Der Apostel warnte uns, dass gerade in dieser letzten Zeit der Moment gekommen ist, uns nicht zu sehr an die Dinge des Fleisches oder an die Dinge dieser Welt zu klammern. Lassen Sie uns gemeinsam die folgenden Verse betrachten. Er sagt:
1. Korinther 7,29–35 „Ich sage aber, Brüder: Die Zeit ist kurz bemessen. Im Übrigen sollen auch die, die Frauen haben, so leben, als hätten sie keine; 30 und die Weinenden, als weinten sie nicht; und die sich Freuenden, als freuten sie sich nicht; und die Kaufenden, als behielten sie nichts; 31 und die von der Welt Gebrauch Machenden, als gebrauchten sie sie nicht; denn das Wesen dieser Welt vergeht. 32 Ich aber möchte, dass ihr frei seid von Sorgen. Der Unverheiratete sorgt sich um die Dinge des Herrn, wie er dem Herrn gefallen könne; 33 der Verheiratete aber sorgt sich um die Dinge der Welt, wie er seiner Frau gefallen könne. 34 So ist auch ein Unterschied zwischen der Frau und der Jungfrau. Die unverheiratete Frau sorgt sich um die Dinge des Herrn, dass sie heilig sei an Leib und Geist; die Verheiratete aber sorgt sich um die Dinge der Welt, wie sie ihrem Mann gefallen könne. 35 Dies aber sage ich zu eurem eigenen Nutzen, nicht um euch eine Schlinge zu werfen, sondern damit ihr euch anständig benehmt und dem Herrn ungehindert dienen könnt.“
Verstehst du, worauf Paulus hier hinauswollte? Er zeigt uns, dass wir uns nicht so stark an die Dinge dieser Welt binden sollen, dass wir darüber vergessen, Gott zu dienen – selbst jetzt, wo wir nur für kurze Zeit hier auf dieser Erde sind.
Es kommt vor, dass ein Christ heiratet und darüber völlig die Dinge Gottes vergisst. Er müht sich nur noch ab, wie er seinem Mann oder seiner Frau gefallen kann. Er lässt das Gebet fallen, lernt das Wort nicht mehr … In solchen Situationen sagte Paulus: Wenn du heiratest, lebe trotzdem so, als wärst du nicht verheiratet. Überhöhe die Ehe nicht so sehr, dass sie dich träge gegenüber Gott macht – denn die Zeit, die uns bleibt, ist kurz.
Denn die Dinge wie Heiraten oder Verheiratetsein gehören nur zu diesem Leben. Drüben im ewigen Reich werden sie nicht mehr existieren. Darum sollen wir ihnen nicht übermäßiges Gewicht geben und dadurch die ewigen Dinge des Himmels vernachlässigen.
Ein anderer versinkt völlig in seinem Studium, sodass er kaum noch Zeit findet, mit seinem Gott zu sprechen.
Ein anderer steigt ins Geschäftsleben ein, und Gott schenkt ihm Erfolg. Doch als Folge vergisst er die geistlichen Dinge, ist ständig in seinen Geschäften vertieft, nimmt sich keine Zeit mehr fürs Gebet, für den Gottesdienst oder dafür, Gott etwas zu tun.
Die Bibel sagt:
1. Korinther 7,31 „Und die von der Welt Gebrauch Machenden, als gebrauchten sie sie nicht; denn das Wesen dieser Welt vergeht.“
Ja, wir leben in dieser Welt, und wir müssen sie in gewissem Maße nutzen. Aber wir sind ermahnt worden, sie so zu nutzen, als nutzten wir sie nicht wirklich. Wir sollen uns nicht hineinziehen lassen, damit wir nicht vergessen, dass wir nur Pilger sind und unsere eigentliche Heimat im Himmel ist.
Wir sollen leben wie die 300 Helden Gideons. Als sie zum Wasser geführt wurden, tranken sie nicht wie Rinder, die ihren Mund direkt ins Wasser tauchten, sondern sie schöpften das Wasser mit den Händen und leckten es wie Hunde. Das bedeutet: Selbst wenn der Feind gekommen wäre, während sie tranken, hätte er sie nicht leicht überwältigen können, denn sie behielten ihre Umgebung im Blick – im Gegensatz zu denen, die ihren Mund direkt ins Wasser steckten und nichts anderes mehr bemerkten (Richter 7,4–7).
So auch wir: Wir leben in dieser Welt, aber wir sollen alles mit Maß betrachten, damit wir dem Satan keinen Raum geben, uns durch weltliche Dinge zu fesseln. Wir sollen nicht völlig in die Welt eintauchen. Wir müssen Zeit für Gott haben. Ob Schule, Geschäft, Arbeit, Ehe, Feier oder irgendeine andere Sache – nichts soll unseren ganzen Kopf, unsere ganze Kraft und unsere ganze Freude beanspruchen.
Wenn wir so leben, sagt uns die Bibel, werden wir auch Zeit für den Herrn finden. Und als Folge wird jener Tag uns nicht plötzlich überraschen wie ein Dieb in der Nacht. Denn die Schrift sagt, dass es genau so über die ganze Welt kommen wird – weil die Menschen beschäftigt sein werden mit fleischlichen Dingen.
Lukas 21,34–35 „Hütet euch aber, dass eure Herzen nicht beschwert werden durch Völlerei und Trunkenheit und Sorgen des Lebens, und jener Tag plötzlich über euch komme wie eine Schlinge; 35 denn er wird über alle kommen, die auf dem ganzen Erdboden wohnen.“
Darum sollen wir täglich wissen: Jeder Tag, der vergeht, bringt uns dem großen Tag der Entrückung näher. Es ist unsere Pflicht, darauf zu achten, wie wir in dieser kurzen Zeit, die uns noch bleibt, unserem Gott gefallen können.
Philipper 4,6 „Sorgt euch um nichts; sondern in allem lasst durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden.“
Der Herr segne dich reichlich.
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