Die Frage:
In Matthäus 11,14 sagt Jesus, dass Johannes der Täufer Elia ist, der kommen sollte. Doch in Johannes 1,21, als Johannes direkt gefragt wird, ob er Elia sei, antwortet er: „Ich bin es nicht.“Wie ist das möglich? Widerspricht Jesus Johannes? Oder widerspricht sich die Bibel selbst?
Um das zu verstehen, müssen wir zwischen wörtlicher Identität und geistlicher Erfüllung biblischer Prophetie unterscheiden.
„Und wenn ihr’s annehmen wollt: Er ist Elia, der da kommen soll.“Matthäus 11,14
Jesus meinte nicht, dass Johannes der Täufer buchstäblich der wiedergekehrte Elia oder eine Reinkarnation Elias sei. Vielmehr sagte Jesus, dass Johannes im selben Geist und in derselben prophetischen Kraft kam, die auch Elias Dienst kennzeichnete.Damit erfüllte Johannes die Prophezeiung aus Maleachi 3,23–24 (Luther zählt anders; in vielen internationalen Bibeln Maleachi 4,5–6):
„Siehe, ich will euch senden den Propheten Elia, ehe der große und schreckliche Tag des HERRN kommt.“Maleachi 3,23
Jesus bestätigt also: Johannes war derjenige, der diese Rolle erfüllte er bereitete das Volk auf das Kommen des Messias vor, so wie Elia die Herzen des Volkes zu Gott zurückführen sollte.
„Und sie fragten ihn: Was denn? Bist du Elia? Er sprach: Ich bin es nicht.“Johannes 1,21
Hier antwortet Johannes wörtlich. Er war nicht Elia als Person.Er wusste, dass er nicht buchstäblich der alte Prophet im Fleisch war. Seine Antwort war wahr: Er war nicht Elia selbst, sondern ein neuer Prophet mit Elias Auftrag.
Das bestätigt auch die Botschaft des Engels Gabriel an seinen Vater Zacharias:
„Und er wird vor ihm hergehen im Geist und in der Kraft Elias … um dem Herrn ein Volk zuzurichten, das wohl vorbereitet ist.“Lukas 1,17
Das macht es klar: Johannes sollte nicht Elia in Person sein, sondern im gleichen Geist, mit derselben Kühnheit, Vollmacht und Berufung um die Menschen zur Umkehr zu rufen und den Weg für Jesus zu bereiten.
Der scheinbare Widerspruch löst sich, wenn wir ein biblisches Prinzip verstehen: die Typologie.In der Bibel kann eine Person oder ein Ereignis ein „Vorbild“ sein, das auf eine spätere Erfüllung hinweist.
Elia war ein Vorbild für einen prophetischen Wegbereiter.
Johannes war die Erfüllung dieses Vorbilds in seiner Generation.
Elia rief zur Buße auf, konfrontierte Sünde und bereitete das Volk auf Gottes Eingreifen vor.Johannes tat dasselbe doch er bereitete speziell den Weg für Jesus Christus, den Messias.
Darum nennt Jesus Johannes „Elia“ in einem prophetischen und geistlichen Sinn, nicht in einem wörtlichen.
Nein. Die Bibel ist vollkommen stimmig, wenn sie richtig verstanden wird:
Jesus sprach geistlich und prophetisch.
Johannes antwortete wörtlich und persönlich.
Beide Aussagen sind wahr jede in ihrem eigenen Kontext.
So wie Johannes gesandt wurde, um die Menschen auf Jesu erstes Kommen vorzubereiten, ruft Gott auch heute die Menschen dazu, sich auf Jesu zweites Kommen vorzubereiten. Die Zeichen der Zeit sind deutlich die Wiederkunft des Herrn ist nahe.Hast du dein Leben Ihm übergeben?
Der gleiche Geist, der Elia und Johannes erfüllte, wirkt auch heute noch er ruft zur Buße, zur Umkehr und zur Bereitschaft.
„Siehe, jetzt ist die wohlangenehme Zeit, siehe, jetzt ist der Tag des Heils!“2. Korinther 6,2
Gib dein Leben heute Jesus. Es gibt keinen besseren Zeitpunkt als jetzt.
Der Herr segne dich und gebe dir Verständnis durch Sein Wort.
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