Title 2018

DER WEG, DEN GOTT FÜR UNS GESETZT HAT.

 


DER WEG, DEN GOTT FÜR UNS GESETZT HAT

Gott hat für jeden Lebensbereich einen klaren Weg vorgezeichnet. Schon bei der Schöpfung der Welt hat Er einen Plan für uns vorbereitet – sowohl für unser geistliches Leben als auch für unser tägliches Leben. Wer Gott erreichen möchte, dem ist der Weg eindeutig: Jesus Christus ist der einzige Weg zu Gott. Wie Jesus in Johannes 14,6 sagt:

„Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich.“

Viele Menschen glauben fälschlicherweise, dass es mehrere Wege zu Gott gibt, und denken, man könne verschiedenen Religionen folgen – sei es Hinduismus, Islam, Buddhismus oder andere – und dennoch zu Gott gelangen. Das ist ein Irrtum. Der einzige Weg zu Gott führt über Jesus Christus. Gott hat diesen Weg von Anfang an festgelegt, und es gibt keine Abkürzungen. Wer Gott wirklich finden möchte, muss diesem Weg folgen, denn jeder andere führt in die Irre.

Ebenso hat Gott Wege für die Segnungen des Lebens bestimmt – für Gesundheit, ein langes Leben, Erfolg oder inneren Frieden. Die Bibel zeigt deutlich, dass diese Segnungen kommen, wenn wir nach Gottes Geboten leben. Wer den von Gott vorgezeichneten Weg verpasst, wird vielleicht frustriert sein und sich fragen, warum Gott scheinbar fern ist oder Gebete unbeantwortet bleiben. Oft liegt es daran, dass wir den richtigen Weg nicht kennen.

DER WEG ZU EINEM LANGEN UND GESEGNETEN LEBEN

Ein langes und gesegnetes Leben beginnt mit der Furcht Gottes und dem Respekt vor den Eltern. In Sprüche 10,27 heißt es:

„Die Furcht des Herrn verlängert das Leben, aber die Jahre der Gottlosen werden verkürzt.“

 

Epheser 6,2-3 ergänzt:

„Ehre deinen Vater und deine Mutter – das ist das erste Gebot mit Verheißung: damit es dir gutgeht und du lange lebst auf der Erde.“

Natürlich sind eine gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung und genügend Ruhe wichtig für unsere Gesundheit. Doch ein langes und gesegnetes Leben kann nur dann Wirklichkeit werden, wenn wir auch den Weg Gottes gehen. Als Gott die Lebensspanne der Menschheit von 1000 auf 120 Jahre verkürzte, lag es nicht an der Ernährung, sondern daran, dass die Menschen Seine Gebote missachteten (Genesis 6,3).


GESUNDHEIT UND WOHLBEFINDEN

Gott hat auch den Weg zu guter Gesundheit gezeigt: Ihn zu fürchten und das Böse zu meiden. Sprüche 3,7-8 sagt:

„Sei nicht weise in deinen eigenen Augen; fürchte den Herrn und meide das Böse. Das wird deinem Körper Gesundheit und deiner Seele Kraft geben.“

 

In Exodus 15,26 verspricht Gott:

„Wenn du der Stimme des Herrn, deines Gottes, gehorchst, nach Seinem Willen handelst, auf Seine Gebote hörst und alle Seine Satzungen hältst, werde ich keine der Krankheiten über dich bringen, die ich den Ägyptern gebracht habe; denn ich bin der Herr, dein Arzt.“

Diese Verse zeigen klar: Gott ist der wahre Heiler. Wer Seinen Geboten folgt, bleibt gesund und kann viele Krankheiten vermeiden. Gesundheit hängt nicht nur von natürlichen Mitteln ab, sondern vom Gehorsam gegenüber Gott. Die Furcht des Herrn ist der erste Schritt zu Heilung und Wohlbefinden.

WARUM SCHWIERIGKEITEN KOMMEN

Wenn wir auf Krankheit oder Probleme stoßen, fragen wir oft: „Warum passiert das mir?“ Manchmal verschlimmern sich die Schwierigkeiten trotz Gebeten oder Salbungen. Es scheint, als sei Gott weit weg. Doch in Wahrheit sind wir diejenigen, die von Ihm abgekommen sind. Wenn wir Seinen Wegen nicht folgen, geben wir dem Feind Raum, uns zu schaden.

Man kann nicht in Sünde leben – wie Ehebruch, Trunkenheit, Diebstahl, Klatsch oder Korruption – und trotzdem ein gesundes Leben erwarten. Sprüche 8,13 lehrt:

„Die Furcht des Herrn bedeutet, das Böse zu hassen; ich verabscheue Stolz, Hochmut, den bösen Weg und den verkehrten Mund.“

Buße und Rückkehr zu Gott sind notwendig. Akzeptiere Jesus Christus als deinen Retter, und Er wird dich schützen. Gott sagt in Exodus 15,26: „Ich bin der Herr, dein Arzt.“

Wahre Gesundheit kommt also durch Gehorsam, nicht durch Fasten oder Rituale. Die Furcht des Herrn ist die Grundlage für alles.

DER WEG ZUM ERFOLG

Auch Erfolg im Leben folgt Gottes Prinzipien. Wer Seinen Weg verpasst, glaubt oft, dass Gott Gebete ignoriert. Doch Gott wirkt immer nach Seinen Gesetzen, nicht nach unseren Vorlieben.

Segnungen, wie in Deuteronomium 28,3-13 beschrieben, hängen vom Gehorsam ab:

„Du wirst gesegnet sein in der Stadt und auf dem Feld, beim Hineingehen und Hinausgehen. Du wirst das Haupt sein und nicht der Schwanz.“

Wer Gottes Gebote missachtet, kann nicht die Segnungen erwarten. Viele suchen von einem Propheten zum anderen oder verlassen sich auf Salbungen und Rituale, doch Gottes Wort sagt: Gehorsam ist der Schlüssel. Wie Jesus in Johannes 14,15 sagt: „Wenn ihr mich liebt, haltet meine Gebote.“

DIE WAHRHEIT ÜBER SEGEN

Wahrer Segen ist nicht automatisch – er hängt von Gehorsam ab. Jesus ermutigt in Matthäus 7,7-8:

„Bittet, und es wird euch gegeben; suchet, und ihr werdet finden; klopft an, und es wird euch geöffnet. Denn wer bittet, empfängt; wer sucht, findet; und wer anklopft, dem wird geöffnet.“

Bedingung ist, zuerst Gottes Reich und Gerechtigkeit zu suchen (Matthäus 6,33). Wer Gottes Willen an erste Stelle setzt, wird Seinen Segen erfahren.

DER WEG ZUR GNADE BEI ANDEREN

Wer Anerkennung oder Gunst bei anderen sucht, soll sich demütigen. Jesus sagt in Matthäus 23,12:

„Wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt; wer sich demütigt, wird erhöht.“

Im Reich Gottes führen Demut und Dienen zu wahrer Größe. Wie Lukas 6,38 lehrt:

„Gebt, und euch wird gegeben; ein volles, gedrücktes, geschütteltes und überlaufendes Maß wird euch in den Schoß gegeben.“

Wer gibt und dient, empfängt Gunst von anderen.

FRIEDEN UND FREUDE FINDEN

Echter Frieden und Freude kommen durch die Furcht des Herrn. Sprüche 16,7 sagt:

„Wenn ein Mensch Wege hat, die dem Herrn gefallen, bringt Er sogar seine Feinde in Frieden mit ihm.“

Wer in Gottes Willen lebt, erfährt inneren Frieden und harmonische Beziehungen – selbst zu Gegnern.

Salomo fasste zusammen (Prediger 12,13-14):

„Höre das Ende aller Dinge: Fürchte Gott und halte Seine Gebote, das ist des Menschen ganze Pflicht. Gott wird über jedes Werk richten, auch über jedes Verborgene, ob gut oder böse.“

DER AUFRUF, DEN HERRN ZU FÜRCHTEN

Die Bibel ruft immer wieder dazu auf, Gott zu fürchten – Ihn zu ehren und in Ehrfurcht zu leben. Sprüche 9,10 sagt:

„Die Furcht des Herrn ist der Anfang der Weisheit, und die Erkenntnis des Heiligen ist Verstand.“

Die Ehrfurcht vor Gott ist die Grundlage für alles: langes Leben, Gesundheit, Erfolg, Gunst und Frieden.

Mögest du reichlich gesegnet sein, während du Seinen Wegen folgst.

 

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Deine Lebensgeschichte ist Beweis genug: Gott kann dich gebrauchen.

 


Deine Lebensgeschichte ist Beweis genug: Gott kann dich gebrauchen

Einleitung: Gott ruft die Unwahrscheinlichen

Der Weg, den du gegangen bist – deine Siege, deine Kämpfe, deine Zeugnisse – zeigt bereits, dass du von Gott gebraucht werden kannst. Oft denken wir, dass man bestimmte Qualifikationen oder kirchliche Titel braucht, um Gott zu dienen. Doch die Bibel zeigt immer wieder: Gott ruft gerade die, mit denen die Welt nicht rechnet, und befähigt die, die sich unqualifiziert fühlen. Ein bekanntes Beispiel ist David, der Hirtenjunge, der den Riesen Goliath besiegte.

I. David: Ein Hirte mit einer Gottesoffenbarung

Davids Geschichte in 1. Samuel 17 ist mehr als ein Mutmärchen. Sie zeigt uns, was es bedeutet, auf Gott zu vertrauen, seiner Berufung zu folgen und seine Macht anzuerkennen.

David, der jüngste Sohn Isais, wurde nie für den Kampf in Betracht gezogen. Er hütete die Schafe, während seine älteren Brüder in Sauls Armee kämpften. Doch als Israel von Goliath bedroht wurde, stand David auf – nicht, weil er militärisch ausgebildet war, sondern weil er an den lebendigen Gott glaubte.

1. Samuel 17,36–37 (LUT)
„Mein Knecht hat sowohl Löwen als auch Bären besiegt; dieser unbeschnittene Philister wird wie einer von ihnen sein, denn er hat sich den Heeren des lebendigen Gottes widersetzt. David sprach: ‚Der HERR, der mich aus der Klaue des Löwen und des Bären errettet hat, wird mich auch aus der Hand dieses Philisters retten.‘“

David prahlte nicht mit seiner Stärke – er bezeugte Gottes Treue. Derselbe Gott, der ihn im Verborgenen beschützt hatte, würde ihn nun öffentlich einsetzen.

Geistliche Lektion:
Gott bereitet uns durch private Siege auf öffentliche Aufgaben vor.

II. Menschen schauen auf Zeugnisse – Gott auf das Herz

Saul, Israels König, zweifelte an David. Aus menschlicher Sicht war er nicht kriegerisch genug. Aber Gott wählt seine Werkzeuge nicht nach weltlichen Maßstäben.

1. Samuel 16,7 (LUT)
„Denn der HERR sieht nicht auf das, worauf der Mensch sieht: Der Mensch schaut auf das Äußere, der HERR aber schaut auf das Herz.“

Wenn wir nur nach Alter, Ausbildung oder Erfahrung urteilen, übersehen wir leicht die Kraft von Glauben, Gehorsam und göttlicher Berufung. David brauchte Sauls Rüstung nicht (1. Samuel 17,38–39); er vertraute auf den Namen des Herrn.

1. Samuel 17,45 (LUT)
„David sagte zum Philister: ‚Du kommst zu mir mit Schwert, Speer und Wurfspieß, ich aber komme zu dir im Namen des HERRN der Heerscharen, des Gottes der Heere Israels, den du verhöhnt hast.‘“

Geistliche Lektion:
Sieg im Reich Gottes kommt durch Glauben, nicht durch menschliche Methoden.

III. Erwarte Widerstand – auch von den eigenen Leuten

Eines der ernüchterndsten Dinge im Dienst: Die größte Ablehnung kommt oft von Glaubensgeschwistern, nicht von Ungläubigen. Davids eigene Brüder verspotteten ihn.

1. Samuel 17,28 (LUT)
„Eliab wurde zornig auf David… und sprach: ‚Warum bist du hierhergekommen? Mit wem hast du diese wenigen Schafe in der Wüste gelassen? Ich kenne deine Überheblichkeit und das Böse deines Herzens…‘“

Heute hören viele:

  • „Welche Bibelschule hast du besucht?“

  • „Unter welchem Dienst hast du gedient?“

  • „Du bist noch zu jung im Glauben.“

Doch wie David keine menschliche Anerkennung brauchte, um von Gott gebraucht zu werden, brauchst auch du sie nicht. Der Heilige Geist lehrt dich (Johannes 14,26), und Gottes Salbung befähigt dich.

1. Johannes 2,27 (LUT)
„Die Salbung, die ihr von ihm empfangen habt, bleibt in euch… sie lehrt euch über alles.“

Geistliche Lektion:
Widerstand disqualifiziert dich nicht – er bestätigt oft deine Berufung.

IV. Der Kampf gehört dem Herrn

Bevor David Goliath besiegte, erklärte er etwas Entscheidendes:

1. Samuel 17,47 (LUT)
„Denn der Kampf gehört dem HERRN, und er wird euch in unsere Hand geben.“

Gott kämpft für sein Volk:

Exodus 14,14 (LUT)
„Der HERR wird für euch kämpfen, und ihr sollt stille sein.“

 

Römer 8,31 (LUT)
„Wenn Gott für uns ist, wer kann gegen uns sein?“

David kämpfte nicht für persönlichen Ruhm – er war ein Werkzeug, um Gottes Macht und Gegenwart zu zeigen.

V. Gott wählt oft die Unwahrscheinlichen

Gott liebt es, die Schwachen zu gebrauchen, um die Starken zu beschämen:

1. Korinther 1,27–29 (LUT)
„Gott hat das, was in der Welt töricht ist, erwählt, um die Weisen zu beschämen… damit niemand sich vor Gott rühme.“

Jesus bestätigte diese Umkehr auch in seinem Dienst:

Matthäus 11,25 (LUT)
„Ich danke dir, Vater, dass du dies den Weisen und Verständigen verborgen und es den Kleinen offenbart hast.“

 

Matthäus 20,16 (LUT)
„So werden die Letzten die Ersten und die Ersten die Letzten sein.“

VI. Dein Zeugnis ist deine Waffe

Davids Zeugnis entstand nicht im Klassenzimmer, sondern in der Wildnis, in geheimen Kämpfen und persönlichen Begegnungen mit Gott. Ebenso ist deine Geschichte – deine Prüfungen und Befreiungen – dein Fundament für den Dienst.

Offenbarung 12,11 (LUT)
„Sie haben ihn überwunden durch das Blut des Lammes und durch das Wort ihres Zeugnisses…“

Geistliche Lektion:
Gott kann deine vergangenen Kämpfe als Werkzeug für deine heutige Berufung verwenden.

Schlussfolgerung: Steh auf wie David

Warte nicht, bis du dich nach den Maßstäben der Welt „bereit“ fühlst. Gott sucht willige Herzen, nicht makellose Lebensläufe. Er verlangt keine Perfektion, sondern Gehorsam.

2. Korinther 6,2 (LUT)
„Siehe, jetzt ist die Zeit der Gnade; siehe, jetzt ist der Tag des Heils.“

Wenn du den Ruf Gottes spürst – antworte! Wie David, tritt hervor. Bring dein Zeugnis. Bring deinen Glauben. Derselbe Gott, der in der Wildnis bei dir war, wird auch im Kampf bei dir sein.

Philipper 4,13 (LUT)
„Alles kann ich durch den, der mich stärkt.“


Gebet:
Herr, gib uns den Glauben Davids. Erinnere uns, dass unsere Erfahrungen mit Dir nicht umsonst waren – sie bereiten uns vor. Stärke die, die sich unqualifiziert fühlen. Lass uns aufstehen, nicht in eigener Kraft, sondern im Namen des HERRN der Heerscharen. Benutze uns zu Deiner Ehre, selbst wenn andere an uns zweifeln. In Jesu Namen, Amen.

 

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Wie empfängt man Jesus?.

 


Wie empfängt man Jesus?

Es gibt viele Wege, wie Menschen Jesus in ihr Leben einladen, doch nicht alle führen zum ewigen Leben. Es ist entscheidend, den wahren Zweck seines Kommens zu verstehen. Ohne dieses Verständnis könnte man glauben, mit Gott zu gehen, obwohl Er tatsächlich nicht bei einem ist. Jesus wirklich zu empfangen bedeutet, den Kern seiner Mission zu erkennen: Es geht nicht nur um Heilung, materiellen Segen oder weltlichen Erfolg, sondern darum, die Menschheit von Sünde und ewiger Trennung von Gott zu retten.

Der Zweck von Jesu Kommen

In Johannes 3,16-17 lesen wir:

„Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, um sie zu verurteilen, sondern um sie durch ihn zu retten.“

Dieses Bibelwort macht deutlich: Der höchste Zweck von Jesu Kommen ist das Heil – das ewige Leben mit Gott, nicht kurzfristige Segnungen. Wer dies nicht versteht, läuft Gefahr, Jesus für persönlichen Nutzen zu verwenden, statt für eine echte geistliche Veränderung.

Das Beispiel von Petrus

Eines Nachts fischte Petrus erfolglos. Am Ufer des Sees Genezareth sah er einen Mann, den er nicht kannte, der Menschen lehrte. Nachdem dieser Mann das Lehren beendet hatte, forderte er Petrus auf, die Netze in tiefere Gewässer auszuwerfen. Petrus folgte, und die Netze fingen so viele Fische, dass sie drohten zu reißen. Hilfe von anderen Fischern musste gerufen werden, und die Boote wurden so voll, dass sie fast sanken.

Lukas 5,4-11 beschreibt das so:

„Als er aufgehört hatte zu reden, sagte er zu Simon: ‘Fahr hinaus auf die tiefen Gewässer und werft die Netze aus.’
Simon antwortete: ‘Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen. Aber weil du es sagst, werde ich die Netze auswerfen.’
Sie fingen so viele Fische, dass die Netze drohten zu reißen. Sie riefen ihre Partner im anderen Boot um Hilfe, und beide Boote wurden so voll, dass sie fast sanken.
Als Simon Petrus dies sah, fiel er zu Jesu Füßen und sagte: ‘Herr, geh weg von mir, ich bin ein sündiger Mensch!’
Jesus sagte zu ihm: ‘Fürchte dich nicht; von nun an wirst du Menschen fangen.’
Sie zogen die Boote ans Ufer, ließen alles zurück und folgten ihm.“

Was wir daraus lernen:

Petrus’ Reaktion zeigt Demut und Buße. Er erkannte seine eigene Sündhaftigkeit, als er Gottes Macht erlebte. Wie viele andere biblische Figuren erkannte er: Wir stehen als Sünder vor einem heiligen Gott. Buße und Demut sind wesentliche Schritte, um Jesus wirklich zu empfangen.

Die Menge und die Wunder: Jesus aus den falschen Gründen suchen

In Johannes 6 wollen die Menschen Jesus nicht wegen des ewigen Lebens, sondern wegen körperlicher Versorgung. Jesus speist über 5.000 Menschen mit fünf Broten und zwei Fischen. Begeistert wollen sie ihn zum König machen, doch sie suchen ihn nicht, um geistlich zu wachsen oder gerettet zu werden. Johannes 6,24-27 erklärt:

„Als die Menschen merkten, dass Jesus und seine Jünger nicht da waren, gingen sie in Boote und suchten ihn in Kapernaum.
Jesus sagte zu ihnen: ‘Ihr sucht mich nicht, weil ihr die Zeichen gesehen habt, sondern weil ihr gegessen habt und satt wurdet. Arbeitet nicht für vergängliche Nahrung, sondern für Nahrung, die ewiges Leben schenkt.’“

Die Lektion:

Jesus möchte, dass wir auf das ewige Leben schauen. Wunder zeigen seine Macht, aber ihr Zweck ist geistlicher Natur – sie sollen uns zu Buße und Glauben führen.

Der Blinde von Geburt an: Ein Weg zum wahren Sehen

In Johannes 9 heilt Jesus einen Mann, der blind geboren wurde. Anfangs erkennt der Mann nicht, wer Jesus ist. Erst nach einer inneren Reise und nachdem er wegen seines Glaubens aus der Synagoge verstoßen wurde, kommt er zu der Erkenntnis: Jesus ist der Messias. Johannes 9,35-38 berichtet:

„Jesus fragte ihn: ‘Glaubst du an den Menschensohn?’
Der Mann antwortete: ‘Wer ist er, Herr? Zeig es mir, damit ich glauben kann.’
Jesus sagte: ‘Du hast ihn gesehen; er spricht mit dir.’
Da sagte der Mann: ‘Herr, ich glaube!’ und betete ihn an.“

Was wir daraus lernen:

Dieses Beispiel zeigt, dass körperliche Heilung nicht automatisch geistliches Sehen bedeutet. Wahre Erkenntnis ist die Fähigkeit, Jesus als Sohn Gottes und Retter der Welt zu erkennen.

Buße und die wahre Bedeutung von Wundern

Viele Menschen suchen Jesus nur wegen gesundheitlicher, finanzieller oder materieller Vorteile. Doch Wunder sollen nicht nur Probleme lösen, sondern uns auf Jesus hinweisen und zur Buße führen. Römer 2,4 sagt:

„Oder verachtest du den Reichtum seiner Güte, Geduld und Langmut, ohne zu erkennen, dass seine Güte dich zur Buße führen soll?“

Die größten Wunder sind nicht körperlich oder materiell, sondern, wenn wir erkennen, wer Jesus ist – der Retter, der uns von Sünde und Tod erlöst.

Fazit: Die wahre Bedeutung von Jesu Einladung

Wie empfängst du Jesus? Siehst du ihn nur als Mittel für deinen Erfolg oder erkennst du ihn als den Retter, der gekommen ist, um dir das ewige Leben zu schenken?

 

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FOLGST DU WIRKLICH JESUS?

 


FOLGST DU WIRKLICH JESUS?
Ein Aufruf zu echter Nachfolge

Als Thomas, einer der Jünger Jesu, von den anderen hörte, dass Jesus von den Toten auferstanden sei, machte er eine mutige Aussage:

Johannes 20,25 (ELB)
„Wenn ich nicht in seine Hände das Mal der Nägel sehe und meinen Finger in die Nägelmale lege und meine Hand in seine Seite lege, werde ich nicht glauben.“

Auf den ersten Blick könnte man denken, Thomas zweifle grundlos. Doch es ging ihm nicht darum, sich über Jesus lustig zu machen. Er brauchte Gewissheit, dass der Jesus, der vor ihnen stand, derselbe war, der gekreuzigt worden war. Er wollte die Bestätigung, dass der auferstandene Christus wirklich derjenige war, der die Spuren von Leid und Tod trug.

Als Jesus ihm später erschien und ihm die Wunden zeigte, glaubte Thomas und rief:

Johannes 20,28 (ELB)
„Mein Herr und mein Gott!“

Dieses Bekenntnis gehört zu den stärksten Aussagen über die Göttlichkeit Jesu im Neuen Testament. Aber worauf gründete Thomas seinen Glauben? Auf die Wunden Jesu – die sichtbaren Spuren seines Leidens.

Die Kosten, Jesus nachzufolgen

Jesus macht deutlich, dass Jüngerschaft ihren Preis hat:

Lukas 9,23 (ELB)
„Wenn jemand mir nachfolgen will, verleugne er sich selbst, nehme täglich sein Kreuz auf sich und folge mir nach.“

Dieser Vers beschreibt die tägliche Disziplin eines Gläubigen:

  • Sich selbst verleugnen – persönliche Wünsche zurückstellen und sich Gottes Willen unterordnen.

  • Das Kreuz auf sich nehmen – bereit sein, zu leiden und notfalls sogar das Leben zu verlieren.

  • Jesus nachfolgen – sein Leben, seinen Charakter und seine Mission nachahmen.

Das „Kreuz“ ist nicht nur ein Symbol für Unannehmlichkeiten. In der römischen Welt war das Kreuz ein Werkzeug des Todes. Sein Kreuz zu tragen bedeutet, ein Leben voller Opferbereitschaft und Gehorsam zu führen – selbst wenn es Leiden für die Gerechtigkeit bedeutet.

Was bedeutet das Kreuz im Leben eines Gläubigen?

Das Kreuz steht für Prüfungen, Verfolgung, Ablehnung und Verluste, die Christen wegen ihres Glaubens erfahren.

2. Timotheus 3,12 (ELB)
„Alle, die gottselig leben wollen in Christus Jesus, werden verfolgt werden.“

Verfolgung ist keine Möglichkeit – sie ist eine Gewissheit. In dem Moment, in dem wir uns entscheiden, für Christus zu leben, beginnt ein geistlicher Kampf. Der Feind wird jedem Schritt widerstehen, und die Welt wird unsere Veränderung nicht applaudieren.

Viele neue Gläubige sind überrascht, wenn nach ihrer Hingabe an Christus Widerstand auftritt. Sie könnten erleben:

  • Ablehnung durch die Familie (Matthäus 10,34–36)

  • Finanzielle Schwierigkeiten

  • Verlust von Freunden oder Ansehen

  • Geistliche Kämpfe

  • Spott oder Verleumdung

Jesus hat diese Realität nicht verschleiert. Er sagte seinen Nachfolgern klar:

Johannes 15,18–20 (ELB)
„Wenn euch die Welt hasst, dann wisst, dass sie mich vor euch gehasst hat… Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen.“

Prüfung des Glaubens ist unvermeidlich

Jeder echte Nachfolger Christi wird seinen Glauben prüfen müssen.

1. Petrus 4,12–14 (ELB)
„Geliebte, lasst euch nicht erschrecken über das Feuer der Prüfung, das euch trifft… Freut euch aber, soweit ihr an den Leiden Christi teilhabt… Wenn ihr um Christi Namen willen beschimpft werdet, seid ihr gesegnet, denn der Geist der Herrlichkeit Gottes ruht auf euch.“

Prüfungen sind keine Strafen – sie sind Läuterungsfeuer, die geistliche Reife hervorbringen:

Jakobus 1,2–4 (ELB)
„Meine Brüder, wenn ihr auf verschiedene Prüfungen stoßt, betrachtet sie als Freude; denn ihr wisst, dass die Bewährung eures Glaubens Ausdauer hervorbringt…“

 

Römer 5,3–5 erklärt weiter, dass Leiden Ausdauer, Charakter und Hoffnung hervorbringt. Gott nutzt Prüfungen, um uns dem Bild Christi gleich zu gestalten (Römer 8,29).

Biblische Beispiele: Die Wüstenreise

Die Israeliten traten nicht sofort nach dem Auszug aus Ägypten in das verheißene Land ein. Gott führte sie durch die Wüste, um sie zu prüfen, zu demütigen und zu lehren.

5. Mose 8,2 (ELB)
„Denk daran, wie der HERR, dein Gott, dich vierzig Jahre lang in der Wüste geführt hat, um dich zu demütigen und zu prüfen, damit er erkennt, was in deinem Herzen ist…“

Ebenso erlaubt Gott Zeiten der Trockenheit, Schwierigkeiten oder Verzögerung – nicht um uns zu zerstören, sondern um uns auf das vorzubereiten, was er verheißen hat. Oft muss ein Christ durch eine „Wüste“ gehen, bevor er das volle Verheißene betritt.

Die Kennzeichen eines wahren Jüngers

Wenn wir behaupten, Jesus nachzufolgen, muss unser Leben die Spuren seines Leidens tragen – keine physischen Wunden, sondern sichtbare Zeichen von Opferbereitschaft und Gehorsam. Paulus wusste das genau:

Galater 6,17 (ELB)
„Von nun an soll mir niemand Ärger machen; denn ich trage in meinem Leib die Brandmale Jesu.“

Und wir?

  • Wo hast du wegen deines Glaubens gelitten?

  • Wo wurdest du verspottet, abgelehnt oder verfolgt?

  • Was hast du für den Gehorsam gegenüber Christus verloren?

Wenn wir keine Narben haben, müssen wir uns ehrlich fragen: Tragen wir wirklich das Kreuz? Oder leben wir ein bequemes Christentum, das uns nichts kostet?


Selbstprüfung: Religion oder Beziehung?

Paulus ermutigt:

2. Korinther 13,5 (ELB)
„Prüft euch selbst, ob ihr im Glauben seid; prüft euch!“

Folgen wir Jesus wirklich – oder halten wir nur an Traditionen fest? Haben wir Ägypten (die Welt) wirklich verlassen, oder singen wir bequem aus dem Palast des Pharao?

Jesus warnte, dass viele glauben würden, ihm zu folgen, doch er würde sagen: „Ich habe euch nie gekannt“ (Matthäus 7,21–23). Das Leben eines Gläubigen muss den Tod, das Grab und die Auferstehung Christi widerspiegeln.


Hoffnung mitten im Leid

Leiden ist nicht das Ende der Geschichte.

1. Petrus 5,10 (ELB)
„Nachdem ihr eine kurze Zeit gelitten habt, wird der Gott aller Gnade euch selbst vollkommen machen, stärken, festigen und gründen.“

Gott wirkt durch dein Leid für einen herrlichen Zweck. Du magst jetzt abgelehnt werden, aber später wirst du gekrönt werden. Das Kreuz kommt immer vor der Krone.


Abschließender Aufruf

Lieber Bruder, liebe Schwester:

  • Hast du dein Kreuz aufgenommen – bleib standhaft.

  • Wirst du verspottet oder gehasst – freue dich.

  • Fühlst du dich entmutigt – sei gestärkt.

Du gehst auf dem schmalen Weg, der zum Leben führt.

Wenn du heute merkst, dass du den Namen Christi trägst, ohne sein Kreuz zu tragen – es gibt Gnade für dich. Kehre um und folge ihm von ganzem Herzen.

Lass dein Leben, wie Thomas’, bekennen – nicht aus Zweifel, sondern aus tiefer Überzeugung:

„Mein Herr und mein Gott!“

Sei gesegnet und gestärkt in Christus.

 

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TRÄGST DU FRÜCHTE FÜR DIE VIER JAHRE GNADE, DIE DIR GEWÄHRT WURDEN?

 


TRÄGST DU FRÜCHTE FÜR DIE VIER JAHRE GNADE, DIE DIR GEWÄHRT WURDEN?

Die Bibel vergleicht Gläubige häufig mit Bäumen, die Frucht tragen. Jeder von uns soll geistliche Früchte für Gott hervorbringen. Jesus sagte: „Daran wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht bringt und dadurch meine Jünger werdet“ (Johannes 15,8). Gleichzeitig warnt die Schrift, dass Bäume, die keine Frucht tragen, gefällt werden – wie Jesus in

Lukas 13,6-9 zeigt:

Ein Mann hatte einen Feigenbaum in seinem Weinberg gepflanzt. Drei Jahre lang suchte er Frucht an ihm, fand aber keine. Er sagte zu dem Gärtner: „Hau ihn weg! Warum soll er den Boden noch verderben?“
Der Gärtner antwortete: „Herr, lass ihn noch dieses Jahr stehen, dann werde ich ihn umgraben und düngen. Wenn er nächstes Jahr Frucht bringt, gut. Wenn nicht, dann hau ihn weg.“

Der Feigenbaum steht hier für Menschen, die genug Zeit hatten, Buße zu tun und geistliche Frucht hervorzubringen. Der Besitzer des Weinbergs symbolisiert Gott den Vater, der Gärtner Jesus Christus, der für uns eintritt und um mehr Zeit bittet – ein Jahr der Gnade.

Das lehrt uns eine wichtige Wahrheit: Gott gibt uns Zeit, uns zu ändern und Früchte für Sein Reich zu tragen. 2. Petrus 3,9 sagt: „Der Herr verzögert die Verheißung nicht, sondern ist geduldig mit euch; er will nicht, dass jemand verloren geht, sondern dass alle zur Buße kommen.“

Gnade ist ein Geschenk, aber sie ist nicht unbegrenzt. Die Bibel erinnert uns daran, dass morgen nicht garantiert ist:

Jakobus 4,13-14)

„Ihr, die ihr sagt: ‚Heute oder morgen wollen wir in diese oder jene Stadt gehen, Handel treiben und Gewinn machen‘ – ihr wisst doch nicht, was der morgige Tag bringt. Was ist euer Leben? Ihr seid nur ein Dunst, der kurz erscheint und dann verschwindet.“ 

Die entscheidende Frage lautet also: Seit du das Wort Gottes gehört hast, hast du Frucht hervorgebracht? Oder hast du immer wieder gedacht: „Noch nicht, ich habe noch Zeit“? Heute ist der Tag der Rettung. Wer Gottes Ruf weiterhin ignoriert, lebt vielleicht schon in einer verlängerten Gnadenzeit, ohne es zu merken. Epheser 5,15-16 ermahnt uns:

„Seht nun sorgfältig darauf, wie ihr wandelt, nicht als Unweise, sondern als Weise, die die Zeit gut nutzen, denn die Tage sind böse.“

Wenn du dich in dieser Gnadenzeit befindest, zögere nicht.

2. Korinther 6,2 erinnert uns:

„Siehe, jetzt ist die Zeit der Gunst; siehe, jetzt ist der Tag des Heils.“

Doch wenn du schon lange das Evangelium gehört hast und sich nichts in deinem Leben geändert hat, bist du in Gefahr, abgeschnitten zu werden – wie jener Feigenbaum. Römer 11,22 warnt:

„Seht die Güte und Strenge Gottes: Strenge für die, die gefallen sind, aber Güte für euch, sofern ihr in seiner Güte bleibt; andernfalls werdet auch ihr abgeschnitten.“

Vielleicht widerstehst du dem Heiligen Geist, verhärtest dein Herz und ignorierst die Überzeugung Gottes. Nur durch Seine Barmherzigkeit bist du heute noch am Leben und hast die Chance zur Umkehr. Römer 2,4 sagt:

„Die Güte Gottes führt dich zur Buße.“

Doch diese Güte wird nicht ewig dauern. Es wird eine Zeit kommen, in der Gottes Ruf zur Buße verstummt und du dir selbst überlassen bist. Wer zu lange widersteht, läuft Gefahr, geistlich tot zu werden. Hebräer 6,4-6 beschreibt die Gefahr, Gottes Gnade nach ihrer Erfahrung abzulehnen:

Hebräer 6,4-6

„Wer einmal erleuchtet wurde, vom Heiligen Geist teilhatte und die Güte des Wortes Gottes geschmeckt hat und dann abfällt, kann nicht wieder zur Buße erneuert werden.“

Wer Sünde ohne Buße fortsetzt, verhärtet sein Herz immer mehr. Selbst wenn du in Trunkenheit, Unmoral oder Egoismus fällst, wirst du es nicht als störend empfinden. Das Evangelium wird für dich irrelevant, bis du geistlich tot bist und die Notwendigkeit der Rettung nicht mehr erkennst.

Epheser 2,1-3 erinnert uns:

„Auch ihr wart tot in euren Übertretungen und Sünden… ohne Buße bleiben wir tot in der Sünde, getrennt von Gott.“

Prediger 11,3 zeigt die Endgültigkeit:

„Fällt ein Baum nach Süden oder nach Norden, wohin er fällt, da wird er liegen.“

Wer in Sünde stirbt, findet keinen Weg zurück. Hebräer 9,27 sagt:

„Den Menschen ist es bestimmt, einmal zu sterben, danach aber das Gericht.“

Die Bibel ermutigt uns deshalb, jetzt Frucht zu tragen. Gott hat uns Gnade gegeben, und wir sind berufen, darauf zu reagieren, indem wir Leben führen, die Seine Heiligkeit und Güte widerspiegeln. Matthäus 3,8 ruft:

„Bringt Früchte, die der Buße würdig sind.“

Sprüche 28,13 sagt:

„Wer seine Sünden verschweigt, wird nicht bestehen; wer sie aber bekennt und lässt, der wird Barmherzigkeit erlangen.“

Römer 12,1 fordert uns auf, unsere Körper als lebendige Opfer darzubringen – ein Leben, das Gott gefällt und Früchte für Sein Reich bringt.

Offenbarung 3,19 erinnert:

„Die ich liebe, die züchtige und strafe ich. Sei nun eifrig und tue Buße.“

Lasst uns Gottes Gnade weise nutzen, uns Ihm zuwenden, Frucht bringen und in Seinem Willen leben. Heute ist der Tag der Rettung – zögere nicht.

Möge die Gnade unseres Herrn Jesus Christus mit dir sein.

 

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DER WEG ZU „GROSSEM REICHTUM“ FÜR JUNGE MENSCHEN.

 


DER WEG ZU „GROSSEM REICHTUM“ FÜR JUNGE MENSCHEN

Wir alle wissen, dass das Leben aus drei Phasen besteht: Kindheit, Jugend und Alter. Die Jugend ist dabei die entscheidende Zeit, in der wir Weichen für unsere Zukunft stellen. Die Bibel sagt in Jeremia 21,8b:
„…Siehe, ich lege dir Leben und Tod vor.“

Diese beiden Wege – Leben oder Tod – liegen vor jedem jungen Menschen. Genau in dieser Phase ist es entscheidend, auf Gottes Weisheit und Führung zu hören, um den richtigen Weg zu wählen.

Wenn wir uns die Bibel anschauen, sehen wir zwei junge Männer, deren Entscheidungen ihre Zukunft maßgeblich geprägt haben. Ihre Geschichten zeigen uns, wie wichtig es ist, in der Jugend die richtigen Entscheidungen zu treffen – Entscheidungen, die nicht nur unser Jetzt, sondern auch unsere Ewigkeit beeinflussen.

DER REICHE JUNGE HERRSCHER

(Matthäus 19,16-22)

Ein junger Mann kommt zu Jesus und fragt: „Guter Lehrer, was muss ich tun, um das ewige Leben zu haben?“
Jesus antwortet, dass er die Gebote halten soll. Der junge Mann erklärt, dass er das von Jugend an getan habe. Doch als Jesus ihm sagt, er solle alles verkaufen und den Armen geben, um Ihm nachzufolgen, geht er traurig weg – er kann seinen Reichtum nicht loslassen.

Dieser junge Mann liebte seinen Besitz mehr als die ewlichen Schätze, die Christus ihm anbot. Die Bibel macht deutlich: Reichtum an sich ist nicht schlecht, aber er kann zum Hindernis werden, das uns von Gott trennt.

Matthäus 6,24 sagt: „Niemand kann zwei Herren dienen.“

Wenn wir nur auf Geld, Status oder Besitz achten, laufen wir Gefahr, das Wertvollste zu verlieren: unser Herz auf Gott auszurichten. 1. Timotheus 6,9-10 warnt uns: Wer reich werden will, fällt leicht in Versuchungen und gefährliche Begierden, denn die Liebe zum Geld ist die Wurzel allen Übels.

Hätte der junge Mann alles für Jesus aufgegeben, hätte er ewiges Leben und Schätze empfangen, die jede irdische Macht übersteigen. Markus 8,36 erinnert uns: „Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne, aber seine Seele verliere?“

MOSE – DER MUTIGE JUGENDLICHE

(Mose, Hebräer 11,24-27)

Mose wuchs als Prinz im Palast des Pharao auf. Er hätte ein Leben voller Luxus und Sicherheit führen können. Doch als er erwachsen wurde, wählte er einen anderen Weg: Er identifizierte sich mit dem versklavten Volk Israel und entschied sich, Leiden und Entbehrungen mit ihnen zu teilen, anstatt die vergänglichen Freuden Ägyptens zu genießen.

Hebräer 11,26 sagt:

„Er achtete die Schmach Christi für größeren Reichtum als die Schätze Ägyptens.“

Moses‘ Herz war auf das Ewige gerichtet, nicht auf vergänglichen Luxus. Sein Beispiel zeigt uns: Wahre Schätze finden wir nur in Christus, nicht in Geld, Status oder Macht.

Moses sah die Belohnung, die Gott seinem Volk verheißen hatte, und hielt stand. Auch wenn er noch nicht alles verstand, lebte er im Glauben und vertraute auf den unsichtbaren Gott. Wie

Römer 8,18 sagt:

„Die Leiden dieser Zeit sind nicht wert, mit der Herrlichkeit verglichen zu werden, die an uns offenbar wird.“

DIE LEHRE: irdischer REICHTUM VS. GEISTLICHER SCHATZ

Der Unterschied zwischen diesen beiden jungen Männern ist klar: Der eine wählte Reichtum auf Erden, der andere wählte Reichtum im Himmel. Jesu Ruf „Folge mir nach“ ist ein Ruf, alles andere loszulassen – nicht, um uns Freude zu nehmen, sondern weil wahre Freude nur in Gottes Gegenwart zu finden ist, nicht in vergänglichen Dingen dieser Welt.

Matthäus 6,19-21 lehrt:
„Sammelt euch keine Schätze auf Erden, wo sie zerfallen oder gestohlen werden, sondern sammelt euch Schätze im Himmel. Denn wo dein Schatz ist, da wird auch dein Herz sein.“

Ewige Schätze sind unvergänglich, sie überdauern alles Irdische. Das Himmelreich ist wie ein verborgener Schatz, für den es sich lohnt, alles andere aufzugeben. Wer Christus folgt, wie Mose und die Apostel, erkennt den wahren Wert: alles andere wird gering im Vergleich zum Gewinn, Christus zu kennen (Philipper 3,8).

FAZIT: DIE ENTSCHEIDUNG, DIE DU JETZT TREFFEN MUSST

Wie der reiche junge Herrscher und Mose stehen auch wir vor Entscheidungen, die unser Leben prägen. Christus nachzufolgen ist nicht immer einfach. Es erfordert manchmal, dass wir Dinge loslassen, die uns lieb sind. Aber die Belohnung ist größer als alles, was diese Welt bieten kann.

Für junge Menschen ist jetzt die entscheidende Zeit.

Prediger 12,1 sagt:
„Gedenke deines Schöpfers in deiner Jugend, ehe die bösen Tage kommen.“

Und

Klagelieder 3,26 ermutigt uns:
„Es ist gut, dass man auf den HERRN hofft und still auf das Heil wartet. Es ist gut für einen Menschen, das Joch in seiner Jugend zu tragen.“

Treffe jetzt die richtige Entscheidung. Folge Christus, wie Mose es tat, und sammle Schätze im Himmel, die ewig bleiben.

 

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ERFÜLLUNG DER NATIONEN KOMMTBIS DIE ERFÜLLUNG DER NATIONEN KOMMT

Die Gnade, die wir – die Völker – jetzt genießen, stammt nicht von uns. Zuerst wurde sie Israel gewährt, doch als sie diese aufgrund ihrer Zurückweisung verloren, wurde sie uns gegeben. Israel, Gottes auserwähltes Volk, sollte die Fülle von Gottes Heil erfahren, wurde aber durch die Ablehnung des Messias, Jesus Christus, verzögert.


Israels Ablehnung und Gottes Plan für die Völker

Israel hatte bereits den Höhepunkt göttlicher Segnungen erreicht, als sie auf den Messias warteten. Jesus Christus, der versprochene Retter, kam, um Israel von Sünde und Unterdrückung zu erlösen. Doch sie lehnten Ihn als Messias ab und verloren so die Früchte ihrer Hoffnungen.

Als Jesus, der Retter ihrer Seelen, kam, ließ Gott einen geistlichen Schleier über ihnen liegen, damit sie Ihn nicht erkannten – damit die Völker (die Heiden, also wir) die Gnade und das Heil empfangen konnten. Paulus schreibt:

„Was nun? Haben sie’s verfehlt? Das sei ferne! Sondern durch ihren Fall ist´s geschehen, dass es den Heiden zugutekommt, um sie zu reizen.“
„Denn Gott hat sie verstockt; ihnen ist gegeben ein Sinn fürs Betäubtsein, die Augen sollen sie nicht sehen und das Ohr gewissermaßen zuhören – bis auf diesen Tag.“
(Römer 11,11.8 LUT)

Gott wollte das Heil auch den Heiden schenken und sie in seinen Bund aufnehmen. Israels Ablehnung öffnete den Weg für das Evangelium zu den Nationen.


Das Geheimnis der Verstockung Israels

Diese Blindheit war nicht für immer. Paulus beschreibt sie als eine zeitlich begrenzte Verstockung – „bis die Vollzahl der Heiden eingegangen ist“. Er sagt:

„Denn ich will euch, Brüder, nicht verbergen dieses Geheimnis, damit ihr euch nicht selber weise dünkt: dass ist geschehen eine Verstockung an Israel – bis dass die Vollzahl der Heiden geworden ist.“
(Römer 11,25 LUT)

Diese Zeit, in der die Heiden in das Reich Gottes berufen werden, ist eine Periode von Gottes Erbarmen für die Völker. Israels Blindheit war und ist das Mittel, durch das den Heiden Rettung zuteilwurde. Doch eines Tages wird Israel erkennen, wer Jesus ist, und Ihn als den Messias aufnehmen.


Das Paradox von Israels Ablehnung

Paulus beschreibt das Paradox so:

„Ich sage nun: Sind sie etwa gestrauchelt, damit sie nicht mehr aufstehen? Das sei ferne! Sondern durch ihren Fall ist’s zum Heil der Welt gewesen, damit sie die Heiden reizen.“
(Römer 11,11 LUT)

Und weiter heißt es:

„Wenn nun ihr Fall … Reichtum für die Welt ist, wie viel mehr ihr Anschluß, wenn sie wieder hineingelangen!“
(Römer 11,12 LUT)

Das „Hineingelangen“ bezieht sich auf den Moment, wenn ganz Israel an Jesus Christus glaubt. Damit wird Gottes Heilsplan für die Menschheit erfüllt.


Das Gleichnis vom Ölbaum: Einschneiden der Heiden

Paulus vergleicht es mit einem Ölbaum: Israel ist der edle Stamm, die Heiden sind unedle Zweige, die an den Hauptstamm eingepfropft wurden:

„Wenn aber einige der Zweige ausgebrochen wurden – und du, ein wilder Ölzweig, wurdest eingepfropft an ihn und gemeinschaftlich Teilhaber der Wurzel und des fetten Safts des Ölbaums –, so rühm dich nicht gegen die Zweige. Denn wenn du dich rühmst, bedenke, dass du die Wurzel nicht trägst, sondern die Wurzel dich.“
(Römer 11,17–18 LUT)

Heiden haben keinen Anlass zum Hochmut – sie stehen nur durch Gottes Gnade in Verbindung mit den Verheißungen an Israel. Paulus warnt, dass Gott auch sie verwerfen könnte, wenn sie nicht im Glauben verharren.


Israels Wiederherstellung: Gottes Verheißungen erfüllen sich

Eines Tages wird Gott Israel wieder zu sich führen:

„und so wird ganz Israel gerettet werden; wie geschrieben steht: ‚Es wird kommen aus Zion der Befreier, der Sünde von Jakob abwenden wird; und dies ist mein Bund mit ihnen …‘“
(Römer 11,26–27 LUT)

In Sacharja heißt es:

„Und ich will über das Haus David und über die Bürger Jerusalems ausgießen den Geist der Gnade und des Gebets; sie werden schauen auf mich, den sie durchbohrt haben – und sie werden wehklagen über ihn, wie man wehklagt über den Einzelgeborenen, und bitterlich weinen …“
(Sacharja 12,10 LUT)

Das ist der Augenblick, in dem Israel den Messias erkennt und um seine Ablehnung trauert.


Endzeit: Entrückung und Trübsal

Diese Wiederherstellung fällt in das Ende der Zeit der Nationen. Zuvor aber wird die Entrückung stattfinden:

„Denn der Herr selbst wird beim Befehlsruf, bei der Stimme des Erzengels und bei dem Posaunenklang Gottes herabfahren vom Himmel, und die Toten in Christus werden zuerst auferstehen; danach werden wir, die Lebenden …, zugleich mit ihnen entrückt werden in Wolken, dem Herrn entgegen in die Luft.“
(1 Thessalonicher 4,16–17 LUT)

Nach der Entrückung beginnt die Trübsalszeit, in der der Antichrist herrscht und Gottes Zorn über die verstockten Nationen kommt. Doch Israel wird in dieser Zeit restauriert und Gottes Reich wird aufgerichtet.


Die Dringlichkeit des Heils

Wir als Christen sind berufen, die Botschaft zu verbreiten – bevor die Tür der Gnade verschlossen wird. Jesus mahnt:

„Müht euch hinein durch die enge Pforte! Denn ich sage euch: Viele werden danach trachten und es nicht können.“
(Lukas 13,24 LUT)

Paulus erinnert:

„Denn er spricht: ›Zur günstigen Zeit habe ich dich erhört, und am Tag des Heils habe ich dir geholfen. Siehe, nun ist die günstige Zeit, siehe, nun ist der Tag des Heils!‹“
(2 Korinther 6,2 LUT)

Nutzen wir die Gnade jetzt – der Zeitpunkt ist nahe. Die Entrückung kann jederzeit geschehen, und die Zeit der Gnade für die Nationen läuft. Gott hat uns Seine Gnade geschenkt – lassen wir sie nicht ungenutzt verstreichen.


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WELCHES TIER SPIEGELT DEINEN CHARAKTER WIDER?

In der gesamten Heiligen Schrift wie auch in der menschlichen Erfahrung stehen Tiere oft symbolisch für bestimmte Eigenschaften von Einzelpersonen, Gemeinschaften oder Nationen. Diese bildhafte Sprache ist ein kraftvolles Mittel, durch das Gott geistliche Wahrheiten vermittelt.

Als Jesus zum Beispiel Herodes einen „Fuchs“ nannte (Lukas 13,32), war das keine bloße Beleidigung. Er wies vielmehr auf Herodes’ listigen und räuberischen Charakter hin. Füchse gelten als schlau, hinterhältig und räuberisch – Eigenschaften, die sich in Herodes‘ Leben zeigten: durch die Hinrichtung Johannes des Täufers (Markus 6,17–29) und seine unmoralische Ehe mit der Frau seines Bruders (Markus 6,18).

Ähnlich benutzte der Prophet Daniel in einer Vision vier Tiere, um vier Weltreiche zu symbolisieren, die bis zum Ende der Zeit herrschen sollten:

„Der erste war wie ein Löwe […]“
(Daniel 7,4)

Der Löwe stand für Babylon – ein Symbol für Stärke und Majestät.

„Und siehe, ein anderes Tier, das zweite, war gleich einem Bären […]“
(Daniel 7,5)

Der Bär repräsentierte das Reich der Meder und Perser – bekannt für rohe Kraft und Wildheit.

„Danach schaute ich, und siehe, ein anderes, gleich einem Panther […]“
(Daniel 7,6)

Der Panther (Leopard) stand für Griechenland – berühmt für Schnelligkeit und strategische List.

Diese Tierbilder zeigen, wie Gott die Schöpfung nutzt, um die Eigenschaften von Reichen und Menschen zu veranschaulichen.

SATAN ALS SCHLANGE

Satan, der große Verführer, wird in der Bibel mit einer Schlange verglichen (1. Mose 3; Offenbarung 12,9), weil er in seiner List den Menschen zur Sünde verführte – beginnend mit dem Sündenfall von Adam und Eva. Diese Linie der Täuschung zieht sich durch die ganze Schrift:

„Und das ist kein Wunder, denn er selbst, der Satan, verstellt sich als ein Engel des Lichts.“
(2. Korinther 11,14)


JESUS CHRISTUS – DAS LAMM GOTTES

Im Gegensatz dazu wird Jesus Christus als „Lamm Gottes“ beschrieben – ein tiefgreifendes Bild mit Wurzeln sowohl im Alten als auch im Neuen Testament.

Warum gerade ein Lamm?

Sanftmut und Demut: Lämmer sind friedlich, hilflos und vollkommen auf den Hirten angewiesen. Das passt genau auf Jesu Wesen:

„[…] denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig […]“
(Matthäus 11,29)

Stellvertretendes Opfer: Das Lamm steht für unschuldiges Opfer. Die alttestamentlichen Opfertiere – besonders das Passahlamm (2. Mose 12) – wiesen prophetisch auf Jesus hin, der als das wahre Lamm Gottes die Sünde der Welt wegnimmt:

„Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt!“
(Johannes 1,29)

Abhängigkeit vom Hirten: Im Gegensatz zu Ziegen, die eigenwillig und störrisch sind, vertrauen Lämmer vollständig dem Hirten (Psalm 23; Johannes 10,11).


PROPHETISCHE UNTERSTÜTZUNG

Der Prophet Jesaja beschreibt das leidende Lamm mit berührenden Worten:

„Er war der Allerverachtetste und Unwerteste, voller Schmerzen und Krankheit […]. Doch er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen. […] Wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird […]“
(Jesaja 53,3–7)

Diese Prophezeiung zeigt die freiwillige Hingabe Jesu für unsere Erlösung – still, leidend, opferbereit.

Der Prophet Sacharja kündigte das Kommen eines demütigen Messias an:

„Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer, arm und reitet auf einem Esel […]“
(Sacharja 9,9)

Auch der Heilige Geist wird in Form einer Taube dargestellt:

„Und alsbald, als er aus dem Wasser stieg, sah er, dass der Himmel sich auftat, und der Geist wie eine Taube auf ihn herabkam.“
(Markus 1,10)

Die Taube steht für Reinheit, Frieden und Sanftmut – Eigenschaften, die sich im Leben Jesu zeigen, des „Friedenslammes“.


GLÄUBIGE ALS LÄMMER

Auch die Nachfolger Christi werden als Lämmer beschrieben – demütig, sanftmütig, abhängig von Gott und erfüllt vom Geist des Friedens:

„Denn ihr wart wie irrende Schafe; aber ihr seid nun bekehrt zu dem Hirten und Bischof eurer Seelen.“
(1. Petrus 2,25)

Sie tragen die Frucht des Geistes:

„Die Frucht aber des Geistes ist: Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Keuschheit.“
(Galater 5,22–23)


ZIEGEN GEGEN LÄMMER – DIE LETZTE TRENNUNG

In Matthäus 25 beschreibt Jesus das Endgericht, bei dem die „Schafe“ von den „Böcken“ getrennt werden. Die Schafe – die Gehorsamen und Barmherzigen – erben das ewige Leben. Die Böcke – die Selbstsüchtigen und Gottlosen – erwartet das Gericht:

„[…] und er wird sie voneinander scheiden, wie ein Hirte die Schafe von den Böcken scheidet.“
(Matthäus 25,32)

Diese Lehre macht klar: Echter Glaube zeigt sich in gelebter Liebe und Dienstbereitschaft, im Gehorsam gegenüber Jesus.


SCHLUSSFOLGERUNG: WELCHES TIER BIST DU?

Bist du ein Lamm? Sanft, demütig, abhängig von Jesus, fruchttragend und gehorsam?

Oder bist du eine Ziege? Eigenwillig, unabhängig, selbstbestimmt und getrennt vom Hirten?

„Wer aber Christi Geist nicht hat, der ist nicht sein.“
(Römer 8,9)

Sei gesegnet!


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Gott dienen, ohne auf eine Vision zu warten

Wenn wir die Bibel lesen, lernen wir vieles über den Charakter Gottes.

Eines der bemerkenswertesten Merkmale Gottes ist, dass Er niemanden zu irgendetwas zwingt.

Es gab eine Zeit, in der ich inständig betete, dass der Heilige Geist die volle Kontrolle über mich übernehmen möge – mich führen solle, ohne dass ich es bewusst merke, fast so, als wäre ich besessen.

Menschen, die von bösen Geistern beherrscht werden, verhalten sich so, dass sie die Kontrolle über sich selbst verlieren, als wären sie wahnsinnig geworden.

Ich betete so, bis der Herr mir Verständnis gab: Gott wirkt nicht auf diese Weise, auch wenn Er die Macht dazu hätte.

Er zwingt niemanden und macht niemanden zu einem Gefangenen  wie es ein böser Geist tun würde.

Der Heilige Geist ist ein Helfer, ein Ratgeber und sanftmütig.

Er zwingt niemanden, eine Entscheidung zu treffen.

Darum gilt: Wenn ein Mensch das Böse wählt, zwingt Gott ihn nicht zur Umkehr.

Er rät, überzeugt und gibt jeden Grund, die Sünde zu verlassen doch wenn jemand sich weigert, lässt Gott ihn seinen Weg gehen.

Wenn er aber gehorcht, geht Gott mit ihm.

Dasselbe Prinzip gilt auch für den Dienst für Gott.

Viele Menschen warten darauf, eine Vision wie Paulus zu sehen, einen Engel zu empfangen, übernatürlich gedrängt zu werden wie Jona, oder eine Stimme vom Himmel zu hören, die ihnen sagt, was sie tun sollen, oder prophetische Anweisungen zu empfangen.

Ich möchte dir, lieber Bruder oder liebe Schwester, sagen:

Wenn du auf so etwas wartest, wirst du am Ende entmutigt sein, wenn lange Zeit nichts geschieht.

Die Zeit vergeht  und du siehst kein Zeichen.

Solche außergewöhnlichen Erfahrungen sind Gnadenhandlungen Gottes, um seine Macht zu offenbaren sie sind nicht die gewöhnliche Weise, wie Gott seine Kinder zum Dienst ruft.

Wir dienen Gott im Glauben, nicht im Schauen (2. Korinther 5,7).

Und Er möchte, dass wir freiwillig handeln, nicht weil wir gezwungen werden.

Drei biblische Beispiele dafür, wie man Gott richtig dient

1. David

David war König von Israel und durchlebte viele Prüfungen. Doch der Herr segnete ihn mit Königtum und Reichtum.

Schließlich begann David, über Gott nachzudenken, und sein Herz wurde bewegt.

Er dachte:

„Ich, David, wohne in einem Palast aus Zedernholz, während mein Gott in einem Zelt aus Tuch wohnt  in der Dunkelheit, irgendwo in Silo?“

Da beschloss David aus eigenem Antrieb, ein festes Haus für Gott zu bauen.

Als er diesen Entschluss fasste, heißt es:

2. Samuel 7,1–9

Als der König in seinem Haus wohnte und der HERR ihm Ruhe gegeben hatte vor allen seinen Feinden ringsum,

sprach er zum Propheten Nathan: Siehe, ich wohne in einem Zedernhaus, aber die Lade Gottes wohnt unter Zeltdecken.

Nathan sprach zum König: Geh hin, tu alles, was in deinem Herzen ist; denn der HERR ist mit dir.

Aber in derselben Nacht geschah das Wort des HERRN zu Nathan:

Geh hin und sprich zu meinem Knecht David: So spricht der HERR: Du sollst mir kein Haus bauen, dass ich darin wohne.

Denn ich habe in keinem Haus gewohnt, seitdem ich die Israeliten aus Ägypten heraufgeführt habe, bis auf diesen Tag, sondern bin umhergezogen in einem Zelt und in einer Wohnung.

Habe ich etwa zu einem der Richter Israels gesagt, denen ich gebot, mein Volk Israel zu weiden: Warum baut ihr mir kein Zedernhaus?

So sprich nun zu meinem Knecht David: So spricht der HERR Zebaoth: Ich habe dich genommen von der Schafhürde, hinter den Schafen her, damit du Fürst seist über mein Volk Israel.

Ich bin mit dir gewesen, wohin du gegangen bist, und habe alle deine Feinde vor dir vertilgt; und ich will dir einen großen Namen machen wie den Namen der Großen auf Erden.

Weil David Eigeninitiative zeigte, versprach Gott ihm, dass sein Thron und sein Königreich ewig bestehen würden.

Durch ihn sollte der Messias kommen, und Jerusalem sollte das Zentrum des Reiches Christi werden.

Davids Herz gefiel Gott mehr als das jedes anderen.

Beachte:

David wartete nicht auf eine Vision, um das Haus Gottes zu bauen.

Er sah den Bedarf und handelte weise.

Dafür belohnte ihn Gott überreichlich.

2. Nehemia

Ein weiteres Beispiel ist Nehemia, der Mundschenk des persischen Königs war.

Eines Tages brachten seine Brüder Nachrichten aus Jerusalem:

Der Tempel und die Stadtmauer lagen in Trümmern.

Nehemia war tief betrübt.

Er fastete, weinte und betete viele Tage lang für die Stadt und um Vergebung Israels.

Nehemia war kein Prophet nur ein gewöhnlicher Mann im königlichen Dienst.

Doch er sagte sich in seinem Herzen:

„Ich kann nicht in Bequemlichkeit leben, während das Haus meines Gottes in Jerusalem in Trümmern liegt!“

Wegen dieser Haltung bewegte Gott das Herz des Königs, Nehemia die Erlaubnis zu geben, die Stadtmauer wieder aufzubauen.

Trotz vieler Feinde und Widerstände vollendete Nehemia das Werk.

Sein Mut und seine Tatkraft hinterließen ein bleibendes Zeugnis, und seine Geschichte steht in der Bibel, obwohl er kein Prophet, Priester oder Schriftgelehrter war.

3. Die sündige Frau, die Jesus salbte

Ein weiteres Beispiel ist die sündige Frau, die zu Jesus kam.

Trotz ihrer Sünden sah sie, dass seine Füße ungewaschen waren.

Sie handelte von sich aus:

Sie wusch seine Füße mit ihren Tränen statt mit Wasser, trocknete sie mit ihrem Haar, und salbte sie mit teurem Salböl.

Lukas 7,44–48

Und er wandte sich zu der Frau und sprach zu Simon: Siehst du diese Frau? Ich bin in dein Haus gekommen; du hast mir kein Wasser für meine Füße gegeben, sie aber hat meine Füße mit Tränen benetzt und mit ihrem Haar getrocknet.

Du hast mir keinen Kuss gegeben; sie aber hat, seit ich hereingekommen bin, nicht aufgehört, meine Füße zu küssen.

Du hast mein Haupt nicht mit Öl gesalbt; sie aber hat meine Füße mit Salböl gesalbt.

Darum sage ich dir: Ihre vielen Sünden sind vergeben, denn sie hat viel Liebe gezeigt; wem aber wenig vergeben wird, der liebt wenig.

Und er sprach zu ihr: Deine Sünden sind dir vergeben.

Beachte:

Diese Frau sah das Bedürfnis und handelte, ohne darauf zu warten, dass jemand es ihr sagte.

Ebenso handelten viele andere in der Bibel ohne Vision oder Prophetie (vgl. Matthäus 26,13).

Die Lehre für uns

Wo immer du bist in deiner Gemeinde, deinem Zuhause oder am Arbeitsplatz

warte nicht darauf, dass Gott dir in einer Vision sagt, was du tun sollst.

Wenn du ein Bedürfnis siehst, handle treu.

Gott hat dich mit Ressourcen gesegnet – nutze sie zu seinem Dienst.

Die gute Nachricht kann viele erreichen, selbst wenn du kein Prediger bist.

•Siehst du eine verschmutzte Toilette in der Kirche? Reinige sie.

•Siehst du einen ungepflegten Hof? Arbeite daran.

•Warte nicht, bis jemand anderes beauftragt wird, während du selbst die Fähigkeit dazu hast.

Auch online, wenn du einen geistlichen Bedarf bemerkst und Menschen helfen kannst, Gott kennenzulernen – warte nicht.

Gott wird dich nicht zwingen.

Er ruft uns, weise zu erkennen und zu handeln.

Handle jetzt, an dem Ort, an den dich der Herr gestellt hat  für Christus.

Gott wird dir helfen, und dein Erbe wird ewig bleiben.

Gott segne dich.

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Gedenke der Güte Gottes: Ein Aufruf zur geistlichen Besinnung und Ausdauer

Einleitung

Eine der wichtigsten geistlichen Übungen, die ein Gläubiger kultivieren kann, ist das bewusste Erinnern an Gottes Treue in der Vergangenheit. Wenn wir vergessen, was Gott getan hat, öffnen wir die Tür für Zweifel, Ungehorsam und Entmutigung. Die Bibel ruft Gottes Volk immer wieder dazu auf zu „gedenken“, damit unser gegenwärtiges Vertrauen fest auf Gottes vergangene Taten gegründet ist.


1. Vergesslichkeit – eine geistliche Schwäche

Die Israeliten in der Wüste sind ein eindrückliches Beispiel dafür, was passiert, wenn man Gottes Treue vergisst. Obwohl sie spektakuläre Wunder erlebt hatten – die Befreiung aus Ägypten, die Teilung des Roten Meeres, das Manna vom Himmel – fielen sie bei jeder neuen Herausforderung schnell in Murren und Unglauben zurück.

Psalm 106,13 (LUT):
„Aber sie vergaßen bald seine Taten und warteten nicht auf seinen Rat.“

Gott ärgerte sich nicht über ihre Fragen, sondern über ihre Vergesslichkeit und ihr mangelndes Vertrauen – trotz seiner bewiesenen Treue. Als sie vor dem Roten Meer standen, erinnerten sie sich nicht an Gottes Macht über den Pharao, sondern gerieten in Panik.

2. Mose 14,11–12 (LUT):
„Sie sprachen zu Mose: Waren nicht Gräber in Ägypten, dass du uns weggeführt hast, damit wir in der Wüste sterben? […] Es wäre besser für uns, den Ägyptern zu dienen, als in der Wüste zu sterben.“

Einige Tage später das gleiche Muster, als ihnen Wasser fehlte:

2. Mose 15,24 (LUT):
„Da murrte das Volk gegen Mose und sprach: Was sollen wir trinken?“

Dieses Murren offenbarte ein tieferes Problem: fehlendes geistliches Erinnerungsvermögen. Ein Glaube, der sich nicht erinnert, ist ein Glaube, der nicht durchhält.


2. Wiederkäuen als geistliches Bild: Reine und unreine Tiere

In 3. Mose 11 unterscheidet Gott zwischen reinen und unreinen Tieren. Eines der Hauptmerkmale reiner Landtiere war das Wiederkäuen und das gespaltene Huf.

3. Mose 11,3 (LUT):
„Was gespaltene Klauen hat und wiederkäut unter den Tieren, das dürft ihr essen.“

Obwohl diese Gebote zeremonieller Natur waren, tragen sie auch eine geistliche Bedeutung. Wiederkäuende Tiere verdauen ihre Nahrung erneut – ein symbolisches Bild für Gläubige: Gottes Wort und Werke sollen nicht nur gehört, sondern immer wieder bewegt und verinnerlicht werden.

Das ist der geistliche Akt der biblischen Meditation: das aktive Nachsinnen über Gottes Wahrheit, bis sie Teil unseres Wesens wird.

Josua 1,8 (LUT):
„Dieses Buch des Gesetzes soll nicht von deinem Munde weichen, sondern du sollst Tag und Nacht darüber nachsinnen, damit du darauf achtest, alles zu tun, was darin geschrieben ist.“

Wer nicht meditiert, wird im übertragenen Sinne geistlich „unrein“: vergesslich, undankbar und anfällig für Täuschung.


3. Hören und Tun – Der Spiegel des Wortes

Jakobus warnt uns davor, das Wort Gottes nur zu hören, ohne es zu tun. Wer das tut, vergisst schnell seine wahre Identität in Christus.

Jakobus 1,22–25 (LUT):
„Seid aber Täter des Worts und nicht Hörer allein, sonst betrügt ihr euch selbst.
Denn wer nur Hörer ist und nicht Täter, der gleicht einem Menschen, der sein natürliches Gesicht im Spiegel anschaut:
Er schaut sich an, geht davon und vergisst sogleich, wie er aussah.
Wer aber hineinschaut in das vollkommene Gesetz der Freiheit und darin bleibt, […] der wird selig sein in seinem Tun.“

Auch hier gilt: Geistliche Erinnerung führt zu geistlicher Reife. Wer Gottes Wort vergisst, vergisst auch seine Identität in Christus.


4. Erinnern – Eine tägliche geistliche Übung

Gott kennt unsere menschliche Neigung zum Vergessen. Deshalb fordert uns die Schrift immer wieder auf: „Gedenke!“ (vgl. 5. Mose 8,2; Psalm 103,2). Gegenmittel zur Vergesslichkeit ist aktives Erinnern – durch Tagebuchschreiben, Zeugnisse, öffentliches Danken und tägliche Meditation über Gottes Wort.

Psalm 103,2 (LUT):
„Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.“

Erinnere dich an Momente, in denen Gott dich geheilt, Gebete erhört oder dich bewahrt hat. Das sind nicht nur schöne Erinnerungen – es sind geistliche Ressourcen für zukünftige Kämpfe.


5. Die Kraft des Wortes im Herzen

Die Schrift will nicht nur gelesen, sondern geliebt, bewahrt und befolgt werden. Salomo und David betonten das immer wieder:

Sprüche 7,2–3 (LUT):
„Halte meine Gebote, so wirst du leben, und meine Weisung wie deinen Augapfel.
Binde sie an deine Finger, schreibe sie auf die Tafel deines Herzens.“

Psalm 119,97–100 (LUT):
„Wie habe ich dein Gesetz so lieb! Ich sinne darüber nach den ganzen Tag.
Dein Gebot macht mich weiser als meine Feinde; denn es ist ewig mein Schatz.
Ich bin klüger als alle meine Lehrer; denn deine Mahnungen sind mein Nachdenken.
Ich bin verständiger als die Alten; denn ich halte mich an deine Befehle.“


Abschließende Ermutigung

Wenn du im Glauben standhaft bleiben willst, musst du geistlich „wiederkäuen“ – Gottes Treue immer wieder neu bedenken, dich freuen und darüber nachsinnen. Schreib seine Taten auf. Denke über sein Wort nach. Lass es dein Herz und dein Verhalten formen.

Wenn dann Prüfungen kommen, wirst du nicht erschüttert, denn dein Vertrauen wird nicht auf das gründen, was du gerade siehst – sondern auf das, woran du dich erinnerst: Was Gott bereits getan hat.

Klagelieder 3,21–23 (LUT):
„Das will ich mir zu Herzen nehmen, darum will ich Hoffnung fassen:
Die Güte des HERRN ist’s, dass wir nicht gar aus sind,
seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende,
sondern sie ist alle Morgen neu, und deine Treue ist groß.“

Sei gesegnet!

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