Wer Geld liebt, wird niemals satt

Wer Geld liebt, wird niemals satt

1. Das Gleichnis der Mücke – ein warnendes Bild

Eine Mücke gibt uns ein sehr eindrückliches Beispiel. Wenn sie auf einem Menschen landet und ungestört Blut saugt, hört sie nicht von selbst auf. Sie saugt weiter, bis ihr Körper buchstäblich platzt – und sie daran stirbt.
Diese biologische Tatsache spiegelt eine tiefe geistliche Wahrheit wider:
Wer von der Liebe zum Geld beherrscht wird, verliert das Maß und weiß nicht mehr, wann genug genug ist.
Die Begierde verblendet das Herz und führt schließlich ins Verderben.


2. Biblische Weisheit über Geld und Zufriedenheit

Prediger 5,9–10 sagt:

„Wer Geld liebt, wird vom Geld nicht satt, und wer Reichtum liebt, hat keinen Nutzen davon. Auch das ist Eitelkeit. Wo viel Gut ist, da sind viele, die es verzehren; und was hat sein Besitzer davon als nur, es mit seinen Augen anzusehen?“

Dieser Abschnitt macht ein zentrales Thema der Weisheitsliteratur deutlich:
Irdische Dinge sind leer, wenn sie von Gott getrennt sind.
Materieller Reichtum schenkt keine wahre Erfüllung. Je mehr wir besitzen, desto größer werden oft Druck, Verantwortung und Unzufriedenheit.
Wahre Zufriedenheit kommt nicht aus äußeren Gütern, sondern aus einem Leben, das in Gott verwurzelt ist.


3. Gottes Weisheit versus weltliche Weisheit

Die Welt sagt: „Jage dem Geld nach. Mach es zum Ziel deines Lebens.“
Doch Gottes Weisheit warnt uns davor, unser Leben auf Reichtum zu bauen.

Hebräer 13,5 sagt:

„Euer Leben sei frei von Geldliebe; begnügt euch mit dem, was vorhanden ist. Denn er selbst hat gesagt: ‚Ich will dich nicht verlassen und dich nicht versäumen.‘“

Diese Aufforderung richtet sich nicht gegen Geld an sich, sondern gegen Habsucht – ein unheiliges Verlangen, das das Vertrauen auf Gott durch Vertrauen auf Besitz ersetzt.
Die Sicherheit des Gläubigen liegt in Gottes Gegenwart und Fürsorge, nicht in materiellen Dingen.


4. Die Liebe zum Geld ist geistliches Gift

1. Timotheus 6,10 erklärt:

„Denn die Geldliebe ist eine Wurzel alles Bösen; einige, die ihr nachgingen, sind vom Glauben abgeirrt und haben sich selbst viele Schmerzen verursacht.“

Das hier verwendete griechische Wort philargyria beschreibt eine krankhafte, übermäßige Zuneigung zum Geld.
Paulus macht deutlich: Diese Haltung ist nicht neutral. Sie zieht Menschen vom Glauben weg und führt zu geistlicher Selbstzerstörung.
Es ist eine konkurrierende Liebe, die Gott vom Mittelpunkt des Lebens verdrängt.


5. Der tragische Fall des Judas Iskariot

Judas begann mit einer verborgenen Liebe zum Geld und stahl aus der gemeinsamen Kasse (Johannes 12,6).
Diese Begierde wuchs und führte schließlich dazu, dass er Jesus für dreißig Silberstücke verriet.

Apostelgeschichte 1,18–19 berichtet über sein Ende:

„Dieser erwarb einen Acker mit dem Lohn der Ungerechtigkeit; und er stürzte kopfüber hinab, barst mitten entzwei, und alle seine Eingeweide quollen hervor. Und es wurde allen Bewohnern Jerusalems bekannt …“

Das Leben des Judas zeigt die Fortschreitung der Sünde:
von verborgenem Geiz zu offenem Verrat und schließlich zu einem gewaltsamen Tod.
Es ist ein ernster Beweis dafür, wie ungezügelte Geldliebe dem Satan Raum gibt (Lukas 22,3) und einen Menschen geistlich und körperlich zerstören kann.


6. Berufung zur Zufriedenheit und zu den Prioritäten des Reiches Gottes

Das christliche Leben ist kein Leben der materiellen Fixierung, sondern ein Leben mit Reich-Gottes-Fokus. Jesus lehrte:

Matthäus 6,33

„Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch dies alles hinzugefügt werden.“

Die Reihenfolge ist entscheidend.
Das Reich Gottes steht an erster Stelle, materielle Versorgung folgt als Verheißung – nicht als Ziel unserer Jagd.


7. Abschließende Ermahnung

Gott ist nicht gegen Reichtum. Er ist gegen Götzendienst – wenn Geld seinen Platz einnimmt.
Wir sind berufen:

  • fleißig zu arbeiten (Kolosser 3,23),
  • verantwortungsvoll mit Geld umzugehen (Sprüche 21,20),
  • freigebig zu sein (2. Korinther 9,7),
  • und in Zufriedenheit zu leben (Philipper 4,11–13).

Die Liebe zum Geld ist eine Falle.
Wie die Mücke, die so lange saugt, bis sie stirbt, wird auch der Mensch, der Reichtum um seiner selbst willen begehrt, am Ende dem Verderben begegnen.
Doch wer Gott an die erste Stelle setzt und sein Herz frei von Habsucht hält, wird in Frieden und mit göttlicher Bestimmung leben.


Gebet

Herr, lehre uns, dich mehr zu lieben als Reichtum.
Hilf uns, deiner Versorgung zu vertrauen und mit dem zufrieden zu sein, was wir haben.
Bewahre unsere Herzen vor Habsucht und schenke uns Weisheit, nach dem zu trachten, was wirklich zählt: deinem Reich und deiner Gerechtigkeit.
Komm, Herr Jesus! 

Print this post

Über den Autor

Rogath Henry editor

Schreibe eine Antwort