DER ANFANG DES EVANGELIUMS JESU CHRISTI

DER ANFANG DES EVANGELIUMS JESU CHRISTI

Seid herzlich gegrüßt im Namen unseres Herrn und Erlösers Jesus Christus.
Willkommen zu dieser Zeit des Lernens und der geistlichen Betrachtung der wahren Worte des Lebens – ewige Wahrheiten, die der Prüfung der Zeit standgehalten haben und für immer bestehen werden.

Heute richten wir unseren Blick auf eine kraftvolle Wahrheit, die sich in den einleitenden Versen des Markusevangeliums findet. Dort heißt es:

Markus 1,1–2 (Luther 2017):
„Dies ist der Anfang des Evangeliums von Jesus Christus, dem Sohn Gottes, wie geschrieben steht bei dem Propheten Jesaja: Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der deinen Weg bereiten soll.

Im Gegensatz zum Johannesevangelium, das mit einer tiefgründigen theologischen Erklärung beginnt –

Johannes 1,1 (Luther 2017):
„Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort“ –

beginnt das Markusevangelium mit einer Verkündigung:
„Der Anfang des Evangeliums von Jesus Christus, dem Sohn Gottes.“

Diese Einleitungen sind keineswegs zufällig. Sie offenbaren das zentrale Anliegen und den Schwerpunkt jedes Evangeliums. Das Johannesevangelium betont die Göttlichkeit Christi und stellt ihn als das ewige Wort und das Licht der Welt dar. Es führt den Leser in das Geheimnis der Menschwerdung Gottes hinein – Gott wurde Fleisch und wohnte unter uns. Wer dieses Evangelium betend und unter der Führung des Heiligen Geistes liest, wird zu tiefer Liebe und festem Glauben an Christus hingezogen.

Das Markusevangelium hingegen ist von Handlung geprägt. Es zeigt Jesus als den leidenden Knecht und als den Messias, der mit Dringlichkeit das Evangelium Gottes verkündigt. Markus legt besonderen Nachdruck auf die Botschaft, die Jesus predigte, und beginnt unmittelbar mit seinem öffentlichen Dienst.

Nur wenige Verse später lesen wir, was Jesus verkündigte, als er zu predigen begann:

Markus 1,14–15 (Luther 2017):
„Nachdem aber Johannes gefangen gesetzt war, kam Jesus nach Galiläa und predigte das Evangelium Gottes und sprach: Die Zeit ist erfüllt, und das Reich Gottes ist nahe gekommen. Tut Buße und glaubt an das Evangelium!

Diese Aussage fasst das Herz des Evangeliums Christi in vier wesentlichen Punkten zusammen:


1. „Die Zeit ist erfüllt“

Dies kennzeichnet das lang ersehnte Eintreten von Gottes Erlösungsplan für die Menschheit. Die Verheißungen und Prophezeiungen des Alten Testaments fanden ihre Erfüllung. Das Zeitalter des Heils war angebrochen – nicht nur für die Juden, sondern für alle Nationen. Das Evangelium stand nun allen offen, Juden wie Heiden, unabhängig von Herkunft oder Vergangenheit.

Auch wir müssen verkünden: Jetzt ist die Zeit der Gnade Gottes. Die Tür der Gnade steht offen – niemand soll sie versäumen.

2. Korinther 6,2 (Luther 2017):
„Siehe, jetzt ist die Zeit der Gnade; siehe, jetzt ist der Tag des Heils!“


2. „Das Reich Gottes ist nahe gekommen“

Die Herrschaft Gottes ist durch die Person Jesu Christi nahegekommen. Es handelt sich nicht um ein politisches oder irdisches Reich, sondern um ein geistliches Königreich, das Herzen und Lebenswege verwandelt. Die Zeichen der letzten Zeit und der Aufrichtung von Gottes ewigem Reich sind deutlich sichtbar. Darum sind wir aufgerufen, unseren Blick von irdischen Dingen abzuwenden und auf himmlische Prioritäten auszurichten.

Kolosser 3,1–2 (Luther 2017):
„Sei


d ihr nun mit Christus auferweckt, so sucht, was droben ist, wo Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes. Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist.“


3. „Tut Buße“

Buße bedeutet nicht nur Reue zu empfinden. Sie ist eine bewusste und entschiedene Abkehr von der Sünde und eine Hinwendung zu Gott. Sie schließt Hingabe, Reinigung und Erneuerung ein. Wenn die Zeit erfüllt ist und das Reich Gottes nahegekommen ist, dann gibt es nur eine angemessene Antwort: unser Leben zu prüfen, die Sünde zu verlassen und zu unserem Schöpfer zurückzukehren.

Apostelgeschichte 17,30 (Luther 2017):
„Zwar hat Gott über die Zeit der Unwissenheit hinweggesehen; nun aber gebietet er den Menschen, dass alle an allen Enden Buße tun.“


4. „Glaubt an das Evangelium“

Der Glaube ist die Hand, die Gottes Gnade ergreift. An das Evangelium zu glauben bedeutet, die gute Nachricht vom Tod und von der Auferstehung Jesu Christi vollständig anzunehmen und in Heiligkeit und Gehorsam nach seinen Lehren zu leben. Es ist kein bloßes Für-wahr-Halten von Tatsachen, sondern ein tiefes Vertrauen auf die Person und das Erlösungswerk Jesu Christi.

Römer 1,16 (Luther 2017):
„Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die selig macht alle, die daran glauben.“


Diese vier Elemente – die erfüllte Zeit, die Nähe des Reiches Gottes, Buße und Glaube – bilden den Kern des Evangeliums Christi. Jede wahre Evangeliumsverkündigung muss diese Wahrheiten enthalten. So hat Jesus selbst gepredigt, und dadurch bestätigte der Vater, dass er wahrhaftig sein geliebter Sohn ist.

Darum sollen auch wir in diesen Fußstapfen wandeln. Doch zugleich müssen wir uns einer ernsten Frage stellen:
Bist du wirklich im Glauben? Prüfe dein Herz. Sieh ehrlich auf deinen geistlichen Zustand. Die Zeit des Heils ist jetzt – nicht morgen.

Wenn du diese Gnade auf die leichte Schulter nimmst, dann bedenke: Gnade ist nicht grenzenlos für den Unbußfertigen. Wie ein zeitlich begrenztes Angebot wird sie frei geschenkt, aber nicht unbegrenzt. Es wird ein Tag kommen, an dem diese Tür sich schließt. Gerade deshalb heißt sie Gnade – unverdient und zeitlich zugänglich.

Römer 11,17–21 (Luther 2017):
„Wenn aber etliche von den Zweigen ausgebrochen wurden und du, der du ein wilder Ölzweig warst, unter sie eingepfropft bist … so rühme dich nicht gegen die Zweige. … Sie sind ausgebrochen worden um ihres Unglaubens willen; du aber stehst durch den Glauben. Sei nicht hochmütig, sondern fürchte dich. Denn wenn Gott die natürlichen Zweige nicht verschont hat, wird er auch dich nicht verschonen.“

Darum: Tu Buße.
Wenn du die Taufe noch nicht in rechter Weise empfangen hast, dann suche sie im Gehorsam. Gott wird dir seinen Heiligen Geist schenken, um dich zu leiten.

Der Herr segne dich und ziehe dich immer näher zu sich selbst.


Wenn du möchtest, kann ich dir:

  • eine kürzere Predigtfassung,
  • eine theologisch-akademische Version, oder
  • eine einfachere deutsche Gemeindesprache erstellen.

Print this post

Über den Autor

Salome Kalitas editor

Schreibe eine Antwort