DU BIST ALS ZEUGE BERUFEN – NICHT ALS PREDIGER

DU BIST ALS ZEUGE BERUFEN – NICHT ALS PREDIGER

Apostelgeschichte 1,8 (Lutherbibel 2017)
„Aber ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde.“

Es gibt einen Unterschied zwischen einem Prediger und einem Zeugen.
Ganz einfach gesagt: Predigen und Bezeugen sind nicht dasselbe.

Jesus hat uns nicht alle dazu berufen, Predigten zu halten, sondern Zeugen zu sein. Diese Berufung gilt jedem Gläubigen – nicht unbedingt, um eine Kanzel zu betreten, sondern um durch unser Leben zu bezeugen, was Christus getan hat.

Wer ist ein Prediger?

Ein Prediger ist jemand, der mit der Bibel lehrt, die Schrift auslegt, biblische Geschichten erklärt und Menschen zu einer Reaktion auf diese Lehre auffordert. Das kann ein Pastor, Evangelist, Apostel, Bischof, Priester oder Ähnliches sein.

Wer ist ein Zeuge?

Ein Zeuge ist jemand, der eine Wahrheit selbst erlebt hat und dann dafür einsteht, sie bestätigt und bezeugt.

Genau diese Rolle haben wir alle in Bezug auf Christus: seine Zeugen zu sein, überall auf der Welt – indem wir davon erzählen, was er in unserem Leben getan hat, und bestätigen, dass seine Worte wahr sind, weil wir sie selbst erfahren haben.

Zum Beispiel sagte Jesus:

Matthäus 11,28 (Lutherbibel 2017)
„Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.“

Wenn du zu ihm gekommen bist und erlebt hast, wie deine Last leichter wurde, dann ist es deine Aufgabe, davon zu erzählen – damit auch andere glauben und dieselbe Ruhe finden können.

Oder wenn Jesus sagt:

Apostelgeschichte 2,38 (Lutherbibel 2017)
„Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden, so werdet ihr empfangen die Gabe des Heiligen Geistes.“

Wenn du den Heiligen Geist empfangen hast und diese Wahrheit kennst, dann ist genau das der Moment, in dem du anfängst, anderen davon zu erzählen.

Wenn du Heilung erlebt hast, Befreiung, ein Wunder gesehen hast oder Kraft bekommen hast, eine bestimmte Sünde zu überwinden – das ist dein Zeugnis. Und durch dieses Zeugnis werden andere ermutigt, an Jesus zu glauben, so wie du es getan hast, und letztlich gerettet zu werden.


Zeugnis braucht keine Theologie

Diese Aufgabe erfordert kein tiefes theologisches Wissen, keine geistliche Reife, kein Fasten und keine langen Gebete. Sie erfordert nur eines: den Mund zu öffnen und von dem Guten zu erzählen, das du in Christus gefunden hast. So überzeugt Gott Menschen und führt sie zum Heil.


Das Beispiel von Paulus – Apostelgeschichte 9

Wenn du heute Christ geworden bist, dann weißt du: Du kannst sofort anfangen, von der Güte Christi zu erzählen – auch mit wenigen Worten. Genau das hat Paulus direkt nach seiner Taufe getan.

Apostelgeschichte 9,17–23 (Lutherbibel 2017, gekürzt)
17 Da ging Hananias hin und kam in das Haus und legte die Hände auf ihn und sprach: „Lieber Bruder Saul, der Herr hat mich gesandt, Jesus, der dir erschienen ist auf dem Wege, den du kamst, dass du wieder sehend und mit dem Heiligen Geist erfüllt werdest.“
18 Und sogleich fiel es von seinen Augen wie Schuppen, und er wurde wieder sehend; und er stand auf, ließ sich taufen
19 und nahm Speise zu sich und stärkte sich.
20 Und sogleich predigte er in den Synagogen von Jesus, dass dieser Gottes Sohn sei.
21 Alle aber, die es hörten, entsetzten sich und sprachen: „Ist das nicht der, der in Jerusalem wütete gegen die, die diesen Namen anrufen?“
22 Saulus aber wurde immer kräftiger und verwirrte die Juden, die in Damaskus wohnten, indem er bewies, dass Jesus der Christus ist.
23 Und nach vielen Tagen hielten die Juden Rat, ihn zu töten.


Das Problem mit unserem Verständnis von Evangelisation

Das Problem beginnt, wenn wir denken, Evangelisation sei nur für besondere Menschen und außerdem sehr kompliziert. Nein!
Vergiss nicht: Gott überzeugt Herzen, nicht die Anzahl der Bibelverse, die du zitierst, und auch nicht deine Predigterfahrung – sondern allein der Heilige Geist.

Manchmal haben ein paar ehrliche Worte über Jesus mehr Kraft, ein Leben zu verändern, als tausend Bibelstellen.

Wenn du Zeugnis gibst, zerbrich dir nicht den Kopf darüber, was du sagen sollst. Fang einfach dort an, wo Jesus dein Leben verändert hat. Erzähle diese Geschichte behutsam. Du wirst überrascht sein, wie Gott dir mitten im Gespräch Weisheit und die richtigen Worte schenkt. Vielleicht stellt jemand eine Frage – und die Antwort kommt ganz natürlich aus deinem Mund.

Unterschätze dich nicht und hab keine Angst. Der Überzeugende ist Gott.
Ob jemand versteht oder nicht, liegt nicht in deiner Verantwortung. Sei mutig – jede Botschaft, in deren Mittelpunkt Christus steht, bringt Frucht.


Fang jetzt an

Beginne heute, von Jesus zu erzählen. Gemeinsam wollen wir das Reich Christi bauen. Fang bei deinen Freunden, deiner Familie, deinen Kollegen und Nachbarn an – und dann bis an die Enden der Erde.

Gott segne dich.

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Über den Autor

Rehema Jonathan editor

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