Title Juli 2019

IST WETTEN ODER GLÜCKSSPIEL EINE SÜNDE?

Um zu beurteilen, ob Wetten oder Glücksspiel eine Sünde ist, müssen wir zuerst verstehen, was Gott gefällt. Nur wer Gottes Willen kennt, kann erkennen, was Ihn erfreut – und was Ihn enttäuscht.

1. Das Gewissen – Gottes inneres Warnsystem

Gott hat jedem Menschen – und sogar den Tieren – ein Gewissen gegeben. Dieses Gewissen hilft uns, zwischen richtig und falsch zu unterscheiden, selbst ohne schriftliches Gesetz. Es ist Gottes moralisches Gesetz in uns.

Beispiele aus der Natur:

  • Ein Löwe tötet zwar eine Antilope, aber niemals sein eigenes Junges.

  • Ein männlicher Hund paart sich nicht mit einem anderen Rüden.

Auch wir Menschen spüren durch unser Gewissen, dass gewisse Dinge falsch sind:

  • Abtreibung fühlt sich tief im Herzen wie Mord an.

  • Drogenkonsum zerstört Körper und Seele – und das wissen wir instinktiv.

  • Pornografie oder Masturbation hinterlassen oft ein Gefühl von Schuld.

  • Viele Menschen, die mit Wetten beginnen, haben zuerst ein schlechtes Gefühl.

Diese innere Stimme ist eine Gabe Gottes. Sie warnt uns, bevor wir falsche Wege einschlagen.


2. Wetten – harmloses Spiel oder geistliche Falle?

Wetten ist eine Form von Glücksspiel. Auch wenn es in vielen Ländern erlaubt ist, bleibt es moralisch fragwürdig.

Der Ablauf ist oft gleich:

  • Anfangs spürt man ein Zögern oder Unbehagen.

  • Man fragt sich: „Ist das wirklich in Ordnung?“

  • Doch wenn man die innere Stimme ignoriert, wird das Gewissen leiser.

  • Wetten wird zur Gewohnheit – und oft zur Sucht.

Was viele nicht wissen: Hinter großen Wettplattformen stehen häufig finstere Kräfte. Einige Organisationen unterstützen mit den Einnahmen aus dem Glücksspiel:

  • Abtreibungskampagnen,

  • LGBTQ+-Bewegungen,

  • unmoralische Inhalte,

  • und sogar Gewalt oder Terrorismus.

Glücksspiel ist somit nicht nur eine persönliche Gefahr – es fördert global das, was Gott verabscheut.


3. Was sagt die Bibel?

1. Timotheus 6,9–10:
„Wer unbedingt reich werden will, gerät in Versuchungen und in viele sinnlose und schädliche Begierden, die den Menschen ins Verderben stürzen. Denn die Liebe zum Geld ist eine Wurzel alles Bösen.“

Wetten weckt genau diese falsche Gier: den Wunsch nach schnellem Geld, ohne Arbeit. Doch dieser Wunsch führt viele Menschen in:

  • finanzielle Not,

  • emotionale Abhängigkeit,

  • geistliche Gefangenschaft.


4. Gottes Weg zu Wohlstand

Gott verurteilt nicht den Wunsch nach Versorgung – aber Er zeigt uns einen besseren Weg: ehrliche, stetige Arbeit.

Sprüche 13,11:
„Unrecht erworbener Reichtum schwindet dahin, wer aber mit Fleiß arbeitet, vermehrt ihn.“

Schnelles Geld ist ein Lockmittel des Feindes. Gottes Prinzip ist Treue, Geduld und harte Arbeit.


5. Fazit: Sollten Christen wetten?

Ganz klar: Nein.

Wetten ist mehr als ein Spiel – es ist ein geistlicher Köder. Selbst wenn die Bibel das Wort „Wetten“ nicht ausdrücklich nennt, zeigen uns unser Gewissen und Gottes Prinzipien, dass es nicht mit einem gottgefälligen Leben vereinbar ist.

Wenn du bereits in Wetten oder Glücksspiel verstrickt bist: Es ist nie zu spät. Gott ruft dich zur Umkehr.

2. Korinther 6,17:
„Darum: Geht hinaus aus ihrer Mitte und sondert euch ab, spricht der Herr. Rührt nichts Unreines an, und ich werde euch annehmen.“

Wähle Gottes Weg – er führt zu echtem Frieden und dauerhaftem Segen.

Gott segne dich!

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Die Bücher der Bibel – Teil 5: Die Könige und die Chronik

Willkommen zu Teil fünf unserer Reise durch die Bücher der Bibel. In dieser Einheit betrachten wir vier geschichtliche Bücher: 1. Könige, 2. Könige, 1. Chronik und 2. Chronik.
Zuvor haben wir die ersten zehn Bücher behandelt. Wenn du diese Zusammenfassungen noch nicht gelesen hast, empfiehlt es sich, damit zu beginnen, damit der Zusammenhang deutlich wird.

1. & 2. Könige – Verfasst vom Propheten Jeremia

Ursprünglich waren 1. und 2. Könige ein einziges Buch, das später in zwei Teile geteilt wurde. Die Überlieferung schreibt sie dem Propheten Jeremia zu, der zwar am Ende der Monarchie lebte, aber Zugang zu historischen Aufzeichnungen hatte, die als Annalen der Könige von Israel und Juda bekannt waren (vgl. 1. Könige 14,19; 2. Könige 15,6).
Diese Bücher geben einen umfassenden Bericht über die Monarchien Israels und Judas.

Die Erzählung beginnt mit König Salomo, dem dritten König Israels nach Saul und David, und verfolgt die Linie vieler Könige – einige treu, die meisten jedoch untreu.

Zusammenfassung und Ziel von 1. & 2. Könige

Diese Bücher beschreiben:

  • den Aufstieg und Fall der Könige,
  • die Teilung des Reiches in zwei: Israel (Norden) und Juda (Süden),
  • den Dienst von Propheten wie Elia und Elisa,
  • und schließlich den Untergang beider Reiche wegen Götzendienst und Rebellion gegen Gott.

Obwohl das Volk Israel einen König verlangte (1. Samuel 8), war dies nicht Gottes ursprünglicher Wille. Doch Gott erlaubte es und wirkte selbst durch die Könige – und nutzte sogar ihre Fehler, um seine Gerechtigkeit und Barmherzigkeit sichtbar zu machen.

Die Herrschaft Salomos

Salomo war der Sohn Davids durch Batseba (die Frau Urias). Seine Herrschaft begann mit Weisheit und Herrlichkeit, endete jedoch im geistlichen Niedergang:

„Und der König Salomo liebte viele ausländische Frauen… von den Völkern, von denen der HERR zu den Israeliten gesagt hatte: Ihr sollt euch nicht mit ihnen vermischen…“
(1. Könige 11,1–2)

Salomo heiratete viele fremde Frauen (700 Frauen und 300 Nebenfrauen), die ihn dazu verführten, andere Götter zu verehren – darunter Astarte, Milkom, Kemosch und Molech (1. Könige 11,5–7). Auch wenn er später Buße tat (wie im Predigerbuch angedeutet), war der Schaden bereits angerichtet.

Salomos Tempel – Ein herrliches Werk

Salomo baute einen prächtigen Tempel in Jerusalem und erfüllte damit den Wunsch seines Vaters David (1. Könige 6–8). Gott hatte David gesagt:

„Du sollst meinem Namen kein Haus bauen; denn du bist ein Kriegsmann und hast Blut vergossen.“
(1. Chronik 28,3)

So baute Salomo den Tempel. Er symbolisierte Gottes Wohnung unter seinem Volk und wurde mit größter Kunstfertigkeit und besten Materialien errichtet. Der Bau geschah in völliger Stille (1. Könige 6,7) – ein Werk, das Staunen erregte.

Doch Salomos späterer Götzendienst hatte ernste Folgen:

„Darum sprach der HERR zu Salomo: Weil das bei dir geschehen ist… so will ich dir das Königtum entreißen… Doch in deinen Tagen will ich’s nicht tun um deines Vaters David willen…“
(1. Könige 11,11–12)

Die Reichsteilung – Israel und Juda

Nach Salomos Tod wurde sein Sohn Rehabeam König. Wegen seiner Härte empörten sich zehn Stämme unter Jerobeam und gründeten das Nordreich Israel, während nur Juda und Benjamin unter Rehabeam im Südreich Juda blieben.

So wurde das einst geeinte Israel gespalten:

  • Israel (Norden): 10 Stämme, Hauptstadt Samaria.
  • Juda (Süden): 2 Stämme, Hauptstadt Jerusalem.

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Bücher der Bibel – Teil 4: 2. Samuel – Eine Studie über Davids Weg

Schalom! Willkommen zurück zu unserer Bibelstudienreihe. Wir setzen unsere Reise durch die Bücher der Bibel fort. Bisher haben wir die ersten neun Bücher behandelt, und heute schauen wir uns das nächste an: 2. Samuel.

Ein Hinweis vorab

Dies ist kein detailliertes Vers-für-Vers-Studium. Vielmehr handelt es sich um eine Zusammenfassung und Reflexion über zentrale Lektionen und Themen. Denke daran: Die Schrift lässt sich nicht nur auf eine einzige Weise auslegen. Gottes Wort ist lebendig und wirksam (Hebräer 4,12), und der Heilige Geist kann uns selbst aus einem einzigen Vers verschiedene Schichten der Wahrheit offenbaren – je nachdem, was Er jedem persönlich lehren möchte.

Wenn du ein Gläubiger bist, der mit dem Heiligen Geist erfüllt ist, ist es wichtig, dir Zeit für das persönliche Bibelstudium zu nehmen. Der Geist Gottes, der nicht so begrenzt ist wie der Mensch, kann dir neue Einsichten schenken, die kein Pastor oder Lehrer jemals gepredigt hat (Johannes 16,13). Er offenbart die Wahrheit denen, die hungrig nach ihr sind.


Wer hat 2. Samuel geschrieben?

Im Gegensatz zu 1. Samuel, das größtenteils vom Propheten Samuel verfasst wurde (die letzten Kapitel stammen von Nathan und Gad, da Samuel starb, bevor das Buch abgeschlossen war), wurde 2. Samuel vor allem von den Propheten Nathan und Gad geschrieben.

Diese Männer dienten als geistliche Berater und Chronisten für König David. Sie übermittelten ihm Gottes Botschaften und hielten die wichtigsten Ereignisse seiner Herrschaft schriftlich fest.


Worum geht es in 2. Samuel?

  1. Samuel setzt die Geschichte Davids fort – beginnend mit dem Tod von König Saul, Israels erstem König, und Davids Aufstieg zum Thron. Doch David wurde nicht ohne Weiteres König. Anders als Saul, der fast über Nacht eingesetzt wurde, war Davids Weg lang, schmerzhaft und voller Prüfungen.

Das lehrt uns eine wichtige Wahrheit: Gott handelt nicht mit allen Menschen auf dieselbe Weise. Manchmal erhält der eine etwas sofort, während der andere dafür kämpfen und warten muss – und doch liegen beide im Plan Gottes. So heißt es in Sprüche 13,11:

„Eilig erworbener Reichtum schwindet; wer aber nach und nach sammelt, der bekommt viel.“


Davids schwerer Weg zur Königsherrschaft

David wurde von Samuel bereits als junger Mann zum König gesalbt, und er nahm wohl an, dass die Thronbesteigung schnell und reibungslos verlaufen würde – so wie bei Saul. Aber nach seiner Salbung musste David 15 Jahre voller Leid und Verfolgung durchstehen, bevor er tatsächlich König wurde.

  • Er wurde von König Saul wie ein Verbrecher gejagt.
  • Er lebte in Wüsten und Höhlen, oft hungrig und auf der Flucht.
  • Selbst die Israeliten wandten sich gegen ihn.
  • In seiner Verzweiflung suchte er sogar Zuflucht bei den Philistern, seinen früheren Feinden (1. Samuel 27,1).

Er lebte buchstäblich als Flüchtling, immer mit der Angst, entdeckt und getötet zu werden. Stell dir vor, du musst vor deinem eigenen König fliehen, während die Nation dich für einen Verräter hält. Davids einziger Schutz war Gott selbst.


Die Psalmen aus der Wüste

Viele der Psalmen – Davids Lieder und Gebete – entstanden nicht im Palast, sondern in den Jahren der Flucht. Zum Beispiel Psalm 13, wo David klagt:

„Wie lange, HERR? Willst du mich denn ganz vergessen? Wie lange verbirgst du dein Angesicht vor mir?“ (Psalm 13,2)

Das waren keine dichterischen Übertreibungen, sondern Worte aus echtem Schmerz – geprägt von Angst, Verrat, Hunger und Einsamkeit.

Andere Psalmen, wie Psalm 18, zeigen uns, wie tief sein Vertrauen zu Gott war. Bemerkenswert ist, dass dieselben Worte in 2. Samuel 22 wieder auftauchen. Das zeigt: Diese Lieder waren echte Gebete und Loblieder inmitten der Not, nicht bloß nachträgliche Rückblicke.

„Und David redete die Worte dieses Liedes zu dem HERRN, als ihn der HERR errettet hatte aus der Hand aller seiner Feinde und aus der Hand Sauls.“ (2. Samuel 22,1)

Vergleiche dazu Psalm 18,1–7 – dieselbe leidenschaftliche Dankbarkeit eines Mannes, den Gott aus der Vernichtung gerettet hat.


Lektionen aus 2. Samuel

1. Gottes Wege sind nicht unsere Wege

Davids Weg zum Thron zeigt: Gott wirkt oft nicht offensichtlich oder leicht. Saul erhielt das Königtum ohne Kampf, David dagegen musste durch Leiden geformt werden. Doch genau dieses Leiden bereitete ihn darauf vor, die Berufung wertzuschätzen und gerecht zu wandeln.

2. Geistliche Formung geschieht im Feuer

Die Jahre des Gejagtseins, des Verrats und des Missverstandenwerdens prägten Davids Herz. Als er schließlich König wurde, herrschte er mit Demut, Barmherzigkeit und Gottesfurcht, weil er das Leiden gekostet hatte.

„Ehe ich gedemütigt wurde, irrte ich; nun aber halte ich dein Wort.“ (Psalm 119,67)

3. Verzögert heißt nicht verweigert

David empfing das ganze Königreich nicht auf einmal. Zuerst regierte er sieben Jahre nur über den Stamm Juda, und erst danach wurde er für 33 Jahre König über ganz Israel (2. Samuel 5,4–5).

Gottes Verheißungen brauchen Zeit, doch Er bleibt treu.


Warum ist David so wichtig?

Gott schloss einen Bund mit David und versprach, dass aus seiner Nachkommenschaft der Messias Jesus Christus hervorgehen würde – der wahre und ewige König.

„Ich werde dir einen Nachkommen erwecken … und ich werde den Thron seines Königtums auf ewig festigen.“ (2. Samuel 7,12–13)

Darum wird Jesus im Neuen Testament oft „Sohn Davids“ genannt (z. B. Matthäus 1,1; Lukas 1,32).


David als Vorausbild auf Christus

Davids Leben weist viele Parallelen zu Jesus Christus auf:

  • Beide waren gesalbte Könige, aber zunächst von ihrem Volk abgelehnt.
  • Beide erlebten Leid vor der Herrlichkeit.
  • Beide waren Männer des Gebets, die Gott völlig vertrauten.
  • Beide waren zeitweise Flüchtlinge im eigenen Land, bevor sie erhöht wurden.

So prophezeite Jesaja über Christus:

„Er war der Allerverachtetste und Unwerteste, voller Schmerzen und Krankheit.“ (Jesaja 53,3)

Wie David wurde auch Jesus von den Seinen nicht angenommen (Johannes 1,11). Und doch regiert Er heute als König der Könige – ein Amt, das sich während Seines tausendjährigen Reiches (Offenbarung 20,4) voll entfalten wird.

Darum: Wenn du dein Leben Jesus Christus noch nicht gegeben hast, dann ist jetzt die Zeit. Dieses Leben bietet keine Garantien – nicht einmal für den morgigen Tag. Nur in Christus gibt es ewige Hoffnung und Rettung.

„So tut nun Buße und bekehrt euch, dass eure Sünden getilgt werden.“ (Apostelgeschichte 3,19)

Glaube an Ihn, lass dich in Seinem Namen taufen (Apostelgeschichte 2,38) und empfange die Gabe des Heiligen Geistes. Derselbe Gott, der mit David war, wird auch mit dir sein.

Der Herr segne dich reichlich, während du in Seinem Wort weitergehst.

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WIE WIRKT DER GEIST ELIAS IM NEUEN BUND?

Gepriesen sei der herrliche Name unseres Herrn Jesus Christus in Ewigkeit.
Heute wollen wir lernen, wie der Geist Elias im Alten Bund wirkte und wie er im Neuen Bund weiterhin tätig ist.

Viele Gläubige sind heute über dieses Thema verwirrt — besonders in dieser Zeit, in der unzählige Propheten, wahre wie falsche, auftreten und oft Titel wie „Elias“, „Mose“ oder „großer Prophet“ beanspruchen. Daher ist es entscheidend, dieses Thema klar zu verstehen, um zu wissen, wo wir stehen sollen.

Kehren wir zu den Schriften zurück, um den Dienst Elias zu verstehen und wie er auf das geistliche Werk Gottes hinweist, das später fortgeführt wurde.

Elias trat in einer der dunkelsten Zeiten Israels auf — unter König Ahab, einem Götzendiener, stark beeinflusst von seiner Frau Isebel, einer Frau, die tief in Zauberei und Rebellion verstrickt war (1. Könige 16,30–33).

Zu dieser Zeit wurden die Propheten des HERRN verfolgt und mussten sich in Höhlen verstecken (1. Könige 18,4). Der geistliche Verfall des Volkes war so groß, dass Israel ohne Elias vollständig zugrunde gegangen wäre.

Gott aber, in Seiner Barmherzigkeit, salbte Elias und sandte ihn mit einem klaren Auftrag: „die Herzen des Volkes wieder zu Gott zu wenden.“

Die Schrift berichtet:

1. Könige 18,37–38
„Höre mich, HERR, höre mich, dass dieses Volk erkenne, dass du, HERR, der wahre Gott bist, und dass du ihr Herz zurückgebracht hast!“
Da fiel das Feuer des HERRN herab und verzehrte das Brandopfer, das Holz, die Steine und den Staub, und es leckte das Wasser in der Grube auf.

Elias’ Feuer diente nicht zur Selbstdarstellung oder zum persönlichen Ruhm; es war ein göttliches Zeichen, um den Glauben an JAHWE wiederherzustellen und Israel zur Buße zu führen. Das Volk antwortete sofort und rief:

1. Könige 18,39
„Der HERR, er ist Gott! Der HERR, er ist Gott!“

Ihre Herzen wurden wieder zu Gott gewendet — darin lag das Wesen von Elias’ Dienst.

Nach Elias’ Himmelfahrt erhielt Elisa einen doppelten Anteil des Geistes Elias:

2. Könige 2,9
„Bitte, dass ein doppelter Anteil deines Geistes auf mir sei.“

Das bedeutete nicht, dass Elias selbst in Elisa einging, sondern dass die Salbung und Mission — Israel zu Gott zurückzuführen — durch Elisa weitergeführt wurde.

Jahrhunderte später prophezeite der Prophet Maleachi, dass Elias’ Dienst vor „dem großen und furchtbaren Tag des HERRN“ wiederkommen würde:

Maleachi 4,5–6
„Siehe, ich sende euch den Propheten Elia, bevor der große und schreckliche Tag des HERRN kommt. Und er wird das Herz der Väter zu den Kindern und das Herz der Kinder zu ihren Vätern wenden, damit ich nicht komme und das Land mit einem Fluch schlage.“

Diese Prophezeiung bedeutete nicht, dass der physische Elias wieder erscheinen würde, sondern dass derselbe Geist und dieselbe Mission erneut wirksam würden — ein Ruf zu Buße und Wiederherstellung.

Im Neuen Testament wurde diese Prophezeiung in Johannes dem Täufer erfüllt, wie der Engel Gabriel bestätigte:

Lukas 1,16–17
„Er wird viele der Kinder Israel zum Herrn, ihrem Gott, bekehren. Er wird auch vor ihm hergehen im Geist und in der Kraft Elias, die Herzen der Väter zu den Kindern zu wenden… ein Volk für den Herrn bereit zu machen.“

Johannes kam nicht, um sich selbst zu verherrlichen, sondern um den Weg für Christus vorzubereiten (Johannes 1,23). Seine Botschaft war einfach, aber kraftvoll: „Tut Buße; denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen!“ (Matthäus 3,2).
Sein Ziel war es, alle Aufmerksamkeit auf Jesus Christus zu lenken:

Johannes 3,30
„Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen.“

So ist der Geist Elias im Neuen Bund der Geist der Buße und Wiederherstellung, der stets die Herzen auf Christus hin ausrichtet, nicht auf Menschen.

Nach Johannes wirkte derselbe Geist weiter in den Aposteln — Petrus, Paulus und anderen — deren zentrale Botschaft stets Christus, gekreuzigt und auferstanden, war (1. Korinther 2,2). Sie wandten die Herzen von Juden und Heiden durch die Verkündigung des Evangeliums wieder zu Gott (Apostelgeschichte 26,16–18).

Dieser Geist wirkt auch heute noch in jedem wahren Diener Gottes, der Jesus Christus als einzigen Retter, Herrn und König predigt — nicht bei denen, die sich selbst erhöhen oder Ruhm suchen.

Offenbarung 19,10
„Das Zeugnis von Jesus ist der Geist der Prophetie.“

Wer predigt oder prophezeit, ohne Christus zu verherrlichen, sondern sich selbst, ist ein falscher Prophet, egal welche Wunder er vollbringt.

1. Johannes 5,9
„Wenn wir das Zeugnis der Menschen annehmen, so ist das Zeugnis Gottes größer; denn dies ist das Zeugnis Gottes, das er von seinem Sohn gegeben hat.“

Das wahre Kennzeichen des Geistes Elias ist dies: Er führt Menschen zu Buße und Versöhnung mit Jesus Christus — niemals zur Selbstverherrlichung.

Elias, Mose und die Propheten wiesen alle auf Jesus Christus hin, der die Erfüllung aller Prophezeiungen ist.

Hebräer 1,1–2
„Gott, der in vergangenen Zeiten vielfach und auf vielerlei Weise zu den Vätern geredet hat durch die Propheten, hat in diesen letzten Tagen zu uns geredet durch den Sohn.“

Daher haben wir keinen anderen Propheten größer als Jesus Christus —
keinen Lehrer außer Ihm,
keinen Hirten außerhalb von Ihm.

Alle wahren Diener Gottes reflektieren nur Sein Licht und weisen andere auf Ihn hin.

Wer prophetische Offenbarung beansprucht, aber Jesus Christus nicht verherrlicht, ist ein falscher Prophet, denn der Geist Elias — der Geist der Prophetie — zeugt immer allein von Christus.

Jesus Christus ist der Herr des Lebens. Wenn du dein Leben Ihm noch nicht übergeben hast, ist jetzt die Zeit. Die Tür der Gnade steht noch offen, aber bald wird sie sich schließen (Matthäus 25,10–12).

Tue heute Buße, lasse dich in Seinem Namen zur Vergebung deiner Sünden taufen (Apostelgeschichte 2,38) und empfange den Heiligen Geist. Dann wirst du in Ihm zu einer neuen Schöpfung (2. Korinther 5,17).

Sei gesegnet im Namen unseres Herrn Jesus Christus.


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DIE APOSTOLISCHE KOMMISSION

(Verständnis von Paulus’ göttlichem Auftrag vom Herrn Jesus Christus)

Ehre und Lob sei unserem Herrn und Retter Jesus Christus, jetzt und in Ewigkeit. Amen.

Geliebte, herzlich willkommen, wenn wir uns heute zusammenfinden, um über das Wort Gottes nachzudenken. Ich glaube, dass der Herr etwas Tiefgründiges für uns vorbereitet hat — etwas, das unser Verständnis öffnen und uns tiefer in Seinen Willen führen wird.

Heute wollen wir über „Die apostolische Kommission“ meditieren — den göttlichen Auftrag, den der Apostel Paulus direkt vom auferstandenen Herrn Jesus Christus erhielt.


1. Paulus’ Begegnung mit dem Herrn Jesus

Paulus’ Bekehrung und Berufung gehören zu den eindrucksvollsten Ereignissen der Schrift.
Vor seiner Begegnung mit Christus war Saulus von Tarsus als eifriger Pharisäer und heftiger Verfolger der frühen Kirche bekannt (Philipper 3,5–6; Apostelgeschichte 8,1–3).
Doch Gott unterbrach in Seiner Barmherzigkeit das Leben des Saulus auf dem Weg nach Damaskus.

Apostelgeschichte 9,3–6 (LUT 2017)
„Und als er unterwegs war, kam er der Stadt Damaskus nahe; und plötzlich umstrahlte ihn ein Licht vom Himmel.
Und er fiel zu Boden und hörte eine Stimme, die zu ihm sprach: ‚Saul, Saul, warum verfolgst du mich?‘
Er aber sagte: ‚Wer bist du, Herr?‘
Der Herr aber sprach: ‚Ich bin Jesus, den du verfolgst. Es ist schwer für dich, gegen die Dornen zu treten.‘
Er aber, zitternd und bestürzt, sprach: ‚Herr, was willst du, dass ich tue?‘
Der Herr aber sprach zu ihm: ‚Steh auf und geh in die Stadt, und es wird dir gesagt werden, was du tun sollst.‘“

Diese erste Begegnung offenbart mehrere tiefe Wahrheiten:

  • Christus identifiziert sich mit Seiner Kirche. Als Saulus die Gläubigen verfolgte, sagte Jesus: „Warum verfolgst du mich?“ (V. 4).
    → Dies zeigt die geistliche Einheit zwischen Christus und Seinem Leib (vgl. 1. Korinther 12,12–13).
  • Wahre Bekehrung beginnt mit Offenbarung. Saulus änderte nicht nur seine Religion; seine geistlichen Augen wurden geöffnet, um zu sehen, wer Jesus wirklich ist — „der Sohn Gottes“ (Apg 9,20).
  • Der Ruf geht der Mission voraus. Bevor Saulus gesandt wurde, wurde er erniedrigt, geblendet und verwandelt. Erst dann offenbarte der Herr seinen Auftrag.

2. Die volle Kommission offenbart

Jahre später, als Paulus vor König Agrippa stand, berichtete er ausführlicher, was der Herr ihm an jenem Tag gesagt hatte.

Apostelgeschichte 26,15–18 (EÜ)
„Und ich sprach: ‚Wer bist du, Herr?‘
Der Herr aber sprach: ‚Ich bin Jesus, den du verfolgst.
Steh auf und stell dich auf die Füße; denn ich bin dir erschienen zu diesem Zweck,
dich zu einem Diener und Zeugen der Dinge zu berufen, die du gesehen hast und die ich dir noch zeigen werde,
dich zu erretten aus dem Volk und von den Heiden, zu denen ich dich sende,
damit sie ihre Augen öffnen und sich von der Finsternis zum Licht bekehren und von der Gewalt Satans zu Gott,
damit sie Vergebung der Sünden empfangen und einen Platz unter denen haben, die durch Glauben geheiligt sind.‘“

Dieser Abschnitt beschreibt vier Dimensionen von Paulus’ apostolischem Auftrag:


1. „Ihre Augen zu öffnen“ — Der Ruf zur Erleuchtung

Der erste Aspekt von Paulus’ Kommission war die geistliche Erleuchtung.
In der Schrift symbolisiert Blindheit oft die Unkenntnis von Gottes Wahrheit (2. Korinther 4,4).
Satan blendet die Herzen der Ungläubigen, damit sie das Licht des Evangeliums nicht sehen können.

2. Korinther 4,6 (LUT 2017)
„Denn Gott, der sprach: Es werde Licht aus der Finsternis! — der hat es auch zum Leuchten gebracht in unseren Herzen, um das Licht der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes im Angesicht Jesu Christi zu geben.“

Die Augen „öffnen“ bedeutet, Menschen zur Erkenntnis der Wahrheit zu führen — Christus, das wahre Licht der Welt, zu offenbaren (Johannes 8,12).
Paulus’ Lehrdienst zielte darauf ab, Gläubigen zu helfen, Gottes Willen zu erkennen, die Schrift zu verstehen und in der Wahrheit zu wandeln.

Psalm 119,130 (LUT 2017)
„Das Offenbarwerden deiner Worte erleuchtet und macht die Einfältigen klug.“

Wenn das Wort ins Herz gelangt, wird Blindheit entfernt und die Wahrheit verwandelt die Seele.


2. „Sie von der Finsternis zum Licht zu wenden“ — Der Ruf zur Buße

Der zweite Auftrag war, die Menschen von der Finsternis zum Licht zu führen.

Finsternis steht für Sünde, Rebellion und moralische Verderbnis.
Licht steht für Heiligkeit, Gerechtigkeit und Wahrheit in Christus.

Epheser 5,8–11 (LUT 2017)
„Denn ihr wart früher Finsternis; jetzt aber seid ihr Licht in dem Herrn. Wandelt als Kinder des Lichts…
Und habt nicht Gemeinschaft mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis, sondern deckt sie vielmehr auf.“

Buße (griechisch: metanoia) bedeutet eine vollständige Veränderung von Herz und Lebensrichtung.
Es geht nicht nur darum, Sünde zu bereuen, sondern sich von ihr abzuwenden und auf das Licht von Gottes Wahrheit zuzugehen.

Apostelgeschichte 26,20 (EÜ)
„Sie sollen Buße tun und sich Gott zuwenden und Werke tun, die ihrer Buße entsprechen.“

Buße umfasst sowohl das Bekenntnis als auch das Aufgeben der Sünde:

Sprüche 28,13 (LUT 2017)
„Wer seine Sünden verbirgt, wird nicht gedeihen; wer sie aber bekennt und lässt, der wird Barmherzigkeit erlangen.“


3. „Sie von der Gewalt Satans zu Gott wenden“ — Der Ruf zur Befreiung

Drittens bestand Paulus’ Auftrag darin, Menschen aus der Macht Satans — aus geistlicher Knechtschaft, Täuschung und der Tyrannei der Sünde — zu befreien und sie unter Gottes Autorität zu bringen.

Jesus selbst beschrieb Seinen Dienst ähnlich:

Lukas 4,18 (LUT 2017)
„Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, den Armen das Evangelium zu verkündigen;
er hat mich gesandt, die Zerschlagenen zu heilen, den Gefangenen Befreiung zu verkündigen und den Blinden das Augenlicht,
die Zerschlagenen frei zu machen, Gnade zu verkündigen.“

Befreiung bedeutet nicht nur Dämonenaustreibung, sondern einen Loyalitätswechsel — vom Reich der Finsternis ins Reich von Gottes geliebtem Sohn.

Kolosser 1,13–14 (LUT 2017)
„Er hat uns errettet aus der Macht der Finsternis und versetzt in das Reich seines Sohnes, den er liebt, in dem wir die Erlösung haben durch sein Blut, die Vergebung der Sünden.“

Paulus’ Botschaft war also eine Botschaft der Freiheit — von Sünde, Täuschung und der Macht des Feindes.


4. „Damit sie Vergebung der Sünden und ein Erbe empfangen“ — Der Ruf zu Versöhnung und Gnade

Schließlich wurde Paulus gesandt, damit Menschen Vergebung der Sünden empfangen und Erben unter denen werden, die durch Glauben in Christus geheiligt sind.

Vergebung wird nicht verdient; sie wird durch Glauben an das vollbrachte Werk Jesu am Kreuz empfangen.

Epheser 1,7 (LUT 2017)
„In ihm haben wir die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Sünden, nach dem Reichtum seiner Gnade.“

Und die Gläubigen werden Erben Gottes und Miterben Christi:

Römer 8,17 (EÜ)
„Wenn wir aber Kinder sind, dann auch Erben: Erben Gottes und Miterben Christi.“

Paulus’ Evangelium zentrierte sich auf diese Gnade — dass Sünder frei durch Glauben gerechtfertigt werden können (Römer 3,24–26).
Dieses Erbe umfasst nicht nur das ewige Leben, sondern die gegenwärtige Realität der Sohnschaft, den Frieden mit Gott und die Teilnahme an Seinem Reich.


3. Die Kontinuität der apostolischen Botschaft

Jeder Brief, den Paulus schrieb, reflektiert diese vier Elemente seiner Kommission.
Ob er nun die Römer, Korinther, Galater oder Epheser adressierte, die Botschaft blieb konsistent:

  • Erleuchtung durch die Wahrheit Christi
  • Buße und Umkehr von der Finsternis
  • Befreiung von der Macht der Sünde
  • Vergebung und Erbe durch Glauben

Deshalb hat der Herr Paulus’ Schriften als Fundament der christlichen Lehre erhöht. Sie spiegeln den vollen Zweck des Evangeliums wider — die Wiederherstellung der gefallenen Menschheit in die Gemeinschaft mit Gott.

2. Timotheus 1,9 (LUT 2017)
„Gott hat uns errettet und berufen mit einem heiligen Ruf, nicht nach unseren Werken, sondern nach seinem eigenen Vorsatz und der Gnade, die uns in Christus Jesus vor ewigen Zeiten gegeben wurde.“


4. Ein Ruf zur persönlichen Reflexion

Geliebte, dieselbe Botschaft, die Paulus’ Leben verwandelte, ruft auch uns heute.
Christus möchte, dass diese vier Realitäten auch in unserem Leben sichtbar werden:

  • Dass unsere Augen für die Wahrheit geöffnet werden
  • Dass wir von der Finsternis zum Licht umkehren
  • Dass wir die Macht Satans verlassen und uns vollständig Gott zuwenden
  • Dass wir Vergebung empfangen und als durch Glauben in Jesus Christus Geheiligte leben

Darf ich fragen:

  • Sind eure geistlichen Augen geöffnet?
  • Habt ihr euch von der Sünde abgewandt und das Licht Christi angenommen?
  • Habt ihr die Werke der Finsternis wirklich verlassen und euch Gott unterstellt?
  • Habt ihr Vergebung durch echte Buße und die Taufe in Christus empfangen?

Wenn nicht, ist jetzt die Zeit. Heute ist der Moment, vor Gott alles richtigzustellen.
Die Gnade Gottes spricht noch heute — aber der Tag des Herrn ist nahe.

2. Korinther 6,2 (EÜ)
„Siehe, jetzt ist die Zeit der Gnade, siehe, jetzt ist der Tag des Heils.“


Schlussfolgerung

Die apostolische Kommission, die Paulus gegeben wurde, ist derselbe Auftrag, den Christus Seiner Kirche heute anvertraut:
Blinde Augen zu öffnen, Buße zu verkünden, Gefangene zu befreien und Vergebung und Heil durch den Glauben an Jesus Christus zu erklären.

Lassen wir uns also in diesem Auftrag wandeln — predigen nicht uns selbst, sondern Christus gekreuzigt, auferstanden und bald wiederkommend.

1. Korinther 1,23–24 (LUT 2017)
„Wir aber predigen Christus, den Gekreuzigten… Christus, Gottes Kraft und Gottes Weisheit.“

Möge der Herr uns treu in dieser Kommission finden, bis Er wieder in Herrlichkeit kommt.
Amen.


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GIBT CHRISTUS JEMANDEM DAS VERSPRECHEN, REICH ZU WERDEN?


Gepriesen sei der Name unseres Erlösers Jesus Christus für immer! Ich hoffe, dass Gott dir die Gnade geschenkt hat, diesen Tag zu erleben – so wie auch mir –, und darum ist es gut, dass wir gemeinsam an dieser Gnade teilhaben und dem Herrn danken, indem wir sein Wort studieren.

Heutzutage glauben viele Menschen – oder ihnen wird beigebracht – dass, wenn man zu Christus kommt, man zwangsläufig reich werden muss. Abraham wurde gesegnet, Isaak wurde gesegnet, Jakob wurde gesegnet, David wurde gesegnet, Salomo wurde gesegnet – warum also solltest nicht auch du gesegnet werden, wenn du wirklich ein Nachkomme Abrahams bist?

Dieser Gedanke hat viele Menschen motiviert, das Christentum „auszuprobieren“. Doch leider – wenn nach einer gewissen Zeit keine sichtbaren Veränderungen in ihrem Leben eintreten, trotz vieler Gebete, vieler Ermutigungen – beginnen einige, sich zurückzuziehen. Manche geben den Glauben ganz auf. Andere fangen an, Gott Vorwürfe zu machen: „Warum antwortest du nicht auf meine Gebete? Warum passiert nichts in meinem Leben?“

Dann beginnt das Suchen nach Schuldigen: „Der hat meinen Stern gestohlen“, „Die hat mich verflucht“, „Jemand geht ständig zu Zauberern, um mir zu schaden“… Solche Menschen führen fast ausschließlich „geistliche Kampfe“ gegen Feinde, die sie nicht kennen. Ihr Glaube wird zur Last, weil sie ständig versuchen herauszufinden, woher ihre Probleme kommen.

Heute sagen sie: „Vielleicht ist es dieser Baum, den ich im Garten gepflanzt habe – er blockiert meinen Segen“, also fällen sie ihn. Wenn das nicht hilft, denken sie: „Vielleicht ist es mein Name, den ich von meinen Vorfahren bekommen habe“, und lassen für ihre „Befreiung“ beten. Wenn das Problem bleibt, hören sie irgendwo: „Menschen, die nachts geboren wurden, haben große geistliche Kämpfe“, und weil sie selbst um 1 Uhr nachts geboren wurden, suchen sie auch dort Hilfe. Irgendwann hören sie: „Du bekommst kein Geld, weil du deine Opfergaben nicht bekennst“, also beginnen sie, jedes Opfer laut zu bekennen. Wenn das nichts bringt, heißt es: „Du musst ein Erlösungsopfer bringen, weil dein Grundstück und dein Geschäft noch nicht erlöst sind.“ Und so geht es weiter… Vielleicht wird ihnen geraten, gesegnetes Wasser und Salz in ihrem Geschäft zu streuen…

Ihr ganzes christliches Leben dreht sich nur darum. Wenn man die Kraft und das Geld zusammenzählt, die sie aufgewendet haben, um „Erfolg“ zu bekommen, dann steht das in keinem Verhältnis zu dem, was sie tatsächlich erhalten haben.

Bruder/Schwester, wir erleben das Christsein als so schwierig, weil wir beim Eintritt in den Glauben nicht wussten, worauf das Christentum eigentlich gegründet ist – und welche Art von Menschen es wirklich braucht. Wir kamen nur, um unsere eigenen Wünsche erfüllt zu bekommen – und genau das führt zu der Enttäuschung, weil uns die Erkenntnis fehlt.

Wir müssen uns bewusst machen, dass das Alte Testament anders ist als das Neue. Das Alte Testament war ein Schatten dessen, was im Geistlichen geschehen sollte. Gott versprach Abraham und seinen Nachkommen ein irdisches Erbe – er würde sie hier auf Erden segnen. Das war ein irdischer Bund.

Aber wir Christen haben kein Land auf dieser Erde geerbt. Unsere Bürgerschaft ist im Himmel:

„Denn unser Bürgerrecht aber ist im Himmel, von woher wir auch den Herrn Jesus Christus erwarten als den Retter.“
(Philipper 3,20)

Deshalb sind unsere wahren Segnungen himmlischer Natur, denn dort ist unser wahrer Reichtum. Dort hat auch unser Herr Jesus uns aufgerufen, unseren Schatz zu sammeln – an einem Ort, den weder Diebe erreichen noch Motten zerstören können:

„Verkauft eure Habe und gebt Almosen. Macht euch Beutel, die nicht veralten, einen Schatz, der nie vergeht, im Himmel, wo kein Dieb ihn findet und keine Motte ihn frisst. Denn wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein.“
(Lukas 12,33-34)

Das zeigt klar: Der Glaube an unseren Herrn Jesus Christus legt keinen Schwerpunkt auf den Reichtum dieser Welt. (Ich sage nicht, dass Gott will, dass wir arm sind – nein!) Aber es bedeutet, dass unser Wohlstand oder unsere Armut nichts mit dem Himmelreich zu tun haben.

Ein wahrer Christ muss lernen, in jeder Lebenslage zufrieden zu sein – solange sein Leben täglich in Christus wächst. Die Bibel sagt:

„Wenn wir aber Nahrung und Kleidung haben, soll uns das genügen.“
(1. Timotheus 6,8)

Christen, die Christus nur deshalb folgen, um reich zu werden oder irdische Güter zu erhalten, gehen oft in die Irre. Viele von ihnen bleiben nicht im Glauben. Sie haben kein Interesse an der Botschaft vom Reich Gottes. Sie lieben die Hand Gottes mehr als Gott selbst.

Wenn sie einen armen Christen sehen, verurteilen sie ihn sofort: „Der hat keinen Gott.“ Sie vergessen dabei, dass es eine Gemeinde gab, in der die Gläubigen sehr arm waren – und Gott versprach ihnen keinen irdischen Reichtum. Stattdessen sagte er ihnen, sie sollten treu sein bis in den Tod, dann würden sie die Krone des Lebens empfangen.

„Ich kenne deine Bedrängnis und deine Armut – du bist aber reich –, und die Lästerung von denen, die sagen, sie seien Juden und sind’s nicht, sondern sind eine Synagoge des Satans.“
(Offenbarung 2,9)

Gleichzeitig gab es eine andere Gemeinde, die sich für reich hielt – aber vor Gott war sie elend, blind, nackt und arm. Es war die Gemeinde von Laodizea – und das ist das Zeitalter, in dem du und ich jetzt leben:

„Du sprichst: Ich bin reich und habe Überfluss und brauche nichts; und du weißt nicht, dass du elend und jämmerlich bist, arm, blind und nackt.“
(Offenbarung 3,17)

Die Bibel macht auch deutlich, dass es für Reiche schwer ist, in das Reich Gottes zu kommen:

„Wie schwer werden die Reichen in das Reich Gottes kommen! … Es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr geht, als dass ein Reicher in das Reich Gottes kommt.“
(Markus 10,23–25)

Deshalb, wenn du Christ bist – egal ob Gott dir viel oder wenig gegeben hat – ist das Wichtigste, dass du lernst, zufrieden zu sein. Erkenne, dass deine Heimat im Himmel ist und dass du deine Zeit besser investierst, um dir dort einen Schatz aufzubauen – nicht hier auf Erden.

Wenn wir das verstehen, werden wir nicht mehr straucheln – das ist das wahre Christentum. Dass wir sagen können: Wenn der Herr uns viel gibt – gut! Wenn nicht – auch gut! Hauptsache, er hat versprochen, uns niemals zu verlassen:

„Der Wandel sei ohne Geldliebe; begnügt euch mit dem, was vorhanden ist! Denn er hat gesagt: Ich will dich nicht aufgeben und dich niemals verlassen.“
(Hebräer 13,5)


Gott segne dich reichlich.


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Bitte, Gott, mehr

1. Wissen, was dem Herrn gefällt
Der Apostel Paulus schreibt in Epheser 5,8–10 (Luther 2017):

„Denn einst wart ihr Finsternis, nun aber seid ihr Licht im Herrn. Wandelt als Kinder des Lichts; denn die Frucht des Lichts besteht in aller Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit. Prüft, was dem Herrn wohlgefällig ist.“

Paulus sagt hier, dass ein wahrer Gläubiger nicht nur behauptet, im Licht zu wandeln – er beweist es, indem er beständig prüft und erkennt, was Gott gefällt. Unser Gang mit Gott ist also nicht passiv; er ist bewusst und absichtlich. Jede Entscheidung, Haltung und Handlung sollte im Licht der Frage stehen: „Gefällt dies dem Herrn?“

Das Wort „prüfen“ (griechisch: dokimazō) bedeutet wörtlich „testen, prüfen, erweisen“. Der Gläubige muss deshalb in einer ständigen Haltung geistlicher Sensibilität leben – alles prüfen, das Gute behalten (1. Thessalonicher 5,21) und das verworfen, was Gott missfällt.

Heute wollen wir eine der Dinge betrachten, die den Herrn besonders erfreuen: Glaube, der auch im Sturm standhaft bleibt.


2. Jesus im Boot: Der Sturm und die Lektion
Lukas 8,22–25 (Elberfelder 2006):

„Es begab sich aber an einem Tag, dass er in ein Boot stieg mit seinen Jüngern und sprach zu ihnen: Lasst uns hinüberfahren ans andere Ufer des Sees! Sie setzten aus. Während sie aber fuhren, schlief er ein. Da kam ein Sturmwind auf den See, und sie wurden mit Wasser gefüllt und gerieten in Gefahr. Und sie traten zu ihm, weckten ihn auf und sprachen: Meister, Meister, wir gehen zugrunde! Er aber stand auf, bedrohte den Wind und das tobende Wasser, und es legte sich, und es entstand eine Stille. Er aber sprach zu ihnen: Wo ist euer Glaube? Und sie fürchteten sich sehr und verwunderten sich und sprachen zueinander: Wer ist dieser, dass er sogar den Winden und dem Wasser gebietet, und sie gehorchen ihm?“

Diese Geschichte steckt voller göttlicher Offenbarung. Jesus und seine Jünger überquerten den See von Galiläa – nicht zum Vergnügen, sondern zum Dienst. Auf der anderen Seite wartete ein Mann, der von einer Legion Dämonen besessen war (Lukas 8,26–39), der später ein mächtiges Zeugnis für seine Gemeinschaft wurde, nachdem er befreit wurde.

Der Sturm war also kein Zufall. Es war ein direkter satanischer Angriff, um Gottes Werk zu behindern. Die Bibel nennt Satan „den Fürsten der Macht der Luft“ (Epheser 2,2), was bedeutet, dass er manchmal durch natürliche Elemente – Winde, Stürme, Umstände – Angst und Zweifel in die Herzen der Gläubigen bringen will.

Doch selbst wenn Satan angreift, erlaubt Gott es zu einem höheren Zweck: um unseren Glauben zu prüfen und zu stärken.


3. Wenn Christus zu schlafen scheint
Der Text sagt: „Während sie aber fuhren, schlief er ein.“

Das ist kein Zeichen der Gleichgültigkeit – es ist ein Test des Glaubens. Psalm 121,4 (Luther 2017) erinnert uns:

„Siehe, der Hüter Israels schläft noch schlummert nicht.“

Selbst wenn es scheint, dass Jesus in unserem Leben „schläft“, ist er vollkommen bewusst. Sein Schweigen zeigt uns, ob wir seinem Wort mehr vertrauen als unseren Umständen.

Jesus hatte bereits gesagt: „Lasst uns hinüberfahren.“ Sein Wort war eine göttliche Garantie der Ankunft. Der Sturm konnte sein Versprechen nicht aufheben. Ebenso müssen wir, wenn Christus ein Wort über uns gesprochen hat – durch die Schrift oder das innere Zeugnis des Geistes – daran festhalten, auch wenn die Wellen steigen.

Römer 10,17 (Luther 2017):

„So kommt der Glaube aus der Predigt, das Predigen aber durch das Wort Christi.“

Die Jünger hörten das Wort, doch sie glaubten nicht, als sie geprüft wurden.


4. Glaube, der Gott gefällt
Als die Jünger riefen: „Meister, wir gehen zugrunde!“, reagierte Jesus, indem er den Sturm beruhigte – aber dann tadelte er ihren Unglauben: „Wo ist euer Glaube?“

Glaube ist eine der stärksten Ausdrucksformen dessen, was Gott gefällt. Der Hebräerbrief sagt:

Hebräer 11,6 (Elberfelder 2006):

„Ohne Glauben aber ist es unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommt, muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, ein Belohner sein wird.“

Gott freut sich, wenn wir ihm vertrauen – nicht nur, wenn das Meer ruhig ist, sondern auch, wenn der Sturm tobt. Glaube sagt: „Auch wenn ich seine Hand nicht sehe, ist er immer noch Herr.“

Glaube wird nicht im Frieden geprüft, sondern im Druck. Jeder kann glauben, wenn die Sonne scheint, aber reifer Glaube ruht selbst, wenn Donner grollt.


5. Die Symbolik des Bootes
Das Boot steht für dein Leben – deinen Glaubensweg, deinen Dienst, deine Familie, deine Berufung.
Der Sturm steht für Prüfungen, geistlichen Kampf, Unsicherheit und Angst.

Und Jesus im Boot steht für die bleibende Gegenwart Gottes durch den Heiligen Geist (Johannes 14,17).

Solange Christus „in deinem Boot“ ist, kann es nicht sinken. Du magst Wasser aufnehmen, aber du wirst nicht ertrinken. Jesaja 43,2 (Luther 2017):

„Wenn du durchs Wasser gehst, will ich bei dir sein und durch Ströme, sollen sie dich nicht überfluten.“

Du magst erschüttert sein, aber nie verlassen.


6. Die Gefahr von Panik und Klagen
Wenn Prüfungen kommen, ist unsere natürliche Reaktion Angst oder Klagen. Die Jünger gerieten in Panik: „Wir gehen zugrunde!“ Ebenso reagierten die Israeliten in der Wüste:

2. Mose 16,2–3 (Luther 2017):

„Und die ganze Gemeinde der Israeliten murrte gegen Mose und Aaron in der Wüste. Und die Israeliten sprachen zu ihnen: Ach, dass wir doch in Ägypten gestorben wären, bei dem Herrn! Da saßen wir bei Töpfen voller Fleisch und aßen unser tägliches Brot; ihr aber habt uns in diese Wüste geführt, um diese ganze Gemeinde verhungern zu lassen!“

Ihre Angst ließ sie Gottes Treue vergessen. Doch Gott versorgte sie weiterhin – nicht, weil sie ihm gefallen hatten, sondern weil er barmherzig ist. Ihr Unglaube verzögerte jedoch ihr Schicksal.

Ebenso rufen viele Christen heute in Verzweiflung, sobald Schwierigkeiten kommen. Gott mag immer noch antworten, doch er ist nicht immer erfreut. Reife Gläubige vertrauen, auch wenn sie Gottes Hand nicht sehen können.


7. Wenn der Glaube ruht, hört der Sturm auf
Es gab nie echte Gefahr, dass das Boot sinkt. Die Gegenwart Jesu war die Garantie der Sicherheit.
Wer mit Christus geht, dem kann kein Sturm zerstören, was Gott bestimmt hat.

Psalm 46,1–3 (Luther 2017):

„Gott ist unsre Zuflucht und Stärke, eine Hilfe in Nöten, die sehr wohl erprobt ist. Darum fürchten wir uns nicht, wenn auch die Erde weicht und die Berge wanken mitten ins Meer. Wenn auch seine Wasser rauschen und schäumen und die Berge zittern vor seinem Ungestüm.“

Glaube, der auf Gottes Souveränität ruht, gefällt ihm tief. Wenn wir vertrauen, dass „alle Dinge zum Besten zusammenwirken“ (Römer 8,28), ehren wir ihn als Herrn selbst über den Sturm.


8. Wie man Jesus „im Boot“ behält
Jesus im Boot zu haben bedeutet, ihn im Herzen zu behalten – durch Gehorsam, Heiligung und Gemeinschaft mit seinem Wort.

Johannes 14,23 (Elberfelder 2006):

„Wenn jemand mich liebt, wird er mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen.“

Wenn der Sturm kommt, verankert Gehorsam dich. Heiligung schützt dich. Und Glaube trägt dich.

Du musst Jesus nicht durch panische Gebete „wecken“; vertrauensvoller Glaube beruhigt den Sturm, bevor Angst Wurzeln schlägt.


9. Fazit: Der Glaube, der Gott gefällt
Glaube, der Gott gefällt, leugnet den Sturm nicht – er weigert sich nur, von ihm bewegt zu werden.

Auch wenn Jesus still zu sein scheint, muss dein Vertrauen fest bleiben:
Er hat alles unter Kontrolle.
Er ist treu.
Er kann nicht scheitern.

Lasst uns also von panischem Glauben zu ruhendem Glauben wachsen – von „Wir gehen zugrunde!“ zu „Wir setzen über!“

Mögen wir zu denen gehören, die dem Herrn gefallen, indem sie ihm durch den Sturm glauben, nicht nur danach.

Römer 15,13 (Luther 2017):

„Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freude und Frieden im Glauben, damit ihr überströmt in der Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes.“


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Wer trägt deinen Bund?

Biblischer Schwerpunkt:

„Denn der HERR, unser Gott, schloss einen Bund mit uns in Horeb.“
5. Mose 5,2 (LUT2017)


1. Die Bedeutung des Bundes

Gepriesen sei der Name unseres Herrn Jesus Christus in Ewigkeit.
Jeder neue Tag, den Gott uns schenkt, ist eine Einladung, über Sein lebendiges Wort nachzudenken. Die heutige Reflexion stellt uns eine ernste, persönliche Frage:
Wer trägt deinen Bund?

In der Schrift ist ein Bund (hebräisch: berith) eine heilige Vereinbarung zwischen Gott und Seinem Volk. Es ist kein beiläufiges Versprechen, sondern eine bindende, göttliche Beziehung, die durch Blut besiegelt wird. Im Alten Testament wurde der Bund zwischen Gott und Israel durch Mose vermittelt und durch die Bundeslade symbolisiert — ein sichtbares Zeichen von Gottes Gegenwart unter Seinem Volk.

„Dort will ich dich treffen, und von der Bundeslade aus… will ich mit dir über alles reden, was ich den Israeliten gebieten werde.“
2. Mose 25,22 (LUT2017)

Die Lade war kein bloßes religiöses Objekt; sie stellte Gottes Thron auf Erden dar — den Treffpunkt zwischen Himmel und Menschheit. Darin befanden sich die Gesetzestafeln, Aarons Stab, der ausschlug, und ein Krug mit Manna (Hebräer 9,4) — Symbole von Gottes Bundestreue und Versorgung.


2. Gottes Ordnung und Seine auserwählten Träger

Als Gott Israel die Lade anvertraute, machte Er Seine Anweisungen klar: Nur ein Stamm — die Leviten — durfte die Lade tragen, und innerhalb dieses Stammes nur die Priester, die Söhne Aarons, durften sie direkt handhaben.

„Zu jener Zeit setzte der HERR den Stamm Levi absonderlich ein, die Bundeslade des HERRN zu tragen, vor dem HERRN zu stehen, ihm zu dienen und seinen Namen zu segnen.“
5. Mose 10,8 (ELB)

Niemand sonst durfte die Lade berühren oder hineinschauen, sonst starb er (4. Mose 4,15.20). Dies war keine Härte, sondern Heiligkeit. Gott wollte Israel lehren, dass Seine Gegenwart nicht leichtfertig behandelt werden darf; sie muss in Ehrfurcht, Gehorsam und göttlicher Ordnung begegnet werden.


3. Davids Fehler: Gute Absichten, falsche Methode

Jahrhunderte später wollte König David die Lade nach Jerusalem bringen — ein edler und gottgefälliger Wunsch. Er liebte den HERRN von Herzen, und seine Motive waren rein. Doch in seinem Eifer missachtete er die vorgeschriebene Weise, die Lade zu tragen.

„Und sie setzten die Lade Gottes auf einen neuen Wagen und führten sie aus dem Hause Abinadab heraus.“
2. Samuel 6,3 (LUT2017)

David benutzte einen neuen Wagen, von Ochsen gezogen — vielleicht in der Annahme, dass eine „modernisierte“ Methode Gott mehr ehren würde. Es erschien effizient und respektabel, widersprach aber Gottes klarem Gebot.

Manchmal werden gute Absichten gefährlich, wenn wir göttliche Anweisungen ignorieren. Anbetung ohne Gehorsam ist keine echte Anbetung.

Als die Ochsen stolperten, streckte Ussa die Hand aus, um die Lade zu stützen — und wurde sofort getötet.

„Da entbrannte der Zorn des HERRN über Ussa; Gott schlug ihn dort wegen seines Fehltritts, und er starb dort neben der Lade Gottes.“
2. Samuel 6,7 (LUT2017)

David war verzweifelt und erschrocken. Die Feier hörte auf, und er ließ die Lade im Haus von Obed-Edom stehen, wo sie drei Monate blieb. In dieser Zeit segnete Gott das Haus Obed-Edoms reichlich (2. Samuel 6,11).

David erkannte schließlich: Das Problem lag nicht bei der Lade, sondern bei seinem Ungehorsam.


4. Rückkehr zu Gottes Ordnung

Nachdem David die Schrift studiert hatte, erkannte er die Wahrheit:

„Denn weil ihr sie beim ersten Mal nicht getragen habt, entbrannte der HERR, unser Gott, gegen uns; denn wir suchten ihn nicht nach der vorgeschriebenen Ordnung.“
1. Chronik 15,13 (LUT2017)

Er bereute, versammelte die Leviten, weihte sie und ließ sie die Lade auf den Schultern tragen, wie Mose es gemäß dem Wort des HERRN geboten hatte (1. Chronik 15,15).

Erst so erreichte die Lade Jerusalem sicher, begleitet von Anbetung, Opfer und Freude.
Wahrer geistlicher Aufbruch folgt immer der Rückkehr zu göttlicher Ordnung.


5. Usijas Stolz: Wenn Eifer zur Rebellion wird

Ein weiterer König, Usija, zeigt denselben Grundsatz. Gott segnete ihn mit Erfolg und Macht, weil er „den HERRN suchte an den Tagen Sacharjas“ (2. Chronik 26,5). Doch als er stark wurde, erfüllte Stolz sein Herz. Er trat in den Tempel, um Räucherwerk zu verbrennen — eine Aufgabe, die nur den Priestern vorbehalten war.

Trotz der Warnungen von achtzig mutigen Priestern hörte er nicht. Sofort schlug Gott ihn mit Aussatz, und er blieb bis zu seinem Tod isoliert (2. Chronik 26,16–21).

Usijas Niedergang erinnert uns: Aufrichtigkeit ersetzt keinen Gehorsam. Gottes Werk muss auf Gottes Weise getan werden, sonst ist es nicht mehr Sein Werk.


6. Der Neue Bund und unser Hoherpriester

Heute tragen wir unter dem Neuen Bund keine Lade aus Holz und Gold mehr. Der Bund ist jetzt in unsere Herzen geschrieben durch den Geist (Jeremia 31,33).
Doch dasselbe Prinzip gilt: Nur der von Gott Erwählte kann den Bund vor Seiner Gegenwart tragen.

Dieser Eine ist Jesus Christus, unser ewiger Hoherpriester.

„So haben wir nun einen großen Hohepriester, der durch die Himmel gegangen ist, Jesus, den Sohn Gottes; halten wir also fest am Bekenntnis des Glaubens.“
Hebräer 4,14 (ELB)

„Denn er ist Mittler eines besseren Bundes, der auf besseren Verheißungen gegründet ist.“
Hebräer 8,6 (LUT2017)

Im Alten Bund trugen die Leviten die Lade vor dem Volk. Im Neuen Bund trägt Christus uns vor den Vater. Er geht uns voraus im Gebet (Römer 8,34) und Sein Blut spricht besseres als das Blut Abels (Hebräer 12,24).

Er allein ist der Weg zu Gottes Gegenwart (Johannes 14,6).
Wenn Christus führt, bleibt der Bund sicher; wenn wir Ihn durch menschliche Systeme ersetzen, riskieren wir dasselbe Schicksal wie Davids Wagen.


7. Wenn Religion Beziehung ersetzt

Heute wiederholen viele Gläubige unwissentlich Davids frühen Fehler. Sie stellen ihre Konfession, Traditionen oder Leiter vor Christus — und vertrauen auf menschliche Strukturen statt auf göttliche Wahrheit.

Wir sagen, wir lieben Jesus, doch oft gilt unsere Treue dem System unserer Kirche, nicht Seinem Wort.

„Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist fern von mir. Vergeblich aber verehren sie mich, indem sie Lehren vortragen, die Menschengebote sind.“
Matthäus 15,8–9 (ELB)

Wenn wir den Lehren unserer Konfession folgen statt der Schrift — über Sünde, Buße, Heiligung oder Taufe — lassen wir die „Ochsen“ den Bund ziehen. Es mag stabil aussehen, aber früher oder später stolpern sie.

Religion ohne Christus wird scheitern. Kirchliche Zugehörigkeit ohne neue Geburt vergeht. Sakramente ohne Geist sind leere Rituale.


8. Der Ruf zum wahren Gehorsam

Lieber Gläubiger, Gott ist nicht beeindruckt von äußerer Aktivität, Titeln oder religiösem Eifer. Was Er sucht, ist einfacher Gehorsam und aufrichtiges Vertrauen.

„Gehorsam ist besser als Opfer, und Aufmerken besser als das Fett von Widdern.“
1. Samuel 15,22 (LUT2017)

Bereue heute.
Lass Jesus Christus als deinen Hohenpriester vorangehen.
Lass das Wort Gottes, nicht deine Konfession oder Tradition, dein Leitfaden sein.

Folge dem Wort. Lebe das Wort. Liebe das Wort.
Dort liegt der einzige sichere Weg — denn Gott handelt immer gemäß Seinem Wort, nicht nach menschlicher Meinung.

„Dein Wort, HERR, steht in Ewigkeit fest im Himmel.“
Psalm 119,89 (LUT2017)

Mögen alle Menschenworte falsch sein, aber Gottes Wort wahr (Römer 3,4).


Schlussfolgerung

Wer trägt heute deinen Bund?
Ist es deine Kirche, deine Traditionen, deine Leiter — oder allein Christus?

Wenn der HERR dich ansieht, möge Er Jesus Christus vor dir sehen — der deinen Bund mit Seinem eigenen Blut trägt und für dich beim Vater eintritt.

Nur so kannst du sicher in Gnade, Ordnung und göttlichem Wohlwollen wandeln.

Sei reichlich gesegnet.


 

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DIE EINHEIT ALLER RELIGIONEN UND KONFESSIONEN STEHT BEVOR.



Gepriesen sei der Name unseres Erlösers, Jesus Christus. Willkommen zum Bibelstudium.

Der Herr Jesus warnte uns in Matthäus 24,3–5:

„Und als er auf dem Ölberg saß, traten die Jünger allein zu ihm und sprachen: Sage uns, wann wird das geschehen? Und was wird das Zeichen sein für dein Kommen und für das Ende der Welt?“

„Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Seht zu, dass euch niemand verführe! Denn viele werden unter meinem Namen kommen und sagen: Ich bin der Christus, und sie werden viele verführen.“

Diese Worte zeigen uns klar: In den letzten Tagen werden viele auftreten, die sagen, sie seien „der Christus“. Dabei müssen wir verstehen: Das Wort „Christus“ bedeutet wörtlich „der Gesalbte“, nicht notwendigerweise „Jesus selbst“. Das heißt: Viele werden auftreten, die behaupten, sie seien von Gott gesalbt – sie werden Jesu Namen verwenden, aber in Wirklichkeit sind es falsche Gesalbte. Darum warnt uns der Herr: Lasst euch nicht täuschen.

Ein großer Irrtum, den viele nicht erkennen: Satan benutzt heutzutage die Bibel, um zu verführen. Ja – nicht buddhistische Schriften, nicht der Koran, nicht hinduistische Veden, nicht Hexenbücher – sondern die Bibel selbst, das Buch der Wahrheit. Er verdreht die Wahrheit mit der Wahrheit.

Er sät Verwirrung, damit jeder eine eigene Auslegung der Schrift hat – daraus entstehen Spaltungen, Glaubensrichtungen und Konfessionen, was nie Gottes Plan war. Wie der Herr sagte:

„Ihr irrt, weil ihr weder die Schrift kennt noch die Kraft Gottes.“ (vgl. Matthäus 22,29)

Der Geist des Antichristen wirkt genau auf diese Weise: Er trennt Menschen in Gruppen, Kirchen und Denominationen – und später vereint er diese Gruppen unter einem falschen Banner. Doch er bringt nicht die Menschen in der Wahrheit zusammen – sondern er vereint Konfessionen, nicht Gläubige.

Stell dir folgendes Gleichnis vor:
Ein christliches Ehepaar lebt glücklich zusammen. Dann kommt jemand und sät Zwietracht zwischen ihnen – sie trennen sich. Jeder heiratet einen anderen Partner und gründet eine neue Familie. Später kommt der, der sie einst getrennt hat, zurück und bemüht sich nun, diese zwei neuen Familien zusammenzubringen – jedoch nicht, um die ursprünglichen Eheleute zu versöhnen, sondern um beide neuen Familien gemeinsam in Harmonie leben zu lassen.

Was für eine Heuchelei! Genau so handelt der Geist des Antichristen. Er zerstört den einen wahren Leib Christi, streut Irrlehren, formt viele Konfessionen – und am Ende versucht er, diese Konfessionen zu vereinen, nicht die Gläubigen.

Deshalb: Nicht jede Einheit ist eine göttliche Einheit. Nicht jeder Zusammenschluss ist von Gott.

Der Konfessionalismus – das ganze System der Denominationen – stammt vom Feind.
So schwer es klingt: Christus hat niemals eine Konfession gegründet, wie Paulus schrieb:

1. Korinther 1,10–13
„Ich ermahne euch aber, Brüder und Schwestern, im Namen unseres Herrn Jesus Christus, dass ihr alle einmütig seid in eurem Reden, und dass keine Spaltungen unter euch seien, sondern haltet aneinander fest in gleicher Gesinnung und in derselben Überzeugung.“

„Denn es ist mir berichtet worden … dass Streit unter euch ist. Ich meine aber dies, dass jeder von euch sagt: Ich gehöre zu Paulus – ich zu Apollos – ich zu Kephas – ich zu Christus.“

„Ist Christus denn zerteilt? Wurde Paulus etwa für euch gekreuzigt? Oder seid ihr auf den Namen des Paulus getauft?“

Heute gibt es weltweit über 41.000 Konfessionen, und ständig kommen neue hinzu. Doch bald werden sie sich unter einer gemeinsamen Struktur vereinigennicht im Glauben, sondern in einer Art gemeinsamen Verfassung. Jeder darf seine Lehre behalten, aber alle müssen sich einer übergeordneten Ordnung unterwerfen – wer sich weigert, wird gesetzlich bestraft.

Die erste Konfession, die Satan gründete, war die römisch-katholische Kirche – ihr folgten: Lutheraner, Anglikaner, Mennoniten, Baptisten, Adventisten, Mormonen usw. Die katholische Kirche ist die Mutter aller Konfessionen, das Zentrum der religiösen Verwirrung und der Sitz des vorhergesagten Antichristen.

Es wird eine Zeit kommen, in der die Weltpolitik überfordert sein wird, den globalen Frieden angesichts religiöser Konflikte (ISIS, Boko Haram, Taliban etc.) zu sichern. Dann wird eine neue Lösung gesucht – eine Mischung aus Religion und Politik.

Ein globaler Führer wird erscheinen – sowohl religiös als auch politisch – und die einzige Person, die sich dafür eignet, wird der Papst sein. Ihm wird Macht gegeben von den Nationen, um den Weltfrieden zu sichern. Und er wird sagen: „Die Ursache aller Probleme ist, dass wir keinen EINHEIT haben.“ Und so wird er eine Weltreligion einführen.

Er wird alle christlichen Konfessionen zusammenführen – nicht durch Zwang, sondern durch Täuschung. Er wird alle Kirchenführer einladen, Themen vorschlagen, sie überzeugen – und die werden zustimmen. Schon heute laufen diese Gespräche unter dem Namen Ökumenischer Rat der Kirchen (ÖRK).

Doch damit endet es nicht. Der Papst wird auch islamische und andere Religionen integrieren, jede mit einer eigenen Sektion unter einer gemeinsamen Weltverfassung.

Wenn diese neue Ordnung eingeführt ist, wird es neue Gesetze geben. Menschen, die keiner registrierten Kirche oder Religion angehören, werden inhaftiert – in geheimen Lagern, die äußerlich wie normale Gefängnisse wirken, aber Orte großer Qual sind.

Auch wird man ohne offizielle Zugehörigkeit nicht mehr seine Daten verifizieren können: Bank, Schule, Gesundheitswesen, TIN – alles wird geprüft. Und eines der Pflichtdaten wird sein: Deine Konfession.

Bist du nicht Teil des religiösen Bundes, wirst du keine Transaktionen mehr machen können. Keine Käufe, keine Verkäufe, kein Reisen, keine Arbeit – weil deine Daten gesperrt sind.

Das ist, wie das Malzeichen des Tieres funktioniert – nicht als sichtbare Markierung auf der Stirn oder Hand, sondern als System der Ausschließung.

Bruder, Schwester – wir leben in den allerletzten Tagen. Die Entrückung steht nahe bevor. Dieses System formt sich bereits: der Papst vereint Kirchen, neue Religionsgesetze werden vorgeschlagen.

Christus ruft uns:

„Geht hinaus aus ihr, mein Volk“ – Offenbarung 18,4
Das bedeutet: Verlasst die Konfessionen, kehrt zurück zur Einheit des Geistes, wie Gott es von Anfang an wollte – zurück zum WORT GOTTES.

Wenn man dich fragt, warum du etwas tust oder nicht tust – sag: „Weil das Wort Gottes es sagt.“ Nicht, weil „meine Kirche“ das sagt. Wenn man dich fragt, welche Religion du hast – sag einfach: Ich bin Christ.

Alles darüber hinaus ist durch den Geist des Antichristen inspiriert – der Geist des Konfessionalismus, der die Menschen davon abhält, die Wahrheit zu erkennen.

Als die Pharisäer und Sadduzäer mit Herodes und Pilatus übereinkamen, war die Zeit der Kreuzigung nahe – genauso ist es jetzt: Wenn du siehst, dass Kirchen, Religionen und Politik zusammenkommen, dann ist die Entrückung nahe – unsere Erlösung steht bevor.

Der Herr segne dich reichlich

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Wenn du an Jesus glaubst und ihn mit deinem Mund bekennst, wirst du gerettet werden

Grüße des Lebens, Kind Gottes! Heute ist ein neuer Tag, und ich lade dich herzlich ein, gemeinsam das Wort Gottes zu studieren – die reinen Wasser, die unsere Seele jeden Tag reinigen.

Wir alle wissen, dass die Bibel eine einfache Formel für das Heil bietet: Glauben und Bekennen. Doch die traurige Wahrheit ist, dass diese Einfachheit oft zu leicht genommen wird, sodass die wahre Bedeutung der Schrift oft verloren geht. Viele von uns haben gelernt oder wissen, dass der erste Schritt zur Rettung darin besteht, zu glauben, dass Jesus von den Toten auferweckt wurde, und dann mit dem Mund zu bekennen, dass er der Herr ist. Das allein reicht, um ein Kind Gottes zu werden und das Reich Gottes zu erben.

Deshalb ist es heute so einfach, dass sogar ein Betrunkener sagt: „Ich bin gerettet“, ein Lästerer sagt: „Ich bin gerettet“, ein Götzenanbeter sagt: „Ich bin gerettet“, eine Prostituierte sagt: „Ich bin gerettet“. Warum? Weil sie Jesus einst geglaubt und mit dem Mund bekannt haben.

Aber lehrt die Bibel das wirklich so einfach über das Heil? Wenn wir genau hinschauen, lesen wir in der Schrift, dass sogar Dämonen glauben und zittern vor Jesus, und sie glauben, dass er gestorben und auferstanden ist (Jakobus 2,19) – und sie bekennen auch, dass er Gottes Sohn ist (Lukas 4,41).

Durch die Gnade Gottes wollen wir heute das Wort betrachten: Glauben und Bekennen – besonders, wie es in der frühen Kirche ein Zeichen war und welche Bedeutung es hatte. Werfen wir einen Blick auf diese Verse:

Johannes 9,18-23
18 „Die Juden aber glaubten seinen Berichten nicht, dass er blind geboren war und sehend geworden ist. Sie riefen seine Eltern und fragten sie:
19 ‚Ist dies euer Sohn, der von Geburt an blind war? Wie kann er jetzt sehen?‘
20 Seine Eltern antworteten: ‚Wir wissen, dass dies unser Sohn ist und dass er blind geboren wurde;
21 aber wie er jetzt sieht, wissen wir nicht, und wer ihm die Augen geöffnet hat, wissen wir auch nicht. Fragt ihn selbst; er ist volljährig, er kann selbst sprechen.‘
22 Seine Eltern sagten dies, weil sie die Juden fürchteten; denn die Juden hatten bereits beschlossen, dass jeder, der ihn als den Christus bekennt, aus der Synagoge ausgeschlossen werden würde.
23 Deshalb sagten seine Eltern: ‚Er ist volljährig; fragt ihn selbst.‘“

Damals bedeutete das Bekennen Jesu in der Öffentlichkeit ein enormes Risiko. Es konnte den Ausschluss aus der Synagoge, gesellschaftliche Ablehnung, Isolation von Familie und Freunden und Verlust von sozialer Unterstützung nach sich ziehen.

Auch heute sehen wir, dass viele, die Jesus damals glaubten – sogar Pharisäer wie Nikodemus und andere führende Männer – aus Angst nicht öffentlich bekannten.

Johannes 12,42-43
42 „Doch auch unter den Führern glaubten viele an ihn, aber aus Angst vor den Pharisäern bekannten sie es nicht, damit sie nicht aus der Synagoge ausgeschlossen würden.
43 Denn sie liebten die Ehre der Menschen mehr als die Ehre Gottes.“

Nach Jesu Tod und Auferstehung wurde diese Gefahr noch größer: Wer öffentlich zu ihm bekannte, riskierte Verfolgung, Gefängnis, Misshandlungen oder sogar den Tod. Das Bekennen Jesu war somit eine bewusste, mutige Entscheidung. Genau das zeigen die frühen Christen, die oft wie Flüchtlinge lebten und große Not erduldeten – alles wegen ihres Glaubens an Christus.

Paulus sagt es daher auch deutlich:

Römer 10,9-10
9 „Denn wenn du mit deinem Mund bekennst, dass Jesus der Herr ist, und in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn von den Toten auferweckt hat, wirst du gerettet.
10 Denn mit dem Herzen glaubt man, um gerecht zu werden, und mit dem Mund bekennt man, um gerettet zu werden.“

Dieses Wort war damals von enormer Bedeutung – es bedeutete den direkten Weg zum Kreuz. Wer dies tat, wusste, dass Herausforderungen, Verfolgung, Ablehnung und sogar Tod drohten. Das Bekennen war kein einmaliger Akt, sondern ein täglicher Ausdruck des Glaubens.

Heute jedoch wird das Bekennen Jesu oft missverstanden. Viele sagen: „Ich habe Jesus bekannt“, sind aber nicht bereit, ihr Kreuz auf sich zu nehmen und ihm nachzufolgen. Wirkliches Bekennen zeigt sich nicht nur im Mund, sondern in einem Lebensstil: im Verzicht auf sündhafte Gewohnheiten, im Leben für Gott und im gelebten Nachfolgen Christi.

Wenn du also Jesus heute „bekennst“, tue es bewusst mit deinem ganzen Leben. Gott sieht dein Herz, und wenn er sieht, dass du ihm aufrichtig folgst, wird er dich führen und stärken.

Die Gnade Jesu nimmt dich Schritt für Schritt an die Hand und reinigt dich, bis die Wurzeln des Heils tief in dir verankert sind und Satan dich nicht mehr berühren kann. Du wirst durch den Heiligen Geist versiegelt bis zu dem Tag deiner Erlösung (Epheser 4,30).

Fange jetzt an, Jesus aktiv zu bekennen, und der Herr wird bei dir sein.

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