ER RICHTETE SEIN ANGESICHT NACH JERUSALEM

ER RICHTETE SEIN ANGESICHT NACH JERUSALEM

Der Mut Christi und der Ruf zur Nachfolge

Gnade und Friede euch im Namen unseres Herrn und Retters Jesus Christus.

Heute lade ich dich ein, über einen kraftvollen Moment im Leben Jesu nachzudenken — einen Moment, der Seinen unerschütterlichen Entschluss, seinen tiefen Gehorsam gegenüber dem Vater und Seine grenzenlose Liebe zur Menschheit offenbart.

„Es geschah aber, als sich die Zeit erfüllte, dass er in den Himmel aufgenommen werden sollte, da fasste er den festen Entschluss, nach Jerusalem zu reisen.“
— Lukas 9,51

Diese Stelle markiert einen Wendepunkt im Dienst Jesu. Von hier an richtet sich Sein Weg entschlossen auf das Kreuz. Aber was bedeutet es, dass Er Sein Angesicht nach Jerusalem “fest darauf ausgerichtet” hat? Und was sollen wir als Seine Jünger daraus lernen?


1. Der Mut Jesu war prophetisch und zielgerichtet

Jesu Entschlossenheit war nicht leichtsinnig — sie wurzelte tief im Ratschluss Gottes, wie die Propheten vorausgesagt hatten: Der Messias würde leiden, verworfen werden und die Sünden vieler tragen.

„Er wurde misshandelt und niedergedrückt, aber er tat seinen Mund nicht auf; wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird…“
— Jesaja 53,7

Jesus wusste genau, was Ihn in Jerusalem erwartete:
Verrat — Folter — Erniedrigung — und der Tod.
Und dennoch wählte Er den Gehorsam.

„Denn ich bin vom Himmel herabgekommen, nicht damit ich meinen Willen tue, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat.“
— Johannes 6,38

Er war kein Opfer des Zufalls — Er war der gehorsame Sohn, der Gottes ewigen Erlösungsplan erfüllte.


2. Widerstand — von der Welt und von den Seinen

Auf dem Weg nach Jerusalem begegnete Jesus Ablehnung von vielen Seiten:

• Die Samariter wiesen Ihn zurück (Lukas 9,53)
• Die Jünger missverstanden Seine Mission
• Petrus wollte Ihn sogar von Seinem Kreuz abhalten

„Geh weg von mir, Satan! Denn du meinst nicht, was göttlich ist, sondern was menschlich ist.“
— Markus 8,33

Auch Seine Jünger kämpften mit menschlichen Vorstellungen.
Die Wege Gottes widersprechen oft menschlicher Logik und Bequemlichkeit.

„Denn der Sohn des Menschen ist gekommen, zu suchen und zu retten, was verloren ist.“
— Lukas 19,10


3. Jesus nahm Sein Kreuz lange vor Golgatha auf sich

Sein Kreuz begann nicht erst am Tag der Kreuzigung — sondern als Er entschlossen nach Jerusalem ging.

„Niemand hat größere Liebe als die, dass er sein Leben lässt für seine Freunde.“
— Johannes 15,13

Darum ruft er auch uns:

„Wer mir nachkommen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz täglich auf sich und folge mir nach.“
— Lukas 9,23

Kreuzesnachfolge bedeutet:
Bewusster Gehorsam — auch wenn es alles kostet.


4. Geistliche Entschlossenheit: „Er richtete sein Angesicht“

Der Ausdruck (griech. stērizō to prosōpon) beschreibt:

Eine unerschütterliche Ausrichtung
Aktiven Gehorsam
Göttliche Stärke für die Mission

„Ich mache deine Stirn so hart wie Diamant, härter als Kieselstein.“
— Hesekiel 3,9

Im Garten Gethsemane sehen wir die Liebe, die Ihn trug:

„Vater, wenn du willst, nimm diesen Kelch von mir; doch nicht mein, sondern dein Wille geschehe!“
— Lukas 22,42


5. Der Preis der Nachfolge: Auch wir müssen unser Angesicht richten

Jesu Nachfolger zu sein bedeutet:

• Widerstand auszuhalten
• Verlust in Kauf zu nehmen
• Gehorsam zu leben — trotz Angst

„Lasst uns mit Ausdauer laufen in dem Kampf, der vor uns liegt, und dabei auf Jesus sehen, den Anfänger und Vollender des Glaubens.“
— Hebräer 12,1–2

Warte nicht, bis:

die Welt dich versteht
alle sich freuen
dein Fleisch bereit ist

Folge Jesus — jetzt.


6. Ermutigung: Hinter dem Kreuz steht die Herrlichkeit

Der Weg nach Jerusalem war schwer — doch er führte zur Auferstehung!
Im Reich Gottes lautet das Muster:

Erst Leiden — dann Herrlichkeit.
Erst das Kreuz — dann die Krone.

„Er erniedrigte sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod — ja bis zum Tod am Kreuz! Darum hat ihn auch Gott erhöht…“
— Philipper 2,8–9

So ist auch unsere Hoffnung:
Wenn wir Jesus folgen — sind wir niemals verlassen.


Schluss

Richten wir unsere Augen fest auf Jesus.
Lassen wir uns durch den Heiligen Geist stärken — damit wir den Weg gehen, den Gott für uns bestimmt hat.

„Ich habe den HERRN allezeit vor Augen; weil er zu meiner Rechten ist, werde ich nicht wanken.“
— Psalm 16,8

Der Herr segne dich — und gebe dir Kraft, treu zu folgen.
Amen.

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Über den Autor

Rogath Henry editor

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