2. Petrus 2,20 sagt:
„Denn wenn sie den Befleckungen der Welt durch die Erkenntnis unseres Herrn und Retters Jesus Christus entronnen sind, aber wieder in diese verstrickt und von ihnen überwältigt werden, ist ihr letzter Zustand schlimmer geworden als der erste.“ (Lutherbibel 2017)
Dieser Vers macht eine grundlegende Wahrheit über das christliche Leben deutlich: Jesus Christus zu kennen bedeutet mehr als nur ein verstandesmäßiges Wissen. Wahre Erkenntnis führt zu einem veränderten Leben, das sich bewusst von der Sünde der Welt abwendet. Erlösung ist nicht nur ein einmaliges Ereignis, sondern schließt die Heiligung ein – ein Leben, das von der weltlichen Verderbtheit abgesondert ist.
Wenn ein Gläubiger wieder in alte Sünden zurückfällt und sich erneut von ihnen beherrschen lässt, verschlechtert sich sein geistlicher Zustand mehr als zuvor, noch vor der Erlösung. Die Bibel bezeichnet dies als Abfall vom Glauben (Apostasie) und warnt eindringlich davor, nach der Erfahrung von Gottes Gnade wieder zur Sünde zurückzukehren (Hebräer 6,4–6).
Dazu gehören sündige Praktiken wie Trunkenheit, sexuelle Unmoral, Diebstahl, Zauberei, Habgier, Abtreibung, Homosexualität sowie andere Verhaltensweisen, die dem heiligen Maßstab Gottes widersprechen (Galater 5,19–21).
Gerät ein Gläubiger erneut in diese Sünden und löst sich nicht davon, ist der Schaden größer als zuvor. Es gleicht einer Krankheit, die sich verschlimmert, wenn sie unbehandelt bleibt. Ein Mensch, der eine Sucht überwunden hatte, kann nach einem Rückfall feststellen, dass sie stärker zurückkehrt als zuvor (Römer 6,12–14). Das zeigt, wie die Macht der Sünde wächst, wenn man ihr wiederholt Raum gibt.
Philipper 2,12–13 erinnert uns:
„Schaffet, dass ihr selig werdet, mit Furcht und Zittern; denn Gott ist’s, der in euch wirkt beides, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen.“ (Lutherbibel 2017)
Erlösung ist also nicht nur etwas Vergangenes, sondern ein fortwährender Weg des Gehorsams, der völligen Abhängigkeit von Gott und der täglichen Hingabe.
Jesus erzählte von einem Menschen, aus dem ein böser Geist ausgefahren war. Weil dieser Mensch sein Leben jedoch nicht mit Gottes Gegenwart füllte, kehrte der Geist mit sieben anderen, noch schlimmeren Geistern zurück – und der Zustand dieses Menschen wurde schlimmer als zuvor (Matthäus 12,43–45). Eine „leere“ Seele, die Gott nach der Befreiung keinen Raum gibt, wird besonders anfällig für das Böse.
Kehre sofort um! Das Zeitfenster der Gnade ist noch offen, doch es schließt sich, wenn man in der Sünde verharrt. Die Bibel fordert uns auf:
„So seid nun Gott untertan. Widerstehet dem Teufel, so flieht er von euch. Nahet euch zu Gott, so naht er sich zu euch.“ (Jakobus 4,7–8)
Wenn du zu Sünden wie Trunkenheit, sexueller Unmoral, Habgier oder Unreinheit zurückgekehrt bist, dann fliehe diese Versuchungen ohne Zögern.
Jesus ruft uns zu einem heiligen Leben auf:
„Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig.“ (1. Petrus 1,16)
Das bedeutet, in Gehorsam, Demut und ständiger Buße zu leben.
Die Erlösung ist eine kostbare Gabe, die ein für alle Mal gegeben ist (Hebräer 9,27–28). Darum sollen wir sie ernst nehmen und in Ehrfurcht und Gottesfurcht leben. Wenn wir unsere Sünden bekennen und uns entschlossen Christus zuwenden, ist Gott treu und gerecht, uns zu vergeben und uns zu reinigen (1. Johannes 1,9).
Möge der Herr dich segnen, während du vor den Befleckungen dieser Welt fliehst und dein Leben ganz für Ihn lebst.
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