Matthäus 10,33 (LUT 2017) – „Wer mich aber vor den Menschen verleugnet, den werde ich auch vor meinem Vater im Himmel verleugnen.“
Grüße im Namen unseres Herrn und Retters Jesus Christus! Die heutige Botschaft ist ernst und zugleich lebenswichtig – sie erinnert uns daran, dass das Bekenntnis zu Christus nicht nur Worte betrifft, sondern ein Leben voller Treue, Gehorsam und Hingabe bedeutet. Jesus warnt uns klar: Wer Ihn vor den Menschen verleugnet, wird von Ihm vor Gott, dem Vater, verleugnet. Das ist keine symbolische Aussage – es geht um ewige Konsequenzen.
Das griechische Wort für „verleugnen“ (ἀρνέομαι – arneomai) bedeutet, etwas nicht anzuerkennen, abzulehnen oder zu verleugnen. Es geht dabei nicht nur um Worte – es ist eine Herzenshaltung und ein Lebensstil, der sich bewusst oder unbewusst von Christus entfernt, besonders wenn dies einfacher oder gesellschaftlich akzeptierter erscheint.
Jemanden „zu verleugnen“ bedeutet, eine Beziehung aufzugeben, die einst bestand oder beansprucht wurde. Es ist, als würde ein Freund, dem man vertraute, der immer zu einem stand, einen plötzlich fallenlassen. Es ist schmerzhaft.
Ein Beispiel dafür ist Petrus’ Verleugnung (Lukas 22,54–62). Er bereute später, doch Jesus warnt in Matthäus 10,33 vor einer endgültigen, ewigen Verleugnung – von der es kein Zurück gibt.
Verrat bedeutet, aktiv gegen jemanden zu handeln (wie Judas, Matthäus 26,14–16), während Verleugnung bedeutet, sich innerlich oder äußerlich von jemandem zu distanzieren – oft aus Angst oder Schwäche.
Beides ist Sünde. Doch während Verrat bewusst und böswillig ist, geschieht Verleugnung oft aus menschlicher Schwäche. Ohne Umkehr kann beides jedoch von Christus trennen.
Stellen wir uns vor, wir stehen an den Toren der Ewigkeit und erwarten ein herzliches Willkommen von Jesus – dem, dessen Namen wir anriefen, der uns heilte, durch den wir Wunder erlebten. Doch dann hören wir:
Matthäus 7,22–23 (LUT 2017) „Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: ‚Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt und in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Wunder getan?‘ Dann werde ich ihnen antworten: ‚Ich habe euch nie gekannt; weicht von mir, ihr Übeltäter!‘“
Der Schock liegt nicht darin, dass Jesus ihre Werke nicht anerkennt – sondern dass Er sie nicht kennt. Sie haben Seinen Namen benutzt, aber Seinen Willen nicht befolgt.
Theologisch bedeutet das: Wunder und Dienst allein beweisen nicht das Heil. Entscheidend sind Gehorsam, Treue und eine echte Beziehung zu Christus (vgl. Johannes 14,15).
Christsein ist kein einmaliges Bekenntnis. Es ist ein täglicher Weg der Hingabe, Gehorsam und inneren Transformation. Deshalb wurde Paulus trotz all seiner Offenbarungen niemals selbstgefällig.
Epheser 5,10 (LUT 2017) – „Prüft, was dem Herrn wohlgefällig ist.“
1. Korinther 9,26–27 (LUT 2017) – „So laufe ich nun, nicht wie aufs Ziellose; so kämpfe ich, nicht wie einer, der die Luft schlägt. Nein, ich züchtige meinen Leib und zähme ihn, damit ich, nachdem ich anderen gepredigt habe, selbst nicht verworfen werde.“
Philipper 3,12–14 (LUT 2017) – „Nicht, dass ich es schon ergriffen habe oder schon vollkommen bin; ich jage ihm aber nach, um es zu ergreifen, wozu auch ich von Christus Jesus ergriffen worden bin … Ich jage dem Ziel nach, um den Preis zu gewinnen, zu dem Gott mich in Christus Jesus vom Himmel her berufen hat.“
Paulus’ Theologie ist klar: Das Heil kommt allein durch Gnade (Epheser 2,8–9), zeigt sich aber in einem Leben, das sich ständig nach Christus ausrichtet – immer vorwärts, nie zurückblickend.
Fragen wir uns: Bekennen wir Christus nur, wenn es bequem ist? Zeigt unser Leben Treue zu Ihm – öffentlich und privat? Leben wir so, dass unser Leben sagt: „Jesus ist mein Herr“ – nicht nur mit Worten, sondern mit unserem Gehorsam?
Wir dürfen den Namen Jesu nicht nur beanspruchen – wir müssen Seinen Willen tun. Der Tag wird kommen, an dem Jesus uns entweder vor dem Vater bekennen wird – oder verleugnen. Und dieses Urteil ist endgültig.
Gebet Herr Jesus, hilf uns, uns niemals für Dich zu schämen. Stärke uns, standhaft im Glauben zu bleiben – auch wenn es schwerfällt. Möge unser Leben unsere Liebe und Treue zu Dir widerspiegeln, damit Du an jenem letzten Tag sagen kannst: „Gut gemacht, du treuer und tüchtiger Knecht.“
Amen.
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