WARTE, GIB NICHT AUF UND VERLIERE NICHT DEN MUT

WARTE, GIB NICHT AUF UND VERLIERE NICHT DEN MUT

 

Der Name unseres Herrn Jesus Christus sei allezeit gepriesen.
Ich heiße dich herzlich willkommen, damit wir gemeinsam wieder über Worte des Lebens nachdenken.

Heute betrachten wir kurz die Geschichte von zwei Menschen. Der erste ist ein Mann namens Jairus, ein Vorsteher der Synagoge. Die zweite Person ist eine Frau, die seit vielen Jahren an Blutfluss litt und schließlich von unserem Herrn Jesus geheilt wurde – allein dadurch, dass sie den Saum seines Gewandes berührte.

Es gibt hier eine bewegende Parallele zwischen diesen beiden, die ich dir zeigen möchte. Lesen wir dazu:

„Als aber Jesus zurückkam, nahm ihn die Volksmenge mit Freuden auf; denn sie warteten alle auf ihn.
Und siehe, da kam ein Mann mit Namen Jairus, ein Vorsteher der Synagoge; und er fiel Jesus zu Füßen und bat ihn, in sein Haus zu kommen;
denn er hatte eine einzige Tochter von etwa zwölf Jahren, und sie lag im Sterben …
Und eine Frau, die seit zwölf Jahren den Blutfluss hatte und all ihr Gut für die Ärzte aufgewendet hatte und von niemandem geheilt werden konnte,
trat von hinten herzu und berührte den Saum seines Gewandes; und sogleich hörte der Blutfluss auf.“

(Evangelium nach Lukas 8,40–44)

Wenn wir genau hinschauen, sehen wir: Die Tochter des Jairus war zwölf Jahre alt, als sie schwer erkrankte. Gleichzeitig litt diese Frau ebenfalls seit zwölf Jahren an ihrem Leiden. Es ist kein Zufall, dass die Bibel sowohl das Alter des Mädchens als auch die Dauer der Krankheit der Frau erwähnt.

Die Schrift sagt uns, dass Jairus nur diese eine Tochter hatte. Vielleicht hatte er sie mit großer Mühe und Hoffnung großgezogen. Vielleicht sah er in ihr seine Zukunft, seinen Stolz, seine Ehre im Alter. So wie Jochebed schon früh die Besonderheit ihres Sohnes erkannte und ihn verbarg – und später sehen wir, wie Mose zum Retter Israels wurde.

Vielleicht träumte auch Jairus davon, dass seine Tochter einmal eine gottesfürchtige Frau würde – wie Hanna oder Sara – und ihm Freude und Ehre brächte. Er erzog sie sorgfältig, Jahr für Jahr. Doch als sie zwölf wurde, veränderte sich plötzlich ihr Gesundheitszustand. Monat für Monat wurde es schlimmer, bis sie dem Tod nahe war.

Was sollte er tun?
Sollte er zulassen, dass seine Visionen mit zwölf Jahren sterben? Sollte er aufgeben – obwohl sie sein einziges Kind war?

Die Bibel zeigt uns: Er gab nicht auf. Er ließ nicht zu, dass seine Träume ausgelöscht wurden. Er machte sich auf den Weg, um Jesus zu suchen.

Auf der anderen Seite war da diese Frau. Auch ihr Kampf begann vor zwölf Jahren – genau in dem Jahr, als das Mädchen geboren wurde. Jahr für Jahr suchte sie Heilung: im ersten Jahr, im zweiten, im dritten … bis ins elfte Jahr hinein – ohne Erfolg. Die Bibel sagt, sie hatte ihr ganzes Vermögen für Ärzte ausgegeben, doch niemand konnte ihr helfen. Und selbst im zwölften Jahr hatte sie noch nicht empfangen, was sie suchte.

Aber eines Tages hörte sie: Jesus ist in der Stadt.
Und sie sagte sich: „Ich werde nicht zulassen, dass meine zwölf Jahre des Wartens heute in Entmutigung enden. Ich werde zu Jesus gehen!“

So machte sich jeder von ihnen auf seinen eigenen Weg. Und wie wir gelesen haben: Christus heilte sie beide. Sie empfingen, worauf sie gewartet und wofür sie gekämpft hatten.

Auch wir sollen heute daraus lernen: Es gibt Zeiten, in denen wir für die Visionen kämpfen müssen, die Gott uns einst gegeben hat. Ganz gleich, wie groß das Hindernis ist, das sich dir heute entgegenstellt – kämpfe für das, was Gott in dich hineingelegt hat.

Übergebe deine Not Jesus und lass nicht zu, dass sie alles zerstört.

Es gibt Diener Gottes, die einst eifrig im Werk standen und Fortschritte machten, aber durch Bedrohungen oder Angriffe des Feindes entmutigt wurden und aufhörten zu predigen oder zu dienen. Mein Bruder, meine Schwester – lass nicht zu, dass deine Mühe vergeblich war.

Denke daran: Andere beten seit Langem darum, genau das zu empfangen, was du bereits hast. Vielleicht beten sie schon so lange, wie du im Dienst stehst – und sie geben nicht auf. Warum solltest du aufgeben?

Die zwölf Jahre der Tochter des Jairus waren nicht dieselben zwölf Jahre wie die der leidenden Frau. Ebenso darf auch deine vorübergehende Prüfung dich nicht daran hindern, den Auftrag zu erfüllen, den Gott dir gegeben hat.

Um zu siegen, müssen wir kämpfen.
Darum geh weiter.

Nicht nur im Werk Gottes, sondern auch in allen anderen Dingen, die dem Willen Gottes entsprechen – gib niemals auf.

Der Herr segne dich reichlich.

Schalom.

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Über den Autor

Janet Mushi editor

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