Im Hohelied werden immer wieder die „Töchter Jerusalems“ erwähnt. Wer genau sind sie? Handelt es sich einfach um Frauen aus der Stadt Jerusalem, wie es der Text vermuten lässt?
Schauen wir gemeinsam in die Heilige Schrift:
Hohelied 1,5 (Lutherbibel 2017)„Ich bin schwarz, aber gar lieblich, ihr Töchter Jerusalems, wie die Zelte Kedars, wie die Vorhänge Salomos.“
An anderer Stelle werden diese Töchter Jerusalems ermahnt, die Liebe nicht voreilig zu wecken:
Hohelied 2,7 (Lutherbibel 2017)„Ich beschwöre euch, ihr Töchter Jerusalems, bei den Gazellen oder bei den Hirschkühen auf dem Feld: Weckt die Liebe nicht und reizt sie nicht, bis es ihr selbst gefällt.“
Doch wer sind diese „Töchter Jerusalems“?
Der Ausdruck „Töchter Jerusalems“, auch bekannt als „Tochter Zion“, ist eine bildhafte, poetische Bezeichnung. Er steht für die gesamte Gemeinschaft des Volkes Israel – nicht nur für die Frauen, die tatsächlich in Jerusalem lebten. Gemeint ist vielmehr das ganze Volk.
Sacharja 9,9 (Lutherbibel 2017)„Du Tochter Zion, freue dich sehr, und du Tochter Jerusalem, jauchze! Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer, arm und reitet auf einem Esel, auf einem Füllen der Eselin.“
Diese Prophetie erfüllt sich im Einzug Jesu in Jerusalem. Als die Menschen ihn sahen, begrüßten sie ihn voller Freude und breiteten Palmzweige auf dem Weg aus.
Johannes 12,12–15 (Lutherbibel 2017)„Als am nächsten Tag die große Menge, die aufs Fest gekommen war, hörte, dass Jesus nach Jerusalem komme, nahmen sie Palmzweige und gingen hinaus ihm entgegen und riefen:Hosianna! Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn, der König von Israel!Jesus aber fand einen jungen Esel und setzte sich darauf, wie geschrieben steht:‚Fürchte dich nicht, du Tochter Zion! Siehe, dein König kommt und reitet auf einem Eselsfüllen.‘“
Hier wird deutlich: Es waren nicht nur Frauen aus Jerusalem, die „Hosianna!“ riefen, sondern Menschen aus allen Gruppen und Altersstufen. Das zeigt, dass die „Töchter Jerusalems“ sinnbildlich für die gesamte Gemeinschaft Israels stehen.
Weitere Stellen bestätigen dieses Verständnis, z. B. Micha 4,8; 2. Könige 19,20–21; Jesaja 37,22; Jesaja 62,1.
Als Christen – Männer wie Frauen – gehören wir zum geistlichen Israel. Deshalb werden auch wir, unabhängig von Geschlecht, Alter oder Stellung, sinnbildlich als „Tochter Zion“ bzw. „Töchter Jerusalems“ bezeichnet.
Die Bibel ermahnt uns als Volk Gottes, die Sünde zu meiden – besonders geistliche und leibliche Unmoral.
Geistliche Unmoral bedeutet jede Form von Götzendienst.
Hast du den Herrn Jesus Christus in dein Leben aufgenommen?
Wir leben in den letzten Tagen – und Jesus kommt bald wieder.
Der Herr segne dich.
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