Mose 22,8 (LUT):„Wenn du ein neues Haus baust, so sollst du einen Rand um dein Dach machen, damit du nicht die Schuld an Blutvergießen über dein Haus bringst, wenn jemand davon fällt.“ Im Alten Testament hat Gott den Israeliten sehr praktische und geistliche Anweisungen gegeben ― einschließlich dieses Gebots, eine Schutzmauer (Brüstung) um ihre Dächer zu bauen. Warum? Weil viele Häuser Flachdächer hatten, auf denen Menschen sich versammelten, und ohne eine Brüstung (eine Schutzmauer) könnte jemand herunterfallen und sterben. In so einem Fall würde Gott den Hauseigentümer für das Blutvergießen verantwortlich machen. Aber was hat das mit uns als Neutestamentliche Gläubige zu tun? 1. Dein Leben ist wie ein Haus im Bau Jesus lehrte in Matthäus 7,24-27: Wer meine Worte hört und sie tut, ist wie ein weiser Mann, der sein Haus auf einen Felsen baute. Der Regen kam, die Winde wehten, doch das Haus stand fest. Im Gegensatz dazu baute ein törichter Mann auf Sand ― und sein Haus stürzte ein. „Jeder nun, der diese meine Worte hört und sie tut, den werde ich einem weisen Mann gleich machen, der sein Haus auf Felsen baute …“ – Matthäus 7,24 Das zeigt uns, dass unser geistliches Leben wie der Bau eines Hauses ist. Die Grundlage ist die Errettung ― der Glaube an Jesus Christus. Wenn du gut beginnst, indem du das richtige Fundament legst (Christus), bist du auf dem Weg zu Stabilität und ewigem Leben. Aber Jesus hört nicht beim Fundament auf. Ein Haus muss fertiggestellt werden. Dazu gehören Wände, ein Dach, und sogar die Brüstungen ― die abschließenden Sicherheitsmaßnahmen. 2. Baue nicht nur – vollende klug Die Schrift in Deuteronomium fordert uns nicht nur auf, ein Fundament zu legen oder sogar Wände und ein Dach zu errichten. Gott befahl den Israeliten, ihre Häuser sicher zu vollenden ― mit Begrenzungen. Geistlich bedeutet das: Es reicht nicht, gerettet zu sein. Du musst auch Grenzen in deinem Leben setzen, um dich selbst und andere zu schützen. Wenn ein Gläubiger unachtsam lebt, bringt er nicht nur sich selbst in Gefahr, sondern kann andere zum Straucheln bringen. 3. Brüstungen stehen für Grenzen im christlichen Leben Diese schützenden „Wände“ oder Brüstungen symbolisieren Grenzen der Heiligkeit und Weisheit in unserem Leben: Wie wir uns kleiden Wohin wir gehen Wie wir sprechen Was wir hören Was wir anschauen Mit wem wir umgehen Paulus schreibt in 1. Korinther 8,9:„Doch seht zu, dass eure Freiheit nicht denen, die schwach sind, zum Ärgernis werde.“ Und nochmal in Römer 14,13:„Lasst uns aber nicht mehr einander richten, sondern vielmehr dafür sorgen, dass wir jemandem kein Ärgernis geben oder ein Stein des Anstoßes sind.“ So wie ein fehlendes Geländer dazu führen kann, dass jemand vom Dach fällt, kann unser Mangel an geistlichen Grenzen andere in die Sünde führen. 4. Wir werden beobachtet Ob wir wollen oder nicht, Ungläubige ― und sogar neue Gläubige ― schauen uns zu. Paulus erinnert uns: „Ihr seid unser Brief, geschrieben in unser Herz, bekannt und gelesen von allen Menschen.“ – 2. Korinther 3,2 Dein Leben predigt lauter als deine Worte. Wenn jemand dich sieht: sich unanständig kleidend und doch behauptend, gerettet zu sein gottlose Musik hörend und dann im Gottesdienst leitend spielend, trinkend, vulgäre Sprache benutzend ― und doch Zeugnis ablegend von Christus Dann könnte er sagen: „Wenn das Christentum ist, will ich es nicht.“ Du könntest der Grund sein, warum jemand Christus ablehnt. Jesus warnte eindringlich: „Wer aber einen von diesen Kleinen, die an mich glauben, Ärgernis gibt, es wäre besser, wenn ein Mühlstein um seinen Hals gehängt und er in die Tiefe des Meeres versenkt würde.“ – Matthäus 18,6 5. Baue dein Leben mit Furcht und Weisheit Lass uns darauf achten, wie wir leben. Unser christlicher Weg geht nicht nur darum, selbst die Hölle zu vermeiden, sondern auch andere sicher in das Reich Gottes zu führen. Das heißt: Setze persönliche Grenzen. Achte auf dein Zeugnis. Sei in Wort und Tat beständig. Lebe mit Integrität. Werde nicht zum Grund, dass andere spotten oder straucheln. 6. Schlussfolgerung: Vernachlässige nicht die Endphase deines Baues Gut anzufangen reicht nicht ― du musst auch gut enden. Viele beginnen den christlichen Weg, aber nicht alle halten durch. Paulus sagte: „Ich zügele meinen Leib und führe ihn in den Dienst, damit ich, nachdem ich andern gepredigt habe, nicht selbst verworfen werde.“ – 1. Korinther 9,27 Vollende dein Haus. Baue die Brüstung. Sei vorsichtig. Schütze andere durch dein Verhalten. Lass deine Errettung nicht nur das Fundament deines Lebens sein, sondern auch die Grenze, die andere um dich herum bewahrt. GEBET:Herr Jesus, hilf mir, nicht nur das Rennen der Errettung zu beginnen, sondern es auch getreu bis ans Ende zu laufen. Schenke mir Gnade, weise zu leben, in Heiligkeit zu wandeln und niemals ein Anstoß für andere zu sein. Lass mein Leben dir Ehre bringen. Amen.