mit mir isst, wird mich verraten.
19 Da wurden sie traurig und sagten einer nach dem andern zu ihm: Bin ich’s?
20 Er sprach zu ihnen: Einer von den Zwölfen, der mit mir in die Schüssel eintaucht.“

Der Unterschied zwischen Judas und den übrigen elf Aposteln bestand darin, dass Judas diese Warnung nicht ernst nahm. Die Prophezeiung erschreckte ihn nicht; er lebte einfach weiter, wie er wollte.

Petrus und die anderen Apostel hingegen wurden von Furcht ergriffen durch die Worte des Herrn. Selbst wenn in ihnen ein Geist des Verrats anklopfte, kämpften sie dagegen an, bis er wich – und schließlich überwanden sie ihn. Judas jedoch wurde davon überwältigt, und dieser Geist gewann Macht über ihn.

Siehst du das?

Genauso ist es mit dem Wort des Herrn: „Viele werden an jenem Tag kommen, und ich werde ihnen sagen: Ich kenne euch nicht.“
Und doch nehmen viele Menschen diese Warnung heute nicht ernst. Sie leben weiterhin in Unzucht, Trunksucht, Ausschweifung, Mord, Verleumdung, Diebstahl und vielem mehr. Wie sollen Menschen mit einem solchen Lebensstil diese Prophezeiung am letzten Tag nicht erfüllen?

Dies ist eine ernste Warnung an uns alle: Lasst uns reinigen und heiligen, damit wir diese Prophezeiung nicht erfüllen. Ebenso war die Ankündigung des Herrn, dass er verraten würde, eine Warnung an die Apostel, damit sie ihn nicht verraten.

Bist du wirklich gerettet – oder nur dem Namen nach ein Christ?

Denn die Schrift sagt:

Matthäus 7,21–23 (Luther 2017):
21 „Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr!, wird in das Himmelreich kommen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut.
22 Es werden viele zu mir sagen an jenem Tage: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt, in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Wunder getan?
23 Dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch nie gekannt; weicht von mir, ihr Übeltäter!“

Maranatha!

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Dürfen wir Christen die „40 Tage für einen Verstorbenen“ begehen?

Dürfen wir Christen die „40 Tage für einen Verstorbenen“ begehen?

Dürfen wir Christen sogenannte „40-Tage-Feiern“ für Verstorbene durchführen oder nach der Beerdigung Grabbesuche in diesem Zusammenhang machen?

Die Tradition der 40 Tage hat heidnischen Ursprung und ist nicht christlich. Sie stammt aus dem alten Ägypten. Dort wurden bedeutende Persönlichkeiten (z. B. Könige oder berühmte Menschen) nach ihrem Tod vierzig Tage lang mit speziellen Substanzen einbalsamiert – jeden Tag einmal, bis die vierzig Tage erfüllt waren. Danach wurde der Leichnam in Leinen gewickelt und in einen besonderen Sarg gelegt, sodass der Körper über Hunderte von Jahren nahezu unversehrt blieb.

Genau dies tat Josef mit seinem Vater Jakob.

1. Mose 50,1–3

„Und Josef fiel auf das Angesicht seines Vaters und weinte über ihm und küsste ihn.
Und Josef befahl seinen Dienern, den Ärzten, dass sie seinen Vater einbalsamierten. Und die Ärzte balsamierten Israel.
Und es wurden vierzig Tage erfüllt, denn so viele Tage braucht man zum Einbalsamieren; und die Ägypter beweinten ihn siebzig Tage.“

Das waren jedoch ägyptische Bräuche, nicht israelitische. Josef übernahm diese Praxis, weil er den größten Teil seines Lebens in Ägypten verbracht hatte – auch seine Frau war Ägypterin, und sogar sein Name war ihm von Pharao in einen ägyptischen Namen geändert worden.
Nachdem aber das Gesetz durch Mose gegeben worden war, hörten solche Bräuche auf. Nirgendwo hat Gott Israel geboten, Tote 40 Tage lang einzubalsamieren.

Es gab zwar Vorschriften zur Verwendung von Wohlgerüchen (Salbölen/Parfüm) für den Leichnam, aber nicht über vierzig Tage hinweg – und es handelte sich um Salböl, nicht um medizinische Einbalsamierung.

Warum also wurde diese Tradition später im Christentum eingeführt, als wäre sie ein geistliches Fest?

Die ursprüngliche Praxis der Einbalsamierung wandelte sich zu einer Gedenkfeier für Verstorbene. Dies geschah, als eine kleine Gruppe nichtchristlicher Menschen die 40 Tage, in denen der Herr Jesus nach seiner Auferstehung den Jüngern erschien, mit dem Tod eines Menschen verglich – und mit seiner Himmelfahrt nach diesen 40 Tagen.

Aus diesem Vergleich entstand die Behauptung, dass die Seele eines Verstorbenen 40 Tage lang umherwandle, bevor sie entweder ins Paradies oder in die Hölle gehe.
Daraus leiten manche Konfessionen ab, dass diese 40 Tage die entscheidende Zeit seien, um für den Verstorbenen zu beten, damit er ein gutes Endschicksal erlange. Wenn nicht gebetet werde, so meine man, könne der Verstorbene – falls er in Sünde starb – nicht in den Himmel kommen, sondern gehe verloren.

Doch hat das irgendeine biblische Grundlage?

Die Antwort ist klar: Nein.
Die Heilige Schrift bezeugt, dass der Mensch unmittelbar nach dem Tod sein endgültiges Los empfängt: Wer in Sünde stirbt, geht ins Totenreich; wer in Gerechtigkeit stirbt, geht ins Paradies.

Lukas 16,22–23

„Der Arme aber starb und wurde von den Engeln in Abrahams Schoß getragen. Der Reiche aber starb auch und wurde begraben.
Und als er im Totenreich seine Augen aufschlug, da er Qualen litt, sah er Abraham von ferne und Lazarus in seinem Schoß.“

Hebräer 9,27

„Und wie den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht.“

Es gibt keine 40-tägige Wartezeit.
Zudem war der Herr Jesus in den 40 Tagen, in denen er erschien, kein Verstorbener – er war auferstanden und lebendig. Er war kein Geist. Geister lassen ihre Gebeine im Grab zurück; doch im Grab Jesu blieb nichts außer den Leinentüchern.

Darum sind „40-Tage-Feiern“ heidnisch, und Christen sollten sie nicht begehen, denn Christus ist darin nicht gegenwärtig.

Vielleicht fragst du: Was soll ich tun, wenn mich Verwandte zu einer solchen Feier einladen?
Wenn es deine Angehörigen sind, deren Augen für diese Wahrheit noch nicht geöffnet sind, kannst du hingehen – aber beteilige dich in keiner Weise an ihren religiösen Handlungen, denn es sind Kulte für Tote. Dein Ziel soll nicht das Essen sein, sondern das Evangelium zu bezeugen und ihnen die Liebe Christi in aller Weisheit zu zeigen, damit sie Christus, seine Kraft und die Wahrheit über das Leben nach dem Tod erkennen.

Ebenso haben Christen keine Erlaubnis, Gräber zu besuchen, um dort religiöse Rituale zu vollziehen, das Schicksal der Verstorbenen zu ändern oder Segen von ihnen zu empfangen.
Grabpflege darf nur einem Zweck dienen: Sauberkeit und Ordnung, als Ausdruck von Respekt und guter Zeugenschaft gegenüber der Öffentlichkeit – ähnlich wie die Pflege des eigenen Hauses, Gartens oder Grundstücks.

Für eine ausführliche Erklärung darüber, was nach dem Tod geschieht, siehe hier:
👉 Was geschieht nach dem Tod?

Maranatha!

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Ihr, die ihr nichtige Lieder singt zum Klang der Harfen

 

Amos 6,5:
„Ihr, die ihr nichtige Lieder singt zum Klang der Harfen und euch Musikinstrumente erfindet wie David.“


FRAGE:

Was meinte der Herr mit diesem Vers?

Amos 6,5:
„I


hr, die ihr nichtige Lieder singt zum Klang der Harfen und euch Musikinstrumente erfindet wie David.“

Hat Gott etwa David getadelt wegen der Art und Weise, wie er Ihn lobte?


ANTWORT:

Nein! Dieser Vers bedeutet keineswegs, dass Gott Menschen missfällt, die Ihn mit Instrumenten und vielfältiger Musik loben. Ganz im Gegenteil: Die Schrift betont ausdrücklich, dass Gott daran Gefallen hat. Gerade das war auch einer der Gründe, warum Gott David liebte.

David schrieb unter der Inspiration des Heiligen Geistes:

Psalm 150,3–6:
„Lobt ihn mit dem Schall der Posaune,
lobt ihn mit Harfe und Zither!
Lobt ihn mit Tamburin und Reigen,
lobt ihn mit Saitenspiel und Flöte!
Lobt ihn mit klingenden Zimbeln,
lobt ihn mit schallenden Zimbeln!
Alles, was Odem hat, lobe den HERRN! Halleluja!“

Siehst du? Damit wird deutlich, dass Gott sich sehr darüber freut, wenn Er mit verschiedenen Instrumenten und Rhythmen gepriesen wird.


Warum aber scheint Gott in Amos 6 die Menschen zu tadeln, die genau das tun?

Achte genau auf den Ausdruck: „ihr, die ihr nichtige Lieder singt“.
Das bedeutet: Was sie sangen, verherrlichte Gott nicht wirklich. Es hatte zwar einen scheinbar geistlichen Anstrich, war in Wahrheit aber weltlich. Außerdem lobten sie Gott nicht im Geist und in der Wahrheit. Ihr Lebenswandel war weit von Gott entfernt, während sie vorgaben, Ihn mit großer musikalischer Kunst zu preisen.

Genau das taten die Israeliten in jener Zeit. Sie lebten in schwerer Rebellion, gaben aber vor, Gott kraftvoll zu verherrlichen wie David. Die Folge war, dass Gott ihre heuchlerische Anbetung verabscheute und sie mit dem Gericht der babylonischen Gefangenschaft bestrafte.

Lies, was der Herr wenige Verse zuvor sagt:

Amos 6,8–9:
„Gott, der HERR, hat bei sich selbst geschworen, spricht der HERR, der Gott der Heerscharen: Ich verabscheue den Stolz Jakobs und hasse seine Paläste; darum werde ich die Stadt und alles, was darin ist, preisgeben. Und es wird geschehen: Wenn zehn Männer in einem Haus übrig bleiben, sollen sie sterben.“


Das ist ein Bild für die heutige Gemeinde Christi.
Wir verfügen über viele moderne Instrumente, um Gott zu loben: Gitarren, leistungsstarke Lautsprecher, Keyboards, moderne Harfen, Trompeten und vieles mehr. Das an sich ist gut. Doch achte darauf, was heute gesungen wird und wie getanzt wird. Vieles davon ist „Nichtigkeit“, ganz im Sinne der Worte des Herrn. Oft kann man geistliche Lieder kaum noch von weltlicher Musik unterscheiden.

Und selbst wenn wir Worte singen, die Gott preisen, sollten wir auf unser verborgenes Leben achten. Denn wenn unsere Taten fern von Erlösung und Heiligkeit sind, bleibt unser Lob leer.

Darum betrifft diese Prophetie auch uns heute. Wir müssen uns korrigieren, damit der Herr unsere Anbetung nicht verwirft und wir nicht ein ähnliches Gericht erfahren wie die Israeliten, die nach Babylon in die Gefangenschaft geführt wurden.

Die Bibel lehrt uns, Gott in der Schönheit der Heiligkeit anzubeten – nicht nur mit Worten und Musik, sondern mit unserem ganzen Leben –, damit wir den Segen empfangen, den Er dafür vorgesehen hat.

1. Chronik 16,29:
„Gebt dem HERRN die Ehre seines Namens! … Betet den HERRN an in heiligem Schmuck!“

Shalom.

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„Führt ihn sicher ab“

 


„Führt ihn sicher ab“

Hast du schon einmal eine Entscheidung getroffen, die zunächst harmlos erschien – und erst später erkannt, wie viel Schaden sie tatsächlich angerichtet hat? Genau das geschah Judas Iskariot. Ein Mann, der mit Jesus unterwegs war, Wunder miterlebte und die Wahrheit direkt aus dem Mund der Quelle des Lebens hörte. Und doch traf er eine Entscheidung, die tragisch endete – mit seinem eigenen Tod.

Judas wollte kein Blut – er wollte Geld

Oft wird angenommen, Judas habe Jesus aus Hass verraten. Doch die Bibel zeichnet ein differenzierteres Bild. Sein Verrat entsprang nicht in erster Linie Feindschaft, sondern Habgier.

Matthäus 26,14–15

„Da ging einer von den Zwölfen, Judas Iskariot, zu den Hohenpriestern und sagte: ›Was gebt ihr mir, wenn ich ihn euch ausliefere?‹ Und sie zahlten ihm dreißig Silberlinge.“

Diese Summe entsprach dem Preis eines Sklaven (2. Mose 21,32) – ein deutliches Zeichen dafür, dass Judas Jesus innerlich bereits geringgeschätzt hatte.

Was viele jedoch übersehen: Judas rechnete nicht mit dem Tod Jesu. Er ging davon aus, dass Jesus nach der Verhaftung zurechtgewiesen oder bestraft, aber nicht hingerichtet würde. Das zeigen seine eigenen Worte:

Markus 14,44

„Der Verräter hatte ihnen ein Zeichen vereinbart und gesagt: ›Der, den ich küssen werde, der ist es. Den ergreift und führt ihn sicher ab.‹“

Diese Worte – „führt ihn sicher ab“ – machen deutlich: Judas wollte Jesus nicht töten lassen. Er glaubte, die Situation unter Kontrolle zu haben.

Die Tragik einer unterschätzten Sünde

Doch Judas hatte die Tragweite seiner Tat völlig verkannt. Als er erkannte, dass Jesus bereits zum Tod verurteilt war, wurde er von tiefer Reue ergriffen.

Matthäus 27,3–4

„Als Judas sah, dass Jesus verurteilt war, ergriff ihn Reue. Er brachte die dreißig Silberlinge zu den Hohenpriestern und Ältesten zurück und sagte: ›Ich habe gesündigt; ich habe unschuldiges Blut verraten.‹“

Dieser Moment ist von großer theologischer Bedeutung: Judas bezeugt die Unschuld Jesu – und erfüllt damit Jesaja 53,9:

Jesaja 53,9b

„Er hat kein Unrecht getan, und in seinem Mund war kein Betrug.“

Doch Reue ist nicht dasselbe wie Buße. Judas empfand Schuld, aber anstatt zu Jesus zurückzukehren und Vergebung zu suchen, zog er sich in Verzweiflung zurück.

Matthäus 27,5

„Da warf Judas das Geld in den Tempel, ging fort und erhängte sich.“

Sein Leben bestätigt die Wahrheit aus 2. Korinther 7,10:

„Denn die Traurigkeit nach Gottes Willen bewirkt eine Umkehr zum Heil, die man nicht bereut; die Traurigkeit der Welt aber führt zum Tod.“

Judas erlebte weltliche Traurigkeit – Schmerz ohne Heilung –, weil er das Entscheidende verpasste: zu Jesus zurückzukehren.

Die trügerische Macht der Sünde

Die Geschichte von Judas ist eine ernste Warnung. Sünde erscheint oft klein, kontrollierbar, scheinbar folgenlos. Man sagt sich: „Nur dieses eine Mal. Ich kann später immer noch umkehren.“ Doch Sünde kommt nicht mit einem Warnhinweis – sie fordert ihren Lohn.

Römer 6,23

„Denn der Lohn der Sünde ist der Tod; die Gnade Gottes aber ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserem Herrn.“

Die Bibel spricht bewusst vom Lohn, nicht von einer bloßen Strafe. Sünde trägt ihre Konsequenz in sich – manchmal verzögert, aber immer unausweichlich.

Sünde wird nicht daran gemessen, wie harmlos sie sich anfühlt oder womit man bisher davongekommen ist, sondern daran, was Gott sagt, was sie hervorbringt: geistlichen Tod, Zerbruch und Trennung von ihm.

Auch Samson meinte, mit der Sünde spielen zu können – bis er blind, gefesselt und gedemütigt endete (Richter 16). Wie Judas dachte auch er nicht, dass dieser Moment sein Wendepunkt sein würde.

Verrat und Gottes Souveränität

Obwohl Judas aus freiem Willen handelte und Verantwortung trug, macht die Schrift zugleich klar: Jesu Tod war kein Unfall. Er war Teil von Gottes souveränem Erlösungsplan.

Apostelgeschichte 2,23

„Diesen Mann, der nach Gottes festgesetztem Ratschluss und seiner Vorsehung ausgeliefert wurde, habt ihr durch die Hand von Gesetzlosen ans Kreuz geschlagen und getötet.“

Diese Spannung lehrt uns zweierlei:

  • Gottes Heilsplan lässt sich nicht aufhalten – nicht einmal durch Verrat.

  • Und dennoch bleiben wir verantwortlich für unsere Entscheidungen, selbst wenn wir glauben, ihre Folgen abschätzen zu können.

Unterschätze die Sünde nicht

Vielleicht stehst du gerade in der Versuchung, zu sagen: „Ich sündige nur einmal – und kehre später um.“ Doch was, wenn diese eine Entscheidung dich weiter führt, als du je geplant hast? Was, wenn sie – wie bei Judas – Konsequenzen nach sich zieht, die du nicht kommen sahst?

Lass mich dich in Liebe warnen:
Die Beziehung, für die du Kompromisse eingehst, die geheime Sünde, die du innerlich rechtfertigst – sie könnte zum Wendepunkt deines geistlichen Niedergangs werden.

Ein Prediger sagte einmal treffend:
„Fürchte dich nicht vor dem Teufel – fürchte dich vor der Sünde.“

Denn die Schrift sagt nicht, dass der Lohn des Teufels der Tod ist.
Sie sagt:

Römer 6,23

„Der Lohn der Sünde ist der Tod.“

Schlussgebet

Herr Jesus, öffne uns die Augen für den wahren Preis der Sünde. Schenke uns Gnade, der Versuchung zu widerstehen, Kraft, im Gehorsam zu leben, und die Weisheit, zu dir zu fliehen – nicht vor dir weg –, wenn wir fallen. Bewahre uns davor, kurzfristigen Gewinn gegen ewigen Verlust einzutauschen.
Amen.

 

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DORKAS, GENANNT GAZELLE

 

Apostelgeschichte 9,36:
„In Joppe aber war eine Jüngerin mit Namen Tabita, das heißt übersetzt Dorkas (Gazelle); die war reich an guten Werken und Almosen, die sie gab.“

Dorkas, genannt Gazelle.

Apostelgeschichte 9,36:
„In Joppe aber war eine Jüngerin mit Namen Tabita, das heißt übersetzt Dorkas (Gazelle); die war reich an guten Werken und Almosen, die sie gab.

37 Es begab sich aber zu der Zeit, dass sie krank wurde und starb. Und als sie sie gewaschen hatten, legten sie sie in ein Obergemach.“

Der Herr Jesus sei gepriesen!

Hast du dich jemals gefragt, warum die Bibel die Bedeutung des Namens dieser Jüngerin Tabita erwähnt? Immer wenn die Bedeutung eines Namens in der Bibel erklärt wird, steckt dahinter eine wichtige Lektion, die Gott uns lehren möchte.

Ein anderes Beispiel für solch eine Namensdeutung ist Simon Petrus. In Johannes 1,42 erklärt Jesus die Bedeutung seines Namens:

Johannes 1,42:
„Und er führte ihn zu Jesus. Jesus sah ihn an und sprach: Du bist Simon, der Sohn des Johannes; du sollst Kephas heißen (das heißt übersetzt: Petrus = Fels).“

Hier sehen wir: Es hatte einen Grund, warum Jesus die Bedeutung „Fels“ offenbarte – sie stand in Verbindung zu bestimmten Eigenschaften oder Offenbarungen, die Petrus besaß oder noch zeigen würde – alles Hinweise auf den wahren Fels, Jesus Christus selbst.

Diese Verbindung wird später durch eine göttliche Offenbarung, die Petrus empfing, deutlich:

Matthäus 16,15–19:
„15 Er spricht zu ihnen: Wer sagt denn ihr, dass ich sei?
16 Da antwortete Simon Petrus und sprach: Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes!
17 Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Selig bist du, Simon, Sohn des Jona; denn Fleisch und Blut haben dir das nicht offenbart, sondern mein Vater im Himmel.
18 Und ich sage dir auch: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen, und die Pforten der Hölle sollen sie nicht überwältigen.
19 Ich will dir die Schlüssel des Himmelreichs geben: Was du auf Erden binden wirst, das soll auch im Himmel gebunden sein; und was du auf Erden lösen wirst, das soll auch im Himmel gelöst sein

Die Offenbarung, die Petrus erhielt – dass Jesus der Sohn Gottes ist – wurde zum Fundament der Gemeinde. Deshalb wurde seine Namensbedeutung so früh hervorgehoben.

Zurück zu Tabita – sie wurde „Gazelle“ genannt.

Die Gazelle ist ein flinker, eleganter und schneller Hirsch. Anfangs fragte ich mich, warum sie nicht etwa „Löwin“ oder „Nashorn“ oder ein kraftvollerer Name genannt wurde. Doch Gott hatte einen Grund.

Welche Eigenschaften hat eine Gazelle?

Sie ist schnell, beweglich, wachsam – wenn sie durch das hohe Gras oder offene Ebenen läuft, ist sie kaum zu fangen, nicht einmal von einem Löwen. Nur ein Gepard kann sie jagen – und selbst das ist schwierig.

Diese Schnelligkeit macht die Gazelle in der Wildnis sicher.

In der Bibel werden Gottes Krieger oft mit Gazellen verglichen. Ein Beispiel ist Asaël, einer der Helden Davids:

2. Samuel 2,18:
„Es waren aber drei Söhne der Zeruja dort: Joab, Abischai und Asaël. Asaël aber war leichtfüßig wie eine Gazelle auf dem Felde.“

„Gazelle“, „Hirsch“ und „Reh“ gehören zur gleichen Familie. Weitere Beispiele:

1. Chronik 12,8:
„Auch von den Gaditern liefen einige über zu David in die Bergfeste in der Wüste, tapfere Helden, geübte Krieger, geschickt im Kampf mit Schild und Speer, ihre Angesichter wie Löwengesichter und so schnell wie Gazellen auf den Bergen.“

2. Samuel 22,34:
„Er macht meine Füße gleich denen der Hirsche und stellt mich auf meine Höhen.“

Hohelied 8,14:
„Flieh, mein Geliebter, und sei gleich einer Gazelle oder einem jungen Hirsch auf den Bergen voll Würze!“

Jetzt wird klar, warum Tabita „Gazelle“ genannt wurde: Ihre „Füße“ waren schnell im Tun des Guten. Sie war in ganz Lydda bekannt für ihre Hilfsbereitschaft. Sie nähte Kleidung für die Jünger und andere Gläubige, ohne dass sie darum gebeten wurde. Sie spendete großzügig – ohne Druck, ohne Erinnerung. Wie eine Gazelle eilte sie in den Dienst für den Herrn – mehr als alle anderen in ihrer Stadt.

Als sie schließlich starb, empfanden es die Menschen als zu früh. Ihr Fehlen hinterließ eine große Lücke. Als Petrus nach Lydda kam, lag dort mehr als nur eine Leiche – doch gerufen wurde er nur wegen Dorkas:

Apostelgeschichte 9,36–40:
„36 In Joppe aber war eine Jüngerin mit Namen Tabita, das heißt übersetzt Dorkas (Gazelle); die war reich an guten Werken und Almosen, die sie gab.
37 Es begab sich aber zu der Zeit, dass sie krank wurde und starb. Und als sie sie gewaschen hatten, legten sie sie in ein Obergemach.
38 Weil aber Lydda nahe bei Joppe ist und die Jünger hörten, dass Petrus dort war, sandten sie zwei Männer zu ihm und baten: Komm nicht zu lange und geh mit uns!
39 Da machte sich Petrus auf und ging mit ihnen. Und als er dahin kam, führten sie ihn in das Obergemach. Und alle Witwen traten zu ihm, weinten und zeigten ihm die Röcke und Kleider, die Dorkas gemacht hatte, als sie noch bei ihnen war.
40 Aber Petrus schickte sie alle hinaus, kniete nieder, betete und wandte sich zu dem Leichnam und sprach: Tabita, steh auf! Da tat sie ihre Augen auf und als sie Petrus sah, setzte sie sich auf.“

Diese Geschichte lehrt uns: Wenn wir möchten, dass Gott auch uns gegenüber schnell handelt – wie eine Gazelle – dann sollten auch wir ihm gegenüber schnell im Gehorsam und im Dienst sein. Sind wir bereit, wie Tabita Gutes zu tun? Sind wir bereit, unsere Ressourcen für das Werk Gottes zu geben, ohne an uns selbst zu denken? Oder müssen wir gedrängt, ermahnt und gezogen werden?

Manchmal zögert Gott mit Antworten auf unsere Gebete – weil wir selbst zögern, ihm zu dienen.

Machen wir unsere „Füße“ flink, damit Gott auch schnell eingreifen kann, so wie er es bei Dorkas getan hat.

Habakuk 3,19:
„GOTT, der Herr, ist meine Kraft; er macht meine Füße gleich denen der Hirsche und lässt mich einherschreiten auf meinen Höhen.“

Shalom.

 

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Ist es notwendig, am Abendmahl teilzunehmen?

Was ist, wenn jemand nicht am Abendmahl teilnehmen möchte oder sich nicht danach fühlt – und entscheidet, dies sein ganzes Leben lang nicht zu tun, obwohl er sich an alle anderen Gebote hält? Wird diese Person am letzten Tag gerettet werden?

Antwort: Shalom.

In der Bibel gibt es Gebote, die freiwillig sind, und solche, die verpflichtend sind – das heißt, sie müssen von jedem befolgt werden, der sich Christ nennt.

Ein Beispiel für ein freiwilliges Gebot ist die Ehe. Die Bibel spricht über Ehe und gibt Anweisungen dazu, aber sie verlangt nicht, dass jeder heiratet. Wer sich entscheidet, allein zu bleiben, hat kein Gesetz gebrochen (vgl. 1. Korinther 7,1–2).

Aber es gibt auch Gebote, die für alle Christen verpflichtend sind – und eines davon ist die Teilnahme am Abendmahl.

Andere verpflichtende Gebote sind z. B. die Taufe und das Füßewaschen. Die Taufe ist kein freiwilliger Akt – sie ist ein Befehl. Jeder, der zum Glauben kommt, muss getauft werden, und zwar auf die richtige Weise.

Ebenso ist die Teilnahme am Abendmahl verpflichtend. Das bedeutet, dass jeder, der gerettet wurde, auch am Leib und Blut Christi teilhaben muss. Es spielt keine Rolle, ob man kein Fan von Brot oder Wein ist – man muss teilnehmen. Es geht nur um ein kleines Stück Brot und einen kleinen Schluck Wein, nicht um ein ganzes Laib oder eine ganze Flasche.

Warum ist das ein Gebot?

Weil Jesus sagte, dass wir kein Leben in uns haben, wenn wir nicht am Abendmahl teilnehmen:

Johannes 6,53–54 (LUT 2017):
„Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht das Fleisch des Menschensohnes esst und sein Blut trinkt, habt ihr kein Leben in euch.
Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der hat das ewige Leben; und ich werde ihn auferwecken am letzten Tag.“

Zurück zur Frage: Werden wir gerettet, wenn wir nicht am Abendmahl teilnehmen, obwohl wir gläubig sind?
Die Antwort ist klar: Nein. Denn ohne Teilnahme haben wir laut Jesu Worten kein Leben in uns. Das bedeutet: Wir werden nicht entrückt und auch nicht auferweckt, wenn wir sterben.

Das zeigt, dass wir Gottes Wort nicht nach unseren eigenen Vorstellungen ausleben dürfen, sondern so, wie Er es will.

Wenn der Herr gebietet, dass wir teilnehmen sollen, dann ist das ein Gebot – keine Geschmacksfrage. Es zählt nicht, ob dir schlecht wird oder du kein Weizen magst. Du musst trotzdem teilnehmen.
Genauso ist es bei der Taufe – es ist nicht unsere Entscheidung, ob wir Angst vor Wasser oder Untertauchen haben. Wenn du gerettet werden willst, musst du tun, was der Herr gesagt hat.

Aber wenn du am Jüngsten Tag nicht auferstehen und das ewige Leben nicht erben willst – dann lass dich nicht taufen und nimm nicht am Abendmahl teil, obwohl du die Wahrheit kennst.

Nur diejenigen, die nie davon gehört haben, werden vielleicht Barmherzigkeit finden. Aber wir, die es gehört und verstanden haben, haben keine Entschuldigung, wenn wir uns bewusst dagegen entscheiden.

Die Bibel sagt aber auch, dass wir nicht einfach so teilnehmen dürfen, wie es uns gefällt. Wir sollen uns zuerst prüfen und reinigen – nur dann dürfen wir teilnehmen. Wenn wir in Sünde leben, müssen wir zuerst Jesus annehmen, bevor wir teilnehmen.

1. Korinther 11,27–31 (LUT 2017):
„Wer nun unwürdig von dem Brot isst oder aus dem Kelch des Herrn trinkt, der ist schuldig am Leib und Blut des Herrn.
Der Mensch prüfe aber sich selbst, und so esse er von dem Brot und trinke aus dem Kelch.
Denn wer isst und trinkt, der isst und trinkt sich selbst zum Gericht, wenn er den Leib des Herrn nicht unterscheidet.
Darum sind auch viele Schwache und Kranke unter euch, und nicht wenige sind entschlafen.
Wenn wir uns selber richteten, so würden wir nicht gerichtet.“

Der Herr segne euch.

Bitte teile diese gute Nachricht mit anderen!

 
 

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