Wenn Gott einen Menschen retten will, dann ist seine Gnade überaus groß. Sie wird so mächtig sichtbar, dass es von außen fast so aussieht, als würde Gott jemanden drängen oder mit Nachdruck handeln. Genau so war es bei Lot, seiner Frau und seinen Töchtern.
Als die zwei Engel sahen, dass sie zögerten, ergriffen sie ihre Hände und führten sie mit Kraft aus der Stadt – weil der HERR Erbarmen mit ihnen hatte.
1. Mose 19,15–16 (Lutherbibel 2017):
„Als nun die Morgenröte aufging, drängten die Engel Lot und sprachen: Auf, nimm deine Frau und deine beiden Töchter, die hier sind, damit du nicht auch umkommst in der Schuld dieser Stadt. Und als er noch zögerte, ergriffen die Männer seine Hand und die Hand seiner Frau und seiner beiden Töchter, weil der HERR ihn verschonen wollte, und führten ihn hinaus und ließen ihn draußen vor der Stadt.“
Doch dieses Festhalten an der Hand dauerte nicht ewig. Sobald sie außerhalb der Stadt waren, wussten sie, was zu tun war. Die nächste Anweisung lautete: Rette dein Leben – schau nicht zurück! Aber Lots Frau verdarb alles.
1. Mose 19,17 (Lutherbibel 2017):
„Und es geschah, als sie sie hinausgeführt hatten, da sprach er: Rette dein Leben! Sieh nicht hinter dich und bleib nicht stehen in dieser ganzen Gegend. Rette dich auf das Gebirge, damit du nicht umkommst!“
Bruder, Schwester – dieses Bild zeigt uns: Die Rettung ist ein gewaltiger Akt der Gnade. Niemand kann sich selbst aus eigener Kraft retten. Darum hat Gott nicht nur Engel gesandt, um uns vor dem kommenden Gericht zu bewahren. Er sandte seinen eigenen Sohn – –, um uns vom Gericht der letzten Tage und vom Feuersee zu erlösen.
Er ist es, der unsere Hand ergreift und uns aus der Stadt des Todes an einen sicheren Ort führt.
Doch wenn wir einmal an einen sicheren Ort gebracht wurden, liegt es an uns, diese Rettung zu schätzen, indem wir weiter vor der Sünde fliehen – so wie Lot und seine Töchter es taten. Wenn wir die Hand Gottes erlebt haben, die uns aus der Sünde herauszog, dürfen wir nicht wieder nachlässig werden und erwarten, dass die Gnade uns immer wieder aus unserer eigenen Gleichgültigkeit befreit. Wenn wir diesen Punkt erreichen, ist es Zeit, unser eigenes Heil ernst zu nehmen.
Denken wir an Lots Frau. Sie ist ein Bild für Menschen, die zwar gerettet wurden, deren Herz aber noch an der Welt hängt. Als sie zurückblickte, wurde sie zu einer Salzsäule. Warum Salz – und nicht Holz oder Stein?
Salz ist etwas Besonderes. Es bleibt bestehen. Richtig aufbewahrt, verliert es auch nach sehr langer Zeit nicht seine Eigenschaft. Darum sprach Gott an anderer Stelle von einem „Salzbund“, wenn er einen ewigen Bund meinte.
2. Chronik 13,5 (Lutherbibel 2017):
„Solltet ihr nicht wissen, dass der HERR, der Gott Israels, das Königtum über Israel David gegeben hat für ewig, ihm und seinen Söhnen durch einen Salzbund?“
(Siehe auch 4. Mose 18,19.)
Für Lots Frau bedeutete das eine endgültige Verwerfung. Ebenso ist es heute gefährlich, wenn jemand gerettet wurde und dann mit seinem Heil spielt – heute vorwärtsgeht und morgen zurückkehrt; die Vergebung der Sünden nicht achtet; mit einem Fuß bei Christus steht und mit dem anderen in der Welt.
Das ist ernst. Denn Gott kann einen Menschen in einen Zustand geraten lassen, in dem die ziehende Kraft seiner Gnade nicht mehr wirkt. Äußerlich scheint er zu leben – innerlich aber ist er tot.
Die Schrift mahnt uns:
Philipper 2,12–13 (Lutherbibel 2017):
„Schaffet, dass ihr selig werdet, mit Furcht und Zittern. Denn Gott ist’s, der in euch wirkt beides, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen.“
Wenn du das hier liest und in deinem Inneren noch ein kleiner Funke brennt, der fast zu erlöschen droht – dann lass ihn nicht ausgehen. Vielleicht spürst du beim Lesen eine innere Überführung. Das ist der Heilige Geist, der dich erneut zieht. Wenn du dieses Reden ignorierst, kann eine Zeit kommen, in der du es nicht mehr hörst.
Darum: Kehre heute um. Höre auf mit Unmoral, mit Trunkenheit, mit Betrug, mit Bestechung, mit Ehebruch – mit jeder Sünde, die dein Leben bestimmt. Schau nicht zurück wie Lots Frau. Wir leben in ernsten Zeiten. Jeder Tag bringt uns näher an die Wiederkunft des Herrn. Dieses Weltzeitalter wird nicht ewig bestehen.
Nicht Religion rettet dich – weder eine Konfession noch eine Tradition. Allein ist der Weg zum sicheren Ort.
Wenn du heute neu anfangen möchtest, dann ist das die weiseste Entscheidung deines Lebens. Nimm dir einen Moment Zeit. Ziehe dich zurück. Geh auf die Knie und bete im Glauben – im Bewusstsein, dass Gott dich hört:
Gebet:
O Gott, mein Vater, ich komme vor dich und erkenne, dass ich ein Sünder bin und dein Gericht verdient habe. Doch dein Wort sagt, dass du ein barmherziger Gott bist, der denen Gnade erweist, die dich lieben.
Heute bitte ich dich um Vergebung. Ich bereue meine Sünden von ganzem Herzen. Ich bekenne, dass Jesus Christus der Herr ist und der Retter der Welt. Reinige mich durch sein heiliges Blut von aller Schuld. Mache mich zu einer neuen Kreatur – heute und für immer.
Danke, Herr Jesus, dass du mich annimmst und mir vergibst.
Amen.
Wenn du dieses Gebet im Glauben gesprochen hast, dann bekräftige deine Umkehr durch Taten. Wende dich von allem ab, was Gott nicht gefällt. Suche eine lebendige Gemeinde, in der du im Glauben wachsen kannst. Lerne die Bibel kennen. Und lasse dich taufen.
Halte daran fest – und der Herr wird mit dir sein.
Gott segne dich reichlich.
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