Title Juli 2023

Was bedeutet es, dass euer Lachen in Trauer verwandelt werden soll? (Jakobus 4,9).

 


Was bedeutet es, dass euer Lachen in Trauer verwandelt werden soll? (Jakobus 4,9)

Frage: In Jakobus 4,9 heißt es, dass unser Lachen in Trauer verwandelt werden soll. Bedeutet das, dass Gott nicht will, dass wir glücklich sind? Was steckt wirklich hinter diesem Vers?

Antwort:

Jakobus 4,9 – „Grübt, klagt und weint! Euer Lachen soll in Trauer verwandelt werden, und eure Freude in Niedergeschlagenheit.“

Das Lachen, von dem hier die Rede ist, ist nicht das Lachen über etwas Gutes – zum Beispiel, wenn jemand Buße tut oder sich über Gottes Segen freut. Dieses Lachen ist erlaubt und gut.

Es geht vielmehr um das Lachen, das aus Sünde oder Fehlverhalten entsteht. Beispiele dafür sind:

Lachen, nachdem man durch Ungerechtigkeit reich geworden ist

Lachen, nachdem man jemandem Schaden zugefügt hat

Lachen nach Diebstahl, Bestechung oder anderen bösen Taten

Dieses Lachen soll durch echte Trauer und Reue ersetzt werden.

Was bedeutet das für uns?

Wenn wir unsere Sünden erkennen, sollten wir keine Freude mehr daran haben, Böses getan zu haben. Stattdessen ist es wichtig zu trauern, Buße zu tun und aufrichtig Reue zu empfinden.
Ein Beispiel: Wer früher Freude daran hatte, sich unehrlich Reichtum zu verschaffen, sollte aufhören, daran Freude zu empfinden, wenn er zu Jesus kommt. Stattdessen sollte er über seine früheren Taten trauern und sich von der Sünde abwenden.

Warum sind Trauer und Buße so wichtig?

Jesus warnte:

Lukas 6,25 – „Wehe euch, die ihr jetzt lacht, denn ihr werdet trauern und weinen.“

Es ist besser, jetzt über unsere Sünden zu trauern, um Gottes Barmherzigkeit und Rettung zu erfahren, als heute Freude am Bösen zu haben und später das Gericht zu erleben.

Daher sollten wir uns fragen:

  • Worüber freuen wir uns heute wirklich?

  • Ist es Luxus oder Freude an Sünde?

  • Finden wir Freude an gestohlenem Reichtum, Unmoral oder am Unglück anderer Menschen?

Gottes Wort bleibt wahr: „Wehe euch, die ihr jetzt lacht, denn ihr werdet trauern.“

Bereut heute, wäscht eure Sünden ab und glaubt an Jesus Christus. Lasst euch nach der Lehre der Apostel im Namen des Herrn Jesus Christus taufen (Apg 2,38).

Jakobus 4,7-10
„7 Unterwerft euch daher unter Gott! Widersteht dem Teufel, so wird er von euch fliehen.
8 Naht euch zu Gott, so wird er sich zu euch nahen. Reinigt eure Hände, ihr Sünder, und heiligt eure Herzen, ihr Wankelmütigen!
9 Grübt, klagt und weint! Euer Lachen soll in Trauer verwandelt werden, und eure Freude in Niedergeschlagenheit.
10 Demütigt euch vor dem Herrn, so wird er euch erhöhen.“

Maranatha.

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Verständnis von Sprüche 29,4.

 


Verständnis von Sprüche 29,4

„Ein König sichert das Land durch Gerechtigkeit, aber wer Bestechung annimmt, zerstört es.“
– Sprüche 29,4

Dieser Vers enthält eine wichtige Botschaft, besonders für Gottes Diener – Pastoren, Apostel, Propheten, Evangelisten und alle Kirchenleiter.

Sprüche 29,4 erinnert uns daran: Führung, egal ob in der Regierung oder in der Kirche, hat direkten Einfluss auf das Wohl der Menschen, die unter ihr stehen. Ein gerechter und ehrlicher Leiter stärkt das Land, während ein korrupter Führer alles untergräbt.

Weltliche Führung und ihre Folgen
Wenn ein nationaler Führer Bestechlichkeit zulässt, kann das Land nicht gedeihen.

Zum Beispiel: Jemand möchte minderwertige Waren importieren, um sie hier zu verkaufen. Wenn der Leiter dafür bestochen wird, statt das Gesetz durchzusetzen, leidet die ganze Gesellschaft unter seiner Gier.

Ebenso kann ein Führer schädliche Verträge unterzeichnen, nur um persönlichen Gewinn zu erzielen. Bestechung zeigt sich auch in Vetternwirtschaft – Freunde oder Verwandte bevorzugen und wirklich fähige Menschen übergehen. Eine Nation, die so geführt wird, kann nicht stark bleiben.

Ganz anders ein Leiter, der gerecht und fair regiert: Er sorgt für Stabilität und Fortschritt. Wie die Bibel sagt:

Sprüche 14,34: „Gerechtigkeit erhöht ein Volk, aber Sünde beschämt jedes Volk.“

Geistliche Führung
Dasselbe gilt für Kirchenleiter. Bischöfe, Pastoren, Lehrer, Apostel, Propheten und Evangelisten haben Menschen, die auf sie angewiesen sind. Wenn Leiter aus Bestechung oder Vetternwirtschaft handeln, kann die Kirche nicht wachsen.

Beispiel: Ein Pastor bevorzugt bestimmte Mitglieder, gibt ihnen Leitungspositionen oder Anerkennung, nur weil sie finanziell unterstützen, während geistlich begabte Personen ignoriert werden. Das ist geistliche Bestechung und blockiert das Wachstum von Gottes Kirche.

Jakobus 2,1-4 warnt: „Meine Brüder, zeigt keine Parteilichkeit. Wenn jemand in prächtiger Kleidung kommt und auch ein armer Mensch da ist, behandelt nicht die Reichen bevorzugt und verachtet die Armen. Wer so handelt, richtet nach bösen Gedanken.“

Manche Leiter verlangen Opfer für Segnungen, Gebetsdienste oder persönliche Aufmerksamkeit. Andere nutzen Kirchenmittel für den eigenen Vorteil, statt Gottes Werk zu fördern. Familienmitglieder oder Freunde zu bevorzugen, statt derer, die Gott berufen hat, ist ebenfalls eine Form von Korruption.

Jeder Leiter, der eigene Interessen über das Wohl Gottes stellt, schwächt seinen Dienst. Die Kirche leidet geistlich unter schlechter Führung.

Ein Aufruf an alle Leiter
Wenn du berufen bist, Gottes Volk zu führen, prüfe dein Herz: Strebst du nach Reichtum und Ansehen, oder baust du die Kirche des Herrn? Vergiss nicht: Du wirst eines Tages Rechenschaft ablegen müssen. Wer andere ausnutzt oder missbraucht, wird hart gerichtet (Matthäus 24,48-51).

Folge nicht weltlichen oder falschen Systemen. Führe mit Integrität. Sei ein Vorbild in Christus, der weder Parteilichkeit noch Gier kannte.

Wir leben in den letzten Tagen. Bereue jede Sünde, wende dich ganz dem Herrn zu und führe gerecht. Baue deinen Dienst auf Wahrheit, nicht auf Eigennutz.

Der Herr segne dich.
Schalom.

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Was bedeutet Prediger 10,20, wenn es heißt: „Verfluche den König nicht, auch nicht in deinen Gedanken“?


Was bedeutet Prediger 10,20, wenn es heißt: „Verfluche den König nicht, auch nicht in deinen Gedanken“?ù

Prediger 10,20
„Verfluche den König nicht, auch nicht in deinen Gedanken, verfluche den Reichen nicht in deinem Schlafzimmer; denn ein Vogel des Himmels wird deine Stimme tragen, und ein Vogel mit Flügeln wird berichten, was du gesagt hast.“

Erklärung:
Der Autor dieses Verses war selbst König und wusste genau, wovon er spricht. Er schreibt uns eine Warnung: Geheime Pläne, heimliche Kritik oder private Beleidigungen erreichen oft schneller ihr Ziel, als man denkt. Wer intrigiert, fragt sich meist ratlos: Wer hat unsere Geheimnisse verraten? Und findet keine Antwort.

Warum ist das so?
Jedes Königreich, jede Regierung hat Mechanismen zum Schutz – sichtbar oder verborgen. Alles, was heimlich gegen sie geplant wird, kommt früher oder später ans Licht. Deshalb heißt es: „Verfluche nicht, auch nicht in deinen Gedanken oder im Privaten.“ Selbst Gedanken können dich verraten, denn das Herz zeigt oft, was folgen wird.

Die „Reichen“ im Vers sind oft die Beamten, Minister oder wohlhabenden Verwalter des Königs. Heimliche Anschläge gegen sie sind nutzlos – deine Pläne erreichen sie früher oder später. Der Vers vergleicht dies mit Vögeln: „Ein Vogel des Himmels wird deine Stimme tragen, und ein Vogel mit Flügeln wird berichten, was du gesagt hast.“ So wie Vögel schnell reisen, erreichen auch Worte und Geheimnisse die Mächtigen – schneller, als du es erwartest.

Ein historisches Beispiel: Zur Zeit von König Ahasveros planten zwei Männer heimlich, ihn zu töten. Doch Mordechai, der Torwächter, deckte die Verschwörung auf, und die Täter wurden sofort bestraft (Esther 2,21–23).

Die Botschaft:
Kein Geheimnis bleibt vor den Autoritäten verborgen.

Für uns als Christen bedeutet das: Wir dienen dem König der Könige, Jesus Christus, vor dem eines Tages jeder stehen wird. Wir dürfen niemals heimlich gegen Sein Reich handeln. Alles wird am Tag des Gerichts offenbar werden.

Jesus sagt selbst:

Lukas 12,2–3
„Es gibt nichts Verborgenes, das nicht ans Licht kommen wird, und nichts Geheimes, das nicht bekannt wird. Was ihr im Dunkeln gesagt habt, wird am hellen Tag gehört werden, und was ihr heimlich geflüstert habt, wird von den Dächern verkündet.“

Deshalb gilt: Achte auf deine Worte und Gedanken, wenn du im Werk Gottes dienst. Widerstehe Impulsen, die dich zu Lästerung, Rebellion oder falschen Worten gegenüber anderen führen könnten. Diene treu, wissend, dass nichts verborgen bleibt.

Persönliche Reflexion:
Bist du wirklich in Christus? Verstehst du, dass die Zeiten kritisch sind und Jesus bald kommt, um Seine Kirche zu holen? Wie lebst du dein Leben? Wenn du heute sterben würdest, wessen Gegenwart würdest du erleben? Kehre von der Sünde um, widme dich dem Herrn und diene Ihm treu in der kurzen Zeit, die uns bleibt. Der Gewinn der ganzen Welt nützt nichts, wenn er deine Seele kostet.

Wenn du heute bereit bist, diesen Schritt zu gehen, beginne mit einem geführten Gebet der Umkehr >>>> GEFÜHRTES GEBET DER UMKEHR

Möge der Herr dich reichlich segnen.

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Themen für tiefere Reflexion und Studium:

  1. „Denn wo viel Weisheit ist, da ist viel Grämen …“
    Prediger 1,18 (LUT 2017):

Denn wo viel Weisheit ist, da ist viel Grämen, und wer viel lernt, der muss viel leiden.

Dieser Vers erinnert uns daran, dass ein tieferes Verständnis der Welt oft auch eine größere Wahrnehmung ihrer Zerbrochenheit mit sich bringt. Wer weise ist, sieht das Unrecht, das Leiden und die Folgen der Sünde deutlicher – und das kann das Herz schwer machen.


  1. „Er wird zwar gerettet werden, doch so wie durchs Feuer hindurch.“
    1. Korinther 3,15 (LUT 2017):

Wird jemandes Werk verbrennen, so wird er Schaden leiden; er selbst aber wird gerettet werden, doch so wie durchs Feuer hindurch.

Paulus macht deutlich, dass manche Gläubige ihr Leben zwar auf Christus gründen, aber mit vergänglichen oder wertlosen Werken darauf bauen. Ihre Errettung bleibt bestehen, aber ihre ewige Belohnung kann verloren gehen. Dieser Vers ruft dazu auf, bewusst und treu zu leben.


  1. „Wo keine Rinder sind, da ist die Krippe leer …“
    Sprüche 14,4 (LUT 2017):

Wo keine Rinder sind, da ist die Krippe leer; aber viel Ertrag bringt die Kraft des Ochsen.

Dieses Sprichwort verdeutlicht, dass Fruchtbarkeit und Erfolg oft mit Mühe und Unordnung verbunden sind. Ein sauberer Stall sieht vielleicht gut aus – doch ohne Rinder (also Einsatz und Arbeit) gibt es keine Ernte.


  1. Was ist die Bedeutung von Korallen in der Bibel?
    Hiob 28,18 (LUT 2017):

Korallen und Kristall gelten gar nichts; der Besitz der Weisheit geht über Rubinen.

Sprüche 8,11 (LUT 2017):

Denn Weisheit ist besser als Perlen, und alle Kostbarkeiten sind ihr nicht zu vergleichen.

In biblischer Zeit galten Korallen als selten und sehr wertvoll. Diese Verse nutzen Korallen (und andere Edelsteine), um zu zeigen, wie unermesslich kostbar die wahre Weisheit ist – besonders die, die von Gott kommt.


Sei gesegnet!


ChatGPT can make mistakes.

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JA! WO FINDET MAN RUHIGES WASSER?

 


JA! WO FINDET MAN RUHIGES WASSER?

Shalom! Ich grüße dich im Namen Jesu Christi, unseres Retters. Willkommen – lass uns die Worte des Lebens lernen, denn die Zeit ist nahe.

In diesen letzten Tagen ist es besonders wichtig, achtsam zu sein, wo man sich befindet. Die Zeiten haben sich verändert. Nicht alles, was gesagt wird, ist glaubwürdig, und nicht alles, was zweifelhaft erscheint, ist falsch. Du brauchst den Heiligen Geist, um das Richtige zu erkennen und zu wählen.

Der Herr vergleicht uns mit Schafen, und er ist unser Hirte. Ein guter Hirte führt seine Schafe immer zu sicheren Wasserstellen. Nicht jeder Fluss oder jedes Gewässer ist geeignet – nur dort, wo das Wasser ruhig und sicher ist, führt er seine Schafe hin.

Psalm 23 bringt es auf den Punkt:

Psalm 23,1-2:
„Der Herr ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf grünen Auen und führt mich zu stillen Wassern.“

Warum „stille Wasser“? Unruhiges oder trübes Wasser birgt viele Gefahren: vielleicht lauern darin Krokodile oder andere Raubtiere. Oder das Wasser ist reißend, sodass alles, was hineingerät, weggespült wird. Unruhiges Wasser ist für Schafe unsicher, und ein Hirte, der seine Schafe liebt, würde sie nie dorthin führen.

So ist es auch mit Christus: Wenn er uns rettet, führt er uns durch seinen Geist zu Belohnung und ruhigem Wasser, damit wir dort trinken können. Das Problem entsteht, wenn wir dieses ruhige Wasser ablehnen und stattdessen das unruhige suchen.

Bruder, achte nicht auf die Größe eines Flusses oder Teiches. Du musst nicht die ganze Menge trinken, um deinen Durst zu stillen. Schau auch nicht auf Menschenmassen, auf die Pracht von Tempeln oder Kirchengebäuden, auf Reichtum oder Ruhm – das sind keine Garantien für geistliche Sicherheit. Entscheidend ist, wo innerer Friede und geistliche Ruhe herrschen. Dort wird deine Seele Ruhe finden.

Wo findet man dieses sichere Wasser?

1. An der Lehre Jesu: Jesus selbst ist das ruhige Wasser des Lebens – nicht ein Prophet, Apostel, Bischof, Kirche, Geld oder Ruhm. Prüfe die Essenz der Lehre, die dir gepredigt wird: Fördert sie dein Wissen über Jesus, oder führt sie dich in andere Richtungen? Wenn du mehr weltliches Wissen gesammelt hast – über Wohlstand, Handel, Zauberei, Geld – als über Christus, dann ist das eine andere Botschaft. Kein ruhiges Wasser, sondern Überschwemmung durch den Feind. Wer dort trinkt, wird verschlungen.

Johannes 4,13-14:
„Jesus antwortete: Jeder, der von diesem Wasser trinkt, wird wieder Durst bekommen. Wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm gebe, wird nie mehr Durst haben. Das Wasser, das ich ihm gebe, wird in ihm eine Quelle lebendigen Wassers sein, das ins ewige Leben fließt.“

2. An der Liebe: Das ist das zweite Kriterium.

Jakobus 3,16:
„Denn wo Neid und Streit herrschen, da ist Unordnung und jede böse Tat.“

Wenn in einer Versammlung die Lehre der brüderlichen Liebe vernachlässigt oder nicht gefördert wird, herrscht dort oft endloser Streit unter den Mitgliedern, vielleicht auch unter den Leitern. Das ist ein Zeichen, dass der Friede des Geistes dort fehlt – ein großes Risiko für dein geistliches Leben.

Wir sollten sehr achtsam sein und geistliche Maßstäbe anlegen, wenn wir Orte wählen, an denen wir das Wasser des Lebens trinken wollen. In diesen letzten Tagen gibt es viele falsche Propheten, Sekten und falsche Lehren, die Menschen vom wahren Weg abbringen wollen.

Achte auf dein geistliches Leben. Liebe Christus und halte seine Gebote.

Shalom.

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EINIGE MENSCHEN WACHEN IM GEBET WEGEN DIR

Gesegnet sei der Name unseres Herrn und Erlösers Jesus Christus.

Heute wollen wir lernen, wie wichtig es ist, Dinge geistlich zu prüfen. Wenn wir geistliche Angelegenheiten nicht sorgfältig betrachten, können wir leicht verkennen, wie Gott im Verborgenen für uns wirkt.

Viele Menschen, die im Leben gesegnet sind, wissen nicht, dass ihr Erfolg oft das Ergebnis der Gebete anderer ist — von Menschen, die für sie beten, ohne dass sie es wissen. Darum: Wenn du Erfolg hast, denke tief darüber nach. Beeile dich nicht zu prahlen, und bilde dir nicht ein, du seist einfach „glücklich“ gewesen. Vieles von deinem Vorankommen kann die Frucht der Fürbitte anderer sein.

Um das zu verstehen, wollen wir zur Hochzeit zu Kana in Galiläa zurückkehren, wo der Herr Jesus Sein erstes Wunder vollbrachte — das Wasser in Wein zu verwandeln.

Die Schrift berichtet uns, dass der Speisemeister, der für die normalen und die geehrten Gäste verantwortlich war, nicht wusste, woher der neue Wein kam. Er dachte, der Bräutigam habe zusätzlichen Wein gekauft. Er ging zu ihm und lobte ihn, weil er glaubte, der Bräutigam habe eine hervorragende Entscheidung getroffen.

Sogar der Bräutigam selbst war überrascht, gelobt zu werden für etwas, das er gar nicht getan hatte. Vielleicht dachte auch er, jemand aus der Hochzeitsgesellschaft habe Wein gekauft, um die Familie vor der großen Schande zu bewahren — denn bei einer jüdischen Hochzeit den Wein ausgehen zu lassen, besonders bevor die wichtigen Gäste bedient waren, war ein sehr erniedrigender Makel.

Nur wenige Menschen kannten das Geheimnis: Das Wunder stammte von Jesus. Er war derjenige, der die Feier vor Schande bewahrt hatte.

„Und am dritten Tag war eine Hochzeit zu Kana in Galiläa, und die Mutter Jesu war dort.
2 Aber auch Jesus und seine Jünger waren zur Hochzeit eingeladen.
3 Und als es an Wein mangelte, sagte die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben keinen Wein.
4 Jesus spricht zu ihr: Frau, was habe ich mit dir zu tun? Meine Stunde ist noch nicht gekommen.
5 Seine Mutter spricht zu den Dienern: Was er euch sagt, das tut!
6 Es standen aber dort sechs steinerne Wasserkrüge…
7 Jesus spricht zu ihnen: Füllt die Krüge mit Wasser!
8 …Schöpft nun und bringt es dem Speisemeister!
9 Als aber der Speisemeister das Wasser kostete, das Wein geworden war…
10 sprach er zum Bräutigam: Du hast den guten Wein bis jetzt zurückgehalten!“
(Johannes 2,1–10)


HINTER JEDEM SEGEN STEHT OFT EIN FÜRBITTER

Hinter diesem Wunder stand eine betende Fürsprecherin — Maria. Sie sah das Problem, kam zum Herrn und trat für die Familie ein. Sie war die erste Verbindung zum Wunder.

Hätte Maria nicht eingegriffen, wäre die Hochzeit in Schande geendet — obwohl Jesus persönlich im Raum war.

Genauso heute: Wenn dir etwas Gutes widerfährt und dich vor Schande bewahrt, denke tief darüber nach. Du bist nicht „glücklich“ gewesen. Du bist nicht gesegnet, weil du so klug oder stark bist. Jemand hat für dich gebetet.

Selbst wenn Christus in deinem Leben ist, ist es dennoch entscheidend, dass jemand für dich eintritt — genau wie in Kana. Jesus war bei der Hochzeit anwesend, aber Er handelte erst, als die Fürbitterin sich erhob.

Viele Segnungen, die du heute geniesst — Durchbrüche, Schutz, offene Türen — sind die Früchte der Gebete anderer, ob du davon weißt oder nicht.


DEIN ERFOLG KANN DIE ERNTE AUS DEN GEBETEN ANDERER SEIN

Manchmal ist der Erfolg eines Kindes die Frucht der Gebete der Eltern — nicht nur seiner Intelligenz.

Wenn ein junger Mann oder eine junge Frau Erfolg hat, kann dahinter das verborgene Gebetsleben von Geschwistern, Verwandten oder Gläubigen stehen, die nachts wach bleiben und für sie bitten.

Wenn du geistlich wächst oder in deiner Berufung standhaft bleibst, liegt das oft daran, dass deine geistlichen Leiter für dich beten — deinen Namen vor Gott bringen, manchmal unter Tränen.

„Gehorcht euren Führern und fügt euch ihnen; denn sie wachen über eure Seelen, als solche, die Rechenschaft ablegen müssen…“
(Hebräer 13,17)

Wenn du diese Wahrheit erkennst, wirst du demütig, dankbar und achtsam bleiben. Du wirst lernen, diejenigen zu ehren, die für dich beten, und selbst Zeit nehmen, für andere einzutreten.

Wenn der Speisemeister und der Bräutigam gewusst hätten, was Maria für sie tat — wie sie Jesus um Hilfe bat — wären sie erstaunt und zutiefst demütig gewesen.

Wenn du wüsstest, was Menschen Gott über dich im Gebet sagen, würdest du nicht derselbe bleiben.

  • Der Friede in deiner Familie
  • Der Friede in deiner Gemeinschaft
  • Der Friede in deiner Nation

— all dies ist oft die Frucht der Gebete treuer Diener Gottes, die Tag und Nacht rufen.

Ohne sie wäre die Welt längst im Chaos.

„Denn das Geheimnis der Gesetzlosigkeit ist schon am Werk; nur ist jetzt der, welcher zurückhält, bis er aus dem Weg ist.“
(2. Thessalonicher 2,7)


BLEIBE DEMÜTIG — UND DANKE GOTT FÜR DIE FÜRBITTER IN DEINEM LEBEN

Der Herr segne dich reichlich.
Bitte teile diese Botschaft mit anderen.

Wenn du Gebet, Seelsorge oder Antworten brauchst, kannst du dich gerne melden.


 

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WANDLE IN DEINEM SUKKOTH.

 


WANDLE IN DEINEM SUKKOTH

Diese Botschaft ist Teil einer fortlaufenden Reihe, die darauf ausgerichtet ist, die Diener Gottes zuzurüsten. Ob du als Pastor, Lehrer, Apostel, Bischof, Prophet oder in einer anderen Leitungsaufgabe im Leib Christi dienst — diese geistlichen Einsichten sind besonders für dich.


Die Weisheit eines Hirten: Den Rhythmus der Herde erkennen

In 1. Mose 33 bereitet sich Jakob darauf vor, seinem Bruder Esau nach vielen Jahren der Trennung zu begegnen. Obwohl die Vergangenheit von Konflikt und Bitterkeit geprägt war (vgl. 1. Mose 27,41), schenkt Gott eine friedliche und versöhnende Begegnung — ein tiefes Werk göttlicher Gnade und Wiederherstellung (vgl. Sprüche 16,7).

Nach dieser bewegenden Wiedervereinigung geschieht jedoch ein theologisch bedeutsamer Moment: Esau lädt Jakob ein, gemeinsam weiterzuziehen. Doch Jakob lehnt freundlich ab — mit einer Begründung, die das Herz eines wahren Hirten offenbart:

1. Mose 33,13)

„Mein Herr weiß, dass die Kinder schwach sind und dass ich säugende Schafe und Rinder bei mir habe. Treibt man sie nur einen Tag zu hart, so stirbt die ganze Herde.“

Jakob wusste: Die Menschen und das Vieh unter seiner Fürsorge brauchen einen gemäßigten, liebevollen Rhythmus. Daher sagt er weiter:

(1. Mose 33,14)

„Mein Herr ziehe voraus … ich aber will gemächlich weiterziehen, nach dem Schritt des Viehs, das vor mir hergeht, und nach dem Schritt der Kinder …“

Vier geistliche Leitungsprinzipien

1. Leitung erfordert Unterscheidung und Mitgefühl

Gute Führung misst sich nicht an Geschwindigkeit, sondern an Verantwortung. Jesus, der gute Hirte, zeigt dieses Leitungsverständnis vollkommen:

(Johannes 10,11)

„Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe.“

Ein Hirte überfordert die Herde nicht — er führt sie behutsam, entsprechend ihrer Fähigkeit zu folgen. Jesaja beschreibt Gottes Fürsorge so:

(Jesaja 40,11)

„Er wird seine Herde weiden wie ein Hirte … die Lämmer sammelt er in seinen Arm … und die Säugenden führt er sachte.“

So stellt Jakob das Wohl seiner Herde über jede persönliche Bequemlichkeit.

2. Dienst bedeutet Fürsorge für die Schwachen und Verletzten

Die Gemeinde ähnelt Jakobs Lager: geistlich unterschiedlich weit — manche stark, manche schwach, manche verletzt, manche im Wachstum. Paulus mahnt:

Römer 14,1)

„Nehmt den Schwachen im Glauben an …“

Und:

(1. Thessalonicher 5,14)

Ermahnt die Unordentlichen; tröstet die Kleinmütigen; nehmt euch der Schwachen an; seid geduldig mit jedermann.“

 

Jakob lehrt uns: überzogene Erwartungen können zerstören. Dienst muss Menschen dort abholen, wo sie sind — nicht dort, wo wir sie gerne hätten.

3. Sukkoth: Ein Ort des Schutzes und der Strategie

(1. Mose 33,17)

„Jakob aber zog nach Sukkoth; dort baute er sich ein Haus und machte Hütten für sein Vieh. Daher heißt der Ort Sukkoth.“
.

 

„Sukkoth“ (סֻכּוֹת) bedeutet Hütten oder Schutzräume. Es ist ein prophetischer Hinweis auf spätere biblische Themen, besonders auf das Laubhüttenfest (Sukkot):

(3. Mose 23,42–43)

„Ihr sollt in Hütten wohnen … damit eure Nachkommen wissen, dass ich die Kinder Israels in Hütten wohnen ließ auf ihrem Weg aus Ägypten.“

 

Jakob baut nicht nur für den Moment — er denkt voraus. So handeln auch geistliche Leiter: Sie schaffen geistliche „Sukkoths“ — Orte der Ruhe, Heilung und Wiederherstellung.

Jesus ruft uns in solch eine Ruhe hinein:

(Matthäus 11,28)

„Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch Ruhe geben.“

4. Wer voreilig läuft, riskiert Verlust

Jakob wusste: Ein übereiltes Vorangehen hätte die Herde vernichtet. Leitende müssen dem Drang widerstehen, geistliche Ziele zu überstürzen. Die Schrift erinnert:

(Prediger 7,8)

„Besser das Ende einer Sache als ihr Anfang; besser langmütig als hochmütig.“

Auch Mose bewegte sich nur in Gottes Timing — wenn die Wolke sich erhob, zogen sie weiter; wenn sie ruhte, blieben sie stehen (vgl. 4. Mose 9,18–23).

Wahre Leitung bedeutet geduldig mit Gottes Zeitplan zu gehen.

Baue dein Sukkoth

Jakob verlangsamte sich nicht nur — er baute.
Er schuf eine Zuflucht mitten auf der Reise.

So sollen auch Leiter heute Sukkoths errichten:

  • Orte geistlicher Sicherheit

  • Räume der Heilung

  • Häfen der Stärkung

  • Zeiten der Erneuerung

Nicht Geschwindigkeit, nicht Größe, sondern Treue zu Gott und Seiner Herde misst den Erfolg eines Dienstes.

Gehe mit deiner Herde — renne ihr nicht davon.

Der Herr segne dich, während du mit Weisheit, Geduld und Barmherzigkeit leitest.

Shalom!

 

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DAS AUGE IST DIE LAMPE DES KÖRPERS

Herzlich willkommen zu unserer Bibelstudie.

Matthäus 6,22–23 (Lutherbibel 2017)
„Das Auge ist das Licht des Leibes. Wenn dein Auge gesund ist, so wird dein ganzer Leib licht sein;
wenn aber dein Auge böse ist, so wird dein ganzer Leib finster sein. Wenn nun das Licht in dir Finsternis ist, wie groß wird dann die Finsternis sein!“

Jesus benutzt hier eine anschauliche Metapher: Das Auge als physisches Organ, das Licht empfängt und Sehen ermöglicht, wird mit der inneren moralischen und geistlichen Wahrnehmung eines Menschen verglichen. Wie ein fehlerhaftes Auge zu körperlicher Dunkelheit führt, so führt ein verdorbenes Inneres zu geistlicher Blindheit und Verwirrung.


1. DIE FUNKTION DES AUGES UND GEISTLICHE PARALLELEN

Im physischen Bereich empfängt das Auge Licht und ermöglicht das Sehen. Ebenso empfängt unser „inneres Auge“ – unser Gewissen, unsere moralische Klarheit und geistliche Unterscheidung – im geistlichen Bereich die Wahrheit und verarbeitet sie. Wenn dieses geistliche Auge gesund (klar, fokussiert und auf Gott ausgerichtet) ist, können wir im Licht Gottes wandeln.

Psalm 119,105 (Lutherbibel 2017)
„Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Weg.“

Das Wort Gottes ist die wichtigste Quelle geistlichen Lichts. Es leitet, überführt und klärt. Wenn wir die Heilige Schrift unser Weltbild prägen lassen, wird unser geistliches Sehvermögen geschärft.


2. GUTE WERKE ALS LICHT: UNSER LEBEN ALS ZEUGNIS

Matthäus 5,16 (Lutherbibel 2017)
„So soll euer Licht leuchten vor den Leuten, dass sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.“

Hier stellt Jesus Licht gleich mit sichtbaren Handlungen – unseren guten Werken. Diese Werke dienen nicht der Selbstverherrlichung, sondern sind Ausdruck eines verwandten Lebens, das andere zu Gott hinführt. Wenn unser Herz mit Gottes Willen übereinstimmt, spiegeln unsere Handlungen seinen Charakter wider: Liebe, Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Wahrheit.

Theologisch gesehen sind gute Werke die Frucht der Errettung, nicht deren Grundlage. Wir sind aus Gnade durch den Glauben errettet – zum guten Werk:

Epheser 2,8–10 (Lutherbibel 2017)
„Denn aus Gnade seid ihr errettet durch den Glauben, und das nicht aus euch – Gottes Gabe ist es;
nicht aus Werken, damit sich nicht jemand rühme.
Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, damit wir darin wandeln sollen.“

Gute Werke werden so zu einem Mittel, durch das das Licht Christi durch uns hindurchscheint und nicht nur uns selbst, sondern auch unsere Mitmenschen leitet.


3. GEISTLICHE BLINDHEIT: EIN GEFÄHRLICHER ZUSTAND

Geistliche Blindheit ist ein wiederkehrendes Thema in Jesu Lehre. Sie steht für ein verhärtetes Herz, moralische Verwirrung oder Selbstgerechtigkeit, die Menschen von der Wahrheit wegführt.

Matthäus 15,14 (Lutherbibel 2017)
„Lasst sie; sie sind blinde Leiter. Und wenn ein Blinder einen Blinden führt, so fallen beide in die Grube.“

Dies sagte Jesus über religiöse Führer, die äußerlich fromm, innerlich jedoch korrupt waren. Ihre Traditionen machten Gottes Wort ungültig, und ihr Herz war fern von Ihm (vgl. Matthäus 15,8–9). Sie konnten geistliche Wahrheiten nicht erkennen, weil ihr „Auge“ krank war.

Paulus spricht ebenfalls von dieser Blindheit:

2. Korinther 4,4 (Lutherbibel 2017)
„bei denen der Gott dieser Welt die Sinne der Ungläubigen verblendet hat, damit sie den Lichtglanz des Evangeliums von der Herrlichkeit Christi, der das Bild Gottes ist, nicht sehen.“


4. WIE MAN GEISTLICHES LICHT ERHÄLT

Die Wiederherstellung geistlichen Sehens und geistlicher Klarheit beginnt mit Umkehr und Glauben an Jesus Christus. Kein moralisches Bemühen kann die Seele ohne Gnade reinigen.

1. Johannes 1,7 (Lutherbibel 2017)
„Wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft untereinander, und das Blut Jesu, seines Sohnes, reinigt uns von aller Sünde.“

Diese Reinigung öffnet unsere geistlichen Augen, sodass der Heilige Geist in uns wohnen, uns führen und befähigen kann, in Gerechtigkeit zu wandeln.

Apostelgeschichte 2,38 (Lutherbibel 2017)
„Kehrt um, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden, so werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen.“

Der Heilige Geist wird so zu unserer inneren Lichtquelle:

Johannes 16,13 (Lutherbibel 2017)
„Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommt, wird er euch in alle Wahrheit leiten.“

Mit dem Geist erhalten Gläubige Unterscheidungsvermögen (Hebräer 5,14), Weisheit (Jakobus 1,5) und die Fähigkeit, im Licht zu wandeln statt im Dunkeln zu stolpern.


5. LASST EUER LICHT SCHEINEN

Der Ruf Christi ist einfach und tiefgründig zugleich: Lasst das Licht, das Gott in euch gelegt hat, durch eure Worte, Entscheidungen und euer Verhalten scheinen. Seid ein Spiegel seiner Gnade und Wahrheit in einer Welt, die sie dringend braucht.

Philipper 2,15 (Lutherbibel 2017)
„Damit ihr lauter und untadelig seid, Kinder Gottes ohne Tadel mitten in einem verdrehten und verkehrten Geschlecht, unter dem ihr als Lichter in der Welt leuchtet.“

Lasst euer Licht nicht scheinen, um andere zu beeindrucken, sondern um den Weg zu Christus zu erhellen.

Die Gesundheit eures geistlichen Auges bestimmt die Richtung eures Lebens. Ein Leben, das auf Christus ausgerichtet ist, wird voller Licht, Klarheit, Frieden und Sinn sein. Aber ein Leben im Aufbegehren oder geführt von Sünde und Selbst ist wie ein Gang in völliger Dunkelheit.

Lasst also eure geistlichen Augen geheilt werden. Lasst eure guten Werke von der verwandelnden Kraft des Evangeliums Zeugnis geben. Wandelt im Licht und strahlt zur Ehre Gottes.

Der Herr segne euch und öffne eure Augen für seine Wahrheit.


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Was sagt die Bibel über Eifersucht? Gibt es verschiedene Arten von Eifersucht? Und ist es eine Sünde, eifersüchtig zu sein?

In Galater 5,19-21 (Luther 2017) wird Eifersucht zu den „Werken des Fleisches“ gezählt, also zu sündhaften Verhaltensweisen:

„Offenkundig sind aber die Werke des Fleisches, welche sind: Unzucht, Unreinheit, Ausschweifung,
Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Streit, Eifersucht, Zorn, Zank, Zwietracht, Spaltungen,
Neid, Trinkgelage, Völlerei und dergleichen; von denen ich euch vorhersage, wie ich auch zuvor gesagt habe,
dass die, welche so etwas tun, das Reich Gottes nicht erben werden.“

Dieser Abschnitt macht deutlich, dass Eifersucht sündhaft ist, wenn sie aus dem Fleisch entspringt und zu zerstörerischem Verhalten führt. Um den biblischen Begriff jedoch vollständig zu verstehen, ist es wichtig zu wissen, dass die Schrift zwei Hauptarten von Eifersucht unterscheidet: die gottesfürchtige Eifersucht und die weltliche Eifersucht.


1. Weltliche Eifersucht
Weltliche Eifersucht wurzelt in Egoismus und Stolz. Sie zeigt sich als Neid, Verbitterung und manchmal sogar Gewalt. Sie ist eng verwandt mit den „Werken des Fleisches“, die Paulus in Galater beschreibt und die dem „Frucht des Geistes“ entgegengesetzt sind (Galater 5,16-25).

Das biblische Beispiel für weltliche Eifersucht ist Kain, der auf Abel eifersüchtig war (Genesis 4,3-8, Luther 2017):
Kains Eifersucht entlud sich in mörderischem Zorn, weil Gott Abels Opfer annahm, seines aber nicht. Anstatt sich zu bessern, führte seine Eifersucht zu schwerer Sünde.

Diese Art von Eifersucht führt zu Zwietracht, Streit und letztlich zur Trennung von Gott (Galater 5,20-21).


2. Gottesfürchtige Eifersucht
Gottesfürchtige Eifersucht, auch „Zorn“ oder „Eifer“ genannt, ist gerecht und schützend. Sie wurzelt in Liebe und dem Wunsch nach Heiligkeit. Man spricht hier auch von „heiliger Eifersucht“ oder „Eifer für Gott“.

Gott selbst wird als ein eifersüchtiger Gott beschrieben, der seine Beziehung zu seinem Volk schützen will (2. Mose 34,14, Luther 2017):

„Du sollst keine fremden Götter neben mir haben; denn der HERR, der heißt eifersüchtig,
der ist ein eifersüchtiger Gott.“

Diese Eifersucht dient dem Schutz des Bundes und der Treue zu Gott, besonders gegen Götzendienst und Untreue.

Jesus zeigte gottesfürchtige Eifersucht, als er den Tempel reinigte (Johannes 2,13-17, Luther 2017). Er warf die Tische der Geldwechsler um, weil sie das Haus Gottes entweihten. Sein Eifer galt der Reinheit des Gottesdienstes, nicht persönlicher Rache.

Auch Paulus war ein Beispiel für gottesfürchtige Eifersucht für sein Volk, wenn er sich nach der Umkehr Israels sehnte:
Römer 11,14 (Luther 2017):

„Ich versuche, meinen eigenen Leuten Eifersucht anzufachen und dadurch einige von ihnen zu retten.“

Hier wird Eifersucht als Mittel genutzt, um Buße und geistliches Erwachen zu fördern.


3. Eifersucht in menschlichen Beziehungen
Innerhalb von Ehe und Familie kann Eifersucht schützend und natürlich sein und den Wunsch nach Treue und Respekt widerspiegeln.
Die Bibel beschreibt die Ehe metaphorisch als eine Beziehung, die frei von Untreue sein soll, und ruft die Gemeinde dazu auf, die reine Braut Christi zu sein (2. Korinther 11,2).

Doch Eifersucht, die zu schädlichem Verhalten wie Gewalt, Kontrolle oder Verbitterung führt, ist sündhaft und zerstörerisch.


4. Ist es eine Sünde, eifersüchtig zu sein?
Eifersüchtig zu sein ist nicht automatisch eine Sünde. Eifersucht wird sündhaft, wenn sie zu Verbitterung, Hass, Groll oder schädlichen Handlungen führt.

Jakobus 4,1-3 (Luther 2017) erklärt, dass Konflikte und Kämpfe aus den Begierden in uns entstehen. Der Wunsch nach dem, was andere haben, kann bis zur Sünde führen.

Daher kann Eifersucht, die uns antreibt, uns zu verbessern, ohne anderen zu schaden, akzeptabel oder sogar positiv sein. Aber Eifersucht, die unser Herz und Handeln korrumpiert, ist sündhaft.


5. Wie überwinde ich sündhafte Eifersucht?
Sündhafte Eifersucht ist ein Werk des Fleisches, das niemand aus eigener Kraft überwinden kann.
Die Lösung liegt in der Kraft des Heiligen Geistes (Galater 5,16-25). Wenn wir im Geist wandeln, ersetzt die Frucht des Geistes – Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit und Selbstbeherrschung – die Werke des Fleisches.

Jesus kam, um uns von der Macht der Sünde, auch der sündhaften Eifersucht, zu befreien (Johannes 8,36).

Durch Buße, Unterwerfung unter Gott und Erfüllung mit dem Heiligen Geist können Gläubige Eifersucht in gottesfürchtigen Eifer und gesunde Ambition verwandeln.


Zusammenfassung

  • Weltliche Eifersucht ist sündhaft und führt zu zerstörerischem Verhalten.
  • Gottesfürchtige Eifersucht ist eine heilige Leidenschaft für Gerechtigkeit und den Schutz von Gottes Bund und Beziehungen.
  • Eifersüchtig zu sein ist nicht automatisch sündhaft, entscheidend ist, wie man mit diesem Gefühl umgeht.
  • Um sündhafte Eifersucht zu überwinden, braucht es die Kraft des Heiligen Geistes.

Wenn du mit Eifersucht kämpfst oder mehr über die Rolle des Heiligen Geistes in deinem Leben erfahren möchtest, teile ich gerne weiterführende Lehren mit dir.

Gott segne dich reichlich.


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Warum durften Fische ohne Flossen und Schuppen nicht gegessen werden?

3. Mose 11,9–12 (Lutherbibel 2017)
9 „Von allen Tieren, die im Wasser sind, dürft ihr alles essen, was Flossen und Schuppen hat.
10 Aber alles, was keine Flossen und Schuppen hat in den Meeren und in den Bächen, unter all dem Getier im Wasser und unter allem, was sich im Wasser regt, das soll euch unrein sein.
11 Von ihrem Fleisch sollt ihr nicht essen, und ihr sollt ihre Leichname unrein achten.
12 Alles, was keine Flossen und Schuppen hat, soll euch unrein sein.“

Nach dem mosaischen Gesetz waren Speisevorschriften Teil von Gottes Plan, das Volk Israel von den umliegenden Nationen zu unterscheiden (vgl. 3. Mose 20,25–26). Reine und unreine Tiere symbolisierten Reinheit und Unreinheit und lehrten Israel, zwischen dem zu unterscheiden, was vor Gott akzeptabel oder nicht akzeptabel war.

Fische mit Flossen und Schuppen galten als rein, weil diese körperlichen Merkmale effektive Bewegung und Schutz ermöglichten. Spirituell gesehen symbolisieren diese Eigenschaften wichtige Tugenden des Gläubigen: Bereitschaft und Gerechtigkeit.


1. Flossen: Symbol der Bereitschaft und Führung
Flossen ermöglichen Fischen schnelles Schwimmen, Richtungswechsel und das Navigieren durch Strömungen. Spirituell stehen sie für Beweglichkeit und Zielgerichtetheit, also die Bereitschaft des Gläubigen, gemäß Gottes Willen zu leben und zu handeln.

Epheser 6,15 (Lutherbibel 2017)
„und an den Füßen die Bereitschaft, das Evangelium des Friedens zu verkündigen.“

In Paulus’ Bild von der Waffenrüstung Gottes wird die geistliche Bereitschaft als Schuhe dargestellt, die Gläubige befähigen, voranzugehen, das Evangelium zu verkünden und standhaft zu bleiben. Ein Christ ohne „Flossen“ ist wie ein Fisch, der nicht schwimmen kann – stagnierend und ziellos.

Wir sind nicht zu geistlicher Trägheit oder Passivität berufen, sondern zu Mission und Bewegung. Das Evangelium ruft uns, „zu allen Völkern zu gehen und Jünger zu machen“ (Matthäus 28,19). Ohne geistliche Flossen sind wir für diesen Auftrag nicht ausgerüstet.


2. Schuppen: Symbol von Schutz und Gerechtigkeit
Schuppen schützen Fische vor Verletzungen, Parasiten und Feinden. Spirituell stehen sie für die Gerechtigkeit und den Schutz Gottes, der Gläubige vor Angriffen des Feindes bewahrt.

Epheser 6,14–17 (Lutherbibel 2017)
14 „So steht nun fest, umgürtet an euren Lenden mit Wahrheit und angetan mit dem Brustpanzer der Gerechtigkeit
16 und nehmt den Schild des Glaubens, mit dem ihr alle feurigen Pfeile des Bösen auslöschen könnt.
17 Nehmt auch den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches ist das Wort Gottes.“

Ohne geistliche „Schuppen“, also die Gerechtigkeit Christi (2. Korinther 5,21), sind wir der Täuschung, Verdammnis und Versuchung des Feindes schutzlos ausgeliefert.

Hiob 41,13–17 (Lutherbibel 2017), Beschreibung des Leviathan:
13 „Wer kann sein Äußeres entblößen, und wer kann vor seinem Angesicht zu den Flügeln seiner Reihen treten?
14 Wer öffnet die Tür seines Mauls? Schreckt vor seinen Zähnen nicht zurück?
15 Seinen Rücken bedecken Schilde, fest aneinandergefügt.
16 Die sind so fest zusammengesetzt, dass keine Luft dazwischen kommt;
17 sie kleben fest zusammen und halten dicht, dass sie nicht auseinandergehen.“

Wie die Schuppen des Leviathan unüberwindlich sind, so muss auch der Gläubige vollständig mit der undurchdringlichen Gerechtigkeit Christi bekleidet sein.


3. Die Erfüllung im Neuen Bund
Christen unterliegen nicht mehr den Speisegesetzen des Alten Testaments (Römer 14,14; Kolosser 2,16–17), doch diese Vorschriften tragen weiterhin geistliche Symbolkraft. Die Speisegesetze wiesen auf moralische und geistliche Reinheit hin, die in Christus erfüllt ist, der uns von der Sünde reinigt und zu einem heiligen Leben ruft.

Römer 14,17 (Lutherbibel 2017)
„Denn das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit und Friede und Freude im Heiligen Geist.“

Das Verbot, Fische ohne Flossen und Schuppen zu essen, ist keine bindende Gesetzesvorschrift mehr, sondern bleibt eine starke Metapher für das christliche Leben. Es erinnert uns daran, geistliche Disziplin, moralische Integrität und Bereitschaft zum Evangelium zu leben.


4. Die endgültige Trennung
Jesus verwendet das Bild vom Fischen, um das kommende Gericht zu beschreiben:

Matthäus 13,47–49 (Lutherbibel 2017)
47 „Wieder ist das Himmelreich gleich einem Netz, das ins Meer geworfen wurde und alle Arten von Fischen fing.
48 Als es voll war, zogen sie es ans Ufer und setzten sich und sammelten die guten Fische in Gefäße, die schlechten aber warfen sie weg.
49 So wird es am Ende der Welt sein: Die Engel werden hervorkommen und die Bösen von den Gerechten scheiden.“

Am Jüngsten Tag wird Gott die Gerechten von den Bösen trennen, wie Fischer die guten Fische von den schlechten aussortieren. Lasst uns nicht wie die „unreinen Fische“ sein, die weggeworfen werden.


Seid geistlich rein
Auch wenn wir nicht mehr unter den zeremoniellen Gesetzen des 3. Mose stehen, bleiben diese Prinzipien gültig:

  • Habt Flossen: Geht zielgerichtet, bereit und mit Auftrag durchs Leben.
  • Habt Schuppen: Kleidet euch mit der Gerechtigkeit Christi und schützt euer geistliches Leben.

Römer 13,12 (Lutherbibel 2017)
„Die Nacht ist vorgerückt, der Tag ist nahe. So lasst uns ablegen die Werke der Finsternis und anziehen die Waffen des Lichts.“

Lasst uns nicht geistlich unrein oder unvorbereitet leben, sondern stark, zielgerichtet und geschützt, bereit für den Tag, an dem wir in das endgültige Netz von Gottes Reich gezogen werden.

Schalom.


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