Womit haben die Menschen früher Stunden, Minuten und Sekunden bestimmt?

Womit haben die Menschen früher Stunden, Minuten und Sekunden bestimmt?

Frage: Heute benutzen wir Geräte wie Wanduhren, Armbanduhren oder Handys, um die Sekunden, Minuten und Stunden des Tages zu messen. Aber wie wussten die Menschen früher, wie spät es war – lange bevor es solche Uhren gab?

Antwort: In biblischer Zeit teilte man den Tag in zwölf Stunden Licht und zwölf Stunden Nacht ein. Jesus spricht davon, als Er sagt:

„Jesus antwortete: ›Sind es nicht zwölf Stunden am Tag? Wer am Tag wandelt, der stößt nicht an, weil er das Licht dieser Welt sieht. Wer aber in der Nacht wandelt, stößt an, weil das Licht nicht in ihm ist.‹“
Johannes 11,9–10 (Luther 2017)

Das zeigt, dass man damals die Stunden des Tages verstand. Allerdings teilt die Bibel nicht mit, dass die Menschen Stunden in Minuten und Sekunden unterteilten, wie wir es heute tun – eine Einteilung in Sekunden gab es damals nicht.

Die eigentliche Frage ist also:
Wie wussten sie, wann eine Stunde vorbei war und die nächste begann – und konnten so alle zwölf Stunden von Tag und Nacht zählen – ohne moderne Uhren?

Die Menschen benutzten keine Armbanduhren, sondern natürliche Zeichen und einfache Zeitmesser, um den Tag in Stunden zu unterteilen. Zu diesen Methoden gehörten das Beobachten der Sonne, das Ablesen von Schatten und verschiedene primitive Zeitgeräte.

Hier die wichtigsten Methoden:


1. Beobachtung der Sonne

Beim Sonnenaufgang wusste man, dass die erste Stunde begonnen hatte. Wenn die Sonne am höchsten stand, war es die sechste Stunde des Tages (ungefähr Mittag). Beim Sonnenuntergang wusste man, dass es die zwölfte Stunde war. So konnte man die Stunden ungefähr einteilen, indem man den Sonnenstand betrachtete.


2. Sonnenuhr

Mit einer Sonnenuhr konnte man die Tageszeit anhand des Schattens ablesen, den die Sonne auf einen Stab oder Zifferblatt warf. Diese Methode wird in der Bibel am Beispiel von König Hiskia erwähnt, als der Schatten auf der Sonnenuhr sichtbar rückwärts lief (Jesaja 38,8).


3. Wasseruhr

Besonders in der Nacht, wenn die Sonne nicht sichtbar war, nutzte man sogenannte Wasseruhren: Wasser tropfte gleichmäßig von einem Gefäß in ein anderes, und der Wasserstand zeigte die verstrichene Zeit an. Diese Technik war vor allem bei den Babyloniern verbreitet.


4. Sanduhr

Sanduhren funktionierten ähnlich: Sand rieselte gleichmäßig durch eine enge Öffnung von einem Glasgefäß ins andere. So konnte man Zeitintervalle messen.


5. Sternbeobachtung

In der Nacht beobachteten die Menschen auch den Himmel: bestimmte Sternbilder wie Orion oder der Große Wagen standen zu verschiedenen Zeiten und halfen so, Nachtstunden zu bestimmen.


Kurz gesagt:
In biblischer Zeit nutzten die Menschen vor allem die Sonne, Schatten und einfache Geräte, um den Tag in Stunden zu unterteilen. Eine Messung in Sekunden, wie wir sie heute kennen, gab es damals nicht.


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Über den Autor

Doreen Kajulu editor

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