Vielleicht fragst du dich: „Kann ein Gläubiger wirklich vom Feind gebunden sein?“ Die Antwort ist: Ja, ein Gläubiger kann tatsächlich Gebundenheit erfahren. Doch dann stellt sich die nächste Frage: „Wenn ein Gläubiger gebunden sein kann – was war dann der Sinn von Jesu Werk am Kreuz? Hat er uns nicht vollständig befreit?“ Theologische Grundlage Die Erlösung, die Christus am Kreuz vollbracht hat, bedeutet, dass kein Gläubiger geistlich verdammt ist. Paulus schreibt: Römer 8,1 (LUT 2017)„So gibt es nun keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind.“ Diese Freiheit in Christus ist jedoch nicht automatisch in jedem Lebensbereich eines Gläubigen sofort sichtbar. Geistliches Wachstum bedeutet, in dieser Freiheit zu leben und gegen die Angriffe des Feindes zu widerstehen: Epheser 6,10–11 (LUT 2017)„Zuletzt: Seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke. Zieht an die Waffenrüstung Gottes, damit ihr bestehen könnt gegen die listigen Anschläge des Teufels.“ Geistlich gesehen kann die innere Person des Gläubigen – also sein Geist – nicht gefangen genommen werden: 2. Korinther 5,17 (LUT 2017)„Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.“ Unsere neue Identität in Christus bedeutet Freiheit von geistlicher Sklaverei. Auch Jesu Mission war es, Gefangene freizusetzen: Lukas 4,18 (LUT 2017)„Er hat mich gesandt, zu predigen den Gefangenen, dass sie frei sein sollen, und den Blinden, dass sie sehen sollen…“ Wer Buße getan, sich taufen lassen und den Heiligen Geist empfangen hat (vgl. Apostelgeschichte 2,38), hat im Innersten Anteil an dieser Freiheit. Der Feind kann uns äußerlich behindern Satan hat keinen Zugriff auf unseren Geist – aber er kann uns äußerlich blockieren oder einschränken. Paulus erlebte das selbst: 1. Thessalonicher 2,18 (LUT 2017)„Darum wollten wir zu euch kommen – ich, Paulus –, einmal und noch einmal, aber der Satan hat uns gehindert.“ Dies war keine geistliche Gefangenschaft, sondern äußere Behinderung. Auch Petrus’ Gefangenschaft zeigt, wie der Feind äußerlich angreift: Apostelgeschichte 12,4–6 (LUT 2017)„Nachdem er [Herodes] ihn hatte greifen lassen, warf er ihn ins Gefängnis und stellte ihn unter die Wache von vier Abteilungen… Petrus aber wurde im Gefängnis festgehalten, aber die Gemeinde betete ohne Aufhören für ihn zu Gott.“ Er war in Ketten, hatte Gefängniskleidung an und war ohne Schuhe – äußere Zeichen der Gefangenschaft. Drei Bereiche, die der Feind angreift 1. Hände – Das Gebetsleben Die Hände stehen symbolisch für unser geistliches Handeln: Gebet, Fasten und geistlicher Kampf. Epheser 6,18 (LUT 2017)„Betet allezeit mit allem Bitten und Flehen im Geist und wacht dazu mit aller Beharrlichkeit im Gebet für alle Heiligen.“ Wenn unsere „Hände“ gebunden sind, leidet unser Gebetsleben – und damit unsere geistliche Kraft. Doch das Gebet kann Fesseln lösen: Apostelgeschichte 12,5–7 (LUT 2017)„Die Gemeinde aber betete ohne Aufhören für ihn zu Gott. Und siehe, ein Engel des Herrn trat zu ihm… und die Ketten fielen ihm von den Händen.“ Ebenso beteten Paulus und Silas im Gefängnis, und die Ketten fielen: Apostelgeschichte 16,25–26 (LUT 2017)„Um Mitternacht aber beteten Paulus und Silas und lobten Gott mit Gesang… Da entstand plötzlich ein großes Erdbeben… und alle Türen öffneten sich, und von allen fielen die Fesseln ab.“ 2. Gewänder – Gerechtes Leben Kleider symbolisieren heiliges und rechtschaffenes Leben. Ohne Heiligkeit verliert ein Gläubiger geistliche Autorität, und die Sünde öffnet dem Feind die Tür. Offenbarung 19,8 (LUT 2017)„Und es wurde ihr gegeben, sich anzutun mit schönem, reinem Leinen. Das Leinen aber ist die Gerechtigkeit der Heiligen.“ Hebräer 12,14 (LUT 2017)„Jagt dem Frieden nach mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird.“ Epheser 4,27 (LUT 2017)„Gebt nicht Raum dem Teufel!“ 3. Füße – Bereitschaft zur Evangelisation Die Füße stehen für die Bereitschaft, das Evangelium zu verbreiten und fest im Glauben zu stehen. Epheser 6,15 (LUT 2017)„Und an den Beinen gestiefelt, bereit einzutreten für das Evangelium des Friedens.“ Der Feind versucht, uns mit Ablenkungen, Weltlichkeit und Sorgen vom Auftrag abzuhalten: 1. Johannes 2,15–16 (LUT 2017)„Habt nicht lieb die Welt noch was in der Welt ist… denn alles, was in der Welt ist – die Begierde des Fleisches und die Begierde der Augen und hoffärtiges Leben –, ist nicht vom Vater, sondern von der Welt.“ Zusammenfassung und Anwendung Hände: Stärke dein Gebetsleben – so fallen Ketten. Gewänder: Lebe heilig und gerecht – das gibt dir geistliche Autorität. Füße: Sei bereit, das Evangelium weiterzugeben – trotz Ablenkungen. Wenn Gläubige so leben, wandeln sie in der Freiheit, die Christus ihnen erkauft hat, und können die Angriffe des Feindes innerlich und äußerlich überwinden. Ermutigung Lass dich nicht binden. Pflege ein Leben in täglichem Gebet, Heilung und Einsatz für das Reich Gottes. Der Sieg ist bereits errungen: Kolosser 2,15 (LUT 2017)„Er hat die Mächte und Gewalten ihrer Macht entkleidet und sie öffentlich zur Schau gestellt und hat einen Triumph aus ihnen gemacht in Christus.“ Gott segne dich reichlich!
Antwort: An dem Wein selbst war nichts Magisches oder Besonderes. Der HERR JESUS verwandelte Wasser in Wein, einfach weil in diesem Moment genau das gebraucht wurde. Nach Johannes 2,1–11 informierte Maria, die Mutter Jesu, ihn darüber, dass der Wein ausgegangen war. Wäre es an Essen gefehlt, hätte Jesus vielleicht Nahrung vermehrt – so wie bei der Speisung der Fünftausend mit fünf Broten und zwei Fischen (Markus 6,38–44; Lukas 9,13–17). Doch weil es Wein war, der fehlte, begegnete Jesus dem konkreten, aktuellen Bedarf. Der kulturelle und theologische Hintergrund In der jüdischen Kultur des ersten Jahrhunderts waren Hochzeiten nicht nur freudige, sondern auch gemeinschaftlich bedeutsame und symbolträchtige Ereignisse. Es war ein schweres soziales Versagen – eine große Schande – wenn dem Gastgeber der Wein ausging. Wein stand als Symbol für Freude, Segen und die Feier des Bundes. Psalm 104,15„… und Wein erfreut des Menschen Herz, und Öl macht sein Antlitz glänzend, und Brot stärkt des Menschen Herz.“ Johannes 2,3–5„Und als der Wein ausging, spricht die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben keinen Wein. Jesus spricht zu ihr: Was geht das mich und dich an, Frau? Meine Stunde ist noch nicht gekommen. Seine Mutter spricht zu den Dienern: Was er euch sagt, das tut.“ Dieses Wunder geschah nicht, um die Qualität von Wein hervorzuheben, sondern um das Mitgefühl Christi und die Herrlichkeit Gottes sichtbar zu machen – als Antwort auf menschliche Not. Johannes 2,11„Das ist das erste Zeichen, das Jesus tat, geschehen zu Kana in Galiläa, und er offenbarte seine Herrlichkeit. Und seine Jünger glaubten an ihn.“ Die theologische Botschaft Die zentrale Aussage dreht sich nicht um den Wein – sondern um die verwandelnde Gegenwart JESU. Wenn Er in unser Leben eingeladen wird, nimmt Er unsere Schande weg, stellt unsere Ehre wieder her und versorgt uns überfließend – selbst in unerwarteten Situationen. Jesaja 53,4–5„Fürwahr, er trug unsre Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen. Wir aber hielten ihn für den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre. Aber er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt.“ Das Wunder von Kana zeigt, was JESUS im Leben derer tut, die Ihn einladen:Er verwandelt Leere in Fülle.Er bedeckt Schande mit Gnade.Er bringt Freude, wo vorher Sorgen waren.Er offenbart göttliche Kraft durch barmherziges Handeln. Eine Lektion über vertrauensvollen Glauben Der Bräutigam lud Jesus nicht ein, weil er voraussah, dass der Wein ausgehen würde. Er ehrte Ihn einfach durch seine Einladung. Ihr Glaube war nicht berechnend – er war beziehungsorientiert. Und als ein Problem auftrat, griff Jesus ein – nicht weil man Ihn darum bat, sondern weil Er bereits anwesend war. Offenbarung 3,20„Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hört und die Tür auftut, zu dem werde ich hineingehen und das Abendmahl mit ihm halten und er mit mir.“ Heute kommen viele Menschen nur wegen Wundern, Durchbrüchen oder materiellen Segnungen zu Jesus. Doch die Schrift warnt vor einem oberflächlichen Glauben: Johannes 6,26„Jesus antwortete ihnen und sprach: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ihr sucht mich nicht, weil ihr Zeichen gesehen habt, sondern weil ihr von den Broten gegessen habt und satt geworden seid.“ Die richtige Reihenfolge lautet: Suche Ihn zuerst um des ewigen Lebens und der Beziehung willen. Wunder, Segnungen und Versorgung folgen als Früchte Seiner Gegenwart. Matthäus 6,33„Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.“ Unsere Sorgen auf Ihn werfen Wenn wir in Christus verwurzelt sind, lädt Er uns ein, all unsere Sorgen und Bedürfnisse Ihm anzuvertrauen: 1. Petrus 5,7„Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.“ Der HERR segne dich.