Title Oktober 2019

Träume von Verstorbenen: Eine biblische Sicht darauf, woher sie kommen


Jeder Traum, den ein Mensch hat, lässt sich im Allgemeinen einer von drei Kategorien zuordnen:

  1. Träume, die von Gott kommen
  2. Träume, die von Satan kommen
  3. Träume, die aus der menschlichen Seele stammen (unsere eigenen Gedanken, Gefühle und Erfahrungen)

Für jeden Gläubigen, der geistliche Klarheit sucht, ist es entscheidend, diese Unterscheidung zu verstehen. So kannst du deine Träume biblisch einordnen und unnötige Verwirrung oder Angst vermeiden.

1. Träume aus der menschlichen Seele (selbst erzeugte Träume)

Die meisten Träume gehören in diese Kategorie. Sie entstehen durch unsere täglichen Erfahrungen, unseren emotionalen Zustand, unser Umfeld oder unsere Sorgen. Die Bibel gibt uns hierzu eine klare Weisheit:

„Denn wo viele Geschäfte sind, da kommen Träume; und wo viele Worte sind, da hört man des Narren Stimme.“
Prediger 5,2

Wer beispielsweise Schreiner ist und täglich mit Holz arbeitet, wird wahrscheinlich oft von Sägen, Hämmern oder dem Bauen träumen. Wer in ländlicher Umgebung mit Tieren lebt, träumt verständlicherweise von Vieh oder Landwirtschaft.

Auch körperliche Zustände wie Hunger, Durst oder eine volle Blase beeinflussen, wovon wir träumen.

„Wie ein Hungriger träumt, er äße, und wenn er aufwacht, ist seine Seele doch leer, oder wie ein Durstiger träumt, er tränke, und wenn er aufwacht, so ist er matt und seine Seele lechzt – so wird es der Menge aller Heiden gehen.“
Jesaja 29,8

Solche Träume sind psychologisch oder physiologisch bedingt, nicht aber geistliche Offenbarungen.

2. Träume von Verstorbenen

Träume von Verstorbenen – insbesondere von geliebten Menschen – hängen oft mit Trauer und Erinnerungen zusammen. Sie entstehen meist aus der Seele, besonders wenn die verstorbene Person im Leben eine große Rolle gespielt hat. Die Seele trägt emotionale Eindrücke und Bindungen, die sich im Schlaf zeigen können.

Wenn man im Traum mit einem verstorbenen Elternteil, Freund oder Geschwister spricht, bedeutet das nicht automatisch, dass diese Person „zu Besuch“ kommt oder kommuniziert. Theologisch lehrt die Bibel, dass die Toten normalerweise nicht zu den Lebenden zurückkehren.

„Denn die Lebenden wissen, dass sie sterben werden; die Toten aber wissen nichts und haben keinen Lohn mehr; denn ihr Andenken ist vergessen.“
Prediger 9,5

Solche Träume sind oft einfach Ausdruck der Trauerbewältigung und können sich über Jahre, ja ein Leben lang wiederholen. Sie sind nicht gefährlich, und Christen müssen keine Angst davor haben.

3. Vorsicht bei dunklen oder dämonischen Träumen

Wenn Träume von Verstorbenen jedoch folgende Elemente enthalten:

  • Angst oder Schrecken
  • Drohungen oder beunruhigende Botschaften
  • Das Einnehmen von seltsamen Substanzen
  • Das Geleitetwerden an unbekannte, dunkle Orte

…dann ist geistliche Unterscheidung gefragt. Solche Träume können dämonischen Ursprungs sein. Satan kann sich als „Engel des Lichts“ verstellen (2. Korinther 11,14), und dämonische Geister können Verstorbene imitieren, um zu täuschen oder zu quälen.

In solchen Fällen ist es wichtig:

  • Den Geist im Namen Jesu Christi zu gebieten
  • Um Schutz zu beten (Epheser 6,10–18)
  • Keine Botschaften anzunehmen, die Gottes Wort widersprechen

„So seid nun Gott untertan. Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch.“
Jakobus 4,7

4. Wenn Gott durch Träume über Verstorbene spricht

Manchmal erlaubt Gott Träume, in denen Verstorbene erscheinen – nicht weil sie tatsächlich sprechen, sondern weil Gott durch vertraute Bilder eine Wahrheit vermitteln möchte.

Zum Beispiel:

  • Um zu bestätigen, dass es ein Leben nach dem Tod gibt
  • Um Trauernde über den Tod eines Gläubigen zu trösten
  • Um geistliche Realitäten durch bekannte Gesichter verständlich zu machen

Die Bibel macht deutlich, dass die in Christus Gestorbenen nicht „verloren“, sondern bei Gott lebendig sind:

„Wir wollen euch aber, Brüder und Schwestern, nicht im Unklaren lassen über die Entschlafenen, damit ihr nicht traurig seid wie die andern, die keine Hoffnung haben. Denn wenn wir glauben, dass Jesus gestorben und auferstanden ist, so wird Gott auch die Entschlafenen durch Jesus mit ihm führen.“
1. Thessalonicher 4,13–14

Diese Träume sind keine wörtlichen Begegnungen mit den Toten, sondern bildhafte Mittel Gottes, um zu lehren oder zu trösten.

5. Warnung und Einladung an Ungläubige

Wenn du außerhalb von Christus stehst und Träume hast, die dich an Tod oder Ewigkeit erinnern, könnte Gott dich zur Umkehr rufen. Solche Träume können göttliche Weckrufe sein.

Der körperliche Tod ist nicht das Ende. Jede Seele wird entweder vor Gottes Angesicht oder von ihm getrennt die Ewigkeit verbringen. Die Bibel ist klar:

„Und wie den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht.“
Hebräer 9,27

Gott kann diese Träume nutzen, um dich daran zu erinnern, dass das Leben kurz und die Ewigkeit lang ist. Stirbst du in deinen Sünden, wirst du gerichtet (Johannes 3,18). Aber wenn du dich Christus im Glauben und in Reue zuwendest, wirst du ewiges Leben erben (Johannes 3,16).

„Heute, wenn ihr seine Stimme hört, verstockt eure Herzen nicht.“
Hebräer 3,15

Fazit: Biblisch auf Träume reagieren

Wenn dein Traum deine täglichen Erlebnisse oder Gefühle widerspiegelt, stammt er wahrscheinlich aus deiner eigenen Seele.
Wenn dein Traum Angst, Verwirrung oder dämonische Elemente enthält, widerstehe ihm im Namen Jesu.
Wenn dein Traum biblische Wahrheiten enthält oder dich ermutigt, auch durch symbolische Bilder Verstorbener, kann er von Gott stammen.

Das Wichtigste ist, geistlich vorbereitet zu sein.
Wer in Christus lebt, hat nichts zu fürchten. Wer es nicht tut, für den können solche Träume Gottes Einladung zur Errettung sein.

Kehre heute um. Rufe den Namen Jesu an. Lebe im Licht. Und möge dein Schlaf von Frieden erfüllt sein, nicht von Angst.

Sei gesegnet.


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Was bedeutet es, davon zu träumen, dass man Geld geschenkt bekommt?

Träume sind eine der Weisen, auf denen Gott historisch mit seinem Volk kommuniziert hat. Doch nicht jeder Traum hat göttlichen Ursprung oder Bedeutung. Bevor man einen Traum deutet, ist es wichtig zu verstehen, woher der Traum kommt. Nach Schrift und gesundem biblischem Unterscheidungsvermögen gibt es grundsätzlich drei Quellen für Träume:

1. Träume von Gott

Dies sind göttliche Mitteilungen, die Gott benutzt, um seinen Willen zu offenbaren, Warnungen zu geben, Anweisungen oder Ermutigung (1. Mose 20,3; Matthäus 1,20; Apostelgeschichte 16,9).

„Denn Gott redet einmal, ja zweimal, doch man merkt es nicht;
In einem Traum, in einer nächtlichen Schau,
Wenn tiefer Schlaf über die Menschen fällt,
Wenn sie auf den Betten liegen,
Dann öffnet er das Ohr der Menschen…“
(Hiob 33,14–15, Lutherbibel 2017)

2. Träume vom Feind (Satan)

Der Feind kann beunruhigende oder täuschende Träume pflanzen. Sein Ziel ist Verwirrung, Angst und geistliches Abdriften (Jeremia 23,25–27).

„Ich habe gehört, was die Propheten geredet haben, die in meinem Namen Lügen prophezeien:
‚Ich habe geträumt, ich habe geträumt!‘“
(Jeremia 23,25, Lutherbibel 2017)

3. Träume vom menschlichen Geist (Seele oder Fleisch)

Diese Träume entstehen durch persönliche Gedanken, tägliche Erfahrungen, Stress oder emotionale Eindrücke. Kohelet bringt das treffend zum Ausdruck:

„Denn ein Traum kommt durch viel Mühe…“
(Prediger 5,3a, Lutherbibel 2017)

Solche Träume sind die häufigsten, die Menschen täglich erleben. Sie sind keine Botschaften Gottes, sondern das Gehirn, das Erlebtes und Gedanken verarbeitet.


Vom Träumen, Geld zu erhalten – Ein biblisches Symbol

Wenn du davon träumst, Geld geschenkt zu bekommen, muss dieser Traum im Kontext gedeutet werden:

  • Wenn du oft mit Geld zu tun hast (z. B. Banker, Händler, Kassierer), könnte der Traum einfach die Wiedergabe deiner täglichen Tätigkeit sein.

  • Wenn der Traum jedoch heraussticht — zum Beispiel nach intensivem Gebet auftritt, geistlich schwer wiegt oder in ungewöhnlichen Situationen geschieht — kann er eine göttliche Botschaft enthalten.


Was bedeutet Geld in der Bibel?

Geld symbolisiert in der Bibel oft Versorgung, Austausch oder Zugang, um eine Not zu erfüllen. Es kann auch ein Bild für eine Antwort oder Lösung eines natürlichen Problems sein.

„Es wird ein Festmahl bereitet für das Lachen, und Wein macht das Leben fröhlich;
aber Geld schafft für alles eine Lösung.“
(Prediger 10,19, Lutherbibel 2017)

Dieser Vers meint nicht, dass Geld geistliche Probleme wie Erlösung, Liebe oder ewiges Leben lösen kann. Er zeigt, wie materielle Bedürfnisse – Nahrung, Unterkunft, Ressourcen für Dienst oder Familie – durch finanzielle Mittel gedeckt werden können.


Was kann ein Traum vom Geld bedeuten?

Wenn du träumst, dass dir Geld gegeben wird und der Traum bedeutungsvoll erscheint, könnte das heißen:

  • Gott bereitet sich vor, eine materielle Not in deinem Leben zu stillen.

  • Eine Gebetsantwort ist im Anmarsch, besonders wenn du für finanzielle Sorgen, Arbeit oder Geschäft gebetet hast.

  • Gott benutzt oft Symbole in Träumen, wie in prophetischen Büchern (Daniel, Sacharja, Offenbarung), in denen geistliche Wahrheiten durch irdische Bilder offenbart wurden.


Sei aber wachsam!

Dass du in einem Traum Geld bekommst, heißt nicht unbedingt, dass du im wirklichen Leben Bargeld erhältst. Gott kann auch:

  • Deine jetzige Arbeit segnen,

  • Dir eine Tür zur Beförderung öffnen,

  • Dir Gunst bei Autoritäten schenken,

  • Göttliche Kontakte für Geschäft oder Chancen senden,

  • Dir helfen, einen Kredit oder finanzielle Unterstützung zu erhalten.

Das Geld im Traum kann also für Gunst, Zugang oder Versorgung stehen, nicht unbedingt für eine physische Geldübergabe.


Wie Gott auf geistliche und materielle Gebete antwortet

Es ist wichtig, materielle von geistlichen Gebeten zu unterscheiden.

Wenn du geistliche Dinge suchst — wie

  • Errettung (Römer 10,9–10),

  • Taufe im Heiligen Geist (Apostelgeschichte 2,38),

  • tiefere Gemeinschaft mit Gott (Psalm 42,1–2),

  • geistliche Gaben (1. Korinther 12,4–11),

antwortet Gott meist durch Visionen, geistliche Träume oder göttliche Begegnungen, nicht durch träume mit Geld.


Beispiele:

  • Josef träumte von Herrschaft (1. Mose 37,5–10),

  • Daniel hatte Endzeitvisionen (Daniel 7–12),

  • Paulus erlebte himmlische Offenbarungen (2. Korinther 12,1–4).


Warnung für Menschen außerhalb von Christus

Wenn du in Sünde lebst und nicht mit Christus verbunden bist und vom Geld oder plötzlichem Wohlstand träumst, könnte dies eine Warnung sein, keine Verheißung. Mancher Erfolg außerhalb Christi ist Gottes zulassender Wille – führt aber ins Verderben.

„Denn das Abwenden der Einfältigen bringt sie um, und die Sorglosigkeit der Toren zerstört sie.“
(Sprüche 1,32, Lutherbibel 2017)

Materieller Erfolg ohne geistliche Grundlage kann dich von Gott entfernen. Nimm den Traum als Ruf zur Umkehr, nicht als Bestätigung von Gunst.


Schritte zum echten Segen

  • Sei ehrlich und aufrichtig in der Umkehr von Sünde:

    „So tut nun Buße und bekehrt euch, dass eure Sünden getilgt werden…“
    (Apostelgeschichte 3,19, Lutherbibel 2017)

  • Lass dich richtig taufen – durch vollständiges Untertauchen im Namen Jesu Christi:

    „Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden…“
    (Apostelgeschichte 2,38, Lutherbibel 2017)

  • Strebe danach, täglich mit Gott zu wandeln:

    „Erkenne ihn auf allen deinen Wegen, so wird er deine Pfade ebnen.“
    (Sprüche 3,6, Lutherbibel 2017)


Fazit

Träume sind eine Sprache des Geistes. Wenn sie mit biblischer Weisheit und unter Leitung des Heiligen Geistes gedeutet werden, können sie große Klarheit und Führung bringen.

Wenn du also davon geträumt hast, Geld zu bekommen und Gottes Gegenwart oder Bestätigung darin gespürt hast, freue dich – dein Gebet könnte erhört worden sein. Gehe aber weiter im Heiligsein, bleibe im Gebet und prüfe alles mit Schrift und geistlichem Rat.

„Enttäuscht nicht die Weissagungen! Prüft aber alles und das Gute behaltet.“
(1. Thessalonicher 5,20–21, Lutherbibel 2017)

Sei gesegnet. Bleibe wachsam. Wandle in Wahrheit.


Möchtest du, dass ich diesen Text noch in eine Gliederung, Predigtnotizen oder eine Andacht umwandle?


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Ist Homosexualität eine Sünde?

Wenn es um die Frage geht, ob Homosexualität eine Sünde ist, ist es wichtig, auf das zu schauen, was die Bibel dazu sagt. In mehreren Stellen äußert sich die Bibel sehr deutlich zu gleichgeschlechtlichen Beziehungen. Zum Beispiel heißt es in 3. Mose 18,22:
„Du sollst nicht bei einem Mann liegen wie bei einer Frau; es ist ein Gräuel.“
Und in 3. Mose 20,13 steht:
„Wenn jemand beim Mann liegt wie beim Weib, so haben sie beide einen Gräuel getan.“
Diese Verse bilden die Grundlage für das biblische Verständnis, warum homosexuelle Handlungen als Sünde bezeichnet werden.

Doch es gibt einen wichtigen Zusammenhang: Die Bibel lehrt, dass wir alle mit einer sündigen Natur geboren werden – dazu gehören Dinge wie Zorn, Stolz, Lust oder Gier. Gleichgeschlechtliche Neigungen sind jedoch keine angeborene Eigenschaft, sondern eine Entscheidung, die ein Mensch im Laufe seines Lebens trifft. Deshalb wird sie als bewusste Sünde angesehen, nicht als etwas, womit man von Natur aus geschaffen wurde.

Die biblische Sicht auf Leben und Schöpfung hilft uns, besser zu verstehen, warum gleichgeschlechtliche Beziehungen so im Widerspruch zu Gottes Plan stehen. In 1. Mose erschuf Gott den Mann und die Frau zur Ehe und zur Fortpflanzung. Wären alle Menschen vom gleichen Geschlecht, könnte das Leben nicht weitergegeben werden. Aus diesem Grund beschreibt die Bibel solche Beziehungen als „Sünden zum Tod“, weil sie gegen die göttliche Ordnung von Leben und Schöpfung verstoßen.

Ein Beispiel dafür finden wir in der Geschichte von Sodom und Gomorra, wo Gottes Gericht kam – unter anderem wegen der sexuellen Sünden, einschließlich homosexueller Praktiken, die dort geschahen.


Ein größerer Zusammenhang:

1. Gottes Liebe gilt allen Menschen

Wichtig ist: Auch wenn die Bibel Sünde klar benennt, liebt Gott jeden Menschen zutiefst. Seine Gnade gilt allen – ganz gleich, mit welchen Sünden wir zu kämpfen haben. Jesus kam nicht, um uns zu verurteilen, sondern um uns zu retten. Seine Liebe ist bedingungslos, und Er wünscht sich, dass jeder Mensch zu Ihm kommt und Vergebung und Heilung erfährt.

Johannes 3,16–17:
„Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, dass er die Welt richte, sondern dass die Welt durch ihn gerettet werde.“

2. Gottes Ziel ist Veränderung – nicht Verurteilung

Gottes Herz schlägt nicht für Verurteilung, sondern für Transformation. Sünde trennt uns von Gott – aber die gute Nachricht ist: In Jesus gibt es Heilung und Wiederherstellung. Umkehr bedeutet nicht Scham, sondern einen Neuanfang.

2. Korinther 5,17:
„Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.“

3. Praktische Schritte in die Freiheit

Wenn du mit gleichgeschlechtlichen Neigungen oder anderen Sünden kämpfst, gibt es Hoffnung. Hier einige praktische Schritte:

  • Bete um Kraft und Heilung.
  • Lies regelmäßig in der Bibel und lass den Heiligen Geist an deinem Herzen arbeiten.
  • Suche Anschluss an eine unterstützende christliche Gemeinschaft, wo du geliebt und im Glauben ermutigt wirst.
  • Ziehe in Betracht, seelsorgerliche Begleitung in Anspruch zu nehmen – jemanden, der dich geistlich auf deinem Weg begleitet.

4. Die Wahrheit in Liebe sagen

Als Christen sind wir aufgerufen, die Wahrheit zu sagen – aber immer in Liebe und mit Mitgefühl. Es geht nicht darum, Menschen zu richten, sondern ihnen den Weg zu wahrer Freiheit in Christus zu zeigen. Unsere Worte sollen Gottes Liebe widerspiegeln und Menschen in eine Beziehung mit Ihm einladen.

Epheser 4,15:
„Lasst uns aber wahrhaftig sein in der Liebe und wachsen in allen Stücken zu dem hin, der das Haupt ist: Christus.“


Wenn du mit gleichgeschlechtlichen Gefühlen oder irgendeiner anderen Sünde zu kämpfen hast, dann wisse: Gottes Gnade ist größer als jeder Kampf. Er bietet Vergebung, Heilung und die Möglichkeit zur Veränderung durch die Kraft Jesu. Umkehr bedeutet nicht, sich schuldig zu fühlen, sondern zu erkennen, dass Gott einen besseren Plan für dein Leben hat – und den ersten Schritt in dieses neue Leben zu wagen.

Gottes Einladung ist klar: Kehre um zu Ihm, und Er wird dich zu einer neuen Schöpfung machen.

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VON EINER SCHLANGE TRÄUMEN – WAS BEDEUTET DAS?

Ich grüße dich im Namen unseres Herrn und Retters Jesus Christus.

Viele Menschen haben Schwierigkeiten  verstehen, was ihre Träume bedeuten. Leider interpretieren sie sie oft falsch oder suchen Rat bei fragwürdigen Quellen – meist aus Mangel an biblischem Verständnis. Doch die Bibel gibt uns Einsicht in die Bedeutung von Träumen, und es ist wichtig, sie sorgfältig zu prüfen.

Drei Hauptkategorien von Träumen

Bevor man die Bedeutung eines Traumes sucht, sollte man wissen, dass Träume in der Regel drei Ursprünge haben:

  1. Träume von Gott – Das sind göttliche Offenbarungen, die dazu dienen, uns zu belehren, zu warnen oder zu ermutigen. Beispiele dafür finden wir bei Josef (1. Mose 37,5–10) oder bei dem Traum des Pharao (1. Mose 41,1–7).

  2. Träume vom Satan – Diese Träume sind trügerisch, angsteinflößend oder verwirrend. Sie haben das Ziel, Menschen geistlich zu täuschen, zu quälen oder zu manipulieren.

  3. Träume aus dem menschlichen Geist – Sie entstehen durch unsere täglichen Erfahrungen, Gedanken oder Emotionen und haben meist keine tiefere geistliche Bedeutung (Prediger 5,2).

Nicht jeder Traum hat eine tiefere Bedeutung. Aber wenn Träume wiederkehren oder besonders eindrücklich sind, enthalten sie oft eine geistliche Botschaft, die geistliches Unterscheidungsvermögen erfordert.


Was bedeutet es, von einer Schlange zu träumen?

Viele Menschen fragen, was es bedeutet, wenn man von einer Schlange träumt. Solche Träume – besonders wenn sie sich wiederholen oder sehr lebendig sind – sollten nicht ignoriert werden. In der Bibel steht die Schlange durchweg symbolisch für Täuschung, Gefahr und Feindschaft.

Bereits im Garten Eden erschien Satan in Gestalt einer Schlange, um Eva zu verführen (1. Mose 3,1–5). Daraufhin verfluchte Gott die Schlange und machte sie zum bleibenden Symbol der Feindschaft zwischen Mensch und Satan (1. Mose 3,14–15). In Offenbarung 12,9 wird Satan ausdrücklich als „der große Drache, die alte Schlange“ bezeichnet.


Drei bedeutende symbolische Bedeutungen der Schlange im Traum:

Täuschung – Die Schlange verführte Eva zur Sünde (1. Mose 3,1–5). Ein Traum von einer Schlange kann darauf hinweisen, dass Täuschung in deinem Leben vorhanden ist. Der Feind versucht vielleicht, dich in die Irre zu führen, dich geistlich zu blenden oder zur Sünde zu verführen. Wenn du noch nicht gerettet bist, kann der Traum dich warnen, wie verletzlich du gegenüber den Lügen Satans bist – und dich zur Umkehr zu Jesus rufen.

Geistlicher Angriff und Widerstand – In 1. Mose 3,15 sagt Gott: „Er wird dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen.“ Das deutet auf ständigen Konflikt hin. Wenn du träumst, dass eine Schlange dich beißt, dich verfolgt oder sich um dich windet, kann das bedeuten, dass der Feind deinen Glauben, deine Gesundheit, deinen Dienst oder deinen geistlichen Fortschritt angreifen will. Die beste Reaktion ist intensives Gebet – wie Jesus es lehrte:

„Wacht und betet, damit ihr nicht in Versuchung fallt!“ (Matthäus 26,41).

Verschlingen oder Zerstören dessen, was Gott dir gegeben hat – In Offenbarung 12,4 wird beschrieben, wie der Drache bereitsteht, um das Kind der Frau zu verschlingen. Ebenso erklärt Jesus in Matthäus 13,19, wie der Böse das Wort Gottes aus den Herzen raubt. Wenn du träumst, dass eine Schlange etwas verschlingt, könnte das bedeuten, dass der Feind deine Segnungen, Chancen oder dein geistliches Wachstum stehlen will.


Verschiedene Arten von Schlangenträumen und ihre Bedeutung

  • Von einer Schlange verfolgt werden – Weist auf geistliche Unterdrückung oder dämonischen Angriff hin.

  • Von einer Schlange gebissen werden – Symbolisiert geistlichen Schaden, Verrat oder eine bevorstehende Herausforderung.

  • Eine Schlange spricht zu dir – Bedeutet Täuschung; der Feind versucht, deine Gedanken zu beeinflussen.

  • Eine Schlange nahe deinem Haus oder Bett – Warnt vor Gefahr im persönlichen Bereich, etwa in Beziehungen oder Familie.

  • Eine große Schlange, die aus dem Wasser auftaucht – Wasser steht oft für die geistliche Welt; der Traum kann auf eine verborgene dämonische Macht hindeuten.

  • Eine Schlange töten – Ist ein gutes Zeichen: Du überwindest geistliche Kämpfe durch Gebet und Glauben.


Wie solltest du reagieren?

Wenn du nicht gerettet bist, wende dich sofort Jesus Christus zu – Satans oberstes Ziel ist es, Menschen in der Finsternis zu halten. Wenn du dein Leben Jesus noch nicht übergeben hast, dann ist jetzt die Zeit, Buße zu tun und Erlösung zu empfangen.

„So unterwerft euch nun Gott. Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch.“ (Jakobus 4,7)

Wenn du Christ bist, stärke deinen Glauben – Für Gläubige ist solch ein Traum ein Weckruf. Stärke dein Gebetsleben, meide Versuchungen und stehe fest im Glauben.

„Seid nüchtern und wachsam! Euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann.“ (1. Petrus 5,8)

Bete um Gottes Schutz und Weisheit – Bitte Gott um Unterscheidung und seinen Schutz. Ergreife die Verheißung von

 Lukas 10,19:
„Siehe, ich habe euch Macht gegeben, zu treten auf Schlangen und Skorpione und über alle Gewalt des Feindes; und nichts wird euch schaden.“


Fazit

Träume von Schlangen sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen, denn oft weisen sie auf geistliche Angriffe hin. Ob der Feind dich täuschen, angreifen oder bestehlen will – die Antwort ist immer dieselbe: Suche Gott, stärke deinen Glauben und bleibe standhaft im Gebet.

Der Herr segne und beschütze dich.


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Warum sind so viele Christen arm?

Oft kommt diese Frage aus ehrlichem Interesse oder echter Sorge: „Wenn Gott reich ist und alles besitzt, warum sind dann so viele seiner Kinder arm?“ Auf den ersten Blick wirkt das wie eine berechtigte Frage. Schließlich heißt es in der Bibel:

„Silber und Gold sind mein, der HERR der Heerscharen“ (Haggai 2,8).

Sollten die Gläubigen Gottes diesen Überfluss nicht widerspiegeln?

Wenn wir jedoch das große Ganze betrachten, fällt auf, dass Armut nicht nur unter Christen vorkommt. Tatsächlich sind die meisten Menschen weltweit – unabhängig von Religion – nicht reich. Ob in christlichen Ländern, in muslimischen Mehrheitsstaaten oder unter Hindus, Buddhisten oder Atheisten: Das Muster ist meist dasselbe – wenige sind wohlhabend, viele gehören zur armen oder mittleren Schicht.

Jesus selbst erkannte diese Realität an, als er sagte:

„Die Armen habt ihr allezeit bei euch“ (Matthäus 26,11).

Dies war kein Fluch, sondern eine nüchterne Feststellung, wie das System der gefallenen Welt funktioniert.

Wenn wir also fragen, warum Christen arm sind, sollten wir vorsichtig sein, nicht automatisch Armut als Zeichen des Versagens oder Reichtum als Beweis spiritueller Überlegenheit zu deuten.


Was sagt die Bibel über Reichtum?

Die Bibel garantiert nicht, dass jeder Gläubige materiell reich wird. Sie legt den Schwerpunkt auf geistliche Reichtümer, die weitaus wichtiger sind. Epheser 1,3 sagt:

„Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns gesegnet hat mit allem geistlichen Segen in den himmlischen Regionen in Christus.“

Gott interessiert sich mehr für unser ewiges Erbe als für vorübergehenden materiellen Besitz. Jesus warnte vor den Gefahren des Reichtums:

„Aber wer auf Erde Schätze sammelt, hat oft seine Seele nicht bei sich; Reichtum kann das Wort ersticken und unfruchtbar machen“ (vgl. Matthäus 13,22).

Und weiter heißt es in Lukas 12,15:

„Hütet euch und seid auf der Hut vor aller Habgier; das Leben besteht nicht in der Fülle des Besitzes.“

Das bedeutet nicht, dass Gott gegen Wohlstand ist – er sorgt für unsere Bedürfnisse (Philipper 4,19) und freut sich, seine Kinder zu segnen. Gleichzeitig lehrt er Zufriedenheit:

„Denn die Gottseligkeit mit Genügsamkeit ist ein großer Gewinn.“ (1. Timotheus 6,6)


Warum sind also viele Christen arm?

Es gibt mehrere Gründe:

  • Spirituelle Reife: Manche Gläubige wachsen noch im Glauben und in der Weisheit, wie sie mit Finanzen umgehen.
  • Gottes Zweck: Gott lässt bei einigen Phasen der materiellen Not zu, um Charakter, Demut und Abhängigkeit von ihm zu formen (Jakobus 1,2–4).
  • Weltsysteme: Wir leben in einer Welt voller Ungleichheit, Korruption und Ungerechtigkeit.
  • Falsche Erwartungen: Einige glauben fälschlicherweise, dass Glaube automatisch materiellen Wohlstand bringt. Paulus schreibt jedoch:

„Ich weiß, was es heißt, Mangel zu leiden, und ich weiß, was es heißt, Überfluss zu haben.“ (Philipper 4,12)

Kurz gesagt, das Christentum verspricht keinen materiellen Reichtum, aber es schenkt etwas viel Wertvolleres: Frieden mit Gott, Freude selbst im Leid, Lebenssinn und ewige Schätze, die nicht vergehen (Matthäus 6,19–21).


Garantiert das Christentum Reichtum?

Nein. Aber es garantiert etwas Besseres: eine echte Beziehung zu Gott, die dir Wert und Sinn gibt – egal, ob du viel oder wenig besitzt. Wahrer Reichtum liegt in Christus, nicht auf einem Bankkonto.

„Denn ihr seid reich geworden durch seine Armut, damit ihr durch seine Armut reich werdet.“ (2. Korinther 8,9)

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Verehren Katholiken Götzen?

Die Bibel zeigt, dass Katholiken tatsächlich Götzen verehren.

Gott befiehlt deutlich in 2. Mose 20,4-5 (Luther 2017):

„Du sollst dir kein geschnitztes Bild machen, noch irgendein Gleichnis von irgendetwas, das oben im Himmel oder unten auf der Erde oder im Wasser unter der Erde ist. Du sollst dich vor ihnen nicht niederwerfen und ihnen nicht dienen; denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifernder Gott, der die Missetat der Väter heimsucht an den Kindern bis in die dritte und vierte Generation derer, die mich hassen.“

Dieses Gebot ist Teil der Zehn Gebote (2. Mose 20), die Gottes Heiligkeit offenbaren und sein Verlangen nach ausschließlicher Anbetung betonen. Gott verbietet nicht nur das Herstellen von Götzen, sondern auch das Niederwerfen und Anbeten, denn wahre Anbetung gehört allein Ihm (siehe auch 5. Mose 5,8-9).

Das Problem liegt nicht nur darin, Statuen zu besitzen oder Bilder von Heiligen oder Familienmitgliedern zu Hause zu haben. Das eigentliche Problem ist, sich vor ihnen niederzuwerfen und sie anzubeten. Diese Handlungen stellen Götzendienst dar, den die Bibel konsequent verurteilt (siehe 1. Korinther 10,14: „Darum, meine Geliebten, flieht den Götzendienst!“).

Die katholische Kirche lehrt das Verehren und Ehrfurcht zeigen gegenüber Statuen, was effektiv zur Anbetung führt. Es ist wichtig zu verstehen, dass ein Götze nicht nur eine große Statue wie das goldene Standbild Nebukadnezars ist (Daniel 3), sondern auch kleine Figuren oder Statuen in den Augen Gottes als Götzen gelten (siehe Psalm 115,4-8, wo Götzen als machtlos und leblos beschrieben werden).

Statuen „Ehre zu erweisen, als ob“ etwas Göttliches in ihnen wohne, ist bereits eine Form der Anbetung und missfällt Gott, weil Anbetung allein Ihm gehört (siehe Johannes 4,24: „Gott ist Geist; und die ihn anbeten, müssen im Geist und in der Wahrheit anbeten.“).

Darüber hinaus beinhaltet Anbetung Unterwerfung und Dienerschaft. Wer z. B. den Rosenkranz wiederholt betet und Angst hat, ihn zu missachten, macht sich zu einem Diener oder Sklaven dieses Gegenstandes. Das ist eine Form geistlicher Knechtschaft, die in der Schrift verurteilt wird (siehe Galater 5,1: „Zur Freiheit hat uns Christus befreit. Steht daher fest und lasst euch nicht wieder unter das Joch der Knechtschaft bringen.“).

Nicht alle Katholiken verstehen dies, und viele suchen aufrichtig Gott mit reinem Herzen. Dennoch hat das religiöse System viele daran gehindert, die Wahrheit zu erkennen (siehe 2. Korinther 4,4: „Der Gott dieser Welt hat die Sinne der Ungläubigen verblendet.“). Aber diejenigen, die Gott erwählt, werden durch seinen Geist die Augen geöffnet bekommen und sich von falschen Systemen abwenden, um ihn im Geist und in der Wahrheit anzubeten (Johannes 4,23).

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Hat der Apostel Paulus geheiratet?

Ursprünglich hieß der Apostel Paulus Saulus. Nachdem er dem auferstandenen Herrn Jesus Christus auf dem Weg nach Damaskus begegnet war, veränderte sich sein Leben völlig (Apostelgeschichte 9,1–19). Danach nahm er den Namen Paulus an und wurde eine zentrale Figur bei der Verbreitung des Evangeliums.

Paulus wurde in Tarsus geboren, einer bedeutenden Stadt in Kilikien (heutige Türkei), und war von Geburt an römischer Bürger (Apostelgeschichte 22,3–28). Er war Jude aus dem Stamm Benjamin und gehörte den Pharisäern an – einer Gruppe, die das mosaische Gesetz streng befolgte (Philipper 3,5):

„am achten Tag beschnitten, aus dem Volk Israel, vom Stamm Benjamin, Hebräer von Hebräern; was das Gesetz betrifft, ein Pharisäer.“

Paulus’ Junggesellenstatus und sein Zweck

Paulus entschied sich bewusst, unverheiratet zu bleiben (1. Korinther 7,7–8), um sich ganz dem Dienst am Evangelium zu widmen, ohne Ablenkungen oder geteilte Interessen. Er erklärt seine Haltung in 1. Korinther 7,32–33:

„Ich will aber, dass ihr ohne Sorge seid. Wer unverheiratet ist, sorgt sich um die Dinge des Herrn, wie er dem Herrn gefallen kann; wer aber verheiratet ist, sorgt sich um die Dinge der Welt, wie er der Frau gefallen kann.“

Diese Worte zeigen, dass Junggesellenstatus eine tiefere Hingabe an Gottes Dienst ermöglichen kann. Paulus’ Entscheidung ähnelt der anderer biblischer Persönlichkeiten wie Johannes des Täufers (Lukas 1,15) und des Propheten Elija (1. Könige 19,10.13), die ebenfalls unverheiratet blieben und sich voll und ganz Gottes Mission widmeten.

Paulus’ Dienst und Vermächtnis

Die Bibel hebt hervor, dass Johannes der Täufer der größte Prophet vor Christus war (Matthäus 11,11):

„Wahrlich, ich sage euch: Unter allen, die von Frauen geboren sind, ist keiner größer als Johannes der Täufer.“

Elija wurde in den Himmel aufgenommen, ohne den Tod zu erfahren (2. Könige 2,11), ein Zeichen seiner besonderen prophetischen Rolle.

Paulus wiederum gilt als Apostel, der intensiver wirkte als alle vor ihm, das Evangelium zu den Heiden brachte und zahlreiche Gemeinden gründete (1. Korinther 15,10):

„Aber durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin; und seine Gnade an mir ist nicht vergeblich gewesen.“

Sein Junggesellenstatus war also keine Zufälligkeit, sondern eine bewusst vom Heiligen Geist geleitete Entscheidung. Er ermöglichte es Paulus, Gottes Mission mit ungeteilter Hingabe zu erfüllen und die frühe Kirche nachhaltig zu prägen.

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Wer ist ein Heiliger?

Viele Menschen denken bei einem Heiligen an jemanden, der moralisch vollkommen ist, niemals sündigt und immer nur gute Werke tut. Das ist die übliche, weltliche Vorstellung. Die Bibel zeigt jedoch ein tieferes, genaueres Bild.

Das Problem der Sünde

Die Bibel lehrt: Alle Menschen haben gesündigt und erreichen nicht Gottes Herrlichkeit. Sünde ist nicht nur ein Fehler, sondern ein Zustand, der uns von Gott trennt (Römer 3,23). Niemand kann durch eigene Anstrengungen oder gute Werke vor Gott als gerecht gelten.

Römer 3,23 – „Denn alle haben gesündigt und erlangen nicht die Herrlichkeit, die sie vor Gott haben sollten.“

Unsere universelle Sündhaftigkeit bedeutet, dass niemand auf Grundlage eigener Gerechtigkeit vor Gott bestehen kann (Jesaja 64,6). Selbst die besten menschlichen Werke sind vor Gott wie „befleckte Lumpen“.

Jesus Christus – der einzige wahre Heilige

Die Bibel nennt Jesus Christus die einzige Person, die ohne Sünde lebte. Er ist einzigartig heilig, weil er ohne Sünde geboren wurde (aus einer Jungfrau) und ein vollkommenes Leben führte (Hebräer 4,15). Nur Jesus erfüllt die Heiligkeit, die nötig ist, um vor Gott zu bestehen.

Hebräer 4,15 – „Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht könnte mitfühlen mit unseren Schwachheiten, sondern der in allem versucht worden ist wie wir, doch ohne Sünde.“

Wegen seines sündenlosen Lebens und seines Opfertodes wird Jesus „heilig“ genannt (Apostelgeschichte 3,14). Er allein erfüllt Gottes Maßstab für Heiligkeit und Gerechtigkeit.

Unsere Stellung „in Christus“

Die gute Nachricht ist: Durch den Glauben an Jesus betrachtet uns Gott als gerecht und heilig – nicht wegen unserer eigenen Werke, sondern aufgrund der Gerechtigkeit Jesu, die uns zugerechnet wird.

Römer 3,24 – „…und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlösung, die in Christus Jesus ist.“

Wenn wir an Jesus glauben, sieht Gott uns „in Christus“. Unsere Sünden sind vergeben, und seine Gerechtigkeit bedeckt uns wie ein Kleid. Dies nennt man Rechtfertigung durch Glauben.

Jesaja 61,10 – „Ich freue mich sehr am HERRN, meine Seele ist fröhlich über meinen Gott; denn er hat mich gekleidet mit Kleidern des Heils und mich mit dem Gewand der Gerechtigkeit umhüllt.“

Diese Veränderung bedeutet nicht, dass wir sofort moralisch perfekt werden, sondern dass wir durch Jesus vor Gott als heilig erklärt werden.

Wer sind die Heiligen?

Laut Bibel sind Heilige diejenigen, die zu Christus gehören – Menschen, die durch Glauben von Gott geheiligt wurden.

Psalm 16,3 – „Die Heiligen im Land, die vornehmen, sind mein höchstes Gut.“

Im Neuen Testament werden alle Gläubigen oft als Heilige bezeichnet (Römer 1,7; 1. Korinther 1,2). Dabei geht es um ihre Identität in Christus, nicht um moralische Vollkommenheit.

Wie steht es mit der Sünde nach der Errettung?

„In Christus“ zu sein bedeutet nicht, dass wir absichtlich weiter sündigen dürfen. Wahre Gläubige werden vom Heiligen Geist verwandelt, der uns hilft, in Heiligkeit zu wachsen und sich von der Sünde abzuwenden.

1. Johannes 3,9 – „Jeder, der aus Gott geboren ist, tut nicht Sünde; denn Gottes Same bleibt in ihm, und er kann nicht Sünde tun, weil er aus Gott geboren ist.“

Römer 6,1–2 – „Was sollen wir nun sagen? Sollen wir in der Sünde verharren, damit die Gnade zunehme? Das sei ferne! Wir, die wir der Sünde gestorben sind, wie sollen wir noch in ihr leben?“

Wenn wir Jesus annehmen, empfangen wir den Heiligen Geist (Apostelgeschichte 2,38), der uns in alle Wahrheit leitet (Johannes 16,13) und uns befähigt, ein gottgefälliges Leben zu führen.

Möge Gott dich segnen, während du in der Gnade und Erkenntnis von Jesus Christus wächst!

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Wähle den Weg des Lebens

Wenn wir Gottes Schöpfung genau betrachten, erkennen wir ein Muster von Gegensätzen, das Seine perfekte Ordnung und Harmonie zeigt. Zum Beispiel besteht der menschliche Körper aus zwei symmetrischen Hälften – links und rechts –, die einander spiegeln. Dies zeigt Gottes durchdachte Gestaltung (1. Mose 1,27).

Ebenso gibt es zwei Seiten des Lichts: Tag und Nacht (1. Mose 1,4–5). Beide Gegensätze sind gleich wichtig in Gottes Schöpfungsordnung.

Doch über die physische Welt hinaus gibt es zwei grundlegende geistliche Realitäten: Leben und Tod. Beide gehörten zu Gottes ursprünglichem Plan. Der Tod war kein Zufall oder eine Strafe, sondern erfüllte einen göttlichen Zweck, um das Gleichgewicht der Schöpfung zu bewahren (Prediger 3,1–2).

Hätte es den Tod nie gegeben, hätten die Pflanzen und Früchte, die Adam und Eva aßen, ihren natürlichen Kreislauf von Wachstum und Verfall nicht vollenden können. Ohne den Tod könnte die Erde nicht bestellt oder genutzt werden, und die Schöpfung würde stagnieren (1. Mose 2,15).

Der Tod hat also eine wichtige Funktion in Gottes Ordnung: Er lässt Altes vergehen und schafft Raum für Neues, in einem fortlaufenden Kreislauf des Lebens (Psalm 90,10).

Der Mensch jedoch wurde für das ewige Leben geschaffen (1. Mose 2,7; Prediger 12,7). Im Garten Eden erhielt Adam das Leben als Geschenk. Der Tod kam erst, nachdem Adam und Eva Gottes Gebot übertreten hatten (1. Mose 3,17–19; Römer 5,12). So trat die Sterblichkeit in die menschliche Erfahrung ein – als Folge der Sünde, nicht als Teil der ursprünglichen Schöpfung.

Jesus Christus kam, um die Folgen von Sünde und Tod zu überwinden. Durch Seinen Tod und Seine Auferstehung hat Er den Tod besiegt und allen, die an Ihn glauben, ewiges Leben geschenkt:

„Jesus spricht zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt; und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird in Ewigkeit nicht sterben.“
— Johannes 11,25–26

Jesus ist der einzige Weg zum ewigen Leben und der wahre Sieger über den Tod (Johannes 14,6; Hebräer 2,14–15). Keine andere Macht oder Gottheit hat Autorität über Tod oder Grab.

Der Apostel Paulus schreibt:

„Denn er muss herrschen, bis er alle Feinde unter seine Füße gelegt hat.
Der letzte Feind, der vernichtet wird, ist der Tod.“
— 1. Korinther 15,25–26

Ohne die Hoffnung auf ewiges Leben verliert das Leben seinen tiefsten Sinn (Prediger 1,2). Wir sind aufgerufen, jetzt das Leben zu wählen – durch den Glauben an Jesus Christus (5. Mose 30,19; Römer 6,23).

Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, aber seine Seele verliert? (Markus 8,36)

Gott und Sein Reich zuerst zu suchen, ist wahre Weisheit (Matthäus 6,33). Ewiges Leben ist ein unschätzbares Geschenk, das nur durch Jesu Opfer und Auferstehung gesichert ist:

„Und das ist das Zeugnis: Gott hat uns ewiges Leben gegeben, und dieses Leben ist in seinem Sohn.
Wer den Sohn hat, hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, hat das Leben nicht.“
— 1. Johannes 5,11–12

Möge Gott dich reichlich segnen, während du den Weg des Lebens durch Jesus Christus wählst.

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„Wer nicht arbeiten will, soll auch nicht essen“ – Was meint die Bibel wirklich?

  1. Thessalonicher 3,10:
    „Denn auch als wir bei euch waren, geboten wir euch dies: Wer nicht arbeiten will, soll auch nicht essen.“

Auf den ersten Blick klingt das vielleicht hart. Doch im richtigen Kontext zeigt sich: Es geht nicht um Grausamkeit, sondern darum, Verantwortung innerhalb der Gemeinde Christi zu fördern.


Der Kontext: Die frühe Kirche und das Leben in Gemeinschaft

In der Urgemeinde lebten die Gläubigen oft gemeinschaftlich. Jeder teilte, was er hatte, um die anderen zu unterstützen, besonders die Bedürftigen.

Apostelgeschichte 2,44–45:
„Alle aber, die glaubten, waren beieinander und hatten alle Dinge gemeinsam; sie verkauften Habe und Güter und verteilten sie unter alle, je nachdem, wer etwas nötig hatte.“

Die Christen damals waren nicht eigennützig – ihre Großzügigkeit war bekannt. Doch diese Freigiebigkeit zog auch Menschen an, die nicht arbeiten wollten, aber dennoch von der Gemeinde profitieren wollten.

Das belastete die Gemeinschaft. Statt mitzuwirken, wurden manche träge und lebten von der Arbeit und dem Geben anderer.


Glaube und Verantwortung gehören zusammen

Paulus erkannte diese Gefahr. Er gab klare Anweisungen: Wer arbeiten kann, es aber ablehnt, sollte nicht erwarten, von der Gemeinde unterstützt zu werden.

Arbeit ist keine Strafe, sondern eine von Gott gegebene Aufgabe. Schon als Gott Adam erschuf, setzte er ihn in den Garten Eden „um ihn zu bebauen und zu bewahren“ (1. Mose 2,15). Arbeit war Teil von Gottes Plan für den Menschen – schon vor dem Sündenfall.

Paulus schreibt weiter:

  1. Thessalonicher 3,11–12:
    „Wir hören aber, dass einige unter euch unordentlich leben und nichts tun, sondern nur herumschnüffeln. Solche gebieten wir und ermahnen wir im Herrn Jesus Christus, dass sie still arbeiten und ihr eigenes Brot essen.“

Faulheit erzeugt Abhängigkeit und führt zu Unordnung in der Gemeinde.


Die wirklich Bedürftigen unterstützen

Paulus war keineswegs gegen Hilfe für Bedürftige. Er gab klare Anweisungen, wie die Gemeinde sich um Witwen, Alte und Hilflose kümmern sollte:

  1. Timotheus 5,3.9–10:
    „Ehrt die Witwen, die wirklich bedürftig sind… Keine Witwe soll aufgenommen werden, außer sie ist über sechzig Jahre alt, hat ihrem Mann treu gedient und ist für ihre guten Werke bekannt…“

Die Gemeinde soll echte Not priorisieren, nicht Faulheit unterstützen. Gottes Gerechtigkeit und Barmherzigkeit gehen Hand in Hand.


Praktische Anwendung heute: Gott durch Arbeit verherrlichen

Wir sollen Gottes Charakter widerspiegeln – auch in unserer Arbeit.

Kolosser 3,23–24:
„Alles, was ihr tut, das tut von Herzen als dem Herrn und nicht den Menschen; denn ihr wisst, dass ihr vom Herrn als Lohn das Erbe empfangen werdet. Denn ihr dient dem Herrn Christus.“

Wenn wir mit dem richtigen Herzen arbeiten, wird Arbeit zu einem Akt der Anbetung. Sie ehrt Gott, unterstützt andere und gibt uns Würde. Faulheit hingegen schadet anderen und hemmt unser geistliches Wachstum.

Die Botschaft von „Wer nicht arbeiten will, soll auch nicht essen“ ist also nicht herzlos. Sie soll eine gesunde, verantwortungsbewusste und Gott ehrende Gemeinschaft fördern:

  • Sie schützt die Gemeinde vor Überlastung.
  • Sie ermutigt jeden Gläubigen, Verantwortung zu übernehmen.
  • Sie sorgt dafür, dass Hilfe denen zugutekommt, die sie wirklich brauchen.

In Christus sind wir aufgerufen, zu dienen, fleißig zu arbeiten und füreinander zu sorgen – mit Mitgefühl und Verantwortung.

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