Title 2020

DIE LIEBE GOTTES

Was genau ist Gottes Liebe – und warum ist sie so entscheidend?

Um die Liebe Gottes richtig zu verstehen, müssen wir zunächst die verschiedenen Arten von Liebe kennen, die sowohl in der Bibel als auch im täglichen Leben vorkommen. Grundsätzlich unterscheidet die Schrift drei Hauptformen: Eros, Phileo und Agape.


1. Eros – Romantische oder leidenschaftliche Liebe

Eros beschreibt die emotionale und körperliche Anziehung, vor allem zwischen Mann und Frau. Diese Liebe ist etwas Schönes und von Gott geschaffen. Im Hohelied wird sie offen gefeiert:

Hohelied 1,13–17 (Schlachter 2000)

„Mein Geliebter ist mir ein Büschel Myrrhe, das zwischen meinen Brüsten ruht.
Mein Geliebter ist mir eine Traube von Zyperblumen in den Weinbergen von En-Gedi.
Siehe, du bist schön, meine Freundin, siehe, du bist schön! Deine Augen sind wie Tauben.
Siehe, du bist schön, mein Geliebter, ja lieblich;
unser Lager ist grün.
Die Balken unseres Hauses sind Zedern, unsere Decken sind Zypressen.“

Eros ist von Gott für die Ehe bestimmt (1. Mose 2,24). Doch diese Liebe ist begrenzt – sie hängt von gegenseitiger Anziehung und Intimität ab.


2. Phileo – Freundschafts- oder brüderliche Liebe

Phileo entsteht durch Freundschaft, Familienbande oder gemeinsame Erlebnisse. Es ist die Liebe, die man gegenüber Geschwistern, Freunden, Kollegen oder auch unter Glaubensgeschwistern empfindet.

Doch Phileo ist immer eine bedingte Liebe. Sie beruht oft auf Nähe, Verständnis oder gegenseitigem Nutzen. Wenn die Umstände sich ändern, kann diese Liebe nachlassen.

Jesus macht auf die Grenzen dieser Liebe aufmerksam:

Matthäus 5,46–48 (Schlachter 2000)

„Denn wenn ihr die liebt, die euch lieben, welchen Lohn habt ihr? Tun nicht auch die Zöllner dasselbe?
Und wenn ihr nur eure Brüder grüßt, was tut ihr Besonderes? Tun nicht auch die Zöllner so?
Darum sollt ihr vollkommen sein, gleichwie euer himmlischer Vater vollkommen ist.“

Menschliche Liebe – sogar unter Christen – bleibt unvollkommen. Nur Gottes Liebe ist vollkommen.


3. Agape – Die bedingungslose Liebe Gottes

Agape ist die höchste und reinste Form der Liebe. Sie ist unbedingt, selbstlos und opferbereit. Sie liebt auch dann, wenn es schwer ist – wenn der andere uns verletzt, ignoriert oder sogar hasst.

Jesus hat diese Liebe vollkommen gezeigt:
Er starb für uns, als wir noch Sünder und Feinde Gottes waren (Römer 5,8).

Die Bibel beschreibt das Wesen dieser Liebe so:

1. Korinther 13,4–8 (Schlachter 2000)

„Die Liebe ist langmütig und gütig; die Liebe beneidet nicht; die Liebe prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf;
sie ist nicht unanständig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu;
sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sondern sie freut sich an der Wahrheit;
sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie erduldet alles.
Die Liebe hört niemals auf.“

Diese Liebe kommt direkt aus Gottes Wesen (1. Johannes 4,8). Sie ist ewig und vollkommen.


Gottes Liebe in Aktion

Die Liebe Gottes zeigt sich am stärksten darin, dass Er seinen Sohn für uns gab. Ein Vers fasst diese Wahrheit besser zusammen als alle anderen:

Johannes 3,16 (Schlachter 2000)

„Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.“

Gott liebt sogar die, die Ihn ablehnen. Er möchte jeden Menschen retten und aus der Sünde herausführen. Egal, wie weit wir uns entfernt haben – Seine Liebe bleibt bereit zu vergeben, zu heilen und uns wieder aufzurichten.


Praktische Anwendung

Verhärte dein Herz nicht.
Nimm Gottes Liebe heute an und empfange seine Vergebung.
Wir leben in den letzten Tagen – und ohne Umkehr führt die Sünde zur ewigen Trennung von Gott (Lukas 13,3; Offenbarung 21,8).

Shalom.

Gottes Liebe ist einzigartig: Sie ist vollkommen, bedingungslos, unerschütterlich und ewig. Sie hängt nicht von unserer Leistung ab – sie ist ein Geschenk, das unser Leben für immer verändern kann.

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DER FELS DER ZEITEN – UNSERE ZUFLUCHT IN DEN STÜRMEN DES LEBENS

„Rock of Ages, cleft for me, let me hide myself in Thee …“ – Die Worte eines der bekanntesten christlichen Hymnen. Doch hinter diesem Lied steht eine beeindruckende wahre Geschichte, die viele gar nicht kennen.

Geschrieben wurde das Lied von Augustus Montague Toplady, einem englischen Prediger. Im Jahr 1763 war er unterwegs, um in einem Dorf namens Blagdon zu predigen. Plötzlich wurde er von einem heftigen Unwetter überrascht. Der Regen prasselte nieder, der Wind peitschte – und es gab keinen Ort, an dem er Schutz finden konnte.

Ganz in der Nähe entdeckte er jedoch eine große Felswand mit einem schmalen Spalt – gerade breit genug, um sich hinein zu zwängen.

Während der Sturm tobte, stellte er sich in diesen Felsspalt und wartete, bis das Unwetter vorüber war. Dort, zitternd und durchnässt, dachte er darüber nach, wie dieser Fels ihn schützte – und wie Jesus Christus unser geistlicher Fels ist: unser sicherer Zufluchtsort in allen Stürmen des Lebens.

Dort, mitten in diesem Unwetter, formten sich in seinem Herzen die Worte:
„Rock of Ages, cleft for me, let me hide myself in Thee …“

Aus dieser Erfahrung heraus entstand einer der großen Klassiker des christlichen Glaubens – ein Lied, das Gläubige weltweit seit über zweihundert Jahren ermutigt.


Christus – der wahre Fels

Die Bibel beschreibt Gott immer wieder als „Fels“ – ein Bild für Seine Stärke, Beständigkeit und Zuverlässigkeit.

„Nur er ist mein Fels und mein Heil, meine Burg; ich werde nicht wanken.“ — Psalm 62,7 (LUT)

Im Neuen Testament erklärt Paulus, dass dieser geistliche Fels nicht nur ein Symbol war, sondern auf Christus selbst hinweist:

„Denn sie tranken aus einem geistlichen Felsen, der ihnen folgte; der Fels aber war Christus.“ — 1. Korinther 10,4 (LUT)

So wie der Fels in der Wüste den Israeliten Wasser und Schutz gab (2. Mose 17,6), so schenkt Christus uns Leben, Bewahrung und Erfrischung. Er ist das Fundament, das sich nicht verändert – selbst dann nicht, wenn alles andere ins Wanken gerät.


Wenn Stürme kommen – flieh zum Fels

Stürme gehören zum Leben: emotionale, geistliche, körperliche und finanzielle. Vielleicht fühlst du dich überfordert, erschöpft oder ohne Ausweg. Doch genauso wie Toplady damals im Felsspalt Geborgenheit fand, kannst auch du deine Zuflucht in Christus finden.

„Der HERR ist mein Fels und meine Burg und mein Erretter, mein Gott, mein Hort, bei dem ich Zuflucht suche …“ — Psalm 18,3 (LUT)

Jesus ist nicht nur ein Schutz im Sturm – Er ist auch die Quelle lebendigen Wassers in trockenen Zeiten und Schatten in der Hitze des Lebens:

„Die Elenden und Armen suchen Wasser, und es ist keins; ihre Zunge verdorrt vor Durst. Ich, der HERR, will sie erhören …“ — Jesaja 41,17 (LUT)

„… ein Schutz vor dem Sturm, ein Schatten vor der Hitze …“ — Jesaja 25,4 (LUT)


Und du? Stehst du auf diesem Fels?

Stell dir selbst ein paar ehrliche Fragen:

  • Wohin wendest du dich, wenn es schwierig wird?
  • Auf welchem Fundament steht dein Leben wirklich?
  • Hast du deinen Platz in Christus gefunden?

Wenn du Jesus dein Leben noch nicht anvertraut hast, warte nicht auf den nächsten Sturm. Komm heute zu Ihm. Er nimmt dich an, vergibt dir und wird dein ewiger Zufluchtsort.

„Wer diese meine Worte hört und sie tut, der gleicht einem klugen Mann, der sein Haus auf Fels baute.“ — Matthäus 7,24 (LUT)

Und wenn du bereits zu Christus gehörst, aber gerade durch eine schwere Zeit gehst – verliere nicht den Mut. Stürme können gewaltig sein, aber der Fels bleibt. Seine Liebe bleibt. Seine Zusagen stehen fest.

„Gott ist unsre Zuversicht und Stärke, eine Hilfe in den großen Nöten, die uns getroffen haben.“ — Psalm 46,2 (LUT)

Halte dich ans Kreuz, richte deinen Blick auf Jesus, und suche Seine Nähe in der Anbetung. Auch wenn die Zeiten schwer sind – dein Erlöser ist dir nah, und Er wird dich hindurchtragen.


Lass den Hymnus neu zu dir sprechen

Betrachte dieses Lied nicht nur als Poesie – sondern als Gebet, Bekenntnis und Trost.

(Der Hymnus bleibt auf Englisch, wie bei deutschen Christen üblich.)


Jesus Christus ist der Fels der Zeiten – unveränderlich, unerschütterlich und ewig treu. Ob du im Sturm stehst oder durch eine dürre Wüste gehst: Er ist deine Zuflucht, deine Kraft, dein Retter.

Komm zu Ihm – und du wirst nie verlassen werden.

„Denn du bist meine Zuversicht, ein starker Turm vor dem Feind.“
— Psalm 61,4 (LUT)

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Wie werden die letzten Tage der Welt aussehen?

Die Bibel macht deutlich, dass diese Welt einmal ein Ende haben wird. Und viele Zeichen zeigen, dass wir bereits in den letzten Tagen leben (Matthäus 24,3–14; 2. Timotheus 3,1–5). Doch viele Menschen sind geistlich blind: Satan hat sie so sehr verführt, dass sie die Wahrheit nicht mehr erkennen können (2. Korinther 4,4). Sie leben für Vergnügen und weltliche Dinge – ohne zu ahnen, dass ein plötzliches Gericht bevorsteht, ähnlich wie in den Tagen Noahs oder Sodoms (Lukas 17,26–30).


Welche Ereignisse werden vor dem Ende der Welt geschehen?

1. Die Entrückung

Das erste große Ereignis ist die Entrückung. Dabei wird Jesus alle wahren Gläubigen zu sich in den Himmel holen. Diese plötzliche, verborgene Wegnahme der Gemeinde geschieht noch vor der großen Trübsal (1. Thessalonicher 4,16–17; Johannes 14,2–3).

Die Entrückung ist ein Ausdruck von Gottes Barmherzigkeit: Er holt sein Volk weg, bevor sein Gericht die Erde trifft (1. Korinther 15,51–52).

Wenn die Entrückung heute stattfinden würde, blieben der Welt gemäß Daniel 9,24–27 nur noch etwa sieben Jahre – die prophetische Zeitspanne der Trübsal, die Daniel in seiner Prophezeiung der siebzig Wochen beschreibt.


2. Das Auftreten des Antichristen und die Große Trübsal

Nach der Entrückung wird der Antichrist auftreten und die Welt für eine Zeit beherrschen. Das führt zu einer Phase intensiven Leidens, der Großen Trübsal (Offenbarung 13; Matthäus 24,15–21). Der Antichrist wird den „Gräuel der Verwüstung“ verursachen (Daniel 9,27; Matthäus 24,15) – eine entsetzliche Entweihung des heiligen Ortes, die das Ausgießen von Gottes Zorn auslöst.

Diese Zeit wird den Glauben der Zurückgebliebenen prüfen und zeigen, wie ernst Rebellion gegen Gott tatsächlich ist.


3. Gottes Gerichte über die Erde

Während der Trübsal wird Gott eine Reihe von Gerichten über die Welt bringen – die sieben Zornschalen (Offenbarung 16). Sie treffen diejenigen, die sich weigern, Buße zu tun und Gottes Herrschaft anzuerkennen.

Diese Gerichte offenbaren Gottes Heiligkeit und Gerechtigkeit: Sünde bleibt niemals ohne Konsequenz (Römer 1,18).


4. Das Gericht über die Völker

Am Ende der Trübsal wird Jesus sichtbar auf die Erde zurückkehren, um die Völker zu richten. Er wird die Menschen wie ein Hirte die Schafe von den Böcken trennen (Matthäus 25,31–46). Die „Schafe“ sind die Gerechten und Glaubenden; die „Böcke“ jene, die Gott abgelehnt haben.

Damit betont Jesus, wie wichtig ein Leben voller Glauben, Nächstenliebe und Gehorsam ist (Jakobus 2,14–26).


Und was geschieht danach?

5. Das Tausendjährige Reich Christi

Daraufhin wird Jesus sein Friedensreich auf Erden errichten und tausend Jahre lang regieren (Offenbarung 20,1–6). In dieser Zeit ist Satan gebunden und kann die Völker nicht mehr verführen.

Dieses Reich erfüllt die alttestamentlichen Verheißungen über Frieden und Wiederherstellung der Schöpfung (Jesaja 11,6–9; Psalm 72).


6. Satans endgültige Niederlage

Nach Ablauf der tausend Jahre wird Satan für kurze Zeit freigelassen. Er wird die Völker noch einmal verführen, doch sein Aufstand wird schnell beendet, und er wird endgültig in den Feuersee geworfen (Offenbarung 20,7–10).

Dies ist der endgültige Sieg Gottes über das Böse und der Abschluss aller Macht der Finsternis.


7. Das Große Weiße-Thron-Gericht

Danach folgt das letzte und umfassende Gericht: Alle Toten werden auferweckt und stehen vor Gott (Offenbarung 20,11–15). Wer nicht im Buch des Lebens geschrieben steht, wird in den Feuersee geworfen.

Dieses Gericht zeigt die vollkommene Gerechtigkeit Gottes und die ewige Konsequenz, Ihn abzuweisen.


8. Der neue Himmel und die neue Erde

Schließlich wird Gott einen neuen Himmel und eine neue Erde erschaffen. Dort wird Er für immer mitten unter seinem Volk wohnen (Offenbarung 21,1–4). Das neue Jerusalem wird als Gottes ewige Wohnstätte vom Himmel herabkommen.

„Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen; und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein.“
(Offenbarung 21,4)

Es wird keinen Tod, kein Leid und keine Schmerzen mehr geben. Das ewige Leben mit Gott ist die große Hoffnung aller Gläubigen (Johannes 3,16; Römer 8,18–25).


Wie sollen wir heute leben?

Weil diese Ereignisse jederzeit eintreten können, sollten wir wachsam und bereit sein.

„Darum wachet! Denn ihr wisst nicht, an welchem Tag euer Herr kommt.“
(Matthäus 24,42)

Darum lasst uns in Heiligkeit, Liebe und Gehorsam leben, damit wir Teil von Gottes ewigem Reich sind (2. Petrus 3,11–14).

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Wer oder was ist Leviathan?

Die Bibel erwähnt gelegentlich ein geheimnisvolles Wesen namens Leviathan, besonders in poetischen und prophetischen Büchern. Der Name weckt Ehrfurcht, Geheimnis und sogar Furcht – aber was genau soll er bedeuten? War Leviathan ein reales Lebewesen, ein Symbol oder beides? Und was können Gläubige aus seiner Erwähnung in der Schrift lernen?


1. Leviathan als reales Wesen

In Psalm 104,25–26 wird Leviathan als eines von Gottes Meerestieren beschrieben:

„Es ist das Meer, groß und weit, darin wimmelt es ohne Zahl, große und kleine Tiere. Dort fahren die Schiffe hin und her; da spielt auch Leviatan, den du gemacht hast.“
(Psalm 104,25–26, Lutherbibel 2017)

Dieser Abschnitt zeigt Leviathan als Teil der Schöpfung – etwas, das Gott geschaffen hat, um das Meer zu bevölkern und zu genießen. Das deutet darauf hin, dass es sich um ein reales Tier handeln könnte, vielleicht inzwischen ausgestorben. Einige Theologen und Wissenschaftler vermuten, dass damit ein großes Meeresreptil (wie ein Plesiosaurier), ein Krokodil oder ein anderes Meereswesen gemeint sein könnte, das die Menschen der Antike beobachteten und in poetischer Sprache beschrieben.

Diese Sicht passt zur Tatsache, dass viele Tierarten auf der Erde noch unentdeckt sind oder ausgestorben sind. Wissenschaftliche Schätzungen gehen davon aus, dass jährlich 200 bis 2.000 Arten verschwinden. Manche Wesen, die einst gefürchtet oder verehrt wurden, sind vielleicht ausgestorben, bevor die Moderne sie erforschen konnte.


2. Leviathan als Symbol für Chaos und Böses

Obwohl Leviathan ein reales Tier gewesen sein könnte, wird er in der Schrift auch symbolisch verwendet, vor allem in prophetischen und apokalyptischen Texten. In Jesaja 27,1 wird Leviathan als eine böse Macht dargestellt, die Gott besiegen wird:

„An jenem Tag wird der HERR mit seinem harten, großen und starken Schwert Leviathan, die sich windende Schlange, und Leviathan, die sich ringende Schlange, töten und den Drachen im Meer erwürgen.“
(Jesaja 27,1, Lutherbibel 2017)

Hier steht Leviathan für chaotische, böse Mächte – möglicherweise für Satan oder für Reiche, die gegen Gott kämpfen. Das „Meer“ symbolisiert in der Bibel oft Chaos, Gefahr oder rebellische Nationen (vgl. Offenbarung 13,1; Daniel 7,3). Leviathan als „Ungeheuer des Meeres“ wird so zum Bild geistlicher und politischer Kräfte, die Gottes Reich feindlich gegenüberstehen.


3. Leviathan im Buch Hiob: Gottes Macht über die Schöpfung

Im Buch Hiob, Kapitel 41, wird Leviathan ausführlich beschrieben, um Gottes unvergleichliche Macht zu demonstrieren:

„Kannst du den Leviathan mit der Angel fangen oder seine Zunge mit einer Schnur binden? … Kein Ding unter der Sonne ist ihm gleich, das ist ein Ungeheuer ohne Furcht. Er schaut auf alle stolzen Dinge herab; er ist König über alle, die hochmütig sind.“
(Hiob 41,1.33–34, Lutherbibel 2017)

Leviathan steht hier für etwas, das Menschen nicht kontrollieren können – eine Herausforderung, die Hiob Demut lehren soll. Gott macht deutlich: Wenn Hiob mit Leviathan nicht fertig wird, wie kann er sich dann an den Schöpfer wenden? Die Passage betont die Größe Gottes gegenüber dem Menschen und ist ein poetischer Höhepunkt in Gottes Antwort an Hiob.


4. Symbolik und Endzeit: Der Geist des Antichristen

Im Neuen Testament wird von einem „Gesetzlosen“ oder Antichristen gesprochen – dem ultimativen Gegner Christi –, der in den letzten Tagen offenbar wird. Diese Gestalt wird mit Satan verbunden und spiegelt Leviathans zerstörerische Natur wider:

„Und dann wird der Gesetzlose offenbart werden, den der Herr Jesus mit dem Geist seines Mundes töten und durch das Erscheinen seiner Ankunft zunichtemachen wird.“
(2. Thessalonicher 2,8, Lutherbibel 2017)

Das entspricht dem Bild aus Jesaja, wo der Herr Leviathan mit seinem Schwert vernichtet. Leviathan wird so zum symbolischen Vorbild oder Bild des Antichristen oder jeder dämonischen Macht, die sich Gottes Herrschaft widersetzt. So wie Leviathan für Menschen zu mächtig ist, ist auch der Antichrist nicht zu bezwingen – aber beide werden durch Gottes Macht vernichtet.


5. Die biblische Herrschaft des Menschen über die Schöpfung

Obwohl Leviathan mächtig dargestellt wird, lehrt die Bibel, dass Gott dem Menschen Herrschaft über alle Lebewesen gegeben hat:

„Und Gott sprach: Lasst uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel …“
(1. Mose 1,26, Lutherbibel 2017)

Das heißt, kein Geschöpf ist in seiner Autorität größer als der Mensch. Wesen wie Leviathan, ob real oder symbolisch, sind Teil der Schöpfung und unter Gottes Befehl – und letztlich unter der Verantwortung der Menschheit.


6. Der Aufruf zur geistlichen Wachsamkeit

Die wahre Botschaft hinter Leviathan ist nicht, Angst zu verbreiten, sondern uns an Gottes Souveränität und den geistlichen Kampf zu erinnern. Die Kräfte, die Leviathan symbolisiert – Stolz, Rebellion, Chaos – existieren weiterhin geistlich in der Welt. Paulus warnt, dass das „Geheimnis der Gesetzlosigkeit“ schon wirkt (2. Thessalonicher 2,7), und Gläubige müssen wachsam bleiben:

„Denn unser Kampf richtet sich nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Mächte, gegen die Gewalten, gegen die Weltbeherrscher dieser Finsternis, gegen die geistlichen Mächte der Bosheit in den himmlischen Regionen.“
(Epheser 6,12, Lutherbibel 2017)

Unser Fokus soll also nicht auf physischen Monstern liegen, sondern darin, geistlicher Täuschung zu widerstehen, in Wahrheit zu stehen und auf Gottes endgültigen Sieg zu vertrauen.


Fazit: Mehr als ein Monster

Leviathan war vielleicht ein reales Meereswesen oder ein poetisches Symbol – oder beides. Doch seine Rolle in der Schrift geht über Biologie oder Mythos hinaus. Er fordert uns heraus, Gottes Größe anzuerkennen, auf seine Souveränität zu vertrauen und uns auf die geistlichen Kämpfe heute und in den letzten Tagen vorzubereiten.

Gott wird alles Böse vernichten – auch die leviathanähnlichen Mächte, die in der Welt wirken.
Lasst uns treu, wachsam und in der Wahrheit verwurzelt bleiben.

Maranatha – Komm, Herr Jesus!


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Ist Er nicht der Zimmermann, der Sohn Marias?

Shalom.

Es gibt eine tiefgreifende Bedeutung darin, dass Joseph ein Zimmermann war und ebenso, dass unser Herr Jesus Christus als Zimmermann arbeitete, bevor Er Seinen öffentlichen Dienst begann.

Dies wird in der Heiligen Schrift gezeigt:

Markus 6,3 sagt:

„Ist das nicht der Zimmermann, der Sohn Marias und der Bruder von Jakobus, Josef, Judas und Simon? Sind nicht auch seine Schwestern hier bei uns?“ Und sie nahmen Anstoß an Ihm.

Ebenso heißt es in

Matthäus 13,55:
„Ist das nicht der Sohn des Zimmermanns? Heißt seine Mutter nicht Maria, und sind nicht seine Brüder Jakobus, Josef, Simon und Judas?“

Aus diesen Stellen verstehen wir, dass Jesus und Sein irdischer Vater Joseph in ihrer Gemeinde aufgrund ihrer Arbeit als Zimmerleute gut bekannt waren. Die Zimmerei war zur biblischen Zeit ein Beruf, der Geschick, Präzision und Geduld verlangte. Es war nicht bloß körperliche Arbeit, sondern eine Kunst, nützliche und schöne Gegenstände herzustellen (vgl. Sprüche 22,29: „Siehst du einen Mann, der geschickt ist in seinem Werk? Er wird vor Königen stehen…“).

Die Arbeit Jesu als Zimmermann war mehr als ein Beruf – sie war eine Vorbereitung und ein Ausdruck Seiner Unterordnung unter den Willen Gottes, des Vaters. Seine irdische Tätigkeit zeigt Demut und den Wert ehrlicher Arbeit (vgl. Kolosser 3,23: „Alles, was ihr tut, das tut von Herzen als für den Herrn…“).

Gott benutzte diesen Aspekt im Leben Jesu, um uns etwas über geistliches Bauen zu lehren. So wie ein Zimmermann sorgfältig messen, sägen, Nägel schlagen und einem Plan folgen muss, bereitete sich Jesus darauf vor, die Gemeinde – das geistliche „Haus“ Gottes – zu bauen (vgl. Epheser 2,19–22). Diese Aufgabe erforderte Gehorsam, Geschick und Geduld und spiegelte Seine vollkommene Hingabe an den Willen des Vaters wider.

In Johannes 5,19–20 erklärt Jesus diese göttliche Beziehung:

„Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Sohn kann nichts von sich selbst aus tun, sondern nur, was Er den Vater tun sieht; denn was der Vater tut, das tut gleicherweise auch der Sohn. Denn der Vater liebt den Sohn und zeigt Ihm alles, was Er tut; und Er wird Ihm noch größere Werke zeigen, damit ihr euch wundert.“

Diese Stelle betont Jesu vollständige Unterordnung unter die Autorität des Vaters und Seine vollkommene Einheit mit Ihm (vgl. Johannes 10,30).

Als Jesus Seine Nachfolger aufforderte, sich selbst zu verleugnen, ihr Kreuz auf sich zu nehmen und Ihm nachzufolgen (Matthäus 16,24), veranschaulichte Er das geistliche „Bauwerk“ des Reiches Gottes, das Opfer und Gehorsam erfordert – nicht den eigenen Willen.

Ebenso gründet der Ruf, zu glauben und sich taufen zu lassen, um gerettet zu werden (Markus 16,16), auf dem Erlösungsplan des Vaters und betont die Notwendigkeit von Glauben und Gehorsam im neuen Bund (vgl. Römer 6,3–4).

Jesu Verheißung, dass Seine Nachfolger Anfechtungen erleben werden (Johannes 16,33), erinnert uns daran, dass Heiligung ein Prozess ist, der Leiden und Ausdauer einschließt – so wie Er es auf Erden erfahren hat. Philipper 1,29 sagt:

„Denn euch wurde geschenkt, um Christi willen nicht nur an Ihn zu glauben, sondern auch um Seinetwillen zu leiden.“

Dieses Leiden bringt geistliche Reife hervor und vollendet Gottes Werk in uns (Jakobus 1,2–4).

Daher müssen wir als Nachfolger Christi – des Meister-Zimmermanns und treuen Herrn – zulassen, dass Er unser Leben gemäß Gottes vollkommenem Plan formt. Wie Metall im Feuer geläutert wird (Maleachi 3,3) oder Holz sorgfältig gemessen und festgenagelt wird, so müssen auch wir Anfechtungen geduldig ertragen und Gott in Seinem verfeinernden Wirken vertrauen.

Eines Tages, wenn wir unsere ewige Heimat erreichen, werden wir den Wert dieses Prozesses voll verstehen. Jesus versichert uns in Johannes 14,1–4:

„Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich! Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen; wenn es nicht so wäre, hätte ich euch dann gesagt, dass ich hingehe, um euch einen Platz zu bereiten? Und wenn ich hingehe und euch einen Platz bereite, komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen, damit auch ihr seid, wo ich bin. Und wohin ich gehe, wisst ihr; und den Weg kennt ihr.“

Diese Stelle weist auf die Hoffnung des ewigen Lebens hin und auf das endgültige „Bauwerk“, das Gott errichtet – die Vorbereitung eines Ortes im Himmel für Sein Volk.

Der Herr segne dich.


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LASST NICHT ZU, DASS GOTT FEINDSCHAFT ZWISCHEN EUCH UND ANDEREN SETZT

Lobet den Herrn Jesus Christus!

Willkommen zu diesem Bibelstudium. Die Bibel ist das inspirierte und lebendige Wort Gottes (2. Timotheus 3,16), und sie ist unser Licht und unsere Lampe fürs Leben (Psalm 119,105). Um ein erfülltes und friedliches Leben zu führen, müssen wir lernen, Gottes Wort zu gehorchen und fest daran festzuhalten. Ohne dieses Fundament riskieren wir unnötige Schwierigkeiten und zerbrochene Beziehungen.

Viele Menschen suchen Freundschaft und familiäre Bindungen in der Hoffnung auf Trost in schwierigen Zeiten. Doch oft enden diese Beziehungen, die gut beginnen, in Schmerz und Konflikt. Manche gehen sogar in eine Ehe mit der Erwartung von Glück, doch sie endet in Bitterkeit und Zerbrochenheit.

Warum geschieht das? Die Antwort führt zurück zum Anfang—zum Garten Eden.

Wenn wir verstehen, was dort geschah, können wir vermeiden, dieselben Fehler zu wiederholen und ihre Folgen zu erleiden.

Die ersten beiden „Freunde“, deren Beziehung von Harmonie zu Feindschaft wechselte, waren die Frau und die Schlange. Beide waren in der Gegenwart Gottes, doch nach dem Ungehorsam setzte Gott selbst Feindschaft zwischen sie. Das lehrt uns, dass Sünde Gemeinschaft zerbricht—nicht nur zwischen Mensch und Gott, sondern auch zwischen Menschen.

1. Mose 3,14–15

„Da sprach der HERR, Gott, zur Schlange: Weil du das getan hast, seist du verflucht unter allem Vieh und allen Tieren des Feldes! Auf deinem Bauch sollst du kriechen und Staub fressen dein Leben lang.
15 Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Samen und ihrem Samen; er wird dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen.“

Diese Stelle ist die erste Prophetie des Evangeliums (das Protoevangelium) und zeigt, dass Gottes Plan den Sieg über das Böse durch den Samen der Frau (Jesus Christus) beinhaltet. Die Feindschaft ist real und andauernd und zeigt, wie Sünde Beziehungen zerstört und Konflikte hervorruft.

Viele erkennen nicht, dass plötzliche Feindschaft zwischen Freunden oder Familie Gottes Gericht über Ungehorsam sein kann—nicht nur das Werk Satans.

Ein Beispiel: Eine Frau begegnet einem Mann, den sie für ihren zukünftigen Ehemann hält. Obwohl sie weiß, dass voreheliche Intimität verboten ist (1. Korinther 6,18–20; Hebräer 13,4), missachtet sie Gottes Wort in der Hoffnung auf Liebe und Nähe. Stattdessen erlebt sie Ablehnung und Schmerz.

Die Verlobungszeit soll eine Zeit der Vorbereitung und des Respekts sein, nicht von heimlichen Treffen oder körperlicher Intimität (Hohelied 2,7; 1. Thessalonicher 4,3–5). Küssen und Alleinsein vor der Ehe öffnen die Tür für Verwirrung und Zwietracht.

Diese „kleinen“ Dinge scheinen unbedeutend, doch sie beeinflussen das Fundament von Beziehungen. Gott ehrt diejenigen, die Ihn ehren (1. Samuel 2,30). Wenn die Person, die du dir wünschst, wirklich Gottes Wahl ist, wird sie deine Hingabe an Gottes Maßstäbe respektieren.

Gott kann keine Verbindung segnen, die auf Sünde gebaut ist (Hebräer 13,4). Sein Ziel für die Ehe ist Segen, Einheit und Heiligkeit (Epheser 5,22–33). Deshalb trennt Gott Menschen, die sexuelle Unmoral betreiben, oder lässt Distanz entstehen (Römer 1,24–28).

Die Geschichte von Amnon und Tamar (2. Samuel 13,1–21) zeigt eindrücklich, wie Sünde selbst zwischen nahen Angehörigen bittern Hass erzeugt. Nachdem Amnon Tamar Gewalt angetan hatte, hasste er sie zutiefst—ein Beispiel für die zerstörerische Macht der Sünde auf Beziehungen.

Es gibt ein geistliches Prinzip: Wer Gottes Gebote bricht, erntet oft Konflikt und Spaltung (Jakobus 4,1–3).

• Partner, die gemeinsam unehrliche oder illegale Taten begehen, werden schließlich gegeneinander kämpfen.
• Freunde, die in Böses verstrickt sind, werden einander verraten.
• Selbst die Menschen, die den Turm zu Babel bauten, begannen in Einheit, aber endeten in Verwirrung und Spaltung, als sie Gottes Willen widersetzten (1. Mose 11).

Doch umgekehrt gilt: Wer in Gehorsam und Ehrfurcht vor Gott lebt, empfängt Frieden—sogar mit Feinden.

Sprüche 16,7

„Wenn eines Menschen Wege dem HERRN gefallen, so macht er auch seine Feinde mit ihm zufrieden.“

Darum halte fest an Gottes Wort. Wenn du Frieden in deinen Beziehungen willst, gehorche Gott vollständig. Sei nicht wie Eva, die dachte, Ungehorsam würde Segen bringen, doch er brachte Feindschaft.

Möge der Herr uns allen helfen.

Wenn du dein Leben Jesus Christus noch nicht gegeben hast, ist jetzt die Zeit. Bereue aufrichtig (Apostelgeschichte 3,19), höre auf in Sünde zu leben, suche eine wahre lokale Gemeinde (Hebräer 10,25), lasse dich taufen (Matthäus 28,19), und lass den Heiligen Geist dich in alle Wahrheit führen (Johannes 16,13).

Der Herr kommt.


 

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Die geheimen Belohnungen der Heiligen im Himmel

Wenn wir endlich in die Ewigkeit eintreten, hat Gott für sein Volk verschiedene Arten von Belohnungen vorbereitet. Laut der Heiligen Schrift wird es sowohl öffentliche Belohnungen geben – sichtbar und für alle erkennbar – als auch private Belohnungen, die nur der Empfänger und Gott selbst kennt.

Um das zu verstehen, denken Sie an eine Hochzeit. Braut und Bräutigam erhalten oft zwei Arten von Geschenken. Einige werden öffentlich überreicht – wie Möbel, Haushaltsgegenstände oder Grundstücke – alle sehen sie. Andere Geschenke kommen diskret, etwa in verschlossenen Umschlägen, Boxen oder Taschen. Nur das Paar weiß, was darin ist: vielleicht ein Scheck, ein Handy, eine Uhr oder sogar Autoschlüssel.

Später, wenn der Bräutigam mit diesem Auto fährt, könnten die Leute annehmen, er habe hart dafür gearbeitet. In Wirklichkeit war es jedoch ein geheimes Geschenk, nur dem Geber und dem Empfänger bekannt. So wird Gott auch uns, wenn wir in den Himmel kommen, sichtbare Belohnungen für unseren Glauben geben (2. Korinther 5,10), aber auch persönliche, verborgene Belohnungen – wie einen neuen Namen –, den nur der Einzelne kennt.

Offenbarung 2,17 (Luther 2017):
„Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt! Wer überwindet, dem werde ich von dem verborgenen Manna zu essen geben, und ich werde ihm einen weißen Stein geben, auf dem ein neuer Name geschrieben steht, den niemand kennt außer dem, der ihn empfängt.“

Dieser Vers zeigt ein zutiefst persönliches Versprechen: Gott wird jedem Überwinder einen neuen Namen auf einen weißen Stein gravieren. Das ist nicht nur symbolisch – es steht für eine neue Identität, einen neuen Lebenszweck und eine persönliche Beziehung zu Gott, die niemand sonst vollständig verstehen kann.

Auch unser Herr Jesus erhielt nach Seinem Sieg über Sünde und Tod einen einzigartigen Namen vom Vater:

Offenbarung 19,12 (Luther 2017):
„Seine Augen waren wie eine Feuerflamme, und auf seinem Haupt lagen viele Kronen. Er hatte einen Namen geschrieben, den niemand kannte außer ihm selbst.“

Warum ein Name?

In der Bibel trägt ein Name mehr als nur die Funktion der Identifikation – er steht für Bestimmung, Autorität, Charakter und Berufung.

Einige Beispiele:

  • Abram wurde zu Abraham („Vater vieler Völker“) umbenannt, nachdem Gott einen Bund mit ihm schloss. Diese Namensänderung setzte die Verheißung zahlreicher Nachkommen frei (1. Mose 17,5). Heute gelten alle Gläubigen durch den Glauben an Christus als geistliche Kinder Abrahams (Galater 3,7.29).
  • Sarai wurde zu Sarah, und kurz darauf gebar sie Isaak, das Kind der Verheißung (1. Mose 17,15–16).
  • Jakob wurde zu Israel, nachdem er mit Gott gerungen hatte. Diese Namensänderung markierte einen spirituellen Wendepunkt; seine Kinder wurden die zwölf Stämme Israels (1. Mose 32,28). Trotz verschiedener Mütter waren alle unter diesem einen Namen vereint: Israel.
  • Die Apostel Simon und Saul wurden zu Petrus und Paulus, und erst danach traten sie in ihre volle apostolische Autorität und Mission ein (Johannes 1,42; Apostelgeschichte 13,9).

In all diesen Fällen markierte der neue Name eine neue Phase göttlicher Identität und Bestimmung.

So wird Gott im Himmel auch denen, die die Prüfungen dieser Welt durch Glauben und Ausdauer überwunden haben, neue Namen geben. Diese Namen spiegeln ihre wahre Identität in Christus, ihre ewige Belohnung und ihre himmlische Autorität im kommenden Reich wider.

Andere werden die Kraft und die Ergebnisse dieser Namen sehen – doch die Namen selbst bleiben persönlich, ein Geheimnis zwischen Gott und dem Empfänger. Es ist ein Zeichen tiefer, individueller Gemeinschaft mit dem Vater.

Willst du nicht auch einen neuen Namen?

Dies ist ein kostbares Versprechen. Aber wie werden wir Überwinder, die für eine solche Belohnung qualifiziert sind?

Kehren wir zurück zu Offenbarung 2,16 (Luther 2017):

„Tue Buße, oder ich komme bald zu dir und werde gegen sie mit dem Schwert meines Mundes kämpfen.“

Um zu überwinden, müssen wir:

  • Vollständig Buße tun – nicht nur teilweise.
  • Unser Leben ganz Christus übergeben.
  • Als Pilger und Fremde in dieser Welt leben, ohne an irdischen Vergnügungen zu hängen (Hebräer 11,13).
  • Dem Herrn treu dienen nach der Gnade und Berufung, die uns jeder von Gott gegeben hat (Römer 12,6–8; 1. Petrus 4,10).

Hast du dein Leben Jesus gegeben?

Wenn nicht, bedenke: Die Zeit ist kurz. Jeder neue Tag bringt uns dem Ende näher. Bald wird die Entrückung geschehen (1. Thessalonicher 4,16–17), und die Tür der Gnade wird geschlossen. Danach gibt es keine Möglichkeit mehr, Buße zu tun oder ins Reich einzutreten.

Wie es geschrieben steht:

Prediger 11,3 (Luther 2017):
„Wenn die Wolken voll Regen sind, lassen sie ihn auf die Erde fallen; fällt ein Baum nach Süden oder nach Norden, an dem Ort, wo der Baum fällt, da wird er liegen.“

Mit anderen Worten: Dein ewiges Schicksal wird festgelegt, wenn dein Leben endet. Es gibt keine zweite Chance.

Heute ist der Tag

Treffe jetzt deine Entscheidung. Gib dein Leben Christus. Gehe mit Ihm. Diene Ihm. Und freue dich nicht nur auf das ewige Leben, sondern auch auf die Freude, einen neuen Namen zu empfangen – ein persönliches Zeichen von Sieg, Liebe und ewiger Identität von deinem Schöpfer.

Der Herr kommt bald.

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WAS BEDEUTET ES, DAVON ZU TRÄUMEN, FUSSBALL ZU SPIELEN?

Träume sind eine der vielen Arten, wie Gott mit uns kommunizieren kann, aber nicht alle Träume sind geistlicher Natur. Wenn jemand davon träumt, Fußball zu spielen, kann das je nach Kontext und der geistlichen Sensibilität der Person unterschiedliche Bedeutungen haben. Biblisch gesehen stammen Träume oft aus einer von zwei Hauptquellen:

1. Träume aus der Seele – Spiegelungen des täglichen Lebens
Prediger 5,3 (Lutherbibel 2017):

„Denn ein Traum kommt durch viele Mühen, und ein Tor ist bekannt an seinen vielen Worten.“

Das bedeutet, dass manche Träume einfach das Ergebnis unserer täglichen Gedanken, Gefühle und Routinen sind. Wenn du in letzter Zeit viel Fußball gesehen, gespielt oder daran gedacht hast, ist es ganz natürlich, dass dein Geist diese Erlebnisse im Schlaf noch einmal durchläuft.

Das ist tatsächlich die häufigste Ursache für Fußballträume, besonders bei Männern, die aktuell spielen oder früher gespielt haben.

In solchen Fällen steckt keine geistliche Bedeutung hinter dem Traum – es ist nur dein Geist, der dein tägliches Leben verarbeitet. Es besteht kein Grund zur Sorge.

2. Träume von Gott – Geistliche Symbolik und Warnungen
Wenn ein Traum vom Fußballspielen jedoch heraussticht, intensiv oder symbolisch ist oder im Geist nachklingt, könnte er eine tiefere, geistliche Botschaft von Gott enthalten.

Stell dir vor, du hast in deinem Traum an einem ernsten Wettbewerb teilgenommen. Vielleicht wurde dein Team besiegt oder du hast überwältigend gewonnen. Vielleicht hast du Druck, Müdigkeit oder dich als herausragenden oder schwachen Spieler gefühlt. Wenn du beim Erwachen vom Traum berührt bist, könnte Gott ein vertrautes Bild (Fußball) benutzen, um eine göttliche Botschaft zu übermitteln.

Geistlicher Kampf und das Rennen des Glaubens
Die Bibel vergleicht das christliche Leben oft mit einem Rennen oder Wettkampf, der Disziplin, Fokus und Ausdauer erfordert. Das Leben ist ein Schlachtfeld und ein Wettstreit um unsere Seele.

  1. Korinther 9,24-27 (Lutherbibel 2017):

„Wisst ihr nicht, dass die, die laufen, zwar alle laufen, aber nur einer den Preis erlangt? Lauft so, dass ihr ihn erlangt!
Jeder aber, der kämpft, enthält sich aller Dinge; jene, damit sie einen vergänglichen Kranz empfangen, wir aber einen unvergänglichen.
Ich aber laufe so, nicht ohne Ziel; ich kämpfe so, nicht als schlage ich die Luft.
Sondern ich zähme meinen Leib und mache ihn mir zum Knecht, damit ich nicht andern predige und selbst verwerflich werde.“

Theologische Erkenntnis: Paulus zieht hier eine Parallele zwischen sportlicher und geistlicher Disziplin. So wie ein Fußballer trainiert, um eine Trophäe zu gewinnen, sind Gläubige berufen, mit Zielstrebigkeit, Integrität und Ausdauer zu leben, um die ewige Belohnung, die Krone des Lebens (Jakobus 1,12), zu erhalten.

Gott spricht durch Träume
Manchmal, besonders wenn wir im Wachzustand nicht aufmerksam sind, nutzt Gott Träume, um unsere Aufmerksamkeit zu gewinnen.

Hiob 33,14–16 (Lutherbibel 2017):

„Denn Gott redet auf verschiedene Weise, ja, und man nimmt’s nicht wahr.
Im Traum, in nächtlichen Gesichten, wenn der Schlaf auf die Menschen fällt und sie auf ihren Betten schlummern, dann tut er den Menschen die Ohren auf und versiegelt ihre Ermahnung.“

Theologische Erkenntnis: Träume können göttliche Werkzeuge zur Unterweisung, Korrektur oder Berufung sein. Wenn du immer wieder denselben Traum hast oder er dich stark berührt, könnte Gott dich an deine geistliche Verantwortung oder Berufung erinnern.

Was solltest du tun, wenn du diesen Traum hast?
Frage dich:

  • Lebe ich mit einem Ziel?
  • Bin ich in dem Rennen, das Gott für mich bestimmt hat?
  • Bin ich geistlich diszipliniert oder habe ich nachgelassen?
  • Ruft mich Gott zur Rettung, Umkehr oder tieferem Engagement?

Wenn du noch nicht in Christus bist, könnte so ein Traum Gottes Ruf sein, in das Rennen einzusteigen und deinen Glaubensweg zu beginnen.

  1. Timotheus 4,7-8 (Lutherbibel 2017):

„Ich habe den guten Kampf gekämpft, ich habe den Lauf vollendet, ich habe den Glauben bewahrt.
Von nun an liegt mir die Krone der Gerechtigkeit bereit, die mir der Herr, der gerechte Richter, an jenem Tag geben wird…“

Fazit: Du bist nicht zufällig hier
Wenn du diese Botschaft gelesen hast, ist das kein Zufall. Gott versucht vielleicht, dein Herz zu erreichen. Ob der Traum nur von deinem Alltag stammt oder direkt von Gott kommt – nimm dir einen Moment, um geistlich zu reflektieren.

Gott hat einen Zweck für dein Leben. Er liebt dich und wünscht sich, dass du in Sein Rennen eintrittst – nicht um eine vergängliche Trophäe, sondern für das ewige Leben.

Hebräer 12,1-2 (Lutherbibel 2017):

„Lasst uns also loslegen und den Lauf vollenden, der uns bestimmt ist, indem wir den Blick auf Jesus richten, den Anfänger und Vollender des Glaubens.“

Heute ist ein guter Tag, um auf Gott zu antworten. Ignoriere den Ruf nicht. Fang an, das Rennen zu laufen, das Er für dich vorbereitet hat.

Sei gesegnet.


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Was ist Liebe, und wie viele Arten von Liebe gibt es?

Liebe gehört zu den zentralsten Themen des christlichen Glaubens. Sie ist sowohl ein Gefühl als auch eine Handlung, die sich durch Mitgefühl, Opferbereitschaft, Annahme und Hingabe an andere zeigt. In der Heiligen Schrift ist Liebe nicht bloß ein Gefühl, sondern ein Gebot, eine Berufung und das Wesen Gottes selbst.

„Wer nicht liebt, der kennt Gott nicht; denn Gott ist Liebe.“

  1. Johannes 4,8

Die Bibel unterscheidet insbesondere im Neuen Testament drei Hauptarten von Liebe, die durch die ursprünglichen griechischen Begriffe zum Ausdruck kommen: Eros, Phileo und Agape.


1. EROS – Romantische oder leidenschaftliche Liebe

Das Wort Eros (ἔρως) beschreibt die romantische, leidenschaftliche oder körperliche Liebe, die oft mit Verlangen und Anziehung verbunden ist. Auch wenn der Begriff im Neuen Testament nicht ausdrücklich verwendet wird, wird dieses Konzept insbesondere im Hohelied Salomos gewürdigt, das die eheliche Zuneigung und die romantische Liebe zwischen Mann und Frau feiert.

Hohelied 1,13–17:
„Mein Geliebter ist mir ein Büschel Myrrhe, das zwischen meinen Brüsten ruht. Mein Geliebter ist mir eine Traube von Zyperblumen in den Weinbergen zu En-Gedi. … Siehe, du bist schön, mein Freund, ja lieblich! Unser Lager ist grün, die Balken unseres Hauses sind Zedern, unsere Decken sind Zypressen.“

Die Eros-Liebe ist gut und von Gott geschenkt, wenn sie im Rahmen der Ehe gelebt wird. Der Apostel Paulus betont:

„Die Ehe soll in Ehren gehalten werden bei allen und das Ehebett unbefleckt; denn Unzüchtige und Ehebrecher wird Gott richten.“
Hebräer 13,4


2. PHILEO – Freundschaftliche oder brüderliche Liebe

Phileo (φιλέω) beschreibt eine Liebe, die in Freundschaft, gegenseitigem Respekt und emotionaler Verbundenheit wurzelt. Es ist die Art von Liebe, die zwischen engen Freunden, Familienmitgliedern oder Mitchristen geteilt wird. Diese Liebe beruht auf gemeinsamen Werten und Erfahrungen und ist meist gegenseitig.

„In der brüderlichen Liebe seid herzlich zueinander. In Ehrerbietung komme einer dem andern zuvor.“
Römer 12,10

Jesus zeigte Phileo-Liebe, als er über den Tod des Lazarus weinte:

„Da sprachen die Juden: Siehe, wie hat er ihn liebgehabt!“
Johannes 11,36

Doch Jesus fordert uns heraus, über Phileo hinauszugehen, denn auch Sünder lieben diejenigen, die sie lieben:

„Denn wenn ihr liebt, die euch lieben, was werdet ihr für Lohn haben? Tun nicht dasselbe auch die Zöllner? Und wenn ihr nur eure Brüder grüßt, was tut ihr Besonderes? Tun nicht dasselbe auch die Heiden?“
Matthäus 5,46–47

Das zeigt, dass Phileo-Liebe zwar gut, aber nicht ausreichend ist, um das Herz Gottes vollkommen widerzuspiegeln.


3. AGAPE – Unbedingte, selbstlose Liebe

Agape (ἀγάπη) ist die höchste und göttlichste Form der Liebe. Sie ist selbstlos, opferbereit und bedingungslos – sie sucht das Beste für den anderen, unabhängig von dessen Reaktion. Diese Liebe entspricht Gottes Wesen und wurde vollkommen in Jesus Christus offenbart.

„Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.“
Johannes 3,16

Jesus fordert uns auf, Agape-Liebe zu leben:

„Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr einander liebt; wie ich euch geliebt habe, damit auch ihr einander liebt. Daran wird jeder erkennen, dass ihr meine Jünger seid: wenn ihr Liebe untereinander habt.“
Johannes 13,34–35

Diese Liebe basiert nicht auf Gefühlen oder einem Nutzen. Sie ist eine Entscheidung des Willens, auch diejenigen zu lieben, die uns verletzen, verraten oder ablehnen:

„Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.“
Römer 5,8

Diese Art von Liebe kann nur durch das Wirken des Heiligen Geistes im Herzen eines Gläubigen gelebt werden:

„Denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist.“
Römer 5,5


Die Eigenschaften der Agape-Liebe

In 1. Korinther 13 beschreibt der Apostel Paulus, wie sich Agape-Liebe praktisch zeigt:

1. Korinther 13,4–8:
„Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf, sie verhält sich nicht ungehörig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu, sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit; sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles. Die Liebe hört niemals auf.“

Diese Liebe empfangen wir nicht passiv – wir müssen aktiv danach streben, besonders in schwierigen Momenten:

  • Wenn uns jemand beleidigt, antworten wir mit Freundlichkeit.

  • Wenn uns jemand hasst, beten wir für ihn.

  • Wenn man uns Unrecht tut, vergeben wir anstatt heimzuzahlen.


Wie kann man in der Agape-Liebe wachsen?

Man wächst nicht allein aus eigener Kraft in diese Liebe hinein. Es ist eine Frucht des Geistes, die in uns reift, wenn wir in enger Gemeinschaft mit Gott leben:

„Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue …“
Galater 5,22

Wir müssen Gott um die Gnade bitten, so zu lieben, selbst wenn es uns etwas kostet.

„Wenn wir einander lieben, bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist in uns vollkommen.“

  1. Johannes 4,12


Schlussgedanke

Aus Gottes Sicht ist kein geistliches Amt, keine Gabe und kein Dienst größer als die Liebe:

„Und wenn ich allen Glauben hätte, sodass ich Berge versetzen könnte, und hätte die Liebe nicht, so wäre ich nichts.“

  1. Korinther 13,2

Lasst uns also danach streben, in der Agape-Liebe zu leben – jener Liebe, die das Herz Gottes widerspiegelt, seine Gegenwart nahebringt und nicht nur unser Leben verändert, sondern auch das der Menschen um uns herum.

Sei gesegnet.


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Ein Gebet der Buße und um Barmherzigkeit

Es ist eine weise und lebensverändernde Entscheidung, Gottes Barmherzigkeit und Vergebung zu suchen – besonders jetzt, solange noch Zeit ist, sich Ihm zuzuwenden.

Vielleicht denkst du, dass du Dinge getan hast, die unverzeihlich sind – dass Gott dir niemals vergeben könnte. Vielleicht hast du schwer gesündigt: vielleicht sogar jemanden getötet, die Ehe gebrochen, eine Abtreibung vorgenommen, Gott verflucht, gestohlen, Zauberer oder Wahrsager aufgesucht, deine Eltern entehrt oder andere tief verletzt.

Oder du bist einfach an den Punkt gekommen, an dem dir bewusst wurde, dass ein Leben ohne Gott leer und sinnlos ist – und jetzt willst du dich Ihm zuwenden. Wenn das auf dich zutrifft, ist deine Entscheidung eine sehr bedeutende. Gott hat einen größeren Plan, warum du gerade jetzt an diesem Punkt deines Lebens stehst.


Jesu Verheißung der Barmherzigkeit

Jesus sprach ganz klar über Seine Bereitschaft, jeden anzunehmen, der in echter Reue zu Ihm kommt:

„Alles, was mir der Vater gibt, das kommt zu mir; und wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.“
(Johannes 6,37 – Lutherbibel 2017)

Diese Verheißung ist der Kern der Botschaft des Evangeliums. Es spielt keine Rolle, wie weit du dich von Gott entfernt hast oder wie tief du gefallen bist – Jesus verspricht: Wer zu Ihm kommt, wird nicht abgewiesen. Das ist das Herz der göttlichen Barmherzigkeit – Gott nimmt die Gebrochenen und Verlorenen an.

Wenn du heute die Entscheidung getroffen hast, wirklich umzukehren, dann gilt diese Verheißung auch dir. Jesus wird dich niemals ablehnen. Von diesem Moment an wird Er anfangen, Wunder in deinem Leben zu wirken. Buße bedeutet, sich von der Sünde abzuwenden und sich Gott zuzuwenden – nicht nur mit Worten, sondern mit einem aufrichtigen Herzen.


Was ist Buße?

Buße ist mehr als nur Bedauern oder ein gesprochenes Gebet. Wahre Buße bedeutet eine Veränderung des Herzens, des Denkens und der Lebensrichtung. Die Bibel macht deutlich, dass Buße notwendig für das Heil ist:

„So tut nun Buße und bekehrt euch, dass eure Sünden getilgt werden,
damit Zeiten der Erquickung kommen vom Angesicht des Herrn.“
(Apostelgeschichte 3,19 – Lutherbibel 2017)

Es reicht nicht, Reue zu empfinden – wir müssen uns aktiv entscheiden, das hinter uns zu lassen, was uns von Gott trennt, und im Licht Seines Willens zu leben.

Jesus veranschaulichte dies eindrucksvoll in der Geschichte der sündigen Frau. In Lukas 7,36–48 lesen wir von einer Frau, bekannt als Sünderin, die unter Tränen Jesu Füße salbte. Ihre Reue war tief und echt – und Jesus sprach zu ihr:

„Dein Glaube hat dir geholfen; geh hin in Frieden!“
(Lukas 7,50 – Lutherbibel 2017)

Diese Geschichte zeigt: Buße bedeutet nicht nur Trauer über die Sünde, sondern auch Glaube an Jesus als Retter. Wenn dein Herz wirklich zerbrochen ist über deine Schuld und du dein Vertrauen auf Jesus setzt, vergibt Er dir und schenkt dir Seinen Frieden.


Die Kraft des Blutes Jesu

Das Blut Jesu steht im Zentrum unseres Glaubens. Die Schrift sagt:

„Das Blut Jesu, seines Sohnes, macht uns rein von aller Sünde.“
(1. Johannes 1,7 – Lutherbibel 2017)

Jesu Tod am Kreuz hat die Strafe für unsere Sünden getragen. Sein Blut reinigt uns von jeder Ungerechtigkeit. Wenn du wirklich Buße tust, darfst du gewiss sein: Das Blut Jesu reicht aus, um deine Vergangenheit vollständig reinzuwaschen – egal, wie viele Fehler du gemacht hast oder wie schwer sie wiegen.

Wenn du deine Sünden bekennst und an Jesus als deinen Erlöser glaubst, kannst du die Vergebung und den tiefen Frieden erleben, den nur Er geben kann. Als Jesus am Kreuz ausrief:

„Es ist vollbracht!“
(Johannes 19,30 – Lutherbibel 2017)

– da war die Erlösung besiegelt. Durch den Glauben an Ihn ist dir Vergebung zugesichert.


Gebet der Buße

Wenn du bereit bist, dich heute von der Sünde abzuwenden und Jesus zu folgen, dann bete dieses Gebet ehrlich und von ganzem Herzen. Gott kennt dein Herz – und Er wartet schon darauf, dich in Seine Arme zu schließen.

Himmlischer Vater,
ich komme heute vor Dich und bekenne meine Schuld.
Ich habe viele Fehler gemacht und weiß, dass ich Dein Gericht verdient hätte.
Aber Du bist ein Gott der Barmherzigkeit,
und Dein Wort sagt, dass Du Erbarmen hast mit denen, die Dich lieben.

Deshalb bitte ich Dich jetzt um Vergebung und Hilfe.
Ich kehre von ganzem Herzen um von all meinen Sünden
und bekenne, dass Jesus Christus der Herr ist.

Ich glaube, dass Sein Tod am Kreuz für meine Sünden war
und dass Sein Blut mich reinigt von aller Ungerechtigkeit.

Mach mich heute neu, eine neue Schöpfung –
und hilf mir, von nun an für Dich zu leben.

Danke, Jesus, dass Du mich annimmst und mir vergibst.

In Deinem kostbaren Namen bete ich.
Amen.


Bestätigung durch Taten

Wenn du dieses Gebet im Glauben gesprochen hast, dann ist der nächste Schritt, deine Umkehr im Leben sichtbar zu machen. Wahre Buße zeigt sich in einer neuen Lebensweise. Der Apostel Paulus schrieb:

„Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur;
das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.“
(2. Korinther 5,17 – Lutherbibel 2017)

Wenn Gott sieht, dass deine Umkehr echt ist – wenn dein Leben sich verändert –, dann bestätigt Er, dass du Sein Kind bist. Buße ist sowohl eine innere als auch eine äußere Veränderung.


Die Bedeutung von Gemeinschaft

Auf deinem neuen Weg ist es entscheidend, dass du dich einer Gemeinschaft von Gläubigen anschließt. Die Bibel ermutigt uns, Teil einer Gemeinde zu sein, wo wir gemeinsam anbeten, lernen und im Glauben wachsen können:

„Und lasst uns aufeinander Acht haben und uns anspornen zur Liebe und zu guten Werken
und nicht verlassen unsere Versammlung, wie einige zu tun pflegen,
sondern einander ermahnen, und das umso mehr, als ihr seht, dass sich der Tag naht.“
(Hebräer 10,24–25 – Lutherbibel 2017)

Auch die Taufe ist ein wichtiger Schritt im Glaubensleben. Sie ist ein äußeres Zeichen einer inneren Veränderung. Petrus sagte:

„Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden,
so werdet ihr empfangen die Gabe des Heiligen Geistes.“
(Apostelgeschichte 2,38 – Lutherbibel 2017)

Die Taufe ist ein öffentliches Bekenntnis deines Glaubens und eine kraftvolle Verbindung mit dem Tod, der Beerdigung und der Auferstehung Jesu Christi.


Der Herr segne dich reichlich auf deinem neuen Weg in Seiner Gnade.


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