Verschiedene Jahreszeiten – verschiedene Ausdrucksformen der Liebe

Verschiedene Jahreszeiten – verschiedene Ausdrucksformen der Liebe


Hoheslied 2,10–13 (ESV)
„Mein Geliebter hob an und sprach zu mir:
‚Steh auf, meine Freundin, meine Schöne, und komm!
Denn siehe, der Winter ist vergangen,
der Regen ist vorüber und dahin.
Die Blumen erscheinen im Land,
die Zeit des Singens ist gekommen,
und die Stimme der Turteltaube lässt sich hören in unserem Land.
Der Feigenbaum bringt seine ersten Früchte hervor,
und die Reben blühen;
sie verströmen ihren Duft.
Steh auf, meine Freundin, meine Schöne, und komm!‘“

So wie die Schöpfung durch die Jahreszeiten Winter, Frühling, Sommer und Herbst geht, erleben auch unsere Beziehungen und unser geistliches Leben unterschiedliche Zeiten. Diese natürlichen Zyklen spiegeln Gottes geordnete Ordnung und sein Timing wider (Prediger 3,1) und erinnern uns daran, dass Veränderung und Wachstum zum Leben gehören.

Im Alten Testament erlebte das Volk Gottes oft harte „Winter“ in seinem geistlichen Weg – Zeiten, die von Kampf, Exil und der Trennung von Gott geprägt waren, verursacht durch Sünde und den Einfluss des Feindes. Die Gegenwart Satans brachte Härte und Verwirrung (vgl. Hiob 1–2; Sacharja 3,1–2). Sie lernten damals noch, Gottes Wesen und seinen Erlösungsplan wirklich zu verstehen.

Dann kam Jesus Christus, der verheißene Messias (Jesaja 53), der durch seinen Tod und seine Auferstehung Gottes Plan erfüllte, die Menschheit zu erlösen und Sünde und Tod zu besiegen (Hebräer 9,12–15). Er nannte sich selbst den „Herrn des Sabbats“ (Markus 2,28) – ein Hinweis auf seine Autorität, wahre Ruhe zu schenken. Diese Ruhe ist nicht nur körperlich, sondern eine Ruhe für die Seele (Matthäus 11,28–30). Sie ist ein Geschenk der Gnade durch den Glauben, das die Macht der Sünde und geistlicher Erschöpfung bricht.

Die Einladung im Hohenlied klingt wie Christi Ruf an seine Braut, die Gemeinde (Epheser 5,25–27): aufzustehen aus geistlicher Müdigkeit und einzutreten in die erfrischende und erneuernde Gegenwart von Gottes Liebe. „Der Winter ist vergangen“ weist auf das Ende der Not hin und auf den Beginn neuen Lebens – ein Bild für Auferstehung und Erneuerung (2. Korinther 5,17).

Diese Einladung anzunehmen bedeutet, eine tiefe, persönliche Beziehung zu Jesus zu leben – eine Beziehung, die ewiges Leben, Frieden und Hoffnung schenkt, die über die vorübergehenden Schwierigkeiten dieser Welt hinausgeht (Johannes 10,10; Römer 15,13).

Wir leben in gefährlichen Zeiten, geprägt von Täuschung und geistlicher Finsternis (2. Timotheus 3,1–5). Die Wege der Welt können die Seele weder retten noch erfüllen. Aber wenn wir uns dem Retter zuwenden und ihm folgen, empfangen wir das Geschenk des ewigen Lebens (Johannes 3,16) und erfahren die Fülle von Freude und Frieden, die es nur in ihm gibt (Philipper 4,7).

Shalom – Friede und Ganzheit sei mit dir.

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Über den Autor

Janet Mushi editor

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