Title September 2024

LASS DEINE GUTEN TATEN MIT EHRE ERWÄHNT WERDEN

Das Wort Gottes lehrt uns, das Böse mit Gutem zu überwinden.“
Römer 12,20–21 sagt:

„Wenn dein Feind hungert, gib ihm zu essen; wenn er durstig ist, gib ihm zu trinken. So wirst du glühende Kohlen auf sein Haupt sammeln. Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit dem Guten.“

Das bedeutet: Wenn dir Unrecht getan wird, erwidere das Böse nicht mit Bösem, sondern reagiere mit Güte. Auf diese Weise wird derjenige, der dir geschadet hat, seine Schuld erkennen und möglicherweise später Buße tun.

Die Bibel warnt jedoch auch davor, dass unsere guten Taten nicht als böse missverstanden werden dürfen.

Römer 14,16 erklärt:

„Lass nicht zu, dass das, was du für gut hältst, als böse gesprochen wird.“

Dies zeigt, dass selbst wenn wir das Böse nicht mit Bösem vergelten und stattdessen Freundlichkeit zeigen, unsere guten Taten dennoch missverstanden oder als „böse“ erscheinen können. Deshalb ist es wichtig, unsere Güte zu reinigen.

So wie Wasser, obwohl es zur Reinigung dient, schmutzig werden kann, und Seife, obwohl sie reinigt, verschmutzt werden kann – genauso kann Güte, obwohl sie wertvoll ist, verfälscht und missrepräsentiert werden.

WAS KORRUMPIERT UNSERE GÜTE?

1. FALSCHE MOTIVE (ABSICHTEN)

Ein falsches Motiv kann Güte in Heuchelei verwandeln. Jemand kann eine freundliche Tat vollbringen, nur um von anderen gelobt zu werden oder religiös zu erscheinen, ohne Liebe oder Aufrichtigkeit im Herzen. Solche „Güte“ ist falsch und wird zu „Güte, die als böse gesprochen wird“.

Jesus warnte in Matthäus 23,28:

„Genauso, äußerlich zeigt ihr euch den Menschen als gerecht, aber innerlich seid ihr voller Heuchelei und Bosheit.“

Wahre Güte muss aus Liebe und einem reinen Herzen entspringen (1. Timotheus 1,5).

2. DER GEIST DER RACHE

Eine weitere Gefahr ist, wenn jemand nach außen gut handelt, innerlich aber Rache hegt – vielleicht denkt: „Ich überlasse ihn Gott, damit Gott ihn bestraft.“

Obwohl dies klug klingen mag, ist diese Weisheit unvollständig. Statt Böses für unsere Feinde zu wünschen, sollten wir für sie eintreten und Gott bitten, ihnen Barmherzigkeit zu zeigen. Dies spiegelt das Herz Gottes wider, dessen erste Eigenschaft Barmherzigkeit ist.

Sprüche 24,17–18 lehrt:

„Freue dich nicht, wenn dein Feind fällt; wenn er strauchelt, lobe dein Herz nicht, sonst sieht der Herr es und missbilligt und wendet seinen Zorn von ihm ab.“

Rache gehört allein dem Herrn (Römer 12,19), und wir können nicht bestimmen, wie Er handeln soll. Zum Beispiel beteten die frühen Christen gegen Saulus, weil er sie verfolgte, doch statt des Urteils zeigte Gott ihm Barmherzigkeit und verwandelte ihn in Paulus, den Apostel (Apostelgeschichte 9).

Der Ruf des Gläubigen ist also, um Barmherzigkeit zu beten, nicht um Rache.

Jesus lehrte diese radikale Liebe klar in

Lukas 6,27–30:

„Aber euch, die ihr zuhört, sage ich: Liebt eure Feinde, tut Gutes denen, die euch hassen, segnet, die euch fluchen, betet für die, die euch misshandeln. Wenn dich jemand auf die eine Wange schlägt, halte ihm auch die andere hin. Wenn jemand deinen Mantel nimmt, verweigere ihm nicht das Hemd. Gebt jedem, der euch bittet, und wenn jemand nimmt, was euch gehört, fordert es nicht zurück.“

Dies ist weder Schwäche noch Dummheit, sondern das lebendige und mächtige Wort Gottes.

EIN GEBET

Möge der Herr uns helfen, dass unsere Güte mit Ehre und nicht mit Bosheit gesprochen wird.

Maranatha!

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ZEIG MIR DEINE FREUNDE, UND ICH SAGE DIR, WIE DU BIST

(Proverbs 13,20)

„Wer mit Weisen umgeht, wird weise; wer aber mit Toren Umgang hat, dem geht es schlecht.“

Als Kinder lehrten uns unsere Eltern, sorgfältig bei der Wahl unserer Freunde zu sein. Interessanterweise orientierten sie sich dabei nicht an Hautfarbe, Größe oder Gesundheit, sondern an Charakter und Intelligenz. Kinder, die klug und nachdenklich waren, wurden ermutigt, unsere Nähe zu suchen, da wir positiv von ihrem Verhalten beeinflusst würden. Auf der anderen Seite wurden wir diszipliniert, wenn wir uns mit törichten Kindern abgaben – selbst gelegentliches Spielen mit ihnen war nicht erlaubt. Damals erschien es uns unfair, doch als wir älter wurden und das Leben dieser Kinder sahen, verstanden wir, was unsere Eltern erkannt hatten und warum dies notwendig war.

Ähnlich heißt es im geistlichen Leben:
„Wer mit Weisen umgeht, wird weise; wer aber mit Toren Umgang hat, dem geht es schlecht.“

WER SIND DIE WEISEN IN DEN AUGEN GOTTES?

Es sind Menschen, die gerettet sind und die Furcht Gottes in sich tragen. Jeder, der Jesus als Herrn und Retter vertraut hat und Ihm aufrichtig folgt, ist jemand, mit dem man Zeit verbringen sollte. In ihrer Nähe lernt man über Erlösung, Gebet, Fasten, Gottes Liebe, das Wissen um Sein Wort und auch, wie man wirksam Zeugnis ablegt.

Jesus selbst zeigte dies in Seinem Leben. Schon in jungen Jahren wählte Er Menschen um Sich herum, die Sein geistliches Wachstum positiv beeinflussen würden. Er verbrachte keine Zeit mit Gleichaltrigen, um weltliche Spiele, Partys oder sündhafte Gewohnheiten zu genießen. Stattdessen hielt Er sich bei Lehrern und geistlichen Führern auf, lernte von ihnen und sog ihre Weisheit auf, bis Er selbst der größte Rabbi wurde.

Lukas 2,40-50:

„Das Kind wuchs heran und wurde stark; es war voller Weisheit, und Gottes Gunst war auf ihm. Als es zwölf Jahre alt war, gingen seine Eltern nach Jerusalem zum Fest, wie es der Brauch verlangte. Nach dem Fest, als sie heimkehrten, blieb der Junge Jesus in Jerusalem zurück, ohne dass sie es bemerkten. Sie meinten, er sei in der Karawane und reisten einen Tag lang, suchten ihn unter Verwandten und Freunden, fanden ihn aber nicht. Dann kehrten sie nach Jerusalem zurück, um ihn zu suchen. Nach drei Tagen fanden sie ihn im Tempel, sitzend unter den Lehrern, ihnen zuhörend und Fragen stellend. Alle, die ihn hörten, staunten über sein Verständnis und seine Antworten. Als seine Eltern ihn sahen, waren sie erstaunt; seine Mutter sagte: ‚Kind, warum hast du uns das angetan? Dein Vater und ich haben dich voller Sorge gesucht.‘ Er fragte: ‚Warum habt ihr mich gesucht? Wusstet ihr nicht, dass ich im Haus meines Vaters sein muss?‘ Aber sie verstanden nicht, was er meinte.“

DIE BEDEUTUNG DER WAHL DER RICHTIGEN FREUNDE

Einige Gewohnheiten oder Eigenschaften entwickeln sich nie, wenn man sich nicht mit den richtigen Menschen umgibt. Verbringt ein Christ die meiste Zeit mit weltlichen Freunden – Kollegen, Kommilitonen oder Nachbarn – kann sein geistliches Leben leiden. Manche treffen treue Diener Gottes nur sonntags, meiden geistliche Verantwortung und erwarten dennoch geistliche Stärke. Das ist Selbsttäuschung.

Wir sollten uns bewusst mit Menschen umgeben, die uns helfen zu wachsen:

  • Gehe mit betenden Menschen → Du wirst betend.
  • Gehe mit Zeugen → Du wirst lernen, Zeugnis abzulegen.
  • Gehe mit Lehrern → Du wirst Lehrer werden.

Ohne solche geistliche Führung kann der Einfluss der Welt uns überwältigen.

MÖGE DER HERR DICH SEGEN!

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WIE MAN STÜRME ÜBERWINDET

FRAGE: Was bedeutet

Sprüche 10,25?

„Wenn der Sturm vorüber ist, verschwinden die Gottlosen, aber die Gerechten stehen für immer fest.“

ANTWORT: Dieser Vers wird gut durch das Beispiel erklärt, das der Herr Jesus über Menschen gab, die Seine Worte hören, aber nicht danach handeln. Lesen wir:

Matthäus 7,24-27

„Jeder nun, der diese meine Worte hört und sie tut, wird einem klugen Mann gleichen, der sein Haus auf den Felsen gebaut hat. 25 Und der Regen fiel, die Ströme stiegen, und die Winde wehten und stießen an jenes Haus; und es fiel nicht, denn es hatte seinen Grund auf dem Felsen. 26 Wer aber diese meine Worte hört und sie nicht tut, wird einem törichten Mann gleichen, der sein Haus auf Sand gebaut hat. 27 Und der Regen fiel, die Ströme stiegen, und die Winde wehten und stießen an jenes Haus, und es fiel und stürzte völlig zusammen.“

Wenn wir zum Sprüche-Vers zurückkehren, verstehen wir, wer die Gottlosen sind:
Es sind diejenigen, die das Evangelium hören, aber nicht gehorchen. Sie mögen behaupten, gerettet zu sein, doch die Früchte der Erlösung sind bei ihnen nicht sichtbar. Geistlich gesehen unterscheiden sie sich nicht von jemandem, der Gott nie gekannt hat. All dies sind die Gottlosen. Sie leben weiterhin in der Sünde und wurden nicht durch das Blut Jesu Christi erlöst.

Nach außen mögen sie heilig erscheinen. Aber wenn Prüfungen, Schwierigkeiten, Verfolgung oder Herausforderungen für Christus kommen, fallen sie schnell zurück und handeln, als hätten sie Gott nie gekannt, weil sie nicht auf dem Felsen gebaut waren. Manche erleben keine Prüfungen, aber wenn Komfort und Erfolg zunehmen, vergessen sie Gott und verlassen den Glauben, weil sie Jesus nur für die Prüfungen gefolgt sind. Einige hören auf, Ihn nach Ehe, Ausbildung oder Beförderungen zu suchen.

Derjenige jedoch, der die Worte Christi hört und ihnen gehorcht, ist das Gegenteil – er wird als das „Fundament der Ewigkeit“ bezeichnet. Kein Sturm, keine Welle und keine Prüfung kann ihn erschüttern, weil er auf dem Felsen gebaut ist.

Lass dich retten, empfange die Vergebung der Sünden und lebe dann in Gehorsam und Buße, damit du immer fest stehen kannst.

Der Herr segne dich.
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TRÄGST DU FRÜCHTE UND HEILST NATIONEN?

Wir, die wir mit unserem Herrn Jesus Christus gerettet sind, werden mit einem Baum verglichen, den Gott selbst in der Welt gepflanzt hat. Jeder von uns hat einen Teil dieses Baumes mit spezifischen Verantwortlichkeiten. Unser Herr Jesus Christus wird mit dem Stamm des Baumes verglichen, und wir sind die Zweige.

Der Stamm reicht von den Wurzeln bis zu den Stellen, an denen die Zweige wachsen. So ist unser Herr Jesus derjenige, der uns Leben schenkt, von Gott kommt und uns hervorbringt. Wir jedoch erstrecken uns von den Zweigen zu den Früchten.

Johannes 15:1-2,5

[1] Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater ist der Weingärtner.
[2] Jede Rebe, die keine Frucht bringt, schneidet er ab, und jede, die Frucht bringt, reinigt er, damit sie noch mehr Frucht bringt…
[5] Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; ohne mich könnt ihr nichts tun.

Viele von uns sehen oft nur die Früchte an den Zweigen. Doch heute ist es wichtig, tiefer zu blicken. Ein Zweig besteht normalerweise aus zwei Teilen: erstens den Blättern und zweitens den Früchten. Beide sollten am Zweig sichtbar sein.

Als Heilige müssen wir uns fragen: Gibt es Blätter? Und gibt es auch Früchte?

Was sind Früchte?
Im ursprünglichen Baum-Beispiel geht es bei den Früchten nicht darum, Menschen zu Christus zu bekehren, wie oft angenommen, sondern darum, die Früchte des eigenen Heils hervorzubringen – also die Früchte der Buße. Johannes der Täufer erklärte dies durch den Geist deutlich:

Matthäus 3:7-10

[7] Als er viele Pharisäer und Sadduzäer kommen sah, wo er taufte, sagte er zu ihnen: „Ihr Schlangen! Wer hat euch gewarnt, vor dem kommenden Zorn zu fliehen?
[8] Bringt Früchte, die der Buße würdig sind.
[9] Und denkt nicht, ihr könntet sagen: ‚Wir haben Abraham zum Vater.‘ Ich sage euch, dass Gott aus diesen Steinen Kinder Abrahams erwecken kann.
[10] Schon ist die Axt an die Wurzel der Bäume gelegt; jeder Baum, der keine gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen.“

Er sah Pharisäer, die behaupteten, Gottes Boten zu sein, Nachkommen Abrahams, deren Herzen jedoch voller Bosheit waren. Sie erschienen wie fruchtlose Bäume.

Die Frucht bezieht sich auf die Frucht des Geistes, die jeder Gläubige während seines Heils auf Erden aus seinem Herzen hervorbringen muss:

Galater 5:22-23

[22] Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue,
[23] Sanftmut, Selbstbeherrschung; gegen solche Dinge gibt es kein Gesetz.

Wer sein Heil aktiv zeigt, trägt Frucht für Gott, die seinen Geist nährt, und somit ist Er sehr erfreut über uns.

Was sind Blätter?

Wie erwähnt, besteht ein Zweig aus Blättern und Früchten. Die Blätter stehen für den Dienst, den jeder von uns hat, um andere durch die uns gegebenen Gaben zu Christus zu führen. Wir wurden vom Herrn beauftragt, in alle Welt zu gehen, das Evangelium zu predigen und Jünger aller Nationen zu machen (Matthäus 28:19).

Wenn du anderen Zeugnis gibst, heilen deine Blätter die Nationen und retten Menschen. Blätter sind oft geschmacklos, dienen aber als Heilmittel – so wirkt der Herr durch uns an den Sündern.

Offenbarung 22:1-2

[1] Und er zeigte mir einen Strom mit Wasser des Lebens, klar wie Kristall, aus dem Thron Gottes und des Lammes fließend,
[2] in der Mitte der großen Straße der Stadt. Auf beiden Seiten des Stromes stand der Baum des Lebens, der zwölf Arten von Früchten trägt, jeden Monat seine Frucht bringend; und die Blätter des Baumes dienen zur Heilung der Nationen.

Die Blätter sollen die Nationen heilen, Menschen, die Gott nicht kennen. Wir müssen uns fragen: Heilen wir Nationen durch die Verkündigung des Evangeliums?

Als Christ und Teil des Baumes des Lebens musst du ein aktiver Evangelist sein. Sage nicht nur: „Ich bin gerettet; das genügt.“ Handle für den Herrn, erzähle anderen von Jesus und lass sie geheilt werden. Unterschätze dich nicht – es ist Christus, der durch dich wirkt; du bist nur ein Zweig, der Zeugnis gibt.

Doch Predigen allein, während man ein Leben gegen Christus führt, ist gefährlich. Wenn du Blätter hast, aber keine Früchte des Heils in deinem Herzen… wirst du verurteilt.

Markus 11:13-14

[13] Als er aus der Ferne einen Feigenbaum mit Blättern sah, ging er, um zu sehen, ob er Früchte habe. Als er dort ankam, fand er nichts als Blätter, denn es war nicht die Zeit für Feigen.
[14] Da sagte er zu dem Baum: „Nie wieder soll jemand von dir Frucht essen.“ Und seine Jünger hörten es.

Manche denken, allein der Dienst für Gott reiche, ohne ein heiliges Leben zu führen. Sie haben nur Blätter.

Lasst uns sicherstellen, dass wir Blätter haben, aber auch Früchte hervorbringen, weil wir Teil des Stammes des Baumes des Lebens sind. Gottes Gnade wird uns helfen.

Der Herr segne dich.

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Der Herr segne dich.

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BIETE DEINEN KÖRPER DER GERECHTIGKEIT AN — DAMIT DU GEHEILIGT WIRST

1. Heiligung: Stellungsmäßig sofort, praktisch fortschreitend
Wenn wir Jesus Christus empfangen und der Heilige Geist über uns kommt, sind wir stellungsmäßig geheiligt – in Gottes Augen als heilig gesetzt (1. Korinther 6,11). Praktische Heiligung – der Prozess, Christus ähnlicher zu werden – erfordert jedoch Mühe, Zeit und Gehorsam.

„Und solche waren einige von euch. Ihr aber seid gewaschen, ihr seid geheiligt, ihr seid gerechtfertigt worden im Namen des Herrn Jesus Christus und durch den Geist unseres Gottes.“
— 1. Korinther 6,11

Obwohl der Heilige Geist uns befähigt, erfordert das Entfernen tiefer Wurzeln der Sünde aus unseren Gewohnheiten und unserem Lebensstil ein fortwährendes Loslassen.


2. Erlösung ist der Anfang, nicht das Ende
Viele Gläubige nehmen an, dass der Empfang des Heiligen Geistes das Ende des Kampfes gegen die Sünde markiert. In Wirklichkeit ist es jedoch nur der Anfang einer geistlichen Transformation. Wiedergeboren zu werden bedeutet ein neues Leben, das gepflegt werden muss.

„Wirkt eure eigene Rettung mit Furcht und Zittern; denn Gott ist es, der in euch wirkt, sowohl das Wollen als auch das Vollbringen nach seinem Wohlgefallen.“
— Philipper 2,12–13

Dieses „Wirken“ beinhaltet unsere bewusste Mitarbeit mit dem Geist Gottes.


3. Der Körper als Gefäß: Erlöst für gerechte Nutzung
Um in der Heiligung zu wachsen, müssen wir unseren Körper als Instrumente der Gerechtigkeit darbringen. Paulus benutzt dieses Bild, um zu betonen, dass Heiligung nicht nur geistlich, sondern tief praktisch ist – sie betrifft unsere körperlichen Handlungen und Begierden.

„Denn wie ihr einst eure Glieder den Unreinheiten und der Gesetzlosigkeit hingab, die zur Gesetzlosigkeit führt, so gebt nun eure Glieder der Gerechtigkeit hin, die zur Heiligung führt.“
— Römer 6,19

Beispiele:

  • Der Mund, der früher für Klatsch verwendet wurde – jetzt, um das Evangelium zu verkünden.

  • Die Zunge, die früher fluchte – jetzt trainiert zu beten und zu segnen.

  • Die Augen, die früher der Lust dienten – jetzt auf Gottes Wort gerichtet.

  • Der Körper, der früher in Sünde verwickelt war – jetzt genutzt zum Dienen, Fasten und Anbeten.

Dies ist kein Legalismus, sondern geistliche Disziplin, geboren aus Liebe zu Christus und dem Wunsch, heilig zu sein, wie Er heilig ist.


4. Transformation durch Training, nicht Passivität
Heiligung geschieht nicht automatisch. Ohne das Training von Körper und Geist in der Gerechtigkeit werden sündige Gewohnheiten bestehen bleiben – selbst wenn der Geist uns erfüllt. Paulus sagt, Gläubige müssen „die Werke des Leibes durch den Geist töten“ (Römer 8,13).

„Wenn ihr aber durch den Geist die Werke des Leibes tötet, werdet ihr leben.“
— Römer 8,13

Den Heiligen Geist zu empfangen, ohne Gerechtigkeit zu üben, kann dazu führen, dass ein Gläubiger jahrelang mit denselben Sünden kämpft. Gebet, Bibelstudium, Anbetung und Dienst sind nicht nur geistliche Disziplinen; sie sind die Mittel, durch die Heiligung im Leben wirksam wird.


5. Das Ziel: Ewiges Leben durch Heiligkeit
Die Frucht der Heiligung ist nicht nur ein verwandtes Leben, sondern auch ewiges Leben. Heiligkeit ist der natürliche Weg zur Herrlichkeit.

„Nun aber seid ihr, die ihr von der Sünde frei geworden seid und Gottes Knechte geworden seid, die Frucht, die ihr bringt, zur Heiligung, und ihr Ende ist das ewige Leben.“
— Römer 6,22

Wichtig zu beachten: Wir werden nicht durch Werke gerettet, aber ein wirklich gerettetes Leben wird Werke hervorbringen – indem es sich Gottes Zwecken unterordnet und sich von der Sünde reinigt (2. Timotheus 2,21).


6. Zusammenfassung: Trainiere deinen Körper, verwandle dein Leben
Wenn du Christus empfangen hast:

  • Trainiere deinen Mund, die Wahrheit und Liebe zu sprechen.

  • Trainiere deine Augen, auf das Reine zu achten (Philipper 4,8).

  • Trainiere deinen Geist, durch Gottes Wort erneuert zu werden (Römer 12,2).

  • Trainiere deinen Körper, zu dienen, zu fasten, anzubeten und in Reinheit zu wandeln.

„Ich diszipliniere meinen Leib und unterwerfe ihn, damit ich, nachdem ich anderen gepredigt habe, selbst nicht disqualifiziert werde.“
— 1. Korinther 9,27

Schlussgebet:
Herr, hilf mir, jeden Teil meines Körpers und Lebens als lebendiges Opfer, heilig und dir wohlgefällig, darzubringen. Trainiere meine Hände, meinen Mund, meine Augen und mein Herz, in Gerechtigkeit zu wandeln, damit ich wahrhaft geheiligt werde. Amen.

Möge der Herr dich segnen, während du Heiligkeit suchst.


 

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Theologisch vertiefte Version: Sei ein Menschenfischer – lass dich nicht von den Fischen fangen

 


Theologisch vertiefte Version: Sei ein Menschenfischer – lass dich nicht von den Fischen fangen

Ein wichtiger Impuls für Prediger, Diener Gottes und für jeden, der missionarisch wirken soll


1. Symbolik des Fisches und ihre theologischen Implikationen

Biblische Alltagswelt des Fischens

In biblischen Ländern war Fischfang ein alltäglicher Beruf, vor allem rund um den See Genezareth. (Bibeltiere)

Jesus nutzt diese vertraute Bildwelt, um geistliche Wahrheiten zu vermitteln – das macht seine Lehre zugänglich und praxisnah.

Der Fisch als Symbol der Kirche und des Evangeliums

Der Fisch (griechisch Ichthys) wurde in der frühen Kirche als Geheimzeichen verwendet. Die Buchstaben ΙΧΘΥΣ (Icthys) stehen für „Iesous Christos Theou Yios Soter“ – „Jesus Christus, Gottes Sohn, Retter“. (JuraForum.de)

Damit drückt der Fisch nicht nur Zugehörigkeit zu Christus aus, sondern auch einen grundlegenden Kern des christlichen Glaubens. (Jesus-Info.de)

Außerdem war der Fisch ein Symbol für die Taufe, weil er mit Wasser verbunden ist – Wasser steht in der Theologie für Leben, Reinigung und Neuanfang. (Jesus-Info.de)

Theologische Bedeutung des Meeres

In vielen theologischen Deutungen wird das „Meer“ (Wasser) als Metapher für die unerlöste Welt oder die Finsternis des Lebens ohne Christus verstanden. (LJA)

Das „Netz“, das ins Meer geworfen wird (Matthäus 13,47–49), symbolisiert das Evangelium, das alle Arten von Menschen erfasst, unabhängig von Herkunft oder Lebenssituation. (St. Petrus Augsburg)

In diesem Sinne ist die Mission (das „Fischen“) nicht zufällig, sondern ein zentraler Auftrag der Jünger: Menschen aus der Welt in das Reich Gottes zu holen.

Theologische Tiefe der Zahl „153“In Johannes 21,‑, nachdem Jesus auferstanden ist, fängt Petrus 153 Fische. Manche Theologen sehen in dieser Zahl eine symbolische Bedeutung: In der Antike sollen bis zu 153 Fischarten bekannt gewesen sein – das könnte bedeuten, dass „Menschen aller Art“ (also aus allen Nationen, Völkern) Teil des Netzes Gottes werden sollen. (Gem Wue)

Diese Deutung unterstreicht die universale Dimension der Mission: Es ist nicht nur eine begrenzte Gruppe, die gefangen wird, sondern Menschen aus allen Lebensbereichen.


2. Der Ruf Jesu: „Menschenfischer sein“

Biblische Berufung der Jünger Jesus ruft Simon Petrus und Andreas mit den Worten:

Matthäus 4,19 (Luther) – „Kommt her zu mir, ich will euch zu Menschenfischern machen.“

Ähnlich in Markus 1,17 und Lukas 5,10, wo Jesus sagt, dass sie Menschen fangen werden. Diese Berufung ist metaphorisch, nicht wörtlich: Es geht um geistliche Seelengewinnung, nicht um wörtliches Fischen.

Der Unterschied: irdisches vs. geistliches Fischen

Petrus war ursprünglich „Fische-Fischer“ – er fing buchstäblich Fische, ein irdischer Beruf. (bibelkommentare.de)

Aber als „Menschenfischer“ fängt er Menschen, die „geistlich tot“ sind, damit Gott in ihnen neues Leben schafft. (bibelkommentare.de)

Wichtig: Das „Fangen“ geschieht nicht durch manipulative Methoden oder rhetorischen Druck, sondern durch das Wirken des Evangeliums und durch Gottes Gnade.

Mission als BerufungDer Menschenfischer-Ruf ist kein Nebenjob. Für die Jünger war es ihre identitätsstiftende Mission: Sie sollten nicht nur Jünger sein, sondern auch aktiv Menschen für das Reich Gottes gewinnen.

Diese Berufung gilt nicht nur den zwölf Aposteln: In vielen theologischen Auslegungen wird dieser Ruf auf alle Gläubigen ausgeweitet („Du bist berufen, Menschenfischer zu sein“). (Chrischona Marthalen)

Dennoch braucht dieses „Fischen“ Demut, Geduld und Abhängigkeit von Jesus – nicht menschlich-strategisches Netzwerfen.


3. Gefahr: Kann ein Prediger von den Fischen gefangen werden?

  1. Biblisches Beispiel: Jona

    • Jona flieht vor dem Auftrag Gottes, was schließlich dazu führt, dass er „von einem großen Fisch verschlungen“ wird. (Jona 1,17)

    • Theologisch gesehen steht der Fisch hier nicht nur für einen konkreten Fisch, sondern auch für eine tiefere spirituelle Realität: Wenn man Gottes Auftrag entkommt, kann man in geistliche Isolation gerate, „gefressen“ von den Mächten dieser Welt.

  2. Bedeutung des „Bauches des Fisches“

    • Dieser Zustand kann Folgendes symbolisieren:

      • geistliche Trockenheit

      • Verlust der Berufung

      • Verstrickung in weltliche Systeme

      • Unterdrückung durch weltliche Kräfte oder Ideologien

    • Das zeigt, dass die weltlichen Einflüsse sogar Diener Gottes in Gefangenschaft bringen können, wenn sie nicht fest in ihrem göttlichen Ruf stehen.


4. Theologischer Auftrag: bleibe treu und predige das Wort

  1. Standhaftigkeit in der Nachfolge

    • Der Dienst eines Menschenfischers verlangt, dass man auf Gottes Stimme hört, sich sendet lässt und nicht aus eigenem Ehrgeiz handelt.

    • Wenn Jesus sendet, dann mit seiner Autorität, seinem Wort und seiner Liebe. Wer seinen eigenen Weg geht, riskiert, in die Tiefen der Welt gezogen zu werden.

  2. Die Rolle des Wortes Gottes

    • 2. Timotheus 4,2 (Luther) – „Predige das Wort; sei bereit zu lehren…“

    • Das Evangelium ist das „Netz“, mit dem Menschen gefangen werden. Es ist nicht nur ein Werkzeug, sondern die eigentliche Kraftquelle der Mission.

  3. Missionsverständnis aus der Trinität

    • Theologisch gesehen ist das Fischen von Menschen ein trinitarisches Werk: Der Vater sendet, der Sohn ruft („Kommt zu mir!“), der Heilige Geist wirkt in den Herzen der Menschen.

    • Der Fisch symbolisiert auch die Dreifaltigkeit durch das Akronym Ichthys (siehe oben) – und erinnert uns daran, dass die Mission nicht nur menschliches Werk ist, sondern göttlich eingebettet.

  4. Eschatologische Perspektive

    • Im Gleichnis vom Netz (Matthäus 13,47–49) wird ein Endgericht angedeutet: Am Ende der Zeitalter werden Engel die „schlechten Fische“ (die Bösen) von den „guten Fische“ (den Gerechten) trennen.

    • Das bedeutet: Mission hat nicht nur Gegenwartsrelevanz, sondern auch Zukunftsbedeutung – es geht um ewiges Heil, nicht nur um kurzfristige Bekehrung.


5. Praktische Anwendung für Prediger und Gläubige

  1. Selbstreflexion

    • Frage dich regelmäßig: Bin ich in meinem Dienst ein wahrer Menschenfischer – oder lasse ich mich von weltlichen „Fischen“ fangen?

    • Prüfe deine Motivation: Will ich Menschen gewinnen für Gott oder für mich selbst (Ehrgeiz, Anerkennung)?

  2. Abhängigkeit von Gott

    • Bitte Gott um Sendung und Befähigung. Glaube, dass das „Netz“ – das Evangelium – kraftvoll ist, aber nur durch ihn wirkt.

    • Vertraue nicht auf menschliche Methoden allein, sondern auf das Wirken des Heiligen Geistes in den Herzen der Menschen.

  3. Langfristige Perspektive

    ZSieh deine missionarische Arbeit nicht nur als Projekt, sondern als Lebensaufgabe im Dienst Gottes. Investiere in Menschenbeziehungen, denn nicht jeder „Fischfang“ ist sofort sichtbar – manche Menschen brauchen Zeit, um auf das Evangelium zu reagieren.

 

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Was ist eine Sänfte (Machela)?


(Hoheslied 3,7 – LUT 2017)

Antwort: Schauen wir zunächst, was die Schrift sagt:

Hoheslied 3,7:
„Siehe, das ist Salomos Sänfte! Sechzig Helden umgeben sie, von den Helden Israels.“

Die „Sänfte“ (Machela), die hier erwähnt wird, ist kein modernes Tragegestell, wie man es heute für Kranke verwendet. In biblischen Zeiten war eine Sänfte ein tragbares Sitz- oder Bettgestell, das Könige und Königinnen über kurze Strecken trug. Sie symbolisierte Herrschaft, Würde und den Schutz Gottes über Seine Auserwählten, denn nur die Mächtigsten und Gerechtesten wurden auf diese Weise getragen.

Die Sänfte in der Symbolik der Bibel:

Instabilität des Menschen ohne Gott:
Alte Sänften waren nicht vollkommen stabil. Wenn die Träger stolperten, konnte der Getragene stürzen. Dies ist eine direkte metaphorische Darstellung der Welt (Jesaja 24,19–20), die „schwankt wie ein Betrunkener“ und nicht von sich aus Sicherheit bietet. Wer sein Leben auf die Welt statt auf Gott gründet, ist geistlich unsicher, schwebt in Gefahr und kann jederzeit fallen.

Die Last der Sünde:
Jesaja 24,20 beschreibt:

„Die Erde taumelt wie ein Trunkener und schwankt wie eine Hütte im Wind; ihre Schuld drückt sie schwer, sie fällt und steht nicht wieder auf.“
Theologisch gesehen steht die Last der Sünde über der gesamten Schöpfung und über jedem Menschen, der ohne Christus lebt. Die Welt ist nicht nur instabil, sondern ihre Instabilität ist die Folge der Sünde und Rebellion gegen Gott.

Endzeitliche Warnung:
Jesaja 24,21 sagt:

„Zu jener Zeit wird der HERR das Heer der Höhe droben strafen und die Könige der Erde unten auf Erden.“
Hier wird deutlich: Gott wird am Ende der Zeiten alles Böse richten. Die Sänfte und ihre Instabilität können auch die kurzlebige Macht der Herrscher und der Welt darstellen, die Gottes Gericht nicht entkommen können.

Moderne Parallele:

Heute benutzen wir mechanische Tragen oder Autos, um Menschen zu transportieren, aber der geistliche Sinn bleibt: Die Welt kann uns keine wahre Sicherheit bieten. Wie die alte Sänfte schwankt und wackelt, so ist auch die Welt voller Unsicherheit, Leid und Sünde.

Persönliche Anwendung:

Hast du Jesus Christus in deinem Leben empfangen?

Lebst du noch, als würdest du auf einer wackeligen Sänfte durch die Welt getragen  gefangen in Vergnügungen, Sünde und weltlichen Begierden?

Die Bibel ruft uns auf, unser Leben auf Christus zu gründen, der fest, unverrückbar und ewig ist. Wer Jesus als Herrn annimmt, wird geistlich getragen, ohne Gefahr zu fallen (Psalm 125,1; Matthäus 7,24–25).

Schlusssegen:
„Der Herr segne dich, bewahre dich und mache dich standhaft in allen Prüfungen und Versuchungen dieser Welt.“


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Was ist eine Heilige Versammlung?

Im Alten Testament hatten die Israeliten viele Anlässe, sich zu versammeln – besonders zum Gottesdienst und zum Feiern der Feste. Doch es gab auch besondere Zusammenkünfte, die als „heilige Versammlungen“ oder „feierliche Versammlungen“ bezeichnet wurden. Diese waren keine gewöhnlichen Treffen; sie waren Zeiten der tiefen Besinnung, der innigen Anbetung und des bewussten Strebens, Gott näherzukommen.

Diese heiligen Versammlungen fanden am siebten Tag des Passahfestes und am achten Tag nach dem Laubhüttenfest statt. An diesen Tagen durfte keine Arbeit verrichtet werden – der Schwerpunkt lag ganz auf Heiligung und der Suche nach Gottes Gegenwart.

Hier sind einige Bibelstellen, die solche heiligen Zusammenkünfte hervorheben:

4. Mose 29,35

„Am achten Tag sollt ihr eine Festversammlung halten; keine Arbeit sollt ihr tun, die Arbeit erfordert.“

3. Mose 23,36

„Am achten Tag sollt ihr eine heilige Versammlung halten und dem HERRN ein Feueropfer darbringen. Es ist eine Festversammlung; keine Arbeit sollt ihr tun, die Arbeit erfordert.“

5. Mose 16,8

„Sechs Tage sollst du ungesäuertes Brot essen; am siebten Tag ist eine Festversammlung für den HERRN, deinen Gott; keine Arbeit sollst du tun.“

Diese besondere Zusammenkunft wird als „feierliche Versammlung“ bezeichnet.

Als der erste Tempel vollendet war, wurde er in solch einer Versammlung eingeweiht:

2. Chronik 7,9

„Und am achten Tag hielten sie eine Festversammlung; denn sie hatten die Einweihung des Altars sieben Tage und das Fest sieben Tage gefeiert.“

Solche heiligen Versammlungen wurden auch in Zeiten nationaler Not einberufen. Dann kamen die Menschen zum Gebet und Fasten zusammen und baten Gott, im Land einzugreifen und das Unheil zu wenden:

Joel 1,14 – 2,15

„Heiligt ein Fasten, ruft eine heilige Versammlung aus! … Die Priester, die Diener des HERRN, sollen weinen zwischen Vorhalle und Altar.“


Was bedeutet das für uns heute?

So wie wir heute verschiedene Arten von Zusammenkünften haben – etwa Sonntagsschulen, Seminare oder Evangelisationsveranstaltungen –, ist es ebenso wichtig, heilige Versammlungen zu halten.
Das sind Zeiten, die speziell dem Gebet und Fasten gewidmet sind, in denen wir uns ganz darauf konzentrieren, Gottes Angesicht zu suchen. In solchen heiligen Momenten treten wir vor Ihn, um Seine Hilfe und Sein Eingreifen in unser Leben, unsere Gemeinden und unsere Nationen zu erbitten.

Schätzt du solche Zusammenkünfte?
In Hebräer 10,25 heißt es:

„Und lasst uns unsere Versammlungen nicht versäumen, wie es einige zu tun pflegen, sondern einander ermahnen, und das umso mehr, als ihr seht, dass sich der Tag naht.“

Dieses Gebot bezieht sich nicht nur auf den sonntäglichen Gottesdienst, sondern auch auf Zeiten des Fastens, Betens und der Anbetung, in denen wir Gott von ganzem Herzen suchen.

Lasst uns diese besonderen Zeiten der Gemeinschaft nicht vernachlässigen. Sie sind Gelegenheiten, uns vor Gott zu demütigen, Ihm näherzukommen und für unsere eigenen Bedürfnisse wie auch für die der Welt einzutreten.

Möge Gott dich segnen, während du die Bedeutung heiliger Versammlungen neu entdeckst und deine Beziehung zu Ihm vertiefst.


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Hast du die Gewissheit, dass du mit dem Herrn Jesus gehen wirst, wenn er heute zurückkommt?

 


Hast du die Gewissheit, dass du mit dem Herrn Jesus gehen wirst, wenn er heute zurückkommt?

Wenn du diese Gewissheit hast, ist das wunderbar. Doch lass uns eine entscheidende Frage stellen: Worauf stützt sich diese Gewissheit?

  • Auf deinen Glauben?

  • Auf deine Kirchenzugehörigkeit?

  • Auf deine guten Werke?

  • Oder auf etwas anderes?

Kann Glaube, Kirche oder gutes Handeln allein retten?

Wenn du glaubst, dass allein dein Glaube an Jesus ausreicht, um sicherzugehen, dass du mit Ihm gehen wirst, dann verstehe dies:

Es ist möglich, an Jesus zu glauben – und dennoch den Tag Seiner Wiederkunft zu verpassen.

Denkst du, dass deine Konfession Sicherheit gibt? Selbst die strengste oder renommierteste Kirche schützt nicht automatisch davor, das Kommen Christi zu verpassen.

Glaubst du, dass deine guten Werke dich retten? Dass du nicht stiehlst, nicht fluchst, anderen hilfst und moralisch einwandfrei lebst? Auch das ist nicht ausreichend.


Die wahre Grundlage der Gewissheit

Was gibt uns wirklich die sichere Gewissheit, dass wir mit dem Herrn gehen werden?

Jesus selbst gibt die Antwort:

Johannes 3,1–3 (LUT 2017)

„Es war ein Mensch unter den Pharisäern, mit Namen Nikodemus, ein Vorsteher der Juden. Dieser kam zu Jesus bei Nacht und sagte: Rabbi, wir wissen, dass du ein Lehrer bist, von Gott gekommen; denn niemand kann diese Zeichen tun, die du tust, es sei denn, Gott ist mit ihm. Jesus antwortete ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen.“

Kernaussage: Um das Reich Gottes zu sehen und mit Jesus zu gehen, muss ein Mensch von neuem geboren werden.

Es ist weder die Konfession, noch bloßer Glaube an Gott, noch moralisches Verhalten, das uns rettet. Die neue Geburt ist entscheidend.

1. Korinther 15,17 betont:

„Wenn aber Christus in euch nicht ist, so seid ihr unglücklich.“

Was bedeutet „von neuem geboren werden“?

Jesus erklärt:

Johannes 3,5 (LUT 2017)

„Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht in das Reich Gottes eingehen.“

Die neue Geburt umfasst:

  1. Wassertaufe – ein äußeres Zeichen der Buße und Reinigung (Apg 2,38).

  2. Taufe im Heiligen Geist – die innere Erneuerung durch den Heiligen Geist (Röm 8,9).

Wer von neuem geboren ist, ist eine neue Schöpfung:

2. Korinther 5,17 (LUT 2017)

„Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden.“

Rettung ist ein Geschenk Gottes, nicht etwas, das wir verdienen können:

Titus 3,4–5 (LUT 2017)

„Als aber die Güte und Menschenliebe unseres Heilandes Gott erschien, rettete er uns, nicht wegen der Werke der Gerechtigkeit, die wir getan hätten, sondern nach seiner Barmherzigkeit durch das Waschbad der Wiedergeburt und Erneuerung des Heiligen Geistes.“

Die Rolle des Heiligen Geistes

Die neue Geburt ist untrennbar mit dem Heiligen Geist verbunden.

Römer 8,14 (LUT 2017)

„Denn alle, die durch den Geist Gottes geleitet werden, die sind Kinder Gottes.“

Wer vom Geist erfüllt ist, lebt nicht nach den Maßstäben der Welt. Stattdessen wird er von innen heraus verwandelt und sucht die Dinge von oben (Kol 3,1–2).

Wer vom Geist erfüllt ist, wird Licht in der Dunkelheit (Matthäus 5,14–16). Der Heilige Geist wirkt als Siegel unserer Zugehörigkeit zu Christus und gibt uns Gewissheit (Epheser 1,13–14).

Dringlichkeit der Entscheidung

Vielleicht denkst du:

„Wenn Jesus kommt, weiß Gott schon, ob ich mit Ihm gehe.“

Denke an folgendes Beispiel:
Ein Dieb kündigt an, nachts zu kommen, um dir zu schaden. Würdest du einfach sagen: „Er weiß schon, ob er mir schadet“? Oder würdest du dich vorbereiten und schützen?

Genauso dürfen wir unsere Ewigkeit nicht vagen Annahmen überlassen. Wir müssen jetzt sicher sein – durch die neue Geburt in Christus.

1. Petrus 1,17 (LUT 2017)

„Und wenn ihr den Vater anruft, der unparteiisch richtet nach dem Werk eines jeden, so wandelt in Furcht während eurer Zeit der Fremdlingschaft.“

Fazit

Sei sicher. Werde von neuem geboren.

Nicht durch Religion

Nicht durch gute Werke

Sondern durch den Glauben an Christus, der dich durch den Heiligen Geist erneuert.

Maranatha – Der Herr kommt bald!

 

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Fasten: Eine geistliche Praxis verstehen und leben

 


Fasten: Eine geistliche Praxis verstehen und leben

Fasten ist weit mehr als der Verzicht auf Nahrung. Es ist eine spirituelle Disziplin, die das Herz und den Willen des Menschen mit Gott in Einklang bringt. Es schärft die geistliche Wahrnehmung, stärkt die Abhängigkeit von Gott und dient der inneren Reinigung. Die Bibel zeigt, dass Fasten immer in Verbindung mit Gebet, Demut und Gehorsam stehen sollte.

Die folgenden sieben Prinzipien helfen, dein Fasten bewusst und effektiv zu gestalten:


1. Gebet und Fasten gehören zusammen

Fasten ohne Gebet ist unvollständig. Das Gebet ist der Motor, der das Fasten antreibt und Durchbrüche im geistlichen Leben ermöglicht.

Bibelstellen:

Markus 9,29 (LUT)

: „Diese Art kann durch nichts ausfahren denn durch Beten.“

 

Matthäus 17,21 (LUT):

„Diese Art geht nur durch Beten und Fasten aus.“

Theologischer Hintergrund:
Fasten drückt Abhängigkeit von Gott aus und dient der Selbstentäußerung (Kenosis). Es bereitet geistlich auf wichtige Entscheidungen oder Missionen vor (vgl. Apostelgeschichte 13,2–3).

Praktischer Tipp:
Plane tägliche Gebetszeiten während deines Fastens ein, um Herz und Geist auf Gott auszurichten.

2. Stille und Rückzug

Fasten ist eine Zeit der inneren Sammlung. Vermeide Ablenkungen, gesellschaftliche Aktivitäten oder unnötige Aufgaben.

Bibelstellen:

Lukas 5,16:

Jesus zog sich oft an einsame Orte zurück, um zu beten.

 

Psalm 46,10 (LUT):

„Seid stille und erkennt, dass ich Gott bin.“

Theologischer Hintergrund:
Stille schafft Raum für geistliche Sensibilität (shema – hören). Sie fördert Selbsterkenntnis, geistliche Prüfung und die Fähigkeit, Gottes Führung zu hören.

Praktischer Tipp:
Nimm dir täglich 30–60 Minuten Rückzug für Gebet, Meditation und Reflexion.

3. Worte zügeln – die Zunge fastet mit

Fasten bedeutet, auch auf Worte und Gedanken zu achten. Tratsch, übermäßige Gespräche oder Klatsch schwächen die geistliche Konzentration.

Bibelstelle:

Sprüche 10,19 (LUT)

: „Wer viele Worte macht, sündigt nicht ohne Grund; wer aber seine Lippen im Zaum hält, ist klug.“

Theologischer Hintergrund:
Die Zunge zu zügeln ist Teil geistlicher Reife (Epheser 4,29). Worte, die aufbauend und ermutigend sind, reflektieren Gottes Herz.

Praktischer Tipp:
Führe ein Tagebuch, um Worte und Gedanken während des Fastens zu reflektieren.

4. Fleischeslust überwinden

Fasten bedeutet, nicht nur auf Nahrung, sondern auch auf fleischliche Begierden zu verzichten.

Bibelstelle:

Galater 5,24 (LUT):

„Die aber Christus Jesus angehören, haben das Fleisch samt seinen Begierden gekreuzigt.“

Theologischer Hintergrund:
Fasten ist ein Symbol für die Kreuzigung des alten Menschen und die Hingabe an den neuen Menschen in Christus (Römer 6,6).

Praktischer Tipp:
Vermeide für die Fastenzeit persönliche Genüsse wie Süßigkeiten, Alkohol oder sogar sexuelle Aktivität (für verheiratete Paare nach 1. Korinther 7,5), um dich ganz auf Gott zu konzentrieren.

5. Maßvoll essen – kein „Schummeln“ beim Fasten

Fasten ist ein Opfer, keine Umstellung der Essenszeiten. Übermäßiges Essen nach dem Fasten kann den geistlichen Nutzen mindern.

Bibelstelle:

Jesaja 58,3–5 (LUT)

: Gott kritisiert Fasten aus falschen Motiven. Er wünscht ein Fasten, das das Herz verändert.

Theologischer Hintergrund:
Richtiges Fasten öffnet Herz und Leben für Gerechtigkeit, Mitgefühl und Gottes Willen.

Praktischer Tipp:
Brich das Fasten mit leichten Mahlzeiten und vermeide üppiges Essen direkt danach.

6. Genussmittel meiden – Daniel als Vorbild

Daniel verzichtete auf köstliche Speisen, Fleisch und Wein, um sich vor Gott zu demütigen.

Bibelstelle:

Daniel 10,2–3 (LUT):

„Ich aß kein köstliches Essen, kein Fleisch und keinen Wein berührten meine Lippen…“

Theologischer Hintergrund:
Fasten ist freiwillige Selbstdisziplin. Es stärkt geistliche Klarheit und Autorität, weil es das Herz auf Gott ausrichtet.

Praktischer Tipp:
Reduziere bewusst Genussmittel und Luxus, um deine Abhängigkeit von Gott zu zeigen.

7. Fasten in Demut – privat vor Gott

Jesus warnte, Fasten zur Schau zu stellen. Spirituelle Disziplinen geschehen zur Ehre Gottes, nicht zur Bewunderung anderer.

Bibelstelle:

Matthäus 6,16–18 (LUT):

„Wenn du fastest, salbe dein Haupt und wasche dein Gesicht, damit niemand sieht, dass du fastest, sondern nur dein Vater im Verborgenen; und dein Vater, der im Verborgenen sieht, wird dich belohnen.“

Theologischer Hintergrund:
Fasten lehrt Demut, Vertrauen und geistliche Intimität mit Gott. Es ist ein Akt der Anbetung und der inneren Reinigung.

Praktischer Tipp:
Teile dein Fasten nur mit einem engen Vertrauten oder geistlichen Mentor, falls nötig, zur Unterstützung – niemals zur Anerkennung.

Abschließende Ermutigung

Fasten ist ein Mittel, sich Gottes Herz zuzuwenden und innerlich zu reinigen. Die Belohnung ist geistlich, nicht materiell.

Bibelstelle:

Jesaja 58,6 (LUT):

„Ist nicht das das Fasten, das ich liebe: Ungerechtigkeit zu lösen, Lasten zu befreien und jedes Joch zu zerbrechen?“

Möge der Herr dich während deines Fastens segnen, deinen Geist stärken und dein Herz näher zu ihm führen.


 

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