Title April 2022

Ist „Ostern“ in der Bibel? Sollten Christen es feiern

Viele Gläubige sind überrascht, wenn sie feststellen, dass das Wort „Ostern“ in der Bibel so gut wie nicht vorkommt   zumindest nicht in seiner heutigen Bedeutung. Tatsächlich wird in der Heiligen Schrift durchgehend nur das „Passah“ (hebräisch: Pesach, griechisch: Pascha) erwähnt, ein feierliches und heiliges Fest, das Gott selbst eingesetzt hat.

Woher stammt also der Begriff „Ostern“   und sollten Christen es feiern?

Die Herkunft des Wortes „Ostern“
Der Begriff „Ostern“ kommt nicht aus der Bibel, sondern hat heidnische Wurzeln. Nach verschiedenen historischen Quellen geht der Name auf eine sächsische Fruchtbarkeitsgöttin namens Ēostre (oder Ostara) zurück, die im alten Nordeuropa verehrt wurde. Sie stand für Frühling, Fruchtbarkeit und Sonnenaufgang   Symbole für neues Leben und Wiedergeburt.

Das Wort „Osten“, von dem „Ostern“ abgeleitet ist, bezeichnet die Himmelsrichtung, in der die Sonne aufgeht, die im heidnischen Kult als heilig galt. Tempel und Altäre wurden oft nach Osten ausgerichtet, weil man glaubte, von dort komme Segen und Neubeginn.

Heiden ehrten diese Göttin zur Frühlings-Tagundnachtgleiche, etwa im März oder April, mit Opfern, Fruchtbarkeitsritualen, Festen und Tänzen. Diese Zeit fiel oft mit dem jüdischen Passahfest zusammen – das biblisch und heilig begründet ist.

Wie das Heidentum ins Christentum einfloß
Als sich das Christentum in Europa ausbreitete, standen die frühen Kirchenführer vor der Herausforderung, tief verwurzelte heidnische Bräuche zu begegnen. Statt sie ganz abzuschaffen, kombinierten manche diese Traditionen mit christlichen Wahrheiten, um die Bekehrung zu erleichtern.

So entstand die Vermischung der Auferstehung Jesu mit den Fruchtbarkeitsfeiern des „Ostern“. Mit der Zeit wurde der Auferstehungssonntag „Ostern“ genannt, und Bräuche wie Ostereier und Osterhasen   Symbole der Fruchtbarkeit   fanden ihren Weg ins christliche Brauchtum, obwohl sie keine biblische Grundlage haben.

Die biblische Grundlage: Die Auferstehung, nicht Ostern
Für Christen steht nicht ein saisonales Fest, Eier oder Hasen im Mittelpunkt, sondern das historische und mächtige Ereignis der Auferstehung Jesu Christi.

Dieses Ereignis ist das Fundament unseres Glaubens. Paulus schreibt:

„Ist aber Christus nicht auferweckt worden, so ist euer Glaube nichtig; ihr seid noch in euren Sünden.“
— 1. Korinther 15,17 (Lutherbibel 2017)

Die Auferstehung beweist, dass Jesus der Sohn Gottes ist (Römer 1,4) und gibt uns Hoffnung auf das ewige Leben.

Die frühe Kirche nannte den Tag nicht „Ostern“, sondern schlicht „den Tag des Herrn“, besonders den Sonntag nach dem Passahfest. Dort versammelten sich die Gläubigen zum Gottesdienst, zum Brotbrechen und zur Erinnerung an den auferstandenen Retter (Apostelgeschichte 20,7; Offenbarung 1,10).

Was ist das Problem beim Feiern von „Ostern“?
Es ist nicht falsch, die Auferstehung Jesu zu feiern   im Gegenteil, sie ist zentral. Die Gefahr liegt darin,

  • heidnische Traditionen zu verwenden, um ein heiliges Ereignis zu ehren,
  • die Auferstehung durch weltliche Verhaltensweisen falsch darzustellen,
  • eine geistliche Erinnerung in ein kulturelles Fest zu verwandeln.

Wenn Christen die Auferstehung so feiern wie die Welt „Ostern“  mit Trunkenheit, sinnlichem Tanz, Völlerei oder Osterhasen  , läuft man Gefahr, Christus zu entehren und sich einem Geist anzuschließen, der dem Evangelium widerspricht.

Paulus warnt:

„Und passt euch nicht diesem Weltlauf an, sondern ändert euch durch die Erneuerung eures Sinnes.“
— Römer 12,2 (Einheitsübersetzung)

Wie sollten Christen die Auferstehung feiern?
Wir müssen biblische Wahrheit vom kulturellen Lärm trennen. Egal, wie die Welt es nennt, wir sollten es als Auferstehungssonntag zurückgewinnen   einen Tag, um:

  • in Ehrfurcht und Freude anzubeten,
  • über die Kraft der Auferstehung im eigenen Leben nachzudenken,
  • den Weg mit Christus zu erneuern,
  • die Hoffnung des Evangeliums weiterzugeben,
  • jeden Tag in der Kraft des auferstandenen Retters zu leben.

Die Feier soll geistlich, heilig und Christus-zentriert sein  nicht auf alte Rituale oder kulturelle Trends bezogen.

Namen definieren uns nicht – die Wahrheit schon
Manche sagen: „Es ist doch nur ein Name   wir feiern Jesus.“ Das stimmt teilweise. Wir verehren nicht den Namen „Ostern“, sondern den auferstandenen Christus.

Auch wenn die Welt den Begriff entweiht hat, können Christen sich am Auferstehungssonntag versammeln   solange der Fokus auf Jesus liegt und nicht auf heidnischen Bräuchen.

Man kann es so sehen: Selbst dein Geburtstag fällt vielleicht auf einen Tag, an dem Heiden etwas Schlechtes gefeiert haben. Das macht deinen Geburtstag nicht schlecht. Entscheidend ist, was du aus diesem Tag machst.

Abschließende Gedanken: Ein heiliger Tag, kein Feiertag
Lasst uns mit dem heiligsten Moment der christlichen Geschichte sorgsam umgehen. Wenn wir die Auferstehung feiern, dann mit Reinheit, Ziel und Leidenschaft.

Wenn wir feiern, dann am Wort Gottes.
Wenn wir uns versammeln, dann in der Gegenwart Christi.
Wenn wir jubeln, dann weil der Tod besiegt ist!

Verwerft den heidnischen „Osterspirit“. Umarmt den auferstandenen Christus.

Zusammenfassung

  • Das Wort „Ostern“ hat heidnische Wurzeln und kommt nicht in der Bibel vor.
  • Das biblische Fest ist das Passah, das auf Jesus, unser Passahlamm, hinweist (1. Korinther 5,7).
  • Die Auferstehung soll mit heiliger Anbetung geehrt werden, nicht mit weltlichen Bräuchen.
  • Christen können den Tag begehen, aber nicht im Geist der Welt, sondern im Geist Christi.

„Christus, unser Passahlamm, ist geopfert worden; darum lasst uns das Fest feiern … mit Aufrichtigkeit und Wahrheit.“
— 1. Korinther 5,7–8 (Einheitsübersetzung)


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ICH BIN WIE EIN EINSAMER VOGEL IN DER WÜSTE GEWORDEN

Gepriesen sei der Name unseres Herrn und Retters Jesus Christus, der das Herz der Gebrochenen heilt und die Einsamen tröstet.

Was bedeutet Psalm 102,6?

„Ich gleiche dem Pelikan in der Wüste, bin wie die Eule in den Trümmern.“
(Psalm 102,6 – Lutherbibel)

Der Psalmist gebraucht hier ein eindrucksvolles Bild aus der Natur, um seine tiefe Einsamkeit, sein Leiden und seine völlige Abhängigkeit von Gott auszudrücken.
Der „Wüstenvogel“ oder die „Eule“ in diesem Vers steht für ein Geschöpf, das abgelegene, öde Gegenden bewohnt – fern von menschlicher Gesellschaft. Es verbirgt sich in Trümmern, verfallenen Gebäuden oder sogar auf Friedhöfen. Diese Vögel leben meist allein und rufen in der Nacht – ein Bild für das klagende Gebet des Psalmisten in dunkler Zeit.

Ein persönliches Bild der Einsamkeit

Einmal, als ich auf einem einsamen Berg betete, weit entfernt von menschlicher Gemeinschaft, hörte ich den Ruf einer einzelnen Eule in der Nacht. Ihr einsamer Schrei spiegelte genau das wider, was der Psalmist fühlte – Verlassenheit, aber zugleich Hoffnung, dass Gott ihn hört.
So zeigt uns dieses Bild: Gott sieht uns auch dann, wenn wir uns völlig allein fühlen.

Wie ein Spatz auf dem Dach

In Vers 7 vergleicht sich der Psalmist zusätzlich mit einem „einsamen Spatz auf dem Dach“. Normalerweise leben Spatzen in Schwärmen. Wenn einer allein bleibt, bedeutet das Schwäche, Verletzlichkeit oder Verlust. Damit beschreibt der Psalmist die ganze Tiefe seines inneren Schmerzes und seiner Hilflosigkeit.


Theologische Bedeutung

Psalm 102 gehört zu den sogenannten Buß- und Klagepsalmen. Er zeigt die Zerbrechlichkeit des Menschen, das Leiden und die Vergänglichkeit des Lebens.
Doch diese Klage ist kein Zeichen der Gottferne, sondern ein Ausdruck tiefster Abhängigkeit von Ihm. Der Psalmist bringt seine Not ehrlich vor Gott – und genau darin liegt wahre Nähe zu Ihm.

„Wenn die Gerechten schreien, so hört der HERR und errettet sie aus all ihrer Not.“
(Psalm 34,18)

Echte Klage ist keine Verzweiflung, sondern ein Akt des Vertrauens. Wer klagt, glaubt noch, dass Gott hört.


Psalm 102,1–8 (Lutherbibel)

1 HERR, höre mein Gebet und lass mein Schreien zu dir kommen!
2 Verbirg dein Angesicht nicht vor mir in der Zeit meiner Not; neige dein Ohr zu mir!
3 Denn meine Tage schwinden wie Rauch, und meine Gebeine glühen wie ein Brand.
4 Mein Herz ist geschlagen und verdorrt wie Gras, sodass ich mein Brot vergesse zu essen.
5 Vor lauter Seufzen klebt mein Gebein an meinem Fleisch.
6 Ich gleiche dem Pelikan in der Wüste, bin wie die Eule in den Trümmern.
7 Ich wache und bin wie ein einsamer Vogel auf dem Dache.
8 Täglich schmähen mich meine Feinde; die mich hassen, fluchen mit meinem Namen.


Gott hört die Klage der Einsamen

Trotz all seiner Qual findet der Psalmist Hoffnung in Gott.
Er weiß: Der Herr wird Zion wieder aufrichten, die Gebete der Elenden erhören und Seine Herrlichkeit offenbaren.

„Denn der HERR schaut von seiner heiligen Höhe, vom Himmel blickt er auf die Erde,
um das Seufzen der Gefangenen zu hören und die Kinder des Todes zu befreien.“

(Psalm 102,20–21)

Diese Worte lehren uns, dass Gott niemals gleichgültig bleibt gegenüber menschlichem Leid. Selbst wenn wir uns von allen verlassen fühlen, bleibt Gott uns nahe.

„Der HERR ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind, und hilft denen, die zerschlagenen Geistes sind.“
(Psalm 34,19)


Praktische Anwendung

Wenn du dich heute verlassen, überfordert oder innerlich leer fühlst – wie der einsame Vogel in der Wüste – erinnere dich: Gott sieht dich.
Er hört dein leises Weinen in der Nacht. Er vergisst keinen Ruf aus der Tiefe.
Vertraue darauf, dass Er tröstet, heilt und Wege öffnet, wo keine sichtbar sind.

„Denn der Herr verwirft nicht ewig; sondern wenn er betrübt hat, so erbarmt er sich nach der Menge seiner Gnade.“
(Klagelieder 3,31–32)

Gott lässt Leid niemals ohne Sinn zu. Es dient dazu, uns zu läutern und uns näher zu Seinem Herzen zu führen.

„Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen.“
(Römer 8,28)


Schlussgedanke

Psalm 102 zeigt uns: Einsamkeit und Leid sind keine Beweise für Gottesferne – sie sind Einladungen, Ihn tiefer zu suchen.
Selbst in der Wüste hört Er den Ruf Seiner Kinder.
Vertraue Ihm, denn Er ist deine Zuflucht und deine Stärke, auch wenn du dich wie ein einzelner Vogel in der Dunkelheit fühlst.

„Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.“ (Psalm 23,1)

Möge der Herr dich trösten, stärken und dir in Zeiten der Prüfung Seine Nähe offenbaren.
Er sieht dich. Er hört dich. Und Er liebt dich.

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Was bedeutet das Wort „Wert“ in der Bibel? (Matthäus 27,9)

In der Bibel bezeichnet das Wort „Wert“ den Preis oder die Bewertung von etwas oder jemandem, meist in einem konkreten, oft finanziellen Sinn.


1. Die biblische Bedeutung von „Wert“ (Preis oder Schätzung)

Der Begriff erscheint in verschiedenen biblischen Zusammenhängen und beschreibt, wie viel etwas oder jemand als wertvoll angesehen wird.

Sprüche 31,10 (Luther 2017)
„Eine tüchtige Frau, wer findet sie? Sie ist viel edler als die Perlen.“

Im hebräischen Denken wird hier bildhaft gesprochen: Der Wert einer gottesfürchtigen Frau übersteigt den von kostbaren Edelsteinen. Gott misst Charakter, Tugend und Gottesfurcht einen höheren Wert bei als materiellem Reichtum.

Matthäus 27,9 (Luther 2017)
„Da wurde erfüllt, was gesagt ist durch den Propheten Jeremia: ‚Und sie nahmen die dreißig Silberlinge, den Preis dessen, der geschätzt war, den die Kinder Israel geschätzt hatten.‘“

Diese Stelle spricht vom Verrat Jesu durch Judas Iskariot und der Erfüllung alttestamentlicher Prophetie. Die dreißig Silberlinge stellen den festgesetzten Preis dar, mit dem Jesus bewertet wurde – ein erschütterndes Bild dafür, wie gering der Sohn Gottes von Menschen eingeschätzt wurde.

3. Mose 27,12 (Luther 2017)
„Und der Priester soll es schätzen, ob es gut oder schlecht sei; wie es der Priester schätzt, so soll es gelten.“

Hier gab Gott den Priestern die Autorität, den Wert von Dingen oder Tieren festzulegen, die dem Herrn geweiht waren. Die Schätzung hing vom Zustand und vom Zweck ab und zeigt, dass Gott Wert auf bewusste Hingabe und ehrfürchtige Bewertung legt.

Weitere Stellen wie 3. Mose 27,23; Hiob 18,28; Apostelgeschichte 7,16 zeigen ebenfalls, wie Menschen und Dinge nach ihrem Wert oder Preis beurteilt wurden.


2. Der Wert Jesu Christi – kann man ihn messen?

Die eindrücklichste Stelle zum Thema „Wert“ ist der Preis, den Judas für Jesus erhielt: dreißig Silberlinge. Dieser Betrag war kein Zufall, sondern entsprach dem Preis eines Sklaven nach 2. Mose 21,32.

Der Sohn Gottes wurde verkauft, als wäre er wertlos in den Augen der Menschen.

Diese Tat offenbart die Verderbtheit menschlicher Maßstäbe – und zugleich den unermesslichen Wert Christi. Judas brachte später die Silberlinge zurück und bekannte seine Schuld, suchte jedoch keine Vergebung (Matthäus 27,3–5). Sein Ende zeigt tragisch, dass selbst er erkannte, dass Jesus weit mehr wert war als alles, was er dafür erhalten hatte.


3. Was ist Jesus dir wert?

Damit kommen wir zur entscheidenden Frage:
Welchen Wert hat Jesus in deinem Leben?

Jesus sagt:

Markus 8,36 (Luther 2017)
„Denn was hilft es dem Menschen, die ganze Welt zu gewinnen und Schaden zu nehmen an seiner Seele?“

In einer Welt, in der Wert oft durch Erfolg, Besitz oder Vergnügen definiert wird, erinnert Jesus daran, dass nichts mit dem Wert der Seele – und letztlich mit dem Wert, ihn zu kennen und ihm nachzufolgen – vergleichbar ist.

Der Apostel Paulus verstand das tief:

Philipper 3,8 (Luther 2017)
„Ja, ich halte es noch alles für Schaden gegenüber der überschwänglichen Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn.“

Für Paulus war jeder irdische Gewinn bedeutungslos im Vergleich zum Wert der Gemeinschaft mit Christus.


4. Ein Ruf zur Umkehr

Wenn Judas den überragenden Wert Jesu erkannte – wenn auch zu spät –, wie viel mehr sollten wir reagieren, die wir das Evangelium gehört haben und noch Zeit zur Umkehr haben?

Warte nicht, bis es zu spät ist, um den Wert Jesu Christi in deinem Leben zu erkennen.

Kehre um. Wende dich Ihm zu.
Jesus ist mehr wert als alles, was diese Welt bieten kann.
Er gab sein Leben für deine Seele – sein Wert ist unbezahlbar.

Möge der Herr dich segnen und dir die Augen öffnen für den unermesslichen Wert Jesu Christi.

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WAS IST DER WILLE GOTTES?

Der Herr Jesus sagte diese Worte in Matthäus 7,21-23:

„Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr!, in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel.
Viele werden an jenem Tage zu mir sagen: Herr, Herr! Haben wir nicht in deinem Namen geweissagt? Haben wir nicht in deinem Namen Dämonen ausgetrieben? Haben wir nicht in deinem Namen viele Wunder getan?
Dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch noch nie gekannt; weicht von mir, ihr Übeltäter!“
(Matthäus 7,21-23 LUT)

Nun kannst du dich fragen: „Was ist denn eigentlich der Wille Gottes?“ – Denn hier sehen wir, dass sogar Menschen, die Dämonen austreiben oder prophezeien, dennoch am Willen Gottes vorbeileben können.

Der Wille Gottes ist also nicht einfach das Wirken von Wundern oder das Ausüben von geistlichen Gaben. Sondern etwas Tieferes.

Die Bibel erklärt uns klar, was der Wille Gottes ist:

„Denn ihr wisst, welche Gebote wir euch gegeben haben durch den Herrn Jesus. Denn das ist der Wille Gottes: eure Heiligung, dass ihr meidet die Unzucht und dass ein jeder von euch wisse, sein eigenes Gefäß in Heiligkeit und Ehrbarkeit zu halten, nicht in gieriger Lust wie die Heiden, die von Gott nichts wissen.“
(1. Thessalonicher 4,2-5 LUT)

Hast du gesehen? Der Wille Gottes ist Heiligung.

Nicht Wunder, nicht äußerliche Kraft, sondern ein Leben in Reinheit und Absonderung für Gott.

Selbst wenn wir einen großen Glauben hätten – so groß, dass wir Wasser in Honig verwandeln könnten – ohne Heiligung bleiben wir in Gefahr, im Feuersee verloren zu gehen.

Darum mahnt uns die Schrift:

„Jagt dem Frieden nach mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird.“
(Hebräer 12,14 LUT)

Visionen, Träume oder Prophetien – so echt sie auch sein mögen – sind keine Eintrittskarte in den Himmel. Die wahre „Eintrittskarte“ ist ein geheiligtes Leben, in Körper und Geist.

Auch wenn du Glauben hast, dass jedes deiner Worte im Namen Jesu geschieht – wenn du dennoch in Unzucht, Trunkenheit, Diebstahl oder Lästerung verharrst, wirst du das Reich Gottes nicht erben.

Die Zusagen Gottes, die er dir in einem Traum oder durch eine Prophetie gegeben hat, sind kein Ersatz für ein Leben in Gehorsam und Heiligung.

Dein Singen, deine Prophetien, dein Sprachengebet – sie werden dir nichts nützen, wenn du nicht bereit bist, dich zu reinigen und in Heiligkeit zu leben.

Darum sagt die Schrift:

„Ein jeder von euch wisse, sein eigenes Gefäß in Heiligkeit und Ehrbarkeit zu halten.“
(1. Thessalonicher 4,4 LUT)

Die Frage ist: Lebst du deinen Körper in Heiligkeit und Ehrbarkeit? Kleidest du dich so, dass es Gott ehrt? Die Antwort zeigt, ob du im Willen Gottes wandelst oder nicht.

Am Ende wird es viele geben, die zum Herrn sagen: „Haben wir nicht dieses oder jenes in deinem Namen getan?“ – und er wird ihnen antworten: „Ich habe euch nie gekannt.“

Geliebte, lasst uns nicht zu dieser Gruppe gehören. Lasst uns die Sünde meiden und ein geheiligtes Leben führen. So erfüllen wir den Willen Gottes.

Maranatha – der Herr kommt!


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Was ist der Unterschied zwischen natürlicher Fähigkeit und göttlicher Kraft in der Bibel?

Auf den ersten Blick mögen natürliche Fähigkeit und göttliche Kraft ähnlich erscheinen, doch in der Bibel haben sie eine klar unterschiedliche Bedeutung. Der entscheidende Unterschied liegt in ihrem Ursprung und ihrer Wirkung:

Natürliche Fähigkeit beschreibt das Vermögen, das geschaffene Wesen besitzen, während göttliche Kraft ausschließlich Gottes übernatürliche Macht bezeichnet.

Natürliche Fähigkeit

Alle geschaffenen Wesen – Menschen, Tiere, Engel und sogar Satan – verfügen über natürliche Fähigkeiten. Das bedeutet, sie haben die Fähigkeit zu handeln. Menschen können zum Beispiel töten, täuschen oder auch heilen (auf natürliche oder medizinische Weise).
Diese Fähigkeiten sind jedoch auf den natürlichen Bereich beschränkt und können keine übernatürlichen oder ewigen Wirkungen hervorbringen.

Göttliche Kraft

Göttliche Kraft ist Gottes souveräne Macht, das zu tun, was für Menschen unmöglich ist – etwa Tote auferwecken, Sünden vergeben oder Seelen ewig retten.
Nur Gott besitzt diese göttliche Kraft, die alle natürlichen Grenzen übersteigt.

Beispiele aus der Heiligen Schrift

Leben und Auferstehung
Menschen haben die Fähigkeit zu töten, doch nur Gott hat die Macht, Leben wiederherzustellen:

„Gott aber hat den Herrn auferweckt und wird auch uns auferwecken durch seine Kraft.“
(1. Korinther 6,14 – Lutherbibel 2017)

Rettung der Seele
Menschen – und sogar Satan – können täuschen und in die Irre führen. Doch die Rettung einer Seele erfordert göttliche Kraft:

„Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die selig macht alle, die glauben …“
(Römer 1,16 – Lutherbibel 2017)

Wem vertraust du?

Das führt zu einer entscheidenden Frage:
Vertraust du Menschen, die nur über natürliche Fähigkeiten verfügen, oder dem Einen, der göttliche Kraft besitzt?

Satan kann Reichtum geben, aber kein ewiges Leben. Menschen können täuschen oder auch heilen, doch sie können weder ewige Erlösung schenken noch wahre Wunder aus eigener Kraft wirken.
Wahre Heilung, Auferstehung und Rettung sind allein Werke von Gottes göttlicher Macht.

Weitere Bibelstellen, die Gottes Macht deutlich zeigen, finden sich unter anderem in Nehemia 1,10; Nehemia 9,32; Markus 12,24 und Apostelgeschichte 8,10.

Furcht und Vertrauen in Gottes Kraft

Jesus selbst zeigt uns, wen wir wirklich fürchten sollen:

„Ich will euch aber zeigen, wen ihr fürchten sollt: Fürchtet den, der, nachdem er getötet hat, Macht hat, in die Hölle zu werfen.“
(Lukas 12,5 – Lutherbibel 2017)

Diese göttliche Autorität und Kraft gehören allein Jesus Christus, dem alle Macht gegeben ist:

„Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden.“
(Matthäus 28,18 – Lutherbibel 2017)

Die göttliche Kraft des Messias

Der Prophet Jesaja kündigte das Kommen Jesu an und betonte seine göttliche Macht:

„Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ist auf seiner Schulter; und er heißt Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst.“
(Jesaja 9,5 – Lutherbibel 2017)

Hast du Jesus Christus als deinen Herrn und Retter angenommen? Wenn nicht, dann überlege, dein Vertrauen auf den zu setzen, der göttliche Kraft besitzt – die wahre Kraft, zu retten, zu heilen und ewiges Leben zu schenken.

Der Herr kommt bald!

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CHRISTUS HAT MACHT UND GEWALT ENTWAFFNET – EIN ÖFFENTLICHER SIEG.

 

CHRISTUS HAT MACHT UND GEWALT ENTWAFFNET – EIN ÖFFENTLICHER SIEG
Gelobt sei der Name unseres Herrn und Retters, Jesus Christus!

Der kosmische Sieg Christi
In Kolosser 2,14–15 beschreibt Paulus eine zentrale Wahrheit des christlichen Glaubens: die Sühne und der Sieg Christi über die geistlichen Mächte:

„Er hat die Schuldenliste, die gegen uns stand, mit all ihren Forderungen ausgelöscht und sie ans Kreuz genagelt. Er hat die Mächte und Gewalten entwaffnet und sie öffentlich zur Schau gestellt, indem er in ihm über sie triumphierte.“

Darin stecken zwei wesentliche Punkte:

Stellvertretende Sühne und Vergebung: Die „Schuldenliste“ – unsere Sünden – wurde durch Jesu Tod am Kreuz aufgehoben (vgl. Jesaja 53,5–6; Römer 3,23–25). Sein Opfer erfüllt die göttliche Gerechtigkeit vollständig.

Christi Triumph über die Mächte des Bösen: Jesus entwaffnete die geistlichen Herrscher – die dämonischen Kräfte – und machte ihre Niederlage öffentlich sichtbar. Sein Werk war nicht nur auf persönliche Erlösung ausgerichtet, sondern ein kosmischer Sieg (vgl. Epheser 6,12).

Was bedeutet, dass Jesus sie „zur Schau stellte“?
Das Wort deutet darauf hin, dass Jesus die Mächte des Bösen entlarvte und bloßstellte – ähnlich wie bei einem römischen Triumphzug, bei dem besiegte Feinde öffentlich zur Schau gestellt wurden.

Wessen Macht hat Jesus entwaffnet?
Jesus entband nicht seine eigene Autorität, sondern die Macht, die Satan seit dem Sündenfall unrechtmäßig über die Menschheit ausübte (Genesis 3; Johannes 12,31). Als der zweite Adam (vgl. 1. Korinther 15,45) kehrte Jesus den Fluch um und nahm die Herrschaft zurück.

In Matthäus 28,18 sagt Jesus:

„Mir ist alle Macht im Himmel und auf Erden gegeben worden.“

Nach der Auferstehung wurde damit die kosmische Autorität von Satan auf Christus übertragen.

Die Niederlage Satans am Kreuz
Aus menschlicher Sicht mag die Kreuzigung Jesu erniedrigend erscheinen, doch genau in diesem Moment wurde Satans Macht endgültig gebrochen.

Jesus sagt in Johannes 14,30:

„Der Fürst dieser Welt kommt, aber in mir hat er nichts.“

Seine Macht über Jesus war aufgehoben – er stand nicht unter Satans Herrschaft.

Paulus bestätigt diesen Sieg in Kolosser 2,15:

„Indem er die Mächte und Gewalten entwaffnete, machte er sie öffentlich zur Schau und triumphierte über sie am Kreuz.“

Praktische Konsequenzen für Gläubige
Da Jesus über alle geistlichen Mächte herrscht, können wir als Gläubige mutig und selbstbewusst leben:

Angst vor Satan oder dämonischen Mächten ist unnötig – wir stehen unter Christi souveräner Herrschaft (Römer 8,37–39).

Geistlicher Kampf existiert, aber der Sieg ist durch Jesu vollendetes Werk gesichert (Epheser 6,10–18).

Wer Christi Sieg versteht, wird frei von Angst und kann ein mutiges Leben führen.

Jesus herrscht über Himmel, Erde und alle geistlichen Mächte. Satans Zeit ist begrenzt, und jedes Knie wird sich vor Christus beugen (Philipper 2,9–11).

Empfange Jesus. Vertraue ihm. Lebe mutig in dem Sieg, den er errungen hat.

Der Herr kommt!

 

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Was ist die Klage von Hadadrimmon?

Die Frage

In Sacharja 12,11 lesen wir:

„Zu der Zeit wird große Klage sein in Jerusalem, wie die Klage um Hadadrimmon in der Ebene von Megiddo.“
(Sacharja 12,11 – Lutherbibel 2017)

Worum handelt es sich bei dieser Klage, und warum wird sie mit Hadadrimmon verglichen?


Der historische Hintergrund von Hadadrimmon

Hadadrimmon war ein Ort in der Ebene von Megiddo in Israel – einer Region, die geschichtlich für bedeutende Schlachten bekannt ist. Besonders verbunden ist dieser Ort mit dem Tod von König Josia, einem der gottesfürchtigsten und reformfreudigsten Könige Judas. Seine Regierungszeit war geprägt von geistlicher Erneuerung und der konsequenten Abschaffung des Götzendienstes (2. Könige 23,1–25). Josia erneuerte den Bund mit dem HERRN und führte das Volk zurück zur wahren Anbetung.

Sein Tod kam unerwartet. Er fiel im Kampf gegen den ägyptischen Pharao Necho – obwohl Gott ihn nicht in diesen Krieg gesandt hatte. Die Bibel berichtet:

„Zu seiner Zeit zog Pharao Necho, der König von Ägypten, hinauf zum König von Assur an den Euphrat. Da zog ihm König Josia entgegen; aber Pharao Necho tötete ihn bei Megiddo, als er ihn sah.“
(2. Könige 23,29 – Lutherbibel 2017)

Das ganze Volk war tief erschüttert. Der Prophet Jeremia und ganz Juda beklagten den Tod Josias. Diese Klage wurde zu einem festen Bestandteil des nationalen Gedächtnisses Israels:

„Auch Jeremia klagte über Josia; und alle Sänger und Sängerinnen reden bis auf diesen Tag von Josia in ihren Klageliedern. Man machte es zu einer festen Ordnung in Israel; und siehe, sie sind aufgezeichnet in den Klageliedern.“
(2. Chronik 35,25 – Lutherbibel 2017)

So wurde Hadadrimmon zum Sinnbild einer tiefen nationalen Trauer – des Verlustes eines gerechten Königs und einer schwindenden Hoffnung für das Volk.


Die prophetische Bedeutung in Sacharja 12

Sacharja 12 blickt prophetisch auf eine zukünftige, noch weit größere nationale Klage Israels. Doch diese Klage wird nicht nur schmerzhaft, sondern auch heilbringend und geistlich erneuernd sein. Gott spricht:

„Und ich will über das Haus David und über die Einwohner Jerusalems ausgießen den Geist der Gnade und des Gebets. Und sie werden auf mich sehen, den sie durchbohrt haben, und werden um ihn klagen, wie man klagt um ein einziges Kind…“
(Sacharja 12,10 – Lutherbibel 2017)

Diese Worte beziehen sich auf Jesus Christus, den Messias, den Israel verworfen und gekreuzigt hat (vgl. Johannes 19,37). An jenem Tag wird der geistliche Schleier von ihren Augen genommen (2. Korinther 3,14–16), und sie werden erkennen, wer Jesus wirklich ist: ihr Messias, der Sohn Gottes.

Ihre Klage wird nicht der Trauer um einen irdischen König wie Josia gleichen, sondern der tiefen Erkenntnis gelten, dass sie den verheißenen Messias durchbohrt haben. Diese Klage wird persönlich, ernsthaft und familienweise sein:

„Und das Land wird klagen, ein jedes Geschlecht für sich: das Geschlecht des Hauses David für sich und ihre Frauen für sich…“
(Sacharja 12,12 – Lutherbibel 2017)

Dies ist mehr als bloßes Bedauern. Es ist echte Buße (hebräisch: Teshuva) – eine Umkehr zu Gott, bewirkt durch das überführende Wirken des Heiligen Geistes.


Was bedeutet das für uns heute?

Wir leben jetzt in der Zeit der Gnade – einer Zeit, in der das Heil durch Jesus Christus allen Menschen angeboten wird:

„Denn es ist erschienen die heilsame Gnade Gottes allen Menschen.“
(Titus 2,11 – Lutherbibel 2017)

Doch diese Zeit wird nicht ewig andauern. Jesus selbst warnte:

„Lernt ein Gleichnis vom Feigenbaum: Wenn sein Zweig saftig wird und Blätter treibt, so wisst ihr, dass der Sommer nahe ist.“
(Matthäus 24,32 – Lutherbibel 2017)

Der Feigenbaum steht sinnbildlich für Israel (Jeremia 24). Die Wiedergründung des Staates Israel im Jahr 1948 und die Rückkehr der Juden in ihr Land sind deutliche Zeichen dafür, dass die prophetische Uhr der Endzeit weiterläuft. Gott bereitet die Erfüllung Seiner Verheißungen vor.


Bist du bereit?

Das Evangelium hat inzwischen die Enden der Erde erreicht. Das nächste große prophetische Ereignis ist die Entrückung der Gemeinde:

„Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden…“
(1. Korinther 15,51–52 – Lutherbibel 2017)

Wenn du auf ein weiteres Zeichen oder einen emotionalen Anstoß wartest, dann verstehe: Jetzt ist die Zeit. Das Zeitfenster wird immer enger.

„Ringet darum, dass ihr durch die enge Pforte eingeht; denn viele, sage ich euch, werden hineinzukommen suchen und es nicht können.“
(Lukas 13,24 – Lutherbibel 2017)

Wenn du gerettet bist, ist jetzt die Zeit, in Heiligkeit und Wachsamkeit zu leben. Wenn du es nicht bist, zögere nicht länger. Gottes Gnade ist heute verfügbar – doch eines Tages wird, wie zur Zeit Josias, tiefe Klage über die Welt kommen.

Gehöre nicht zu denen, die bereuen. Gehört zu denen, die sich freuen.

Möge der Herr unsere Augen öffnen, unsere Herzen weich machen und uns helfen, die Zeit zu erkennen, in der wir leben.

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Spottet Gott etwa die Menschen?

Auf den ersten Blick mag die Vorstellung, dass Gott jemanden verspottet, schockierend – ja sogar verletzend – wirken. Schließlich verbinden wir Spott oft mit Grausamkeit oder Hochmut. Doch wenn wir die Schrift betrachten, besonders Sprüche 1,26 und Psalm 59,8, sehen wir, dass die Bibel tatsächlich eine solche Sprache verwendet, um Gottes Antwort auf anhaltenden Ungehorsam zu beschreiben.(Die Bibel)

Beginnen wir mit den betreffenden Versen:

Darum will auch ich lachen bei eurem Unglück
und spotten, wenn Schrecken über euch kommt;

…“ (Sprüche 1,26 – Lutherbibel 2017)(Die Bibel)

… Ja, sie geifern mit ihrem Maul;
aber du, HERR, lachst über sie
und verspottest alle Völker.
“ (Psalm 59,8 – Elberfelder / Einheitsübersetzung)(Universität Innsbruck)

Diese Verse schildern Gottes Reaktion auf Menschen, die wiederholt seine Weisheit und Autorität ablehnen. Das „Spotten“ hier ist nicht kleinlich oder rachsüchtig. Vielmehr drückt es Gottes heiligen Unwillen gegenüber hartnäckigem Widerstand aus – eine Ablehnung seiner Gnade, nachdem er wiederholt gewarnt hat.(Die Bibel)

Gottes Spott vs. menschlicher Spott

Menschlicher Spott entspringt oft Hochmut, Unsicherheit oder Bosheit. Er dient dazu, andere herabzusetzen und die eigene Überlegenheit zu behaupten. Gottes Spott jedoch, wie die Schrift zeigt, ist anders. Es handelt sich um eine Form gerichtlicher Ironie – ein Mittel, um zu zeigen, wie töricht es ist, sich gegen göttliche Weisheit zu stellen. Theologen nennen dies anthropopathische Sprache: menschliche Ausdrucksformen werden verwendet, damit wir Gottes Haltung gegenüber der Sünde verstehen können.

Gottes „Lachen“ ist kein Vergnügen über menschliches Leiden, sondern eine gerechte Reaktion auf die Absurdität, seine Wahrheit zu verwerfen. Wie der Apostel Paulus warnt:

Irrt euch nicht! Gott lässt sich nicht verspotten; denn was der Mensch sät, das wird er auch ernten.“ (Galater 6,7 – Lutherbibel)

Dies entspricht dem Prinzip der göttlichen Gerechtigkeit: Gott warnt, gibt Zeit zur Umkehr und lässt dann die Konsequenzen folgen.


Gottes ultimatives Ziel: Erlösung, nicht Vernichtung

Selbst im Gericht will Gott nicht zerstören, sondern zur Umkehr führen. Schauen wir noch einmal in Sprüche 1:

Wendet euch meiner Mahnung zu!
Dann will ich auf euch meinen Geist ausgießen
und meine Worte euch kundtun.
“ (Sprüche 1,23 – Lutherbibel)(Die Bibel)

Hier steht das Angebot der Gnade vor der Warnung vor Gericht. Gott ruft die Menschen zuerst zur Umkehr und zum Zuhören. Erst nachdem sie wiederholt abgelehnt haben, spricht er das Gericht aus.(Die Bibel)

Ebenso zeigt Klagelieder 3,31–33 Gottes Herz hinter der Zucht:

Denn der HERR verwirft keinen Menschen für immer;
auch wenn er betrübt, so hat er doch Mitleid nach seiner großen, unverdienten Güte;
denn er will nicht gern Leid und Kummer bringen
an die Menschen.
“ (Klagelieder 3,31–33 – Lutherbibel)(CSV Bibel)

Das beweist: Selbst wenn Gott Traurigkeit oder Zucht zulässt, geschieht es nicht aus Freude, sondern aus erlösender Liebe. Seine Gerechtigkeit ist immer mit Barmherzigkeit verbunden.


Was sollen wir daraus lernen?

Diese Bibelstellen fordern uns heraus, unser eigenes Verhalten gegenüber Gottes Stimme zu prüfen. Widerstehen wir Gottes Zurechtweisung oder kehren wir demütig zu ihm zurück?

Gott will uns nicht verspotten – er will uns erlösen. Aber wenn wir beharrlich in unserem Ignorieren verharren, können wir die natürlichen und göttlichen Folgen dieser Ablehnung erfahren.

Heute, wenn ihr seine Stimme hört, verhärtet eure Herzen nicht…“ (Hebräer 3,15 – Lutherbibel)


Die Barmherzigkeit spricht weiter

Gottes Spott ist nicht das letzte Wort – seine Barmherzigkeit ist es. Derselbe Gott, der über Rebellion lacht, empfängt die Reumütigen mit offenen Armen. Wenn wir jetzt reagieren, bevor der „Tag des Unheils“ kommt, können wir seinen Geist, seine Weisheit und seinen Frieden empfangen.

Kehre von der Sünde um. Suche den Herrn, solange er zu finden ist. Gott wartet nicht darauf, über deinen Fall zu lachen – er wartet darauf, sich über deine Rückkehr zu freuen.

Komm, Herr Jesus!

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