Mose (der Rücken)
Christus (der Spiegel)
Himmel (die volle Offenbarung)
Mose hatte ein tiefes Verlangen: nach langer Zeit ohne sichtbare Begegnung wollte er das Angesicht Gottes sehen.
Die Bibel berichtet, dass Gott mit Mose von Angesicht zu Angesicht sprach – wie ein Mensch mit seinem Freund. Das beschreibt eine unmittelbare, persönliche Gemeinschaft, die Theologen „Theophanie“ nennen: eine sichtbare Erscheinung Gottes, ohne dass Er dabei Sein ganzes Wesen offenbart. Denn Seine volle Herrlichkeit könnte kein gefallener Mensch ertragen.
2. Mose 33,11 (LUT) Und der HERR redete mit Mose von Angesicht zu Angesicht, wie ein Mann mit seinem Freunde redet. Und Mose kehrte wieder ins Lager zurück. Aber sein Diener Josua, der Sohn Nuns, wich nicht aus dem Zelt.
Doch Mose bat später: „Lass mich dein Angesicht sehen.“ Da antwortete Gott:
2. Mose 33,20–23 (LUT) Und er sprach: Mein Angesicht kannst du nicht sehen; denn kein Mensch wird leben, der mich sieht. Und der HERR sprach weiter: Siehe, es ist ein Raum bei mir, da sollst du auf dem Felsen stehen. Wenn dann meine Herrlichkeit vorübergeht, will ich dich in die Felskluft stellen und meine Hand über dir halten, bis ich vorübergegangen bin. Dann will ich meine Hand von dir tun, und du darfst hinter mir her sehen; aber mein Angesicht kann man nicht sehen.
Hier wird deutlich: Gottes Wesen ist unsichtbar und in Seiner Fülle unnahbar (vgl. 1. Timotheus 6,16). Sein „Angesicht“ steht für die ganze Herrlichkeit, die ein sündiger Mensch nicht überleben könnte. Darum ließ Gott Mose nur Seinen „Rücken“ sehen – ein Bild für eine begrenzte Offenbarung Seiner Gegenwart.
1. Timotheus 6,16 (LUT) …der allein Unsterblichkeit hat, der da wohnt in einem Licht, zu dem niemand kommen kann, den kein Mensch gesehen hat noch sehen kann.
Als Mose Gottes „Rücken“ sah, wurde ihm Gottes Charakter deutlich: Barmherzigkeit, Gnade, Geduld, Liebe und Gerechtigkeit.
2. Mose 34,5–7 (LUT) Da kam der HERR hernieder in der Wolke und trat zu ihm und rief aus den Namen des HERRN. Und der HERR ging vor seinem Angesicht vorüber und rief: HERR, HERR, Gott, barmherzig und gnädig und geduldig und von großer Gnade und Treue, der da Tausenden Gnade bewahrt und vergibt Missetat, Übertretung und Sünde, aber ungestraft lässt er niemand, sondern sucht die Missetat der Väter heim an Kindern und Kindeskindern bis ins dritte und vierte Glied.
Hier begegnen wir dem Spannungsfeld von Gnade und Gerechtigkeit – ein zentrales Thema der biblischen Theologie.
In Jesus Christus hat Gott sich uns in vollkommener Weise gezeigt. Er ist die wahre Theophanie – die sichtbare Offenbarung Gottes im menschlichen Fleisch (Johannes 1,14; Kolosser 1,15).
Johannes 1,18 (LUT) Niemand hat Gott je gesehen; der eingeborene Sohn, der Gott ist und in des Vaters Schoß ist, der hat ihn uns verkündigt.
Kolosser 1,15 (LUT) Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene vor aller Schöpfung.
Weil kein Mensch Gott sehen und leben kann, hat Jesus durch Sein Kreuzesopfer und Seine Auferstehung den Weg geöffnet, dass wir vor Gottes Herrlichkeit bestehen können.
Hebräer 9,14 (LUT) …wie viel mehr wird das Blut Christi, der sich selbst durch den ewigen Geist als ein makelloses Opfer Gott dargebracht hat, unser Gewissen reinigen von den toten Werken, damit wir dem lebendigen Gott dienen.
Jesu Leben und Sterben zeigen uns Gottes wahres Wesen: Liebe – vollkommen, bedingungslos und opferbereit.
1. Johannes 4,8 (LUT) Wer nicht liebt, der kennt Gott nicht; denn Gott ist Liebe.
Jetzt erkennen wir Gott nur teilweise, „wie in einem Spiegel“. Aber eines Tages werden wir Ihn wirklich von Angesicht zu Angesicht sehen.
1. Korinther 13,12 (LUT) Wir sehen jetzt durch einen Spiegel in einem dunklen Bild; dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise; dann aber werde ich erkennen, gleichwie ich erkannt bin.
Das wird die „selige Schau“ im Himmel sein – die vollkommene Begegnung mit Gottes Herrlichkeit.
Offenbarung 22,4 (LUT) Und sie werden sein Angesicht sehen, und sein Name wird an ihren Stirnen sein.
Der Weg zum Angesicht Gottes:
Die entscheidende Frage lautet: Hast du Christus als deinen Retter angenommen? Ohne Ihn kann niemand Gottes Herrlichkeit ertragen oder Sein Angesicht sehen.
Apostelgeschichte 4,12 (LUT) Und in keinem andern ist das Heil, auch ist kein andrer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch den wir sollen selig werden.
Darum: Wähle heute das Licht. Jesus spricht:
Johannes 3,36 (LUT) Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben; wer aber dem Sohn nicht gehorcht, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt über ihm.
Komme zu Jesus, empfange Seine Gnade und lebe in der Liebe Gottes. Der Herr segne dich!
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Kolosser 1,9
„Darum hören wir auch seit dem Tag, da wir’s vernommen haben, nicht auf, für euch zu beten und zu bitten, dass ihr erfüllt werdet mit der Erkenntnis seines Willens in aller geistlichen Weisheit und Einsicht.“ – Kolosser 1,9 (Luther 2017)
In diesem Vers bringt Paulus eine der wichtigsten geistlichen Prioritäten zum Ausdruck: Wir sollen mit der Erkenntnis von Gottes Willen erfüllt werden. Dabei geht es nicht nur um Kopf- oder Buchwissen, sondern um geistliche Weisheit und Einsicht, die allein der Heilige Geist schenkt.
In der christlichen Theologie wird zwischen drei Dimensionen von Gottes Willen unterschieden:
Dieser Wille beschreibt Gottes unveränderlichen Plan, der die Geschichte lenkt. Er ist verborgen und von Menschen nicht zu durchkreuzen.
„Der HERR Zebaoth hat geschworen: Wie ich’s erdacht habe, so geschieht’s, und wie ich’s beschlossen habe, so kommt es zustande.“ – Jesaja 14,24
„Unser Gott ist im Himmel; er kann schaffen, was er will.“ – Psalm 115,3
Alles, was Gott beschlossen hat – bis hin zum Kreuzestod Jesu zu unserer Erlösung (Apg 2,23) – erfüllt sich genau nach Seinem Plan.
Das ist Gottes geoffenbarter Wille in der Schrift – also das, was Er uns gebietet.
„Denn das ist der Wille Gottes: eure Heiligung, dass ihr meidet die Unzucht.“ – 1. Thessalonicher 4,3
„Seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus an euch.“ – 1. Thessalonicher 5,18
„Du sollst nicht stehlen. Du sollst nicht falsch Zeugnis reden. Du sollst deinen Nächsten lieben.“ (vgl. 2. Mose 20; Römer 13)
Dieser Wille zeigt uns Gottes heiligen Charakter. Wer Christus nachfolgt, wächst in der Heiligung und wird Ihm immer ähnlicher (vgl. Römer 8,29).
Das ist Gottes konkrete Führung im Leben jedes Einzelnen – z. B. bei Fragen nach Beruf, Beziehungen oder Berufung im Dienst.
„Ob du zur Rechten oder zur Linken gehst, so werden deine Ohren hinter dir das Wort hören: Dies ist der Weg, den geht!“ – Jesaja 30,21
„Der Geist sprach zu Philippus: Geh hin und halte dich zu diesem Wagen!“ – Apostelgeschichte 8,29
Diese persönliche Führung erkennen wir im Lauf der Zeit durch Gebet, Hören auf Gottes Wort und die Leitung des Heiligen Geistes.
Die Bibel nennt verschiedene Wege, wie Christen Gottes Willen für ihr Leben entdecken können:
„Wenn es aber jemandem unter euch an Weisheit mangelt, so bitte er Gott, der jedermann gern und ohne Vorwurf gibt; so wird sie ihm gegeben werden.“ – Jakobus 1,5
„Seid beharrlich im Gebet und wacht darin mit Danksagung.“ – Kolosser 4,2
Im Gebet treten wir in Gemeinschaft mit Gott und lassen uns von Seinen Gedanken leiten.
„Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege.“ – Psalm 119,105
„Denn alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit.“ – 2. Timotheus 3,16–17
Gottes Wort ist das Fundament. Sein Wille widerspricht niemals der Schrift, und persönliche Führung muss sich immer an ihr messen lassen.
„Wo nicht weiser Rat ist, da geht das Volk unter; wo aber viele Ratgeber sind, findet sich Hilfe.“ – Sprüche 11,14
„Wo man nicht beraten ist, da scheitern die Pläne; wo aber viele Ratgeber sind, da gelingen sie.“ – Sprüche 15,22
„Denn es gefällt dem Heiligen Geist und uns …“ – Apostelgeschichte 15,28
Gott redet auch durch die Gemeinschaft der Christen. Darum ist es wichtig, geistliche Entscheidungen im Gebet und mit vertrauenswürdigen Geschwistern zu prüfen.
„Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist: das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.“ – Römer 12,2
„Feste Speise aber ist für die Vollkommenen, die durch den Gebrauch geübte Sinne haben und Gutes und Böses unterscheiden können.“ – Hebräer 5,14
Je mehr wir in Christus wachsen, desto mehr lernen wir, Sein Reden zu erkennen und zu unterscheiden, was Seinem Herzen entspricht.
„Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr!, in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel.“ – Matthäus 7,21
„Und die Welt vergeht mit ihrer Lust; wer aber den Willen Gottes tut, der bleibt in Ewigkeit.“ – 1. Johannes 2,17
Wahrer Glaube zeigt sich nicht nur in Worten, sondern in Gehorsam gegenüber Gottes Willen.
„Und der HERR wird dich immerdar führen und dich sättigen in der Dürre und dein Gebein stärken.“ – Jesaja 58,11
Gottes Willen zu erkennen ist kein Geheimnis für eine geistliche Elite, sondern eine Einladung an jeden Christen. Wer betet, Gottes Wort liest, Gemeinschaft pflegt und in geistlicher Reife wächst, wird erleben, wie Gott seinen Weg führt.
„Ihr werdet mich suchen und finden; denn wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen.“ – Jeremia 29,13
Gottes Segen!
Die Bibel beschreibt manchmal, wie Gott die Kämpfe für sein Volk führt – nicht indem er sie mit Schwertern kämpfen lässt, sondern indem er ihre Feinde gegeneinander wendet. In Hesekiel 38,21 (LUT) sagt Gott:
„Und ich will das Schwert gegen ihn rufen auf allen meinen Bergen, spricht Gott der HERR, dass einer des andern Schwert sei.“
Das bedeutet: Gott stiftet Verwirrung, Misstrauen und Spaltung im Lager des Feindes, bis sie sich selbst vernichten. Diese Strategie finden wir mehrfach in der Schrift, und sie trägt tiefe Lehren für uns heute.
a) Gideons Sieg Als Gideons kleine Armee einer riesigen Macht gegenüberstand, ließ Gott Panik und Verwirrung entstehen.
Richter 7,22 (LUT): „Als nun die dreihundert Hörner geblasen wurden, da ließ der HERR im ganzen Heer das Schwert des einen wider den andern sich wenden.“
b) Joschafats Rettung Als Juda Gott anbetete, brachte der HERR die Ammoniter, Moabiter und die von Seïr dazu, einander zu vernichten.
2. Chronik 20,22–23 (LUT): „Und als sie anfingen mit Jauchzen und Loben, ließ der HERR einen Hinterhalt kommen… Da machten sich die Ammoniter und Moabiter auf gegen die vom Gebirge Seïr… und als sie die vom Gebirge Seïr ganz ausgerottet hatten, half einer dem andern zum Verderben.“
Gott ist souverän über die Herzen der Völker (Sprüche 21,1).
Apostelgeschichte 23,6–7 (LUT): „Als Paulus aber merkte, dass ein Teil Sadduzäer, der andere Teil Pharisäer waren, rief er… ‚Ich werde angeklagt wegen der Hoffnung auf die Auferstehung der Toten.‘ Als er das sagte, entstand ein Streit… und die Versammlung spaltete sich.“
Der Geist gab Paulus Weisheit (Lukas 12,11–12).
Spaltung ist eine der wirksamsten Waffen Satans (Johannes 17,21).
Schlussfolgerung „Jedes Schwert gegen den Bruder“ (Hesekiel 38,21) zeigt Gottes Macht, Feinde gegeneinander zu wenden. Zugleich warnt es uns vor der Gefahr der Spaltung.
Wenn wir in Liebe, Heiligkeit und Einheit wandeln, wird der HERR selbst uns bewahren, während unsere Feinde in Verwirrung geraten.
Schalom.
Frage: Was ist der Unterschied zwischen Ermahnen und Tadeln?
Antwort: Beginnen wir mit der Heiligen Schrift:
2. Timotheus 4,1–2 (Lutherbibel 2017) „Ich ermahne dich nun vor Gott und Christus Jesus, der da ist, die Lebenden und die Toten zu richten, und bei seiner Offenbarung und seinem Reich: Predige das Wort, sei bereit zur Zeit und außer der Zeit, überführe, ermahne, ermahne mit aller Geduld und Lehre.“
Hier gibt Paulus Timotheus den Auftrag, Gottes Wort treu zu verkündigen. Wichtig ist, dass er drei unterschiedliche Verben verwendet: überführen, tadeln und ermahnen, die verschiedene Grade von Korrektur und geistlicher Leitung darstellen.
Definition: Ermahnen bedeutet, eine Schuld oder Sünde aufzuzeigen, um den Sünder zur Umkehr zu führen. Es ist korrigierend, aber oft sanft und beinhaltet eine lehrreiche Komponente.
Beispiel: Eine Mutter ermahnt ihr Kind zur Faulheit, erklärt, warum Faulheit schädlich ist, und gibt Ratschläge, wie es besser gehen kann.
Biblische Grundlage: Epheser 6,4 (Lutherbibel 2017): „Und ihr Väter, reizt eure Kinder nicht zum Zorn, sondern zieht sie auf in der Zucht und Weisung des Herrn.“
Ermahnung entspricht Gottes Herz für geduldige Korrektur (2. Petrus 3,9). Sie ermöglicht Gläubigen, ihre Fehler zu erkennen, daraus zu lernen und geistlich zu wachsen. Besonders neue Gläubige, die geistlich noch unreif sind, benötigen eher Ermahnung als strenges Tadeln.
Definition: Tadeln ist eine stärkere, autoritative Korrektur. Es verurteilt die Sünde und befiehlt ihr sofortiges Ende. Tadeln ist kein Vorschlag, sondern trägt Autorität.
Beispiel: Eine Mutter tadelt ihr Kind für Diebstahl und befiehlt klar, dass dies niemals wieder geschehen darf.
Gesellschaftliches Beispiel: Regierungen tadeln Mord, Korruption oder Vergewaltigung und erklären sie für ungesetzlich.
Biblische Grundlage: 1. Korinther 5,11–13 (Lutherbibel 2017): „…Wenn aber jemand von euch einen Bruder hat, der Unzucht treibt oder habgierig ist oder Götzendiener oder Lästerer oder Trunkenbold oder Räuber, mit einem solchen sollt ihr nicht einmal essen… ‚Sondert den Übelgesinnten unter euch aus.’“
Tadeln kann auch vorübergehenden Ausschluss bedeuten, um die Heiligkeit der Gemeinde zu bewahren.
Tadeln wurzelt in Gottes Heiligkeit und Gerechtigkeit. Es verhindert die Ausbreitung von Sünde in der Gemeinde (1. Korinther 5,6–7) und spiegelt die Autorität Christi wider (Matthäus 18,15–17). Es ist notwendig sowohl für individuelle Korrektur als auch für die Reinheit der Gemeinschaft.
Selbst Jesus tadelt, wenn Seine Nachfolger abweichen (Offenbarung 3,19). Tadeln ist niemals rachsüchtig, sondern eine gerechte, wiederherstellende Disziplin aus Liebe (Hebräer 12,6).
Der Begriff des Tadelns gilt auch für dämonische Aktivitäten:
Lukas 9,42 (Lutherbibel 2017): „Als Jesus aber den unreinen Geist beschuldigt hatte, fuhr er aus von ihm, und der Knabe wurde gesund in derselben Stunde.“
Hier zeigt sich, dass Tadeln autoritativ ist; es befiehlt dem Geist zu gehen. Es ist ein geistlicher Befehl, kein Wunsch. Ebenso üben Gläubige geistliche Autorität über Sünde und Feind aus und spiegeln Gottes Herrschaft wider (Lukas 10,19).
Beides ist essenziell für geistliches Wachstum, Heiligung und Gemeindedisziplin, gemäß Gottes Wort und Liebe.
„Möge der Herr uns segnen und führen, Sein Wort treu zu gebrauchen, um zu ermahnen, zu tadeln und liebevoll wiederherzustellen.“
Versprochenes Wirken des Heiligen Geistes:Eine der Verheißungen des Heiligen Geistes für alle, die Ihn empfangen, ist die Fähigkeit, Gottes Erkenntnis mit dem Mund auszusprechen.
Dieses Verständnis kann sich auf vielfältige Weise äußern – durch das Weitergeben vergangener, gegenwärtiger oder zukünftiger Ereignisse, durch Anleitung, Trost, Worte der Weisheit, Erkenntnis, Heilung oder Segnungen. All dies kann in einfacher Sprache als Prophetie bezeichnet werden.
Für einen Gläubigen ist es wichtig zu erkennen, dass der Heilige Geist häufig durch unseren Mund wirkt. Deshalb saßen am Pfingsttag die „Zungen wie von Feuer“ auf den Jüngern. Das bedeutet, dass sein Wirken sich besonders in der Sprache zeigt: Ihre Zungen wurden vom Feuer Gottes berührt und sie begannen in neuen Sprachen zu sprechen.
Der Mund des Gläubigen ist Gottes Mund auf Erden.Wenn du nicht lernst, ihn wirksam zu öffnen, unterdrückst du den Heiligen Geist in dir. Viele wissen nicht, dass jeder die Gabe hat, prophetisch zu reden, nicht nur ein bestimmter prophetischer Dienst.
Apostelgeschichte 2,17:„In den letzten Tagen, spricht Gott, werde ich von meinem Geist ausgießen auf alle Menschen; und eure Söhne und Töchter werden prophetisch reden…“
1. Korinther 14,31
:„Denn ihr könnt alle nacheinander prophetisch reden, damit alle lernen und alle ermutigt werden.“
Das prophetische Reden bedeutet, Gottes Erkenntnis auszusprechen – für alle Gläubigen, nicht nur für einige wenige.
Wie öffnet man den Mund für den Heiligen Geist?Warte nicht, bis eine besondere Gabe sichtbar wird. Du hast den Heiligen Geist bereits in dir. Beginne, Worte entsprechend den Verheißungen Gottes auszusprechen, ohne darüber nachzudenken.
Beispiele:
Du stehst vor einer Anklage oder musst Gottes Wort erklären, lehren oder predigen.
Du gehst hinaus, um Zeugnis zu geben.
Denke nicht: „Wie soll ich predigen? Ich kenne die Bibel nicht gut, ich kann meine Worte nicht ordnen…“Erinnere dich: Seit dem Tag deines Glaubens hast du „Zungen wie Feuer“ erhalten. Sprich einfach, und der Heilige Geist wird mit dir wirken.
Matthäus 10,18-20:„Ihr werdet vor Statthalter und Könige geführt werden wegen meines Namens, als Zeugnis für sie und die Nationen.Aber wenn man euch vorführt, sorgt euch nicht, was ihr sagen sollt; denn zu der Zeit wird euch gegeben werden, was ihr sagen sollt.Denn nicht ihr werdet sprechen, sondern der Geist eures Vaters wird durch euch sprechen.“
Beten in Zungen und prophetisches GebetManche sagen: „Ich kann keine langen Gebete sprechen, mir fehlen die Worte…“
Gib nicht auf. Sprich weiter und meditiere über Gottes Wort. Plötzlich wirst du in einen Gebetsfluss kommen, und Worte kommen aus dir – nicht deine eigenen, sondern Gottes Worte in dir.
Regelmäßiges lautes Gebet hilft, den Heiligen Geist zu wirken. Auch wenn Gott dein Herz hört, unterdrücke den Geist nicht. Wer bereitwillig laut betet, wird leichter vom Geist erfüllt und kann in neuen Sprachen beten.
Prophetische Gebete für Heilung und SegnungDu siehst jemanden krank und betest für Heilung. Öffne deinen Mund und sprich mutig Heilung aus – das ist oft Gottes prophetisches Wort durch dich.
Für deine Kinder: Segne sie im Glauben, wie Isaak Jakob und Esau segnete, und sprich prophetisch über ihre Zukunft.
Bei der Arbeit oder mit Freunden: Sprich oft göttliche Worte. Prophetie kann auch im Alltag geschehen, ohne dass du es merkst.
Johannes 11,49-52:„Einer von ihnen, Kaiphas, der Hohepriester jenes Jahr, sprach: Ihr wisst nichts,Ihr denkt nicht daran, dass es besser für euch ist, dass ein Mensch für das Volk stirbt, und nicht das ganze Volk zugrunde geht.Dies sagte er jedoch nicht aus sich selbst; sondern als Hoherpriester prophezeite er, dass Jesus für das Volk sterben würde,und nicht nur für das Volk, sondern auch, um die Kinder Gottes, die zerstreut waren, zusammenzuführen.“
Fazit:Dein Mund ist der Mund des Heiligen Geistes. Öffne ihn und fülle ihn mit Gottes Wort.
Segen:Der Herr segne dich. Teile diese gute Nachricht mit anderen.
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Hebräer 6,17–19 (LUT)
Auf unserem Glaubensweg kann es passieren, dass wir durch Zweifel, Anfechtungen oder Unsicherheit ins Wanken geraten. Doch die Bibel zeigt uns ein festes Fundament: zwei unveränderliche Dinge, die uns als sicherer Anker für unsere Seele gegeben sind. Es geht nicht um bloße Ideen, sondern um göttliche Wirklichkeiten, die in Gottes Wesen verankert sind.
Der Hebräerbrief führt uns genau zu diesen beiden Dingen:
Hebräer 6,17–19 (LUT):
17 Darum hat Gott, als er den Erben der Verheißung noch kräftiger beweisen wollte, wie unveränderlich sein Ratschluss sei, sich mit einem Eid verbürgt, 18 damit wir durch zwei Stücke, die nicht wanken – denn es ist unmöglich, dass Gott lügt –, einen starken Trost haben, die wir unsere Zuflucht genommen haben, den angebotenen Trost zu ergreifen, 19 den wir haben als einen sicheren und festen Anker unserer Seele, der auch hineinreicht in das Innere hinter den Vorhang.
Um diese Stelle richtig zu verstehen, müssen wir zurückschauen auf Abraham. Gott gab ihm eine große Verheißung: Er sollte Vater vieler Völker werden, und durch ihn sollten alle Nationen gesegnet werden (1. Mose 12,1–3; 15,5–6).
Nach Abrahams Gehorsam im Opfer Isaaks bekräftigte Gott diese Verheißung mit einem Eid:
1. Mose 22,16–17 (LUT):
„Ich habe bei mir selbst geschworen, spricht der HERR: Weil du solches getan hast … will ich dich segnen und deine Nachkommen mehren wie die Sterne am Himmel …“
In der damaligen Zeit war ein Eid etwas sehr Verbindliches.
Hebräer 6,16 (LUT):
„Die Menschen schwören ja bei einem Größeren, und der Eid ist ihnen ein Ende alles Widerspruchs und zur Bestätigung.“
Weil es für Gott niemanden Größeren gibt, schwor er bei sich selbst. Nicht, weil sein Wort unsicher wäre, sondern um uns Menschen volle Gewissheit zu geben. Denn, wie es in 4. Mose 23,19 heißt:
„Gott ist nicht ein Mensch, dass er lüge …“
Der Hebräerbrief nennt sie klar:
Alles, was Abraham verheißen wurde, erfüllt sich letztlich in Christus.
Galater 3,16 (LUT):
„Nun ist die Verheißung Abraham zugesagt und seinem Nachkommen. Es heißt nicht: ‚und deinen Nachkommen‘, als gälte es vielen, sondern einem: ‚und deinem Nachkommen‘, welcher ist Christus.“
Und auch Jesu Priestertum ist nicht einfach menschliche Abstammung, sondern durch Gottes Eid bestätigt:
Hebräer 7,21 (LUT):
„… er aber durch den, der zu ihm sprach: Der Herr hat geschworen, und es wird ihn nicht gereuen: Du bist Priester in Ewigkeit.“
Darum ist Jesus der Bürge eines besseren Bundes – gegründet auf Gnade statt auf das Gesetz.
Hebräer 6,19 (LUT):
„Diesen Trost haben wir als einen sicheren und festen Anker unserer Seele, der auch hineinreicht in das Innere hinter den Vorhang …“
Die Hoffnung, die wir in Christus haben, ist keine vage Hoffnung, sondern eine feste Gewissheit, die direkt in Gottes Gegenwart hineinreicht. Das „Innere hinter dem Vorhang“ war im Alten Bund das Allerheiligste – der Ort, den nur der Hohepriester betreten durfte. Doch Christus ist für uns hineingegangen (Hebräer 6,20), und dadurch haben wir direkten Zugang zu Gott (Hebräer 4,16).
Weil Gott seine Zusage mit Verheißung und Eid bekräftigt hat, können wir:
Ohne Christus gibt es keine echte Hoffnung. Alle Zusagen Gottes sind „Ja und Amen“ in ihm (2. Korinther 1,20).
Wenn du ihn noch nicht als deinen Herrn und Retter angenommen hast, dann ist heute die Zeit. Kehre zu ihm um, vertraue seiner Verheißung. Er selbst hat geschworen, dass er die, die zu ihm kommen, niemals verlässt.
Die zwei unveränderlichen Dinge – Gottes Verheißung und Gottes Eid – stehen als ewige Beweise seiner Treue. Unsere Rettung gründet sich nicht auf Gefühle oder Zufälle, sondern auf Gottes unveränderliches Wesen und das vollendete Werk Jesu Christi.
Sei gesegnet!
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Diese Frage ist sehr sensibel und wichtig, denn sie berührt sowohl die biblische Lehre als auch kulturelle Vorstellungen. Schauen wir uns an, was die Bibel dazu sagt – im Alten Testament, im Neuen Testament – und wie Christen heute damit umgehen sollten.
Im Alten Bund gab es ein besonderes Gesetz, das man Schwagerehe nennt (vom lateinischen levir = Schwager). Nach 5. Mose 25,5–10 musste der Bruder eines verstorbenen Mannes dessen Witwe heiraten, wenn dieser kinderlos gestorben war. So sollte der Name und das Erbe des Verstorbenen in Israel erhalten bleiben.
5. Mose 25,5–6 (LUT 2017): „Wenn Brüder beieinander wohnen und einer stirbt ohne Söhne, so soll die Frau des Verstorbenen nicht einem fremden Mann außerhalb der Familie angehören. Ihr Schwager soll zu ihr eingehen und sie zur Frau nehmen und ihr die Pflicht des Schwagers leisten. Und der erste Sohn, den sie gebiert, soll den Namen des verstorbenen Bruders weiterführen, damit dessen Name nicht aus Israel ausgelöscht wird.“
Dieses Gebot hatte klare Ziele:
Es ging hier nicht um romantische Liebe, sondern um Verantwortung gegenüber Familie und Volk.
Im Neuen Bund gilt dieses Gesetz nicht mehr. Das Neue Testament betont vielmehr die persönliche Entscheidung, die Freiheit in Christus, die Führung durch den Heiligen Geist und die gegenseitige Zustimmung.
1. Korinther 7,39 (LUT 2017): „Eine Frau ist an ihren Mann gebunden, solange er lebt. Wenn aber der Mann gestorben ist, so ist sie frei, zu heiraten, wen sie will – nur dass es im Herrn geschehe.“
Römer 7,2–3 (LUT 2017): „Eine verheiratete Frau ist an ihren Mann gebunden, solange er lebt; wenn aber der Mann stirbt, ist sie frei von dem Gesetz, das sie an den Mann bindet. Darum wird sie eine Ehebrecherin genannt, solange ihr Mann lebt, wenn sie einem andern Mann zu eigen wird. Wenn aber ihr Mann stirbt, ist sie frei von dem Gesetz, sodass sie keine Ehebrecherin ist, wenn sie einem andern Mann zu eigen wird.“
Diese Verse machen deutlich: Mit dem Tod endet die Bindung des Ehebundes. Der Hinterbliebene ist frei, neu zu heiraten – die Ehe soll jedoch im Herrn, also im Glauben, geschlossen werden.
Das heißt: Grundsätzlich kann ein Christ die Witwe seines verstorbenen Bruders heiraten, sofern beide ledig sind und ihre Beziehung Christus ehrt.
Paulus erinnert uns daran, dass nicht alles, was erlaubt ist, auch wirklich gut ist:
1. Korinther 10,23 (LUT 2017): „Alles ist erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten. Alles ist erlaubt, aber nicht alles baut auf.“
Darum gilt es, sorgfältig abzuwägen:
Was ist also zu tun?
Jakobus 1,5 (LUT 2017): „Wenn es aber jemandem unter euch an Weisheit mangelt, so bitte er Gott, der jedermann gern gibt und niemanden schilt; so wird sie ihm gegeben werden.“
Mein persönlicher Rat wäre: Prüfen Sie sehr sorgfältig, ob diese Ehe wirklich Gottes Willen entspricht und Frieden in der Familie stiftet. Sonst ist es oft besser, einen anderen Weg zu gehen.
Zusammengefasst:
Letztlich sollte die Entscheidung auf Gebet, Schrift und seelsorgerlicher Beratung beruhen.
Kolosser 3,17 (LUT 2017): „Und alles, was ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn.“
Möge Gott Ihnen Weisheit, Klarheit und Frieden schenken. Gott segne Sie.
Der Herr Jesus warnte uns, dass kurz vor seiner Wiederkunft die Haltung der Menschen derjenigen zur Zeit Noahs und Lots gleichen würde.
Lukas 17,26–30:„Und wie es geschah in den Tagen Noahs, so wird’s auch sein in den Tagen des Menschensohns:Sie aßen, sie tranken, sie heirateten, sie ließen sich heiraten bis zu dem Tage, da Noah in die Arche ging; und die Sintflut kam und brachte sie alle um.Desgleichen auch wie es geschah zu den Zeiten Lots: Sie aßen, sie tranken, sie kauften, sie verkauften, sie pflanzten, sie bauten;an dem Tage aber, da Lot aus Sodom ging, da regnete es Feuer und Schwefel vom Himmel und brachte sie alle um.Auf diese Weise wird’s auch gehen an dem Tage, wenn des Menschen Sohn wird geoffenbart werden.“
Diese Zeichen – essen und trinken, kaufen und verkaufen, heiraten und sich heiraten lassen – richten sich an zwei Gruppen:
die Menschen, die Gott nicht kennen, und
die Menschen, die Gott kennen – das heißt die Gemeinde.
1. DIE, DIE GOTT NICHT KENNENZur Zeit Noahs und in Sodom und Gomorra lebten die Menschen in Maßlosigkeit, tranken sich voll und vergaßen Gott. Sie gingen auch unrechtmäßige Ehen ein – Ehen von Verlassenen oder gleichgeschlechtliche Verbindungen. Ebenso kauften und verkauften sie auf unrechte Weise: durch Betrug, Bestechung und Gewalt. Deshalb kam das Gericht über sie.
Heute sehen wir das Gleiche: Korruption ist alltäglich, Scheidung und neue Heirat sind normal geworden, Trinkgelage und Maßlosigkeit gehören zum Alltag. Bars und Vergnügungsstätten finden sich an jeder Ecke.
Dies sind unübersehbare Zeichen der letzten Tage für diejenigen, die ohne Gott leben.
2. DIE, DIE GOTT KENNEN (DIE GEMEINDE)Vielleicht fragst du: „Fällt auch die Gemeinde in diese Kategorie?“ – Ja! Aber in welcher Weise?
Lukas 14,16–20:„Er aber sprach zu ihm: Es war ein Mensch, der machte ein großes Mahl und lud viele dazu ein.Und er sandte seinen Knecht zur Stunde des Mahls, zu sagen den Geladenen: Kommt, denn es ist alles bereit!Da fingen sie an alle nacheinander, sich zu entschuldigen. Der erste sprach zu ihm: Ich habe einen Acker gekauft und muss hinausgehen und ihn besehen; ich bitte dich, entschuldige mich.Und der andere sprach: Ich habe fünf Joch Ochsen gekauft und gehe jetzt hin, sie zu besehen; ich bitte dich, entschuldige mich.Und der dritte sprach: Ich habe ein Weib genommen; darum kann ich nicht kommen.“
Siehst du die Entschuldigungen? Diese Geladenen stehen für Menschen, die in Beziehung zum Hausherrn stehen – also für Gläubige. Doch genau sie verweigern sich, weil sie „heirateten“ oder „kauften und verkauften“.
Das bedeutet: Auch im Volk Gottes wiederholt sich das gleiche Muster. Während die Welt unrechte Ehen eingeht und unrechten Handel treibt, lassen sich Gläubige durch rechtmäßige Dinge binden: Ehe, Besitz, Geschäft, Arbeit – all das kann zur Entschuldigung werden, Gott nicht mehr zu suchen.
Und das ist die Realität unserer Zeit! Viele Christen lassen sich von Arbeit, Familie, Geschäften oder gesellschaftlichen Verpflichtungen so sehr beanspruchen, dass Gebet, Gemeindedienst und Gemeinschaft vernachlässigt werden.
Die Folgen?Lukas 14,20–24:„Und der andere sprach: Ich habe ein Weib genommen; darum kann ich nicht kommen.Und der Knecht kam herbei und sagte das seinem Herrn. Da wurde der Hausherr zornig und sprach zu seinem Knecht: Geh schnell hinaus auf die Straßen und Gassen der Stadt und führe die Armen und Krüppel und Lahmen und Blinden herein.Und der Knecht sprach: Herr, es ist geschehen, was du befohlen hast; es ist aber noch Raum da.Und der Herr sprach zu dem Knecht: Geh hinaus auf die Landstraßen und an die Zäune und nötige sie hereinzukommen, damit mein Haus voll werde.Denn ich sage euch, dass keiner der Männer, die geladen waren, mein Mahl schmecken wird.“
Die Konsequenz ist ernst: Die Gnade, die uns angeboten wurde, kann anderen gegeben werden. Wer ständig Ausreden vor Gott hat, läuft Gefahr, vom himmlischen Mahl ausgeschlossen zu werden.
Persönliche FragenIsst und trinkst du im Übermaß, oder hältst du Maß?
Wenn du rechtmäßig isst, trinkst, heiratest oder kaufst – sind diese Dinge für dich dennoch ein Hindernis, Gott zu suchen?
Machst du Geschäfte in Rechtschaffenheit – oder dienen dir selbst erlaubte Dinge als Ausrede, dich Gott nicht hinzugeben?
Die Antwort liegt bei dir und bei mir.
SchlusswortDer Herr helfe uns, nicht Menschen voller Ausreden zu sein, sondern ihm mit ganzem Herzen zu dienen. Denn dies ist das Gebot des Herrn.
Maranatha – der Herr kommt!
„Darum, meine lieben Brüder, seid fest, unerschütterlich und nehmt immer zu in dem Werk des Herrn, weil ihr wisst, dass eure Arbeit nicht vergeblich ist in dem Herrn.“(1. Korinther 15,58)
Lukas 13,33 (LUT 2017) „Doch ich muss heute und morgen und am dritten Tage weiterziehen; denn es geht nicht an, dass ein Prophet außerhalb Jerusalems umkomme.“
In Lukas 13,31–33 kommen einige Pharisäer zu Jesus und warnen ihn davor, dass Herodes ihn töten wolle. Sie raten ihm, aus der Gegend zu fliehen. Doch anstatt Angst zu zeigen, antwortet Jesus mit einer mutigen und zugleich tief ironischen Aussage:
„Es geht nicht an, dass ein Prophet außerhalb Jerusalems umkomme.“ (V. 33)
Jesus meinte damit nicht, dass Propheten physisch nirgendwo anders sterben könnten. Seine Worte sind sarkastisch und traurig zugleich. Die Stadt, die eigentlich Gottes Boten willkommen heißen sollte, war in der Geschichte geradezu berüchtigt dafür geworden, sie zu verfolgen und zu töten.
Diese Aussage spiegelt ein wiederkehrendes Thema der Schrift wider: die Ablehnung der Propheten durch das eigene Volk. Jesus stellt sich hier bewusst in diese Linie der leidenden Propheten und macht deutlich, dass auch sein Tod kein Zufall, sondern Teil dieses tragischen Musters und zugleich Erfüllung der Prophezeiungen ist.
Jerusalem hatte im Glauben Israels einen einzigartigen Platz:
Doch anstatt ein Ort des Lichtes zu sein, wurde Jerusalem zu einem Symbol des Widerstands gegen Gottes Willen. Jesus drückte seine tiefe Trauer darüber aus:
Matthäus 23,37–38 (LUT 2017) „Jerusalem, Jerusalem, die du die Propheten tötest und steinigst, die zu dir gesandt sind! Wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen, wie eine Henne ihre Küken unter ihre Flügel – und ihr habt nicht gewollt! Siehe, euer Haus soll euch wüst gelassen werden.“
Jesus spricht hier nicht nüchtern über Geschichte – er klagt eine geistliche Tragödie an. Die Stadt, die Gott erwählt hatte, hatte ihr Herz verhärtet und die Stimme Gottes verworfen.
In der Bibel finden wir mehrere Beispiele von Propheten, die durch ihr eigenes Volk umkamen – oft in oder um Jerusalem:
Secharja, der Sohn Jojadas:
„Aber sie machten einen Anschlag gegen ihn, und der König Joas befahl, dass man ihn im Vorhof am Hause des HERRN steinigte.“ (2. Chronik 24,21, LUT 2017)
Urija, der Prophet:
„Da sandte der König Jojakim Männer nach Ägypten … und sie brachten Urija aus Ägypten und führten ihn zum König Jojakim, und er ließ ihn mit dem Schwert töten.“ (Jeremia 26,22–23, LUT 2017)
Auch Stephanus erinnerte an dieses Muster, als er sagte:
„Welchen Propheten haben eure Väter nicht verfolgt?“ (Apostelgeschichte 7,52, LUT 2017)
Diese wiederkehrende Ablehnung kulminiert schließlich in der Kreuzigung Jesu – des letzten und größten aller Propheten, durch den Gott selbst sprach (Hebräer 1,1–2).
Jesus deckte die Heuchelei der religiösen Führer auf, die vorgaben, die Propheten zu ehren, aber in Wirklichkeit denselben Geist des Widerstands in sich trugen:
Matthäus 23,29–31 (LUT 2017) „Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, dass ihr die Grabmäler der Propheten baut und schmückt die Gräber der Gerechten und sprecht: Wären wir zu den Zeiten unserer Väter gewesen, so hätten wir nicht teilgenommen an dem Blut der Propheten! Damit gebt ihr euch selbst das Zeugnis, dass ihr Kinder derer seid, die die Propheten getötet haben.“
Obwohl sie es bestritten, handelten sie genauso – sie verwarfen den Sohn Gottes selbst. Jesus enthüllt damit, dass Unglaube kein einmaliges historisches Ereignis, sondern eine geistliche Haltung des Herzens ist. Deshalb sagte er auch:
Johannes 5,46–47 (LUT 2017) „Wenn ihr Mose glaubtet, so glaubtet ihr auch mir; denn er hat von mir geschrieben. Wenn ihr aber seinen Schriften nicht glaubt, wie werdet ihr meinen Worten glauben?“
Diese Warnung gilt auch uns. Heute steinigen wir keine Propheten mehr – aber die Ablehnung von Gottes Wort geschieht weiterhin:
…dann stehen wir auf der Seite derer, die die Propheten getötet haben.
Hebräer 12,25 (LUT 2017) „Seht zu, dass ihr den nicht abweist, der da redet. Denn wenn jene nicht entkamen, die den abwiesen, der auf Erden warnte, wie viel weniger wir, wenn wir uns abwenden von dem, der vom Himmel her warnt!“
Jesus war nicht bitter, als er diese Worte sprach – er war voll Mitleid. Er weinte über die Menschen, die ihn ablehnten, und er tut es auch heute noch. Er sehnt sich danach, uns zu sich zu ziehen:
„Wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen, wie eine Henne ihre Küken unter ihre Flügel …“ (Matthäus 23,37, LUT 2017)
Wahre Sicherheit gibt es nur in Christus.
Johannes 14,6 (LUT 2017) „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.“
Jesus wusste, dass er in Jerusalem sterben würde – nicht nur wegen der Geschichte, sondern weil es Gottes Plan zur Erlösung war.
Apostelgeschichte 2,23 (LUT 2017) „Diesen Mann, der durch Gottes Ratschluss und Vorsehung dahin gegeben war, habt ihr durch die Hand der Heiden ans Kreuz geschlagen und umgebracht.“
Doch durch seinen Tod brachte er Leben – und dieses Leben wird nun allen angeboten, die glauben.
Wenn du dein Vertrauen noch nicht auf Jesus Christus gesetzt hast, dann ist heute der Tag der Gnade.
Hebräer 3,15 (LUT 2017) „Heute, wenn ihr seine Stimme hört, so verstockt eure Herzen nicht.“
Empfange seine Barmherzigkeit. Er ruft dich nicht, um dich zu richten, sondern um dich zu retten.
„Der Herr segne dich, und schenke dir Einsicht, Gnade und Frieden.“
Johannes 16,23 (Lutherbibel 2017)
„An jenem Tag werdet ihr mich nichts mehr fragen. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Was ihr den Vater bitten werdet in meinem Namen, das wird er euch geben.“
Diese Aussage von Jesus fand während seines letzten Gesprächs mit den Jüngern vor seiner Kreuzigung statt – oft als das „Abendmahlsgespräch“ (Johannes 13–17) bezeichnet. Jesus bereitet seine Jünger auf das Leben nach seinem Weggang vor. Er verspricht ihnen den kommenden Heiligen Geist (Johannes 16,7) und versichert, dass auch wenn er nicht mehr leiblich bei ihnen sein wird, ihre Verbindung zum Vater durch das Gebet in seinem Namen stark bleibt.
Als Jesus sagte: „An jenem Tag werdet ihr mich nichts mehr fragen“, bezog er sich auf eine Zeit nach seiner Auferstehung und Himmelfahrt – insbesondere nach dem Pfingstereignis, als der Heilige Geist kam (Apostelgeschichte 2).
Der Ausdruck „mich nichts mehr fragen“ bedeutet nicht, dass die Jünger keine Beziehung mehr zu Jesus hätten; vielmehr zeigt er eine Veränderung im geistlichen Zugang und in der Autorität:
Diese Veränderung markiert den Beginn dessen, was Theologen das „Priestertum aller Gläubigen“ nennen (1. Petrus 2,9). Gottes Volk braucht keinen irdischen Mittler oder Priester mehr; durch Jesus, den ewigen Hohepriester (Hebräer 4,14–16), kann jeder Gläubige direkt zu Gott kommen.
Jesus fährt fort in Johannes 16,23b–24:
„Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Was ihr den Vater bitten werdet in meinem Namen, das wird er euch geben. Bis jetzt habt ihr nichts in meinem Namen gebeten. Bittet, so werdet ihr empfangen, damit eure Freude vollkommen sei.“
Diese Anweisung führt ein neues Gebetsmuster ein:
Jesus’ Führungsstil war transformativ. Er vollbrachte nicht nur Wunder zur Bewunderung, sondern befähigte seine Nachfolger, dieselben und noch größere Werke zu tun.
Lukas 10,1
„Danach setzte der Herr noch andere zweiundsiebzig dazu und sandte sie zwei und zwei vor sein Angesicht aus in alle Städte und Orte, wohin er selbst kommen wollte.“
Er sandte die Jünger voraus, nicht weil er es selbst nicht tun konnte, sondern um sie im Glauben und Gehorsam zu schulen, auch ohne ständige Begleitung.
Als seine Jünger Mühe hatten, einen Dämon auszutreiben, sagte er nicht: „Lasst mich das für euch ewig machen.“ Stattdessen sagte er:
Matthäus 17,20
„Weil ihr so wenig Glauben habt! Denn wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr Glauben hättet wie ein Senfkorn, so würdet ihr zu diesem Berg sagen: Heb dich weg von hier dorthin! und er würde sich wegheben; und nichts wäre euch unmöglich.“
So geschieht geistliches Wachstum – durch Korrektur, Vertrauen und Ermächtigung.
Jesus wusste, dass seine Jünger nach seinem Weggang nicht mehr den Komfort haben würden, ihm persönlich Fragen zu stellen. Doch das war kein Verlust, sondern eine Einladung zur Reife. Durch den Heiligen Geist würden sie in alle Wahrheit geleitet:
Johannes 16,13
„Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in alle Wahrheit leiten.“
Nach Pfingsten wurde dies Realität. Die einst schüchternen und unsicheren Jünger wurden mutige Prediger, Wundertäter und grundlegende Leiter der Urgemeinde (Apostelgeschichte 2–4).
Sie fragten Jesus nicht mehr bei jeder Gelegenheit – sie gingen in der Autorität seines Namens und ließen sich vom Geist in ihnen leiten.
Jesus sagte:
Johannes 14,12
„Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird die Werke auch tun, die ich tue, und wird größere tun als diese; denn ich gehe zum Vater.“
Das ist der Kern seiner Führung: Menschen auszubilden, die seine Arbeit fortsetzen – und sie in Umfang sogar übertreffen –, weil er zum Vater zurückkehrte und den Geist sandte.
Leider sind viele Christen heute noch ganz auf Pastoren oder geistliche Leiter angewiesen, um für sie zu beten, Antworten zu suchen oder geistliche Kämpfe zu führen.
Doch wenn du errettet bist und vom Heiligen Geist erfüllt, hast du denselben Zugang zum Vater durch Christus. Gott erwartet von dir Reife:
Philipper 2,12
„So arbeitet nun an eurer Rettung mit Furcht und Zittern!“
Die Worte Jesu in Johannes 16,23 waren keine Abweisung, sondern eine Erklärung zur Ermächtigung. Er sagte:
„Ihr werdet wachsen. Ihr werdet in geistlicher Autorität wandeln. Ihr werdet nicht darauf angewiesen sein, dass ich leiblich bei euch bin, denn ich werde geistlich bei euch sein. Und in meinem Namen habt ihr vollen Zugang zum Vater.“
Das ist Gottes Wunsch für jeden Gläubigen – keine Abhängigkeit, sondern geistliche Reife.
Der Herr segne dich, während du in geistlicher Reife wächst und mutig zum Vater im Namen Jesu kommst. Amen.