Die Liebe zum Geld kann deine Ehe zerstörenEin theologisches Lehrwort für verheiratete Frauen
Die Erzählung von Samson und Delila (Richter 16) ist nicht nur eine spannende Geschichte, sondern enthält tiefe theologische Wahrheiten über Versuchung, Bund und Heiligung. Dabei lohnt es sich, einige zentrale Aspekte genauer zu beleuchten.
Nasiräer-Gelübde: Samson war von Geburt an Nasiräer gewidmet, wie das Buch der Richter berichtet. Das bedeutet, er hatte ein Gelübde abgelegt, das ihn in gewisser Weise zu „etwas Besonderem“ machte. Nasiräer durften unter anderem ihr Haar nicht schneiden und keinen Wein oder Alkohol trinken. (Die Bibel)
Symbolik des Haares: In Samsons Fall ist sein ungeschnittenes Haar nicht nur ein äußerliches Zeichen, sondern auch ein Symbol seiner Weihe an Gott. Durch seinen Gehorsam war er wie abgesondert, geweiht für Gottes Plan.
Gefährdung seiner Berufung: Dennoch zeigt Samson, dass ein Gelübde (oder eine äußere Weihe) keine Garantie für beständigen Gehorsam ist. Delilas Verführung führt dazu, dass er das Geheimnis seiner Kraft offenlegt und letztlich sein Gelübde preisgibt (bzw. durch sein Handeln bricht). Theologisch lehrt uns das: Berufung und Weihe sind wertvoll, aber sie können durch sündhafte Entscheidungen untergraben werden.
Sünde der Habgier:
Paulus warnt in 1. Timotheus 6,10
davor, dass „die Liebe zum Geld eine Wurzel alles Bösen“ ist. In deutschen Bibeln (z. B. Lutherbibel) lautet der Vers ähnlich: „Denn die Geldgier ist eine Wurzel alles Bösen; danach hat … mancher verirrt sich vom Glauben …“
(1 Tim 6,10 LUT).
Götzendienst: In Epheser 5 setzt Paulus Habgier mit Götzendienst gleich. Er schreibt: „Wer habgierig ist, der ist ein Götzendiener.“ (Bibleserver) Spirituell gesehen bedeutet das: Wenn Geld unseren Herzen regiert, nimmt es die Rolle ein, die nur Gott haben sollte.
Priorität des Herzens: Theologisch erkannt heißt das: Es geht nicht nur um Besitz, sondern darum, welches „Gottbild“ in unserem Herzen spielt. Wenn Geld an erster Stelle steht, ist das eine Form von Anbetung eines „falschen Gottes“.
Ehe als Bund: Die Ehe ist nicht bloß ein sozialer Vertrag, sondern ein geistlicher Bund, gestaltet nach Gottes Absicht.
In Epheser 5,31–32 spricht Paulus davon, dass „ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlässt … und die zwei werden ein Fleisch sein“
In Epheser 5,31–32 spricht
Paulus davon, dass „ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlässt … und die zwei werden ein Fleisch sein“
(vgl. 1. Mose 2,24) — und er deutet diesen Vers als ein „großes Geheimnis“, das auf Christus und die Gemeinde hinweist. (Bibleserver)
Christus und die Gemeinde: Paulus fordert Männer auf, ihre Frauen „so zu lieben, wie Christus die Gemeinde geliebt hat“ (Eph 5,25) – also aufopfernd, dienend, reinigend. (Biblica)
Heiligung durch das Wort: Christus „reinigt die Gemeinde durch das Wasserbad im Wort“ (Eph 5,26). (Bibleserver) Das heißt: In einer christlichen Ehe spielt nicht nur physische Nähe eine Rolle, sondern auch geistliche Reinigung und Wachstum – ein Prozess der Heiligung.
Wenn man Samsons Geschichte mit der theologischen Lehre über Ehe verbindet, ergeben sich folgende Lehren:
Treue über äußere Weihe hinaus: Delilas Verrat zeigt, dass selbst ein geheiligter Mann (Nasiräer) seine Berufung und seinen Bund verlieren kann, wenn er seinem Herz nicht treu bleibt.
Herzprüfung: Delilas Motivation war finanzieller Gewinn. Ihre Geschichte warnt, dass materielle Interessen das Herz korrumpieren können – auch in Beziehungen, die heilig sein sollen.
Wahre Stärke kommt von Gott: Samsons Stärke war nicht seine eigene, sondern ein Geschenk Gottes, das an sein Gelübde gekoppelt war. Theologisch spricht das dafür, dass wahre Kraft in der Ehe nicht aus menschlicher Leistung kommt, sondern aus der Gemeinschaft mit Gott.
Ehe als geistlicher Dienst: Eine Ehe ist nicht nur lebenspraktisch, sondern geistlich: Eheleute sind Berufene, einander zu dienen, zu lieben und gemeinsam heilig zu werden.
Herzensbewusstsein: Sei dir bewusst, dass nicht nur dein Mann, sondern auch dein eigenes Herz einer Prüfung unterliegt. Geld kann eure Ehe belasten, wenn es dein Hauptinteresse wird.
Wertschätzung deines Mannes: Erkenne den Wert deines Mannes nicht in dem, was er materiell bringt, sondern in seinen geistlichen Qualitäten – in seiner Integrität, seinem Charakter, seinem Dienst.
Gebet & geistliche Bindung: Bete gemeinsam mit deinem Mann. Eine Ehe, die auf Gebet, Wort und gegenseitiger geistlicher Führung aufbaut, ist stärker gegen Gier und Versuchung.
Ehe als Berufung: Sieh deine Ehe nicht nur als Beziehung, sondern als Berufung im Dienst an Gott. Eure Ehe kann ein geistliches Zeugnis sein – nicht nur für euch selbst, sondern vor anderen.
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