Lasst uns die Heilige Schrift mit geistlicher Aufmerksamkeit und demütigem Herzen betrachten.
2. Petrus 3,3–7 (Lutherbibel 2017): „Ihr sollt vor allem wissen, dass in den letzten Tagen Spötter kommen werden, die nach ihren eigenen Begierden leben und sagen: Wo bleibt die Verheißung seines Kommens? … Doch sie wollen nicht wahrhaben, dass der Himmel einst war und die Erde aus Wasser und durch das Wasser Bestand hatte durch Gottes Wort. … So werden auch der Himmel und die Erde, die jetzt sind, durch dasselbe Wort aufgespart für das Feuer am Tag des Gerichts zur Verdammnis der gottlosen Menschen.“
„Ihr sollt vor allem wissen, dass in den letzten Tagen Spötter kommen werden, die nach ihren eigenen Begierden leben und sagen: Wo bleibt die Verheißung seines Kommens? … Doch sie wollen nicht wahrhaben, dass der Himmel einst war und die Erde aus Wasser und durch das Wasser Bestand hatte durch Gottes Wort. … So werden auch der Himmel und die Erde, die jetzt sind, durch dasselbe Wort aufgespart für das Feuer am Tag des Gerichts zur Verdammnis der gottlosen Menschen.“
Petrus vergleicht die geistliche Blindheit der letzten Zeit mit jener in den Tagen Noahs (vgl. Matthäus 24,37–39).Damals ignorierten die Menschen Gottes Ruf zur Umkehr, lebten in moralischer Gleichgültigkeit und verspotteten die Warnung vor der Flut.
Genesis 6,5 (Schlachter 2000) beschreibt den Zustand der Menschheit eindringlich: „Da sah der HERR, dass die Bosheit der Menschen sehr groß war auf Erden…“
Genesis 6,5 (Schlachter 2000) beschreibt den Zustand der Menschheit eindringlich:
„Da sah der HERR, dass die Bosheit der Menschen sehr groß war auf Erden…“
Die Parallele ist theologisch bedeutend:So wie die Menschen damals die Realität des kommenden Gerichts nicht sehen wollten, so verharren heute viele in geistlicher Blindheit, obwohl die Zeichen der Zeit deutlich sprechen.
Petrus erinnert daran, dass Gottes Wort sowohl die Welt erschuf als auch die Flut herbeiführte.Dies knüpft an die biblische Lehre vom Schöpferwort an:
„Der Himmel ist durch das Wort des HERRN gemacht…“
„Durch den Glauben erkennen wir, dass die Welt durch Gottes Wort geschaffen ist…“
Theologisch zeigt dies:
Gottes Wort ist mächtig und wirksam (vgl. Hebr 4,12).
Es trägt die Schöpfung (Kol 1,16–17).
Und es wird sie eines Tages richten (Offb 20,11–15).
Die Flut war ein historisches Gericht, das kommende Feuer jedoch wird ein endgültiges, kosmisches Gericht sein (2 Petr 3,7).
Die Parusie, das Wiederkommen Christi, ist eine grundlegende Lehre des Neuen Testaments.Jesus sagte:
„Siehe, ich komme bald und mein Lohn mit mir…“
Die frühe Kirche lebte in täglicher Erwartung seines Kommens (vgl. Titus 2,13).
Petrus erklärt, warum Christus „verzögert“:
„Der Herr verzögert nicht die Verheißung … sondern er hat Geduld mit euch.“
Dies ist ein Ausdruck der Geduld Gottes (gr. makrothymia), ein Charakterzug, der sich durch die gesamte Bibel zieht (Ex 34,6; Ps 103,8).
Gott wartet – nicht weil er schwach ist, sondern weil er gnädig ist.
„Gott will, dass allen Menschen geholfen werde und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.“
„Ich habe kein Gefallen am Tod des Gottlosen, sondern dass der Gottlose umkehre und lebe.“
Die Zeit zwischen Christi Himmelfahrt und seiner Wiederkunft ist eine Gnadenzeit, ein offenes Fenster zur Umkehr.
Die Bibel spricht in Einheit darüber, dass ein endgültiges Gericht kommt:
Matthäus 25,31–46 – Der Menschensohn trennt die Schafe von den Böcken
Offenbarung 20,11–15 – Das große weiße Throngericht
Römer 2,5–6 – Gott vergilt jedem nach seinen Werken
Petrus sagt, die gegenwärtige Welt werde durch Feuer geläutert und gerichtet.Dies ist ein Bild der vollständigen Reinigung, nicht bloßer Zerstörung.
Die Reformatoren betonten oft:
Das Gericht Gottes ist die Wiederherstellung der durch Sünde zerbrochenen Ordnung.
Jesus erklärt die geistliche Blindheit der Menschen:
„Das Licht ist gekommen in die Welt, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht.“
Diese Blindheit ist nicht intellektuell – sie ist moralisch und geistlich.
Die Bibel nennt dies:
„ein verstocktes Herz“ (Jes 6,9–10; Röm 11,8)
„geistliche Blindheit“ (2 Kor 4,3–4)
„Verdorbenheit des Herzens“ (Jer 17,9)
Der Apostel Paulus betont, dass nur der Heilige Geist Menschen die Augen öffnen kann:
„Der natürliche Mensch vernimmt nichts vom Geist Gottes…“
Petrus erinnert daran, dass Gott außerhalb der Zeit steht:
„Für den Herrn ist ein Tag wie tausend Jahre und tausend Jahre wie ein Tag.“
Und doch ruft die Schrift eindringlich:
„Heute, wenn ihr seine Stimme hört, so verstockt eure Herzen nicht.“
„Siehe, jetzt ist die angenehme Zeit, siehe, jetzt ist der Tag des Heils!“
Jesus verheißt:
„Glückselig sind, die ihre Kleider waschen, damit sie ein Recht haben am Baum des Lebens…“
Dies beschreibt die endgültige Gemeinschaft mit Gott im neuen Himmel und auf der neuen Erde (Offb 21,1–4).Das ist die Hoffnung, die alle Kinder Gottes tragen.
Wir leben in einer Zeit der Gnade.Gott ruft – eindringlich, liebevoll und geduldig – zur Umkehr.Doch die Zeit der Gnade wird nicht ewig dauern.
Christus wird wiederkommen,sichtbar, glorreich, endgültig (vgl. Apg 1,11).
Die frühe Kirche hatte einen Ruf, der ihr Herzschlag war:
Möge auch unser Herz in dieser Erwartung brennen.
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