Werden viele oder wenige Menschen gerettet und in den Himmel eingehen?

Werden viele oder wenige Menschen gerettet und in den Himmel eingehen?

Diese Frage beschäftigt Menschen seit Jahrhunderten – sogar schon zu Lebzeiten Jesu. Und auch heute bleibt sie hochaktuell:

Werden am Ende viele gerettet werden – oder nur wenige?


1. Jesu Antwort: „Sind es nur wenige, die gerettet werden?“

In Lukas 13,23–24 fragt jemand Jesus:

„Herr, meinst du, dass nur wenige selig werden?“
Er aber sprach zu ihnen:
„Ringt darum, dass ihr durch die enge Pforte hineingeht; denn viele, sage ich euch, werden hineinzukommen suchen und werden’s nicht können.“

Jesus gibt keine direkte Antwort – kein einfaches Ja oder Nein.
Stattdessen warnt Er: Der Eintritt in das Reich Gottes geschieht nicht automatisch. Er fordert bewusste Entscheidung, geistliche Entschlossenheit und ein Leben, das Gott gehorcht. Viele werden es versuchen – aber nur wenige werden wirklich eingehen, denn die Pforte ist eng.

Weiter im Text (Lukas 13,25–27) beschreibt Jesus Menschen, die versuchen hineinzukommen, nachdem die Tür bereits geschlossen wurde. Obwohl sie religiös waren, Jesus gehört haben oder bei seinen Diensten dabei waren, wird er zu ihnen sagen:

„Ich kenne euch nicht… Weicht alle von mir, ihr Übeltäter!“

Hier wird deutlich:
Es reicht nicht, etwas über Jesus zu wissen – Er muss uns kennen.
Rettung bedeutet nicht nur Nähe, sondern Gehorsam.


2. Der schmale und der breite Weg

In Matthäus 7,13–14 sagt Jesus:

„Geht hinein durch die enge Pforte; denn die Pforte ist weit und der Weg ist breit, der zur Verdammnis führt, und viele sind’s, die auf ihm hineingehen.
Denn die Pforte ist eng und der Weg ist schmal, der zum Leben führt, und wenige sind’s, die ihn finden.“

Damit macht Jesus zwei Dinge klar:

  • Der breite Weg ist bequem, beliebt und voller weltlicher Ablenkungen – aber er endet im Verderben.
  • Der schmale Weg ist herausfordernd, verlangt Selbstverleugnung und ist unpopulär – aber er führt zum ewigen Leben.

Rettung kommt allein aus Gnade durch den Glauben (Eph 2,8–9).
Doch echter Glaube zeigt sich immer in einem veränderten Leben – in Buße, Heiligkeit und Gehorsam (Jak 2,17; Hebr 12,14).


3. Warum ist der schmale Weg heute so schwer zu finden?

Jesus sagt, dass nur wenige diesen Weg finden. Warum?

Weil unsere Zeit voller Ablenkungen, Versuchungen und falscher Einflüsse ist:

  • Geldliebe und Gier – 1. Timotheus 6,10
  • Sexuelle Unmoral – Galater 5,19–21
  • Neid, Hochmut und Streit – Jakobus 3,16
  • Weltliche Lust und Oberflächlichkeit – 1. Johannes 2,15–17
  • Falsche Lehren und falsche Propheten – 2. Petrus 2,1–2; Matthäus 24,11

Viele Predigten konzentrieren sich heute auf Wohlstand, Wohlgefühl und Erfolg statt auf Buße, Heiligkeit und Hingabe.

2. Timotheus 4,3–4:

„Denn es wird eine Zeit kommen, da sie die heilsame Lehre nicht ertragen… sie werden ihre Ohren von der Wahrheit abwenden und sich den Fabeln zuwenden.“

Wir leben genau in dieser Zeit.
Der schmale Weg wird verschüttet durch oberflächliches Christentum, das Gott an die zweite Stelle setzt.


4. Jesu Warnung: Wie in den Tagen Noahs und Lots

Jesus warnt, dass die letzten Tage so sein werden wie die Generationen Noahs und Lots.

In Lukas 17,26–30 heißt es:

„Und wie es geschah zu den Zeiten Noahs… desgleichen auch wie es geschah zu den Zeiten Lots… so wird’s auch sein an dem Tage, da des Menschen Sohn soll offenbart werden.“

Wie viele wurden damals gerettet?

  • Zu Noahs Zeiten nur acht Menschen (1. Petrus 3,20).
  • Zu Lots Zeiten nur Lot und seine zwei Töchter (1. Mose 19,15–26).

Die meisten Menschen ignorierten die Warnung Gottes.

Jesus sagt:
So wird es auch vor seiner Wiederkunft sein.
Wenn damals nur wenige gerettet wurden, sollten wir nicht meinen, dass es heute anders wäre.


5. Was bedeutet das für uns heute?

Es bedeutet:
Rettung ist für alle da – aber nur wenige nehmen sie ernst genug, um den schmalen Weg zu gehen.

Darum sollten wir uns fragen:

  • Folgt mein Leben dem echten Evangelium – oder einer bequemen, verwässerten Version?
  • Suche ich wirklich Heiligkeit – oder nur religiöse Anerkennung?
  • Lebe ich, um Gott zu gefallen – oder der Welt?

Hebräer 12,14:
„Jagt dem Frieden nach mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird.“

Markus 8,36:
„Denn was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme doch Schaden an seiner Seele?“

Wir leben in der letzten Phase dieser Weltzeit. Jesus steht vor der Tür.
Jetzt ist die Zeit, umzukehren und konsequent Christus nachzufolgen.


6. Ein Ruf zu echtem Christsein

Wahrer Glaube hat nichts mit äußerem Eindruck, Wohlstand oder moderner Selbstinszenierung zu tun.
Er bedeutet ein Leben, das Gott gehört.

  • Frauen sollen in Schlichtheit und Bescheidenheit leben (1. Tim 2,9–10).
  • Männer sollen ein Leben in Gottesfurcht und Charakter führen (1. Tim 6,11).
  • Alle Christen sollen Weltförmigkeit ablegen (Röm 12,1–2).

Wir müssen zurück zum ursprünglichen Evangelium – dem Glauben der Apostel:
Wahrheit, Buße, Heiligkeit und Hingabe.

Offenbarung 3,20:
„Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an…“

Lasst uns zu den wenigen gehören, die die Tür öffnen.
Die Welt mag den schmalen Weg belächeln – aber ewiges Leben wartet auf die, die ihn gehen.

Jesus lehrt unmissverständlich:
Wenige werden gerettet – nicht weil Gott begrenzt, sondern weil viele den Preis der Nachfolge nicht annehmen.

Darum:

  • Halten wir an der Wahrheit fest,
  • leben wir in Heiligkeit,
  • und erwarten wir seine Wiederkunft.

Matthäus 24,44:
„Darum seid auch ihr bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, da ihr’s nicht meint.“


Möge Gott uns Gnade schenken, den schmalen Weg zu gehen und zu den wenigen zu gehören, die wirklich gerettet werden. Amen.

Gott segne dich.

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Über den Autor

Ester yusufu editor

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