Was bedeutet es, „die Lenden eures Sinnes zu gürten“? – 1. Petrus 1,13 .

Was bedeutet es, „die Lenden eures Sinnes zu gürten“? – 1. Petrus 1,13 .

 


Was bedeutet es, „die Lenden eures Sinnes zu gürten“? – 1. Petrus 1,13

Schauen wir uns die Worte des Apostels Petrus an:

1. Petrus 1,13–14
„Darum gürtet die Lenden eures Sinnes, seid nüchtern und setzt eure volle Hoffnung auf die Gnade, die euch bei der Offenbarung Jesu Christi zuteilwerden wird.
Lebt als gehorsame Kinder und passt euch nicht den früheren Begierden an, wie ihr einst in eurer Unwissenheit gelebt habt.“

Der Ausdruck „die Lenden gürten“ stammt aus der Antike und wird in der Bibel häufig verwendet, um Bereitschaft und Wachsamkeit zu symbolisieren. Damals trugen die Menschen lange, lose Gewänder. Wenn sie liefen, arbeiteten oder in den Kampf zogen, sammelten sie das Gewand zusammen und steckten es in den Gürtel – man „gürtete die Lenden“. Es war ein Zeichen dafür, dass man bereit war zu handeln.

Beispiel aus Exodus 12

Ein deutliches Beispiel dafür finden wir beim Auszug Israels aus Ägypten. In der Nacht des ersten Passahfestes gab Gott durch Mose klare Anweisungen:

Exodus 12,11
„So sollt ihr es essen: mit gegürtetem Gürtel, mit Sandalen an den Füßen und mit dem Stab in der Hand. So sollt ihr es in Eile essen; es ist des HERRN Passah.“

Gott wollte, dass sein Volk in einem Zustand der Dringlichkeit und Erwartung lebt. Sie sollten bereit sein, sich auf Sein Wort hin zu bewegen – körperlich, emotional und geistlich.

Was bedeutet das für unseren Geist?

„Die Lenden eures Sinnes zu gürten“ heißt, den Geist auf Handeln vorzubereiten: die Gedanken zu ordnen, das Herz zu fokussieren und geistige Wachsamkeit zu entwickeln. Das christliche Leben ist nicht passiv. Es erfordert Aufmerksamkeit, Disziplin und Zielstrebigkeit. Petrus ruft die Gläubigen dazu auf, in voller Erwartung der Wiederkunft Christi und der Gnade, die in Ihm offenbar wird, zu leben.

Jesus spricht auch in Lukas darüber:

Lukas 12,35–37
„Gürtet eure Lenden und lasst eure Lampen brennen! Seid wie Menschen, die auf ihren Herrn warten, wenn er von der Hochzeit zurückkehrt, damit sie ihm sogleich öffnen, wenn er kommt und anklopft. Selig sind jene Knechte, die der Herr bei seiner Ankunft wach findet.“

Jesus fordert uns auf, ständig bereit zu sein – nicht aus Angst, sondern in treuer Wachsamkeit.

Bereitschaft von Herz und Willen

Die Aufforderung, „die Lenden eures Sinnes zu gürten“, bedeutet, unseren Willen mit Gottes Plan in Einklang zu bringen, geistlich und mental vorbereitet zu sein, zu gehorchen, Schwierigkeiten zu ertragen, Sünde abzulehnen und treu zu dienen. Es bedeutet, im Glauben aktiv zu sein, statt passiv oder träge.

Sind unsere Gedanken bereit für das, was kommt? Sind wir geistlich gerüstet für Prüfungen, Herausforderungen und die Rückkehr unseres Königs? Setzen wir unser volles Vertrauen auf die Gnade, die offenbar werden wird?

2. Timotheus 4,1–2
„Ich ermahne dich daher vor Gott und dem Herrn Jesus Christus, der die Lebenden und die Toten richten wird bei seiner Erscheinung und seinem Reich: Verkünde das Wort! Sei bereit, zur rechten Zeit und zur unzeitigen. Ermahne, weise zurecht und ermutige, mit aller Geduld und Lehre.“

Die Tage sind ernst, und die Wiederkunft Christi ist nahe. Wenn Er kommt, wird Er mit Belohnung erscheinen:

Offenbarung 22,12–13
„Siehe, ich komme bald, und mein Lohn ist bei mir, um jedem nach seinen Werken zu geben. Ich bin das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende, der Erste und der Letzte.“

Fragen wir uns also: Sind die Lenden unseres Sinnes gegürtet? Sind wir geistlich bereit für die Wiederkunft Christi, für den Auftrag, das Evangelium zu verkünden, Leiden zu ertragen und Gott von ganzem Herzen zu dienen?

Möge unser Ruf wie der der frühen Kirche sein: Maranatha! – „Komm, 

Print this post

Über den Autor

Dorcas Kulwa editor

Schreibe eine Antwort