„Ihr aber, Brüder und Schwestern, werdet nicht müde, Gutes zu tun.“

„Ihr aber, Brüder und Schwestern, werdet nicht müde, Gutes zu tun.“

 



2. Thessalonicher 3,13

Gutes zu tun kann sich manchmal undankbar anfühlen. Du hilfst anderen, gibst großzügig, investierst Zeit und Ressourcen – und wirst trotzdem übersehen, nicht wertgeschätzt oder sogar ausgenutzt. Doch die Heilige Schrift erinnert uns daran: Unsere Arbeit im Herrn ist niemals vergeblich.

Gutes Tun ist oft kostspielig – und genau das ist der Sinn

Wahre Güte ist häufig mit Opfer verbunden. Das biblische „Gute“ bedeutet nicht nur nett zu sein; es ist hingebende Liebe, die Gottes Herz widerspiegelt. Wenn du gibst, ohne eine Gegenleistung zu erwarten, lebst du Agape – die bedingungslose Liebe, die in 1. Korinther 13 beschrieben wird.

Beispiele für diese Art von Güte sind:

  • Den Schwachen helfen, etwa Waisen und Armen (Jakobus 1,27).

  • Auf eigenen Komfort verzichten, um andere aufzurichten (Philipper 2,3–4).

  • Lehren, begleiten oder geben, ohne etwas zurückzuerwarten (Lukas 14,12–14).

  • Das Evangelium weitergeben, ohne Lob oder Anerkennung zu suchen (Matthäus 10,8).

Diese Taten spiegeln Gottes Herz wider. Jesus selbst sagte:

„Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern und Schwestern, das habt ihr mir getan.“
Matthäus 25,40

Du kannst müde werden – aber gib nicht auf

Gott weiß, dass es anstrengend sein kann, Gutes zu tun. Deshalb werden wir immer wieder ermutigt, nicht nachzulassen:

„Lasst uns aber Gutes tun und nicht müde werden; denn zu seiner Zeit werden wir auch ernten, wenn wir nicht nachlassen.“
Galater 6,9

Der Apostel Paulus kannte die Herausforderungen des Dienens nur zu gut. Und doch lehrte er, dass Ausdauer im Guten ein Zeichen echten Glaubens ist (Römer 2,6–7). Jede gute Tat ist ein Same. Es braucht Zeit – aber sie wird Frucht bringen.

Ein Beispiel aus dem Leben: Mordechais Geschichte (Ester 6)

Mordechai rettete einst König Xerxes, indem er ein Mordkomplott aufdeckte. Doch er erhielt zunächst keine Belohnung. Die Zeit verging – er wurde vergessen. Dann, in einer entscheidenden Nacht, konnte der König nicht schlafen und ließ die Chroniken lesen. Dabei wurde Mordechais Tat wiederentdeckt, und der König ehrte ihn öffentlich.

Diese Geschichte offenbart eine tiefere geistliche Wahrheit:
Gott vergisst die treuen Taten seiner Kinder nicht. Auch wenn es scheint, als geschehe nichts, wirkt Gott im Verborgenen.

„Denn Gott ist nicht ungerecht, dass er euer Werk vergäße und die Liebe, die ihr an seinem Namen bewiesen habt, da ihr den Heiligen gedient habt und noch dient.“
Hebräer 6,10

Die ewige Perspektive

Paulus schreibt in Römer 2,6–10:

„[Gott] wird einem jeden geben nach seinen Werken: ewiges Leben denen, die mit Geduld im guten Werk trachten nach Herrlichkeit, Ehre und Unvergänglichkeit … Herrlichkeit aber und Ehre und Frieden allen denen, die Gutes tun.“

In Gottes Reich geht nichts verloren. Vielleicht bringt das Gute, das du tust, hier auf Erden keinen Ruhm oder Reichtum – aber es sammelt ewigen Lohn.

Jesus selbst sagte:

„Sammelt euch Schätze im Himmel …“
Matthäus 6,20

Was bedeutet das konkret für dich?

  • Tu weiterhin Gutes, auch wenn es schwerfällt.

  • Stärke die Schwachen im Glauben (Römer 15,1).

  • Bete für andere, besonders für die, die kämpfen (Jakobus 5,16).

  • Teile die Botschaft des Heils (Römer 10,14–15).

  • Sei ein Licht in dunklen Orten (Matthäus 5,16).

Frage dich selbst: Welches Gute tue ich für Gott – nicht nur für Menschen, sondern zu seiner Ehre?

Schlussgedanke: Gott sieht – Gott belohnt

Verliere nicht den Mut. Ob du Samen der Freundlichkeit, der Großzügigkeit oder der Wahrheit säst – Gott sieht es. Und zu seiner Zeit wird er es vergelten.

„Darum, meine lieben Brüder und Schwestern, seid fest, unerschütterlich und nehmt immer zu in dem Werk des Herrn, denn ihr wisst, dass eure Arbeit im Herrn nicht vergeblich ist.“
1. Korinther 15,58

Teile diese Botschaft

Wenn dich diese Worte ermutigt haben, dann teile sie mit jemandem, der vielleicht kurz davor ist aufzugeben. Lasst uns einander stärken, nicht müde zu werden, Gutes zu tun – zur Ehre Gottes.

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Über den Autor

Janet Mushi editor

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