Ein Gospel‑Sänger schrieb einmal: „So wie Jakob in alter Zeit gezeigt wurde, ist das Kreuz zur Leiter in den Himmel geworden“ (Hymnus Nr. 81, Vers 2). Diese Worte greifen eine tiefe biblische Wahrheit über die Bedeutung des Kreuzes auf. Sie verweisen auf eine Szene, in der Jakob bei Bethel schlief und eine Vision von einer großen Leiter sah, die von der Erde bis zum Himmel reichte – auf der Engel auf‑ und abstiegen. (vgl. 1. Mose 28,11–12)
„Da kam er an einen bestimmten Ort und übernachtete dort, weil ihm die Sonne untergegangen war. Und er nahm einen der Steine dieses Ortes, legte ihn sich unter den Kopf und schlief dort ein. Und siehe: Er träumte – und siehe: Eine Leiter stand auf der Erde, und ihr oberes Ende reichte bis zum Himmel; und siehe – die Engel Gottes stiegen auf ihr auf und nieder.“ (1. Mose 28,11–12)
Diese Leiter war ein Vorbild für die eigentliche Verbindung zum Himmel: das Kreuz von Jesus von Nazareth. Durch das Kreuz erhalten wir Zugang zur himmlischen Welt; durch Sein Opfer wird die Kluft zwischen sündiger Menschheit und heiligem Gott überbrückt. Das Kreuz wird damit zur „Leiter“, über die wir zum Vater gelangen.
„Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.“ (Johannes 14,6)
Durch das Kreuz Jesu werden wir mit Gott versöhnt – das ist der Weg zur Rettung. Aber ich möchte, dass wir das Kreuz nicht nur auf diese eine Weise sehen, sondern auch als „Werkzeug zum Aufbau unseres Lebens“. Betrachten wir dazu eine biblische Erzählung von Elisa (Elisha) und den „Söhnen der Propheten“, um die theologische Bedeutung des Kreuzes als Werkzeug für unser Leben greifbar zu machen.
„Die Söhne der Propheten sprachen zu Elisa: ‚Siehe, der Ort, wo wir unter deiner Sorge wohnen, ist uns zu eng; lass uns zum Jordan gehen und jeder von uns dort einen Baumstamm holen und uns dort eine Wohnung bauen.‘ Er jedoch sprach: ‚Geht hin!‘ Aber einer von ihnen sprach: ‚Sei freundlich und geh mit deinen Dienern!‘ Er aber sprach: ‚Ich will gehen.‘ So ging er mit ihnen. Und als sie zum Jordan kamen, fällten sie Bäume. Da fiel aber, als einer ein Holz fällte, sein Beil ins Wasser, und er rief: ‚Ach, mein Herr! Es war geliehen.‘ Der Mann Gottes fragte: ‚Wo ist es gefallen?‘ Als er ihm die Stelle zeigte, warf er einen Stock hinein; da schwamm das Eisen. Und er sprach: ‚Nimm es auf.‘ Da streckte er seine Hand aus und nahm es.“ (2. Könige 6,1–7)
In dieser Geschichte wird uns eine eindringliche Metapher geschenkt. Der Beilkopf steht für unsere Werkzeuge – unser Wissen, unsere Fähigkeiten, unsere Anstrengungen – Dinge, auf die wir bauen, um zu schaffen, zu erreichen, zu bauen. Doch manchmal versagen diese Werkzeuge oder gehen verloren, so wie der Beilkopf ins Wasser fällt und versinkt. Gleiches kann unseren Bemühungen widerfahren, wenn sie nicht in Christus verwurzelt sind – sie können in Verzweiflung, Scheitern oder Verlust untergehen.
Und dann greift Elisa zum Stock – einem scheinbar unbedeutenden Werkzeug – wirft ihn ins Wasser. Der Beilkopf schwimmt! Eine erstaunliche Tat – und damit ein starkes Bild dafür, wie das Kreuz Jesu, obwohl es in der Welt als schwach und töricht erschien, die Kraft hat, unser Scheitern zu erlösen und das wiederherzustellen, was verloren ging.
Das Kreuz: Das Werkzeug zur WiederherstellungDer Stock, den Elisa hineingeworfen hat, symbolisiert das Kreuz Jesu. Jesus hat in Seinem demütigen Tod am Kreuz all unser Zerbrochenes genommen: unsere verlorenen Werkzeuge, unsere zerbrochenen Träume – und hat sie wiederhergestellt. Das Kreuz macht alles, was wir haben und tun, wieder gut.
Unsere Bemühungen – das Eisen im Gleichnis – können nur durch das Kreuz wiederaufgehoben werden. Es erinnert uns daran, dass kein menschliches Bemühen, so gut oder geschickt es auch sein mag, ausreicht, um unser Leben wirklich aufzubauen ohne das Werk Jesu Christi. Nur durch das Kreuz dürfen wir wiedergewinnen, was verloren war – und durch Seine Kraft können selbst die unmöglichsten Umstände zum Guten gewendet werden.
„Denn das Wort vom Kreuz ist denen, die verloren gehen, Torheit; uns aber, die gerettet werden, ist es Gottes Kraft.“ (1. Kor 1,18)
Das Kreuz ist das Mittel, durch das unser Leben wirklich gebaut wird. Durch den Tod und die Auferstehung Jesu Christi werden wir heil gemacht. Durch das Kreuz werden wir nicht nur mit Gott versöhnt, sondern auch befähigt, ein Leben zu führen, das Gott Ehre bringt. Das Kreuz wird zum Fundament, auf dem wir unsere Häuser, unsere Familien, unsere Karrieren und unsere Zukunft bauen.
Das Kreuz: Ein Aufruf zur HingabeEs ist wichtig zu verstehen: Das Kreuz ist nicht bloß ein Symbol für Leiden, sondern ein Aufruf zur Hingabe. Jesus lädt uns ein, unser eigenes Kreuz auf uns zu nehmen und Ihm nachzufolgen. Das bedeutet: unsere Selbstgenügsamkeit abzulegen und ganz auf Seine Gnade und Kraft zu vertrauen.
„Und er rief die Volksmenge zu sich mit seinen Jüngern und sprach zu ihnen: Wenn jemand mir nachfolgen will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen und um des Evangeliums willen, wird es retten.“ (Markus 8,34‑35)
Das Kreuz ist eine tägliche Entscheidung – eine bewusste Hingabe. Es geht nicht nur um Rettung, sondern um ein Leben in ständiger Abhängigkeit von Ihm. Wenn wir uns selbst verleugnen und das Kreuz auf uns nehmen, erkennen wir an, dass unsere eigenen Anstrengungen und Pläne nicht ausreichen, um unser Leben zu bauen. Nur indem wir Jesus nachfolgen und Sein Werk am Kreuz annehmen, finden wir wirklich Leben.
Das Kreuz in unserem heutigen LebenDaher frage ich dich: Steht das Kreuz Christi im Zentrum deines Lebens? Hast du dein Kreuz auf dich genommen und folgst Ihm, oder vertraust du auf deine eigene Kraft, dein Wissen oder deine Leistungen? Wenn Christus nicht dein Zentrum ist, dann ist alles, was du in diesem Leben erreichst – vergeblich.
„Denn was hilft es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt und seine Seele verliert? Oder was gibt der Mensch als Lösegeld für seine Seele?“ (Mt 16,26)
Es ist besser, alles in dieser Welt zu verlieren – Ausbildung, Karriere, Reichtum, Status – und Christus im Herzen zu haben, als all diese Dinge zu besitzen und die Seele zu verlieren. Jesus machte deutlich: „Was nützt dem Menschen, die ganze Welt zu gewinnen, und dabei seine Seele verlieren?“
Das Kreuz Christi ist das Fundament, auf dem alles andere gebaut werden muss. Wenn wir die Tiefe von Jesu Opfer und die Kraft Seiner Auferstehung begreifen, erkennen wir, dass alles, was wir haben – unsere Fähigkeiten, unsere Gaben, unsere Erfolge – nur dann Bedeutung hat, wenn wir es zu Seiner Ehre einsetzen.
„Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach seinem Vorsatz berufen sind.“ (Röm 8,28)
Wenn wir unser Leben dem Kreuz Jesu Christi unterstellen, dann werden selbst die zerbrochenen Teile unseres Lebens erlöst und in Gottes gute Zwecke eingewebt.
Wenn du dein Leben noch nicht dem Herrn Jesus hingegeben hast – heute ist der Tag dafür. Er wird dir helfen, dein Leben wiederaufzubauen, zu restaurieren und zu erlösen. Wenn du Hilfe brauchst, Jesus in dein Herz aufzunehmen, dann wende dich an uns – wir begleiten dich gern bei dieser entscheidenden Lebensentscheidung.
Gott segne dich.
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