WIE UNREINHEIT DEN MENSCHEN BEEINFLUSST
Möge unser Herr Jesus Christus verherrlicht werden. Wir wurden gesegnet, einen weiteren Tag erleben zu dürfen. Ich lade euch ein, gemeinsam Gottes Wort zu studieren, besonders, wenn der Tag sich dem Ende zuneigt. Dabei sollten wir bedenken: Unser Weg mit Gott besteht nicht nur darin, sichtbare Sünden zu vermeiden, sondern auch unser Herz und unseren Geist in Ihm zu bewahren.
So wie „Heiligkeit“ und „Heiligung“ zusammengehören, stehen auch „Sünde“ und „Unreinheit“ in enger Verbindung.
Sünde vs. Unreinheit
Sünde ist jede Handlung oder jeder Gedanke, der Gottes Willen widerspricht und Seine Gebote verletzt. Sie ist das Brechen Seines moralischen Gesetzes. Die Bibel definiert Sünde als „Gesetzlosigkeit“ (1. Johannes 3,4). Dazu gehören Taten wie Ehebruch, Mord, Diebstahl und Götzendienst.
Sünde trennt uns von Gott (Jesaja 59,2) und hat weitreichende Folgen: Sie bricht unsere Beziehung zum Schöpfer, führt zu Schuldgefühlen und geistlichem Tod (Römer 6,23). Sünde befleckt den Menschen sowohl innerlich als auch äußerlich.
Unreinheit hingegen beschreibt einen Zustand der Befleckung oder Unsauberkeit, der im Alten Testament oft mit rituellen Gesetzen verbunden war. Während Sünde moralisch ist, betrifft Unreinheit häufig körperliche oder zeremonielle Aspekte. So machte im Alten Testament zum Beispiel die Berührung eines Leichnams oder bestimmte körperliche Zustände eine Person vorübergehend unrein und von der Gemeinschaft getrennt (3. Mose 11–15).
Sünde und Unreinheit im Zusammenspiel
Für jemanden, der in Sünde lebt, hat Unreinheit wenig Einfluss – die Person ist bereits von Gott getrennt. Für Gläubige jedoch kann Unreinheit, auch wenn sie moralisch nicht falsch ist, die Beziehung zu Gott stören.
Man kann es sich so vorstellen: Ein schwarzer Fleck auf einem weißen Hemd fällt sofort auf, während er auf einem schwarzen Hemd kaum sichtbar ist. Unreinheit wirkt ähnlich – auch wenn sie keine Sünde ist, kann sie die Reinheit des Herzens trüben und die Nähe zu Gott beeinträchtigen.
Unreinheit im Alten Testament
Im Leben Israels spielte Unreinheit eine große Rolle:
3. Mose 11,23–24: „Alle fliegenden Insekten mit vier Beinen sind für euch unrein. Wer ihren Kadaver berührt, ist bis zum Abend unrein.“
3. Mose 12,1–5: Nach der Geburt eines Sohnes ist die Mutter sieben Tage lang zeremoniell unrein; am achten Tag wird der Junge beschnitten.
3. Mose 15,16–20: Bei Samenerguss muss ein Mann seinen ganzen Körper waschen und ist bis zum Abend unrein.
Hier ging es nicht um moralische Schuld, sondern um rituelle Reinheit, die nötig war, um Gemeinschaft mit Gott und den Menschen zu haben. Die Israeliten sollten ein heiliges Volk sein (2. Mose 19,6), und Unreinheit hinderte sie daran, Gottes Gegenwart zu betreten.
Der Neue Bund: Jesus und das Herz
Im Neuen Bund geht es nicht mehr um äußere Rituale, sondern um den Zustand des Herzens. Jesus verlagert den Fokus von äußerer zu innerer Reinheit:
Matthäus 15,17–20: „Alles, was in den Mund geht, kommt in den Bauch und wird ausgeschieden. Aber was aus dem Mund kommt, kommt aus dem Herzen, und das macht den Menschen unrein. Denn aus dem Herzen kommen böse Gedanken – Mord, Ehebruch, sexuelle Unmoral, Diebstahl, falsches Zeugnis, Lästerung.“
Moralische Unreinheit und Sünde entstehen also im Herzen. Während das Alte Testament äußere Sauberkeit betonte, zeigt Jesus, dass wahre Befleckung von innen kommt.
Sünde beginnt im Herzen
Matthäus 5,28: „Wer eine Frau ansieht, um sie zu begehren, hat in seinem Herzen schon Ehebruch begangen.“
Auch Gedanken wie Lust, Hass oder Unvergebenheit machen uns unrein. Nicht nur das, was wir tun, sondern auch das, was wir im Herzen zulassen, zählt.
Jeremia 17,9: „Das Herz ist trügerisch über alles und unheilbar – wer kann es erkennen?“ Deshalb müssen wir unsere Herzen schützen (Sprüche 4,23).
Reinigung durch Jesus
Jesus reinigt uns nicht durch äußere Rituale, sondern durch Sein Blut:
Hebräer 9,14: „Wie viel mehr wird das Blut Christi, der sich durch den ewigen Geist Gott makellos dargebracht hat, unser Gewissen reinigen von todeswürdigen Werken, damit wir dem lebendigen Gott dienen!“
Sein Opfer befreit uns von Sünde und innerer Unreinheit. Durch das Kreuz werden wir heilig und rein vor Gott (1. Korinther 1,30).
Doch der Kampf ist nicht vorbei. Gläubige sind aufgerufen, wachsam zu bleiben:
Römer 12,1–2: „Bringt eure Leiber als lebendiges, heiliges und Gott wohlgefälliges Opfer dar … Passt euch nicht diesem Weltlauf an, sondern lasst euch im Geist erneuern.“
Herz und Verstand müssen kontinuierlich durch Gottes Wort und den Heiligen Geist erneuert werden.
Praktische Anwendung: Bewahre dein Herz
Philipper 4,8: „Alles, was wahr, edel, gerecht, rein, liebenswert und lobenswert ist, darauf sollt ihr euer Denken richten.“ Kolosser 3,9–10: „Legt den alten Menschen ab und zieht den neuen an, der sich in Erkenntnis nach dem Bild seines Schöpfers erneuert.“
Philipper 4,8: „Alles, was wahr, edel, gerecht, rein, liebenswert und lobenswert ist, darauf sollt ihr euer Denken richten.“
Kolosser 3,9–10: „Legt den alten Menschen ab und zieht den neuen an, der sich in Erkenntnis nach dem Bild seines Schöpfers erneuert.“
In einer Welt voller Versuchungen ist es entscheidend, unseren Geist mit Gottes Wort zu erneuern.
Fazit: Auf dem Weg der Heiligkeit
Im Neuen Bund geht es bei Unreinheit um das Herz, nicht nur um äußere Handlungen. Sünde und Unreinheit beflecken uns beide, und ihre Wurzeln liegen im Inneren. Um in Gottes Gegenwart zu bleiben, müssen wir wachsam sein, unser Herz und unseren Geist bewahren und den Heiligen Geist wirken lassen.
Johannes 15,3: „Ihr seid schon rein durch das Wort, das ich zu euch gesprochen habe.“
Unsere Reinigung kommt durch Jesus und Sein Wort – ein fortlaufender Prozess, während wir in Heiligkeit wachsen. Möge der Herr uns helfen, rein im Herzen zu bleiben, damit wir stets in Seiner Gegenwart dienen können.
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