Nicht nur Weizen im Speicher – sondern Fruchtträger für das Reich Gottes

Nicht nur Weizen im Speicher – sondern Fruchtträger für das Reich Gottes

 

 Nicht nur Weizen im Speicher – sondern Fruchtträger für das Reich Gottes

1. Einführung: Das biblische Bild von Weizen und Spreu

  • In der Bibel symbolisiert Weizen diejenigen, die durch den Glauben an Jesus gerettet wurden.

  • Spreu steht für die, die weiterhin in der Sünde leben und Gott ablehnen (vgl. Ps 1,4).

  • Dieses Bild verdeutlicht eine geistliche Trennung, die Gott zieht – nicht Menschen.

Kernidee:
Gott sammelt den Weizen in seine Gegenwart, aber nicht jeder bleibt passiv im Speicher. Gottes Ziel ist Fruchtbarkeit.

2. Jesu Werk der Trennung und Reinigung

2.1 Die Reinigung der Tenne

Matthäus 3,12 (SCH2000):
„Er wird seine Tenne gründlich reinigen und seinen Weizen in die Scheune sammeln; die Spreu aber mit unauslöschlichem Feuer verbrennen.“

  • Das griechische Verb kathariei = gründlich reinigen

  • Jesus trennt:

    • Weizen = Gerettete

    • Spreu = Unbußfertige

2.2 Die Scheune – ein Bild der Bewahrung

  • Symbol für die Gegenwart Gottes

  • Ort der Sicherheit und Heiligung (Joh 17,15–16; Joh 10,28–29)

3. Gottes Absicht: Weizen soll Frucht bringen

3.1 Nicht jeder Samen bleibt im Speicher

  • In der Landwirtschaft wird ein Teil ausgesät, um neue Frucht zu tragen.

  • Weizen im Speicher bleibt unverändert; ausgesäte Körner bringen Vermehrung.

3.2 Das Prinzip des Sterbens

Johannes 12,24 (SCH2000):
„Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt … bringt es viel Frucht.“

  • Geistliche Bedeutungen:

    • Absterben des alten Lebens (Mortifikation, Kol 3,5)

    • Leben im Geist (Vivifikation, Röm 8,11)

4. Die Notwendigkeit der Selbstverleugnung

4.1 Jesu Ruf zur radikalen Priorität

Johannes 12,25–26 (SCH2000):
„Wer sein Leben liebt, wird es verlieren … Wer mir dienen will, folge mir.“

Erklärung:

  • „Sein Leben hassen“ = Hebräismus für „Gott an erste Stelle setzen“

  • Nachfolge kostet:

    • Bequemlichkeit

    • Zeit

    • manchmal Anerkennung

4.2 Das tägliche Kreuz

Lukas 9,23 (SCH2000):
„Er verleugne sich selbst und nehme täglich sein Kreuz auf sich.“

  • Kreuz = Gehorsam, Opferbereitschaft, tägliches Sterben des Ich

  • Paulus: „Ich sterbe täglich“ (1Kor 15,31)

5. Das Gleichnis vom Sämann – Ausdauer als Schlüssel

Matthäus 13,23 (SCH2000):
„… der das Wort hört und versteht … der bringt Frucht.“

5.1 Vier Böden – vier Haltungen

Nur der gute Boden:

  • hört,

  • versteht,

  • bleibt standhaft,

  • bringt Frucht (hundert-, sechzig-, dreißigfach).

5.2 Gefahren für Fruchtbarkeit

(Matthäus 13,22)

  • Sorgen

  • Verführung des Reichtums

  • Begierden der Welt

5.3 Ausdauer ist entscheidend

Hebräer 6,12:
„Durch Geduld erben wir die Verheißungen.“

6. Die Berufung jedes Christen: Frucht, die bleibt

Johannes 15,16 (SCH2000):
„Ich habe euch erwählt … dass ihr hingeht und Frucht bringt und eure Frucht bleibt.“

Frucht bedeutet:

  • Menschen zu Jesus führen

  • Charakterveränderung (Gal 5,22–23)

  • Liebe und Dienst

  • Treue und Standhaftigkeit

  • großzügiges und opferbereites Leben

Christlicher Glaube ist aktiv, wachsend, fruchtbar.

7. Schluss: Standhaft und fruchtbar leben

Korinther 15,58 (SCH2000):
„Seid fest, unerschütterlich, immer überreichlich in dem Werk des Herrn …“

Kernaussage zum Abschluss

  • Kein Gebet ist vergeblich.

  • Kein Dienst ist verschwendet.

  • Keine Träne geht verloren.

  • Alles, was für Jesus getan wird, hat ewigen Wert.

Schalom. Möge der Herr uns zu Menschen machen, die nicht nur „Weizen im Speicher“ sind, sondern reichlich Frucht bringen.

 

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Über den Autor

Dorcas Kulwa editor

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