Title 2022

Was ist der Unterschied zwischen natürlicher Fähigkeit und göttlicher Kraft in der Bibel?

Auf den ersten Blick mögen natürliche Fähigkeit und göttliche Kraft ähnlich erscheinen, doch in der Bibel haben sie eine klar unterschiedliche Bedeutung. Der entscheidende Unterschied liegt in ihrem Ursprung und ihrer Wirkung:

Natürliche Fähigkeit beschreibt das Vermögen, das geschaffene Wesen besitzen, während göttliche Kraft ausschließlich Gottes übernatürliche Macht bezeichnet.

Natürliche Fähigkeit

Alle geschaffenen Wesen – Menschen, Tiere, Engel und sogar Satan – verfügen über natürliche Fähigkeiten. Das bedeutet, sie haben die Fähigkeit zu handeln. Menschen können zum Beispiel töten, täuschen oder auch heilen (auf natürliche oder medizinische Weise).
Diese Fähigkeiten sind jedoch auf den natürlichen Bereich beschränkt und können keine übernatürlichen oder ewigen Wirkungen hervorbringen.

Göttliche Kraft

Göttliche Kraft ist Gottes souveräne Macht, das zu tun, was für Menschen unmöglich ist – etwa Tote auferwecken, Sünden vergeben oder Seelen ewig retten.
Nur Gott besitzt diese göttliche Kraft, die alle natürlichen Grenzen übersteigt.

Beispiele aus der Heiligen Schrift

Leben und Auferstehung
Menschen haben die Fähigkeit zu töten, doch nur Gott hat die Macht, Leben wiederherzustellen:

„Gott aber hat den Herrn auferweckt und wird auch uns auferwecken durch seine Kraft.“
(1. Korinther 6,14 – Lutherbibel 2017)

Rettung der Seele
Menschen – und sogar Satan – können täuschen und in die Irre führen. Doch die Rettung einer Seele erfordert göttliche Kraft:

„Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die selig macht alle, die glauben …“
(Römer 1,16 – Lutherbibel 2017)

Wem vertraust du?

Das führt zu einer entscheidenden Frage:
Vertraust du Menschen, die nur über natürliche Fähigkeiten verfügen, oder dem Einen, der göttliche Kraft besitzt?

Satan kann Reichtum geben, aber kein ewiges Leben. Menschen können täuschen oder auch heilen, doch sie können weder ewige Erlösung schenken noch wahre Wunder aus eigener Kraft wirken.
Wahre Heilung, Auferstehung und Rettung sind allein Werke von Gottes göttlicher Macht.

Weitere Bibelstellen, die Gottes Macht deutlich zeigen, finden sich unter anderem in Nehemia 1,10; Nehemia 9,32; Markus 12,24 und Apostelgeschichte 8,10.

Furcht und Vertrauen in Gottes Kraft

Jesus selbst zeigt uns, wen wir wirklich fürchten sollen:

„Ich will euch aber zeigen, wen ihr fürchten sollt: Fürchtet den, der, nachdem er getötet hat, Macht hat, in die Hölle zu werfen.“
(Lukas 12,5 – Lutherbibel 2017)

Diese göttliche Autorität und Kraft gehören allein Jesus Christus, dem alle Macht gegeben ist:

„Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden.“
(Matthäus 28,18 – Lutherbibel 2017)

Die göttliche Kraft des Messias

Der Prophet Jesaja kündigte das Kommen Jesu an und betonte seine göttliche Macht:

„Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ist auf seiner Schulter; und er heißt Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst.“
(Jesaja 9,5 – Lutherbibel 2017)

Hast du Jesus Christus als deinen Herrn und Retter angenommen? Wenn nicht, dann überlege, dein Vertrauen auf den zu setzen, der göttliche Kraft besitzt – die wahre Kraft, zu retten, zu heilen und ewiges Leben zu schenken.

Der Herr kommt bald!

Print this post

CHRISTUS HAT MACHT UND GEWALT ENTWAFFNET – EIN ÖFFENTLICHER SIEG.

 

CHRISTUS HAT MACHT UND GEWALT ENTWAFFNET – EIN ÖFFENTLICHER SIEG
Gelobt sei der Name unseres Herrn und Retters, Jesus Christus!

Der kosmische Sieg Christi
In Kolosser 2,14–15 beschreibt Paulus eine zentrale Wahrheit des christlichen Glaubens: die Sühne und der Sieg Christi über die geistlichen Mächte:

„Er hat die Schuldenliste, die gegen uns stand, mit all ihren Forderungen ausgelöscht und sie ans Kreuz genagelt. Er hat die Mächte und Gewalten entwaffnet und sie öffentlich zur Schau gestellt, indem er in ihm über sie triumphierte.“

Darin stecken zwei wesentliche Punkte:

Stellvertretende Sühne und Vergebung: Die „Schuldenliste“ – unsere Sünden – wurde durch Jesu Tod am Kreuz aufgehoben (vgl. Jesaja 53,5–6; Römer 3,23–25). Sein Opfer erfüllt die göttliche Gerechtigkeit vollständig.

Christi Triumph über die Mächte des Bösen: Jesus entwaffnete die geistlichen Herrscher – die dämonischen Kräfte – und machte ihre Niederlage öffentlich sichtbar. Sein Werk war nicht nur auf persönliche Erlösung ausgerichtet, sondern ein kosmischer Sieg (vgl. Epheser 6,12).

Was bedeutet, dass Jesus sie „zur Schau stellte“?
Das Wort deutet darauf hin, dass Jesus die Mächte des Bösen entlarvte und bloßstellte – ähnlich wie bei einem römischen Triumphzug, bei dem besiegte Feinde öffentlich zur Schau gestellt wurden.

Wessen Macht hat Jesus entwaffnet?
Jesus entband nicht seine eigene Autorität, sondern die Macht, die Satan seit dem Sündenfall unrechtmäßig über die Menschheit ausübte (Genesis 3; Johannes 12,31). Als der zweite Adam (vgl. 1. Korinther 15,45) kehrte Jesus den Fluch um und nahm die Herrschaft zurück.

In Matthäus 28,18 sagt Jesus:

„Mir ist alle Macht im Himmel und auf Erden gegeben worden.“

Nach der Auferstehung wurde damit die kosmische Autorität von Satan auf Christus übertragen.

Die Niederlage Satans am Kreuz
Aus menschlicher Sicht mag die Kreuzigung Jesu erniedrigend erscheinen, doch genau in diesem Moment wurde Satans Macht endgültig gebrochen.

Jesus sagt in Johannes 14,30:

„Der Fürst dieser Welt kommt, aber in mir hat er nichts.“

Seine Macht über Jesus war aufgehoben – er stand nicht unter Satans Herrschaft.

Paulus bestätigt diesen Sieg in Kolosser 2,15:

„Indem er die Mächte und Gewalten entwaffnete, machte er sie öffentlich zur Schau und triumphierte über sie am Kreuz.“

Praktische Konsequenzen für Gläubige
Da Jesus über alle geistlichen Mächte herrscht, können wir als Gläubige mutig und selbstbewusst leben:

Angst vor Satan oder dämonischen Mächten ist unnötig – wir stehen unter Christi souveräner Herrschaft (Römer 8,37–39).

Geistlicher Kampf existiert, aber der Sieg ist durch Jesu vollendetes Werk gesichert (Epheser 6,10–18).

Wer Christi Sieg versteht, wird frei von Angst und kann ein mutiges Leben führen.

Jesus herrscht über Himmel, Erde und alle geistlichen Mächte. Satans Zeit ist begrenzt, und jedes Knie wird sich vor Christus beugen (Philipper 2,9–11).

Empfange Jesus. Vertraue ihm. Lebe mutig in dem Sieg, den er errungen hat.

Der Herr kommt!

 

Print this post

Was ist die Klage von Hadadrimmon?

Die Frage

In Sacharja 12,11 lesen wir:

„Zu der Zeit wird große Klage sein in Jerusalem, wie die Klage um Hadadrimmon in der Ebene von Megiddo.“
(Sacharja 12,11 – Lutherbibel 2017)

Worum handelt es sich bei dieser Klage, und warum wird sie mit Hadadrimmon verglichen?


Der historische Hintergrund von Hadadrimmon

Hadadrimmon war ein Ort in der Ebene von Megiddo in Israel – einer Region, die geschichtlich für bedeutende Schlachten bekannt ist. Besonders verbunden ist dieser Ort mit dem Tod von König Josia, einem der gottesfürchtigsten und reformfreudigsten Könige Judas. Seine Regierungszeit war geprägt von geistlicher Erneuerung und der konsequenten Abschaffung des Götzendienstes (2. Könige 23,1–25). Josia erneuerte den Bund mit dem HERRN und führte das Volk zurück zur wahren Anbetung.

Sein Tod kam unerwartet. Er fiel im Kampf gegen den ägyptischen Pharao Necho – obwohl Gott ihn nicht in diesen Krieg gesandt hatte. Die Bibel berichtet:

„Zu seiner Zeit zog Pharao Necho, der König von Ägypten, hinauf zum König von Assur an den Euphrat. Da zog ihm König Josia entgegen; aber Pharao Necho tötete ihn bei Megiddo, als er ihn sah.“
(2. Könige 23,29 – Lutherbibel 2017)

Das ganze Volk war tief erschüttert. Der Prophet Jeremia und ganz Juda beklagten den Tod Josias. Diese Klage wurde zu einem festen Bestandteil des nationalen Gedächtnisses Israels:

„Auch Jeremia klagte über Josia; und alle Sänger und Sängerinnen reden bis auf diesen Tag von Josia in ihren Klageliedern. Man machte es zu einer festen Ordnung in Israel; und siehe, sie sind aufgezeichnet in den Klageliedern.“
(2. Chronik 35,25 – Lutherbibel 2017)

So wurde Hadadrimmon zum Sinnbild einer tiefen nationalen Trauer – des Verlustes eines gerechten Königs und einer schwindenden Hoffnung für das Volk.


Die prophetische Bedeutung in Sacharja 12

Sacharja 12 blickt prophetisch auf eine zukünftige, noch weit größere nationale Klage Israels. Doch diese Klage wird nicht nur schmerzhaft, sondern auch heilbringend und geistlich erneuernd sein. Gott spricht:

„Und ich will über das Haus David und über die Einwohner Jerusalems ausgießen den Geist der Gnade und des Gebets. Und sie werden auf mich sehen, den sie durchbohrt haben, und werden um ihn klagen, wie man klagt um ein einziges Kind…“
(Sacharja 12,10 – Lutherbibel 2017)

Diese Worte beziehen sich auf Jesus Christus, den Messias, den Israel verworfen und gekreuzigt hat (vgl. Johannes 19,37). An jenem Tag wird der geistliche Schleier von ihren Augen genommen (2. Korinther 3,14–16), und sie werden erkennen, wer Jesus wirklich ist: ihr Messias, der Sohn Gottes.

Ihre Klage wird nicht der Trauer um einen irdischen König wie Josia gleichen, sondern der tiefen Erkenntnis gelten, dass sie den verheißenen Messias durchbohrt haben. Diese Klage wird persönlich, ernsthaft und familienweise sein:

„Und das Land wird klagen, ein jedes Geschlecht für sich: das Geschlecht des Hauses David für sich und ihre Frauen für sich…“
(Sacharja 12,12 – Lutherbibel 2017)

Dies ist mehr als bloßes Bedauern. Es ist echte Buße (hebräisch: Teshuva) – eine Umkehr zu Gott, bewirkt durch das überführende Wirken des Heiligen Geistes.


Was bedeutet das für uns heute?

Wir leben jetzt in der Zeit der Gnade – einer Zeit, in der das Heil durch Jesus Christus allen Menschen angeboten wird:

„Denn es ist erschienen die heilsame Gnade Gottes allen Menschen.“
(Titus 2,11 – Lutherbibel 2017)

Doch diese Zeit wird nicht ewig andauern. Jesus selbst warnte:

„Lernt ein Gleichnis vom Feigenbaum: Wenn sein Zweig saftig wird und Blätter treibt, so wisst ihr, dass der Sommer nahe ist.“
(Matthäus 24,32 – Lutherbibel 2017)

Der Feigenbaum steht sinnbildlich für Israel (Jeremia 24). Die Wiedergründung des Staates Israel im Jahr 1948 und die Rückkehr der Juden in ihr Land sind deutliche Zeichen dafür, dass die prophetische Uhr der Endzeit weiterläuft. Gott bereitet die Erfüllung Seiner Verheißungen vor.


Bist du bereit?

Das Evangelium hat inzwischen die Enden der Erde erreicht. Das nächste große prophetische Ereignis ist die Entrückung der Gemeinde:

„Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden…“
(1. Korinther 15,51–52 – Lutherbibel 2017)

Wenn du auf ein weiteres Zeichen oder einen emotionalen Anstoß wartest, dann verstehe: Jetzt ist die Zeit. Das Zeitfenster wird immer enger.

„Ringet darum, dass ihr durch die enge Pforte eingeht; denn viele, sage ich euch, werden hineinzukommen suchen und es nicht können.“
(Lukas 13,24 – Lutherbibel 2017)

Wenn du gerettet bist, ist jetzt die Zeit, in Heiligkeit und Wachsamkeit zu leben. Wenn du es nicht bist, zögere nicht länger. Gottes Gnade ist heute verfügbar – doch eines Tages wird, wie zur Zeit Josias, tiefe Klage über die Welt kommen.

Gehöre nicht zu denen, die bereuen. Gehört zu denen, die sich freuen.

Möge der Herr unsere Augen öffnen, unsere Herzen weich machen und uns helfen, die Zeit zu erkennen, in der wir leben.

Print this post

Spottet Gott etwa die Menschen?

Auf den ersten Blick mag die Vorstellung, dass Gott jemanden verspottet, schockierend – ja sogar verletzend – wirken. Schließlich verbinden wir Spott oft mit Grausamkeit oder Hochmut. Doch wenn wir die Schrift betrachten, besonders Sprüche 1,26 und Psalm 59,8, sehen wir, dass die Bibel tatsächlich eine solche Sprache verwendet, um Gottes Antwort auf anhaltenden Ungehorsam zu beschreiben.(Die Bibel)

Beginnen wir mit den betreffenden Versen:

Darum will auch ich lachen bei eurem Unglück
und spotten, wenn Schrecken über euch kommt;

…“ (Sprüche 1,26 – Lutherbibel 2017)(Die Bibel)

… Ja, sie geifern mit ihrem Maul;
aber du, HERR, lachst über sie
und verspottest alle Völker.
“ (Psalm 59,8 – Elberfelder / Einheitsübersetzung)(Universität Innsbruck)

Diese Verse schildern Gottes Reaktion auf Menschen, die wiederholt seine Weisheit und Autorität ablehnen. Das „Spotten“ hier ist nicht kleinlich oder rachsüchtig. Vielmehr drückt es Gottes heiligen Unwillen gegenüber hartnäckigem Widerstand aus – eine Ablehnung seiner Gnade, nachdem er wiederholt gewarnt hat.(Die Bibel)

Gottes Spott vs. menschlicher Spott

Menschlicher Spott entspringt oft Hochmut, Unsicherheit oder Bosheit. Er dient dazu, andere herabzusetzen und die eigene Überlegenheit zu behaupten. Gottes Spott jedoch, wie die Schrift zeigt, ist anders. Es handelt sich um eine Form gerichtlicher Ironie – ein Mittel, um zu zeigen, wie töricht es ist, sich gegen göttliche Weisheit zu stellen. Theologen nennen dies anthropopathische Sprache: menschliche Ausdrucksformen werden verwendet, damit wir Gottes Haltung gegenüber der Sünde verstehen können.

Gottes „Lachen“ ist kein Vergnügen über menschliches Leiden, sondern eine gerechte Reaktion auf die Absurdität, seine Wahrheit zu verwerfen. Wie der Apostel Paulus warnt:

Irrt euch nicht! Gott lässt sich nicht verspotten; denn was der Mensch sät, das wird er auch ernten.“ (Galater 6,7 – Lutherbibel)

Dies entspricht dem Prinzip der göttlichen Gerechtigkeit: Gott warnt, gibt Zeit zur Umkehr und lässt dann die Konsequenzen folgen.


Gottes ultimatives Ziel: Erlösung, nicht Vernichtung

Selbst im Gericht will Gott nicht zerstören, sondern zur Umkehr führen. Schauen wir noch einmal in Sprüche 1:

Wendet euch meiner Mahnung zu!
Dann will ich auf euch meinen Geist ausgießen
und meine Worte euch kundtun.
“ (Sprüche 1,23 – Lutherbibel)(Die Bibel)

Hier steht das Angebot der Gnade vor der Warnung vor Gericht. Gott ruft die Menschen zuerst zur Umkehr und zum Zuhören. Erst nachdem sie wiederholt abgelehnt haben, spricht er das Gericht aus.(Die Bibel)

Ebenso zeigt Klagelieder 3,31–33 Gottes Herz hinter der Zucht:

Denn der HERR verwirft keinen Menschen für immer;
auch wenn er betrübt, so hat er doch Mitleid nach seiner großen, unverdienten Güte;
denn er will nicht gern Leid und Kummer bringen
an die Menschen.
“ (Klagelieder 3,31–33 – Lutherbibel)(CSV Bibel)

Das beweist: Selbst wenn Gott Traurigkeit oder Zucht zulässt, geschieht es nicht aus Freude, sondern aus erlösender Liebe. Seine Gerechtigkeit ist immer mit Barmherzigkeit verbunden.


Was sollen wir daraus lernen?

Diese Bibelstellen fordern uns heraus, unser eigenes Verhalten gegenüber Gottes Stimme zu prüfen. Widerstehen wir Gottes Zurechtweisung oder kehren wir demütig zu ihm zurück?

Gott will uns nicht verspotten – er will uns erlösen. Aber wenn wir beharrlich in unserem Ignorieren verharren, können wir die natürlichen und göttlichen Folgen dieser Ablehnung erfahren.

Heute, wenn ihr seine Stimme hört, verhärtet eure Herzen nicht…“ (Hebräer 3,15 – Lutherbibel)


Die Barmherzigkeit spricht weiter

Gottes Spott ist nicht das letzte Wort – seine Barmherzigkeit ist es. Derselbe Gott, der über Rebellion lacht, empfängt die Reumütigen mit offenen Armen. Wenn wir jetzt reagieren, bevor der „Tag des Unheils“ kommt, können wir seinen Geist, seine Weisheit und seinen Frieden empfangen.

Kehre von der Sünde um. Suche den Herrn, solange er zu finden ist. Gott wartet nicht darauf, über deinen Fall zu lachen – er wartet darauf, sich über deine Rückkehr zu freuen.

Komm, Herr Jesus!

Print this post

LASST UNS DAS ZUSAMMENKOMMEN NICHT VERNACHLÄSSIGEN.

 


LASST UNS DAS ZUSAMMENKOMMEN NICHT VERNACHLÄSSIGEN
Hebräer 10,25 sagt:

„Lasst uns das Zusammenkommen nicht versäumen, wie es bei einigen üblich ist, sondern einander ermutigen – und das umso mehr, je näher der Tag Gottes rückt.“

Dieser Vers ist eine klare Ermahnung an die frühe Kirche – und auch an uns heute –, aktiv in der christlichen Gemeinschaft zu leben. Das griechische Wort, das mit „zusammenkommen“ übersetzt wird (ἐπισυναγωγή, episynagōgē), bezeichnet bewusstes, zielgerichtetes Zusammenkommen von Gläubigen. Es unterstreicht die Bedeutung von gemeinsamem Gottesdienst, Lehre, gegenseitiger Ermutigung und Verantwortlichkeit.

Die Bedeutung der kirchlichen Gemeinschaft

Gott hat uns als soziale Wesen geschaffen, die für Gemeinschaft gemacht sind (1. Mose 2,18). Persönlicher Glaube ist entscheidend, aber das Neue Testament zeigt immer wieder: Heil und geistliches Wachstum geschehen in der Gemeinschaft des Leibes Christi – der Kirche (Epheser 4,11-16). Kirche ist nicht einfach ein Gebäude, sondern das versammelte Volk Gottes, geeint durch den Heiligen Geist (1. Korinther 12,12-27).

Satan versucht vor allem, Gläubige von der Gemeinschaft zu isolieren. Isolation schwächt unseren Glauben und macht uns anfällig für Entmutigung und Täuschung (Johannes 10,10).

Häufige geistliche Fallen

„Der Gottesdienst dauert zu lange“
Wenn Sie sich über die Länge oder Tiefe des Gottesdienstes ärgern, ist das oft ein geistlicher Angriff. Gott ruft uns dazu, uns selbst als lebendige Opfer hinzugeben (Römer 12,1) – und dazu gehört, Zeit mit Ihm zu verbringen. Der Sonntag ist besonders heilig und sollte ganz dem Gottesdienst und der Ruhe gewidmet sein (2. Mose 20,8-11). Satan will unsere Zeit stehlen und uns vom Wachstum in Gottes Gegenwart ablenken.

„Schlechte Nachrichten über andere hören“
Konflikte und Unvollkommenheit gibt es in jeder Gemeinde, weil sie aus durch Gnade geretteten, unvollkommenen Menschen besteht (Römer 3,23). Schon die frühe Kirche hatte Auseinandersetzungen (Apostelgeschichte 15; Galater 2), doch die Gläubigen waren zu Einheit (Epheser 4,3) und Vergebung (Kolosser 3,13) aufgerufen. Wer wegen Konflikten die Gemeinschaft verlässt, verpasst seinen Anteil an Gottes Werk in der Gemeinde.

„Über andere in der Gemeinde verärgert sein“
Jesus warnte, dass wir Anstoß nehmen werden (Lukas 17,1-2), aber er ruft uns zu Demut und Versöhnung (Matthäus 18,15-17). Die Kirche ist ein Ort, an dem Heilige durch Geduld und Liebe wachsen – nicht durch Perfektion. Wer die Gemeinschaft wegen kleiner Animositäten verlässt, wiederholt das Muster der Pharisäer, die Jesus über Kleinigkeiten ablehnten und das größere Ziel des Königreichs verpassten.

„Angst vor dem Geben von Gaben“
Geben ist ein Ausdruck von Gottesdienst und Vertrauen in Gottes Versorgung (2. Korinther 9,6-7). Auch wenn es Menschen gibt, die unser Geben missbrauchen, ehrt unser Geben Gott und nicht den Menschen. Jesus betonte die Bedeutung des Herzens beim Geben (Markus 12,41-44) und versprach Segen für freudige Geber. Malachi 3,10 zeigt, dass treues Geben mit Gottes reichhaltiger Versorgung verbunden ist.

Die Segnungen des Zusammenkommens

1. Stärkung des Glaubens durch Gemeinschaft
Hebräer 10,24-25 betont, dass wir uns gegenseitig ermutigen sollen. Das christliche Leben ist ein Marathon, kein Sprint. Prediger 4,9-12 zeigt die Kraft von Gemeinschaft und Partnerschaft: Gott hat uns geschaffen, um einander zu stützen und zu stärken. Die Kirche rüstet Gläubige mit Gaben für Dienst und geistliches Wachstum aus (Epheser 4,11-13).

Gemeinsames Gebet vervielfacht unsere geistliche Kraft (Matthäus 18,19-20), denn wenn Gläubige im Einklang beten, sind wir im Willen Gottes verbunden und erfahren Seine Gegenwart.

2. Empfang von Gottes Segen durch Einheit
Matthäus 18,18-20 zeigt, dass geistliche Autorität und Segen eng mit Einheit und gemeinsamer Übereinstimmung in Christi Namen verbunden sind. Dies unterstreicht die gemeinschaftliche Natur von Erlösung und Königreichswerk. Die Vollmacht zu binden und zu lösen spiegelt die Rolle der Kirche als Werkzeug Gottes auf Erden wider (Matthäus 16,18-19).

Gott liebt Einheit (Psalm 133,1), weil sie die perfekte Einheit der Dreieinigkeit widerspiegelt (Johannes 17,20-23). Isolation widerspricht Gottes Plan und macht Gläubige angreifbar für Satans Angriffe (1. Petrus 5,8).


Abschließende Ermutigung

Bleiben Sie aktiv mit dem Leib der Kirche verbunden. Ihre Anwesenheit ist wichtig – nicht nur für Ihr eigenes geistliches Wachstum, sondern auch für die Stärkung anderer. Paulus erinnert uns:

Römer 12,4-5

„Denn wie wir an einem Leib viele Glieder haben, aber nicht alle Glieder dieselbe Aufgabe haben, so sind wir, viele, ein Leib in Christus, und jeder gehört zu allen anderen.“ 

Wehren Sie die Lügen des Feindes ab, die Sie zur Isolation verleiten wollen. Gottes Plan ist Gemeinschaft, gegenseitige Ermutigung und geteilter Glaube.

Maranatha! Der Herr kommt!

 

Print this post

DAS GROSSE GEHEIMNIS DER GOTTSFÜRCHTIGKEIT.

 


DAS GROSSE GEHEIMNIS DER GOTTSFÜRCHTIGKEIT

Die Heilige Schrift sagt uns:

1. Timotheus 3,16 (LUT)
„Ohne Zweifel ist das Geheimnis der Gottseligkeit groß: Er ist im Fleisch erschienen, vom Geist gerechtfertigt, von Engeln gesehen, unter den Nationen verkündet, in der Welt geglaubt und in Herrlichkeit aufgenommen worden.“

Der Begriff „Gottseligkeit“ beschreibt hier die tiefe, unermessliche Göttlichkeit Gottes. Zu sagen, „das Geheimnis der Gottseligkeit ist groß“, bedeutet, dass die Offenbarung von Gottes Wesen – insbesondere in Christus – weit über unser menschliches Verständnis hinausgeht.

Diese Göttlichkeit konzentriert sich auf die Person Gottes, besonders auf die Weise, wie Er sich in der Menschwerdung offenbart hat: wer Er ist, wie Er ewig existiert, wie Er sich zeigt und wie Er in Schöpfung und Erlösung wirkt.

Durch göttliche Gnade erhielt der Apostel Paulus durch den Heiligen Geist Einsicht in dieses Geheimnis und bezeugt mit fester Überzeugung, dass das, was einst verborgen war, nun offenbar geworden ist.

1. GOTT IST IM FLEISCH ERSCHIENEN

Wann erschien Gott im Fleisch? In der Person Jesu Christi – voll Gott und voll Mensch (Johannes 1,14). Dies ist das Fundament des christlichen Glaubens: die Inkarnation. Jesus ist das ewige Wort (Logos), das Fleisch wurde und unter uns wohnte.

Johannes 1,1.14 (LUT)
„Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott… Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.“

Die Einzigartigkeit dieser Lehre liegt darin, dass Gott nicht nur durch einen Menschen handelte oder erschien, sondern selbst wahrhaft Mensch wurde und dabei voll göttlich blieb – die hypostatische Union.

Schon die Propheten des Alten Testaments kündigten dieses Geheimnis an:

Jesaja 9,6 (LUT)
„Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben… und man nennt seinen Namen: Wunderbarer Ratgeber, Starker Gott, Ewig-Vater, Friedefürst.“

2. ER IST VOM GEIST GERECHTFERTIGT WORDEN

Die Rechtfertigung durch den Geist bestätigt Jesu göttliche Identität und Mission.

Römer 1,4 (LUT)
„…und in Kraft als Sohn Gottes erwiesen durch den Geist der Heiligkeit durch seine Auferstehung von den Toten.“

Die Auferstehung ist das endgültige Siegel des Geistes, das Jesu sündloses Leben, seine göttliche Natur und seine messianische Rolle bestätigt. Durch die Kraft des Geistes konnte Jesus Wunder wirken, Dämonen austreiben und den Tod besiegen – Zeichen, dass nur Er göttliche Autorität besitzt.

3. ER WURDE VON ENGELN GESEHEN

Engel spielten eine wichtige Rolle in der Verkündigung und im Dienst Christi. Sie kündigten seine Geburt an (Lukas 2,8-14), dienten ihm (Matthäus 4,11; Hebräer 1,14) und bezeugen weiterhin Gottes Erlösungsplan.

Hebräer 1,6 (LUT)
„Und wiederum, wenn er den Erstgeborenen in die Welt bringt, spricht er: ‚Alle Engel Gottes sollen ihn anbeten.‘“

Dass Engel Jesus „sahen“, unterstreicht seine wahre Menschwerdung – Gott wurde sichtbar im Fleisch, wodurch die Realität dieses Geheimnisses bestätigt wird.

4. ER WURDE UNTER DEN NATIONEN VERKÜNDET

Das Evangelium, einst verborgen, sollte nun allen Völkern verkündet werden.

Markus 16,15 (LUT)
„Und er sprach zu ihnen: ‚Geht hin in alle Welt und verkündet das Evangelium der ganzen Schöpfung.‘“

Diese weltweite Verkündigung erfüllte die Verheißung an Abraham, dass durch seinen Nachkommen alle Nationen gesegnet würden (1. Mose 12,3). Die Kirche ist beauftragt, diese Botschaft des Heils überall zu verbreiten.

5. AN IHN WURDE IN DER WELT GEGLAUBT

Jesus Christus ist das zentrale Ziel des Glaubens für Milliarden von Menschen. Die Reaktionen weltweit sind unterschiedlich, doch die Wahrheit bleibt: Viele bekennen Seine Herrschaft und anerkennen Seine Identität als Sohn Gottes.

Johannes 12,42-43 (LUT)
„Auch viele von den Obrigkeiten glaubten an ihn, doch aus Furcht vor den Pharisäern bekannten sie es nicht, damit sie nicht aus der Synagoge ausgeschlossen würden.“

Glaube an Jesus kennt keine kulturellen oder nationalen Grenzen. Letztlich wird jedes Knie sich vor Ihm beugen.

Philipper 2,10-11 (LUT)
„Damit in dem Namen Jesu jedes Knie sich beuge, im Himmel und auf Erden und unter der Erde, und jede Zunge bekenne, dass Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters.“

6. ER IST IN HERRLICHKEIT AUFGENOMMEN WORDEN

Nach seiner Auferstehung wurde Jesus in den Himmel aufgenommen, verherrlicht und zur Rechten Gottes erhoben.

Apostelgeschichte 1,9 (LUT)
„Und als er dies gesagt hatte, wurde er vor ihren Augen emporgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf vor ihren Augen.“

 

Johannes 3,13 (LUT)
„Niemand ist in den Himmel aufgefahren außer dem, der vom Himmel herabgekommen ist, der Menschensohn.“

Die Himmelfahrt bestätigt Christi göttliche Autorität, vollendet seine irdische Mission und bereitet einen Platz für die Gläubigen (Johannes 14,2-3).

THEOLOGISCHE BEDEUTUNG UND ANWENDUNG

Dieses große Geheimnis war einst verborgen, ist nun aber zu unserem Heil offenbart (Römer 16,25-26). Zu erkennen, dass Jesus voll Gott und voll Mensch ist, gibt unserem Glauben festen Halt in einem Gott, der sowohl erhaben als auch nahbar ist.

Paulus schrieb dies, um unseren Glauben zu stärken und uns zu ermutigen, standhaft auf Jesus Christus als göttlichen Retter zu vertrauen. Wer das Geheimnis von Christi Inkarnation und Erhöhung versteht, erfährt Zuversicht, Mut und Hoffnung. Nichts kann uns zerstören, wenn Gott selbst bei uns ist.

Unsere Antwort sollte mehr als ein intellektuelles Ja sein; sie sollte lebendiger Glaube sein, der uns verändert: Taufe, Empfang des Heiligen Geistes, Abkehr von weltlichen Wegen und Gemeinschaft mit anderen Gläubigen, während wir auf den neuen Himmel und die neue Erde warten.

Maranatha! – Komm, Herr Jesus!

 

Print this post

ER VERLIEß DEN ORT UND GING IN DIE NÄHE DER WÜSTE.

 


ER VERLIEß DEN ORT UND GING IN DIE NÄHE DER WÜSTE.

Ich grüße dich im Namen unseres Herrn Jesus Christus. Ihm gebührt Ehre und Ruhm von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Lass uns gemeinsam über Seine Worte nachdenken, denn die Tage neigen sich dem Ende zu.

Wenn man die Evangelien liest, entdeckt man etwas sehr Erstaunliches über Jesus. Es gibt Zeiten, in denen Er völlig offen unter den Juden umherging – das bestätigt Er selbst gegenüber dem Hohenpriester in Johannes 18,20, kurz vor Seiner Kreuzigung. Aber es gab auch Momente, in denen Er sich ganz bewusst zurückzog, fernab der Städte, nahe der Wüste, nur in Gesellschaft Seiner Jünger.

Johannes 11,53–54:
„Von jenem Tag an fassten sie den Entschluss, ihn zu töten.
Darum wandelte Jesus nicht mehr öffentlich unter den Juden, sondern zog sich in die Gegend nahe der Wüste zurück, in eine Stadt namens Ephraim, und blieb dort mit Seinen Jüngern.“

Vielleicht fragst du dich: Warum verhielt sich Jesus so, obwohl Er die Macht hatte, völlig frei und ohne Sorgen zu leben? Weil Sein Vater bei Ihm war und Ihn beschützte, bis zur richtigen Zeit.

Das zeigt uns, dass Christus niemanden mit Gewalt zwingt. Wer Ihn ablehnt, dem zieht Er sich zurück – und man wird Ihn nicht finden, egal wie sehr man sucht. Heute geschieht dies im Geistlichen: Jesus sehnt sich nach der Welt, doch die Welt lehnt Sein Evangelium ab und versucht sogar, es zu zerstören.

Wenn wir das sehen, müssen wir erkennen: Der Herr hat sich von der Welt zurückgezogen. Heute ist es schwieriger als je zuvor, echte Rettung zu empfangen, weil Christus nicht mehr offen überall zu finden ist. Darum gibt es viele, die behaupten, gerettet zu sein, doch in ihrem Leben zeigt sich keine Kraft der Erlösung. Das ist nicht normal!

Jesus verbirgt sich.

Johannes 12,36:
„Solange ihr das Licht habt, glaubt an das Licht, damit ihr Kinder des Lichts werdet.“
Diese Worte sprach Jesus, dann ging Er weg und verbarg sich vor ihnen.

Wenn wir die Schrift weiter betrachten, sehen wir erneut: Als Er in Galiläa war, bewegte Er sich mitten unter den Menschen, ohne dass jemand bemerkte, dass Er da war. Still und unauffällig lehrte Er nur Seine Jünger.

Markus 9,30–31:
„Sie zogen von dort weiter durch Galiläa; und Er wollte nicht, dass jemand es erfuhr,
denn Er unterrichtete Seine Jünger und sprach zu ihnen …“

Auch heute zeigt sich Jesus nur denen, die Seine wahren Jünger sind. Wer in diesen letzten Tagen kein echter Jünger ist, hat es schwer, die Welt zu überwinden. Ein Jünger, so wie Lukas 14,33 beschreibt, ist jemand, der sich selbst verleugnet und entschlossen ist, Jesus wirklich nachzufolgen.

Wenn wir nur behaupten, gerettet zu sein, während unser Leben weit von Christus entfernt ist, betrügen wir uns selbst. Dann haben wir Jesus noch nicht wirklich getroffen – wir haben nur von Ihm gehört.

Liebe Geschwister, dies sind die letzten Tage. Der Herr ist tatsächlich auf der Erde und rettet Menschen – aber nicht alle. Er offenbart sich nur denen, die wirklich Seine Jünger sind. Jesu Wunder zu sehen, das Evangelium zu hören oder in die Kirche zu gehen bedeutet nicht, dass man Ihn persönlich getroffen hat. Deshalb müssen wir diese Eigenschaft Jesu erkennen, um nicht Ihm zu begegnen, wenn Er sich verbirgt – denn das tut Er heute, geistlich gesehen.

Wenn du noch nicht gerettet bist oder halbherzig gelebt hast – halb für Gott, halb für die Welt – dann entscheide dich jetzt, dein Herz ganz auf Ihn auszurichten und dich selbst zu verleugnen. Dann wird sich der Herr Jesus dir offenbaren und dir helfen, die Welt zu überwinden und ein heiliges Leben zu führen.

Gott segne dich.

 

Print this post

DER STAMM BENJAMIN.

 


DER STAMM BENJAMIN

Der Name des Herrn und unseres Erlösers Jesus Christus sei gesegnet. Herzlich willkommen, lass uns die Bibel gemeinsam studieren.

Unter den Söhnen Jakobs war Benjamin der Jüngste – noch jünger als alle anderen und der jüngste Bruder Josefs. Benjamin war der einzige Sohn Jakobs, der seine leibliche Mutter nie genießen konnte. Er konnte nicht einmal von ihrer Brust trinken, denn am Tag seiner Geburt starb seine Mutter.

Als er geboren wurde, nannte seine Mutter ihn „Benoni“, was „Sohn meines Leids“ bedeutet. Sein Vater änderte diesen Namen jedoch in „Benjamin“, was „Sohn meiner rechten Hand“ heißt (1. Mose 35,16–20).

Als der Stamm Benjamin ins Gelobte Land einzog, war er der kleinste aller Stämme, sowohl in Bezug auf die Bevölkerung als auch auf die Macht.

Die Bibel zeigt, dass viele Benjaminiter nach dem Einzug ins Land getötet wurden – am Ende blieben nur 600 Männer übrig. Dieser Verlust geschah, weil die Benjaminiter dem Mann von Gilead, aus Bethlehem-Juda, Gewalt angetan hatten.

Dieses Vergehen kostete vielen Benjaminitern das Leben – Männern, Frauen und Kindern. Wäre Gott nicht eingegriffen, wäre dieser Stamm völlig ausgelöscht worden. Nur 600 Männer überlebten, während alle anderen starben.

Während andere Stämme, wie Juda, über eine Million Menschen zählten, war Benjamin auf nur 600 Männer geschrumpft. Und dennoch war dieser Stamm der kleinste von allen, denn Benjamin selbst war der jüngste Sohn Jakobs.

Richter 21,17:
„Sie sagten: Das Erbe der Überlebenden von Benjamin darf in Israel nicht ausgelöscht werden.“

So galt Benjamin als verachteter Stamm. Benjaminiter hatten nie großes Ansehen im Vergleich zu Stämmen wie Levi, Juda oder Ephraim.

Doch obwohl sie klein, schwach und verachtet waren, sah Gott anders als die Menschen.

Als die Israeliten einen König wie die Nationen wollten, wählte Gott jemanden völlig Unerwartetes. Während sie dachten, Gott würde einen angesehenen Mann aus einem großen Stamm wählen, wählte er jemanden aus dem kleinsten Stamm und der kleinsten Familie – Saul.

1. Samuel 9,21:
„Saul antwortete: Bin ich nicht Benjaminiter, der kleinste Stamm Israels? Und ist nicht mein Stamm der kleinste unter allen Stämmen Benjamins? Warum sagst du mir das?“

Saul regierte Israel 40 Jahre lang, ebenso wie David und Salomo. Obwohl Saul viele Fehler hatte, wählte Gott ihn, um sein Volk in dieser Zeit zu führen.

Was können wir vom Stamm Benjamin lernen?

Wir lernen: Gottes Blick unterscheidet sich vom menschlichen. Wer vor Menschen unbedeutend erscheint oder unwichtig wirkt, kann von Gott erhoben werden. Deshalb dürfen wir uns nicht selbst unterschätzen, andere nicht verachten und uns nicht vor Ablehnung fürchten – Gottes Blick ist anders.

1. Korinther 1,26–29:
„Schaut, liebe Brüder, auf eure Berufung: Nicht viele von euch waren nach menschlichem Maß weise, mächtig oder von hohem Rang.
Aber Gott hat das Schwache der Welt erwählt, um das Starke zu beschämen, das Unbedeutende, um das Bedeutende zunichte zu machen,
damit kein Mensch sich vor Gott rühme.“

Gott hat den Stamm Benjamin erhoben. Er kann dasselbe mit dir oder jedem anderen tun. Vertraue auf Gott und unterschätze dich nicht.

Maranatha!

Bitte teile diese Botschaft mit anderen.

 

Print this post

JE GERECHTER DU WIRST, DESTO WENIGER NIMMST DU DICH SELBST WAHR.

 


JE GERECHTER DU WIRST, DESTO WENIGER NIMMST DU DICH SELBST WAHR

Entgegen dem, was wir oft denken — nämlich dass wir, je mehr wir geistlich wachsen oder Schritte mit Gott gehen, uns selbst stärker wahrnehmen würden — ist das häufig nicht der Fall. Es fällt uns schwer, unser eigenes geistliches Wachstum wirklich zu erkennen. Meist sind es andere, die uns wahrnehmen.

Das Beispiel Mose als geistliches Vorbild

Als Mose vom Berg Sinai herabstieg, nachdem er 40 Tage und Nächte auf dem Berg in der Gegenwart Gottes verbracht hatte (dort empfing er die Gesetzestafeln), bemerkte er selbst nicht, was geschehen war. 

Laut Lutherbibel 2017 erschien „sein Angesicht leuchtend“ (“die Haut seines Angesichts glänzte”), weil er mit Gott geredet hatte. 

Die Glorie, die Mose empfing, war ein sichtbares Zeichen, aber er selbst nahm sie nicht wahr — sie blieb ihm verborgen. 

Theologisch kann dieses Leuchten verstanden werden als ein „Abglanz“ der göttlichen Herrlichkeit, der durch Gemeinschaft mit Gott auf Mose überging. Manche Ausleger vergleichen das hebräische Wort „karan“ mit „glänzen“ oder bildlich sogar mit „gehörnt“ — was in früherer Kunst zu Fehlinterpretationen führte .

Das lehrt uns Folgendes: Selbst wenn wir geistlich wachsen, Gnade und Nähe zu Gott empfangen — wir merken es nicht immer sofort. Gottes Wirken und Herrlichkeit sind oft subtil, innerlich und unsichtbar für uns selbst.

Wachstum im Glauben geschieht oft unbemerkt — Markusevangelium 4:26–29 als geistliches Gleichnis

Jesus Christus verglich das Reich Gottes mit einem Mann, der Samen aufs Land wirft, und zeigte, dass das Wachstum des Reiches — und damit geistliches Wachstum im Leben der Gläubigen — nicht unbedingt sichtbar oder „spürbar“ beginnt:

„Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mensch Samen aufs Land wirft. Und schläft und steht auf, Nacht und Tag; und der Same wächst — er weiß nicht wie. Die Erde bringt von selbst Frucht hervor.“ 

Dieses Gleichnis lehrt mehrere wichtige theologische Punkte:

Das Reich Gottes kommt oft unscheinbar und unmerklich. Der Ausgangspunkt — ein Samen — scheint klein und unbedeutend. Doch Gottes Kraft lässt Wachstum geschehen, oft ohne dass der Mensch „mithelfen“ kann oder den genauen Prozess versteht. 

Unsere Seele kann man vergleichen mit dem „Ackerboden“: Wenn wir unser Herz durch Gebet, Buße und ein demütiges Leben vorbereiten, wird der „Samen des Wortes Gottes“ Raum haben, zu wachsen und Frucht zu bringen. 

Das Wachstum endet nicht unbedingt in dramatischen Erfahrungen — häufig ist Ernte (Frucht) zeitversetzt: Was heute unscheinbar beginnt, kann in der Zukunft reifes, bleibendes Zeugnis bringen. 

Schlussfolgerung: Bleib treu — auch wenn du selbst keine Veränderung spürst

Deshalb ermutige ich dich:

Verharre im Gebet, auch wenn du keine „spürbare Wirkung“ erlebst.

Bezeuge anderen den Glauben, selbst wenn du keine sofortige Resonanz erlebst.

Bleibe treu im Gottesdienst, im Geben, im Dienst — auch wenn du keine sichtbaren Früchte siehst.

Vertraue auf Gottes Wirken, nicht auf deine Gefühle oder Wahrnehmung. Denn oft ist Gottes Wirken leise — aber dauerhaft und fruchtbar.

So wie bei Mose — Gottes Herrlichkeit wirkte, aber er spürte sie kaum — so kann Gottes Veränderung in deinem Leben geschehen, auch wenn du sie nicht bewusst wahrnimmst.

Am Ende kann dein Leben dann leuchten und sichtbar Frucht tragen — und andere werden deine Hingabe, deine Nähe zu Gott und die Veränderung erkennen.

Der Herr segne dich.

 

Print this post

DIE FOLGEN, WENN MAN NICHT DIE GANZE WAHRHEIT KENNT.

 


DIE FOLGEN, WENN MAN NICHT DIE GANZE WAHRHEIT KENNT

Viele Menschen begnügen sich mit Fragmenten der Wahrheit, aber Gottes Wort macht deutlich:
Halbwahrheiten können genauso gefährlich sein wie Lügen.
Im Geistlichen öffnen sie Türen, die Gott nie geöffnet haben wollte — und der Widersacher nutzt jede Lücke.

Die Bibel zeigt uns mehrfach, dass das Erkennen der ganzen Wahrheit ein entscheidender Schutz ist.

1. DAS BEISPIEL VON KÖNIG ABIMELECH (1. Mose 20)

Abraham sagte zu Abimelech, Sara sei seine Schwester. Das war wahr, aber unvollständig.
Sara war seine Halbschwester — aber auch seine Frau.
Abraham handelte aus Angst.
Diese halbe Wahrheit brachte Abimelech fast ins Gericht Gottes.

Biblische Grundlage

1. Mose 20,5–6 (Luther 2017):
Hat er mir nicht gesagt: Sie ist meine Schwester? Und auch sie hat gesagt: Er ist mein Bruder. Das habe ich getan mit lauterem Herzen und mit unschuldigen Händen. Gott sprach zu ihm im Traum: Ich weiß auch, dass du das von lauterem Herzen getan hast.

Abimelech war unschuldig — doch er war durch eine halbe Wahrheit in schwere Gefahr geraten.

Theologische Bedeutung

Halbwahrheiten sind gefährlich, weil sie zutreffend klingen, aber falsche Entscheidungen erzeugen.

Gottes Gericht kann unbeabsichtigt über Menschen kommen, die auf eine unvollständige Wahrheit reagieren.

Gott schützt Menschen, die lauter handeln, aber er erwartet von seinen Dienern (hier: Abraham), dass sie vollständig und transparent sprechen.

2. DAS BEISPIEL VON EVA (1. Mose 3)

Der Teufel sagte Eva:
„Ihr werdet sein wie Gott und wissen, was gut und böse ist.“
Das entsprach teilweise der Wahrheit.

Doch die ganze Wahrheit — die er bewusst verschwieg — war:
Diese Erkenntnis würde Trennung von Gott, geistlichen Tod und Leid bringen.

Biblische Grundlage

1. Mose 3,22 (Luther 2017):
Siehe, der Mensch ist geworden wie wir und weiß, was gut und böse ist.

Theologische Bedeutung

  • Der Teufel arbeitet selten mit offenen Lügen, sondern mit gezielten Auslassungen.

  • Das größte Problem war nicht die Erkenntnis, sondern der Ungehorsam, der den geistlichen Tod brachte (vgl. Römer 5,12).

  • Der Mensch wählte Autonomie über Gemeinschaft mit Gott – eine Entscheidung, die alle Generationen prägte.


WARUM HALBWAHRHEITEN SO GEFÄHRLICH SIND

Diese biblischen Beispiele zeigen:
Eine halbe Wahrheit kann dieselben zerstörerischen Folgen haben wie eine ganze Lüge.

Abimelech → Gefahr des Todes
Eva → Fall des Menschen

Auch heute sagt der Feind Wahrheitsteile, verschweigt jedoch die Bedingungen, Konsequenzen oder den vollständigen Willen Gottes.


BEISPIEL: DIE WAHRHEIT ÜBER DAS HEIL

Viele kennen Johannes 3,16 oder Johannes 5,24 — völlig richtig.

Aber die ganze Wahrheit bezieht die Lehre Jesu und der Apostel mit ein.

1. Glaube ist notwendig

Johannes 5,24 (Luther 2017):
Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben…

2. Doch Glaube allein ist nicht das Ende des Weges

Jesus selbst lehrt:

Markus 16,16 (Luther 2017):
Wer glaubt und getauft wird, der wird selig werden…

Die Apostel bestätigten dieselbe Reihenfolge:

Apostelgeschichte 2,38 (Luther 2017):
Tut Buße und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi… so werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen.

3. Und ein heiliges Leben gehört zwingend dazu

Hebräer 12,14 (Luther 2017):
Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird.

Theologische Vertiefung

Die frühe Kirche verstand Erlösung als:

  • Glaube (pistis)

  • Buße (metanoia – Sinneswandel)

  • Taufe (symbolischer Tod und Auferstehung, Römer 6,3–4)

  • Erfüllung mit dem Heiligen Geist (Apg 1,8)

  • Heiligung als fortlaufender Prozess (1. Thessalonicher 4,3)

Erlösung ist also kein einzelner Moment, sondern ein göttlicher Weg der Wiederherstellung.

GOTTS WAHRE SICHT: GOTT SIEHT DAS HERZ – ABER AUCH DEN KÖRPER

Viele sagen: „Gott sieht das Herz.“ Das stimmt — aber die Bibel sagt auch:

Unser Körper gehört Gott

1. Korinther 6,19–20 (Luther 2017):
Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist…? Darum preist Gott mit eurem Leibe.

Theologische Vertiefung

  • Der Mensch ist keine Seele in einem Körper, sondern eine Einheit aus Körper, Seele und Geist (1. Thess 5,23).

  • Darum betrifft Heiligung auch unser Verhalten, unsere Kleidung, unseren Lebensstil und alles, was wir unserem Körper zufügen.


WIE ERKENNT MAN DIE GANZE WAHRHEIT?

Gott lässt uns nicht allein.
Der Heilige Geist wurde gesandt, um uns vollständig zu führen.

Johannes 16,13 (Luther 2017):
Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, wird er euch in alle Wahrheit leiten.

Theologische Vertiefung

  • Der Heilige Geist ist der Ausleger der Schrift (1. Kor 2,10).

  • Ohne ihn bleibt die Bibel teilweise verborgen.

  • Er offenbart uns Gottes Willen im Ganzen — nicht nur in Fragmenten.


WIE EMPFÄNGT MAN DEN HEILIGEN GEIST?

Petrus gibt die göttliche Reihenfolge:

Apostelgeschichte 2,38–39 (Luther 2017)
Buße → Taufe → Vergebung → Empfang des Heiligen Geistes.

Diese Verheißung gilt „allen, die der Herr, unser Gott, hinzurufen wird“.


SCHLUSS: HALTE DICH NICHT AN TEILWAHRHEITEN FEST

Die ganze Wahrheit ist nicht kompliziert — sie ist vollständig.
Der Herr möchte nicht, dass wir in Verwirrung, religiösen Bruchstücken oder menschlichen Traditionen leben.
Er ruft uns in die Fülle seiner Wahrheit, die befreit (Joh 8,32).


Der Herr segne dich reichlich.

Maranatha — der Herr kommt!

 

Print this post